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DE2501046A1 - Verfahren zur herstellung von bildplatten und tiefdruckformen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von bildplatten und tiefdruckformen

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Publication number
DE2501046A1
DE2501046A1 DE19752501046 DE2501046A DE2501046A1 DE 2501046 A1 DE2501046 A1 DE 2501046A1 DE 19752501046 DE19752501046 DE 19752501046 DE 2501046 A DE2501046 A DE 2501046A DE 2501046 A1 DE2501046 A1 DE 2501046A1
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DE
Germany
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film
exposed
photosensitive resin
resin
plate
Prior art date
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Application number
DE19752501046
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English (en)
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DE2501046C2 (de
Inventor
Yutaka Fukushima
Kiyomi Sakurai
Masami Yamaguchi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Paint Co Ltd
Original Assignee
Nippon Paint Co Ltd
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Publication date
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Priority claimed from JP5601474A external-priority patent/JPS5340124B2/ja
Application filed by Nippon Paint Co Ltd filed Critical Nippon Paint Co Ltd
Publication of DE2501046A1 publication Critical patent/DE2501046A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2501046C2 publication Critical patent/DE2501046C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/20Exposure; Apparatus therefor
    • G03F7/2041Exposure; Apparatus therefor in the presence of a fluid, e.g. immersion; using fluid cooling means
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S430/00Radiation imagery chemistry: process, composition, or product thereof
    • Y10S430/152Making camera copy, e.g. mechanical negative

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

PATfNlANWALTE 2 5 Q 1 O Λ 6
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SCHÖNWALD ** v w un DR.-ING. TH. MEYER DR.FUES DIPL.-CHEM. ALEK VON KREISLER
DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER &3£gZBBäK5S21ä33R D1PL.-ING. SELTING
Dr.-Ing. Eishold
5KOLNKDEICHMANNHAUs
Köln, den 13.Januar 1975 AvK/Ax/IM
Nippon Paint Co., Ltd., No. 1-1, Oyodo-cho Kita 2-chome, Oyodo-ku, Osaka-shi, Osaka-fu/Japan
Verfahren zur Herstellung von Bildplatten und Tiefdruckformen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bildplatten mit kontinuierlich verlaufender Gradation oder Abstufung und kontinuierlich verlaufender Unebenheit. Die Erfindung ist insbesondere auf ein Verfahren zur Herstellung von Bildplatten mit kontinuierlich verlaufender Gradation gerichtet, wobei ein Reliefbild mit kontinuierlich verlaufender Abstufung oder ein Gravurbild mit kontinuierlich verlaufender Gradation auf einer Originalplatte erzeugt wird, auf die eine Schicht einer photopolymerisierbaren Harzmasse, die eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung enthält, aufgebracht ist.
Bisher wurden Reliefplatten mit kontinuierlich verlaufender Gradation und kontinuierlich verlaufender Unebenheit durch Eingravieren unterschiedlicher tiefer Linien in eine Metalloder Kunststoffplatte in bestimmten Abständen mit Hilfe einer Reliefgraviermaschine unter Bildung eines Reliefbildes hergestellt. 'Zur Herstellung von Gravurplatten ist ein Verfahren· bekannt, bei dem eine glatt polierte Oberfläche einer Metallplatte von Hand durch einen spezialisierten Graveur oder mit Hilfe einer Graviermaschine, z.B. einer Zeichnungsgraviermaschine, einer parallele Linien herausarbeitenden Graviermaschine oder einem Pantographen graviert wird. Bekannt ist ferner ein Verfahren, bei dem ein Film aus einem korrosionsbeständigen Material auf einer glatt polierten Oberfläche einer Metallplatte gebildet, der Film mit einer Spezialnadel
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eingekratzt und hierbei ein bestimmtes Bild gezeichnet und das korrosionsbeständige Material entsprechend dem Bild entfernt und anschließend die Metallplatte mehrmals mit Säurelösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen behandelt wird, wobei die freigelegten Metallteile so geätzt werden, daß ein Ätzbild mit starken und schwachen Tonwerten erhalten wird. Für die Herstellung von als Gravuren bekannten Photogravuren wird ein Verfahren angewandt, bei dem auf ein Pigmentpapier (carbon tissue), das durch Behandlung mit einer Kaliumbichromatlösung lichtempfindlich gemacht worden ist, ein Tiefdruckraster durch einen Rasterfilm und dann ein Bild mit kontinuierlichen Tonwerten durch einen Positivfilm aufkopiert werden. Die Pigmentpapierkopie wird auf eine Kupferplatte oder einen Zylinder übertragen und mit warmem Wasser entwickelt, worauf durch die Pigmentpapierkopie mit Eisen(III)-chloridlösung von unterschiedlicher Konzentration nachein-
uruckplatte
ander geätzt wird. Hierbei wird eine Tief/ mit unterschiedlichen Vertiefungen in Abhängigkeit von den Tonwerten der photographischen Vorlage erhalten. Diese üblichen Verfahren sind jedoch in verschiedener Hinsicht nachteilig, weil sie das Gravieren von Metallplatten oder Kunststoffplatten erfordern oder Metalle mit einer Säurelösung geätzt werden. Beispielsweise ist äußerste Sorgfalt bei der Herstellung der Platten erforderlich,und die einzelnen Arbeitsgänge erfordern viel Zeit, so daß die Kosten hoch sind. Ferner sind die Herstellung von Säurelösungen mit verschiedenen Konzentrationen und ihre Handhabung umständlich. Außerdem sind mit der Verwendung von Säuren verschiedene Probleme, z.B. Verunreinigung der Umwelt, Behandlung von Abwasser usw., verbunden. !
