DE2511765A1 - Abzugseinrichtung fuer eine automatische feuerwaffe - Google Patents
Abzugseinrichtung fuer eine automatische feuerwaffeInfo
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Description
- Abzugseinrichtung fur eine automatische Feuerwaffe Die Erfindung bezieht sich auf eine Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe, insbesondere eine Maschinenkanone1 mit einem schwenkbar gelagerten, von einer Fangfeder belasteten Fanghebel, der in seiner Ruhestellung in die VerschluBbahn der Feuerwaffe eingreift, und mit einem Abzughebel, der beim Auslenken aus einer Ruhestellung das Auslenken des Fanghebels aus dessen Ruhestellung in eine Schießstellung und dadurch die Freigabe eines gefangenen Verschlusses der Feuerwaffe bewirkt.
- Eine solche Abzugseinrichtung, die bei gebräuchlichen Maschinenkanonen vorhanden ist, gewährleistzwar eine einwandfreie Punktion, erfordert jedoch sehr große Kräfte zum Betätigen das Abzughebels, weil zum Auslenken des Fanghebels nicht nur der Reibungsschluß zwischen Fanghebel und Verschluß der Feuerwaffe überwunden werden nruß, sondern auch die Kraft der Fangfeder. Die Fangfeder muß aber sehr kräftig ausgebildet sein, damit sie in der Lage ist, den Fanghebel in der nach dem Überlaufen des Verschlusses zur Verfügung stehenden, sehr kurzen Zeit in die Ruhestellung zu bringen, Demgegenüber besteht der Bedarf an einer Abzugseinrichtung, die nur geringe Abzugskräfte erfordert.
- Aus der DT-AS 1 453 910 ist es bekannt, die zum Betätigen solcher Abzugseinrichtungen erforderlichen Kräfte von einer Servoeinrichtung aufbringen zu lassen, zu deren Auslösung es nur einer geringen Kraft bedarf. Die bekaanteg Servoeinrichtung ist in der Lafette einer Baschinenkanone angeordnet und weist ein von einer starken Feder belastetes Schlagglied auf, das von dem gegeniiber der Lafette nach Auslösen eines Schusses zurücklaufenden gesamten Waffensystem in eine Spannstellung gebracht wird. In dieser Spannstellung wird es von einem Hebelsystem gehalten, das mit Hilfe eines Abzuges ausgelöst werden kann0 Das von seiner Feder angetriebene Schlagglied schlägt dann gegen einen Winkelhebel, der einen sich im wesentlichen parallel zum Waffergehäuse erstreckenden Arm aufweist und von dem Scfilagglied in eine Stellung gebracht wird, in der es den Abzughebel der im Waffengehäuse angeordneten, eigentlichen Abzugseinrichtung auslöst, Es ist ersichtlich, daß eine solche Servoeinrichtung eine zusätzliche Einrichtung darstellt, die erhebliche Kosten verursacht, zusätzlichen Raum in Anspruch nimmt und endlich auch eine zusatzliche Fehlerquelle darstellt, Die Anwendung solcher Servoeinrichtungen ist daher problematisch und wird nicht in allen Fällen möglich sein0 Aus der DT-OS 2 353 870 ist eine Abzugs einrichtung bekannt, bei der der Fanghebel von einer Feder belastet ist, die bestrebt ist, den Fanghebel in die Schießstellung zu bringen. Sie ist stark genug, um den Xeibungsschluß zwischen Verschluß und Fanghebel zu überwinden.
- Infolgedessen wird hier zum Auslösen des Fanghebels keine nennenswerte Kraft benötigt. Das Einschwenken des Fanghebels in die Fangstellung erfolgt zwangsläufig über eine vom Verschluß gesteuerte Hebel- und SchieberKnordnung, die in der Fangstellung verriegelt wird0 Diese bekannte Abzugs einrichtung erfordert zwar keine große Abzugskraft und kommt auch mit verhältnismäßig wenig und einfachen Teilen aus, benötigt jedoch einen gefederten Mitnehmer, der immer in die Bahn des Verschlusses hineinragt und auch bei Dauerfeuer bei Jedem Rücklauf des Verschlusses ausgelenkt wird0 Dabei wird auch jedesmal die den Mitnehmer belastende Feder gespannt. Außerdem ist die diesen Mitnehmer belastende Feder in die Getriebekette zwischen Verschluß und Fanghebel eingeschaltet und muß zum Auslenken des Fanghebels die Rückstellfeder des oben erwähnten Schiebers und auch die Hückstellfeder des Fanghebels selbst überwinden. Die den Mitnehmer belastende Feder muß daher sehr stark ausgebildet sein0 Die bekannte Einrichtung hat also den Mangel, daß einerseits in die Getriebekette zwischen Verschluß und Fanghebel gegeneinander wirkende Federn eingeschaltet sind, die eine absolute Zwangsteuerung des Fanghebels verhindern, und es sind außerdem der Mitnehmer und die den Mitnehmer belastende Feder bei Jedem Schuß sehr hoch beanspruchte Teile, die leicht zu Störungen Anlaß geben können. Dabei ist von besonderem Nachteil, daß bei einem Bruch dieser Feder eine Feuerunterbrechung nicht mehr möglich ist, was insbesondere bei Bordkanonen zu erheblichen Gefährdungen führen kann0 Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abzugseinrichtung der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß sie nur eine geringe Abzugskraft erfordert, ohne daß hierzu komplizierte Zusatzeinrichtungen benötigt würden, Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine vom Verschluß und/oder Abzugshebel gesteuerte Einrichtung gelöst, die vor dem Auslenken des Fanghebels aus dessen Ruhestellung die Wirkung der Fangfeder in Richtung auf die Ruhestellung des Fanghebels aufhebt.
