DE2508209A1 - Schreitender hydraulischer ausbau fuer gewinnungsbetriebe - Google Patents
Schreitender hydraulischer ausbau fuer gewinnungsbetriebeInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
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Description
- Schreitender hydrauliseher ausbau für Gewinnungsbetriebe Die Erfindung betrifft eine schreitenden hydraulischen Ausbau für Gewinnungsbetriebe, bestehend aus in einer Reihe nebeneinanderstehenden Ausbaueinheiten, insbesondere Schildausbaugestellen, und zwischen den benachbarten Ausbaueinheiten eingeschalteten hydraulischen Schreitzylindern, lrobei die über die Schreitzylinder zu einer Ausbaugruppe verbundenen Ausbaueinheiten jeweils mittels zwei an den benachbarten Ausbaueinheiten abgestützter Schreitzylinder rückbar sind.
- Es ist bekannt, die aus Ausbaurahmen, Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen bestehenden Ausbaueinheiten eines Strebbetriebs über hydraulische Schreitzylinder mit dem vor dem Abbaustoß verlegten Strebförderer zu verbinden, so daß der Förderer des Widerlager für die Schreitzylinder bildet. Insbesondere beim Einsatz von Ausbauböcken und Schildausbaugestellen können die Schreitkräfte aber so groß sein, daB sie sich umter Umständen nicht mehr ohne weiteres auf den Förderer absetzen lassen. Wird der Strebförderer, wie üblich, zugleich zur Führung einer Gewinnungsmaschine, wie z.B. eines Kohlenhobels verwendet, so können etwaige sich unter den hohen Schreitkräften einstellende Ausweichbewegungen des Förderers zu Beeinträchtigungen der Hobelsteuerung und damit zu erheblichen Störungen des Gewinnungsvorgangs führer.
- Es ist auch bekannt, Ausbaurahmen über Parallelführungs-und Schreiteinrichtungen zu sogennanten Ausbaugespannen zu koppeln, derart, deL die Rahmen unter gegenseitiger Abstützung und Führung wechselweise gerückt werden können (DT-AS 1 162 793, DT-PS 1 084 668). Bei solchen Rahmengespannen werden besondere Parallelführungen sowie gegebenenfalls Schreitzylinder verwendet, die nit durchgehenden Kolbenstangen versehen sind.
- Schließlich ist es auch bekannt, sämtliche Ausbaueinheiten eines Strebbetriebs oder jedenfalls eine größere Anzahl von Ausbaueinheiten über Schreitzylinder so zu verbinden, daß die Ausbaueinheiten einzeln oder gruppenweise jewei]s mit Hilfe von zwei an den benachbarter Ausbaueinheiten abgestützen Schreitzylinder gerückt werden können. Ein Ausbau dieser Art läßt sich z.B. der GB-PS 766 537 entnehmen.
- Die Schreitzylinder sind hier diagonal zwischen den im Seiterabstand angeordneten Ausbauböcken eingeschaltet, die in wechselnder Folge um 180° gegeneinander versetzt so aufgestellt sind, daß innerhalb des Strebs zwei in aufeinaderfolgenden Schritten rückbare Ausbaugruppen gebildet werden.
- Ein Rücken der einzelnen Ausbauböcke in unmittelbarer Aufeinanderfolge ist hier demgemäß nicht möglich.
- Die Erfindung geht von einem Ausbau den vorgenannten Art aus, bei dem sämtliche Ausbaucinheiten eines Strebs bzw.
- eines Gewinnungsgetriebs oder aber zumindest eine Vielzahl nebeneinanderstehender Ausbaueinheiter über Schreitzylinder so gekoppelt sind, daß die einzelnen Ausbaueinheiten jeweils mi Hilfe zweier Schreitzylinder gerückt werden können. Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, einen solchen Ausbau hinsichtlich der Ausgestaltung seines Schreitsystems so aus zubilden, daß eine eusreichende Führung der Ausbaueinheiten im Liegendbereich mit vergleichweise geringem Bauaufwand erreicht wird. Dabei soll die Anordnung vorzugsweise so getroffen seir, daß für die Eischaltung der Schreitzylinder zwischen den benachbarter Ausbaueinheiten nur verhältnismäßig wenig Raum zwischen den Liegenschwellen der Ausbaueinheiten benötigt wird. Außerdem soll vorteilhafterweise uch eine gesteuerte Schreitbewegung sowie ein gegenseitiges Ausrichten der Ausbaueinheiten möglich sein.
- Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schreitzylinder, wie bekant, durchgehende Kolbenstangen aufweisein, die beidendig an der einen Seite der Liegendschwellen der einen Ausbaueinheit angeschlossen sind, und daß mit den Zylindern verbundene Verbindungsorgane in Ausnehmungen an den Liegendschwellen der benachbarten Ausbaueinheiten einfassen.
- Bei dem erfindungsgemäßen Ausbau werden also, wie bei Rahmengespannen an sich bekannt, Schreitzylinder mit durchgehenden, beidendig aus dem Zylinder herausgeführten Kolbenstangen verwendet. Diese Schreitzylinder werden bei dem aus Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen bestehenden Ausbau so zwischen die Ausbaueinheiten eingeschaltet, daß ihre Zylinder jeweils über nur ein Verbindungsorgan mit der Liegendschwelle der benachbarten Ausbaueinheit verbunden sind. Die in Schreitrichtung kraft- oder formschlüssige Kupplung der Schreitzylinder mit den Ausbaueinheiten erfolgt dabei in baulich einfacher Weise dadurch, daß die an den Zylindern befestigten Verbindungsorgane in eine seitliche Ausnehmung der tiegendachwelle der benachbarten Ausbaueinheit einfassen, derart, daß bei der Vorschubbewegung des Schreitzylinders gegenüber seiner feststehenden Kolbenstange die mit dem Zylinder gekoppelte Ausbaueinheit in Schreitrichtung mitgenommen wird. Diese Anordnung erlaubt eine baulich außerordentlich einfache Ausgestaltung des Schreitsystems bei Vermeidung besonderer Parallelführungen herkömmlicher Art im Liegendbereich; sie hat außerdem den Vorteil, daß zwischen den Liegendschwellen der benachbarten Ausbaueinheiten rtur sehr wenig Raum für die Unterbringung der Schreitzylinder benötigt wird. Zugleich ergibt sich die Höglichkeit, die Ausbaueinheiten durch unterschiedlichen Aug schub der beiden jeweils am Schreitvorgang beteiligten Schreitzylinder in ihrer Schreitrichtung zu beeinflussen und/oder die Ausbaueinheiten in ihrem gegenseitigen Abstand auszurichten.
- Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, die Anordnung so zu treffen, daß die Verbindungsorgane der Schreitzylinder in den Musnehmungen der Liegendschwelle quer zur Schreitrichtung beweglich sind, vorzugsweise derart, daß die Verbindungsorgane in den Ausnehmungen der Liegendschwelle etwa in Streblängsrichtung verschiebbar und zugleich etwa in der Ebene der Liegendschwelle schwenkbar sind.
- Das erfindungsgemäße Schreitsystem ist vorzugsweise so ausgebildet, daß die Ausbaueinheiten in Auf einanderfolge gerückt werden können. Die Ausbaueinheiten werden hierbei einerseits durch den sich vorschiebenden Zylinder des einen Schreitzylinders und andererseits durch die sich vorschiebende Eolbenstange des anderen Schreitzylinders gerückt.
