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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnissen, insbesondere
von gezuckerten Konfekten.
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Aus
der
US-A-2,850,990 ,
der
US-A-5,911,813 ,
der WO 94/02027 und der
JP-A-56 058459 ist
die Herstellung von gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnissen bekannt.
Die
US-A-1,711,750 und
die
US-A-4,2229,484 betreffen
die Herstellung von Schokolade enthaltenden Nahrungsmittelerzeugnissen,
und die
US-A-4,517,205 betrifft
die Herstellung von Nahrungsmittelerzeugnissen eines bonbonartigen
Typs.
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Aus
der
EP-0 322 469 ist
ein Verfahren zur Herstellung eines gefrorenen Süßwarenerzeugnisses bekannt,
bei dem in eine kalte Form eine erste flüssige Eiscreme eingeleitet
wird, wobei man das Eis eine feste Kruste im Kontakt mit der Form
bilden läßt und anschließend den
zentralen flüssigen
Bereich absaugt. Man leitet anschließend in den mittleren Bereich
eine zweite Eiscreme ein, und danach lässt man das Produkt insgesamt
aushärten.
Bei diesem Verfahren ist es somit erforderlich, daß man das
Produkt vor zwei Dosierungsstationen und einer Absaugstation vorbeiführt. Außerdem ist
die Herstellungskette relativ lang.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren bereitzustellen,
bei dem die Herstellung von derartigen Nahrungsmittelerzeugnissen vereinfacht
wird, insbesondere dadurch, daß die
Länge der
Herstellungskette verkürzt
wird.
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Im
Hinblick auf die Realisierung dieses Ziels wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines gefrorenen Nahrungsmittelerzeugnisses
geschaffen, bei dem in eine Form zwei Zusammensetzungen eingeleitet
werden, die dazu bestimmt sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest
eine der Zusammensetzungen eine äußere Zusammensetzung
ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses zu
bilden, wobei bei dem Verfahren die beiden Zusammensetzungen gleichzeitig
in die Form eingeleitet werden, wobei der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung,
die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung
vor dem Einleiten und die Temperatur der Form vor dem Einleiten
so sind, daß jeder
Anteil der oder jeder äußeren Zusammensetzung
unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
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Auf
diese Weise können
die beiden Dosierungsvorgänge
an einer und derselben Station vorgenommen werden und es ist nicht
mehr erforderlich, eine Absaugstation vorzusehen, um den zentralen flüssigen Bereich
des Erzeugnisses abzusaugen. Diese Verringerung der Anzahl von Stationen
ermöglicht
es, die Länge
der Herstellungskette zu verringern. Außerdem erleichtert die Verkleinerung
der Anzahl von Stationen die Reinigung der Kette.
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Unter
der Angabe, daß der
Anteil der Zusammensetzung erstarrt, wird vorliegend verstanden, daß dieser
Anteil sich unter der Wirkung der Kälte verfestigt und in dem Produkt
unbeweglich wird. Selbstverständlich
bedeutet die Verfestigung der Zusammensetzung nicht, daß sie besonders
fest oder hart ist, insbesondere dann, wenn diese Zusammensetzung
fettig ist.
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Außerdem ermöglichen
es die Bedingungen im Zusammenhang mit den Temperaturen, daß vermieden
wird, daß eine
der beiden Zusammensetzungen in Bezug auf die andere aufschwimmt,
bspw. wenn ein erheblicher Dichteunterschied zwischen den Zusammensetzungen
besteht, der insbesondere aufgrund von unterschiedlichen Aufquellungsraten vorhanden
sein kann. Die vorgenannten Temperaturbedingungen haben nämlich ein
Ansteigen der Viskosität
der oder jeder äußeren Zusammensetzung
und die unmittelbare Verfestigung der oder jeder äußeren Zusammensetzung
bei der Aufnahme in der Form zur Folge, so daß die beiden Zusammensetzungen
im wesentlichen in der Form und damit auf dem Produkt in ihrer Konfiguration
beim Einleiten verbleiben. Insbesondere bildet die äußere Zusammensetzung zweckmäßigerweise
die äußere Wand.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung
vor dem Einleiten zwischen –4°C und 0°C liegt.
