MÜLLER-BORE · GROENING · OEUFEL · SCHÖN HERTEL
MÜNCHEN ■ BRAUNSCHWEIG · KÖLN
Dr. W. Müll»r-Bor* · Braunschwalg
H. Groaning, Olpl.-Ing. · München
S/L 43-1 Dr.P. Deufel, Dipl.-Chem. · Münchtn
Dr. A. Schön, Dlpl.-Chem. · MQnchan
Warntr H»rtel, Dlpl.-Phy». · Köln
LITTELFUSE, INC.
Des Piaines, 111., USA
Stecksicherung
Die Erfindung betrifft eine Stecksicherung und insbesondere
eine Miniatursicherung für eine Stromüberlastung, die unabhängig
davon, ob sie mit einem Strom von nur wenigen Ampere oder in der Größenordnung von 3o Ampere belastbar
ist, einen Raum einnimmt, der nur ein Bruchteil des Raumes ist, der von einer herkömmlichen zylindrischen Sicherung
mit Glasmantel eingenommen wird.
Eine Sicherung gegen Stromüberlastung, welche mit Strömen
des vorstehend genannten Größenbereiches belastbar ist, besteht gewöhnlich aus einem abgedichteten zylindrischen
Glasmantel mit zylindrischen Klemmen, die von den Enden vorstehen, sowie aus einem Schmelzeinsatz, der sich zwischen
den Sicherungsklemmen in dem abgedichteten Zylindermantel erstreckt. Derartige Sicherungen für Stromgrenzwerte
von 1o bis 3o A haben gewöhnlich eine Länge in der Größenordnung
von über 2,5 cm und zusammen mit den mit ihnen
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verbundenen Halterungskleitimen eine Gesamtbreite von annähernd
6 mm und mehr. Einer der Nachteile einer solchen Sicherung ergibt sich durch den großen Platzbedarf für
die Installierung der Sicherung und durch die Schwierigkeit/ sie aus den Halterungsklemmen zu entfernen.
Eine wesentliche Verbesserung der Sicherungen gegen Stromüberlastung
der genannten Größenordnuna würde dadurch erreicht, daß eine Sicherung gebaut wurde, welche eine Länge unter
2o mm (3/4n) und eine Breite unter 6 mm (1/4") hat. Die
Klemmen einer solchen Sicherung (US-PS 3 436 711) stecken in Buchsenöffnungen, welche sich quer zur Länge des Sicherungskörpers
erstrecken, so daß als Buchsenverbindung eine Halterungseinrichtung verwendet werden kann, die billiger
und weniger platzraubend ist als die für herkömmliche Sicherungen für hohe Ströme erforderliche.
Obwohl die bisher entwickelten Miniatursicherungen gegenüber den herkömmlichen Sicherungen mit dem zylindrischen Glasmantel
erheblich verbessert sind, möchte man jedoch vom Gesichtspunkt der Herstellungskosten und des Schutzes für
den Benutzer eine weitere Verbesserung erzielen. Beispielsweise liegt bei manchen der bisher entwickelten
Miniaturs'icherungen der Schmelzeinsatz frei. Wenn ein solcher Einsatz bei einem Kurzschluß eingeführt wird, brennt er durch,
wodurch geschmolzenes Material auf die die Sicherung einführende Person geschleudert wird. Außerdem ist es möglich,
daß die Person, welche eine Sicherung einführt oder entfernt, in Kontakt mit dem freiliegenden Schmelzeinsatz kommt, so
daß sie bei unachtsamem Ergreifen der Sicherung einen Schlag bekommt. Obwohl bei einer bekannten Ausführungsform einer
Miniatursicherung der Schmelzeinsatz in einem transparenten Gehäuse mit einem Handgriff eingeschlossen ist, der sich
von dessen Außenwänden erstreckt, hat sich diese Sicherung jedoch als relativ teuer in der Herstellung erwiesen.