- Durch die Erfindung wird also die Wirkung der Fangfeder kurzzeitig aufgehoben oder so geändert, daß sie nicht mehr in der Lage ist, den Fanghebel in seiner Ruhestellung zu halten, so daß beim Abziehen die Wirkung dieser Feder nicht mehr zu überwunden werden braucht. Infolgedessen kann die Fangfeder beliebig stark gemacht werden, ohne daß die Abzugskraft entsprechend erhöht werden muß.
- Vielmehr braucht beim Abziehen nur noch diejenige Kraft aufgebracht zu werden, die zum Überwinden des Reibung schlusses zwischen Fanghebel und Verschluß nötig ist und die relativ klein gehalten sein kann0 Allenfalls müssen darüber hinaus noch Rückstellfedern anderer Glieder der Abzugseinrichtung überwunden werden, die aber im Verhältnis zur Kraft der Fangfeder schwach sind0 Die Erfindung kann ohne nennenswerten zusätzlichen Aufwand verwirklicht werden und beeinträchtigt nicht die Betriebssicherheit der Abzugsvorrichtung.
- Das Aufheben der Wirkung der Fangfeder in Richtung auf die Ruhestellung des Fanghebels kann grundsätzlich in zweierlei Weise erfolgen, nämlich daß entweder die Fangfeder entspannt oder aber ihre Wi2 ungsrichtung geändert wird, Um die Fangfeder zu Ontspannen, kann beispielsweise mit dem Abzughebe7 e eine Anordnung zum Auslanker des Federlagers für 3, Fangfeder gekoppelt ei@, Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die eine Anordnung zum Auslenken des Widerlagers aufweist, ist die Fangfeder als schwenkbar gelagerte Blattfeder ausgebildet, die mit einem Ende am Fanghebel anliegt und deren Winkellage durch ein zwischen zwei Lagen bewegbares Widerlager bestimmt wird, das in einer seiner Lagen die Blattfeder im Abstand von deren Schwenklager abstützt und in der Stellung hält, in der sie den Fanghebel in die Ruhestellung drückt. Wenn die Blattfeder mit dem Fanghebel formschlüssig in Eingriff steht und wahlweise in eine von zwei definierten Winkellagen bringbar ist, kann sie dazu benutzt werden, den Fanghebel wahlweise in die Ruhestellung zu drücken bzw. in der Schießstellung zu halten.
- Eine besonders vorteilhafte Anordnung bezüglich der Verteilung der einzelnen Bauelemente der Abzugseinrichtung ergibt sich, wenn die Blattfeder im Bereich ihrer Mitte gelagert ist und das Widerlager an dem dem Fanghebel entgegengesetzten Ende der Blattfeder angreift. Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn die Blattfeder auf der gleichen Achse gelagert ist wie der Abzughebel. Insbesondere kann dann in besonders einfacher Weise das Widerlager von einem vom Verschluß gesteuerten Rasthebel gebildet werden, der in seinen beiden Stellungen die Blattfeder von entgegengesetzten Seiten belastet.
- Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist am Abzugshebel ein Ausrücker gelagert, der, wenn der Abzugshebel seine Ruhestellung einnimmt, in die Bahn des Verschlusses der Feuerwaffe ragt und in dessen Weg der Rasthebel derart angeordnet ist, daß er durch den vom Verschluß verschwenkten Ausrücker in eine Stellung gebracht wird, in der er die Blattfeder in die Lage drückt, in der sie die Blattfeder in die Ruhestellung drückt.
- Dabei ist der Ausrücker durch Betätigen des Abzugshebels mit dem Rasthebel außer Eingriff bringbar, wodurch die Blattfeder entspannt wird, bevor das Auslenken des Fanghebel 5 erfolgt.
- Eine Art Servobetätigung der Abzugseinrichtung kann noch dadurch erzielt werden, daß die Blattfeder von einer Feder belastet ist, die so stark ist, daß sie den Rasthebel mit der Blattfeder nach deren Freigabe durch das Widerlager in die Stellung bringt, in'der die Blattfeder den Fanghebel in der Schußstellung hält. Insbesondere kann dabei der Rasthebel mit dem ihm zugewandten Ende der Blattfeder formschlüssig in Eingriff stehen und die Feder den Rasthebel belasten. In diesem Fall erfolgt also das Ausrücken des Fanghebels nicht durch den Abzughebel und die auf den Abzughebel ausgeübte Kraft, sondern durch die den Rasthebel belastende und nach dessen Freigabe verschwenkende Feder. Die Bewegung des Rasthebels wird dann über die Blattfeder auf den Fanghebel übertragen. Zur Freigabe des Rasthebels, also zum Abziehen des Ausrückers mittels des Abzugshebels, wird eine nur geringe Kraft benötigt. Das Spannen der den Rasthebel belastenden Feder erfolgt nach Freigabe des Abzugshebels über den iusrücker, der dann von dem rücklaufenden Verschluß verschwenkt wird und dabei den Rasthebel mitnimmt, der zugleich die Blattfeder in die Stellung bringt, in der sie in dem Sinn unter Spannung gesetzt wird, daß sie den Fanghebel in Richtung auf seine Ruhestellung drückt.
- Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform der Brfindung, die von der oben erwähnten zweiten Möglichkeit einer Änderung der effektiven iiirkungsrichtung der Fangfeder Gebrauch macht, weist einen in Bewegungsrichtung des Verschlusses beweglich gelagerten Fanghebel auf, der von der Fangfeder im wesentlichen entgegengesetzt zur Vorlaufrichtung des Verschlusses belastet wird.
- Der Fanghebel weist an seiner der Verschlußbahn abgewandten Seite eine Führungsfläche auf, mit der der Fanghebel in seiner hinteren Endstellung an einem ortsfesten Widerlager anliegt0 Aus dieser Endstellung ist der Fanghebel vom vorlaufenden Verschluß in die Ruhestellung drückbar, in der bei gefangenem Verschluß das vordere Ende des Fanghebels an einem Anschlag anliegt0 In dieser Ruhestellung ist die Führungsfläche des Fanghebels von dem Widerlager frei, so daß der Fanghebel um sein vorderes Ende aus der Verschlußbahn auslenkbar ist.
- In diesem Fall wirkt zwar die Fangfeder nicht in der sonst üblichen Weise im wesentlichen senkrecht zur Verschlußbahn, sondern im wesentlichen parallel dazu0 Es wird Jedoch zum Einrücken des Verschlusses in die Verschlußbahn eine dazu senkrechte Kraftkomponente durch eine Zwangssteuerung zwischen der Führungsfläche am Fanghebel und dem ortsfesten Widerlager erzeugt. Trierdurch wird ein sicheres Einrücken des Fanghebels @ie Verschlußbahn gewährleistet. Die den Fanghebel in die Verschlußbahn drückende Kraftkomponents wird jedoch vor dem Auslösen des Verschlusser durch de Verschlt@ selbet aufgehoben, weil er durch Verschieben des banghebels in dessen Längsrichtung die Führungsfläche am Fanghebel von dem VJiderlager trennt und dadurch ein Verschwenken des Fanghebels aus der Ruhestellung in die SchieI3stellung zuläßt. Diesem Verschwenken setzt die Fangfeder keinen nennenswerten Widerstand entgegen, weil Federn quer zu ihrer \irkungsrichtung gewohnlich sehr weich sind. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung werden also iiberhaupt keine zusätzlichen Teile benötigt, um die Wirkung der Fangfeder quer zur Verschlußbahn aufzuheben.
- Für die Anordnung und Ausbildung der Teile der Abzugseinrichtung kann es bei der zuletzt beschriebenen Anordnung zweckmäßig sein, zwischen das hintere Ende des Fanghebels und einen vom Verschluß gesteuerten Rasthebel einen zweiarmigen Zwischenhebel zu schalten, der sich in seiner Raststellung im wesentlichen in Verlängerung des Fanghebels erstreckt und den Fanghebel in seiner vorderen Endstellung hält. Dieser Zwischenhebel hat dann etwa die gleiche Lage wie die Blattfeder bei der vorstehend behandelten Ausführungsform. Dabei kann auch der Zwischenhebel gleichachsig zum Abzugshebel gelagert sein und der Abzughebel einen iitnehmer aufweisen, der beim Auslenken aus der Ruhestellung am Zwischenhebel zur Anlage kommt und den Zwischenhebel zum Auslenken des Fanghebels mitnimmt.
- weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden, Es zeigen Fig0 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform einer Abzugs einrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung mit gefangenem Verschlu3, Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 bei zurücklaufendem Verschluß, Fig. 3 einen Längs schnitt ähnlich Fig. 1 durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einer das Abziehen unterstützenden Feder, Fig. 4 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung in schematischer Darstellung mit gefangenen Verschluß, Fig. 5 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach teig. 4 bei zurücklaufendem Verschluß und Fig0 6 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 4 mit aus der hintersten Stellung vorlaufendem Verschluß und fangbereiter Abzugseinrichtung.
- Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Abzugseinrichtung ist in einem Gehäuse 1 angeordnet, das sich unterhalb der Bahn des Verschlusses 2 einer automatischen Feuerwaffe, beispielsweise einer Maschinenkanone, befindet. Die in dem Gehause 1 angeordneten Bauteile sind alle um quer zur Bahn des Verschlusses 2 verlaufende Achsen schwenkbar. Etwa in der Mitte des Gehäuses ist auf einer Achse 3 ein Abzughebel 4 gelagert, der einen aus der Unterseite des Gehäuses 1 herausragenden Arm 5 mit einer Rolle 6 aufweist0 Durch Annähern der Rolle 6 an das Gehäuse 1 mittels einer nicht näher dargestellten Einrichtung kann der Abzughebel 4 aus der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung entgegen dem Uhrzeigersinne verschwenkt werden.
- Der Abzughebel 4 hat drei weitere Arme 7, 8 und 9o Der erste Arm 7 erstreckt sich im wesentlichen horizontal nach vorn und steht über dem Arm 10 eines vor dem Abzughebel 4 gelagerten Sicherungshebels 120 Dieser Sicherungshebel 12 ist gegen die Kraft einer Schenkelfeder 13 aus der in Fig0 1 dargestellten Lage im Uhrzeigersinn verschwenkbar0 Ein hochragender Arm 14 greift in der in Fig. 1 dargestellten Lage in eine Aussparung 15 am hinteren Ende eines Fanghebels 16 ein, der nahe dem oberen Rand des Gehäuses 1 gelagert ist. Zu diesem Zweck weist das vordere Ende des Fanghebels 16 eine Zylinderfläche 17 auf, die in eine entsprechende zylindrische Nut an der Xückseite eines in das Gehäuse 1 eingesetzten Lagerblockes 18 eingreift.