- Die genannten Verbindungsorgane, welche die Verbindung zwischen den Schreitzylindern und den Liegendschwellen herstellen, bestehen zweckmäßig aus Laschen, die vorteilhafterweise in der Vertikalebene federelastisch und in der Arbeitsrichtung der Schreitzylinder im wesentlichen starr sind, derart, daß über diese Laschen die Schreitkräfte auf die Liegendschwellen übertragen werden. Die Ausnehmungen an den Liegerdschwellen bestehen hierbei zweckmäßig aus den Laschen angepaßten Schlitzen od.dgl. 'über die Laschen und die Ausnehmungen erfolgt, wie erwähnt, die formschlüssige Kupplung der Ausbaueinheiten mit den Schreitzylindern. Dabei können die Ausnehmungen an den Liegendschwellen so ausgebildet sein, daß sie zu der Ober- oder Unterseite der Liegendschweller hin offen sind. Vorzugsweise werden jedoch nach Art von Schlitzen oder Schubladenführungen ausgebildete, zur Ober-und Unterseite der Liegendachwellen hin geschlossene Ausnehmungen vorgesehen, in welche die Laschen seitlich einfassen. Vorteilhaft ist insbesondere eine Anordnung, bei der die Liegendschwellen mit zu ihrer Oberseite hin offenen Aussparungen versehen sind, in welche die seitlich offenen Ausnehmungen für den Eingriff der Verbindungsorgane münden. Die bis in die Aussparungen der Liegendschwellen ragenden Werbindungsorgane können endseitig mit aufragenden Kupplungsorganen od.dgl. versehen werden, welche mit Spiel in den Aussparungen angeordnet sind. Hierdurch wird eine zugfeste Verbindung zwischen den Schreitzylindern und den Liegendschwellen über die genannten Verbindungsorgane bzw.
- Laschen in Streblängsrichtung bzw. in Richtung des Einfallens erzielt, wobei zugleich Relativbewegungen zwischen den über die Schreitzylinder gekoppelten Ausbaueinheiten zur Anpassung an Unebenheiten des liegenden und/oder zur Ausrichtung der Ausbaueinheiten bzw. ur Beeinflussung der Schreitrichtung möglich sind.
- Es empfiehlt sich ferner, an den Liegendschwellen seitliche Abstandsorgane anzuordnen, welche die betachbarten Liegendschwellen in einem Mindest-Seitenabstand halten, der nur geringfügig größer ist als der Durchmesser des zwischen den Liegendschwellen angeordneten Schreitzylinders. Die genannten Abstandsorgane können zugleich die Anschlußorgane für den Anschluß der durchgehenden Schreitzylinder-Ko3benstangen bilden.
- Bei dem erfindungsgemäßen Ausbau lassen sich die über die Schreitzylinder gekoppelten Ausbaueinheiten, beginnend vom Strebanfang bis zum Strebende und umgekehrt, in Aufeinanderfolge rücken, wobei hohe Schreitkräfte zur Verfügung stehen, da jede Ausbaueinheit über zwei Schreitzylinder gerückt wird.
- Die Ausbaueinheiten können mit ihren Liegendschwellen sehr dicht nebeneinandergesetzt werden, wobei zwischen den Liegendschwellen im wesentlichen nur der Einbauraum für die Schreitzylinder verbleibt. Der erfindungsgemäße Qu.sbsml läßt sich dabei sowohl in flpcher Lagerung als auch bei einem stärkeren Einfallen zum Einsatz bringen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 schematisch in Draufsicht auf die Liegendschwellen mehrere in Schreitrichtung nebeneinanderstehende, über Schreitzylinder gekoppelte Ausbaueinheiten gemäß der Erfindung; Fig. 2 eine Draufsicht auf eine einzelne Liegendschwelle eier Ausbaueinheit.
- In Big. 1 ist mit 10 ein Strebförderer bezeichnet, der, wie üblich, vor dem (nicht dargestellten) Abbaustoß verlegt ist und in bekannter Weise aus einem Kettenkratzförderer besteht.
- An dem Strebförderer wird eine Gewinnungsmaschine, wie z.B.
- ein Kohlenhobel, geführt.
- Der auf der Versatzseite des Strebförderers 10 angeordnete Ausbau besteht aus einzelnen Ausbaueinheiten I bis VIII, die untereinander gleich ausgebildet sind. Vorzugsweise werden die Ausbaueiliheiten von Ausbauböcken oder Schildausbaugestellen gebildet, die mit einer großflächigen, starren Liegendschwelle 11 versehen sind, auf der sich (nicht dargestellte) hydraulische Stempel mit ihren Stempelfüßen kugelgelenkig abstützen. Bei den bekannten Schildausbaugestellen untergreifen die hydraulischen Stempel mit ihren Kugelköpfen einen Bruchschild, der mit der Liegendschwelle in der Vertikalebene schwenkbar verbunden ist und der seinerseits eine den Förderer 10 übergreifende Gelenkkappe trägt, über welche die Stempelstützkräfte im Bereich des Gewinnungs-und Förderfeldes in das Hangende eingeleitet werden. Schildausbaugestelle dieser Art sind bekannt und brauchen daher nicht näher erläutert zu werden.
- Die einzelnen Ausbaueinheiten des Strebbetriebs sind über Schreitzylinder S verbunden. Die Schreitzylinder S weisen jeweils eine durchgehende, beidseitig aus dem Zylinder 12 herausragende Kolbenstange lT auf, die mit ihrer; beiden Enden an Anschlußorganen 14 befestigt ist. Die Anschlußorgane 14 sind seitlich an- den Liegendschwellen ,\\ angeordnet. An den Zylindern 12 sind aus Einstecklaschen bestehende Verbindungsorgane 15 befestigt, die in seitliche Ausnehmungen 16 der benachbarten Liegendschwelle 11 einfassen. Die Laschen -5 können aus Federlaschen bestehen, die in der Vertikalebene federelastisch sind. Die Ausnehmungen 16 der Liegendschwellen 11 bestehen in diesem Fall aus den Laschen angepaßten Schlitzen.
- Die Ausnehmungen 16 münden innenseitig in etwa rechteckförmigen Aussparungen 17 der Liegendschwellen 11, die zu der Oberseite der Liegendschwellen hin offen sind.
- Es ist erkennbar, daß über die in die seitlichen Ausnehmungen 16 einfassenden Verbindungsorgane 15 die Zylinder 12 der Schreit zylinder S in Schreitrichtung R formschlüssig verbunden werden und daß sich sämtliche Ausbaueinheiten in Aufeinanderfolge mit Hilfe der sich an den beiden benachbarten Ausbaueinheiten abstützenden Schreitzylinder rücken lassen.
- Gemäß Fig. 1 sind die Ausbaueinheiten VII und VIII gerückt.
- Soll anschließend die Ausbaueinheit VI in Schreitrichtung R nachgeholt werden, so werden die sich an den benachbarten Ausbaueinheiten V und VII abstützenden Schreitzylinder S entsprechend vom hydraulischen Druckmittel beaufschlagt.
- Dabei führt sich der an der Ausbaueinheit VII angeordnete Zylinder 12 auf seiner Kolbenstange 13, während sich der Zylinder 12 des anderen Schreitzylnders an der Ausbaueinheit V abstützt, so daß seine Kolbenstange 13 eine Vorschubbewegung um etwa die Hälfte des Zylinderhubes ausführt. Auf diese Weise ist es möglich, sämtliche Ausbaueinheiten des Gewinnungsbetriebs, beginnend mit der Ausbaueinheit VIII bis zur Ausbaueinheit I oder, umgekehrt, von der Ausbaueinheit I bis zur Ausbaueinheit VIII in Aufeinanderfolge zu rücken. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, die Ausbaueinheiten unter Abstützung an den benachbarten Ausbaueinheiten in beliebiger Folge zu rücken. Die Kupplung der Ausbaueinheiten über die Verbindungsorgane 15 und die Ausnehmungen 16 der Liegendschwellen 11 ermöglicht zugleich Querbewegungen der Ausbaueinheiten relativ zueinander in Streblängsrichtung bzw. in Längsrichtung des Förderers 10, wobei sich die Laschen in den Ausnehmungen 16 verschieben. Dies ermöglicht eine Einstellung des Seitenabstandes zwischen den Liegendschwellen und damit zwischen den benachbarten Ausbaueinheiten, wobei die Anschlußorgane 14 für die Kolbenstangen 13 zugleich als Abstandsorgane dienen können, welche den Minde stab stand der benachbarten Liegendschwellen durch Anschlag der Seitenflächen 11' der Liegendschwellen an den Flächen 14' der Anschlußorgane 14 bestimmen. Die Anschlußorgane 14 können hierbei zugleich Führungsorgane bilden, an welchen sich die Liegendschwelle 11 der jeweils im Schreitvorgang begriffenen Ausbaueinheit seitlich abstützt und führt.