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Außerdem weist sie eine geringere Betriebssicherheit als die nachstehend beschriebene erfindungsgemäße Sicherung
auf. Zudem ist der Schmelzeinsatz nur auf der Seite des Gehäuses sichtbar, da der Handgriff eine Frontalansicht
verhindert, so daß man den Schmelzeinsatz nicht sehen kann, wenn die Sicherung zwischen einem anderen Paar von in
gleicher Weise nahe beeinanderliegenden Sicherungen an einem Sicherungsbrett installiert ist. Dabei ist ein
Ergreifen des Handgriffes infolge des kleinen freien Raums zwischen benachbarten Sicherungen schwierig.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht deshalb darin, eine Miniatursicherung mit oder ohne einem umschlossenen
Schmelzeinsatz zu schaffen, welche mit Strömen auch über Io A1 beispielsweise bis zu 3o A, belastbar ist und
die mit erheblich geringeren Kosten hergestellt werden kann, als die bisher gebauten Miniatureicherungen.
Die erfindungsgemäße Miniatursicherung soll ein Gehäuse
haben, welches eine isolierte Grifflache und eine Abschirmung
aufweist, welche den Benutzer davor schützt, daß er mit dem Sicherungsmaterial in Kontakt kommt, wenn
eine eingesetzte Sicherung durchbrennt. Die Miniatursicherung soll leicht in eine geeignete Buchsenverbindung
an einer Sicherungstafel einsetzbar oder daraus entfernbar
sein, wobei die Verbindungen einen sehr geringen Abstand haben. Außerdem soll vorzugsweise der Schmelzeinsatz der
Sicherung auf einfache Weise sichtbar sein, wenn die Sicherung an einer derartigen Sicherungstafel montiert ist.
Die bekannten Miniatursicherungen sind derart gebaut, daß
ihre äußere Gestalt und ihre Außenabmessungen für sich in weitem Bereich ändernde Strombelastungen identisch sind.
Es ist deshalb leicht möglich, versehentlich eine Sicherung mit einer sehr hohen Strombelastung, beispielsweise 2o bis
3o A, in ein Verbindungsstück einzusetzen, welches einer
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Schaltung zugeordnet ist, bei welcher die Strombelastung 5 bis 15 A betragen darf, wodurch ein sehr gefährlicher
Betriebszustand erreicht wird. Obwohl diese Sicherungen im allgemeinen markiert oder einen Farbkode tragen, um
ihre Schmelzwerte anzuzeigen, kann der Benutzer leicht einen Fehler begehen, wenn er die gewöhnlich kleinen Stromwertmarkierungen
oder komplizierten Farbkodes falsch liest. Erfindungsgeraäß soll dehalb die Sicherung so gebaut sein,
daß sie, obwohl die verschiedenen Sicherungsanordnungen im wesentlichen gleiche Gestalt und Größe haben, der Unterschied
zwischen Sicherungen für relativ hohe und relativ niedrige Strombelastungen leicht festgestellt werden kann.
Bei den meisten Konstruktionen der bekannten Miniatursicherungen haben die Klemmen eine zylindrische zapfenartige
Gestalt, die in Basen von Isoliermaterial gegossen sind. Die Schmelzeinsätze sind zwischen die inneren Enden
dieser Klemmen gelötet. Das Vorhandensein der Lötverbindungen führt manchmal zu Problemen hinsichtlich der Betriebssicherheit,
die sich durch Korrosion oder Heißstellen infolge schlechter Lötverbindungen oder Alterungsbeeinträchtigungen
ergeben. Dieser Nachteil soll deshalb bei der erfindungsgemäßen Miniatursicherung vermieden werden,
d. h. es sollen sich keine Probleme hinsichtlich Korrosion oder Heißstellen ergeben.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch
gelöst, daß das Stecksicherungselement nur aus einem einzigen Stück besteht, welches aus einem Blech oder einem
Streifen von Sicherungsmaterial gestanzt ist und ein Paar von beabstandeten, insgesamt parallelen, im wesentlichen
planparallelen Klemmen bildenden Blattabschnitten hat, die für die Aufnahme in einem Paar von Druckklemmen oder
dergleichen vorgesehen sind, welche in einer Montageplatte bzw. Sicherungstafel gehaltert sind. Die Klemmen bildenden
Blattabschnitte haben im wesentlichen planparallele, sich
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längs erstreckende strombelastbare Fortsätze an den inneren
Endteilen, die miteinander durch ein sich quer erstreckendes, insgesamt planparalleles, die Sicherung bildendes Einsatzteil
verbunden sind, dessen Querschnittsfläche viel kleiner ist als die der die Klemmen bildenden Blattabschnitte und
deren strombelastbare Fortsätze. Die kleinere Querschnittsfläche des den Schmelzeinsatz bildenden Teils des Stecksicherungselementes
wird vorteilhafterweise dadurch erreicht, daß sowohl die Breite als auch die Stärke bezogen auf
die anderen stromführenden Teile des Stecksicherungselementes verringert werden. Die Stärkenreduzierung
des den Schmelzeinsatz bildenden Teils kann auf verschiedene Weise erreicht werden, beispielsweise durch Fräsen und/oder
Zusammendrücken des Metalls, wobei die Kombination dieser beiden Verfahren bevorzugt wird.
