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Maschine zum Aufnehmen und Reinigen von Zuckerrüben Die Erfindung
betrifft eine Maschine zur Aufnahme und Reinigung von Zuckerrüben vom Boden wobei
gleichzeitig mehrere, z.B. drei oder sechs Reihen von Zuckerrüben aufgenommen werden
ohne daß beim vorausgehenden mehrreihigen Roden der Rüben diese zu einem Längsschwad
zusammengeführt werden müssen. Die Aufnahme vom Boden erfolgt mittels mehrerer,
z.B. 2 oder 4, paarweise angeordneter, mit Zinken versehener Sternräder, die durch
ihre Ausbildung und Wirkungsweise mehrere Rübenreihen gleichzeitig erfassen, die
Rüben von anhaftender Erde befreien und den von der Roderschar aufgerissenen Boden
bereiten, während die vollständige Reinigung und der Transport in ein nebenher fahrendes
Transportfahrzeug mittels weiterer Sternräder, als Stabketten ausgebildeter Förderbänder
oder anderer geeigneter Fördermittel erfolgt, die eine gleichzeitige Reinigung der
Rüben zur Folge hat.
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Es ist bekannt Zuckerrüben im absatzweisen, mehrreihigen Ernteverfahren
zu köpfen, zu roden und aufzunehmen. Dabei werden zuerst mehrere, z.B. sehhs Reihen
von Rüben geköpft und nachfolgend oder, durch einen an die Maschine, die den Rübenköpfer
trägt, ebenfalls angebauten Rübenroder, gleichzeitig gerodet. Der mehrreihige Rübenroder
enthält dabei eine Vorrichtung, die die gerodeten Reihen von Zuckerrüben zu einem
Längsschwad zusammenführt und dieser kann, wie ebenfalls bekannt, z.B. mit einem
Förderband oder einem Paar von mit Zinken versehenen, gegenläufig angetriebenen
Siebsternrädern vom Boden aufgenommen werden.
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Es ist weiterhin bekannt die aufgenommenen Zuckerrüben z.B.
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mittels Förderband in ein nebenher fahrendes Transportfahrzeug abzugeben
und dieses am Feldrand zu entleeren oder einen am Aufnahmegerät angebauten Bunker,
in dem die Rüben gesammelt werden, von Zeit zu Zeit dort zu entleeren, weiterhin
bekannt die am Feldrand aufgemieteten Zuckerrüben mit Frontladern zum weiteren Transport
wieder aufzunehmen und vor dem Weitertransport am Feldrand oder bei Bahnverladung
nach dem Transport zum Bahnhof dort einem Rübenreinigungsgerät z.B. nach der deutschen
Patentschrift 1 757 550 zuzuführen.
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Bei diesem Stand der Technik ist es nötig, die gerodeten Reihen von
Rüben zu einem Längsschwad zusammenzuführen, was bei schweren Bodenverhältnissen
nach schlechter Witterung Schwierigkeiten bereitet: Die noch an den Rüben anhaftende
und mit der Rodeschar herausgerissene Erde verschmutzt die erwähnten Zusammenführungsorgane
mitunter bis zur Verstopfung. Die Arbeitsleistung des Roders ist dann durch die
nötige Reinigung entsprechend gering. Die Maschine zum Aufnehmen der Rüben mußte
einen starken Längsschwad aufnehmen, der aus der Zusammenführung von sechs oder
acht Einzelreihenresultiert. Die freien Durchgangsquerschnitte für den Fluß der
Rüben auf den Siebsternrädern oder Aufnahmebändern mußte sehr groß sein, die Geschwindigkeit
der Siebsternräder oder Aufnahmebänder hoch, um die gewünschte Leistung zu erreichen.
Werden die Zuckerrüben ohne weitere Reinigung in ein Transportfahrzeug abgegeben,
so gelangt die den Rüben anhaftende Erde mit an den Feldrand, fällt dort im Zuge
eines während der Lagerung einsetzenden Trocknungsvorganges oder Verwendung eines
am Feldrand arbeitenden Rübenreinigungsg<ätes auf den Boden oder Fällt bei Verwendung
eines Rübenreinigungsgerätes vor der Bahnverladung am Bahnhof dort auf den Boden,
um dann wieder aufs Feld zurückgebracht zu werden.