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Im
Fall einer Eiscreme, die durch eine wässrige Lösung gebildet ist, wird auf
diese Weise die Eiscreme bei einer Temperatur dosiert, die nahe
bei ihrem Gefrierpunkt liegt, im Hinblick auf ihre unmittelbare
Verfestigung bei der Aufnahme in der Form.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Temperatur der Form vor dem Einleiten unter –10°C liegt.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
oder jede äußere Zusammensetzung
eine wässrige
Lösung
ist.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß eine
der Zusammensetzungen eine innere Zusammensetzung ist, die nicht
dazu bestimmt ist, eine Außenseite
des Erzeugnisses zu bilden, wobei man die äußere Zusammensetzung auf einem
Umfangsbereich der inneren Zusammensetzung einleitet.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
innere Zusammensetzung vor dem Einleiten eine solche Temperatur
aufweist, daß die
innere Zusammensetzung unmittelbar nach ihrer Aufnahme in der Form
nicht insgesamt erstarrt.
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Auf
diese Weise ist die innere Zusammensetzung nicht zu viskos, im Gegensatz
zu der oder jeder äußeren Zusammensetzung,
und kann in zweckmäßiger Weise
den zentralen Bereich der Form ausfüllen.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Temperatur der inneren Zusammensetzung vor dem Einleiten zwischen –5,5°C und –3,5°C liegt.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß das
Verfahren den Schritt umfaßt,
in die Form einen Teil der äußeren Zusammensetzung
allein einzuleiten.
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Auf
diese Weise besteht die Möglichkeit,
zumindest einen der beiden Endabschnitte des Erzeugnisses aus der
gleichen Zusammensetzung wie die Außenseite auszubilden.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß jede
Zusammensetzung durch Extrusion eingeleitet wird.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß das
Nahrungsmittelerzeugnis gesüßt ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist weiterhin ein gefrorenes Nahrungsmittelerzeugnis vorgesehen,
das mit Hilfe eines Verfahrens nach der Erfindung hergestellt worden
ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung zum Herstellen eines gefrorenen
Nahrungsmittelerzeugnisses vorgesehen, mit einer Form und Mitteln
zum Einleiten von zwei Zusammensetzungen in die Form, die dazu bestimmt
sind, das Erzeugnis zu bilden, wobei zumindest eine der Zusammensetzungen
eine äußere Zusammensetzung
ist, die dazu bestimmt ist, eine Außenseite des Erzeugnisses zu
bilden, wobei bei dem Verfahren die genannten Mittel dazu bestimmt
sind, in die Form die beiden Zusammensetzungen gleichzeitig einzuleiten, wobei
die Vorrichtung so ausgebildet ist, daß der Durchsatz der oder jeder äußeren Zusammensetzung,
die Temperatur der oder jeder äußeren Zusammensetzung
vor dem Einleiten und die Temperatur der Form vor dem Einleiten
so sind, daß jeder
Anteil der oder jeder äußeren Zusammensetzung
unmittelbar nach seiner Aufnahme in der Form insgesamt erstarrt.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Mittel zum Einleiten eine Extrusionsdüse umfassen.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Mittel zum Einleiten zwei koaxiale Extrusionsdüsen umfassen.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß die
Mittel zum Einleiten zumindest eine Anordnung umfassen, die einen
Kolben, eine Aufnahme des Kolbens, die dazu bestimmt ist, den Kolben
aufzunehmen, und eine Ausgangsleitung, die sich unterhalb (stromab)
der Aufnahme bezogen auf eine Strömungsrichtung der Zusammensetzung
beim Einleiten erstreckt, aufweist.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, daß der
Kolben dazu bestimmt ist, nach oberhalb (stromauf) in der Aufnahme
des Kolbens verlagert zu werden, um ein Zurücksteigen der Zusammensetzung
in die Ausgangsleitung hervorzurufen.
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Auf
diese Weise kann eine Einleitungsphase einer der Zusammensetzungen
durch Zurückziehen des
Kolbens erreicht werden, wodurch ein zungenförmiger Bereich auf dem Erzeugnis
erzeugt wird. Hierdurch wird die Konturenschärfe des Produkts verbessert
und die Gefahr der Bildung von Tropfen vermindert.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform deutlich, die beispielhaft
und nicht beschränkend
ist. In den beigefügten Zeichnungen
zeigen:
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1 bis 4 Schnittansichten einer Form, wobei
vier Schritte einer Ausführungsform
zur Durchführung
des Verfahrens dargestellt sind;
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5 eine axiale Schnittansicht
einer Düse einer
Vorrichtung nach der Erfindung zum Ausführen des Verfahrens nach 1 bis 4.