Das vorstehend beschriebene Stecksicherungselement kann
als Sicherung verwendet werden, wobei es lediglich in Druckklemmen
oder dergleichen gesteckt wird, ohne daß zusätzliche Elemente vorgesehen werden. Das Stecksicherungselement kann
jedoch auch in einem Gehäuse auf die nachstehend beschriebene Art installiert werden, was die bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung darstellt. Das beschriebene Stecksicherungselement kann mit oder ohne Gehäuse auf einfache Weise in
Serienfertigung hergestellt werden, indem es einfach von dem Ende eines Bandes eines solchen Sicherungsmetalls ausgestanzt
wird, nachdem ausgewählte Flächen gefräst und/oder komprimiert worden sind, um die Querschnittsfläche der
Teile des Bandes zu reduzieren, welche das Schmelzsicherungsteil des davon abgetrennten Stecksicherungselementes bilden
sollen.
Ein solches einstückiges Stecksicherungselement der vorstehenden Art ist einem aus Sicherung und Klemme kombinierten
Element gegenüberzustellen, welches an einer isolierenden
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— O —
Basis befestigt ist. Dieses Element hat eine langgestreckte und zusammengedrückte C-förmige Gestalt. Die Endteile dieses
Elementes liegen auf der Außenseite der Basis und sind zwischen einem Paar von beabstandeten Halteklemmen aufgenommen.
Andere bekannte Elemente, bei welchen Sicherung und Klemme ein Stück bilden (US-PSn 3 5oo 463, 2 468 351)
haben einen Aufbau, der anders und aufwendiger ist als der erfindungsgemäße. Bei einer der bekannten Sicherungen
(US-PS 2 468 351) bildet das aus Sicherung und Klemme bestehende einstückige Element ein Teilglied einer herkömmlichen
Sicherung mit Schraubsockel. Es handelt sich also nicht um eine Steckeinheit, die direkt an einer Sicherungstafel installierbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Stecksicherungselementes sind die die Klemmen bildenden Blattabschnitte des Stecksicherungselementes mit quer
vorstehenden Flügeln versehen, wenn die Sicherung für eine relativ hohe Strombelastung vorgesehen ist. Dadurch erhalten
die Klemmen das Aussehen von relativ massiven und deshalb für hohe Strombelastung geeigneten Klemmen, wodurch ihr
Einsetzen in Sicherungsaufnahmesockel für niedrige Strombelastung verhindert wird.
Das erfindungsgemäße einstückige Stecksicherungselement bzw. ein einem solchen Element ähnliches Teil bildet eine
Anordnung mit einem aus !isoliermaterial hergestellten Gehäuse,
welches eine isolierte Greiffläche für die Anordnung hat und eine Abschirmung bildet, die das Umherspritzen von
Sicherungsmetall in der umgebenden Atmosphäre verhindert, wenn die Sicherung durchbrennt..
Das Gehäuse kann aus zwei gegeneinandergehaltenen Gehäusehälften bestehen, die um das Stecksicherungselement herum
eingeschnappt sitzen. Vorteilhafterweise besteht das Gehäuse
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jedoch aus einem in einem Stück geformten Element mit einer Öffnung an seiner nach innen weisenden Seite, in
welche das Stecksicherungselement für das Einbringen in das Gehäuse eingeführt wird. Das Gehäuse hat zweckmäßigerweise eine schmale langgestreckte Form und wird von relativ
nahe beabstandeten Seitenwänden begrenzt, die von schmalen Stirnwänden und einer schmalen Außenwand überbrückt werden.