- Der zweite Arm 8 des Abzughebels 4 ragt in Verlängerung des mit der Rolle 6 versehenen Armes 5 schräg nach oben und steht mit Abstand einer Nase 19 an der unteren Flanke der Aussparung 15 des Abzughebels 16 gegenüber. Der dritte Arm 9 steht im wesentlichen senkrecht zur Bahn des Verschlusses 2o Am Ende dieses Armes 9 ist auf einem Bolzen 20 ein Ausrücker 21 gelagert, der sich von dem Arm 9 aus nach hinten erstreckt und an seinem freien Ende eine Nase 22 aufweist, die der Nase 23 an einem im Gehäuse 1 auf einem Bolzen 24 gelagerten Rasthebel 25 gegenübersteht. Der Rasthebel 25 weist einen im wesentlichen nach unten weisenden Arm 26 mit einer Nase 27 auf. Eine Schenkelfeder 28 ist bestrebt. den Rasthebel 25 in der in Fig. 2 gezeigten Stellung zu halten, aus der der Rasthebel entgegen der Kraft der Schenkelfeder 28 bis zu einem Anschlag 29 auslenkbar ist, An dem Bolzen 3, auf dem der Abzughebel 4 gelagert ist, stützt sich im Bereich ihrer Mitte eine Blattfeder 30 ab, die zum Erzielen der benötigten Federkraft mehrlagig ausgebildet ist. Die Blattfeder 30 greift mit ihrem vorderen Ende zwischen eine Schulter 31 an der 1 Unterseite des Fanghebels 6 und einen in den Fanghebel eingesetzten Stift 32 formschlüssig ein. Das hintere Ende der Blattfeder 30 welche die den Fanghebel 16 belastende Fangfeder bildet, wirkt in noch zu beschreibender Weise mit dem Rasthebel 25 zusammen In der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung der Lbzugseinrichtung ist der Verschluß 2 an einer nach vorn weisenden Schulter 33 vom hinteren Ende des aus dem Gehäuse 1 nach oben herausragenden Fanghebels 16 gefangen. Dabei liegt ein Abschnitt des Verschlusses - über der »usrücker 21 und drückt den At@@@@ @ as I@r @e des Gehäuses 1 hinein. Der Ausrücker 21 drückt mit seiner Nase 22 den.lcasthebel 25 in die Stellung, in der er mit seinem Arm 26 am Anschlag 29 anliegt. In dieser Stellung drückt der Rasthebel 25 mit der Unterseite seines vorderen Endes auf das hintere Ende der Fangfeder 30, die dadurch so weit im Uhrzeigersinn verschwenkt ist, daß sie mit ihrem vorderen Ende den Fanghebel 16 an der Schulter 31 in der in Fig. 1 gezeigten Ruhestellung hält, in der der Verschluß. 2 sicher gefangen ist. Außer durch dießKraft der Fangfeder 30 ist der Fanghebel 16 in dieser Stellung durch den nach oben ragenden Arm 14 des Sicherungshebels 12 gehalten, der die obere Flanke der Aussparung 15 unterstellt, Zum Auslösen eines Schusses wird der Abzughebel 4 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei kommt der horizontale Arm 7 des Abzughebels 4 mit dem Arm 0 des Sicherungshebels 12 in Eingriff, wodurch der Sicherungshebel 12 durch Verschwenken im Uhrzeigersinn aus dem Bereich der Aussparung 15 im Fanghebel 16 herausgeschwenkt wird.
- Gleichzeitig uird durch Verschwenken des Abzughebels 16 das Ende des nach oben ragenden Armes 9 so weit nach links bewegt, daß die Nase 22 des lkusrückers 21 von der Nase 23 des Itasthebels 25 abgezogen wird0 Infolgedessen kann der Rasthebel 25 von seiner Schenkelfeder 28 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden4 Dabei gibt das vordere Ende des Rasthebels 25 die Oberseite der Fangfeder 30 frei, so daß die Fangfeder ohne liiderstand entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkbar ist. Infolgedessen kann das vorderen, mit dem Fanghebel 16 in Eingriff stehende Ende der Fangfeder 30 ohne EJiderstand nach unten, also von der Bahn des Verschlusses 2 hinwegbewegt werden.
- Die Fangfeder setzt daher dem Ausrücken des Fanghebels 16 aus der Bahn des Verschlusses 2 keinen Widerstand mehr entgegen0 Die Freigabe der Fangfeder 30 durch den Rasthebel 25 und das Ausrücken des Sicherungshebels 12 ist erfolgt, wenn das vordere Ende des schrägen Armes 8 des Abzughebels 4 mit der Nase 19 am Fanghebel 16 in Eingriff kommt und dadurch den Fanghebel ohne nennenswerten Widerstand mitnimmt und dadurch aus der Bahn des Verschlusses ausrückt. Der Verschluß 2 kann dann zum Auslösen eines Schusses vorlaufen.