- Es empfiehlt sich, die Verbindung der Schreitzylinder über die Verbindungsorgane 15 und die Ausnehmungen 16 so aussubilder, daß sich die liegendachwellen 11 der benachbarten Ausbaueinheiten auch in einer zur Liegendebene parallelen Ebene gegeneinander verschwenken lassen. Dies läßt sich auf einfache Weise durch entsprechende Bemessung des Führungsspiels der laschenförmigen Verbindungsorgane 15 in den schlitzförmigen Ausnehmungen 16 erreichen. Außerdem können, wie in Fig. 1 bei der Ausbaueinheit VI dargestellt, die seitlichen Begrenzungsflächen der schlitzartigen Ausnehmungen 16 etwas ballig ausgebildet sein, um Drehbewegungen der Laschen in der Laschenebene zu begünstigen.
- Um gegebenenfalls eine zugfeste Verbindung zwischen den Schreitzylindern S und den Liegendschwellen 11 über die Verbindungsorgane 15 zu erzielen, können die mit Spiel in die Aussparungen 17 einfassenden Enden der Laschen hakenförmig nach oben gebogen sein, wie dies in Fig. 1 für die Ausbaueinheit VII bei 16" im Horizontal schnitt dargestellt ist.
- Durch diese zugfeste Kopplung wird ein abwandern der Musbaueinheiten in Richtung des Einfallens E weitgehend verhindert. Bei entgegengesetztem Einfallen, in Fig. 1 mit E' bezeichnet, kann auf die zugfeste Verbindung verzichtet werden. Anstelle der hakenförmigen Aufbiegungen 16" der Laschen 15 können selbstverständlich auch andere Kupplungsorgane, wie z.B. Kupplungsbolzen od.dgl., für die zugfeste Verbindung zwischen den Laschen und den mit ihnen gekoppelten Liegendschwellen vorgesehen werden.
- Es empfiehlt sich, sämtliche Ausbaueinheiten des Streb- bzw.
- Gewinnungsbetriebs über die vorstehend beschriebene Schreitzylinder-Verbindung in einzelne Ausbaugruppen rusammenzufa sen, die jeweils mindestens fünf Ausbaueinheiten umfassen, die sich in der beschriebenen Weise in Aufeinanderfolge rücken lassen. Für diesen Fall ist es allerdings erforderlich, die jeweils äußeren Ausbaueinheiten an den benachbarten Ausbaueinheiten derart zwangszuführen, daß sie gegenüber diesen keine Winkelbewegung ausführen können. Die erste und die letzte Ausbaueinheit einer solchen Gruppe ist an ihrer benachbarten Ausbaueinheit zweckmäßig nach Art eines hydraulisch wandernden Ausbaugestells geführt oder wird durch ein solches selbst gebildet. Dabei ist es möglich, die Ausbaueinheiten der verschiedenen Ausbaugruppen unabhängig von denen der anderen Ausbaugruppen zu rükken. Durch unterschiedliche Druckbeaufschlagung bzw. unterschiedlichen Vorschub der beiden jeweils am Schreitvorgang beteiligten Schreitzylinder läßt sich die Schreitrichtung der Ausbaueinheiten steuern. Wird beispielsweise beim Rükken der Ausbaueinheit VI der die Verbindung mit der Ausbaueinheit V herstellende Schreitzylinder S so beaufschlagt, daß er einen größeren Kolbenhub ausführt als der die Verbindung mit der Ausbaueinheit VII herstellende Schreitzylinder S, so wird die Ausbaueinheit VI sich etwas schräg stellen und dabei eine Aufwärtsbewegung entgegen dem Einfallen E ausführen. Auf diese Weise ist ein gesteuertes Rücken des Ausbaus allein durch Steuerung der Druckbeaufschlagung der Schreitzylinder möglich.
- Wie in Fig. 2 dargestellt, können an den vorderen AnschluB-organen 14 der Liegendschwellen 11 Haltefedern 8 od.dgl.