Das Stecksicherungselement kann in dem Gehäuse dadurch fixiert werden, daß in dem Gehäuse vorstehende Abschnitte
bzw. Vorsprünge ausgebildet werden, die sich in öffnungen in dem Stecksicherungselement erstrecken. Die VorSprünge
werden vorteilhafterweise durch Kaltkerbung oder durch Ultraschallerweichung des Materials ausgebildet. Es wird
wenigstens die Außenwand des Gehäuses, d. h. die Wand, welche nach außen weist, wenn die Sicherungsanordnung auf
einer Sicherungstafel installiert ist, vorzugsweise jedoch das gesamte Gehäuse vorteilhafterweise aus einem transparenten Material gefertigt. Das Schmelzsicherungsteil des
Stecksicherungselementes wird an einer Stelle in der Nähe dieser transparenten Außenwand angeordnet, so daß es jederzeit leicht erkennbar ist. Vorzugsweise stehen wenigstens
die langgestreckten Endteile der Außenwand über den Rest des Gehäuses vor, so daß geeignete Greifflächen an den
Gehäuseenden gebildet werden, wodurch die Stecksicherungsanordnung für das Einsetzen in irgendeine Stelle einer
Sicherungstafel und für das Entfernen daraus trotz der kleinen freien Räume zwischen benachbart installierten
Stecksicherungsanordnungen leicht gegriffen werden kann.
Das Gehäuse ist vorzugsweise mit einem Paar von Öffnungen
in der Außenwand für den Zugang zu den Klemmen versehen. Die öffnungen verjüngen sich vorzugsweise nach innen zu
einer Stelle, die zu den ganz innen liegenden Enden der Klemmenfortsätze ausgerichtet ist. Widerstandsmeßprüfsonden werden so in Kontakt mit den die Klemmen bildenden
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Blattabschnitten des Stecksicherungselementes geführt,
um den ununterbrochenen Durchgang zu prüfen, wenn angenommen wird, daß der Sicherungseinsatz einen Riß hat,
der durch die transparente Gehäuseaußenwand hindurch nur schwierig zu erkennen ist. Die Begrenzungswände der Zutrittsöffnungen
haben vorzugsweise sich davon ausgehend erstreckende Randabschnitte, die als Abschirmungswände
wirken und verhindern, daß das Material einer durchgebrannten Sicherung die Klemmenzutrittsöffnungen erreicht.
Bei einer Stecksicherungsanordnung, die aus einem einzigen Stanzstück besteht, welches sowohl die die Klemmen bildenden
Blattabschnitte als auch die die eigentliche Sicherung bildenden Einsatzteile des Stecksicherungselementes aufweist,
und aus einem Gehäuse besteht, in welches das einstückige Stanzstück leicht einsetzbar und arretierbar ist,
eignet sich der Aufbau der Sicherungsanordnung für eine
billige MassenfertigungsherStellungseinheit, bei welcher
verschiedene Stanz- und Fräsvorgänge, durch welche verbundene Zuschnitte für die Herstellung vieler Stecksicherungselemente
gebildet werden, zuerst an in Längsrichtung beabstandeten Flächen eines Bandes aus Sicherungsmetall
ausgeführt werden. Dann wird die Stecksicherungsanordnung dadurch vervollständigt, daß über das Ende des Bandes
ein Gehäuse aufgebracht wird, wobei jedes Gehäuse an Ort und Stelle gesichert wird und eine vollständige Stecksicherungsanordnung
von dem Band abgetrennt wird. Die Vorgänge für das Aufbringen und Trennen des Gehäuses auf dem
Band werden für die Massenproduktion von Stecksicherungsanordnungen
nacheinander wiederholt.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung
beispielsweise näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt perspektivisch eine Ausführungsform einer Stecksicherungsanordnung.
Fig. 2 zeigt auseinandergezogen das Gehäuse und das Stecksicherungselement
der Stecksicherungsanordnung von Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Stecksicherungsanordnung von Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Sicherungsanordnung längs der Linie 4-4 von Fig. 3.
Fig. 5 zeigt vergrößert eine Unteransicht der Stecksicherungsanordnung
von Fig. 1.
Fig. 6 ist ein Schnitt durch die Siqherungsanordnung längs
der Linie 6-6 von Fig. 4.
Fig. 7 ist ein Schnitt durch das Mittelteil der Sicherungsanordnung längs der Linie 7-7 von Fig. 4.
Fig. 8 zeigt im Schnitt längs der Linie 8-8 von Fig. 2 das
Stecksicherungsteil der Stecksicherungsanordnung sowie die Art und Weise, in welcher das die Sicherung bildende Einsatzteil
in der Stärke durch eine Kombination eines Fräs- und Drückvorgangs reduziert ist.
Fig. 9 veranschaulicht das Einführen des Gehäuses der Sicherungsanordnung von Fig. 1 bis 8 auf dem Ende eines
vorgefrästen und vorgestanzten Bandes aus Sicherungsmaterial, von welchem eine Vielzahl von Stecksicherungselementen der
in den Figuren gezeigten Ausführung geformt werden.
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- 1ο -
Fig. 1o zeigt das Abtrennen einer fertiggestellten Stecksicherungsanordnung
von dem Band von Fig. 9 nach Ausführung einer Bandkerbung und Abtrennung.
Fig. 11 zeigt in einer Einzelheit im Längsschnitt einen Teil einer Stecksicherungsanordnung der Figuren 1
bis 1o, der durch zusätzliches Anbringen einer Vergrößerungslinse an der Außenwand des Gehäuses modifiziert ist.
Fig. 12 zeigt in einer Einzelheit eine Stecksicherungsanordnung in der Seitenansicht, die gegenüber der Ausführungsform
der Figuren 1 bis 11 dadurch modifiziert ist, daß die Flügel an den die Klemmen bildenden Blattabschnitten
des Stecksicherungselementes entfernt sind, wodurch zum Aus-4ruck
kommt, daß es sich um eine Sicherung für niedrige Strombelastung handelt.
Die in den Figuren 1 bis 4 gezeigte Stecksicherungsanordnung 2 besteht nur aus zwei Bauteilen, nämlich dem Stecksicherungselement
4, welches vorteilhafterweise aus einem einzigen Stanzstück aus einem Band von Sicherungsmetall hergestellt
ist, und aus einem Gehäuse 6, welches ein einstückiges, aus Kunststoff geformtes Teil ist und einen Raum begrenzt, in
welchem sich Abschnitte des Stecksicherungselementes 4 erstrecken und auf geeignete Weise befestigt werden, vorzugsweise
durch Kaltverkerben.
Das Stecksicherungselement 4 hat Klemmen bildende Blattabschnitte 8, die sich im Abstand parallel von dem inneren
oder unteren Rand des Gehäuses 6 in eine Richtung erstrecken, die hier als nach unten oder nach innen gehend bezeichnet
wird. Die Enden der die Klemmen bildenden Blattabschnitte des Stecksicherungselementes haben vorteilhafterweise eine
Verjüngung 9, so daß zugespitzte Endteile gebildet werden,
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welche leicht zwischen die gegenüberliegenden Wände der herkömmlichen, nicht gezeigten Federklemmen gleiten
können, die in öffnungen der Sicherungstafel gehaltert
sind. Die Klemmen bildenden Blattabschnitte 8 des Stecksicherungselementes
4 haben nach innen gehende Flüsel oder Vorsprünge 1o, welche eine Strombelastbarkeit anzeigen, so
daß die frei liegenden, Klemmen bildenden Abschnitte 8 des Stecksicherungselementes 4 ein massiveres Aussehen haben
und dadurch erkennbar machen, daß die Sicherungsanordnung für eine relativ hohe Strombelastung, beispielsweise im
Bereich von 2o bis 3o A, vorgesehen ist. Die genaue Strombelastung ist durch die Beschriftung 13 auf den Außenwänden
des Gehäuses angezeigt, wie dies aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist. Wenn das Stecksicherungselement für eine relativ niedrige
Strombelastung, beispielsweise 5 bis 15 A, vorgesehen ist, werden die Flügel 1o weggelassen, so daß der Benutzer
sofort erkennt, daß das Stecksicherungselement, welches keinerlei Flügel aufweist, für 'die Verwendung bei einer
niedrigeren Strombelastung vorgesehen ist. Ein solches Stecksicherungselement ist in Fig. 12 gezeigt.