- Durch das Verschwenken des Fanghebels 16 mittels des Abzughebels 4 ist auch die Fangfeder 30 so weit verschwenkt worden, daß ihr hinteres Ende an der Nase 27 des in seine Ruhestellung zurückgekehrten Rasthebels 25 einrastet0 Die Teile nehmen dann die in Fig0 2 dargestellte Lage ein. Der Fanghebel 16 wird vom Rasthebel 25 über die Fangfeder 30 in der Schießstellung gehalten, und zwar unabhängig von der Lage des Abzughebels 4o Solange der Abzughebel 4 in Feuerstellung gehalten wird, befindet sich der Auarücker 21 innerhalb des Gehäuses 1, weil er bei nach vorn geschwenktem Arm 9 des Abzughebels mit seiner gekrümmten Vorderflanke 34 an der benachbarten Innenseite 35 des Gehäuses 1 anliegt. Wird Jedoch der Abzughebel 4 freigegeben, so schwenkt er unter der Kraft einer Schenkelfeder 36 in seine Ausgangsstellung zurück, so daß der husrücker 21 mit dem die Vorderflanke 34 aufweisenden Abschnitt aus einer öffnung 37 des Gehauses 1 herausragt, wie es Fig0 2 zeigt. Der Ausrücker 34 wird nun von dem zurücklaufenden Verschluß 2 erfaßt und in das Gehäuse 1 hinein verschwenkt, wie es Fig. 1 zeigt. Dabei erfaßt der Ausrücker 21 mit seiner Nase 22 die Nase 23 des,Rasthebels 25 und bringt den Rasthebel in die in Fig. 1 gezeigte Stellung. Dabei drückt der Rasthebel 25 mit der Unterseite seines vorderen Endes auf das hintere Ende der Blattfeder 30, so daß diese Blattfeder stark gespannt wird, weil der Fanghebel 16 noch an der Unterseite des Verschlusses anliegt. Dabei erfolgt das Spannen der Blattfeder über die sanft ansteigende Unterseite des Verschlusses 2 relativ langsam, so daß schlagartige Beanspruchungen vermieden werden. Sobald dann der Verschluß 2 mit seiner Schulter 33 das hintere Ende des Fanghebels passiert hat, kann der Fanghebel unter der Kraft der Fangfeder 3d in seine Ruhestellung übergehen, in der er dann den Verschluß beim Vorlauf aus seiner hintersten Stellung fängt0 Da die Fangfeder 30 beim Abziehen nicht iiberwunden zu werden braucht, kann sie sehr stark ausgebildet werden0 Auch die Ausbildung der Fangfeder als Blattfeder ist für eine sehr kräftige Ausbildung der Fangfeder vorteilhaft. Die hohe Federkraft führt dazu, daß zum Einrücken des Fanghebels in seine Ruhe- oder Fangstellung eine nur außerordentlich kurze Zeit benötigt wird. Infolgedessen braucht der Verschluß einen nur geringen Überlaufweg zu haben, Infolgedessen lassen sich mit einer Abzugseinrichtung nicht nur sehr geringe hbzugsgewichte erzielen, sondern auch eine sehr hohe Feuergeschwindigkeit bei einwandfreier Funktion.
- Die Abzugseinrichtung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der Abzugseinrichtung nach den Fig. 1 und 2 im wesentlichen nur dadurch, daß die Fangfeder 30' mit ihrem hinteren Ende in eine Aussparung 41 am vorderen Ende des Rasthebels 25' formschlüssig eingreift und der nach unten ragende Arm 26' des Rasthebels 25' durch eine starke Schraubenfeder 42 an der Rückwand des Gehäuses 1 abgestützt ist. Außerdem weist der Abzughebel 4' keinen mit dem Fanghebel 16 in Eingriff kommenden Arm auf.
- Gemäß dem fast unveränderten ausbau ist auch die Funktion der hbzugseinrichtung nach Fig. 3 im tesentlichen die gleiche, wie sie anhand der Ring, 1 und 2 beschrieben wurde. Die Herstellung eines formschlüssigen Eingriffes zwischen dem Rasthebel 25' und der Fangfeder 30' hat lediglich zur Folge, daß die Fangfeder 30' der Bewegung des Rasthebels 25' folgt. wenn daher zum liuslösen eines Schusses durch Verschwenken des Abzughebels 4' der Ausrücker 21 in der beschriebenen Weise vom Rasthebel 25' abgezogen wird, so bringt die zuvor durch den Verschluß über den Ausrücker 21 und den Rasthebel 25' gespannte Schraubenfeder 42 den Rasthebel 25' in seine Ausgangsstellung zurück, der dabei die Fangfeder 30' verschwenkt, die ihrerseits wieder den Fanghebel 16 aus seiner Ruhestellung zur Freigabe des Verschlusses auslenkt. Eine unmittelbare Betätigung des Fanghebels durch den 1zughebel ist daher nicht mehr erforderlich, weshalb auch der zu diesem Zweck bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 vorgesehene Arm 8 bei dem Abzughebel 4' der Ausführungsform nach Fig. 3 fehlt.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 hat also die Schraubenfeder 42 eine Servofunktion, die das Ausschwenken des Fanghebels aus seiner Ruhestellung bewirkt, so daß die hierfür benötigte Kraft am Abzughebel 4' nicht mehr aufgebracht zu werden Lraucht. Es lassen sich auf diese Weise also besonders leichtgängige Abzugs einrichtungen erzielen, ohne daß die Funktionssicherheit der Abzugseinrichtung, etwa wegen der Anwendung zu schwacher Fangfedern oder aber eines unzureichenden Eingriffes an Fangflächen, beeinträchtigt würde. Vielmehr ist die erfindungsgemäße Abzugseinrichtung durch die Anwendung besonders starker Fangfedern und der vorgesehenen Sicherung besonders betriebssicher.
- Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Ausführungsform der Erfindung hat einen ähnlichen Aufbau wie die hbzugseinrichtungen nach den Fig. 1 bis 3o Auch hier ist in einem Gehäuse 51, das sich parallel zur Bahn eines Ver chlusses 52 erstreckt, im wesentlichen in dessen Mitte auf einer Achse 53 ein Abzughebel 54 gelagert, der einen nach unten aus dem Gehäuse herausragenden Arm 55 mit einer Rolle 56 trägt, Außerdem weist der Abzughebel zwei weitere Arme 57 und 58 sowie einen Anschlag 59 auf. Der erste, sich etwa horizontal nach vorn erstreckende Arm 57 steht mit dem Arm 60 eines Zwischengliedes 61 in Verbindung, das die Bewegung des Abzughebels auf einen Sicherungshebel 62 überträgt.
- Der Sicherungshebel 62 wird von einer Schenkelfeder 63 in der in Fig. 4 gezeigten Stellung gehalten, in der sein Arm 64 eine Fläche 65 an der Unterseite eines Fanghebels 66 unterstellt. Dieser Fanghebel weist wiederum an seinem hinteren Ende eine Zylinderfläche 67 auf, mit der er in eine entsprechend zylinderförmige Lagerfläche 68 im Gehäuse 51 eingreift0 kn dem zweiten, im wesentlichen nach oben ragenden Arm 58 ist wiederum ein sich nach hinten erstreckender Ausrücker 71 angelenkt, der an seinem hinteren Endt eine Nase 72 aufweist, die mit der Nase 73 eines auf einem Bolzen 74 gelagerten ltasthebels 75 in Eingriff steht. An dem nach unten ragenden hrm 76 ist wiederum eine Nase 77 angebracht. Eine Schenkelfeder 78 ist bestrebt, den tasthebel 75 im Uhrzeigersinn zu verschwenken.
- Zum Ausrücken des Fanghebels 66 dient in diesem Fall ein besonderer Zwischenhebel 81, der ähnlich wie die Blattfeder 30 der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele auf der gleichen Achse 53 gelagert ist wie der Abzughebel 54 und zwei Arme aufweist, von denen sich der eine in Richtung auf den Fanghebel 66 und der andere in Richtung auf den Rasthebel 75 erstreckt. Der Anschlag 59 am Abzughebel 54 liegt in der in Fig. 4 dargestellten Ruhestellung an einem Stand des Zwischenhebels 81 derart an, daß der Zwischenhebel 81 mitgenommen wird, wenn der Abzughebel 54 aus der gezeigten Ruhestellung zum kuslösen des Abzuges entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird0 Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 bis 6 wird die Fangfeder 82 von einer Schraubendruckfeder gebildet, die sich in Längsrichtung des Fanghebels 66 erstreckt und in einer Bohrung 33 des Fanghebels sowie einer in ltuhestellung des Fanghebels damit fluchtenden Bohrung 84 des Gehäuses 1 angeordnet ist. Die Wirkungsrichtung der Fangfeder 82 verläuft unter einem geringen Winkel zur Bahn des Verschlusses 52 nach hinten und ist somit im wesentlichen parallel zur Verschlußbahn gerichtet.
- Weiterhin weist der Fanghebel 66 an seiner Unterseite eine Führungsfläche 85 auf, die mit einem im Gehäuse 1 angeordneten, ortsfesten Widerlager 86 zusammenwirkt.
- In Fig. 4 nehmen die Teile die Ruhestellung ein, die immer dann vorliegt, wenn der Verschluß 52 gefangen und der Abzughebel 54 unbetätigt ist. Wie zuvor wird der Verschluß 52 an der Schulter ;''7 vom hinteren Ende des Fanghebels 66 gehalten, der in die Verschlußbahn hineinragt und sich mit seinem vorderen Ende an der Lagerfläche 68 des Gehäuses 51 abstützt.
- Wird der Abzughebel 54 zum Auslösen des Verschlusses 52 im Uhrzeigersinn verschwenkt, so wird zunachst über den Arm 57 und das Zwischenglied 61 der Sicherungshebel 62 so weit ausgelenkt, daß sein Arm 64 die Fläche 65 am Fanghebel 66 freigibt. Danach kommt das vordere Ende 88 des Zwischenhebels 81, der beim Verschwenken des hbzughebels 54 von dessen Anschlag 59 mitgenommen wurde, an der unteren Flanke einer Ausst)arung 89 am hinteren Ende des Fanghebels 66 zur Anlage und nimmt den Fanghebel mit.
- Dadurch wird der Fanghebel verschwenkt. bis er d e Schulter 87 an Verschluß 52 freigibt. Die Führungsfläche 85 an der Unterseite des Fanghebels 66 und das Widerlager 86 haben eine solche Form bzw. Lage, daß diese Bewegung des Fanghebels 66 nicht behindert wird. Die sich im wesentlichen quer zur Richtung der Verschwenkung erstreckende Fangfeder 82 erfährt beim Verschwenken des Fanghebels 66 nur eine geringe Biegung, der sie als Schraubenfeder keinen nennenswerten Widerstand entgegensetztO Infolgedessen wird zum Abziehen keine besonders große Kraft benötigt.
- Nach dem Auslösen des Verschlusses nehmen die Teile der Abzugvorrichtung im wesentlichen die in Fig. 5 dargestellte Lage ein. Der Zwischenhebel 1 ist an seinem hinteren Ende von der Nase 77 des Rasthebels 75 gefangen und hält dadurch den Fanghebel 66 in der in Fig0 5 gezeigten Schießstellung. Dabei verhindert die Nase 90 am vorderen Ende des Zwischenhebels 81 ein Zurückschieben des Fanghebels 66 durch die Fangfeder 82.
- Solange der Abzughebel 54 betätigt ist, liegt der ausrücker 71 innerhalb des Gehäuses 51. Wird Jedoch der Abzughebel 54 zum Unterbrechen einer Schui3folge freigegeben, so tritt der Ausrücker 71 aus der Oberseite des Gehäuses 51 heraus, wie es Fig. 5 zeigt, und kann vom Verschluß 52 erfaßt werden0 Wird der Ausrücker 71 von dem zurücklaufenden Verschluß in das Gehäuse 51 hinein geschwenkt, so wird in gleicher leise wie bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 der iSasthebel 75 von der Nase 72 am Ausrücker 71 erfaßt und verschwenkt, so daß er den Zwischenhebel 81 freigibt, Hierdurch wird der Fanghebel 66 freigegeben, so daß nun die Fangfeder 82 wirksam werden kann0 Xiie bereits erwähnt, ist die Fangfeder bestrebt, den Fanghebel 66 nach hinten zu schieben. In der in Fig0 6 dargestellten Schießstellung liegt der Fanghebel 66 mit der an seiner Unterseite angebrachten Führungsfläche 85 am Uiderlager 86 an. Die Führungsfläche 85 ist so gestaltet, daß sie beim Zurückschieben des Fanghebels eine Querkraft auf den Fanghebel ausübt, durch den der Fanghebel, nachdem er vom Verschluß freigegeben worden ist, dem Verschluß folgend in die Verschlußbahn hineingerückt wird, wie es Fig. 6 zeigt. Der Fanghebel 66 erreicht eine in Fig. 6 dargestellte hintere Endstellung, bei der der Fanghebel mit seinem hinteren Ende an einem Gehäuseabschnitt 91 und mit der Führungsfläche 85 am widerlager 86 anliegt0 Wird dann der Verschluß 52 aus der in Fig. 6 gezeigten hintersten Stellung von der nicht näher dargestellten Schließfeder wieder nach vorn bewegt, so kommt er mit seiner Schulter 87 am hinteren Ende des Fanghebels 66 zur Anlage und nimmt den Fanghebel nach vorne mit, bis er die in Fig. 4 dargestellte Ruhelage erreicht, bei der sein vorderes Ende in die Lagerfläche 68 des Gehäuses eingreift und seine Führungsfläche 85 vom Widerlager 86 frei ist, so daß die eingangs beschriebene Verschwenkung des Fanghebels möglich ist0 Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß es sich bei den erfindungsgemälSen Abzugs einrichtungen auch um eine Art Servo-Abzugseinrichtung handelt, weil nämlich die Energie der Verschlußbewegung dazu benutzt wird, um die zum Abziehen wirkungslos gemachte Fangfeder zum Unterbrechen einer Schußfolge wieder zur Wirkung zu bringen, hierzu aber keine zusätzlichen komplizierten Sinrichtungen erforderlich sind, insbesondere keine zusätzlichen Federn, die wegen der Bruchgefahr die bedeutendste Quelle für Funktionsstörungen sind.
- Es sei noch erwähnt, daß bei den dargestellten Ausführungsbeispielen der Rasthebel entfallen und der Ausrücker zugleich die Rolle des Rasthebels übernehmen, also unmittelbar mit der Blattfeder bzw. dem Zwischenhebel in Eingriff kommen kann. Der Rasthebel bildet bei den dargestellten Ausführungsbeispielen im wesentlichen nur ein Zwischenglied, das die Steuerung der Abzugsfunktion durch den Verschluß durch eine Umlenkung der Bewegungsrichtung erleichtert. Bei Fehlen des Rasthebels könnte die Feder 42 in Fig. 3 unmittelbar das Ende der Blattfeder belasten.
Claims (14)
1. Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe, insbesondere
eine Maschinenkanone, mit einem schwenkbar gelagerten, von einer Fangfeder belasteten
Fanghebel, der in seiner Ruhestellung in die Verschlußbahn der Feuerwaffe eingreift,
und mit einem Abzughebel, der beim Auslenken aus einer Ruhestellung das Auslenken
des Fanghebels aus dessen Ruhestellung in eine Schießstellung und dadurch die Freigabe
eines gefangenen Verschlusses der Feuerwaffe bewirkt, gekennzeichnet durch eine
vom Verschluß (2, 52) und/ oder Abzugshebel (4) gesteuerte Einrichtung, die vor
dem Auslenken des Fanghebels (16; 66) aus dessen Ruhestellung die Wirkung der wangfeder
(30; 82) in Richtung auf die Ruhestellung des Fanghebels (16; 66) aufhebt.
2. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mit dem Abzugshebel (4) eine Anordnung zum Auslenken des Widerlagers für die Fangfeder
(30) gekoppelt ist.
3. Abzugseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fangfeder (30) als schwenkbar gelagerte Blattfeder ausgebildet ist, die mit
einem Ende am Fanghebel (16) anliegt und deren Winkellage durch ein zwischen zwei
Lagen bewegbares Widerlager bestimmt wird, das in einer seiner Lagen die Blattfeder
im Abstand von deren Schwenklager abstützt und in der Stellung hält, in der sie
den Fanghebel (16) in die Ruhestellung drückt.
4. Abzugseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Blattfeder (30) mit dem Fanghebel (16) formschlüssig in Eingriff steht und wahlweise
in eine von zwei definierten Winkellagen bringbar ist, in denen sie den Fanghebel
(16) in die Xuhestellung drückt bzw. in der Schießstellung hält.
5. Abzugseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Blattfeder (30) im Bereich ihrer Mitte gelagert ist und das Widerlager an dem
dem Fanghebel (16) entgegengesetzten Eede der Blattfeder (30) angreift.
6. Abzugseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Blattfeder (30) auf der gleichen Achse (3) gelagert ist wie der Abzugshebel
(4).
7. Abzugseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager von einem vom Verschluß gesteuerten Rasthebel (25) gebildet wird.
Abzugseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am
Abzugshebel (4) ein Ausrücker (21) gelagert ist, der, wenn der Abzugshebel (4) seine
Ruhestellung einnimmt, in die Bahn des Verschlusses (2) der Feuerwaffe hineinragt
und in dessen Weg der Rasthebel (28) derart angeordnet ist, daß er durch den vom
Verschluß (2) verschwenkten Ausrücker (21) in eine Stellung gebracht wird, in der
er die Blattfeder (30) in die Lage drückt, in der sie dem Fanghebel (16) in die
Ruhestellung drückt, und daß der Ausrücker (21) durch Betätigen des Abzugshebels
(4) mit dem Rasthebel (253 außer Eingriff bringbar ist,
wodurch
die Blattfeder (30) entspannt wird, bevor das Auslenken des Fanghebels (16) erfolgt.
9. Abzugseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rasthebel (25) in seinen beiden Stellungen die Blattfeder (30) von entgegengesetzten
Seiten belastet.
10. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blattfeder (30') von einer Feder (42) belastet ist, die so stark ist, daß
sie die Blattfeder (30') nach deren Freigabe durch das Widerlager (21) in die Stellung
bringt, in der die Blattfeder (30') den Fanghebel (16) in der Schießstellung hält.
11. Abzugseinrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rasthebel (25') mit dem ihm zugewandten Ende der Blattfeder (30') formschlüssig
in Eingriff steht und die leder (42) den Rasthebel (25') belastet.
12. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der kanghebel (66) in Bewegungsrichtung des Verschlusses (52) beweglich gelagert
und von der Fangfeder (82) im wesentlichen entgegengesetzt zur Vorlaufrichtung des
Verschlusses (52) belastet wird, daß der Fanghebel (66) an seiner der Verschlußbahn
abgewandten Seite eine Führungsfläche (85) aufweist, mit der der Fanghebel (66)
in seiner hinteren Endstellung an einem ortsfesten Widerlager (86) anliegt, und
daß der Fanghebel (66) aus dieser Endstellung vom vorlaufenden Verschluß (52) in
die Ruhestellung drückbar ist, in der bei gefangenem Verschluß das
vordere
Ende des Fanghebels (66) an einem Anschlag (68) anliegt, die Führungsfläche (85)
des Fanghebels (66) von dem Widerlager (86) frei und der Fangliebel um sein vorderes
Ende (67) aus der Verschlußbahn auslenkbar ist.
13. Abzugseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen das hintere Ende des Fanghebels (66) und einen vom Verschluß (52) gesteuerter
Rasthebel (75) ein zweiarmiger Zwischenhebel (81) geschaltet ist, der sich in seiner
Raststellung im wesentlichen in Verlängerung des Fanghebels (66) erstreckt und den
Fanghebel in seiner vorderen Endstellung hält.
14. Abzugseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zwischenhebel (81) gleichachsig zum Abzugshebel (54) gelagert ist und der Abzughebel
einen Mitnehmer (59) aufweist, der beim Auslenken aus der Ruhestellung am Zwischenhebel
(81) zur Anlage kommt und den Zwischenhebel zum Auslenken des Fanghebels (66) mitnimmt.
L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752511765 DE2511765C3 (de) | 1975-03-18 | Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752511765 DE2511765C3 (de) | 1975-03-18 | Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2511765A1 true DE2511765A1 (de) | 1976-09-23 |
| DE2511765B2 DE2511765B2 (de) | 1976-12-30 |
| DE2511765C3 DE2511765C3 (de) | 1977-09-01 |
Family
ID=
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4458578A (en) * | 1981-02-05 | 1984-07-10 | Rheinmetall Gmbh | Trigger for an automatic firearm having a linear action breech block |
| EP0123871A1 (de) * | 1983-04-29 | 1984-11-07 | Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Bührle AG | Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe |
| US4745843A (en) * | 1985-06-07 | 1988-05-24 | Steyr-Daimler-Puch Ag | Trigger device for automatic handguns |
| DE102008009827B4 (de) * | 2007-10-08 | 2014-10-16 | Heckler & Koch Gmbh | Sicherungsmechanik für Waffen |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4458578A (en) * | 1981-02-05 | 1984-07-10 | Rheinmetall Gmbh | Trigger for an automatic firearm having a linear action breech block |
| EP0123871A1 (de) * | 1983-04-29 | 1984-11-07 | Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Bührle AG | Abzugseinrichtung für eine automatische Feuerwaffe |
| US4607563A (en) * | 1983-04-29 | 1986-08-26 | Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Buhrle Ag | Firing mechanism for an automatic firing weapon |
| US4745843A (en) * | 1985-06-07 | 1988-05-24 | Steyr-Daimler-Puch Ag | Trigger device for automatic handguns |
| DE102008009827B4 (de) * | 2007-10-08 | 2014-10-16 | Heckler & Koch Gmbh | Sicherungsmechanik für Waffen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2511765B2 (de) | 1976-12-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |