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DE60008783T2 - Verfahren zur herstellung von kompositeiskonfekt - Google Patents

Verfahren zur herstellung von kompositeiskonfekt Download PDF

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DE60008783T2
DE60008783T2 DE60008783T DE60008783T DE60008783T2 DE 60008783 T2 DE60008783 T2 DE 60008783T2 DE 60008783 T DE60008783 T DE 60008783T DE 60008783 T DE60008783 T DE 60008783T DE 60008783 T2 DE60008783 T2 DE 60008783T2
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DE
Germany
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composition
product
compositions
temperature
mold
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Alain Gladin
Alain Picquet
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Mars Inc
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Mars Inc
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G9/00Frozen sweets, e.g. ice confectionery, ice-cream; Mixtures therefor
    • A23G9/04Production of frozen sweets, e.g. ice-cream
    • A23G9/08Batch production
    • A23G9/083Batch production using moulds
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A23G9/04Production of frozen sweets, e.g. ice-cream
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnissen, insbesondere von gezuckerten Konfekten.
  • Aus der US-A-2,850,990 , der US-A-5,911,813 , der WO 94/02027 und der JP-A-56 058459 ist die Herstellung von gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnissen bekannt. Die US-A-1,711,750 und die US-A-4,2229,484 betreffen die Herstellung von Schokolade enthaltenden Nahrungsmittelerzeugnissen, und die US-A-4,517,205 betrifft die Herstellung von Nahrungsmittelerzeugnissen eines bonbonartigen Typs.
  • Aus der EP-0 322 469 ist ein Verfahren zur Herstellung eines gefrorenen Süßwarenerzeugnisses bekannt, bei dem in eine kalte Form eine erste flüssige Eiscreme eingeleitet wird, wobei man das Eis eine feste Kruste im Kontakt mit der Form bilden läßt und anschließend den zentralen flüssigen Bereich absaugt. Man leitet anschließend in den mittleren Bereich eine zweite Eiscreme ein, und danach lässt man das Produkt insgesamt aushärten. Bei diesem Verfahren ist es somit erforderlich, daß man das Produkt vor zwei Dosierungsstationen und einer Absaugstation vorbeiführt. Außerdem ist die Herstellungskette relativ lang.
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren bereitzustellen, bei dem die Herstellung von derartigen Nahrungsmittelerzeugnissen vereinfacht wird, insbesondere dadurch, daß die Länge der Herstellungskette verkürzt wird.
  • Im Hinblick auf die Realisierung dieses Ziels wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnisses geschaffen, bei dem in eine Form zwei Zusammensetzungen eingeleitet werden, die dazu bestimmt sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest eine der Zusammensetzungen eine äußere Zusammensetzung ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses zu bilden, wobei bei dem Verfahren die beiden Zusammensetzungen gleichzeitig in die Form eingeleitet werden, wobei der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung, die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung vor dem Einleiten und die Temperatur der Form vor dem Einleiten so sind, daß jeder Anteil der oder jeder äußeren Zusammensetzung unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
  • Auf diese Weise können die beiden Dosierungsvorgänge an einer und derselben Station vorgenommen werden und es ist nicht mehr erforderlich, eine Absaugstation vorzusehen, um den zentralen flüssigen Bereich des Erzeugnisses abzusaugen. Diese Verringerung der Anzahl von Stationen ermöglicht es, die Länge der Herstellungskette zu verringern. Außerdem erleichtert die Verkleinerung der Anzahl von Stationen die Reinigung der Kette.
  • Unter der Angabe, daß der Anteil der Zusammensetzung erstarrt, wird vorliegend verstanden, daß dieser Anteil sich unter der Wirkung der Kälte verfestigt und in dem Produkt unbeweglich wird. Selbstverständlich bedeutet die Verfestigung der Zusammensetzung nicht, daß sie besonders fest oder hart ist, insbesondere dann, wenn diese Zusammensetzung fettig ist.
  • Außerdem ermöglichen es die Bedingungen im Zusammenhang mit den Temperaturen, daß vermieden wird, daß eine der beiden Zusammensetzungen in Bezug auf die andere aufschwimmt, bspw. wenn ein erheblicher Dichteunterschied zwischen den Zusammensetzungen besteht, der insbesondere aufgrund von unterschiedlichen Aufquellungsraten vorhanden sein kann. Die vorgenannten Temperaturbedingungen haben nämlich ein Ansteigen der Viskosität der oder jeder äußeren Zusammensetzung und die unmittelbare Verfestigung der oder jeder äußeren Zusammensetzung bei der Aufnahme in der Form zur Folge, so daß die beiden Zusammensetzungen im wesentlichen in der Form und damit auf dem Produkt in ihrer Konfiguration beim Einleiten verbleiben. Insbesondere bildet die äußere Zusammensetzung zweckmäßigerweise die äußere Wand.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung vor dem Einleiten zwischen –4°C und 0°C liegt.
  • Im Fall einer Eiscreme, die durch eine wässrige Lösung gebildet ist, wird auf diese Weise die Eiscreme bei einer Temperatur dosiert, die nahe bei ihrem Gefrierpunkt liegt, im Hinblick auf ihre unmittelbare Verfestigung bei der Aufnahme in der Form.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Temperatur der Form vor dem Einleiten unter –10°C liegt.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die oder jede äußere Zusammensetzung eine wässrige Lösung ist.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß eine der Zusammensetzungen eine innere Zusammensetzung ist, die nicht dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses zu bilden, wobei man die äußere Zusammensetzung auf einem Umfangsbereich der inneren Zusammensetzung einleitet.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die innere Zusammensetzung vor dem Einleiten eine solche Temperatur aufweist, daß die innere Zusammensetzung unmittelbar nach ihrer Aufnahme in der Form nicht insgesamt erstarrt.
  • Auf diese Weise ist die innere Zusammensetzung nicht zu viskos, im Gegensatz zu der oder jeder äußeren Zusammensetzung, und kann in zweckmäßiger Weise den zentralen Bereich der Form ausfüllen.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Temperatur der inneren Zusammensetzung vor dem Einleiten zwischen –5,5°C und –3,5°C liegt.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß das Verfahren den Schritt umfaßt, in die Form einen Teil der äußeren Zusammensetzung allein einzuleiten.
  • Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, zumindest einen der beiden Endabschnitte des Erzeugnisses aus der gleichen Zusammensetzung wie die Außenseite auszubilden.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß jede Zusammensetzung durch Extrusion eingeleitet wird.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß das Nahrungsmittelerzeugnis gesüßt ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist weiterhin ein gefrorenes Nahrungsmittelerzeugnis vorgesehen, das mit Hilfe eines Verfahrens nach der Erfindung hergestellt worden ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung zum Herstellen eines gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnisses vorgesehen, mit einer Form und Mitteln zum Einleiten von zwei Zusammensetzungen in die Form, die dazu bestimmt sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest eine der Zusammensetzungen eine äußere Zusammensetzung ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses zu bilden, wobei bei dem Verfahren die genannten Mittel dazu bestimmt sind, in die Form die beiden Zusammensetzungen gleichzeitig einzuleiten, wobei die Vorrichtung so ausgebildet ist, daß der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung, die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung vor dem Einleiten und die Temperatur der Form vor dem Einleiten so sind, daß jeder Anteil der oder jeder äußeren Zusammensetzung unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Mittel zum Einleiten eine Extrusionsdüse umfassen.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Mittel zum Einleiten zwei koaxiale Extrusionsdüsen umfassen.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Mittel zum Einleiten zumindest eine Anordnung umfassen, die einen Kolben, eine Aufnahme des Kolbens, die dazu bestimmt ist, den Kolben aufzunehmen, und eine Ausgangsleitung, die sich unterhalb (stromab) der Aufnahme bezogen auf eine Strömungsrichtung der Zusammensetzung beim Einleiten erstreckt, aufweist.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß der Kolben dazu bestimmt ist, nach oberhalb (stromauf) in der Aufnahme des Kolbens verlagert zu werden, um ein Zurücksteigen der Zusammensetzung in die Ausgangsleitung hervorzurufen.