Als neue Materialien für die Plattenherstellung, die anstelle der vorstehend genannten Metall- und Kunststoffplatten verwendet werden, wurden kürzlich Photopolymerplatten eingeführt, die ein Trägermaterial und eine darauf aufgebrachte Schicht eines photopolymerxsierbaren Harzes aufweisen. Die-Erzeugung eines Reliefbildes auf einer solchen Photopolymerplatte er-
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folgt durch Belichten der Schicht des photopolymerisierbaren Harzes durch ein Negativ und Entwickeln der belichteten Schicht zur Entfernung unbelichteter Teile. Bei diesem Verfahren werden jedoch nur Druckformen für den Buchdruck mit einem Bild in einer einzigen Ebene erhalten, während Druckformen mit einem dreidimensionalen Reliefbild mit ,kontinuierlich verlaufender Unebenheit oder einem Gravurbild für den Tiefdruck nicht hergestellt werden können. Außerdem ist die Verwendung von photopolymerisierbaren Harzen auf das Drucken mit der Druckerpresse beschränkt.
In dem Bemühen, die vorstehend genannten Nachteile der üblichen Verfahren auszuschalten, wurde gefunden, daß eine Platte mit einem Reliefbild mit kontinuierlich verlaufender Unebenheit oder einem Gravurbild hergestellt werden kann, indem eine bestimmte Art von photopolymerisierbaren Harzen verwendet und das Aufkopieren unter solchen Bedingungen vorgenommen wird, daß Luft zwischen der
platte
lichtempfindlichen Harz/ .und einem Film mit kontinuierlich abgestuften Tonwerten vorhanden ist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung von ; Bildplatten oder Tiefdruckformen mit kontinuierlich verlaufender Gradation oder Abstufung ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine lichtempfindliche Harzplatte,.auf die eine Schicht einer photopolymerisierbaren Harzmasse aufgebracht ist, die eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung enthält, durch einen Film mit kontinuierlich abgestuften Tonwerten unter solchen Bedingungen belichtet, daß Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas zwischen der lichtempfindlichen Schicht und dem Film vorhanden ist, und die belichtete Harzplatte zur Entfernung ungehärteter Teile entwickelt. ί
Die für die Zwecke der Erfindung verwendete lichtempfindliche Harzplatte besteht aus einem Trägermaterial und einer darauf aufgebrachten lichtempfindlichen Schicht aus einer
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photopolymerisierbaren Harzmasse, die eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung enthält. Die Harzplatte kann bei Raumtemperatur entweder im festen Zustand oder im flüssigen Zustand vorliegen.,Die lichtempfindliche Schicht kann in beliebigen Formen beispielsweise mit einer ebenen oder gekrümmten Oberfläche aufgebracht sein. Die verfügbare Dicke der lichtempfindlichen Schicht beträgt etwa o,1 bis 3 mm:
Die erfindungsgemäss verwendeten photopolymerisierbaren Harzmassen enthalten eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung, ein als Bindemittel dienendes Polymerisat, das die Formgebung der Harzmasse zur Plattenform ermöglicht, und einen Photopolymerisations initiator, der die Polymerisation der äthylenisch ungesättigten Verbindung unter aktiver Strahlung in kurzer Zeit zu beschleunigen vermag.
Als additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindungen eignen sich Verbindungen mit wenigstens einer, im allgemeinen mit 1-4 additionspolymerisierbaren Doppelbindungen an dem Ende bzw. an den Enden ihres Moleküls. Als spezielle Beispiele sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylamid, Methacrylamid, N-tert.-Buty!methacrylamid, : Ν,Ν'-Methylenbismethacrylamid, Styrol und Salze und Ester von Acrylsäure und Methacrylsäure zu nennen. Als Salze von Acrylsäure und Methacrylsäure kommen beispielsweise Metallsalze, z.B. Natriumsalze, Calciumsalze und Zinksalze sowie Ammoniumsalze infrage. Als Ester von Acrylsäure und Methacrylsäure eignen sich beispielsweise Alkylester, z.B. Methylester, Ä'thylester, n-Butylester, IsobutyLester, 7 Hydroxyalkylester, z.B. ß-Hydroxyäthylester und ß-Hydroxypropylester, Mono- und Diester mit Polyäthylenglykolen mit 1 - 23 Äthylenoxydeinheiten und Tri- und Tetraester mit Tri- und Tetramethylolalkanen (z.B. Trimethylolmethän, Trimethyloläthan und Trimethylolpropan).
7 Octylester, 2-Äthylhexylester und Laurylester;
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Als Bindemittel eignen sich beispielsweise Polyvinylalköhol, teilverseiftes Polyvinylacetat, Carbamoylpolyvinylalkohol, Cellulosederivate, z.B. AIkyIcelIulose (z.B. Methylcellulose und Äthylcellulose), Hydroxyalkylalkylcelluloseäther (z.B. Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxyäthyläthylcellulose), Celluloseacetophthalat oder Hydroxypropylmethylcellulosephalat, Polyesterharze, Polyamidharze und Polyäthylenoxydharze.