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Die Höhenverstellung der die Rüben aufnehmenden Siebsternräder oder
des Aufnahmebandes erfolgte mechanisch, für die gezogene Maschine je nach Anhängehöhe
der Maschine am Schlepper vor der
Fahrt.
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Die bei Siebsternrädern eingesetzten, strahlenförmig nach aussen ragenden,
in Drehrichtung wsEh rückwärts gekrümmten Zinken waren in mehreren Ebenen übereinander
angeordnet, aber jeder Zinken nur in Ebenen, die senkrecht zur Drehachse stehen,
gekrümmt. Diese Zinkenform neigt dazulsich während der Fahrt in den Boden einzugraben
und setzt durch den nötig werdenden Stillstand der Maschine und die Befreiung der
eingegrabenen Siebsternräder die Stundenleistung herab.
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Der Erfindung lag die Aufgabe zu Grunde, mehrere, z.B. drei oder sechs
Reihen von auf der Erde liegenden Zuckerrüben wie sie z.B. von sechsreihigen Rübenrodern
ohne Zusammenführungsvorrichtung in vorausgehenden Arbeitsgang abgelegt werden,
gleichzeitig aufzunehmen, von anhaftender Erde weitgehendtt zu befreien, so daß
diese möglichst gleichmäßig verteilt wieder auf das Feld zurückfällt, die Zuckerrüben
in ein nebenherfahrendes Transportfahrzeug abzugeben und den Ackerboden über die
ganze Vom Zuckerrübenroder bearbeitete Breite gleichmäßig ohne Anhäufung zu bereiten.
Die Wirkungsweise der Erfindung und die Ausbildung der Maschine wird dabei wesentlich
beeinflußt durch die Forderung nach sehr guter Reinigung auch bei Einsatz unter
schwierigen Witterungsverhältnissen und hohem Schmutzanteil der ungereinigten Rüben
bei gleichzeitiger Leistungssteigerung und erhöhter Betriebssicherheit wegen der
Kürze der Erntezeit.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mehrere, z.B.
2 oder 4, jeweils paarweise angeordnete Siebsternräder, paarweise oder zusammen
um eine quer zur Fahrtrichtung liegende, horizontale Achse schwenkbar, Von einem
Rad zum anderen abwechselnd mit umgekehrter Drehrichtung angetrieben, in Fahrtrichtung
nebeneinander angeordnet und mit ihren vorne in das Erdreich leicht eingreifenden
Zinkenenden mehrere z.B. drei oder sechs Reihen tonZuckerrüben gleichzeitig erfassen,
aufnehmen und auf weiterme, in Fahrtrichtung gesehen dahinter liegende Siebsternräder
abgeben, die wie die der Aufnahme dienenden Siebsternräder eine Transport
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und Reinigungsfunktion haben. Von diesen nachgeschalteten Siebsternrädern gelangen
die Zuckerrüben direkt oder über weitere Fördermittel auf ein als Stabkette ausgebildetes
Rübenreinigungsband, das auf einem Drehkranz drehbar gelagert, die Rüben in ein
Transportfahrzeug abgibt.
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Zur Erzielung des selbsttätigen Einschwenkens des Rübenreinigungsbandes
in Fahrtrichtung und einer Verminderung der Höhe der Maschine bei Straßenfahrt wird
die Ebene des Drehkranzes so angeordnet, daß diese gegen die Horizontale um eine
horizontale Achse in Fahrtrichtung und um eine horizontale Achse quer zur Fahrtrichtung
gleichzeitig geneigt ist.
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Die Zinken der der Aufnahme der Zuckerrüben vom Boden dienenden Siebsternräder
werden in Drehrichtung gesehen rückwärts gekrümmt und in der Ebene, die durch den
Zinkenkranz beschrieben wird, außen löffelartig ausgebildet, um ein Eingraben der
Zinken während der Fahrt zu vermeiden. Gleichzeitig wird durch diese doppelte Krümmung
eine Verletzung der Rüben weitgehend ausgeschlossen.
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Der erzielbare Vorteil der Erfindung beruht auf der gleichzeitigen
Erfüllung aller gestellten Forderungen der genannten Aufgabe.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen Fig. 1 : eine Seitenansicht der Maschine Fig. 2 t eine Ansicht
Von oben der gleichen Maschine Fig. 3 s eine Ansicht des Drehkranzes mit Schwenkeinrichtung
von oben Fig. 4 s eine Seitenansicht eines Aufnahie-Siebsternrades zur Darstellung
der löffelartigen Zinkenforn.
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Die Maschine mit dem Rahmen 1 wird in diesem Ausführungsbeispiel mit
der Anhängung 2 an einen Schlepper angehängt. Von der Antriebswelle 3 werden über
eine Vorgelegewelle k, eine Verbindungswelle 5, Getriebe 6 der Aufnahme-Siebsternräder
und Verbindungswellen 7 zwischen diesen Getrieben die Aufnahme-Siebsternräder 8
mit von einem zum anderen abwechselnd umgekehrter Drehrichtung angetrieben. Die
Aufnahme-Siebsternräder tragen einen Kranz von in Drehriclting rückwärts gekrümmten
Zinken 9, die in der Ebene, die durch den Zinkenkranz beschrieben wird, außen löffelartig
ausgebildet sind.
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Die in Fahrtrichtung gesehen hinter je einem Paar von Aufnahme-Siebsternrädern
angeordneten Reinigungs- und Förder-Siebsternräder 10 tragen ebenfalls einen Kranz
von in Drehrichtung rückwärts gekrümmten Zinken 11. Diese Siebsternräder werden
über Kettentriebe 12 und Getriebe 13 angetrieben.
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Sämtliche Siebsternräder sind an einem Tragrahmen 14 gelagert, der
am Maschinenrahmen angelenkt ist 15. Mittels eines hydraulischen Zylinders 16 läßt
sich der Tragerahmen mit den Siebsternrädern stufenlos auch während der Fahrt anheben
und absenken.
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Die sechs Reihen von Zuckerrüben werden von den Aufnahme-Siebsternrädern
8 erfaßt, von je einem Paar dieser Räder an die Reinigungs- und Förder-Siebsternräder
10 weitergegeben, wobei Leitgitter 17 ein seitliches Herausfallen verhindern und
gelangen von dort über ein kurzes Förderband 18 mit Antrieb 19, das entgegen der
Fahrtrichtung fördert, in den Einfüllkorb 20 des Rübenreinigungsbandes 21, von dessen
oberem Ende 22 sie in ein Transportfahrzeug fallen.
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Das Rübenreinigungsband wird mit der Antriebswelle 23 und dem Riementrieb
24 angetrieben, ist auf dem Drehkranz 25 drehbar gelagert und wird mittels hydraulischem
Hubzylinder 26 und Seilzug 27, der ur den Drehkranz gezogen ist, aus der Transportstellung,
bei
der das Band parallel zur Fahrtrichtung steht, in die gezeigte Arbeitsstellung geschwenkt.
Das Schwenken 28 zurück in die Transportstellung erfolgt selbsttätig nach Lösung
einer Arretierung indem die Ebene des Drehkranzes gegen die Horizontale um eine
horizontale Achse in Fahrtrichtung und um eine horizontale Achse quer zur Fahrtrichtung
gleichzeitig leicht geneigt ist. Die Ausbildung der Achse 29 als ausziehbare Achsschenkel
erlaubt eine Spurverstellung 30 für unterschiedliche Riehenabstände.
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Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt.
So kann die Lösung der Aufgabe anstatt in einer gezogenen Arbeitsmaschine auch durch
den Anbau an einen Schlepper vorne, seitlich oder hinten oder in Selbstfahrerbauweise
verwirklicht werden.
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Es ist möglich die Aufnahme-Siebsternräder8 durch andere, äquivalente
Aufnahme- und Reinigungsorgane z.B. Bänder zu ersetzen die ebenfalls mehrere Einzelreihen
von Rüben ohne vorherige Zusammenführung aufnehrenund reinigen werner ist es möglich,
die Reinigungs- und Förder-Siebsternräder 10 und das kurze Förderband 18 durch äquivalente
Mittel zu ersetzen, die ebenfalls eine Reinigungs- und Förderfunktion besitzen.
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Das Verschwenken des Rübenreinigungsbandes in die Arbeitsstellung
und Transpotstellung ist auch durch andere Kräfte und Mittel, so z.B. rein mechanisch
mit Seilzug, Winden, Schrauben oder @@ möglich.
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Patentansprüche: