DE2508561A1 - Eiskonfekt - Google Patents
EiskonfektInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
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Description
PATENTANWÄLTE
DR. ING. A. VAN DERWERTH DR. FRANZ LEDERER
«934-1974) 8 MÖNCHEN 8O
München, 26. Februar 1975 Q. 714
UHILEVEE II. V.
Burgemeester s'Jacobplein 1, Rotterdam,
Niederlande
Eiskonfekt
Die Erfindung betrifft Eiskonfekt und insbesondere Eiscreme.
Seitdem Eiskonfekt ein kommerzielles Produkt geworden ist, besteht - wie allgemein bekannt - ein großer Zwang zur Herstellung
von neuen Produkten. Solche Produkte werden vom Verbraucher manchmal sofort angenommen und können die Verkaufserfolge
stark steigern.
Aufgabe der Erfindung ist ein neues Produkt in Form eines Eiskonfektes,
das Luftdurchtritte enthält. Die Durchtritts verlaufen vorzugsweise jedoch nicht notwendxgerwexse völlig durch
das Konfekt, d. h. sie sind offen.
Ein solches erfindungsgemäßes Produkt besitzt eine Anzahl von
Vorteilen. Erstens besitzt es ein ästhetisches Aussehen, zumindest
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wenn in es eingeschnitten wird. Zweitens kann' es einfacher "bei
der Tiefgefriertemperatur eingeschnitten werden als ein Block aus einem vergleichbaren Konfekt. Drittens ist es
preisgünstiger als ein fester Block ohne den Verbraucher zu täuschen, da die Luftdurchtritte beim Verbrauch des Produktes
sichtbar sind. Der zweite Vorteil wird im folgenden noch näher erläutert: Ein Hauptproblem bei der typischen Weise
der Handhabung von Eiskonfekt im Haushalt besteht darin, daß die Eiscreme kurz vor einer Mahlzeit aus dem Tiefgefrierfach
genommen wird, wobei sich herausstellt, daß sie nur sehr schwierig geschnitten werden kann. Man könnte daran denken,
dies dadurch zu vermeiden, daß das Eiskonfekt so angesetzt wird, daß es bei Tief gef riertemperatur nicht zu hart ist,
jedoch wäre das Produkt normalerweise bei Zimmertemperatur zu
breiartig. Demgegenüber besitzt das erfindungsgemäße Produkt den Vorteil, daß es leichter geschnitten werden kann, ohne
daß es den Nachteil besitzt, bei Zimmertemperatur zu breiartig zu sein.
Es sei darauf hingewiesen, daß Eiscreme und zahlreiche andere Eiskonfektarten üblicherweise Luft oder andere Gase in Form
des"Aufschlages" enthalten. Ein solcher Aufschlag ist normalerweise,
und es ist immer beabsichtigt, als sehr feine Bläschen verteilt, jedoch bilden sich manchmal auch größere Bläschen.
Diese können jedoch kaum als Luftdurchtritte wie bei dem erfindungsgemäßen Produkt angesehen werden. Der Aufschlag wird als
die prozentuale Steigerung des Volumens des belüfteten Produktes bei Normaldruck im Vergleich mit dem Volumen des nichtbelüfteten
Gemisches vor der Belüftung oder dem Luftaufschlag definiert.
Zur leichteren Herstellung verlaufen die Luftdurchtritte in dem erfindungsgemäßen Produkt vorzugsweise parallel zueinander.
Ein erfindungsgemäßes Produkt kann beispielsweise durch Formpressen
oder noch geeigneter durch Strangpressen hergestellt
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werden, vorzugsweise nach dem Verfahren, das in der Patentanmeldung
der Anmelderin vom gleichen Tage mit dem Titel "Verfahren zur Herstellung von Eiskonfekt und Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens" unter Beanspruchung der Friorität aus der britischen Patentanmeldung 9395/74· beschrieben ist.