Als Photopolymerisationsinitiatoren werden vorzugsweise Benzoin oder Benzoinalkyläther (z.B. Methyläther, Äthyläther, Isopropyläther, n-Butyläther und Octyläther) verwendet.
Die äthylenisch ungesättigte Verbindung wird im allgemeinen in einer Menge von 3oo Gew.-teilen oder weniger, vorzugsweise von 2o bis 15o Gew.-teilen pro loo Gew.-teile des als Bindemittel dienenden Polymerisats verwendet. Die verwendete Menge des Photopolymerisationsinitators beträgt o,1 bis 1o Gew.-teile pro 1oo Gew.-teile der äthy-.lenisch ungesättigten Verbindung.
Der erfindungsgemäss verwendete Film, der ein Bild mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten oder ein Halbtonbild aufweist, kann ein Negativfilm oder ein Positivfilm sein. Durch Verwendung des Negativfilms kann ein Reliefbild mit kontinuierlich verlaufenden Vertiefungen erzeugt werden. Bei Verwendung des Positivfilms kann ein Gravurbild, das sich für den Tiefdruck eignet, erzeugt werden. Es ist notwendig, den Bereich der Dichten der kontinuierlich verlaufenden Abstufung des Films dem Bereich der Dichten anzupassen, den das lichtempfindliche Harz wiederzugeben vermag.
Wenn der Bereich der Dichten, den das lichtempfindliche Harz wiederzugeben vermag, beispielsweise 0,05 bis 1,25 -beträgt, hat der Film zweckmäßig einen Dichtebereich von
0,05 bis 1,25.
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Ein charakteristisches Merkmal des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht darin, daß die Belichtung unter solchen Bedingungen vorgenommen wird, daß Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas zwischen der lichtempfindlichen Harzschicht und dem Film mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten vorhanden ist. Durch die Anwesenheit von Sauerstoff wird die Photopolymerisation in der erfindungsgemäss verwendeten lichtempfindlichen Harzmasse verhindert. Wenn daher die Belichtung unter den vorstehend genannten Bedingungen vorgenommen wird, härtet die Harzmasse zuerst vom unteren Teil der Ilarzschicht, der nicht mit Sauerstoff in Berührung ist, und dann allmählich zum oberen Teil der Schicht. Die Geschwindigkeit des Härtens ist proportional der aufgenommenen Strahlungsmenge. Demzufolge entsprechen die Grade der Härtung den Unterschieden in den Dichten des Films mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten, so daß ein Bild mit kontinuierlich verlaufender Unebenheit erzeugt werden kann. Gemäss der Erfindung ermöglicht somit die Anwesenheit des Sauerstoffs oder eines sauerstoffhaltigen Gases zwischen der lichtempfindlichen Harzplatte und dem Film mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten die Erzeugung eines Bildes mit kontinuierlich verlaufender Abstufung oder Gradation. Die vorhandene Sauerstoffmenge kann beliebig aus einem weiten Bereich von verminderten Drücken bis zu erhöhten Drücken gewählt werden, vorausgesetzt, daß die Erzeugung eines guten Bildes gewährleistet ist. ;
Die Erfindung wird nachstehend ausführlicher beschrieben.
Harze, die bei Raumtemperatur fest sind, können auf die Oberfläche eines geeigneten Trägermaterials, z.B. eine Metallplatte, Kunststoffplatte oder Glasplatte, als Schicht aufgetragen werden, auf deren Oberfläche ein Film mit einem·Bild mit kontinuierlich abgestuften Tonwerten gelegt wird. Wenn die Oberfläche der Harzschicht klebrig istrwird-die-Haftung zwischen-der-Oberfläche., der Harz- .._
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schicht und dem Film zu stark. Es ist daher notwendig, auf die Oberfläche der Schicht ein pulverförmiges Material, z.B, Magnesiumsilikat, gleichmässig aufzubringen, um die Haftung so zu vermindern, daß eine bestimmte Luftmenge zwischen der Harzschicht und dem Film gehalten wird. Der Film wird dann mit einer durchsichtigen Platte, z.B. einer Glasplatte, ' einer harten Kunststoffplatte oder einer weichen Kunst- '. stoffplatte bedeckt und die übereinander gelegten Platten werden unter vermindertem Druck gehalten, um das Harz mit dem Film gleichmässig in Berührung zu bringen und hierdurch Schleierbildung im erzeugten Bild zu verhindern. Der Grad der drucksenkung (von Normaldruck) ist in diesem Fall zweckmässig gering (z.B. 31 ο mm Hg oder weniger), da eine ; gewisse Luftmenge zwischen der Harzschicht und dem Film ' vorhanden sein muss. Wenn der Druck stärker als bis zur : vorstehend genannten Grenze gesenkt wird, können keine kontinuierlich verlaufenden Unebenheiten oder Vertiefungen, ; die den Unterschieden in den Dichten des Films mit kon- j tinuierlich abgestuften Tonwerten entsprechen, erzeugt werden, vielmehr wird nur ein Reliefbild mit gleicher Ebene erhalten. Die Harzplatte, die in der beschriebenen Weise mit dem Film mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten ] unter vermindertem Druck von beispielsweise 31 ο mm Hg '' oder weniger in Berührung gebracht worden ist, wird mit ' UV-Licht belichtet. Nach beendeter Belichtung wird die Harzplatte mit einem Lösungsmittel, das das Harz zu lösen vermag, z.B. mit Wasser, wässrigem Alkali oder einem Alkohol, entwickelt, wodurch ein Bild mit kontinuierlich verlaufenden Unebenheiten, die/den Dichteunterschieden des Films entsprechen, erhalten wird. Wenn die Oberfläche der lichtempfindlichen Harzplatte gekrümmt ist, wird der darauf gelegte Film mit kontinuierlich verlaufenden Tonwerten beispielsweise durch einen auf beide Enden aufgebrachten Klebstreifen aus Cellophan aufgebracht und durch Aufblasen von Luft so in dieser Lage gehalten, daß gleichmässige Berührung mit der Harzschicht aufrecht erhalten wird und eine gewünschte Luftmenge zwischen der Harzschicht und dem.
