DE2502039B2 - Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogen-Schweißgeräten - Google Patents
Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogen-SchweißgerätenInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf einen Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogenschweißgeräten,
insbesondere zur Prüfung der Ausstoßkraft, der Vorschubgeschwindigkeit und der Gleichmäßigkeit des -to
Vorschubes.
Es ist bereits eine Vorrichtung zur Prüfung von Drahtvorschubeinrichtungen von Schweißgeräten bekannt,
die einen ortsfesten Vertikalträger (Balken) darstellt, an dessen oberem Ende die zu prüfende
Drahtvorschubeinrichtung unbeweglich angebracht ist, wobei eine Eingangsdüse für den Elektrodendraht nach
unten und eine Ausgangsdüse nach oben gerichtet ist.
Von den Rollen der Drahtvorschubeinrichtung wird das eine Ende eines bestimmten Abschnittes des
Elektrodendrahtes angepreßt, während am anderen Ende des Drahtes ein Gewicht oder ein Dynamometer
angreift. Die Länge des Drahtes ist dabei kleiner als die Höhe des vertikalen Trägers. Die vorstehend beschriebene
Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Beim Einschalten des Elektromotors der Drahtvorschubeinrichtung werden deren Rollen angetrieben und
der Elektrodendraht nach oben gezogen. Die Zugkraft wird mittels unterschiedlicher Gewichte oder durch ein
Dynamometer gemessen. Gleichzeitig wird die Vor- <>o
Schubgeschwindigkeit des Elektrodendrahtes mittels herkömmlicher Einrichtungen gemessen.
Bei der bekannten Vorrichtung zur Prüfung von Drahtvorschubeinrichtungen ist die Meßzeit durch die
Höhe des Trägers bzw. die Länge des Elektrodendrah- hr>
tes begrenzt. Es ist nicht möglich, endlosen Elektrodendraht zu prüfen und die Vorschubgeschwindigkeit und
die Belastungen der Drahtvorschubeinrichtungen in einem breiteren Bereich festzustellen. Die Durchführung
der Prüfungen erfolgt mit schlechtem Wirkungsgrad, weil für jede einzelne Prüfung ein neuer
Elektrodendrahtabschnitt verwendet werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die angeführten Nachteile des Standes der Technik zu
vermeiden und einen Universalprüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Schweißgeräten zu schaffen,
bei dem die Prüfung mit praktisch endlosem Draht, mit gutem Wirkungsgrad und großer Zuverlässigkeit
durchgeführt werden kann. Während der Untersuchung der Drahtvorschubeinrichtungen soll die Möglichkeit
bestehen, die notwendigen Daten für die Ermittlung der Sicherheit und Lebensdauer bei der Prüfung von
planetenförmig wirkenden und klassischen Drahtvorschubeinrichtungen festzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 beschriebenen Maßnahmen gelöst
Bei dem erfindungsgemäßen Prüfstand ist es möglich, die Prüfung bei einem eine große Länge aufweisenden
Elektrodendraht schnell und sehr genau durchzuführen. Ein Um- und Verbiegen des Drahtes während der
Prüfung wird vermieden. Das Erzeugnis kann auf Sicherheit und Lebensdauer geprüft werden.
Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Prüfstandes sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Anhand dar in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Prüfstand, bei dem die Drahtvorschubeinrichtung auf dem beweglichen Wagen
montiert und die Trommel mit dem Elektrodendraht auf dem Tisch des Prüfstandes angebracht ist,
Fig.2 schematisch einen Prüfstand, bei dem die
Plätze der Drahtvorschubeinrichtung und der Trommel vertauscht sind und
Fig.3 schematisch einen Prüfstand mit einer
Vorrichtung zur Messung der Vorschubgeschwindigkeit und mit einer zusätzlichen Backenbremse.
Erfindungsgemäß besteht der Prüfstand aus einem Tisch 5, auf dem ein beweglicher Wagen 9 mit Rädern 10
angeordnet ist, dessen eines Ende über einen Haken 11 und ein biegsames Element, z. B. ein Seil 12 mit einem
Gewicht 15 verbunden ist. Das Seil 12 wird von einer Rolle 13 getragen, die mittels eines Halters 14 am Ende
des Tisches 5 befestigt ist.
Das zur Ausstoßkraftmessung bestimmte Gewicht 15 kann durch ein Dynamometer 18 ersetzt werden, das
mittels eines Ständers 19 auf dem Tisch befestigt und über den Haken 11 mit dem Wagen 9 verbunden wird.
Auf dem Wagen 9 ist die zu prüfende Drahtvorschubeinrichtung 6 mit Drahtvorschubrollen 8 und einem
Elektromotor 7 befestigt. Die Drahtvorschubeinrichtung 6 kann sowohl in klassischer als auch in
planetarischer Bauweise aufgebaut sein.
Der Elektrodendraht 1 wird von der Trommel 2 zugeführt, die sich frei um die an einem zweiten Ständer
4 befestigte Achse 3 dreht, der am Tisch 5 montiert ist. An der Achse 3 der Trommel 2 ist eine regulierbare
Bremse 16 montiert, durch die ein veränderlicher Widerstand des Elektrodendrahtes 1 erzeugt wird.
Bei dem in F i g. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in einer kinematischen Umkehrung die Trommel
2 mit dem Elektrodendraht 1 auf dem Wagen 9 und die zu prüfende Drahtvorschubeinrichtung 6 unbeweglich
am Tisch 5 befestigt.
Zum Ablesen der Vorschubgeschwindigkeit des
Elektrodendrahtes 1 kann gemäß Fig.3 bei den
verschiedenen Prüfverfahren zwischen dem beweglichen Wagen 9 und der Trommel 2 ein Gerät aus zwei
Reibungsscheiben 31 und 32 auf dem Tisch 5 montiert werden, die durch eine Schraube 33 an den Eleknrodendraht
1 angedrückt sind. An der oberen Reibungsscheibe 31 ist eine geeichte Scheibe 30 angebracht. Wenn
eine zusätzliche Feineinstellung des von der einstellbaren Reibflächenbremse 16 verursachten Bremswidtfstandes
notwendig ist, kann an dem Prüfstand zusätzlich eine Backenbremse 22 angebracht werden, die aus
Backen 25 und 26 und einer Schraube 23 zum Regulieren des Anpreßdrucks der Backen an den Elektrodendraht 1
besteht Die zusätzliche Backenbremse 22 wird zwischen der Trommel 2 und dem Gerät zur Geschwindigkeitsmessung
angebracht Sie kann bei beweglicher Elektrodendrahttrommel 2 zusammen mit dieser auf
dem Wagen 9 angeordnet werden.
Im folgenden wird die Wirkungsweise des Prüfstandes für die Prüfung von Drahtvorschubeinrichtungen
beschrieben:
An dem von der Trommel 2 zugeführten Elektrodendraht 1 wird mittels der regulierbaren Reibflächenbremse
16 ein Widerstand erzeugt, der der Zugkraft des Gewichts 15 am beweglichen Wagen 9 mindestens
gleich ist; in diesem Fall ist der Wagen 9 gegenüber dem Tisch 5 beweglich.
Beim Einschalten des Elektromotors 7 wird der Elektrodendraht 1 durch die Drahtvorschubeinrichtung
6 von der Trommel 2 abgewickelt und nach vorn bewegt. Wenn die von der Drahtvorschubeinrichtung 6
auf den Elektrodendraht 1 ausgeübte Zugkraft größer als der von der einstellbaren Reibflächenbremse 16
ausgeübte Widerstand ist, beginnt der Elektrodendraht 1, sich von der Trommel 2 abzuwickeln.
Bei Erhöhung des Widerstands durch die Reibflächenbremse 16 oder durch die Backenbremse 22, wenn
die Rollen 8 der Drahtvorschubeinrichtung eine genügende Haftung an dem Elektrodendraht 1 aufweisen, so daß dieselben nicht schlüpfen können, bewegt
sich der Wagen 9 in Richtung des Pfeiles F zur Trommel
2. In diesem Moment ist der Bremswiderstand größer als die vom Gewicht 15 ausgeübte Kraft.
Wenn die Rollen 8 nicht genügend am Untergrund haften, um die Kraft des Gewichts 15 bzw. des über
einen an einen Ständer 20 abgestützten Hebel 29 mit
ίο dem Wagen 6 verbundenen Dynamometers 18 überwinden
zu können, d. h. daß sie auf dem Elektrodendraht 1 schlüpfen, bleibt der Wagen 9 stehen, oder er bewegt
sich in Richtung des Pfeiles Ezum Gewicht 15.
