[go: up one dir, main page]

DE2508330A1 - Abs- und cumaron-indenharz enthaltende thermoplastikmischung - Google Patents

Abs- und cumaron-indenharz enthaltende thermoplastikmischung

Info

Publication number
DE2508330A1
DE2508330A1 DE19752508330 DE2508330A DE2508330A1 DE 2508330 A1 DE2508330 A1 DE 2508330A1 DE 19752508330 DE19752508330 DE 19752508330 DE 2508330 A DE2508330 A DE 2508330A DE 2508330 A1 DE2508330 A1 DE 2508330A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
styrene
acrylonitrile
component
parts
butadiene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752508330
Other languages
English (en)
Inventor
Ebon Paul Weaver
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uniroyal Inc
Original Assignee
Uniroyal Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Uniroyal Inc filed Critical Uniroyal Inc
Publication of DE2508330A1 publication Critical patent/DE2508330A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L55/00Compositions of homopolymers or copolymers, obtained by polymerisation reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, not provided for in groups C08L23/00 - C08L53/00
    • C08L55/02ABS [Acrylonitrile-Butadiene-Styrene] polymers
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S525/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S525/942Polymer derived from nitrile, conjugated diene and aromatic co-monomers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

ABS- und Cumaron-Indenharz enthaltende Thermoplastik-
mischung
Die Erfindung bezieht sich auf synthetische, thermoplastische Harzzusammensetzungen.
Es besteht ein Bedarf an nicht zu teuren Kunststoffen mit einer Resistenz gegen Biegeennüdung, die gleichzeitig gute Fließeigenschaften und Schlagfestigkeiten besitzen. Gemäß der Erfindung wird nun eine neue Kombination von Zusätzen zu ABS--Polymeren vorgesehen, mit der die Festigkeit gegen Biegeernüdung von ABS-Polymeren merklich verbessert wird. Eine solche verbesserte Ermüdungsfestigkeit,wie sie primär gemäß der Erfindung erreicht wird, ist für Anwendungsbereiche wichtig, wo wiederholte Belastungen zu einem vorzeitigen Ausfall führen, wie beispielsweise bei Fersenleder, Sitzen, Maschinengehäusen,Gepäck und dergleichen.
ν 50S835/0934
Das zu diesem Zweck entwickelte erfindungsgemäße Polyblend umfaßt:
A) 100 Teile eines Acrylnitril-Butadien-Styrol-Interpolymeren (ABS) bzw. ABS-Gummiplastik,
B) 20 bis 60 Teile eines Alkylacrylat-Butadien-Styrol-Terpolymeren und insbesondere eines Methylmethacrylat-Butadien-Styrol-Terpolymeren sowie
C) 5 bis 25 Teile eines Cumaron-Indenharzes, wobei das Gewichtsverhältnis von (B) zu (C) bei zumindest 1:1 liegt.
Die resultierenden Mischungen zeigen nicht zu erwartende Thermoplastikeigenschaften einschließlich einer verbesserten Bieneermüdungsresistenz ohne wesentliche Beeinträchtigung erwünschter Eigenschaften wie der Wärmeverformungstemperatur, Schlagfestigkeit und des Biegemoduls von nicht-modifiziertem ABS.
Die Bezeichnung "ABS-Gummiplastik" wird hier im konventionellen Sinne benutzt zur Bezeichnung der bekannten thermoplastischen polymeren Zusammensetzungen, die eine Kombination von Acrylnitril, Butadien und Styrol enthalten und auch als ABS-Harze oder ABS-Pfropf-Copolymere bezeichnet werden, die beispielsweise beschrieben sind in: der US-PS 2 600 024 vom 10.6.1952 und den CA-PSen 476 704 vom 4.9.1951, 564 305 vom 7.11.1958, 636 553 vom 13.2.1962, 740 032 vom 2.8.1966 und 643 619 vom 26.6.1962.
50983O/Ü934
Wie dem Fachmann bekannt ist, können ABS-Kunststoffe vom Pfropf-Copolymertyp oder vom Typ einer physikalischen Mischung (Polyblend) oder einer Kombination von beiden sein. Herkömmliche ABS-Pfropf-Copolymere werden durch Pfropf-Copolymerisation von harzbildenden Monomeren wie Styrol und Acrylnitril auf ein zuvor erzeugtes PoIy-L»utadien-Gummirückgrat oder ein Butadien-Styrol-Copolymer-Gummirückgrat erhalten; bei dem endgültigen Pfropf-Copolymeren sind der harzartige Anteil und der gummiartige Anteil zum Teil chemisch miteinander vereinigt. Das sogenannte Pfropf-Copolymere der derzeitigen Praxis enthält etwas ungepfropftes Harz, d.h. nicht alles der harzbildenden Monomeren wird auf das gummiartige Rückgratpolymere im Verlaufe des Pfropfpolymerisationsprozesses aufgepfropft. Das Pfropf-Copolymere kann durch eine Emulsionspolymer isationstechnik erzeugt werden, bei der ein zuvor gebildeter Latex von Polybutadien oder einem ähnlichen Gummi, der als Rückgrat wirkt, Emulsionspolymerisationsbedingungen zusammen mit einer Monomermischung von Styrol und Acrylnitril ausgesetzt wird, die darin emulgiert sind. Alternativ kann das Pfropf-Copolymere durch Lösungspolymerisationsmethoden hergestellt werden oder durch sogenannte Masse-Suspensionstechniken. Auf der anderen Seite ist der als physikalische Mischung vorliegende ABS-Typ typischerweise eine Mischung von Butadien-Acrylnitril-Gummi mit getrennt hergestelltem Styrol-Acrylnitril-
50983u/0934
harz. Häufig umfaßt der Pfropfpolymertyp von ABS zusätzlich gesondert hergestelltes Styrol-Acrylnitrilharz, das mit dem Ffropf-Copolymeren gemischt ist. Darüber hinaus kann nach Wunsch etwas oder alles des Styrole selbst durch andere Monomere vom Styroltyp (wie alpha-Methylstyrol) ersetzt sein und etwas des Monomeren vom Acrylnitriltyp kann durch andere acryli.sche Monomere (wie Methacrylnitril, Äthylacrylat, Methylmethacrylat) ersetzt sein.
Da das A3S-Material sowohl eine gummiartige Komponente (z.B. ein Polybutadien- oder Butadien-Styrolrückgrat oder Butädien-Acrylnitril-Copolymerkomponenten) als auch eine harzartige Komponente (Styrol-Acrylnitril) hat, kann es als ein Material vom "Crummiplastik"-Typ betrachtet werden, üblicherweise liegt der Anteil der gummiartigen komponente im ABS bei 5 bis 35 %, während der Anteil Harz entsprechend 95 bis 65 % ausmacht. Der Gesamtanteil an Monomeren vom Acrylnitril-, Butadien- und Styroltyp fällt üblicherweise in die Bereiche; 10 bis 40 % Acrylnitril, 5 bis 65 % Butadien und 25 bis 85 % Styrol.
Die CA-PS 636 553, von der oben angegeben ist, daß in ihr ABS-Harze der im Rahmen der Erfindung verwendeten Art beschrieben werden, befaßt sich mit dem Typ von ABS, der durch Mischen von alpha-Methylstyrol-Acrylnitrilharz mit einem Pfropf-Copolymeren von Styrol und Acrylnitril
