DE2560546C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befeuchtung
einer Windschutzscheibe der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten Art.
Bei bekannten Scheibenwaschvorrichtungen für Fahrzeuge
gibt die Düse einen relativ scharf gebündelten Wasserstrahl ab,
der nur eine kleine Fläche der Windschutzscheibe benetzt, so
daß die Wischblätter der Scheibenwischer anfangs über größere
Flächenbereiche der Windschutzscheibe trockenlaufen, was aus
verschiedenen Gründen nachteilig ist. So sind trockenlaufende
Wischblätter einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt. Außerdem
wird der Schmutz von auf einer trockenen oder weitergehend
trockenen Windschutzscheibe laufenden Wischblättern leicht derart
verschmiert, daß die Windschutzscheibe bis zur vollen Benetzung
mit Waschwasser undurchsichtig wird. Das gilt z. B. für
Verschmutzungen durch Insekten und durch Salzspritzer, die von
mit Salzlauge eingesprühten, glatteisgefährdeten Fahrbahnen
durch Fahrzeuge hochgewirbelt werden.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Scheibenwaschvorrichtung
für Fahrzeuge besteht darin, daß ein größerer Anteil
des von einer Düse auf eine relativ kleine Fläche aufgespritzten
Waschwassern bei kleineren Fahrtgeschwindigkeiten
rasch nach unten und bei größeren Fahrtgeschwindigkeiten rasch
nach oben ungenützt wegläuft, ehe es von den Wischblättern
über der Windschutzscheibe verteilt werden kann.
Durch die DE-OS 23 13 980 ist eine Waschanlage für
Fahrzeugscheiben bekannt, die ebenfalls eine Düse aufweist,
durch die ein eng begrenzter Flüssigkeitsstrahl austritt. Dabei
sind Mittel zum Verändern der Austrittsrichtung des Flüssigkeitsstrahls
aus der Düse während des Waschvorganges vorgesehen.
Hierdurch soll erreicht werden, daß die gesamte Scheibe
von einem harten Flüssigkeitsstrahl getroffen wird, der
dadurch die Reinigung der Scheibe bewirken soll. Hierdurch werden
jedoch die grundsätzlichen Nachteile nicht vermieden, die mit
einem eng begrenzten Strahl verbunden sind.
Bei der Einrichtung nach der US-PS 34 58 888 wird ein
Strahl hin- und hergeschaltet und nicht ein Sprühnebel. Der
Strahl trifft also nur an zwei eng begrenzten Punkten auf, so
daß der Wasch- und Befeuchtungseffekt schlecht ist. Entsprechend
arbeiten auch die fluidischen Einrichtungen nach der
US-PS 34 32 102 und DE-AS 20 65 063, die nicht in der Lage
sind, einen Sprühnebel zu bilden, der eine flächige und
gleichzeitige Befeuchtung einer Oberfläche einer Windschutzscheibe
ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile
der mit den bekannten Einrichtungen angewendten Verfahren zu
vermeiden und ein Verfahren anzugeben, um eine gleichmäßige
Befeuchtung einer Windschutzscheibe mit einfachen und billigen
Mitteln bei geringem Wasserverbrauch auch bei unterschiedlichsten
Fahrzeuggeschwindigkeiten zu bewirken, ohne daß die
Gefahr des Trockenlaufens von Wischblättern oder eines
Verschmierens besteht.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch
die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebene Lehre
gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt eine
Befeuchtung durch einen Sprühnebel, der wiederkehrend und
oszillierend seitlich abgelenkt wird. Das Sprühen zusammen
mit dem Schwingen bewirkt eine wesentlich wirksamere, nämlich
flächengleichmäßige Befeuchtung einer Windschutzscheibe als
bei den bekannten Verfahren. Es hat sich gezeigt, daß die
zur Reinigung einer Windschutzscheibe erforderliche Zeit um
35-40% verkürzt werden kann. Der Wasserverbrauch ist dabei
verhältnismäßig gering. Da die gleichmäßige und großflächige
Befeuchtung von Anfang an erfolgt, laufen niemals die
Wischerblätter eines Scheibenwischers trocken, so daß auch der
unerwünschte Schleifeffekt der Wischerblätter auf der Glasoberfläche
und damit ein frühzeitiges Blindwerden der Scheibe
verringert ist.