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Nachfolgend
wird zunächst
unter Bezugnahme auf 5 eine
Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung für die Herstellung von gefrorenen
Süßwarenerzeugnissen
beschrieben. In diesem Beispiel besteht das Süßwarenerzeugnis 3,
das in seiner Form in 4 erläutert ist,
aus zwei Zusammensetzungen 2, 4, die jeweils eine
Eiscreme bilden. Jede Eiscreme ist hierbei eine wässrige Lösung mit
Früchten
und Zucker. Als Beispiel kann jede Zusammensetzung 20 bis 30 Gew.-%
Zucker, 15 bis 35 Gew.-% Früchte, bspw.
in Form von Fruchtsaft oder Fruchtfleisch, und etwa 1% unterschiedliche
Zusammensetzungen, insbesondere einen Stabilisator, aufweisen, wobei
der Rest der Eiscreme durch Wasser gebildet wird. Die Zusammensetzung 2 wird
als äußere Zusammensetzung
bezeichnet, da sie dazu bestimmt ist, in diesem Fall eine äußere Seitenfläche 7 des
Erzeugnisses sowie eine Oberseite 9 zu bilden. Sie wird
nicht aufgequollen. Die andere Zusammensetzung 4 ist dazu
bestimmt, den zentralen Bereich des Erzeugnisses zu bilden und wird
daher als innere Zusammensetzung bezeichnet. Sie wird aufgequollen,
bspw. zu 65%.
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Unter
Bezugnahme auf 5 weist
die Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung einen Verteiler 6 auf, der zwei Zuführungskreise 8, 10 für die jeweiligen
Zusammensetzungen aufweist. Jeder Kreis weist eine Zuführungsleitung 12 auf,
die die Zusammensetzung von Vorrats- und Zuführungsmitteln erhält, die
als solche bekannt sind. Jeder Kreis weist einen Ventilsitz 14 auf,
der sich stromab der Leitung 12 erstreckt, in bezug auf
eine Fließrichtung
der Zusammensetzung bei ihrem Austritt aus dem Verteiler. Jeder
Ventilsitz 14 ist einem Kolben 16 zugeordnet, der
in dem Sitz verschieblich bewegbar ist und zu diesem Zweck durch
eine jeweilige Betätigung 18 betätigt wird,
die einen Schaft aufweist, der koaxial zu dem Sitz 14 ist
und auf dem der Kolben angebracht ist. Der Sitz 14 und
der Kolben 16 sind rotationssym metrisch. Der Sitz 14 weist
einen stromauf gelegenen Abschnitt 20 auf, der einen Durchmesser
aufweist, der gleich dem des Kolbens ist, so daß der Kolben, wenn er in diesem
Abschnitt aufgenommen ist, den Kreis absperrt. Der Sitz 14 weist
weiterhin stromab des stromauf gelegenen Abschnitts einen stromab gelegenen
Abschnitt 22 mit einem Durchmesser auf, der wesentlich
größer ist
als der Durchmesser des Kolbens, so daß der Kolben, wenn er in dem
stromab gelegenen Abschnitt aufgenommen ist, die Strömung der
Zusammensetzung unter der Wirkung der unter Druck setzenden Mittel
ermöglicht,
die die Zusammensetzung dazu bringen, zu strömen, und die sich stromauf
der Leitungen 12 befinden. Jeder Sitz 14 bildet
mit seinem Kolben 16 einen Verschluß bzw. ein Ventil.
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Bis
zu dem stromab gelegenen Endabschnitt des Sitzes 14 sind
die beiden Kreise 8, 10 identisch und symmetrisch
zueinander in bezug auf eine vertikale Mittelebene P des Verteilers 6.
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In
Richtung stromab von diesem stromab gelegenen Endabschnitt bildet
der Kreis 8, der der inneren Zusammensetzung 4 zugeordnet
ist, auf der linken Seite in 5,
einen S-förmigen
Umweg und endet in einem zylindrischen Rohr 24, das näher an der Ebene
P liegt als der stromauf gelegene Teil des Kreises. Das Rohr 24 erstreckt
sich in vertikaler Richtung und springt nach unten hin aus dem Grundkörper des Verteilers 6 vor.
Stromab von seinem stromab gelegenen Endabschnitt weist der Kreis 10,
der der äußeren Zusammensetzung 2 zugeordnet
ist, auf der rechten Seite der 5,
einen geneigten geradlinigen Abschnitt 26 auf, der sich
in Richtung auf das Rohr 24 erstreckt, und eine ringförmige Kammer 28, in
die dieser Abschnitt 26 seitlich mündet. Die ringförmige Kammer 28 ist
koaxial zu der Achse 30 des Rohrs 24, das sie
umschließt.
Die Kammer 28 weist eine untere ringförmige Öffnung auf, die an einem oberen
Endabschnitt eines zylindrischen Rohrs 32 mündet, das
koaxial zu dem Rohr 24 verläuft und dieses mit einem Abstand
von diesem umgibt. Die Rohre 24 und 32 weisen
jeweilige untere, freie Endabschnitte auf, die senkrecht zu der
Achse 30 sind und sich in einer gleichen Höhe bzgl.
dieser Achse befinden. Die beiden Rohre 24 und 32 bilden
eine doppelte Düse 34 zur
Koextrusion der beiden Zusammensetzungen 2, 4.
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Der
Verteiler 6 ermöglicht
die Extrusion einer beliebigen der beiden Zusammensetzungen und auch
eine gleichzeitige und koaxiale Extrusion beider Zusammensetzungen.
Für die
Extrusion einer Zusammensetzung wird der zugehörige Kolben 16 in dem
stromab befindlichen Abschnitt 22 des Sitzes angeordnet.
Auf diese Weise ist das Ventil geöffnet, und die Zusammensetzung
strömt.
Um die Verteilung zu unterbrechen, bewegt sich der Kolben 16,
der durch die Betätigung 18 verlagert
wird, in dem stromauf befindlichen Abschnitt 20 des Sitzes
nach oben, in den unteren Teil dieses Abschnitts. Wenn man den Kolben 16 noch
weiter in Stromauf-Richtung nach oben bewegt, d.h. teilweise oberhalb
des stromauf befindlichen Sitzes, erzeugt der Kolben einen Unterdruck
auf der stromab gelegenen Seite des Kolbens und nimmt die gesamte
Zusammensetzung mit, die sich stromab davon befindet. Es ergibt
sich hieraus ein Aufsteigen bzw. Zurücksteigen der Zusammensetzung
in die Düse 34.
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Nachfolgend
werden die Schritte zur Herstellung eines Komposit-Eiskonfekts 3 nach
der vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei das erfindungsgemäße Verfahren
ausgeführt
wird. Die Vorrichtung weist Formen 36 auf, die in vertikaler
Richtung länglich
ausgebildet sind und in ihrem oberen Bereich offen sind. Die Form 36 kann
Hohlräume
auf ihren vertikalen Seiten aufweisen, um entsprechende hervortretende
Bereiche auf dem fertigen Erzeugnis zu bilden, bspw. in Form von
Früchten,
Personen usw.
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Unter
Bezugnahme auf 1 wird
eine Form 36 gereinigt und auf eine Temperatur von –15°C abgekühlt. Man
führt die
Düse 34 in
die Form auf eine solche Weise ein, daß sich der untere Endabschnitt der
Düse bis
in 5 mm Abstand von dem Boden der Form erstreckt. Die Düse 34 ist
ausreichend lang, damit der Verteiler unter diesen Bedingungen nicht
mit der Form in Berührung
kommt.
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Danach
wird die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 ausgelöst, die
den unteren Boden der Form abdeckt. Die Lagerung dieser Zusammensetzung
in einem stromauf des Verteilers 6 befindlichen Bereich
und ihre Zufuhr bis zu der Düse 34 werden
bei solchen Temperaturen ausgeführt,
daß die Zusammensetzung 2 dann,
wenn sie aus der Düse austritt,
sich auf einer Temperatur befindet, die zwischen –4°C und 0°C liegt,
im vorliegenden Beispiel bei –2°C. Diese
Temperatur liegt sehr dicht bei dem Verfestigungspunkt der Eiscreme 2.
