DE2508209C2 - Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe - Google Patents
Schreitender hydraulischer Ausbau für GewinnungsbetriebeInfo
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- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D23/00—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
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- E21D23/10—Advancing mechanisms with advancing devices separate from the supporting construction
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Description
Die Erfindung betrifft einen schreitenden hydraulischen Ausbau für Gewinnungsbetriebe, bestehend aus in
einer Reihe nebeneinanderstehenden Ausbaueinheiten, insbesondere Schüdausbaugestellen, und zwischen den
benachbarten Ausbaueinheiten eingeschalteten hydraulischen Schreitzylindern, wobei die über die Schreitzylinder
zu einer Ausbaugruppe verbundenen Ausbaueinheiten jeweils mittels zwei an den benachbarten
Ausbaueinheiten abgestützter Schreitzylinder rückbar sind.
Es ist bekannt, die aus Ausbaurahmen, Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen bestehenden Ausbaueinheiten
eines Strebbetriebes über hydraulische Schreitzylinder mit de;n vor dem Abbaustoß verlegten Strebförderer
zu verbinden, so daß der Förderer das Widerlager für die Schreitzylinder bildet. Insbesondere beim Einsatz
von Ausbauböcken und Schüdausbaugestellen können die Schreitkräfte aber so groß sein, daß sie sich unter
Umständen nicht mehr ohne weiteres auf den Förderer absetzen lassen. Wird der Strebförderer, wie üblich,
zugleich zur Führung einer Gewinnungsmaschine, wie z. B. eines Kohlenhobels verwendet, so können etwaige
sich unter den hohen Schreitkräften einstellende Ausweichbewegungen des Förderers zu Beeinträchtigungen
der Hobelsteuerung und damit zu erheblichen Störungen des Gewinnungsvorganges führen.
Es ist auch bekannt. Ausbaurahmen über Parallelführungs-
und Schreiteinrichtungen zu sogenannten Ausbaugespannen zu koppeln, derart, daß die Rahmen unter
gegenseitiger Abstützung und Führung wechselweise gerückt werden können (DE-AS 11 62 793, DE-PS
10 84 668). Bei solchen Rahmengespannen werden besondere Parallelführungen sowie gegebenenfalls
Schreitzylinder verwendet, die mit durchgehenden Kolbenstangen versehen sind.
Schließlich ist es auch bekannt, sämtliche Ausbaueinheiten eines Strebbetriebes oder jedenfalls eine größere
Anzahl von Ausbaueinheiten über Schreitzylinder so zu verbinden, daß die Ausbaueinheiten einzeln oder
gruppenweise jeweils mit Hilfe von zwei an den benachbarten Ausbaueinheiten abgestützten Schreitzylinder
gerückt werden können. Ein Ausbau dieser Art läßt sich z.B. der GB-PS 7 66 537 entnehmen. Die
Schreitzylinder sind hier diagonal zwischen den im Seitenabstand angeordneten Ausbauböcken eingeschaltet,
die in wechselnder Folge um 180° gegeneinander versetzt so aufgestellt sind, daß innerhalb des Strebs
zwei in aufeinanderfolgenden Schritten rückbare Ausbaugruppen gebildet werden. Ein Rücken der
einzelnen Ausbauböcke in unmittelbarer Aufeinanderfolge ist hier demgemäß nicht möglich.