  • Auf diese Weise kann eine Einleitungsphase einer der Zusammensetzungen durch Zurückziehen des Kolbens erreicht werden, wodurch ein zungenförmiger Bereich auf dem Erzeugnis erzeugt wird. Hierdurch wird die Konturenschärfe des Produkts verbessert und die Gefahr der Bildung von Tropfen vermindert.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform deutlich, die beispielhaft und nicht beschränkend ist. In den beigefügten Zeichnungen zeigen:
  • 1 bis 4 Schnittansichten einer Form, wobei vier Schritte einer Ausführungsform zur Durchführung des Verfahrens dargestellt sind;
  • 5 eine axiale Schnittansicht einer Düse einer Vorrichtung nach der Erfindung zum Ausführen des Verfahrens nach 1 bis 4.
  • Nachfolgend wird zunächst unter Bezugnahme auf 5 eine Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung für die Herstellung von gefrorenen Süßwarenerzeugnissen beschrieben. In diesem Beispiel besteht das Süßwarenerzeugnis 3, das in seiner Form in 4 erläutert ist, aus zwei Zusammensetzungen 2, 4, die jeweils eine Eiscreme bilden. Jede Eiscreme ist hierbei eine wässrige Lösung mit Früchten und Zucker. Als Beispiel kann jede Zusammensetzung 20 bis 30 Gew.-% Zucker, 15 bis 35 Gew.-% Früchte, bspw. in Form von Fruchtsaft oder Fruchtfleisch, und etwa 1% unterschiedliche Zusammensetzungen, insbesondere einen Stabilisator, aufweisen, wobei der Rest der Eiscreme durch Wasser gebildet wird. Die Zusammensetzung 2 wird als äußere Zusammensetzung bezeichnet, da sie dazu bestimmt ist, in diesem Fall eine äußere Seitenfläche 7 des Erzeugnisses sowie eine Oberseite 9 zu bilden. Sie wird nicht aufgequollen. Die andere Zusammensetzung 4 ist dazu bestimmt, den zentralen Bereich des Erzeugnisses zu bilden und wird daher als innere Zusammensetzung bezeichnet. Sie wird aufgequollen, bspw. zu 65%.
  • Unter Bezugnahme auf 5 weist die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung einen Verteiler 6 auf, der zwei Zuführungskreise 8, 10 für die jeweiligen Zusammensetzungen aufweist. Jeder Kreis weist eine Zuführungsleitung 12 auf, die die Zusammensetzung von Vorrats- und Zuführungsmitteln erhält, die als solche bekannt sind. Jeder Kreis weist einen Ventilsitz 14 auf, der sich stromab der Leitung 12 erstreckt, in bezug auf eine Fließrichtung der Zusammensetzung bei ihrem Austritt aus dem Verteiler. Jeder Ventilsitz 14 ist einem Kolben 16 zugeordnet, der in dem Sitz verschieblich bewegbar ist und zu diesem Zweck durch eine jeweilige Betätigung 18 betätigt wird, die einen Schaft aufweist, der koaxial zu dem Sitz 14 ist und auf dem der Kolben angebracht ist. Der Sitz 14 und der Kolben 16 sind rotationssym metrisch. Der Sitz 14 weist einen stromauf gelegenen Abschnitt 20 auf, der einen Durchmesser aufweist, der gleich dem des Kolbens ist, so daß der Kolben, wenn er in diesem Abschnitt aufgenommen ist, den Kreis absperrt. Der Sitz 14 weist weiterhin stromab des stromauf gelegenen Abschnitts einen stromab gelegenen Abschnitt 22 mit einem Durchmesser auf, der wesentlich größer ist als der Durchmesser des Kolbens, so daß der Kolben, wenn er in dem stromab gelegenen Abschnitt aufgenommen ist, die Strömung der Zusammensetzung unter der Wirkung der unter Druck setzenden Mittel ermöglicht, die die Zusammensetzung dazu bringen, zu strömen, und die sich stromauf der Leitungen 12 befinden. Jeder Sitz 14 bildet mit seinem Kolben 16 einen Verschluß bzw. ein Ventil.