Der Durchsatz der extrudierten Zusammensetzung ist so, daß sich bei
einem Kontakt mit der Wand der Form bei –15°C die Anteile der auf diese
Weise extrudierten Zusammensetzung verfestigen, sobald sie mit der
Wand der Form in Kontakt kommen.
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Wenn
sich die Düse 34 nach
oben zurückzubewegen
beginnt, zum Zwecke ihres allmählichen Austritts
aus der Form, extrudiert man, wobei auf 2 Bezug genommen sei, die beiden Zusammensetzungen 2, 4 gleichzeitig.
Man leitet auf diese Weise die innere Zusammensetzung 4 in
den mittleren Bereich der Form ein und koaxial dazu, wobei sie umschlossen
wird, die äußere Zusammensetzung 2.
Die Durchsätze
der Zusammensetzungen sind in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
der Aufwärtsbewegung
der Düse
gewählt,
so daß die
innere Zusammensetzung 4 in den mittleren Bereich der Form strömt und die äußere Zusammensetzung 2 auf
der inneren Zusammensetzung 4 in Richtung auf die Wände der
Form strömt.
Sobald sie mit den Wänden in
Kontakt kommt, verfestigt sich die äußere Zusammensetzung 2,
wie vorstehend beschrieben. Die innere Zusammensetzung 4 wird
so bevorratet und bis zu der Düse
geleitet, daß sie
bei ihrem Austritt aus der Düse
eine Temperatur aufweist, die zwischen –5,5°C und –3,5°C liegt und in diesem Beispiel
bei –4,5°C liegt.
Unter Berücksichtigung
des starken Aufquellens dieser Zusammensetzung ist die Eiscreme nicht
sehr nahe an ihrem Verfestigungspunkt und ist leicht viskos. Sie
kann daher in zweckmäßiger Weise den
gesamten zentralen Bereich des Konfekterzeugnisses in der Mitte
der äußeren Zusammensetzung 2 ausfüllen. Die
Aufwärtsbewegung
der Düse
und die Koextrusion der Zusammensetzungen geht bis in die Nähe der Einschnürung weiter,
die den oberen Endabschnitt der Form bildet, wie in 3 dargestellt ist.
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Man
unterbricht dann die Extrusion der inneren Zusammensetzung 4,
während
die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 weitergeführt wird. Diese
Unterbrechung wird dadurch bewirkt, daß der Kolben 16 bis
in den stromauf gelegenen Abschnitt 20 des stromauf gelegenen
Sitzes 14 nach oben bewegt wird, was zur Folge hat, daß die Zusammensetzung 4,
die sich noch in der Düse 34 befindet,
nach oben steigt und eine deutliche Abtrennung mit der Erzeugung
eines zungenförmigen
Bereichs der Zusammensetzung zur Folge hat, die im Anschluß daran
endet. Die Extrusion der äußeren Zusammensetzung 2 wird
fortgesetzt, bis diese die Einschnürung der Form ausgefüllt hat,
wobei wiederum auf 4 verwiesen sei.
Man unterbricht danach diese Extrusion mit der Bildung eines zungenförmigen Bereichs,
wie zuvor beschrieben. Anschließend
wird ein Stab durch den oberen Endabschnitt der Form hindurch in
das Erzeugnis eingesteckt.
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In
diesem Stadium kann es sein, daß die
innere Zusammensetzung 4 nicht vollständig verfestigt ist, im Gegensatz
zu der äußeren Zusammensetzung 2.
Die Form 36 mit dem Erzeugnis 3 geht danach in einen
oder mehrere Kühltunnel,
bspw. bei –30°C, zum Zwecke
der vollständi gen
Verfestigung des Erzeugnisses 3. Das Erzeugnis wird anschließend aus der
Form genommen und die Form im Hinblick auf die Herstellung eines
weiteren Erzeugnisses gereinigt.
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Man
erhält
auf diese Weise einen gefrorenen Lutscher 3, der aus zwei
Eiscremesorten auf einem Stab ausgebildet ist, wobei die äußere Eiscreme 2 die
innere Eiscreme 4 vollständig und mit einer konstanten
Dicke umgibt bzw. abdeckt. Im vorliegenden Beispiel bildet die äußere Zusammensetzung 2 eine gleichmäßige Schicht über der
inneren Zusammensetzung 2. Für jeden Lutscher beträgt die Menge
der äußeren Zusammensetzung
in diesem Beispiel 41 g, und die der inneren Zusammensetzung 52
g. Die momentanen Durchsätze
der Extrusion betragen ungefähr
200 kg/h und 300 kg/h.
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Um
eine Verfestigung der äußeren Zusammensetzung 2 unmittelbar
nach dem Kontakt mit der Form 36 zu erhalten, muß der Durchsatz
der Zusammensetzung, die Temperatur der Form und die Temperatur
der Zusammensetzung am Austritt aus der Düse berücksichtigt werden.
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Die
Qualität
des auf diese Weise erhaltenen Erzeugnisses ist sehr gut aufgrund
der sehr niedrigen Temperaturen, mit denen das Produkt hergestellt worden
ist. Diese Temperaturen ermöglichen
insbesondere, daß eine
sehr feine Kristallisation an der Oberfläche des Produkts erhalten wird.
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Selbstverständlich kann
man an der Erfindung zahlreiche Modifikationen vornehmen, ohne den
Bereich der Erfindung zu verlassen.
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Das
Produkt kann mindestens drei Zusammensetzungen umfassen, die bspw.
konzentrisch angeordnet sein können.
Weiterhin kann vorgesehen sein, daß zwei der Zusammensetzungen
Außenflächen des
Erzeugnissen auf der einen und auf der anderen Seite der inneren
Zusammensetzung bilden. Es kann vorgesehen sein, daß das Produkt
lediglich zwei Zusammensetzungen umfaßt, die zwei Hälften des
Produkt auf der einen und auf der anderen Seite einer vertikalen
Mittelebene bilden, wobei es erforderlich ist, die Düse in angepaßter Weise
zu modifizieren.
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Zumindest
eine der Zusammensetzungen kann ein fetthaltiges Erzeugnis umfassen
und eine gefrorene Creme bilden.
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Weiterhin
ist es möglich,
die Düse
unabhängig
von dem erfindungsgemäßen Verfahren
einzusetzen. Diese Düse
ermöglicht
das Zurücksteigen
des extrudierten Erzeugnisses nach einer Unterbrechung des Extrusionsvorgangs
dank einer Rückzugsbewegung
des Kolbens. Die Düse
kann für
die Extrusion einer Zusammensetzung oder für die Koextrusion von zwei
Zusammensetzungen für
die Herstellung eines Nahrungsmittel- oder sonstigen Produkts verwendet
werden, das gefroren sein kann oder nicht, und das süß oder salzig
sein kann. Insbesondere kann die Düse für die Herstellung eines Konfekterzeugnisses
verwendet werden, das bei Umgebungstemperatur zu verzehren ist.
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Zumindest
eine der Zusammensetzungen, vorzugsweise die äußere Zusammensetzung, kann eine
fettige Substanz sein, bspw. auf der Grundlage von Schokolade. Man
kann auf diese Weise ein gefrorenes Erzeugnis zusammenstellen, das
eine zentrale Zusammensetzung auf der Grundlage einer gefrorenen
Creme aufweist, die von einer äußeren Schicht
auf der Grundlage von Schokolade umhüllt ist. Bei der Schokolade
kann es sich um schwarze Schokolade, Milchschokolade oder weiße Schokolade
handeln. Sie enthält
in jedem Fall Kakaobutter und pflanzliche Fette. Die weiße Schokolade
enthält
im Gegensatz zu anderen Schokoladenarten keine Kakaomasse. Die schwarze
Schokolade enthält
im Gegensatz zu anderen Schokoladenarten keine Milchfettanteile.
Der Fettgehalt kann zwischen 35 und 50% variieren. Zum Zwecke einer
besseren Koextrusion der zentralen Zusammensetzung und der Schokolade
kann die thermische Isolation zwischen den beiden Kreisen in Höhe der Düse 34 verbessert
werden, wobei die Schokolade bei einer höheren Temperatur extrudiert
werden muß als
die zentrale Zusammensetzung.