5 0 S V ei L, -' υ U 3 4
auf Polybutadien erzeugt wird. So können beispielsweise gemäß der Erfindung die Zusammensetzungen angewandt werden, die durch Misohen von alpha-Methylstyrol/Acrylnitrilharz (69/31) mit einem Pfropf-Copolymeren von Styrol/Acrylnitril (70/30) -Monomeren auf Polybutadienlatex (46 % Styrol-Acrylnitril und 54 % gummiartige Feststoffe) erhalten werden. In diese:- Patentschrift wird auch angegeben, daß etwas oder alles des Styrols im Pfropf-Copolymeren durch alpha-Methylstyrol ersetzt werden kann. In gleicher Weise beschreibt di-ϊ CA-PS 643 619 (Tabellen 6 und 7) alpha-Methylstyrol 1I3 das Comonomere von Butadien zur Erzeugung eines alpha-M^thylstyrol-Butadien-Copolymerrückgrats für die Pfropfung, während die US-PS 3 130 177 (Spalte 4, Zeilen 13 bis 15) den Ersatz von Styrol (Teile der Gesamtmenge) durch 'ilpha-Methylstyrol bei der Erzeugung des Pfropf-Copolyueren beschreibt. In ähnlicher Weise zeigt die CA-PS 740 032, die weiter oben genannt wurde, Pfropf-Copolymere von Styrol und Acrylnitril auf Polybutadien gemischt mit getrennt erzeugten harzartigen Copolymeren von alpha-Möt'iylstyrol und Acrylnitril enthaltendes ABS. So wird in dieser CA-PS die Vermischung des Pfropf-Copolymeren mit ein im gesondert hergestellten hcArzartigen Copolymeren von Styrol oder alpha-Methylstyrol und Acrylnitril angegeben. In Spalte 4, Zeilen 6 bis 12 wird eine Mischung von 55 Teilen eines Pfropf-Copolyiaeren von 50 Teilen Styrol und Acrylnitril (Verhältnis 70/30) auf
5 η '■* '■ U c ·.:■
50 TeilenPoIybutadiengummi gemischt mit 65 Teilen von getrennt hergestelltem harzartigen Copolymeren von alpha-Methylstyrol und Acrylnitril (Verhältnis 69/31) genannt. Irgendwelche derartigen Typen von ABS können im Rahmen der Erfindung angewandt werden.
Die gemäO der Erfindung verwendeten bevorzugten Pfropft polymeren enthalten 26 bis 34 % Acrylnitril oder substituiertes Acrylnitril, 5 bis 25 % Butadien und 41 bis 69 % Styrol oder alpha-Methylstyrol.
Die Cumaoon-Indenharze, mit denen sich die Erfindung befaßt, können allgemein solche Harze umfassen, die durch die katalytiache Polymerisation von Kohleteer-Naphthas erhalten werden. Solche Kohleteer-Naphthas enthalten harzbildende Materialien wie beispielsweise Styrol, Cumaron, Inden, Methylcumarone, Methylindene, Dimethylcumarone, Dicyclopentadiea, Methylcyclopentadiene, Cyclohexadiene, Naphthalin und Anthracenderivative.
Die Polymerisation der vorstehend genannten harzbildenden Materialien erfolgt durch die katalytische Wirkung einer Brönsted-Säure wie Schwefelsäure oder eines Derivats derselben oder einer Lewis-Säure wie Stannichlorid, Antimonpentachlorid, Aluminiumchlorid, Titantetrachlorid oder Bcrtrifluorid auf die Kohleteer-Naphthas. Die Polymeren sind allgemein keine Homopolymeren, sondern leiten sich von Mischungen von verschiedenen harzbildenden Mate-
509835/0334
250833Q