5 0 982 9707"Oe '
-8-FiIm vorhanden sein kann.
Bei Verwendung von photopolymerisierbaren Harzen, die bei Raumtemperatur flüssig sind, wird das Harz so in einen Rahmen gegossen, der ein geeignetes Trägermaterial (z.B. eine Glasplatte, eine Metallplatte oder Kunststoffplatte) umgibt, daß kein Schaum im Harz gebildet wird. Das aufgebrachte Harz wird in waagerechter Lage gehalten, und ein Film mit kontinuierlich abgestuften Tonwerten wird waagerecht in einem Abstand von etwa 25 bis 5oo u über der Oberfläche des Harzes angeordnet. Der Zwischenraum zwischen dem Harz und dem Film kann in Abhängigkeit von der Stärke der parallelen Strahlen aus einer Lichtquelle beliebig so gewählt werden, daß im erzeugten Bild kein Schleier gebildet wird. Die in dieser Weise bedeckte Harzplatte wird mit UV-Licht belichtet und mit einem Lösungsmittel entwickelt, wobei ein Bild mit kontinuierlich verlaufender Unebenheit oder kontinuierlich verlaufenden Vertiefungen erhalten wird. Im Falle von flüssigen Harzen wird somit ein wesentlicher Abstand zwischen der Oberfläche des Harzes und dem Film vorgesehen, um Luft zwischen den beiden Schichten zu halten. Das flüssige Harz darf kein Material, das die Härtung der Oberfläche des Harzes begünstigt und beschleunigt, z.B. ein Paraffin, enthalten, weil die Berührung der Oberfläche des Harzes mit der Luft dadurch verhindert wird, daß ein solches Material schwimmt und einen Film bildet.
Nachstehend wird die Herstellung einer Tiefdruckform aus der lichtempfindlichen Harzplätte gemäss der Erfindung beschrieben. J
Zur Herstellung einer Tiefdruckplatte, die unterschiedlich tiefe Konkavitäten aufweist, die beim Drucken mit Druckfarbe zu füllen sind, ist die Bildung von vertieften Stellen in Form von Näpfchen ""erforderlich, so daß die
Harzplatte zum Aufkopieren in zwei Stufen behandelt wird.
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Zuerst v/ird ein Bild durch einen Halbton-Positivfilm in " der oben beschriebenen Weise aufkopiert. Anschließend wird ein Raster durch einen Tiefdruckrasterfilm nach einem üblichen Verfahren, das an die Herstellung von Buchdruckformen aus lichtempfindlichen Harzplatten angepasst worden ist, aufkopiert. Die Harzplatte mit den in dieser Weise aufkopierten Bildern wird entwickelt, um den ungehärteten Teil zu entfernen, wodurch eine übliche Tiefdruckform erhalten wird, in der die Rasterstege, über die eine Rakel streift, um die Druckfarbe beim Tiefdruck zu entfernen, in der gleichen Ebene liegen und die mit der Druckfarbe : zu füllenden konkaven Teile, die mit der Druckfarbe zu ; füllen sind, unterschiedliche Tiefen in Abhängigkeit von
den Dichten des Positivfilms aufweisen. I
Von den Abbildungen veranschaulicht Fig. 1 schematisch ■
das Aufkopieren eines Rasters. Hierbei ist die licht- \
empfindliche Harzplatte mit 1, das Trägermaterial mit i
11, die Schicht des lichtempfindlichen Harzes mit 12 j
und der Tiefdruckrasterfilm mit 3 bezeichnet. Die licht- ,
empfindliche Harzplatte 1 ist unter vermindertem Druck in
rasterfilm :
inniger Berührung mit dem Tiefdruck/ 3 und wird mit :
aktiver Strahlung belichtet. Der Grad der Druckvermin- ; derung ist innerhalb des Vakuumkopierrahmens möglichst ■ gross und beträgt beispielsweise 6oo mm Hg oder mehr. Dies ist eine übliche Methode zur Herstellung einer Buchdruckform aus einer lichtempfindlichen Harzplatte. Da ' die lichtempfindliche Harzplatte 1 unter stark vermindertem «Aruck in inniger Berührung mit dem Film 3 ist, wird vollständige Härtung des Hartes bis zur Oberfläche der Harzschicht ohne jede Beeinflussung durch den in der : Atmosphäre vorhandenen Sauerstoff erreicht, wobei feste ; Rasterstege 12a, über die beim Tiefdruck eine Rakel zur Entfernung der Druckfarbe streift, gebildet werden. '
t · i
Fig. 2 veranschaulicht schematisch das Aufkopieren des =
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- · --■ ■-■-■ '251ΠΌ4-6