Die Erfindung geht von einem Ausbau der vorgenannten
Art aus, bei dem sämtliche Ausbaueinheiten eines Strebs bzw. eines Gewinnungsbetriebs oder aber
zumindest eine Vielzahl nebeneinanderstehender Ausbaueinheiten über Schreitzylinder so gekoppelt sind,
daß die einzelnen Ausbaueinheiten jeweils mit Hilfe zweier Schreitzylinder gerückt werden können. Aufgabe
der Erfindung ist es, einen solchta Ausbau
hinsichtlich der Ausgestaltung seines Schreitsystems so auszubilden, daß eine ausreichende Führung der
Ausbaueinheiten im Liegendbereich mit vergleichsweise geringem Bauaufwand erreicht wird. Dabei soll die
Anordnung vorzugsweise so getroffen sein, daß für Jie
Einschaltung der Schreitzylinder zwischen den benachbarten Ausbaueinheiten nur verhältnismäßig wenig
Raum zwischen den Liegendschwellen der Ausbaueinheiten benötigt wird. Außerdem soll vorteilhafterweise
auch eine gesteuerte Schreitbewegung sowie ein gegenseitiges Ausrichten der Ausbaueinheiten möglich
sein.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schreitzylinder, wie bekannt, durchgehende Kolbenstangen
aufweisen, die beidendig an der einer; Seite der Liegendschwellen der einen Ausbaueinheit angeschlossen
sind, und daß mit den Zylindern verbundene Verbindungsorgane in Ausnehmungen an den Liegendschwellen
der benachbarten Ausbaueinheiten einfassen.
Bei dem erfindungsgemäßen Ausbau werden also, wie bei Rahmengespannen an sich bekannt, Schreitzylinder
mit durchgehenden, beidendig aus dem Zylinder herausgeführten Kolbenstangen verwendet Diese
Schreitzylinder werden bei dem aus Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen bestehenden Ausbau so zwischen
die Ausbaueinheiten eingeschaltet, daß ihre Zylinder jeweils über nur ein Verbindungsorgan mit der
Liegendschwelle der benachbarten Ausbaueinheit verbunden sind. Die in Schreitrichtung kraft- oder
formschlüssige Kupplung der Schreitzylinder mit den Ausbaueinheiten erfolgt dabei in baulich einfacher
Weise dadurch, daß die an den Zylindern befestigten Verbindungsorgane in eine seitliche Ausnehmung der
Liegendschwelle der benachbarten Ausbaueinheit einfassen, derart, daß bei der Vorschubbewegung des
Schreitzylinders gegenüber seiner feststehenden Kolbenstange die mit dem Zylinder gekoppelte Ausbaueinheit
in Schreitrichtung mitgenommen wird. Diese Anordnung erlaubt eine baulich außerordentlich einfache
Ausgestaltung des Schreitsystems bei Vermeidung besonderer Parallelführungen herkömmlicher Art im
Liegendbereich; sie hat außerdem den Vorteil, daß zwischen den Liegendschwellen der benachbarten
Ausbaueinheiten !tür sehr wenig Raum für die Unterbringung der Schreitzylinder benötigt wird.
Zugleich ergibt sich die Möglichkeit, die Ausbaueinheiten durch unterschiedlichen Ausschub der beiden
jeweils am Schreitvorgang beteiligten Schreitzylinder in ihrer Schreitrichtung zu beeinflussen und/oder die
Ausbaueinheiten in ihrem gegenseitigen Abstand auszurichten. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, die
Anordnung so zu treffen, daß die Verbindungsorgane der Schreitzylinder in den Ausnehmungen der Liegendschwelle
quer zur Schreitrichtung beweglich sind, vorzugsweise derart, daß die Verbindungsorgane in den
Ausnehmungen der Liegendschwelle etwa in Streblängsrichtung verschiebbar und zugleich etwa in der
Ebene der Liegendschwelle schwenkbar sind.
Das erfindungsgemäße Schreitsystem ist vorzugsweise so ausgebildet, daß die Ausbaueinheiten in Aufeinanderfolge
gerückt werden können. Die Ausbaueinhei-" ten werden hierbei einerseits durch den sich vorschiebenden
Zylinder des einen Schreitzylinders und andererseits durch die sich vorschiebende Kolbenstange
des anderen Schreitzylinders gerückt.
Die genannten Verbindungsorgane, welche die Verbindung zwischen den Schreitzylindern und den
Liegendschwellen herstellen, besteben zweckmäßig aus Laschen, die vorteilhafterweise in der VertikaJebene
federelastisch und in der Arbeitsrichtung der Schreitzyiinder im wesentlichen starr sind, derart, daß über diese
Laschen die Schreitkräfte auf die Liegendschwellen übertragen werden. Die Ausnehmungen an den
Liegendschwellen bestehen hierbei zweckmäßig aus den Laschen angepaßten Schlitzen od. dgl. Ober die
Laschen und die Ausnehmungen erfolgt wie erwähnt, die formschlüssige Kupplung der Ausbaueinheiten mit
den Schreitzylindern. Dabei können die Ausnehmungen an den Liegendschwellen so ausgebildet sein, daß sie zu
der Ober- oder Unterseite der Liegendschwellen hin offen sind. Vorzugsweise werden jedoch nach Art von
Schlitzen oder Schubladenführungen ausgebildete, zur
-" Ober- und Unterseite der Liegendschwellen hin geschlossene Ausnehmungen vorgesehen, in welche die
Laschen seitlich einfassen. Vorteilhaft ist insbesondere eine Anordnung, bei der die Liegendschwellen mit zu
ihrer Oberseite hin offenen Aussparungen versehen sind, in welche die seitlich offenen Ausnehmungen für
den Eingriff der Verbindungsorgane münden. Die bis in die Aussparungen der Liegendschwellen ragenden
Verbindungsorgane können endseitig mit aufragenden Kupplungsorganen od. dgl. versehen werden, welche
iu mit Spiel in den Aussparungen angeordnet sind.
Hierdurch wird eine zugfeste Verbindung zwischen den Schreitzylindern und den Liegendschwellen über die
genannten Verbindungsorgane bzw. Laschen in Streblängsrichtung bzw. in Richtung des Einfallens erzielt,
!"' wobei zugleich Relativbewegungen zwischen den über
die Schreitzyiinder gekoppelten Ausbaueinheiten zur Anpassung an Unebenheiten des Liegenden und/oder
zur Ausrichtung der Ausbaueinheiten bzw. zur Beeinflussung der Schreiteinrichtung möglich sind.
4(1 Es empfiehlt sich ferner, an den Liegendschwellen
seitliche Abstandsorgane anzuordnen, welche die benachbarten Liegendschwellen in einem Mindest-Seitenabstand
halten, der nur geringfügig größer ist als der Durchmesser des zwischen den Liegendschwellen
ri angeordneten Schreitzylindern. Die genannten Abstandsorgane
können zugleich die Anschlußorgane für den Anschluß der durchgehenden Schreitzylinder-Kolbenstangen
bilden.
Bei dem erfindungsgemäßen Ausbau lassen sich die
'" über die Schreitzyiinder gekoppelten Ausbaueinheiten,
beginnend vom Strebanfang bis zum Strebende und umgekehrt, in Aufeinanderfolge rücker,, wobei hohe
Schreitkräfte zur Verfügung stehen, da jede Ausbaueinheit über zwei Schreitzyiinder gerückt wird. Die
'"' Ausbaueinheiten können mit ihren Liegendschwellen
sehr dicht nebeneinandergesetzt werden, wobei zwischen den Liegendschwellen im wesentlichen nur der
Einbauraum für die Schreitzyiinder verbleibt. Der erfindungsgemäße Ausbau läßt sich dabei sowohl in
b0 flacher Lagerung als auch bei einem stärkeren Einfallen
zum Einsr.tz bringen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 schematisch in Draufsicht auf die Liegend-
Fig. 1 schematisch in Draufsicht auf die Liegend-
bri schwellen mehrere in Schreitrichtung nebeneinanderstehende,
über Schreitzyiinder gekoppelte Ausbaueinheiten gemäß der Erfindung:
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine einzelne Liegend-
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine einzelne Liegend-
schwelle einer Ausbaueinheil.
In F i g. 1 ist mit 10 ein Strebförderer bezeichnet, der,
wie üblich, vor dem (nicht dargestellten) Abbaustoß verlegt ist und in bekannter Weise aus einem
Kettenkratzförderer besteht. An dem Strebförderer wird eine Gewinnungsmaschine, wie z. B. ein Kohlenhobel,
geführt.
Der auf der Versatzseite des Strebförderers 10 angeordnete Ausbau besieht aus einzelnen Ausbaueinheiten
I bis VIII, die untereinander gleich ausgebildet sind. Vorzugsweise werden die Ausbaueinheiten von
Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen gebildet, die mit einer großflächigen, starren Liegendschwelle 11
versehen sind, auf der sich (nicht dargestellte) hydraulische Stempel mit ihren Stempelfüßen kugelgeienkig
abstützen. Bei den bekannten Schiidäusbaugesteilen untergreifen die hydraulischen Stempel mit ihren
Kugelköpfen einen Bruchschild, der mit der Liegendschwelle in der Vertikalebene schwenkbar verbunden ist
und der seinerseits eine den Förderer 10 übergreifende Gelenkkappe trägt, über welche die Stempelstützkräfte
im Bereich des Gewinnungs- und Förderfeldes in das Hangende eingeleitet werden. Schildausbaugestelle
dieser Art sind bekannt und brauchen daher nicht näher erläutert zu werden.
Die einzelnen Ausbaueinheiten des Strebbetriebs sind über Schreitzylinder 5 verbunden. Die Schreitzylinder 5
weisen jeweils eine durchgehende, beidseitig aus dem Zylinder 12 herausragende Kolbenstange 13 auf, die mit
ihren beiden Enden an Anschlußorganen 14 befestigt ist. Die Anschlußorgane 14 sind seitlich an den Liegendschwellen
IJ angeordnet. An den Zylindern 12 sind aus Einstecklaschen bestehende Verbindungsorgane 15
befestigt, die in seilliche Ausnehmungen 16 der benachbarten Liegendschwelle 11 einfassen. Die Laschen
15 können aus Federlaschen bestehen, die in der Vertikalebene federelastisch sind. Die Ausnehmungen
16 der Liegenschwellen 11 bestehen in diesem Fall aus
den Laschen angepaßten Schlitzen.
Die Ausnehmungen 16 münden innenseitig in etwa rechteckförmigen Aussparungen 17 der Liegendschwellen
11, die zu der Oberseite der Liegendschwellen hin offen sind.
Es ist erkennbar, daß über die in die seitlichen Ausnehmungen 16 einfassenden Verbindungsorgane 15
die Zylinder 12 der Schreitzylinder 5 in Schreitrichtung R formschlüssig verbunden werden und daß sich
sämtliche Ausbaueinheiten in Aufeinanderfolge mit Hilfe der sich an den beiden benachbarten Ausbaueinheiten
abstützenden Schreitzylinder rücken lassen. Gemäß Fig. 1 sind die Ausbaueinheiten VII und VIII
gerückt. Soll anschließend die Ausbaueinheit VI in
Schreitrichtung R nachgeholt werden, so werden die sich an den benachbarten Ausbaueinheiten V und VlI
abstützenden Schreitzylinder S entsprechend vom hydraulischen Druckmittel beaufschlagt Dabei führt
sich der an der Ausbaueinheit VII angeordnete Zylinder 12 auf seiner Kolbenstange 13, während sich der
Zylinder 12 des anderen Schreitzylinders an der Ausbaueinheit V abstützt so daß seine Kolbenstange 13
eine Vorschubbewegung um etwa die Hälfte des Zylinderhubes ausführt Auf diese Weise ist es möglich,
sämtliche Ausbaueinheiten des Gewinnungsbetriebes beginnend mit der Ausbaueinheit VIII bis zur Ausbaueinheit
I oder, umgekehrt, von der Ausbaueinheit 1 bis zur Ausbaueinheit VIII in Aufeinanderfolge zu rücken.
Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, die Ausbaueinheiten unter Abstützung an den benachbar
ten Ausbaueinheiten in beliebiger Folge zu rücken. Die Kupplung der Ausbaueinheiten über die Verbindungsorgane 15 und die Ausnehmungen 16 der Liegendschwellen
11 ermöglicht zugleich Querbewegungen der Ausbaueinheiten relativ zueinander in Streblängsrichtung
bzw. in Längsrichtung des Förderers 10. wobei sich die Laschen in den Ausnehmungen 16 verschieben. Dies
ermöglicht eine Einstellung des Seitenabstandes zwischen den Liegendschwellen und damit zwischen den :
benachbarten Ausbaueinheiten, wobei die Anschlußorgane 14 für die Kolbenstangen 13 zugleich als
Abstandsorgane dienen können, welche den Mindestabstand der benachbarten Liegendschwellen durch Anschlag
der Seitenflächen Il' der Liegendschwellen an den Flächen 14' der Anschlußorgane 14 bestimmen. Die
Anschlußorgane 14 können hierbei zugleich Führungsorgane bilden, an welchen sich die Liegendschwelle 11
der jeweils im Schreitvorgang begriffenen Ausbaueinheit seitlich abstützt und führt.
Es empfiehlt sich, die Verbindung der Schreitzylinder über die Verbindiingsorgane 15 und die Ausnehmungen
16 so auszubilden, daß sich die Liegendschwellen 11 der
benachbarten Ausbaueinheiten auch in einer zur Liegendebene parallelen Ebene gegeneinander verschwenken
lassen. Dies läßt sich auf einfache Weise durch entsprechende Bemessung des Führungsspiels der
laschenförmigen Verbindungsorgane 15 in den schlitzförmigen Ausnehmungen 16 erreichen. Außerdem
können, wie in Fig. 1 bei der Ausbaueinheit VI dargestellt, die seitlichen Begrenzungsflächen der
schlitzartigen Ausnehmungen 16 etwas ballig ausgebildet sein, um Drehbewegungen der Laschen in der
Laschenebene zu begünstigen.
Um gegebenenfalls eine zugfeste Verbindung zwisehen den Schreitzylindern Sund den Liegendschwellen
11 über die Verbindungsorgane 15 zu erzielen, können
die mit Spiel in die Aussparungen 17 einfassenden Enden der Laschen hakenförmig nach oben gebogen
sein, wie dies in Fig. 1 für die Ausbaueinheit VII bei 16"
im Horizontalschnitt dargestellt ist. Durch diese zugfeste Kopplung wird ein Abwandern der Ausbaueinheiten
in Richtung des Einfaiiens E weitgehend verhindert. Bei entgegengesetztem Einfallen, in F i g. 1
mit E' bezeichnet, kann auf die zugfeste Verbindung verzichtet werden. Anstelle der hakenförmigen Aufbiegungen
16" der Laschen 15 können selbstverständlich auch andere Kupplungsorgane, wie z. B. Kupplungsbolzen
od. dgL für die zugfeste Verbindung zwischen den Laschen und den mit ihnen gekoppelten Liegendschwellen
vorgesehen werden.
Es empfiehlt sich, sämtliche Ausbaueinheiten des Streb- bzw. Gewinnungsbetriebs über die vorstehend
beschriebene Schreitzylinder-Verbindung in einzelne Ausbaugruppen zusammenzufassen, die jeweils mindestens
fünf Ausbaueinheiten umfassen, die sich in der * beschriebenen Weise in Aufeinanderfolge rücken lassen. <_
Für diesen Fall ist es allerdings erforderlich, die jeweils Γ äußeren Ausbaueinheiten an den benachbarten Ausbaueinheiten
derart zwangszuführen, daß sie gegenüber \ diesen keine Winkelbewegung ausführen können. Die
erste und die letzte Ausbaueinheit einer solchen Gruppe· ist an ihrer benachbarten Ausbaueinheit zweckmäßig i
nach Art eines hydraulisch wandernden Ausbaugestells geführt oder wird durch ein solches selbst gebildet
Dabei ist es möglich, die Ausbaueinheiten der
verschiedenen Ausbaugruppen unabhängig von denen der anderen Ausbaugruppen zu rücken. Durch unterschiedliche
Druckbeaufschlagung bzw. unterschiedli- ;
chen Vorschub der beiden jeweils am Schreitvorgang beteiligten Schreitzylinder läßt sich die Schreitrichtung
der Ausbaueinheiten steuern. Wird beispielsweise beim Rücken der Ausbaueinheit Vl der die Verbindung mit
der Ausbaueinheit V herstellende Schreitzylinder S so beaufschlagt, daß er einen größeren Kolbenhub ausführt
als der die Verbindung mit der Ausbaueinheil VII herstellende Schreitzylinder S, so wird die Ausbaueinheit
VI sich etwas schräg stellen und dabei eine Aufwärtsbewegung entgegen dem Einfallen f ausführen.