Das Stecksicherungselement 4 wird aus einem Band 4' aus Sicherungsmetall (Fig. 9, 1o) gestanzt. Vor dem Abtrennen
des Stecksicherungselementes aus dem Band 41 werden die
Flügel 1o miteinander verbunden, so daß sie für das Band 4'
einen verstärkenden Steg 1ο1 bilden. Von dem Steg wird ein
schmales Materialstück zur Bildung der die Klemmen bildenden Blattabschnitte 8 und eines Spaltes 12 dazwischen gestanzt.
Die Verjüngungsabschnitte 9 der die Klemmen bildenden Blattabschnitte
8 werden durch nicht gezeigte Gesenke während des Abtrennvorgangs des Stecksicherungselementes von dem Band
ausgebildet.
Die die Klemmen bildenden Blattabschnitte 8 haben stromführende Fortsätze 14, die in den vorstehend genannten, von
dem Gehäuse 6 gebildeten Raum vorstehen. Die stromführenden
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Fortsätze stehen so weit in das obere oder äußere Ende des Gehäuses 6 vor, daß sie sich in der Nähe der Vorderwand
oder Außenwand des Gehäuses befinden. Die äußeren Endabschnitte der stromführenden Fortsätze 14 sind durch ein die
Sicherung bildendes Verbindungsteil 2o verbunden, welches vorzugsweise sowohl in der Breite schmaler als auch in der
Stärke geringer ist als die anderen stromführenden Teile des Stecksicherungselementes 4. Die Strombelastbarkeit des die
Sicherung bildenden Verbindungsteils 2o kann dadurch geändert
werden, daß die Zusammensetzung des Sicherungsmetalls oder die Breite und/oder Stärke des die Sicherung bildenden Verbindungsteils
geändert werden. Bei der speziellen Gestalt des Stecksicherungselementes 4, die in den Zeichnungen gezeigt
ist, schließen sich die stromführenden Fortsätze an den die Sicherung bildenden Verbindungsabschnitt 2o des
Stecksicherungselementes 4 über sich verjüngende Teile 22 an. Alle Teile des Stecksicherungselementes sind im wesentlichen
planparallel, so daß für die Herstellung des Elementes keine Biegevorgänge nötig sind.
Es hat sich gezeigt, daß eine Reduzierung der Stärke des Metalls des die Sicherung bildenden Verbindungsteils 2o
vorzugsweise durch einen Fräsvorgang erreichbar ist, bei welchem das Metall auf einer Seite weggefräst wird, so daß
eine insgesamt gekrümmte Vertiefung 24, wie sie aus Fig. 8 zu ersehen ist, gebildet wird. Die äußeren Teile 24a dieser
Vertiefung 24 stellen die gefrästen Flächen dar. Der abgeflachte Zwischenabschnitt 24b der Vertiefung 24 wird durch
Drücken oder Pressen des Metalls erreicht, wodurch dessen Stärke weiter verringert wird. Bei einer Ausfuhrungsform
eines Stecksicherungselementes wird beispielsweise die Stärke des Sicherungsmetalls ausgehend von einer anfänglichen Stärke
von o,69 mm (o,o27") durch Fräsen auf etwa o,13 mm (o,oo5")
verringert. Eine weitere Reduzierung von o,o5 mm (o,oo2") wird durch einen Preßvorgang erreicht, so daß man schließlich
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eine minimale Stärke des die Sicherung bildenden Verbin- . dungsabschnittes 2o von o,o77 mm (o,o3") erhält. Natürlich
hängt die genaue Stärke des Sicherungsmetalls von seiner Zusammensetzung, der Breite des die Sicherung bildenden Verbindungsabschnittes
2o und der gewünschten Strombelastung der Sicherung ab.
Obwohl das Stecksicherungselement 4 als Sicherungselement ohne Einsetzen in ein Gehäuse 6 verwendet werden kann, wird
aus Sicherheitsgründen bevorzugt, das Stecksicherungselement 4 mit einem Gehäuse 6 zu umgeben. Für diesen Zweck und aus
den nachstehenden Gründen sind die äußeren Endteile der Klemmenfortsätze 14 mit nach außen und nach oben vorstehenden
Zungen 18 für die Herstellung eines Kontaktes mit Prüfsonden versehen, um den Durchgang des -die Sicherung
bildenden Verbindungsabschnittes 2o des Stecksicherungselementes 4 zu prüfen. Zur Verankerung des Stecksicherungselementes
4 in dem Gehäuse 6 werden Verankerungsöffnungen bzw. 28 in den Klemmenfortsätzen 14 vorgesehen, um die Verankerungsvorsprünge,
die in den Gehäusewänden ausgebildet sind, auf zunehmen.
Obwohl das Gehäuse 6 aus zwei getrennten Teilen hergestellt werden kann, die durch eine Halterung mit Schnappsitz zusammengehalten
werden, benutzt man ein Gehäuse, welches
vorteilhafterweise ein in einem Stück geformtes Teil ist. Vorzugsweise erhält man ein Gehäuse mit einer schmalen,
langgestreckten Form durch relativ nahe beieinanderliegende Seitenwände 3o, 32 mit Endteilen 3oa, 32a, die noch näher
beieinanderliegen als die Mittelteile oder Zwischenteile 3ob, 32b. Die Seitenwände 3o, 32 sind an ihren Stirnrändern
durch schmale Seitenwände 34 und an ihren äußeren oder oberen Rändern durch eine äußere Wand 38 verbunden, die
über das übrige Gehäuse hinaussteht und an den Längsenden
der äußeren Wand 38 nach unten weisende Schultern 4o und an den in Längsrichtung verlaufenden Seitenrändern des
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Gehäuses 6 nach unten weisende Schultern 4ο1 bildet. Die
Schultern 4o* sind planparallele Fortsätze der Schultern an den Enden des Gehäuses 6.
In der äußeren Wand 38 sind angrenzend an die gegenüberliegenden Endteile ausgerichtet zu den Stellen der Zungen Ί8
des Stecksicherungselementes 4 für die Aufnahme der Prüfsonde öffnungen 42 für den Zugang zu den Klemmen vorgesehen.
Die Wände der öffnungen 42 für den Zugang zu den Klemmen verjüngen sich nach unten zu einer Innenabmessung hin,
welche etwa der Breite der Zungen 18 für die Aufnahme der Prüfsonde entspricht, so daß die Prüfsonden in Kontakt mit
den Zungen 18 geführt werden können. Die öffnungen 42 für
den Zugang zu den Klemmen sind somit mit dem Aufnahmeraum für das Stecksicherungselement 4 in dem Gehäuse 6 verbunden.
Die Teile 44 dieses Raums unmittelbar unter den Zugangsöffnungen 42 sind relativ klein wegen des geringen Abstands
der Seitenwandteile 3oa, 32a des Gehäuses an diesen Stellen. Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, nimmt die Breite der Teile
vom unteren offenen Ende 48 des Gehäuses nach oben zu den öffnungen
42 für den Zugang zu den Klemmen ab und erreicht eine enge bzw. schmale Abmessung, die etwa gleich der Stärke
des Stecksicherungselementes 4 ist. An den Innenrändern der öffnungen 42 für den Zugang zu den Klemmen ist die obere
Wand 38 mit sich nach unten erstreckenden Einfassungen 46 versehen, die als Schirmwände wirken und verhindern, daß
weggeschleudertes Sicherungsmetall in die öffnungen 42 für den Zugang zu den Klemmen gelangen kann. Diese, eine Abschirmung bildenden Einfassungen 46 wirken auch als Anschlag
oder als Anschlagschultern für die stromführenden Fortsätze 14 der die Klemmen bildenden Blattabschnitte 8
des Stecksicherungselementes.
Der die Sicherung bildende Verbindungsabschnitt 2o des Sicherungselementes 4 ist in einem relativ breiten Teil
44' (Fig.* 7) des Gehäuseinneren angeordnet, so daß eine freie Luftzirkulation um den Mittelteil des die Sicherung
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bildenden Verbindungsabschnittes gewährleistet ist, welcher den Teil bildet, der bei einem übermäßigen Stromfluß zuerst
schmilzt. Auf diese Weise wird eine Wärmespeicherung verhindert, die sonst den Strom, bei welchem die Sicherung
durchbrennt, nachteilig beeinflussen würde.
Die schmalen und breiten Teile 44 und 44' des Raums in dem
Gehäuse 6 sind zum Boden des Gehäuses in ihrer vollen Erstreckung über eine Eintrittsöffnung 48 hin offen. Die Öffnung
48 ermöglicht das Drücken des Gehäuses über den Endabschnitt des vorgestanzten und gefrästen Bandes 4', aus
welchem ein vollständiges Sicherungselement unmittelbar
nach dem Befestigen des Gehäuses 6 an dem Endabschnitt des
Bandes gestanzt wird.
Das Gehäuse 6 ist vorzugsweise ein Formteil aus einem
transparenten Kunststoff, so daß der die Sicherung bildende Fadenabschnitt 2o des Stecksicherungselementes 4 durch den
Zwischenabschnitt der äußeren Wand 38 leicht sichtbar ist, gegenüber der der die Sicherung bildende Verbindungsabschnitt
2o sich, zwar in einem Abstand, jedoch relativ nahe befindet. Das Gehäuse ist vorzugsweise aus einem transparenten
Hochtemperatur-Polyamid geformt (Nylon , Beiding Chemical Industries, New York City, N.Y., Art.-Nr. LX-333o).
Obwohl das Innere des Gehäuses 6 mit elastischen Vorsprüngen versehen werden kann, die in die Verankerungsöffnungen 26 und
28 in dem Stecksicherungselement 4 einschnappen, wird bevorzugt
das Gehäuse dadurch befestigt, daß durch eine KaItverkerbung, durch Ultraschallschmelzung oder durch andere
Methoden Vorsprünge 52, 54 ausgebildet werden, die in die Verankerungsöffnungen 26, 28 des Stecksicherungselementes 4
eindringen. Die Vertiefungen 56 und 58, die infolge des Kerbungsvorganges bleiben, sind in der Seitenwand 3o in
Fig. 2 und 6 gezeigt.
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'■·· : '-25Ό036Α
Um die Sichtbarkeit des die Sicherung bildenden Verbindungsabschnittes 2o in dem Stecksicherungselement zu verbessern,
kann die äußere Wand des Gehäuses der Sicherungsanordnung, wie es in Fig. 11 gezeigt ist, dadurch modifiziert werden,
daß die äußere Gehäusewand 38' dieser modifizierten Sicherungsanordnung 2' zur Bildung einer Vergrößerungslinse verdickt
und gekrümmt wird. Wie aus Fig. 12 zu ersehen ist, ist die Sicherungsanordnung 2' für eine niedrige Strombelastung
vorgesehen, was dadurch erkennbar ist, daß die Flügel an den Klemmen bildenden Blattabschnitten 8' des Stecksicherungselementes
4' fehlen.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen eine äußerst zuverlässige und betriebssichere kompakte sowie
billig herzustellende Stecksicherungsanordnung, die in geeignete, nahe beieinanderliegende Federklemmenbuchsen an
einem Sicherungsbrett auf einfache Weise eingesetzt und daraus entfernt werden kann, indem die Schultern 4o an den
Längsenden des Gehäuses 6 gegriffen werden. Das transparente Material, aus dem das Gehäuse 6 hergestellt ist, bildet ein
zweckmäßiges Fenster in der äußeren Wand, durch welches der die Sicherung bildende Verbindungsabschnitt bzw. der
Schmelzeinsatz des Stecksicherungselementes gesehen werden kann, wenn die Stecksicherungsanordnung an dem Sicherungsbrett angebracht ist. Die Öffnungen für den Zugang zu den
Klemmen ermöglichen die Prüfung des Durchgangs der Sicherung mit einem Prüfgerät, wenn sich der Benutzer nicht nur auf
eine optische Betrachtung des die Sicherung bildenden Verbindungsabschnittes der Sicherung verlassen will. Das Vorhandensein,
oder das Fehlen der Flügel an den die Klemmen bildenden Blattabschnitten des Stecksicherungselementes
zeigt dem Benutzer sofort an, ob er eine Sicherung für eine relativ hohe oder niedrige Strombelastung gewählt hat. Zur
Bestimmung der tatsächlichen Strombelastbarkeit kann die Aufschrift 13 geprüft werden.
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