Wenn das Eiskonfekt extrudiert oder stranggepreßt wird, verlaufen die Luftdurchtritte parallel zur Exti^usions- oder Strangpreßrichtung.
Wie bereits erläutert, besteht ein Vorteil eines Eiskonfektes, welches longitudinale Luftdurchtritte aufweist,
darin, daß es einfacher gebrochen werden kann, z. B. mittels eines Löffels, als dasselbe Eiskonfekt, welches keinen Luftdurchtritt
enthält. Daher kann das Luftdurchtritte enthaltende Eiskonfekt einfacher direkt vom tiefgefrorenen Zustand weg
(normalerweise -18 0C) verzehrt werden als das entsprechende,
konventionelle Produkt. Um diesen Vorteil zu erreichen, sind die Wände zwischen den am nächsten benachbarten Luftdurchtritten
vorzugsweise weniger als 5 cm stark, besonders bevorzugt
weniger als 1 cm stark. Ein zusätzlicher Vorteil bei offenen Durchtritten ist das Warmverzehren als Folge des rascheren
Erwärmens des Eiskonfektes bei offenen Durentritten. Um eine
bessere Gefügestabilität zu exhaiten, kann der Abstand zwischen den äußeren Luftdurchtritten und dem parallelen Äußeren des
Eiskonfektes vorteilhafterweise größer sein als die Stärke der Wände zwischen den Luftdurchtrxtten, jedoch sollte der
Abstand vorzugsweise weniger als 5 cm betragen. Um bevorzugte
Werte der Gefügestabilität zu erhalten, sollte sowohl dieser Abstand als auch die Stärke der Wände vorzugsweise wenigstens
0,1 cm betragen. Um eine angemessene Gleichförmigkeit des Schneidens zu erreichen, z. B. eine angemessene Gleichförmigkeit des
Widerstandes gegenüber einem Löffel, sollte die Wandstärke zwischen jedem Durchtritt und dem nächstbenachbarten vorzugsweise
gleich sein. Für ein gutes Gefüge und insbesondere für eine gute Extrusion sollte das Eiskonfekt einen Aufschlag von
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größer als 20 % und vorzugsweise von größer als 60 % besitzen.
S1Ur Eiscreme beträgt der Aufschlag üblicherweise weniger als
300 %. Aufschlagwerte außerhalb dieser Bereiche können jedoch
ebenfalls genommen werden.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist es möglich, ein zusammengesetztes Konfekt zu erhalten, das durch Füllen der Luftdurchtritte mit einem eßbaren Material
hergestellt werden kann. Beispielsweise kann eine Flüssigkeit, z. B. eine Soße oder ein Likör, in ein erfindungsgemäßes
Produkt gegossen werden, bei welchem die Luftdurchtritte offen
sind, so daß ein besonders attraktives, neues Produkt erhalten wird. Gleicherweise können die Durchtritte mit einem festen
oder halbfesten, eßbaren Produkt, ζ. Β. Schokolade, Honig oder einem Eiskonfekt mit unterschiedlicher Textur, unterschiedlicher
Farbe oder unterschiedlichem Aroma gefüllt werden. Solche Produkte stellen besonders bevorzugte Ausführungsformen
gemäß der Erfindung dar.
Die Erfindung wird anhand des folgenden Beispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
In der Figur ist eine erfindungsgemäße Stange bzw. ein erfindungsgemäßer
Riegel dargestellt. Luftdurchtritte 1 sind von einem tragenden Bereich 2 umgeben und sie verlaufen parallel
zu den Seiten 3.
Eine Eiscreme des in der Figur gezeigten Aufbaues wurde wie folgt hergestellt, wobei eine Gefriervorrichtung des Typs
verwendet wurde, wie sie in der Fig. 1 der Patentanmeldung der Anmelderin vom gleichen Tage mit dem Titel "Verfahren zur Herstellung
von Eiskonfekt und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens" gezeigt ist. In dieser Gefriervorrichtung ist eine
Gefriereinheit eines beliebigen, konventionellen Typs,
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insbesondere eine eine Schlageinrichtung enthaltende Gefriereinheit,
mittels einer Einspeisleitung mit einem Extrusionskopf verbunden. Im Extrusionskopf ist ein allmählich konisch
werdender Abschnitt mit einem weiten Extrusionsabschnitt mit. gleichförmigem Querschnitt verbunden, der in dem Extrusionsende
5 des Extrusionskopfes endet. Eine eine Vielzahl von Löchern
aufweisende Platte ist quer zum Extrusionsende angeordnet. Der Extrusionskopf ist konventionell mit Ausnahme der Platte. Das
Extrusionsende besitzt üblicherweise einen rechteckigen Querschnitt, häufiger ist es jedoch kreisförmig, da dies die
Schwierigkeit des Konischmachens von dem kreisförmigen Rohr
zu einem rechteckigen Querschnitt vermeidet, wobei ein mit einem Huster versehenes Sieb mit einer Siebmaschenweite von
1,003 mm verwendet wird, das regelmäßig voneinander entfernte, blockierte Bereiche aufweist.
Der Ansatz der Eiscrememischung war wie folgt:
Gew.-%
sprühgetrocknetes Magermilchpulver 9»5
Saccharose I5
Maltodextrin 40 DA (Dl = Dextroseäquivalent) 2,0
Palmöl - 9,5
Monoglyzeride (Emulgator) 0,5
Johannisbrotmehl 0,175
SaIa 0,05
Aroma- und Farbstoffe 0,1 wasser auf 100 %
Die festen Bestandteile wurden mit dem Wasser vermischt und auf 65 °C erwärmt. Das Palmöl und der Emulgator wurden dann
hinzugegeben und das Gesamtgemisch, welche sich noch auf 65 C befand, wurde in einer konventionellen Zweistufenhomogenisation
homogenisiert und dann durch Erhitzen für 15 Sekunden auf 85 °C
pasteurisiert. Das Gemisch wurde dann in einem Plattenwärmeaustauscher auf 4 0C abgekühlt und zwei Stunden unter sanftem
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Rühren bzw. Inbewegunghalten gealtert. Das gealterte Gemisch
wurde in einer konventionellen Gefriereinheit (Crepaco Freezer Type KRIM 18 - 3163), die eine S chi ag einrichtung enthielt,
auf -5 °C gefroren und auf einen Aufschlag von 110 % begast
bzw. belüftet. Das gefrorene Gemisch wurde dann extrudiert« Die Fließgeschwindigkeit betrug 2 kg/min. Die Extrusionstemperatur
lag zwischen -3>7 °C und- -4,2 0C. Der Druckabfall quer
über das Sieb war etwas geringer als 0,33 atm. Der extrudierte Block wurde in Stangen bzw. Riegel an der Extrusionsfläche mittels
eines Drahtes geschnitten, der quer zur Fläche des Siebes durchgezogen wurde. Die erhaltenen Riegel bzw. Stangen wurden
durch Lagerung in einem Raum mit einer Lufttemperatur von -30 0C
gehärtet.
509830/0746
Claims (3)
- Patentansprü eheM..'Eiskonfekt, dadurch gekennzeichnet, daß es parallele Luftdurchtritte aufweist, und daß die V/ände zwischen den am nächsten "benachbarten Luftdurchtritten weniger als 5 cm, jecLoch nicht weniger als 0,1 cm stark sind.
- 2. Eiskonfekt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke zwischen jedem Durchtritt und dem nächstbenachbarten gleich ist.
- 3. Eiskonfekt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdurchtritte mit einem anderen, eßbaren Material gefüllt sind.4-. Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Konfektes, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdurchtritte in einem Eiskonfekt nach einem der Ansprüche 1 oder 2 mit einem weiteren, eßbaren Material gefüllt werden.509536/0746Leerseite
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