Um die entsprechenden Daten messen zu können, wird der von den Bremsen ausgeübte Widerstand mit der Kraft des Gewichts 15 ausgeglichen, wobei der Wagen 9 in der Mitte des Prüftstandes stehen bleibt In diesem Fall überwindet die Drahtvorschubeinrichtung 6 die Kraft des Gewichts 15 und kann den Elektrodendraht 1 mit einer Kraft, die größer oder diesem Gewicht gleich ist, vorschieben.
Um die entsprechenden Daten messen zu können, wird der von den Bremsen ausgeübte Widerstand mit der Kraft des Gewichts 15 ausgeglichen, wobei der Wagen 9 in der Mitte des Prüftstandes stehen bleibt In diesem Fall überwindet die Drahtvorschubeinrichtung 6 die Kraft des Gewichts 15 und kann den Elektrodendraht 1 mit einer Kraft, die größer oder diesem Gewicht gleich ist, vorschieben.
Diese Messung kann auch bei verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten
vorgenommen werden, indem durch den Elektromotor 7 die Vorschubgeschwindigkeit des Elektrodendrahtes 1 verändert wird.
Mit der Änderung der Drehzahl des Elektromotors 7 kann auch die Ungleichmäßigkeit der Elektrodendrahtvorschubgeschwindigkeit
gemessen werden. In diesem Fall wird durch Auswechseln des Gewichts 15 zwischen
Null und einem Höchstwert auch die Vorschubgeschwindigkeit des Elektrodendrahtes 1 verändert.
Bei der zweiten Ausführungsform des Prüfstandes für die Prüfung von Drahtvorschubeinrichtungen, d. h.,
wenn die Drahtvorschubeinrichtung unbeweglich an dem Tisch 5 und die Trommel 2 auf dem beweglichen
Wagen 9 montiert ist, wird die Messung der gewünschten Daten nicht geändert.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen, insbesondere zur Prüfung der Geschwindigkeit und
Gleichmäßigkeit des Vorschubs sowie der Ausstoßkraft eines auf eine Trommel aufgewickelten
Elektrodendrahtes, der außer der zu prüfenden Drahtvorschubeinrichtung und der Elektrodendrahttrommel
mit Meßgeräten versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die zu prüfende Drahtvorschubeinrichtung (6) beweglich
und die Trommel (2) fest oder — in kinematischer Umkehr — die Drahtvorschubeinrichtung fest und
die Trommel beweglich auf einem Tisch (5) angeordnet sind, daß die bewegliche Drahtvorschubeinrichtung
oder die bewegliche Trommel über ein biegsames Element (12) mit dem am Tisch (5)
befestigten, zur Ausstoßkraftmessung bestimmten Gerät (15,18) verbunden ist und daß an der Achse (3)
der Trommel (2) mit dem Elektrodendraht (1) eine regulierbare Reibflächenbremes (16) montiert ist.
2. Prüfstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät zur Messung der Ausstoßkraft
aus einem Gewicht (15) oder einem Dynamometer (18) besteht.
3. Prüfstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät (30, 31, 32) zur
Messung der Vorschubgeschwindigkeit zwischen der zu prüfenden Drahtvorschubeinrichtung (6) und
der Elektrodendrahttrommel (2) angeordnet ist und daß zwischen der Trommel und dem Meßgerät eine
Backenbremes (25,26) angeordnet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752502039 DE2502039C3 (de) | 1975-01-20 | 1975-01-20 | Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogen-Schweißgeräten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752502039 DE2502039C3 (de) | 1975-01-20 | 1975-01-20 | Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogen-Schweißgeräten |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2502039A1 DE2502039A1 (de) | 1976-07-22 |
| DE2502039B2 true DE2502039B2 (de) | 1978-05-18 |
| DE2502039C3 DE2502039C3 (de) | 1979-02-08 |
Family
ID=5936796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752502039 Expired DE2502039C3 (de) | 1975-01-20 | 1975-01-20 | Prüfstand für Drahtvorschubeinrichtungen von Lichtbogen-Schweißgeräten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2502039C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102020007103B3 (de) | 2020-11-20 | 2022-02-17 | Helmut Wollnitzke | Nabe für eine Korbspule für Draht, insbesondere für Schweißdraht |
-
1975
- 1975-01-20 DE DE19752502039 patent/DE2502039C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2502039C3 (de) | 1979-02-08 |
| DE2502039A1 (de) | 1976-07-22 |
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