  • Bis zu dem stromab gelegenen Endabschnitt des Sitzes 14 sind die beiden Kreise 8, 10 identisch und symmetrisch zueinander in bezug auf eine vertikale Mittelebene P des Verteilers 6.
  • In Richtung stromab von diesem stromab gelegenen Endabschnitt bildet der Kreis 8, der der inneren Zusammensetzung 4 zugeordnet ist, auf der linken Seite in 5, einen S-förmigen Umweg und endet in einem zylindrischen Rohr 24, das näher an der Ebene P liegt als der stromauf gelegene Teil des Kreises. Das Rohr 24 erstreckt sich in vertikaler Richtung und springt nach unten hin aus dem Grundkörper des Verteilers 6 vor. Stromab von seinem stromab gelegenen Endabschnitt weist der Kreis 10, der der äußeren Zusammensetzung 2 zugeordnet ist, auf der rechten Seite der 5, einen geneigten geradlinigen Abschnitt 26 auf, der sich in Richtung auf das Rohr 24 erstreckt, und eine ringförmige Kammer 28, in die dieser Abschnitt 26 seitlich mündet. Die ringförmige Kammer 28 ist koaxial zu der Achse 30 des Rohrs 24, das sie umschließt. Die Kammer 28 weist eine untere ringförmige Öffnung auf, die an einem oberen Endabschnitt eines zylindrischen Rohrs 32 mündet, das koaxial zu dem Rohr 24 verläuft und dieses mit einem Abstand von diesem umgibt. Die Rohre 24 und 32 weisen jeweilige untere, freie Endabschnitte auf, die senkrecht zu der Achse 30 sind und sich in einer gleichen Höhe bzgl. dieser Achse befinden. Die beiden Rohre 24 und 32 bilden eine doppelte Düse 34 zur Koextrusion der beiden Zusammensetzungen 2, 4.
  • Der Verteiler 6 ermöglicht die Extrusion einer beliebigen der beiden Zusammensetzungen und auch eine gleichzeitige und koaxiale Extrusion beider Zusammensetzungen. Für die Extrusion einer Zusammensetzung wird der zugehörige Kolben 16 in dem stromab befindlichen Abschnitt 22 des Sitzes angeordnet. Auf diese Weise ist das Ventil geöffnet, und die Zusammensetzung strömt. Um die Verteilung zu unterbrechen, bewegt sich der Kolben 16, der durch die Betätigung 18 verlagert wird, in dem stromauf befindlichen Abschnitt 20 des Sitzes nach oben, in den unteren Teil dieses Abschnitts. Wenn man den Kolben 16 noch weiter in Stromauf-Richtung nach oben bewegt, d.h. teilweise oberhalb des stromauf befindlichen Sitzes, erzeugt der Kolben einen Unterdruck auf der stromab gelegenen Seite des Kolbens und nimmt die gesamte Zusammensetzung mit, die sich stromab davon befindet. Es ergibt sich hieraus ein Aufsteigen bzw. Zurücksteigen der Zusammensetzung in die Düse 34.
  • Nachfolgend werden die Schritte zur Herstellung eines Komposit-Eiskonfekts 3 nach der vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei das erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt wird. Die Vorrichtung weist Formen 36 auf, die in vertikaler Richtung länglich ausgebildet sind und in ihrem oberen Bereich offen sind. Die Form 36 kann Hohlräume auf ihren vertikalen Seiten aufweisen, um entsprechende hervortretende Bereiche auf dem fertigen Erzeugnis zu bilden, bspw. in Form von Früchten, Personen usw.
  • Unter Bezugnahme auf 1 wird eine Form 36 gereinigt und auf eine Temperatur von –15°C abgekühlt. Man führt die Düse 34 in die Form auf eine solche Weise ein, daß sich der untere Endabschnitt der Düse bis in 5 mm Abstand von dem Boden der Form erstreckt. Die Düse 34 ist ausreichend lang, damit der Verteiler unter diesen Bedingungen nicht mit der Form in Berührung kommt.