-Ιο-Bildes. Hierbei ist ein Positivfilm, der ein Halbtonbild trägt, mit der Bezugsziffer 4 bezeichnet. Beim Aufbringen der Bildkopie wird die Belichtung unter solchen Bedingungen vorgenommen, daß Sauerstoff oder Luft zwischen dem Film 4 und der Harzplatte 1 vorhanden ist. Dies kann erreicht werden, indem ein wesentlicher Zwischenraum zwischen der Harzplatte 1 und dem Film vorgesehen wird, oder indem bei Verwendung eines Vakuumkopierrahmens eine verhältnismässig geringe Drucksenkung vorgenommen wird. Beim erstgenannten Verfahren, bei dem ein wesentlicher Zwischenraum vorgesehen wird, ist eine Lichtquelle, die parallele Strahlen erzeugt, erforderlich, weil ein Bildschleier durch das Schwimmen des Films 4 erzeugt werden kann. In dieser Hinsicht ist die Anwendung des letztgenannten Verfahrens zu bevorzugen, bei dem das Aufbringen der Bildkopie unter vermindertem Druck durch Verwendung eines Vakuumkopierrahmens erfolgt. Der Grad der Drucksenkung ' kann in geeigneter Weise in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des Harzes und von dem Bereich der Dichten des Positivfilms mit kontinuierlicher Gradation so gewählt werden, daß die .Näpfchentisfen bei einem gegebenen Bereich von wiederzugebenden Dichten nach Wunsch abgestuft bzw. geneigt werden können. Bei einer größeren Sauerstoff- oder Luftmenge zwischen dem Film 4 und der Harzplatte 1 wird die Neigung der Napf chentie fen von niedrigen Dichten zu hohen Dichten des Films steiler. Bei einer kleineren Menge wird die Neigung flacher. Daher ist der Grad der Drucksenkung zweckniässig nicht größer als 31o mm Hg für die Einstellung der Sauerstoff- oder Luftmenge auf einen für die Erzeugung eines Halbtonbildes 12b geeigneten Bereich. Wenn der Grad der Drucksenkung über der genannten Grenze liegt, ist der Kontakt zwischen der Harzplatte 1 und dem Film 4 zu eng und die Unterschiede in den Tiefen der Näpfchen^ · _gehen verloren, so daß die Gradation der Tonwerte nicht reproduziert werden kann.
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Fig. 3 veranschaulicht schematisch den Zustand der durch das Aufkopieren des Rasters und das Aufbringen der Bildkopie gehärteten lichtempfindlichen Harzplatte. j Fig. 4 veranschaulicht schematisch eine Tiefdruckplatte 1', die durch Entwickeln der in Fig. 3 dargestellten licht empfindlichen Harzplatte nach einem üblichen Verfahren, durch das die ungehärteten Bereiche entfernt werden, er- '■ halten worden ist.
Im Rahmen der Erfindung ist es nicht notwendig, die Reihen folge des in Fig. 1 dargestellten Aufkopierens des Tiefdruckrasters und des in Fig. 2 dargestellten Aufbringens der Bildkopie einzuhalten. Mit anderen Worten, es ist '. möglich, zuerst die Bildkopie aufzubringen und dann den : Raster aufzukopieren. In jedem Fall kann die in Fig. 4 dargestellte Tiefdruckplatte erhalten werden.
Die Erfindung wurde vorstehend im Zusammenhang mit einem lichtempfindlichen Harz beschrieben, das bei Raumtempe- ; ratur fest ist. Auch mit flüssigen lichtempfindlichen ! Harzen können Tiefdruckplatten in ähnlicher Weise hergestellt werden. In diesem Fall wird zuerst die Bildkopie ; aufgebracht, wie in Fig* 2 dargestellt. Die lichtempfindliche Harzplatte wird mit parallelen Strahlen durch einen Positivfilm unter solchen Bedingungen belichtet, daß ein Zwischenraum zwischen dem Positivfilm und der Oberfläche des Harzes vorhanden ist. Nach erfolgtem Aufkopieren des Bildes wird die Oberfläche des Harzes mit einem Tiefdruckrasterfilm in innige Berührung gebracht und belichtet, um den Raster aufzukopieren. Bei flüssigen lichtempfindlichen Harzen ist es im Gegensatz zu festen lichtempfindlichen Harzen wichtig, daß zuerst das Bild und ; dann der Raster aufkopiert wird. Wenn die Reihenfolge der beiden Maßnahmen des Aufkopierens umgekehrt wird, wird nichtgehärtetes flüssiges Harz, das beim Aufkopieren des Rasters in enger Berührung mit dem Film war, leicht zu-
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sammen mit dem Film entfernt, wenn dieser abgestreift ; wird, so daß es unmöglich ist, anschließend die Bildkopie aufzubringen.
Außer der additionspolymerisierbaren, äthylenisch ungesättigten Verbindung, dem als Bindemittel dienenden Polymerisat und dem Photopolymerisationsinrtiator kann die lichtempfindliche Harzmasse gemäss der Erfindung verschiedene Zusätze enthalten. Beispielsweise kann ein Polymerisationsinhibitor oder ein Oxidationsinhibitor, z.B. Hydrochinon, p-Methoxyphenol, 2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol, 2,5~Di-tert.-buty!hydrochinon oder 2,5-Di-tert.-amylhydrochinon zur Stabilisierung der Harzmasse zugesetzt werden. Zur Steigerung der Festigkeit der Harzmasse kann ein Füllstoff, beispielsweise ein pulverförmiges anorganisches Material (z.B. Glas, Glimmer und Talkum) oder ein pulverförmiges synthetisches Polymerisat (z.B. Polyäthylen und Polymethylmethacrylat), zugemischt werden. Zur Steigerung der dekorativen Wirkung des aus dem lichtempfindlichen Harz hergestellten Reliefbildes mit kontinuierlichen Unebenheiten können verschiedene farbgebende Materialien, z.B. Farbstoffe und Pigmente, in einer Menge von ο,οοοΐ bis 1o Gew.-teile pro 1oo Gew.-teile der lichtempfindlichen Harzmasse zugesetzt werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung hat u.a. den Vorteil, daß photopolymerisierbare Harze, die bisher nur für den Buchdruck verwendet wurden, auch für den Tiefdruck verwendet werden können. Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß ein erfindungsgemäss hergestelltes Reliefbild für die Herstellung verschiedener Artikel wie Porträts, bildlichen Darstellungen, Innendekorationen und Namensschildern verwendet werden kann;
Praktische und z.Zt. bevorzugte Ausfuhrungsformen der Erfindung werden in den folgenden Beispielen beschrieben, in denen die Teile sich als Gew.-teile verstehen.
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- - 2S41Q46
Be-ispiel A
1oo Teile eines teilweise verseiften Polyvinylacetats (Verseifungsgrad 80,0 Mol-%, mittlerer Polymerisationsgrad 5oo) werden in 1oo Teilen reinem Wasser bei 9o°C in 60 Minuten unter Rühren gelöst. Die Temperatur wird auf 600C gesenkt, worauf ein Gemisch von 9o Teilen ß-Hydroxyäthylmethacrylat, 3,6 Teilen Benzoinisopropyläther und ; o,18 Teilen 2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol portionsweise in 15 Minuten zugesetzt wird. Das erhaltene Gemisch wird zur Entfernung von Schaum unter vermindertem Druck gehalten, wobei eine photopolymerisierbare Harzmasse erhalten wird.
Die Harzmasse wird auf eine o,3 mm dicke Aluminiumplatte ; gegossen, deren Oberfläche vorher sandgestrahlt worden ist. Auf das Harz wird eine harts Polyvinylchloridplatte von o,5 mm Dicke gelegt. Das Ganze wird durch zwei Walzen geführt, deren Abstand auf 1,7 mm eingestellt worden ist. j Die Polyvinylchloridplatte wird abgestreift, und die i Aluminiumplatte mit der aufgebrachten Harzschicht wird j 5o Minuten bei 7o°C in einem Trockenschrank getrocknet, um das Wasser zu verdampfen. Hierbei wird eine licht- j empfindliche Harzplatte einer Dicke von etwa 1 mm erhalten.
Beispiel B
Zu 100 Teilen Hydroxypropylmethylcellulose (Methoxyl-
gruppengehalt 28 - 3o Mol-%, Hydroxypropoxygruppengehalt 7-12 Mol%, Mol.-gewicht etwa 93oo) wird ein Gemisch von Teilen ß-Hydroxyäthylmethacrylat, 2o Teilen Diäthylenglykoldimethacrylat, 7 Teilen Äthylenglyko1, 2,1 Teilen Benzoinisopropyläther und o,o4 Teilen p-Methoxyphenol gegeben. Das Gemisch wird in einem Mischer 3o Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Das erhaltene Gemisch wird auf eine o,3 mm dicke Aluminiumplatte, deren Oberfläche sandgestrahlt worden ist, gegossen. Auf das Gemisch wird eine Polyesterplatte von o,1 mm Dicke gelegt. Das Ganze wird bei 12o°C in einer Presse 3o Sekunden unter einem
2 i
Druck von 2o kg/cm gepresst, wobei eine '
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lichtempfindliche Harzmasse erhalten wird. :
Beispiel C \
60 Teile eines ungesättigten Polyesterharzes, hergestellt •durch Kondensation von 98 Teilen (1 Mol) Maleinsäureanhydrid und 84 Teilen (.1,1 Mol) Propylenglykol unter Erhitzen in einem Stickstoffstrom, werden in einem Gemisch von 3o Teilen Styrol und 1o Teilen Äthylenglykoldimethacrylat bei Raumtemperatur gelöst. Der Lösung werden 1,2 Teile Benzoinisopropylather und 0,08 Teile 2,6-Ditert.-butyl-p-kresol zugesetzt, wobei eine flüssige photopolymer is ierbare Harzmasse erhalten wird. J
Beispiel D i