Anhand der Zeichnung soll das erfindungsgemäße
Verfahren in Verbindung mit Einrichtungen zur Durchführung des
Verfahrens näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1a ein Fahrzeug mit einer
Scheibenwaschvorrichtung bei eingeschaltetem
Waschbetrieb in einer ersten beispielsweisen
Anordnung der Düsen.
Fig. 1b das Fahrzeug nach Fig. 1a bei eingeschaltetem
Waschbetrieb in einer zweiten beispielsweisen
Anordnung der Düsen,
Fig. 2 ein in Fig. 1a und 1b verwendete Düse in
perspektivischer Darstellung und mit einer
Momentaufnahme des abgegebenen Sprühstrahlers,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Düse nach den Linien A-A
in Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4, 5 und 6 zwei weitere Düsen.
In Fig. 1a ist in perspektivischer Darstellung ein Personenwagen
1 dargestellt. Die Scheibenwaschvorrichtung besteht
hier aus zwei herkömmlichen Wischarmen und zwei Düsen 3, die
in der Karosserie des Wagens vor der Windschutzscheibe fest
angeordnet ist. Die Düsen geben beide bei vom Fahrer eingeschaltetem
Waschbetrieb einen gefächerten Sprühstrahl ab,
der aus Wassertröpfchen von im wesentlichen gleicher Größe
besteht. Die Düsen sind derart vor der Scheibe angeordnet
und gegen diese gerichtet, daß bei eingeschalteter Benetzung
ein großer Teil der Scheibenfläche gleichmäßig von Wassertröpfchen
besprüht wird. Der Flüssigkeitsdruck und die
einheitliche Größe der Tröpfchen sind genügend groß eingestellt,
so daß die Tröpfchen nicht vom Fahrtwind abgetrieben werden.
Andererseits sind die Tröpfchen so klein eingestellt, daß
eine weitgehend gleichmäßige Befeuchtung der Scheibe erfolgt.
Es ist klar, daß gegebenenfalls auch ein
Sprühkopf ausreichen kann, um die Windschutzscheibe
vollständig zu benetzen.
Entsprechende Sprühköpfe können auch vor den Scheiben der
Scheinwerfer angeordnet sein, was hier der Einfachheit
halber nicht dargestellt ist.
Durch den Sprühstrahl der Düsen werden die
Windschutzscheibe und gegebenenfalls auch die Scheinwerferscheiben
sehr schnell über einer großen Fläche gleichmäßig
benetzt, ohne daß bei niedrigen Fahrtgeschwindigkeiten nennenswerte
Mengen nach unten und bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten
nennenswerte Mengen nach oben abfließen, bevor eine Reinigung
durch die Wischblätter erfolgt.
Nach Fig. 1a sind die beiden Düsen 3, 3 nebeneinander angeordnet.
Es kann aber auch von Vorteil sein, gemäß Fig. 1b,
zwei oder mehrere Düsen hintereinander anzuordnen und die
Sprühwinkellage der einzelnen Düsen derart einzustellen,
daß die einzelnen Sprühstrahlen auf einzelnen schmalen
parallelen Flächenbereichen der Windschutzscheibe auftreffen,
die sich jeweils über die ganze Breite der Windschutzscheibe
erstrecken und wobei die Flächenbereiche etwa
aneinandergrenzen.
Auf diese Weise können auch größere Flächen einheitlich
befeuchtet werden.
Es ist klar, daß die Anordnungen nach Fig. 1a und 1b auch
kombiniert werden können.
In Fig. 2 ist eine Düse in perspektivischer Darstellung und in
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung im Längsschnitt dargestellt,
um die grundsätzliche Wirkungsweise der Düse erläutern zu können.