- angeordnet sein, die in seitliche Ausnehmungen 19 am vorderen Ende der Liegendschwelle 11 der benachbarten Ausbaueinheit einfassen und somit die benachbarten Ausbaueinheiten bzw. deren Liegendschwellen im vorderen Bereich elastisch gegeneinander abstützen und ausrichten.
Claims (11)
1. Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe, bestehend
aus in einer Reihe nebeneinanderstehenden Ausbaueinheiten, insbesondere Schildausbaugestellen,
und zwischen den benachbarten Ausbaueinheiten eingeschalteten hydraulischen Schreitzylindern,
wobei die über die Schreitzylinder zu einer Ausbaugruppe verbundenen Ausbaueinheiten
jeweils mittels zwei an den benachbarten Ausbaueinheiten abgestützter Schreitzylinder
rückbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreitzylinder (5), wie bekannt,
durchgehende Kolbenstangen (13) aufweisen, die beidendig an der einen Seite der
Liegendschwellen (11) der einen Ausbaueinheit angeschlossen sind, und daß mit den
Zylindern (12) verbundene Verbindungsorgane (15) in Ausnehmungen (16) an den Liegendschwellen
(11) der benachbarten Ausbaueinheiten einfassen.
2. Ausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsorgane
(15) der Schreitzylinder (S) in den Ausnehmungen (16) der Liegendschwellen (11)
quer zur Schreitrichtung beweglich sind.
3. Ausbau nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsorgane
(15) in den Ausnehmungen (16) der Liegendschwellen (11) etwa in Streblängsrichtung
beweglich und/oder etwa in der Liegendebene schwenkbar sind.
4. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsorgane (15) aus Laschen und die Ausnehmungen (16) aus die Laschen
aufnehmenden Schlitzen der Liegendschwellen (11) bestehen.
5. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (16) an den Liegendschwellen etwa in der Mitte der Liegendschwellen
angeordnet sind.
6. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (16) zumindest an der Ober-oder Unterseite der Liegendschwellen,
vorzugsweise sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite der Liegendschwellen
(11), geschlossen sind.
7. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6s dadurch gekennzeichnet,
daß die Liegendschwellen (11) mit zu ihrer Oberseite hin offenen Aussparungen (17)
versehen sinus in welche die seitlich offenen Ausnehmungen (16) für die Verbindungsorgane
(15) münden.
8. Ausbau nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bis in
die Aussparungen (17) der Liegendschwellen (11) ragenden Verbindungsorgane (15)
endseitig mit aufragenden und mit Spiel in den Aussparungen (17) angeordneten Xupplungsorganen
(16') versehen sind.
9. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß
die durchgehenden Kolbenstangen (1>5) der Schreitzylinder (S) an seitlichen Anschlußorganen
(14) der Liegendschwellen (11) angeschlossen sind, die zugleich Abstands- und/oder
Führungsorgane für die Liegendschwellen der jeweils benachbarten Ausbaueinheiten
bilden bzw. aufweisen.
10. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Liegendschwellen (11) durch endseitig fest angeordnete, vorzugsweise aus
den Kolbenstangen-Anschlußorganen (1A) bestehende, Abstandsorgane in einem Mindest-Seitenabstand
angeordnet sind, der nur geringzügig größer ist als der Durchmesser des zwischen
den Liegendschwellen (11) liegenden Schreitzylinders (S).
11. Ausbau nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Liegendschwellen (11) im vorderen Bereich seitliche Haltefedern (18)
angeordnet sind, welche in Federausnehmungen (19) der benachbarten Liegendschwellen
einfassen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508209 DE2508209C2 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752508209 DE2508209C2 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2508209A1 true DE2508209A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2508209C2 DE2508209C2 (de) | 1984-01-12 |
Family
ID=5939815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752508209 Expired DE2508209C2 (de) | 1975-02-26 | 1975-02-26 | Schreitender hydraulischer Ausbau für Gewinnungsbetriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2508209C2 (de) |
Citations (7)
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- 1975-02-26 DE DE19752508209 patent/DE2508209C2/de not_active Expired
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2508209C2 (de) | 1984-01-12 |
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
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| 8331 | Complete revocation |