rialien ab. Lie Polymeren können auch mit Phenol oder Derivaten desselben kondensiert sein oder mit niederen aliphatischen Aldehyden wie Formaldehyd oder sie können zur Beseitigung von restlichen ungesättigten Anteilen hydriert sein. Die wie oben beschriebenen Kohlenwasserstoffharze sind dem Fachmann gut bekannt und werden gebräuchlicherwaise für die Plastifizierung von Gummi bei der Herstellung von Lacken und Anstrichen verwendet. Solche Kohlem/asserstoffharze sind auf kommerzieller Basis bequem erhältlich und umfassen beispielsweise die PoIyindene, Polycumarone, Cumaron-Indenpolymeren, phenolmodifizierte Cumaron-Indenpolymere, Cumaron-Inden-Styrolpolymere, Stycol-Cyclopentadienpolymere» Styrol-Indenpolymere, Dicyclopentadienharze, Terpenharze, naphthalinische Harze, anthraoenische Harze etc.
Die im Rahmen der Erfindung verwendeten bevorzugten Cumaron-Indenharze enthalten 92 bis 96 % Inden. Die Harze haben einen Molekulargewichtsbereich zwischen 100 und 550, vorzugsweise zwischen 120 und 250.
Das weitere Zusatzpolymere, das mit dem ABS und dem Cumaron-Inden-liarz gemischt wird, ist ein Interpolymers von Alkylacry.laten, Butadien und Styrol, vorzugsweise ein Pfropfderivat eines Butadien enthaltenden Polymerrückgrats. Das Butadien enthaltende Polymerrückgrat kann Polybutadien oder Poly(Butidien-Styrol) (mit willkürlicher Verteilung
5 0 9 ?■ ■ -./ j ■; 3 i
oder als Blockpolymeres) sein.
Monomere, die auf das Rückgrat aufgepfropft werden können, sind Methacrylate wie Methylraethacrylat, Äthylmethacrylat u<id die alkenyl-aromatischen Verbindungen wie Styrol und Methylstyrol.
Irgendeines der Verfahren zur Herstellung von Pfropfpolymeren, die in "Graft Copolymere" von Battaerd und Tregaer, N.Y. Interscience, 1967, angegeben sind, kann zur Herstellung der Pfropfpolymeren im Rahmen der Erfindung verwendet werden«
Vorzugsweise werden Methylmethacrylat-Butadien-Styrol (MBS)-Polymere gemäß der Erfindung verwendet. Allgemein enthält besagtes MBS 65 bis 82 % Methylmethacrylat, 10 bis 20 % Butadien und 8 bis 15 % Styrol, vorzugsweise 69 bis 75 % Methylmethacrylat, 15 bis 18 96 Butadien und 8 bis 15 56 Styrol.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Mischung können die drei Ausgangspolymeren, nämlich die ABS-Harzmatrix, Cumaron-Indenharz und MBS mechanisch miteinander in den gewünschten Proportionen mit Hilfe von irgendeiner geeigneten Mischvorrichtung, die herkömmlicherweise zum. Vermischen von Gummisund Kunststoffen verwendet wird, wie einesDifferentialwalzermischers, . "Banbury^Mischer oder eines Extruder? vermischt werden. Zur Erleichterung einer sorgfäl-
50983 5/0934
tigen Durchmischung der Polymeren und zur Ausbildung der gewünschten verbesserten Kombination von physikalischen Eigenschaften erfolgt die mechanische Vermischung bei genügend hohen Temperaturen zur Erweichung der Polymeren, so daß sie gründlich dispergiert und miteinander vermischt werden. Die Mischtemperatur wird im allgemeinen mit der zu vermisehenden Zusammensetzung variieren; Üblicherwelse wird das ABS die gewählte Mischtemperatur beherrschen. Der Mischvorgang wird fortgesetzt, bis eine einheitliche Mischung erreicht ist.