Die Düse besteht vorteilhafterweise aus mindestens zwei
flachen Spritzgußteilen aus Kunststoff, die übereinandergeschichtet
die Düse bilden. In Fig. 2 besteht die Düse aus
einer Deckplatte 5 und einer Bodenplatte 6 mit einem
Halsansatz 7 zum Anschluß einer Leitung 8, über die Druckwasser
in die Düse geleitet wird. Es ist klar, daß der Halsansatz
auch eine andere Winkellage zur Bodenplatte 6 aufweisen kann.
Die Bodenplatte 6 weist flache, offene Vertiefungen von im
wesentlichen rechteckigen Querschnitten auf, die von der
flachen Deckplatte 5 abgedeckt werden, wodurch im
Querschnitt geschlossene rechteckige Kanäle, Kammern und Ein- und
Austrittsöffnungen mit einem anschließenden Austrittsbereich
zwischen flachen Deck- und Bodenflächen und senkrecht zwischen
diesen sich erstreckenden Seitenwänden gebildet werden, die
in ihrer Gestalt und Wirkung anschließend näher erläutert
sind. Es kann von Vorteil sein zwischen der Boden- und der
Deckplatte eine flache Zwischenplatte anzuordnen, die kleine
Unebenheiten zwischen der Boden- und Deckplatte ausgleicht.
Die Düse besitzt in der Bodenplatte einen Eintrittskanal
mit einer düsenartig verengten Eintrittsöffnung 8, an die
eine Wechselwirkungskammer 9 mit einer halsförmig verengten
Austrittsöffnung 10 anschließt, die in einen trichterförmig
sich erweiternden Austrittsbereich 11 übergeht, von dem mit
Abstand von der Austrittsöffnung 10 Kanäle 12 und 13 zur
Eintrittsöffnung 8 rückgekoppelt sind. Die Wechselwirkungskammer
mit den Kanälen 12 und 13 und dem Austrittsbereich 11
sind achssymmetrisch zur Mittelachse 14 durch die
Eintrittsöffnungen 8 und 10 ausgebildet.
Die Seitenwände 15 und 16 der Wechselwirkungskammer verlaufen
von der Eintrittsöffnung 8 zunächst trichterförmig nach außen,
um dann auf die halsförmig verengte Austrittsöffnung 10
zuzulaufen, wodurch eine birnenförmige Ausbuchtung entsteht.
Die trichterförmige Austrittsöffnung wird von Seitenwänden 17
und 18 begrenzt, die relativ spitzwinklig an die Austrittsöffnung
10 anschließen. Die Kanäle 12 und 13 treten etwa
senkrecht in den Austrittsbereich 11 ein, und stromab sind
die an die Kanalmündungen anschließenden seitlichen Wandabschnitte
des Austrittsbereichs 11 vorteilhafterweise etwas
nach innen geneigt. Wird die engste Weite der Hauptdüse 8
mit W bezeichnet, dann wird die Weite der Austrittsöffnung 10
vorteilhafterweise in einem Bereich von 1,1 bis 1,5 W und
der Abstand zwischen den engsten Querschnitten der Hauptdüse
8 und der Austrittsöffnung 10 vorteilhafterweise kleiner
als 8 W, vorzugsweise 5 bis 8 W, gewählt. Der Querschnitt
der Kanäle 12 und 13 ist vorteilhafterweise gleich oder
kleiner als W. Besitzen die Kanäle 12 und 13 und die
Hauptdüse 8 die gleiche Tiefe, so ist es vorteilhaft, die Weite
der Kanäle kleiner/gleich 0,75 W zu wählen. Die vorstehenden
Größenverhältnisse sind bei Versuchen mit einer erfindungsgemäßen
Düse ermittelt worden.