  • Danach wird die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 ausgelöst, die den unteren Boden der Form abdeckt. Die Lagerung dieser Zusammensetzung in einem stromauf des Verteilers 6 befindlichen Bereich und ihre Zufuhr bis zu der Düse 34 werden bei solchen Temperaturen ausgeführt, daß die Zusammensetzung 2 dann, wenn sie aus der Düse austritt, sich auf einer Temperatur befindet, die zwischen –4°C und 0°C liegt, im vorliegenden Beispiel bei –2°C. Diese Temperatur liegt sehr dicht bei dem Verfestigungspunkt der Eiscreme 2. Der Durchsatz der extrudierten Zusammensetzung ist so, daß sich bei einem Kontakt mit der Wand der Form bei –15°C die Anteile der auf diese Weise extrudierten Zusammensetzung verfestigen, sobald sie mit der Wand der Form in Kontakt kommen.
  • Wenn sich die Düse 34 nach oben zurückzubewegen beginnt, zum Zwecke ihres allmählichen Austritts aus der Form, extrudiert man, wobei auf 2 Bezug genommen sei, die beiden Zusammensetzungen 2, 4 gleichzeitig. Man leitet auf diese Weise die innere Zusammensetzung 4 in den mittleren Bereich der Form ein und koaxial dazu, wobei sie umschlossen wird, die äußere Zusammensetzung 2. Die Durchsätze der Zusammensetzungen sind in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung der Düse gewählt, so daß die innere Zusammensetzung 4 in den mittleren Bereich der Form strömt und die äußere Zusammensetzung 2 auf der inneren Zusammensetzung 4 in Richtung auf die Wände der Form strömt. Sobald sie mit den Wänden in Kontakt kommt, verfestigt sich die äußere Zusammensetzung 2, wie vorstehend beschrieben. Die innere Zusammensetzung 4 wird so bevorratet und bis zu der Düse geleitet, daß sie bei ihrem Austritt aus der Düse eine Temperatur aufweist, die zwischen –5,5°C und –3,5°C liegt und in diesem Beispiel bei –4,5°C liegt. Unter Berücksichtigung des starken Aufquellens dieser Zusammensetzung ist die Eiscreme nicht sehr nahe an ihrem Verfestigungspunkt und ist leicht viskos. Sie kann daher in zweckmäßiger Weise den gesamten zentralen Bereich des Konfekterzeugnisses in der Mitte der äußeren Zusammensetzung 2 ausfüllen. Die Aufwärtsbewegung der Düse und die Koextrusion der Zusammensetzungen geht bis in die Nähe der Einschnürung weiter, die den oberen Endabschnitt der Form bildet, wie in 3 dargestellt ist.
  • Man unterbricht dann die Extrusion der inneren Zusammensetzung 4, während die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 weitergeführt wird. Diese Unterbrechung wird dadurch bewirkt, daß der Kolben 16 bis in den stromauf gelegenen Abschnitt 20 des stromauf gelegenen Sitzes 14 nach oben bewegt wird, was zur Folge hat, daß die Zusammensetzung 4, die sich noch in der Düse 34 befindet, nach oben steigt und eine deutliche Abtrennung mit der Erzeugung eines zungenförmigen Bereichs der Zusammensetzung zur Folge hat, die im Anschluß daran endet. Die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 wird fortgesetzt, bis diese die Einschnürung der Form ausgefüllt hat, wobei wiederum auf 4 verwiesen sei. Man unterbricht danach diese Extrusion mit der Bildung eines zungenförmigen Bereichs, wie zuvor beschrieben. Anschließend wird ein Stab durch den oberen Endabschnitt der Form hindurch in das Erzeugnis eingesteckt.