Alternativ können ABS und MBS als Latex vermischt, zusammen ausguflockt, getrocknet und mechanisch mit dem Cumaron-Inden! larz vermischt werden.
Aus der Vermischung von ABS, Cumaron-Indenharz und MBS resultieren verschiedene Vorteile: Ein wichtiger Vorteil ist die ausgezeichnete 3iegeermüdungsresistenz des Materials. Diese ist im Vergleich zum nicht-raodifizierten ABS wesentlich verbessert. Für die Zwecke der Erfindung wird die Biegt: ermüdungsresistenz in Anzahl Biegungen einer Probe von Standardgröße bis zum Ausfall ausgedrückt. Der Test zur Ermittlung der Anzahl Biegungen bis zum Ausfall wird unter Erzeugung von Standard-ASTM-Zugstäben durch Spritzguß gemäß den Angaben von D-638-61T durchgeführt. Die tatsächliche Verfahrensweise bei der Durchführung des Biegeermüdungsreslatenztests wird im einzelnen weiter unten in
Beispiel 6 beschrieben.
Die Mischungen gemäß der Erfindung können gewisse andere Zusätze zur Weichmachung, Streckung, Schmierung und Hemmung oder Verhinderung der Oxidation enthalten. Flammverzögernde Mittel, Farbstoffe, Pigmente usw. können auch zu den Mischungen zugesetzt werden. Derartige Zusätze sind dem Fachmann gut bekannt und können beigegeben werden, ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
Die nachfolgenden Beispiele 1 bis 6 dienen zur Erläuterung der Vorteile der Erfindung im Detail.
Beispiel 1
38,5 Teile MBS-CMethylmethacrylat-Butadien-Styrol-73/16/11)-polymeres wurden zu 100 TIn ABS<Acrylnitril-Butadien-StyroD-harz mit 65 Teilen eines (74/26) Styrol-Acrylnitrilharzes kombiniert mit 35 Teilen eines Pfropfinterpolymeren von 50 Teilen einer (68/32) Styrol-Acrylnitril-Monomermischung gepfropft auf 50 Teile eines (10/90) Styrol-Butadien-Gummls hinzugefügt.
Die ABS- und MBS-Polymeren wurden in einem "Banbury"-Mischer vermischt und zum Fließen gebracht (etwa 1210C), woraufhin 15,4 Teile Cumaron-Indenharz (das zwischen 92 und 96 % Inden enthielt und einen Erweichungspunkt zwischen
5 0 9 3 3 5/0334
28 und 380C hatte) zu der Mischung hinzugegeben wurden und die Vermischung bis zu einer Temperatur von 193f3°C (oder etwa 3 Minuten lang) fortgesetzt wurde.
Die drei gemischten Komponenten wurden dann aus dem "Banbury11 -Mischer entfernt, auf einen Zweiwalzenmischer bei 148,9°C gegeben zur Bildung einer Haut, die abgekühlt und dann in Stücke zerhackt wurde. Diese Stücke wurden durch Spritzguß zu endgültigen Teststäben nach der Verfahrensweise gemäß ASTM D-638-61T verarbeitet.
Beispiel 2
Teststäbe wurden unter Anwendung der Zusammensetzung und Verfahrensweisen gemäß Beispiel 1 hergestellt, nur daß das Cumaron-Indenharz einen Erweichungspunkt von 50 bis 66°C hatte.
Beispiel 3
Teststäbe wurden unter Verwendung der Polymeren und Verfahren gemäß Beispiel 1 hergestellt, nur daß das ABS-Harz ein Verhältnis von 50 Teilen des (74/26) Styrol-Acrylnitrilharzes zu 50 Teilen der (68/32) Styrol-Acrylnitrilmonomermischuag gepfropft auf den (10/90) Styrol-Butadiengummi hatte.
50983Ü/U93U
Beispiel 4
Teststäbe wurden unter Anwendung der Zusammensetzung und Verfahrensweise gemäß Beispiel 3 hergestellt, nur daß das Cumaron-Indenharz einen Erweichungspunkt von 50 bis 660C hatte.