Die Funktionsweise der Düse bei Anschluß an eine Druckwasserquelle
ist folgende: Wird Druckwasser oder eine
Reinigungsflüssigkeit über den Eintrittskanal 7 und die
Eintrittsöffnung 8 in die Wechselwirkungskammer 9 geleitet,
so ist der Wasserstrahl, der von der Eintrittsöffnung 8
ausgeht, anfänglich axial durch die Wechselwirkungskammer 9
auf die Austrittsöffnung 10 gerichtet und tritt über den
Austrittsbereich ins Freie aus. Durch die bestimmte Weite der
Austrittsöffnung 10 wird ein Teil des Wasserstrahles
abgespalten, der entlang den Seitenflächen 15 und 16 der
Wechselwirkungskammer in Richtung auf die Eintrittsöffnung 8
zurückfließt. Diese Durchströmung bildet zu beiden Seiten des
Strahles Wirbel. Auf Grund von kleinen Unsymmetrien der
Wechselwirkungskammer wird der Wirbel auf der einen Seite
des Strahles stärker als auf der anderen Seite des Strahles
ausgebildet. Das führt dazu, daß der Strahl entlang einer
Seitenwand, in Fig. 3 entlang der Seitenwand 15, fließt. Der
verbleibende Wirbel, in Fig. 3 links vom Strahl, erhöht
den Druck der Wechselwirkungskammer 13, die durch den aus der
Austrittsöffnung ausströmenden Strahl von dem Austrittsbereich
11 wirksam abgesperrt ist. Das Wasser füllt die Wechselwirkungskammer
voll auf und der statische Flüssigkeitsdruck erreicht
in der Wechselwirkungskammer einen höheren Wert als in dem
Austrittsbereich, so daß Wasser aus der Wechselwirkungskammer
in die Kanäle im Bereich der Eintrittsöffnung 8 in
Richtung des Austrittsbereiches 11 gedrückt wird.
Der Strahl wird durch die rechte Seitenwand 15 derart
geführt, daß er in Fig. 3 in Richtung der linken Seitenwand 18
des Austrittsbereiches abströmt. Beim Vorbeiströmen des
Strahles an der Austrittsöffnung des Kanals 13 im Austrittsbereich
wird Wasser aus dem Kanal 13 abgesaugt. Dabei bildet sich
eine Pufferzone zwischen dem Strahl und der Seitenwand 18, die
verhindert, daß der Strahl auf die Seitenwand 18 aufprallt.
Hierdurch werden Scherkräfte auf den Strahl weitgehend
vermieden, so daß die Entstehung von feinsten Tröpfchen an den
Grenzflächen des Strahles im wesentlichen vermieden werden.
Durch das Absaugen von Wasser aus dem Kanal 13 durch den
Strahl wird der Fluß im Kanal 13 vergrößert, wodurch der
Flüssigkeitsdruck im Kanal 13 gegenüber dem Flüssigkeitsdruck
im Kanal 12 verringert wird, der ebenfalls mit Wasser
gefüllt ist und in dem keine Absaugung erfolgt. Die dadurch
im Eintrittsbereich der Wechselwirkungskammer bewirkte
Druckdifferenz führt dazu, daß der Strahl von der linken
Seitenwand 15 zur rechten Seitenwand 16 umklappt und entlang
dieser strömt. Der Strahl saugt nun Wasser aus dem Kanal 12
ab, ohne auf die Seitenwand 17 im Austrittsbereich aufzutreffen.
Die erneut sich bildende Durckdifferenz im Eintrittsbereich
der Wechselwirkungskammer führt dazu, daß der Strahl
wieder in seine linke Lage zurückklappt. Diese zyklische
Ablenkung des Strahles führt zu einer zyklischen Hin- und
Herschwenkung des Strahles innerhalb des Austrittsbereiches.
Wichtig ist, daß die Kanäle, aus denen gerade kein Wasser
nachgesaugt wird, mit Wasser gefüllt sind.