  • In diesem Stadium kann es sein, daß die innere Zusammensetzung 4 nicht vollständig verfestigt ist, im Gegensatz zu der äußeren Zusammensetzung 2. Die Form 36 mit dem Erzeugnis 3 geht danach in einen oder mehrere Kühltunnel, bspw. bei –30°C, zum Zwecke der vollständi gen Verfestigung des Erzeugnisses 3. Das Erzeugnis wird anschließend aus der Form genommen und die Form im Hinblick auf die Herstellung eines weiteren Erzeugnisses gereinigt.
  • Man erhält auf diese Weise einen gefrorenen Lutscher 3, der aus zwei Eiscremesorten auf einem Stab ausgebildet ist, wobei die äußere Eiscreme 2 die innere Eiscreme 4 vollständig und mit einer konstanten Dicke umgibt bzw. abdeckt. Im vorliegenden Beispiel bildet die äußere Zusammensetzung 2 eine gleichmäßige Schicht über der inneren Zusammensetzung 2. Für jeden Lutscher beträgt die Menge der äußeren Zusammensetzung in diesem Beispiel 41 g, und die der inneren Zusammensetzung 52 g. Die momentanen Durchsätze der Extrusion betragen ungefähr 200 kg/h und 300 kg/h.
  • Um eine Verfestigung der äußeren Zusammensetzung 2 unmittelbar nach dem Kontakt mit der Form 36 zu erhalten, muß der Durchsatz der Zusammensetzung, die Temperatur der Form und die Temperatur der Zusammensetzung am Austritt aus der Düse berücksichtigt werden.
  • Die Qualität des auf diese Weise erhaltenen Erzeugnisses ist sehr gut aufgrund der sehr niedrigen Temperaturen, mit denen das Produkt hergestellt worden ist. Diese Temperaturen ermöglichen insbesondere, daß eine sehr feine Kristallisation an der Oberfläche des Produkts erhalten wird.
  • Selbstverständlich kann man an der Erfindung zahlreiche Modifikationen vornehmen, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
  • Das Produkt kann mindestens drei Zusammensetzungen umfassen, die bspw. konzentrisch angeordnet sein können. Weiterhin kann vorgesehen sein, daß zwei der Zusammensetzungen Außenflächen des Erzeugnissen auf der einen und auf der anderen Seite der inneren Zusammensetzung bilden. Es kann vorgesehen sein, daß das Produkt lediglich zwei Zusammensetzungen umfaßt, die zwei Hälften des Produkt auf der einen und auf der anderen Seite einer vertikalen Mittelebene bilden, wobei es erforderlich ist, die Düse in angepaßter Weise zu modifizieren.
  • Zumindest eine der Zusammensetzungen kann ein fetthaltiges Erzeugnis umfassen und eine gefrorene Creme bilden.
  • Weiterhin ist es möglich, die Düse unabhängig von dem erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzen. Diese Düse ermöglicht das Zurücksteigen des extrudierten Erzeugnisses nach einer Unterbrechung des Extrusionsvorgangs dank einer Rückzugsbewegung des Kolbens. Die Düse kann für die Extrusion einer Zusammensetzung oder für die Koextrusion von zwei Zusammensetzungen für die Herstellung eines Nahrungsmittel- oder sonstigen Produkts verwendet werden, das gefroren sein kann oder nicht, und das süß oder salzig sein kann. Insbesondere kann die Düse für die Herstellung eines Konfekterzeugnisses verwendet werden, das bei Umgebungstemperatur zu verzehren ist.
  • Zumindest eine der Zusammensetzungen, vorzugsweise die äußere Zusammensetzung, kann eine fettige Substanz sein, bspw. auf der Grundlage von Schokolade. Man kann auf diese Weise ein gefrorenes Erzeugnis zusammenstellen, das eine zentrale Zusammensetzung auf der Grundlage einer gefrorenen Creme aufweist, die von einer äußeren Schicht auf der Grundlage von Schokolade umhüllt ist. Bei der Schokolade kann es sich um schwarze Schokolade, Milchschokolade oder weiße Schokolade handeln. Sie enthält in jedem Fall Kakaobutter und pflanzliche Fette. Die weiße Schokolade enthält im Gegensatz zu anderen Schokoladenarten keine Kakaomasse. Die schwarze Schokolade enthält im Gegensatz zu anderen Schokoladenarten keine Milchfettanteile. Der Fettgehalt kann zwischen 35 und 50% variieren. Zum Zwecke einer besseren Koextrusion der zentralen Zusammensetzung und der Schokolade kann die thermische Isolation zwischen den beiden Kreisen in Höhe der Düse 34 verbessert werden, wobei die Schokolade bei einer höheren Temperatur extrudiert werden muß als die zentrale Zusammensetzung.