Beispiel 5
Teststäbe wurden aus den nicht-modifizierten ABS-Harzen der Beispiele 1 und 3 nach der in ASTM D-638-T angegebenen Verfahrenswelee hergestellt.
Beispiel 6
Die gemäß Beispiel 1 bis 5 hergestellten Teststäbe wurden bei 22,80C und 50 % relativer Feuchtigkeit konditioniert und bezüglich der Biegeermüdungsresistenz gemäß folgender Verfahrensweise getestet:
In Jedem Falle wurde ein Ende des Stabes an einem Montageblock befestigt, so daß der Stab horizontal vom Block um einen Abstand von 14,6 cm vorragte. Das nicht eingespannte Ende des Stabes wurde zwischen einem oberen und unteren M.itnehmerrollensatz angeordnet, der exzentrisch auf einer rotierenden Antriebsscheibe montiert war, die mit einer Geschvrindigkeit von 60 bis 70 Upm angetrieben wurde. Die Mitnahmerollen waren derart drehbar montiert, daß die
5 0 9 3 'J j / ü ΪΓ3 &
Achsen zwischen den Mitnehmern während einer vollständigen Umdrehung der Scheibe wesentlich normal zum Stab blieben. Bei einer vollständigen Umdrehung der Scheibe wurde der Stab so zunäcjist nach unten abgebogen, bis zu einer maximalen Position,bei welcher der Kontaktpunkt der oberen Rolle mit dem Stab etwa 8 cm vom Ende des Montageblocks längs der neutralen Achse und abwärts etwa 4,5 cm von dieser neutralen Achse lokalisiert war. Mit fortschreitender Umdrehung passierte der Stab die neutrale Ebene bis zu einer maxinalen Aufwärtsbiegung, bei welcher der Kontaktpunkt der unteren Rolle mit dem Stab etwa 8 cm vom Ende des Montageblocks längs der neutralen Achse und etwa 2,8 cm aufwärts von dieser Achse lokalisiert war. Die Biegung des Stabes wurde .fortgesetzt bis zum vollständigen Bruch.
Weitere Eigenschaften des Materials wurden nach den Verfahrensweisen gemäß folgenden ASTM-Tests untersucht:
Wärmeverforraungstemperatür (HDT; nach ASTM D 648-56); Izod-Schlagtent, gekerbt (ASTM D 256-56); Zugfestigkeit und Zugmodul (ASTM D 638-61T).
Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind in Tabelle I zusammengefaß c:
BOSS 3 b/0934
Tabelle I
Beisp.5 Beisp.1 Beisp.2 Beisp.5 Beisp.3 Beisp.4
O CO CO
ABS (65/35Γ ABS (50/5O)* MBS3
Cumaron- Inden Cuinar on- Inden
HDT bei 18,6 kg/cm2 16 Std. getempert bei 48,9°C
Izod-Test,gekerbt, 0,635 cm bei 22,80C
Zugfestigkeit Zugiaodul χ
-5
Biegeennüdungsausfall χ 10-3
100 0 100 100 100 100 100
38,5 38,5
1 38,5 38,5 15,4
9 15,4 15,4
15,4 193 174 176
197 182 179 3,7 6,0 5,7
4, 6,0 6,2 6310 4570 4580
6340 4920 4900 4,0 2,7 3,6
5, 3,6 3,6 17 97 152,6
40, 237 317
ABS-Harz von Beispiel 1
ABS-Harz von Beispiel 3
MBS von Beispiel 1
Cumaron-Indenharz von Beispiel 1
^ Cumaron-Indenharz von Beispiel 2
Wie Tabelle I deutlich zeigt, ist der Biegeermüdungsausfall (Zahl der Biegungen bis zum Bruch) durch Zusatz von MBS und Cumaron-Indenharz zu ABS im Vergleich zum nicht-modifizierten ABS-Harz zu wesentlich höheren Werten verschoben, während die Wärmeverformungstemperatur, die Schlagfestigkeit, Zugfestigkeit und der Zugmodul bei annehmbar hohen Werten bleiben.
5 0 9 B 3 b / U U 3 4

Claims (13)

Patentansprüche
1. Thennoplantische Polymermischung mit verbesserter Biegeermüdungsresistenz, gekennzeichnet durch
A) 100 Teile eines Acrylnitril-Butadien-Styrol-Interpolymeren;
B) 20 biß 60 Teile eines Alkylacrylat-Butadien-Styrol-Terpolymeren und
C) 5 bis 25 Teile eines Cumaron-Indenharzes,
wobei das Gewichtsverhältnis von (B) und (C) zumindest gleich 1:1 ist.
2. Polymermißchung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (B) in einer Konzentration von 25 bis 50 Teilen anwosend ist und die Komponente (C) in einer Konzentration von 10 bis 20 Teilen pro 100 Teile der Komponente (A).
3. Polymermischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) Styrol-Acrylnitrilharz kombiniert mit einer Styrol-Acrylnitrilmonomermischung aufgepfropft auf ein unter Polybutadien und Butadien-Styrol-Copolymeren ausgewähltes Gummirückgrat umfaßt.
ς η ο c ■'.} ti ι η q 9 λ
Ό U -j ■-.- ■-' \J 1 <-■ -j ^J "■
4. Polymermi«chung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) 10 bis 40 % Acrylnitrilmonomer, 5 bis 65 % Butadienmonomer und 25 bis 85 % Styrolmonomer (jeweils auf das Gewicht bezogen) umfaßt.
5. Polymermiachung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Acrylnitril in der Komponente (A) aus der Gruppe Acrylnitril und Methacrylnitril und das Styrol aus der Gruppe Styrol und alpha-Methylstyrol ausgewählt ist.
6. Polymermiηchung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (A) 26 bis 34 % Acrylnitrilmonomer, 5 bis 25 % Butadienmonomer und 41 bis 69 % Styrolmonomer (jeweils auf das Gewicht bezogen) umfaßt.
7. Polymermischung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (B) 65 bis 82 % Methylmethacrylatmonomer, 10 bis 20 % Butadienmonomer und 8 bis 15 % Styrolmonomer (jeweils auf das Gewicht bezogen) umfaßt.
8. Polymermischung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (B) 69 bis 75 % Methylmethacrylat, 15 bis 18 % Butadien und 8 bis 15 % Styrol (jeweils auf das Gewicht bezogen) umfaßt.
509335/Ö934
9. Polymerini schling nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (C) 92 bis 96 % luden umfaßt.
10. Polymerraischung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente (C) ein Molekulargewicht zwischen 100 und 550 und insbesondere zwischen 120 und 250 besitzt.
11. Polymermischung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein gleiches Gewicht von Styrol-Acrylnitrilharz mit dem Pfropf-Copolymeren kombiniert ist.
12. Polymerm.lschung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 95 bis 65 Gew.-teile Styrol-Acrylnitrilharz mit 5 bis 35 Gew.-teilen des Pfropf-Copolymeren kombiniert sind.
13. Polymermi.schung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 100 Teile eines (74/26) Styrol-Acrylnitrilharzes mit einer (68/32) Styrol-Acrylnitrilmonomermischung aufgepfropft auf einen (10/90) Styrol-Eutadiengummi-kombiniert sindj daß die Komponente (B) 38,5 Teile eines (73/16/11) Methylmethacrylat-Butadien-Styrol-Interpolymeren umfaßt und daß die Komponente (C) 15,4 Teile eines Cumaron-Ii'denharzes mit etwa 92 bis 96 % Inden umfaßt.
509835/0934
DE19752508330 1974-02-26 1975-02-26 Abs- und cumaron-indenharz enthaltende thermoplastikmischung Withdrawn DE2508330A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US446074A US3888941A (en) 1974-02-26 1974-02-26 Modified abs polymers

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2508330A1 true DE2508330A1 (de) 1975-08-28

Family

ID=23771232

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752508330 Withdrawn DE2508330A1 (de) 1974-02-26 1975-02-26 Abs- und cumaron-indenharz enthaltende thermoplastikmischung

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3888941A (de)
JP (1) JPS5847415B2 (de)
CA (1) CA1035484A (de)
DE (1) DE2508330A1 (de)
FR (1) FR2262076B1 (de)
GB (1) GB1493465A (de)
IT (1) IT1030188B (de)
NL (1) NL7501576A (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4326045A (en) * 1975-12-24 1982-04-20 The Standard Oil Company Thermoplastic resins containing coumarone-indene resin or polyindene
US4393170A (en) * 1980-04-30 1983-07-12 Phillips Petroleum Company Polymeric blends
US4810742A (en) * 1988-02-01 1989-03-07 Occidental Chemical Corporation UV stable, impact resistant, flame retarded ABS composition containing aliphatic resin
EP1205517A4 (de) * 1999-06-28 2005-01-26 Hitachi Chemical Co Ltd Harzzusammensetzung mit niedriger hygroskopie und niedriger doppelbrechung, daraus erhaltenes formmaterial, folie oder film und optisches teil
EP2289959A1 (de) 2009-08-29 2011-03-02 Bayer Material Science AG Hydrophile, aliphatische Polyurethan-Schäume

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB744258A (en) * 1953-05-11 1956-02-01 Ici Ltd Thermoplastic compositions

Also Published As

Publication number Publication date
FR2262076B1 (de) 1980-11-14
NL7501576A (nl) 1975-08-28
CA1035484A (en) 1978-07-25
US3888941A (en) 1975-06-10
FR2262076A1 (de) 1975-09-19
IT1030188B (it) 1979-03-30
JPS5847415B2 (ja) 1983-10-22
JPS50119851A (de) 1975-09-19
GB1493465A (en) 1977-11-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2264104A1 (de) Thermoplastische harzartige massen
DE69607613T2 (de) Schlagzähmodifizierte (meth)acrylpolymere
DE69512566T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Maleimid modifizierten wärmebestendigen ABS Harzes
DE2705656C3 (de) Pfropfcopolymerisate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2948615A1 (de) Polymermassen auf basis von aromatischen alkenylharzen und deren verwendung zur herstellung von formteilen
EP0111260A1 (de) Thermoplastische Formmassen
DE69530672T2 (de) Harzzusammensetzung mit exzellenter schlagfestigkeit
DE3336369C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Spritzgußformerzeugnissen aus einer thermoplastischen Harzmasse aus einem Polycarbonat- und ABS-Harz
DE1207621B (de) Thermoplastische Masse zur Herstellung von schlagfesten Formkoerpern
DE3782567T2 (de) Mischungen auf basis von polycarbonaten mit verbesserten physikalischen und chemischen eigenschaften.
DE2249023A1 (de) Vinylchloridharzmassen und verfahren zu ihrer herstellung
DE3780952T2 (de) Waermebestaendige und schlagfeste harzzusammensetzung.
DE2256612A1 (de) Polymerisate aus acrylnitril und aromatischen olefinen, die gegebenenfalls gepfropften kautschuk enthalten
DE69031606T2 (de) Kern-Schale-Polymer, Herstellung und dessen Verwendung
DE2508330A1 (de) Abs- und cumaron-indenharz enthaltende thermoplastikmischung
DE68906407T2 (de) Poly(cyanoarylether) enthaltende Zusammensetzung.
DE3787901T2 (de) Modifizierte Akrylpolymere.
EP0161452B1 (de) Thermoplastische Formmassen
DE69510093T2 (de) Polymermischung mit verbesserter anfärbbarkeit
DE69411349T2 (de) Thermoplastische Zusammensetzungen auf Basis von Nylon und Polyacrylkautschuk
DE2705657C2 (de) Pfropfcopolymerisatmassen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE68912220T2 (de) Thermoplastische Harzzusammensetzung.
DE3688744T2 (de) Polymerzusammensetzung aus einem Polycarbonat, einem Styrolmaleimid, cyclischem Anhydrid-Terpolymer und aus einem mit einer polymeren Matrix gepfropften Terpolymer.
DE2009407C3 (de) Schlagfeste Mischung
DE4005172C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
8141 Disposal/no request for examination