Während der Schwingbewegung des Strahles im Austrittsbereich
mit höherer Frequenz zerfällt der Strahl in einzelnen Tröpfchen,
die im wesentlichen die gleiche Größe aufweisen. Durch
Wahl der Weite der Austrittsöffnung zur Eintrittsöffnung
und der axialen Länge der Wechselwirkungskammer lassen sich
die Ausbildung des Sprühfächers des aus dem Austrittsbereich
austretenden Strahles und die Tröpfchengröße einstellen.
Hierbei ist wesentlich, daß Umgebungsmedium weder über die
Kanäle noch über die Austrittsöffnung in die Wechselwirkungskammer
eintreten und sich mit dem Wasser vermischen kann,
wodurch eine gleichmäßige Tröpfchenbildung verhindert werden
würde. Diese Wirkung wird dadurch erzielt, daß die Weiten
der Ein- und Austrittsöffnungen, die Längen der Wechselwirkungskammer
und der Kanäle sowie deren Weite so gewählt sind,
daß die Wechselwirkungskammer 9 über die Kanäle 12 und 13 in
der beschriebenen Weise an den Austrittsbereich angekoppelt
ist.
Der von der Düse abgegebene Sprühfächer besitzt bei weitgehend
gleicher Tröpfchengröße über seinem Querschnitt vorteilhafterweise
eine weitgehend gleiche Sprühdichte. Die Frequenz
des hin- und herschwingenden Sprühstrahles und die Tröpfchengröße
ist bei einem gegebenen Sprühkopf vor allem vom Versorgungsdruck
des Wassers abhängig.
Bei gegebenem Versorgungsdruck läßt sich die Tröpfchengröße
durch Zugabe von Reagenzien beeinflussen, die dem Wasser in
bestimmten Mengen zugesetzt werden und die seine Oberflächeneigenschaften
ändern. Hierbei kann es sich gleichzeitig um
Frostschutzmittel handeln. Die Tröpfchengröße wird
vorteilhafterweise so eingestellt, daß eine optimale Benetzung der
Windschutzscheibe erzielt wird.
In Fig. 4 und 5 ist eine weitere Düse dargestellt.
In Fig. 4 ist ein Teil eines festen Rohrkörpers
110 gezeigt, der eine zentrale durchgehende Öffnung 111 zur
Leitung von Flüssigkeit besitzt. Die Öffnung 111 endet am
Auslaßende des Rohrkörpers, in den ein flexibles Röhrchen
112 gesteckt ist. Das eine Ende des Röhrchens ist in dem
Rohrkörper festgehalten oder auf andere Weise an dem
Rohrkörper angebracht, das andere Ende des flexiblen Röhrchens
schwebt frei. Wasser strömt durch die Leitung 111 und das
Röhrchen 112. Dabei beginnt das freie Ende des Röhrchens
hin- und herzuschwingen bzw. hin- und herzupeitschen. Wenn diese
Schwingbewegung auf eine Ebene beschränkt ist, schwingt das
Ende des Röhrchens vor und zurück mit einer Frequenz abhängig
vom Wasserdruck.
Fig. 5 zeigt eine Düse nach Fig. 4 in einem Kopfteil 120. Das
flexible Röhrchen 121 ist hier an einem Rohrende 122 fest
angeschlossen, aus dem Wasser zugeführt wird. Das andere
Ende des Röhrchens ist dagegen frei beweglich. Eine Bodenwand
123 und eine nicht dargestellte Deckwand bewirken, daß das
Röhrchenende nur in der Ebene parallel zu diesen beiden
Wänden zu schwingen vermag. Wasser, das von dem flexiblen
Röhrchen abgegeben wird, besitzt die Form eines Flüssigkeitsstrahles,
der in dem Maße hin- und herschwingt, wie das freie
Röhrchenende innerhalb des Kopfes 120 hin- und herpeitscht.
Der Strahl löst sich dabei in ein nach außen aufgefächertes
Sprühmuster aus einzelnen Tröpfchen auf.
