DE2516015C3 - Dübelartiges Befestigungselement zum Einbetonieren - Google Patents
Dübelartiges Befestigungselement zum EinbetonierenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein dübelartiges Befestigungselement mit einem Sperrelemente aufweisenden Verankerungsteil
und einem das Bohrloch verschließenden, mit einer Einfüllöffnung zum Einspritzen von durch
Abbinden die Verankerung bewirkenden Bindemittel versehenen Fixierteil.
Ein derartiges Befestigungselement ist aus der US-PS
33 39 609 bekannt. Die Fixierung des Befestigungselementes im Bohrloch erfolgt durch einen dünnwandigen
am Befestigungselement angeordneten Flansch einerseits und einer an der Wandaußenfläche anliegenden
Platte andererseits, die einen zur Halterung des Dübels in dessen Innenbohrung eindrehbaren Stift aufweist.
Der dünnwandige Flansch reicht jedoch nicht aus, das Befestigungselement bei Wand- und Deckenmontagen
im Bohrloch zu halten. Die geringe, bei ausgebrochenen Bohrlochmündungen unter Umständen vollständig
fehlende Klemmfläche genügt in der Regel nicht den auf das Bodenteil des Befestigungselementes wirkenden
Gewichts- bzw. Spritzdruck des Bindemittels aufzunehmen. Das bekannte Befestigungselement ist für eine
Abstandsmontage nicht eingerichtet. Aufgrund der zuvor geschilderten Mangel wäre es dafür auch nicht
geeignet, da bei Abstandsbefestigungselementen durch
den das Mauerwerk überragenden Abschnitt noch ein zusätzlicher, von der Fixierung aufzunehmender Gewichtsfaktor
hinzukommt. Darüber hinaus wirkt sich bei der Abstandsmontage eine nicht zentrische Fixierung
sehr viel stärker aus als bei einer Normalbefestigung.
Aus der DE-OS 19 61 489 ist ein Befestigungselement bekannt, das an seinem das Mauerwerk überragenden
Abschnitt eine zum Einklipsen einer die Verkleidungsplatten haltenden Tellerscheibe eingerichtete Ringnut
aufweist Die Verankerung dieses Befestigungselementes erfolgt u. a. durch Auspressen einer Dübelmasse aus
dem rohrförmigen Befestigungselement in das Bohrloch, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser
des im Bohrloch eingesetzten Verankerungsteiles des Befestigungselementes. Durch Fehlen einer Fixiereinrichtung
ist es notwendig, das Befestigungselement bis zum Aushärten des Bindemittels zu halten, was einen
erheblichen Zeitverlust bedeutet Ferner ist die in das rohrförmige Befestigungselement vor der Verankerung
einzufüllende Dübelmasse in ihrer Menge begrenzt so daß die vollständige Umhüllung des Verankerungsteiles
eine sowohl in der Tiefe als auch im Durchmesser genaue Bohrung im Mauerwerk erfordert Die in ihrer
Menge auf den zur Verfügung stehenden Hohlraum abgestimmte Dübelmasse läßt des weiteren auch keine
durch axiale Verschiebung des Befestigungselementes im Bohrloch an sich mögliche Justierung des Abstandes
zu, da durch eine solche Verschiebung das Volumen des Hohlraumes verändert würde.
Eine justierbare Abstandsbefestigung ist aus der DE-AS 12 91 458 bekannt Bei diesem Befestigungselement
erfolgt die Verankerung durch Aufweitung eines Spreizteiles mittels einer Befestigungsschraube. Auf-
2ri grund des dabei auftretenden Spreizdruckes ist es
allerdings notwendig, bei der Verankerung größere Randabstände einzuhalten, um einen Ausbruch des
Bohrloches zu vermeiden. Ferner sind die durch Aufspreizen erzielbaren Haltewerte insbesondere in
in weichen und porösen Werkstoffen erheblich geringer
als diejenigen, die bei Verankerungen durch Ausspritzen eines Bohrloches mit aushärtbarem Bindemittel erreichbar
sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein für
Jj Verankerungen durch Ausfüllen eines Bohrloches mit
Bindemittel geeignetes Befestigungselement zu schaffen, das für justierbare Abstandsmontagen in allen
Lagen geeignet ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zur
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zur
■tu Abstandsbefestigung von Gegenständen wie Heizkörpern,
Verkleidungsplatten od. dgl. das Befestigungselement einen über die Mauerwerksoberfläche hinaus
verlängerten Abschnitt aufweist, der mit in Längsrichtung des Befestigungselementes verstellbaren Haltemitteln
versehen ist.