Zu 1o5 Teilen einer Dispersion von 5 Teilen eines roten Pigments ("Colofine Red 236", Hersteller Dainippon Ink Co., Ltd.) in I00 Teilen einer 1o %igen wässrigen Lösung eines teilweise verseiften Polyvinylacetats (Verseifungsgrad 80,0 Mol-%, mittlerer Polymerisationsgrad 5oo) werden 9o Teile dieses verseiften Polyvinylacetats gegeben. Das erhaltene Gemisch wird 60 Minuten bei 9o°C gerührt, wobei eine Lösung entsteht. Nach Senkung der Temperatur auf 600C wird ein Gemisch von 4,5 Teilen Benoinisopropyläther, o,18 Teilen 2,6-Di-tert.-butyl-p-kresol und I 9o Teilen ß-Hydroxyäthylmethacrylat tropfenweise in 15 Minuten zugesetzt, worauf unter vermindertem Druck entschäumt wird. Hierbei wird eine photopolymerisierbare Harzmasse erhalten. j
Die Harzmasse wird auf eine o,3 nt dicke Aluminiumplatte gegossen, deren Oberfläche sandgestrahlt worden ist. Auf das Harz wird eine o,5 mm dicke Hart-PVC-Platte gelegt. Das Ganze wird durch zwei Walzen geführt, deren Abstand auf 1,5 mm eingestellt worden ist. Dann wird die Polyvinylchloridplatte abgezogen und die Aluminiumplatte, auf die eine Schicht der Harzmasse aufgebracht worden ist, 4o Minuten bei 7o°C in einem Trockenschrank getrocknet, um
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-Λ5- :
das Wasser abzudampfen. Hierbei wird eine lichtempfindliche Platte \on etwa 0,8 mm Dicke erhalten. j
Beispiel 1 j
Auf die gemäss Beispiel A hergestellte lichtempfindliche Harzplatte wird ein Film mit 21 Dichtegraden, nämlich eine photographische Grauskala No. 2 (Hersteller Eastman Kodak) (Dichten o,o5 bis 3,o^f Dichtedifferenz von Graufeld zu Graufeld o,15) gelegt, über die Grauskala wird eine polierte Glasplatte von 5 mm Dicke gelegt. Das Ganze wird mit UV-Licht aus einer Fluoreszenzlampe (2o W) 8 Minuten aus einem Abstand von 5 cm belichtet. Die belichtete Platte wird dann entwickelt,indem Leitungswasser 3 Minuten auf seine Oberfläche gesprüht wird und 4 Minuten bei 1oo°C in einem Trockenschrank getrocknet, wobei ein Bild erhalten wird, in dem die kontinuierliche Gradation in Form von ;
Stufen deutlich mit 9 Dichtegraden von o,o5 bis 1,25 j wiedergegeben ist. Der Höhenunterschied von Stufe zu Stufe
ist konstant (etwa 25 u). ■
Beispiel 2
Auf die gemäss Beispiel A hergestellte lichtempfindliche Harzplatte wird die bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Versuch verwendete photographische Grauskala No. 2 gelegt. Darüber wird eine o,1 mm dicke Weich-PVC-Platte gelegt. Das Ganze wird mit einer Vakuumpumpe unter einen um loo mm Hc verminderten Druck gebracht, worauf aus einem Abstand von 7o cm mit einer Quecksilberhochdrucklampe (3 kW) 2 Minuten belichtet wird, während der verminderte Druck aufrecht erhalten wird. Das belichtete Produkt wird dann auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise entwickelt und getrocknet, wobei ein Bild erhalten wird, in dem die kontinuierliche Gradation in Form von Stufen deutlich mit 8 Dichtegraden von o,o5 bis 1,1o wiedergegeben ist. Die Höhendifferenz von Stufe zu Stufe ist konstant (etwa 2o u).
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Beispiel 3
Auf die Oberfläche der gemäss Beispiel B hergestellten lichtempfindlichen Harzplatte wird Magnesiumsilikatpulver gleichmässig gestreut, um die Klebrigkeit der Harzmasse zu beseitigen. Auf die so behandelte Harzplatte wird durch einen Negativfilm mit kontinuierlicher Gradation ein Bild mit Dichten von 1,2 bis 2,3 aufkopiert. Die Belichtung wird mit einer Quecksilberhochdrucklampe 4 Minuten aus einem Abstand von Io cm bei einem um 5o mm Hg vermindertem Druck vorgenommen. Das belichtete Produkt wird dann mit Leitungswasser 5 Minuten entwickelt, wobei ein Reliefbild mit kontinuierlich verlaufender Unebenheit erhalten wird.
Beispiel 4 ' j
Auf eine Glasplatte, die mit einem 1 mm hohen Rahmen umgeben ist, wird die gemäss Beispiel C hergestellte flüssige photopolymerisierbare Harzmasse in einer solchen Menge gegossen, daß eine o,7 mm dicke Schicht gebildet wird. Auf den Rahmen wird die bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Versuch verwendete photographische Grauskala No. 2 gelegt und waagerecht gehalten. Der Abstand zwischen der Oberfläche des Harzes und der Grautreppe beträgt o,3 mm. Dann wird mit einer Quecksilberhochdrucklampe (3 kW) 5 Minuten aus einem Abstand von 1 m belichtet. Nach der Belichtung wird die Oberfläche des Harzes zur Entwicklung 1 Stunde mit Aceton gewaschen und an der Luft getrocknet. In dem so erzeugten Bild ist die kontinuierliche Gradation in Form von Stufen deutlich mit 11 Dichtegraden von o,o5 bis 1,55 wiedergegeben. Der Höhenunterschied von Stufe zu Stufe ist konstant (etwa 4o u).
Beispiel 5
Die gemäss Beispiel A hergestellte lichtempfindliche Harzplatte wird in enger Berührung mit einem Tiefdruckraster- ^film (150 Linien) unter einem um 700 mm Hg gesenkten Luft? in einem Vakuumkopierrahmen gebracht und mit einer Queck-'jBilberhochdrucklampei_( 3 kW) 2o Sekunden aus einem Abstand
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von 7o cm belichtet. Der Film wird dann abgestreift und ■ ein Positivfilm mit kontinuierlicher Gradation und einem Körnungsbild (grain pattern) mit Dichten von o,7 bis 1,9 unter einem um 5o mm Hg verminderten! Druck auf die Harzplatte gelegt. Die Belichtung wird in der oben beschriebenen Weise 2 Minuten vorgenommen, worauf der Film abgestreift wird. Die so belichtete Harzplatte wird entwickelt, indem Leitungswasser 2 Minuten auf die Oberfläche des Harzes gesprüht wird. Hierbei wird eine Tiefdruckform erhalten. \
Die so hergestellte Tiefdruckform wird zum Drucken mit einer Tiefdruckfarbe verwendet, wobei ausgezeichnete Drucke mit dem Körnungsbild erhalten werden. ;
Beispiel 6
Auf eine lichtempfindliche Harzplatte der in Beispiel 5 verwendeten Art wird eine Bildkopie nach einem Positivfilm mit kontinuierlicher Gradation und.einem Bild mit Dichten von 1,2 bis 2,3 unter einem um 5o mm Hg vermindertem Druck durch Belichten mit einer Quecksilberhochdrucklampe. (3 kW) für 4 Minuten aus einem Abstand von 7o cm [ aufgebracht. Die Harzplatte wird dann in der oben beschriebenen Weise 2o Sekunden durch einen Tiefdruckrasterfilm (Nr. 15o) unter einem um 7oo mm Hg verminderten Luftdruck belichtet. Die belichtete Harzplatte wird auf die in Beispiel 5 beschriebene Weise entwickelt und getrocknet, wobei ein Reliefbild erhalten wird. ' " j
Die so hergestellte Tiefdruckfonr wird zum Drucken mit einer Tiefdruckfarbe verwendet, wobei eine ausgezeichnete Wiedergabe des Bildes erzielt wird. j
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: --- ■ ' 25ΌΤ046
Beispiel 7
Die gemäss Beispiel D hergestellte lichtempfindliche Harzmasse wird durch einen Halbtonfilm mit einem Bild mit Dichten von 1,2 bis 2,3 aus einem Abstand von 6o cm mit einer Quecksilberhochdrucklampe 1o Minuten bei einem um 5o mm Hg vermindertem^ciruck belichtet und dann 3 Minuten mit Leitungswasser entwickelt, wobei ein Reliefbild mit kontinuierlich abgestuften Vertiefungen erhalten wird.
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Claims (1)

  1. 31048 "
    Patentan sprüche
    1 J Verfahren zur Herstellung von Bildplatten mit kontinuierlicher Gradation und kontinuierlichen Uneben- ' heiten, wobei man eine lichtempfindliche Harzplatte, die aus einem Trägermaterial und einer darauf aufgebrachten Schicht aus einer photopolymerisierbaren Harzmasse besteht, die eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung, ein als Hndemittel dienendes Polymerisat und einen Photopolymerisationsinitiator enthält, durch einen Film mit kontinuierlicher Gradation ■ belichtet und die belichtete Harzplatte entwickelt, da- j durch gekennzeichnet, daß man die Belichtung unter solchen Bedingungen vornimmt, daß Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas zwischen der photopolymerisierbaren Harz schicht und dem Film vorhanden ist.
    2, Verfahren nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Luft als Sauerstoffquelle verwendet. \
    J5· Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Belichtung unter einem um nicht mehr als 31o mm Hg vermindertem Druck oder in Gegenwart einer Luftmenge, die nicht weniger als 45o mm Hg entspricht, = durchführt. ί
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von äthylenisch ungesättigter Verbindung, Photopolymerisationsinitiator und Bindemittel in der photopolymerisierbaren Harzmasse 2o bis 3oo : o,o2 bis 3o : 1oo beträgt. ι
    5· Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung verwendet, die
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    ί 1 bis 4 additionspolymerisierbare Äthylengruppen an I
    den Enden ihres Moleküls enthält. j
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine lichtempfindliche Harzmasse erhält, die einen Farbstoff oder ein Pigment-als färb- ! gebenden Stoff enthält und. hierdurch ein farbiges Reliefbild mit kontinuierlicher Unebenheit erhält.
    7· Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß o,ooo1 bis 1o Gew.-teile eines Farbstoff j oder Pigments als farbgebendes^ Material pro 1oo Gew.-teile der lichtempfindlichen Harzmasse verwendet werden.
    8. Verfahren nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Harzschicht in einer Dicke von o,1 bis 3 mm aufgebracht wird.
    9. Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine lichtempfindliche Harzplatte, die aus einem Trägermaterial und einer darauf aufgebrachten Schicht aus einer photopolymerisierbaren Harzmasse besteht, die eine additionspolymerisierbare, äthylenisch ungesättigte Verbindung, ein als Bindemittel dienendes Polymerisat und einen Photopolymerisationsinitiator enthält, zu-^erst durch einen Positivfilm mit kontinuierlicher Gradation unter solchen Bedingungen belichtet, daß Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas zwischen der photopolymerisierbaren Harzschicht und dem Positivfilm vorhanden ist, und dann unter vermindertem Luftdruck durch einen Tiefdruckrasterfilm belichtet und die belichtete Harzplatte entwickelt.
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