Auf diese Weise ist ein gesteuertes Rücken des Ausbaus allein durch Steuerung der Druckbeaufschlagung
der Schreitzylinder möglich.
Wie in F i g. 2 dargestellt, können an den vorderen Anschlußorganen 14 der Liegendschwellen 11 Haltefedern
18 od. dgl. angeordnet sein, die in seitliche Ausnehmungen 19 am vorderen Ende der Liegendschwelle
U der benachbarten Ausbaueinheit einfassen und somit die benachbarten Ausbaueinheiten bzw.
deren Liegendschwellen im vorderen Bereich elastisch gegeneinander abstützen und ausrichten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe,
bestehend aus in einer Reihe nebeneinanderstehenden Ausbaueinheiten, insbesondere
Schildausbaugestellen, und zwischen den benachbarten Ausbaueinheiten eingeschalteten hydraulischen
Schreitzylindern, wobei die über die Schreitzylinder zu einer Ausbaugruppe verbundenen
Ausbaueinheiten jeweils mittels zwei an den benachbarten Ausbaueinheiten abgestützter
Schreitzylinder rückbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schreitzylinder (S), wie bekannt, durchgehende Kolbenstangen (13) aufweisen,
die beidendig an der einen Seite der Liegendschwellen (11) der einen Ausbaueinheit
angeschlossen sind, und daß mit den Zylindern (12) verbundene Verbindungsorgane (15) in Ausnehmungen
(16) an den Liegendschwellen (11) der benachbarten Ausbaueinheiten einfassen.
2. Ausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsorgane (15) der Schreitzylinder
(S) in den Ausnehmungen (16) der Liegendschwellen (11) quer zur Schreitrichtung beweglich
sind.
3. Ausbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsorgane (15) in den
Ausnehmungen (16) der Liegendschwellen (11) etwa in Streblängsrichtung beweglich und/oder etwa in
der Liegendebene schwenkbar sind.
4. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsorgane
(15) aus Laschen und die Ausnehmungen (16) aus die Laschen aufnehmenden Schlitzen der Liegendschwellen
(11) bestehen.
5. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(16) an den Liegendschwellen etwa in der Mitte der Liegendschwellen angeordnet sind.
6. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen
(16) zumindest an der Ober- oder Unterseite der Liegendschwellen, vorzugsweise sowohl an der
Oberseite als auch an der Unterseite der Liegendschwellen (11), geschlossen sind.
7. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Liegendschwellen
(11) mit zu ihrer Oberseite hin offenen Aussparungen (17) versehen sind, in welche die seitlich offenen
Ausnehmungen (16) für die Verbindungsorgane (15) münden.
8. Ausbau nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bis in die Aussparungen (17) der
Liegendschwellen (11) ragenden Verbindungsorgane (15) endseitig mit aufragenden und mit Spiel in
den Aussparungen (17) angeordneten Kupplungsorganen (16') versehen sind.
9. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehenden
Kolbenstangen (13) der Schreitzylinder (S) an seitlichen Anschlußorganen (14) der Liegendschwellen
(11) angeschlossen sind, die zugleich Abstands- und/oder Führungsorgane für die Liegendschwellen
der jeweils benachbarten Ausbaueinheiten bilden bzw. aufweisen.
10. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Liegendschwellen
(11) durch endseitig fest angeordnete, vorzugsweise
aus den Kolbenstangen-Anschlußorganen (14) bestehende, Abstandsorgane in einem Mindest-Seitenabstand
angeordnet sind, der nur geringfügig größer ist als der Durchmesser des zwischen den Liegendschwellen
(11) liegenden Schreitzylinders (S).
11. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an den Liegendschwellen
(11) im vorderen Bereich seitliche Haltefedern
(18) angeordnet sind, welche in Federausnehmungen
(19) der benachbarten Liegendschwellen einfassen.
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-
1975
- 1975-02-26 DE DE19752508209 patent/DE2508209C2/de not_active Expired
Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
|
| 8331 | Complete revocation |