Zur Verankerung des erfindungsgemäßen Befestigungselementes wird zunächst ein dem Außendurchmesser
des hülsenartigen Fixierteiles entsprechendes Bohrloch gebohrt, in das dann das Befestigungselement
mit dem aufgesetzten Fixierteil eingepreßt wird. Die zwischen dem Befestigungselement und der Bohrlochwandung
vorhandene Ringöffnung wird dabei durch das Fixierteil verschlossen. Gleichzeitig wird durch das
Fixierteil das Befestigungselement im Bohrloch zentriert und aufgrund der Verklemmung des Fixierteiles in
dieser Lage gehalten.
Zum Ausfüllen des Hohlraumes hinter dem Fixierteil wird nun durch die Einfüllöffnung im Fixierteil mittels
einer Spritzvorrichtung das aushärtbare Bindemittel
bo eingespritzt. Insbesondere bei der Di:ckenmontage ist
es zweckmäßig, die Einfüllöffnung beispielsweise durch einen Stopfen zu verschließen, um bis 2um Einsetzen des
Aushärtvorganges ein Ausfließen des Bindemittels zu verhindern.
Die Klemmlängen der Fixierteile sind zur zentrischen Halterung der Befestigungselemente den Längen der
das Mauerwerk überragenden Abschnitte der Befestigungselemente anzupassen. Die Abstandsjustierung der
zu befestigenden Gegenstände kann entweder vor Ausspritzen des Bohrloches durch Längsverschiebung
des Befestigungselementes oder durch die verstellbaren, in dem verlängerten Abschnitt angeordneten Haltemiti
el erfolgen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Haltemittel aus zwei den zu befestigenden
Gegenstand zwischen sich verspannenden Muttern bestehen, die auf ein Außengewinde des verlängeren
Abschnittes aufschraubbar sind.
Die an der Unterseite des zu befestigenden Gegenstandes angeordnete Mutter dient zur Einstellung
des Abstandes zur Wand, während die andere Mutter zum Verspannen des zu befestigenden Gegenstandes
dient Es ist vorteilhaft, letztere als Senkmutter auszubilden, um einen bündigen Anschluß dieser Mutter
mit der Außenseite des zu befestigenden Gegenstandes zu erreichen. Das nach Befestigung überstehende Teil
des Befestigungselementes kann in einfacher Weise mit einer Trennscheibe abgetrennt werden. Dies ist
insbesondere bei der Fassadenbefestigung erforderlich, bei der auf die im Abstand zur Wand befestigte
Unterkonstruktion noch die Fassadenplatten angebracht werden.
Schließlich kann in einer weiteren Ergänzung der Erfindung in die offene Stirnseite des verlängerten
Abschnittes ein mit der Außenseite des im Abstand zu befestigenden Gegenstandes, mit der Außenseite der
Mutter und mit der Stirnseite des Abschnittes bündig abschließender Stopfen eingesetzt sein. Durch den
Verschluß des rohrförmigen Befestigungselementes wird das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert, was zu
Korrosionsschäden führen könnte.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann über den freiliegenden verlängerten Abschnitt eine
Schulzhülle übergestülpt sein, die zwischen Fixierteil und Mutter abdichtend verspannt ist. Die Schutzhülle
dient als Korrosionsschutz und gleichzeitig auch als KälteschutzbrücKe für das aus Metall bestehende
Befestigungselement.
In der Patentzeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 das im Mauerwerk einbetonierte Abstandsbefestigungselement,
F i g. 2 eine besondere Ausbildung der Haltemittel zur Befestigung von Heizkörpern.