Claims (16)

  1. Verfahren zum Herstellen eines gefrorenen Nahrungsmittels (3), bei dem in eine Form (36) zwei Zusammensetzungen (2, 4) eingeleitet werden, die dazu bestimmt sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest eine (2) der Zusammensetzungen eine äußere Zusammensetzung ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite (7) des Erzeugnisses zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß man die beiden Zusammensetzungen (2, 4) gleichzeitig in die Form einleitet, wobei der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2), die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2) vor dem Einleiten und die Temperatur der Form (36) vor dem Einleiten so sind, daß jeder Anteil (5) der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2) unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2) vor dem Einleiten zwischen –4°C und 0°C liegt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Form (36) vor dem Einleiten unter –10°C liegt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede äußere Zusammensetzung (2) eine wässrige Lösung ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine (4) der Zusammensetzungen eine innere Zusammensetzung ist, die nicht dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses (3) zu bilden, wobei man die äußere Zusammensetzung (2) auf einen Umfangsbereich der inneren Zusammensetzung (4) einleitet.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Zusammensetzung (4) vor dem Einleiten eine solche Temperatur aufweist, daß die innere Zusammensetzung (4) unmittelbar nach ihrer Aufnahme in der Form (36) nicht insgesamt erstarrt.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der inneren Zusammensetzung (4) vor dem Einleiten zwischen –5,5°C und –3,5°C liegt.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren den Schritt umfaßt, in die Form (36) einen Teil der äußeren Zusammensetzung (2) allein einzuleiten.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zusammensetzung (2, 4) durch Extrusion eingeleitet wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Nahrungsmittelerzeugnis (3) gesüßt ist.
  11. Gefrorenes Nahrungsmittelerzeugnis (3), dadurch gekennzeichnet, daß es mit Hilfe eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 hergestellt worden ist.
  12. Vorrichtung (6) zum Herstellen eines gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnisses (3), mit einer Form (36) und Mitteln (6) zum Einleiten von zwei Zusammensetzungen (2, 4) in die Form, die dazu bestimmt sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest eine (2) der Zusammensetzungen eine äußere Zusammensetzung ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite (7) des Erzeugnisses (3) zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel (6) dazu bestimmt sind, in die Form (36) die beiden Zusammensetzungen (2, 4) gleichzeitig einzuleiten, wobei die Vorrichtung so ausgebildet ist, daß der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2), die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2) vor dem Einleiten und die Temperatur der Form (36) vor dem Einleiten so sind, daß jeder Anteil (5) der oder jeder äußeren Zusammensetzung (2) unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Einleiten (6) eine Extrusionsdüse (34) umfassen.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Einleiten (6) zwei koaxiale Extrusionsdüsen (34) umfassen.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Einleiten zumindest eine Anordnung umfassen, die einen Kolben (16), eine Aufnahme des Kolbens (14), die dazu bestimmt ist, den Kolben aufzunehmen, und eine Ausgangsleitung (26, 28), die sich unterhalb (stromab) der Aufnahme bezogen auf eine Strömungsrichtung der Zusammensetzung beim Einleiten erstreckt, aufweist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) dazu bestimmt ist, nach oberhalb (stromauf) in der Aufnahme des Kolbens (14) verlagert zu werden, um ein Aufsteigen der Zusammensetzung (2, 4) in die Ausgangsleitung (26, 28) hervorzurufen.
DE60008783T 1999-10-15 2000-10-12 Verfahren zur herstellung von kompositeiskonfekt Expired - Lifetime DE60008783T2 (de)

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