Das Befestigungselement besteht aus einer rohrförmigen Hülse 1, dessen Einführende flachgequetscht und
zur Erhöhung der Verankerungswirkung hakenförmige Sperrelemente 2 aufweist. Im Anschluß an den
Verankerungsteil des Befestigungselementes ist das zum Verschließen des Hohlraumes 3 zwischen Außenfläche
des Befestigungselementes und Bohrlochwandung dienende Fixierteil 4 aufgesetzt, dessen Außendurchmesser
dem Bohrlochdurchmesser so angepaßt ist daß es im Bohrloch 5 festsetzbar ist. Als Einschiebbegrenzung
dient dabei der an dem Fixierteil 4 angeordnete, sich an der Außenfläche der Wand ö
abstützende Flansch 7. Durch das Fixierteil 4 ist nunmehr der Dübel in dem Bohrloch fest fixiert, so daß
die sich durch die Abstandsbefestigung ergebenden Biegemomente aufgenommen werden können. Ferner
ίο verhindert das Fixierteil 4 ein Ausfließen des Bindemittels
8 — vorzugsweise eine Zementmischung —, die durch die Einfüllöffnung 9 des Fixierteiles 4 mittels einer
Spritzvorrichtung (nicht dargestellt) eingespritzt wird.
Nach dem Ausfüllen des Hohlraumes 3 zwischen
Nach dem Ausfüllen des Hohlraumes 3 zwischen
ι ■> Außenfläche des Dübels und Bohrlochwandung mit dem
aushärtbaren Bindemittel 8 wird die in dem Fixierteil 4 vorgesehene Einfüllöffnung 9 mit einem Stöpsel 10
verschlossen.
Die Fixierung des im Abstand zur Wand zu
2<> befestigenden Gegenstandes U erfolgt über zwei
Muttern 12, 13, wobei mit der an der Unterseite des Gegenstandes 11 angeordneten Mutter 12 der erwünschte
Abstand zur Wand eingestellt wird. Mit der Senkmutter 13 wird dann der Gegenstand 11 gegen
2". diese Kontermutter 12 fest verspannt. Das nach der Justierung den Gegenstand überragende Teil des
Befestigungselementes wird mittels einer Trennscheibe abgetrennt, so daß ein bündiger Abschluß für das
Aufschrauben vor. Fassadenplatten 14 auf die Unter-
JO konstruktion 11 entsteht. In die offene Stirnseite des
Befestigungselementes ist zur Abdichtung der Innenbohrung 15 ein Stopfen 16 eingeset?.!, der ebenfalls mit
der Außenseite der Unterkonstruktion 11 bündig abschließt. Der Korrosionsschutz für das Beiestigungs-
)"i element wird vervollständigt durch die über den
zwischen der Kontermutter 12 und dem Fixierteil 4 freiliegenden Abschnitt des Befestigungselementes
übergestülpten Schutzhülle 17, die mit ihren Enden in entsprechende ringförmige Aussparungen 18 des
■in Fixierteiies und der Kontermutter eingreift. Durch die
schlauchartige Ausbildung der Schutzhülle 17 ergibt sich eine sehr große Stauchfähigkeit, die auch nach der
Justierung die Abdichtung im Bereich der Enden der Schutzhülle sicherstellt.
i": Fig.2 zeigt in Längsrichtung de., Befestigungselementes
verstellbare Haltemi,..ι, die insbesondere für die Heizkörperbefestigung geeignet sind. Zur Arretierung
der mit einer umlaufenden Nut 19 versehenen Mutter 20 wird diese mit einer Kontermutter 21
5ii verspannt. In die umlaufende Nut 15 werden die an den
Heizkörpern festsetzbaren Haltelaschen (nicht dargestellt) eingehängt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Dübelartiges Befestigungselement mit einem Sperrelemente aufweisenden Verankerungsteil und
einem das Bohrloch verschließenden, mit einer Einfüllöffnung zum Einspritzen von durch Abbinden
die Verankerung bewirkenden Bindemittel versehenen Fixierteil, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abstandsbefestigung von Gegenständen wie Heizkörpern, Verkleidungsplatten od. dgL das Befestigungselement
einen über die Mauerwerksoberfläche hinaus verlängerten Abschnitt aufweist, der mit
in Längsrichtung des Befestigungselementes verstellbaren Haltemitteln versehen ist
2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel aus zwei den zu
befestigenden Gegenstand zwischen sich verspannerden Muttern bestehen, die auf ein Außengewinde
des verlängerten Abschnittes aufschraubbar sind.
3. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die offene Stirnseite des
verlängerten Abschnittes ein mit der Außenseite des im Abstand zu befestigenden Gegenstandes, der
Außenseite der Mutter und mit der Stirnseite des Abschnittes bündig abschließender Stopfen eingesetzt
ist.
4. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über den freiliegenden verlängerten
Abschnitt eine Schutzhülle übergestülpt ist, die zwischen Fixierteil und Mutter abdichtend
verspannt ist.
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