Eine weitere Düse ist in Fig. 6 dargestellt,
in der ein Blattfederoszillator in den Kopf einer Düse 130
eingesetzt ist. Der Oszillator besitzt eine im wesentlichen
herzförmige Wechselwirkungskammer 131, die an seinem spitzen
oder abstromseitigen Ende offen ist, um einen Ausgang 135
für einen Wasserstrahl zu bilden. Ein Austrittsbereich 136
ist stromab von dem Austrittsende 135 angeordnet und durch
divergierende Austrittswandungen 137 und 138 begrenzt.
Eingänge 132 und 133 für Druckwasser sind in entpsrechenden
Flügeln der herzförmigen Kammer 131 angeordnet. Die Eingänge
können an ein Röhrchen (nicht dargestellt) anschließen, wie
es für den Oszillator nach den Fig. 1 bis 3 beschrieben ist.
Die Wechselwirkungskammer 131 ist als Kanal in einer Platte
des Kopfes 130 gebildet und ist durch eine nicht dargestellte
Deckplatte abgedeckt.
Eine vibrierfähige Blattfeder 134 erstreckt sich in Längsrichtung
durch die Wechselwirkungskammer und ist am aufstromseitigen
Ende der Kammer festgehalten. Das andere Ende der
Feder ist frei beweglich und erstreckt sich in den
Austrittsbereich 136. Die Breite der Feder (d. h. die Abmessung
der Feder senkrecht zur Zeichnungsebene) ist etwas kleiner
als die Tiefe des Kanals, der die Wechselwirkungskammer 131
bildet. Die Feder unterteilt somit die Wechselwirkungskammer
131 in zwei Kammerhälften 139 und 140.
Im Betrieb wird die Blattfeder 134 in der Wechselwirkungskammer
durch den abwechselnden Auf- und Abbau des Druckes zu
beiden Seiten der Feder zum Hin- und Herschwingen gebracht.
Zum Beispiel in der Stellung der Feder in Fig. 6, in der
diese an der Austrittswand 137 anliegt, wird die Teilkammer
139 vom Ausgang 135 abgesperrt. Der Druck in der Teilkammer
139 steigt daher an. Die Teilkammer 140 liegt dagegen vollkommen
frei zum Ausgang 135, so daß das Druckwasser frei
abströmen kann und ein Druckanstieg verhindert wird. Die
Druckdifferenz zwischen den beiden Kammern bringt die
Blattfeder zum Ausschwenken, wobei sie hin- und herzuschwingen
beginnt.
Das von der Wechselwirkungskammer abgegebene Wasser strömt
entlang der Feder 134. Wenn zum Beispiel die Blattfeder an
der Austrittswand 137 anliegt, wird die austretende Flüssigkeit
durch die Blattfeder und durch die Seitenwand der
Teilkammer 140 gerichtet, um entlang der Blattfeder zu strömen.
Wenn die Blattfeder beginnt zur Austrittswand 138 zu klappen,
bleibt die Strömung aus der Teilkammer 140 weiterhin an der
Feder haften und zwar unterstützt von Grenzschichtwirkungen
oder dem sogenannten Coanda-Effekt entlang der Blattfeder.
Im Maße wie die Blattfeder 134 sich von der Austrittswand
138 wegbewegt, beginnt Druckflüssigkeit im steigenden Maße
aus der Teilkammer 139 zu strömen. Diese Strömung wird ebenfalls
durch die Blattfeder und die Seitenwand der Teilkammer
139 gerichtet. Die beiden Strahlen der Teilkammern vereinigen
sich abstromseitig von dem Ende der Blattfeder 134 auf
Grund der niedrigen Druckhöhe an der Blattfederspitze als
Folge der Ansaugwirkung der Flüssigkeitsströmung. Die
Vereinigung der beiden Strahlen bilden einen gemeinsamen Strahl
der mit der Bewegung der Blattfeder oszilliert. Abhängig
von dem Material und der Dimension der Feder sowie vom Druck
der Flüssigkeit lassen sich hohe Schwingungsfrequenzen
erzielen.
Verschiedene andere Strahlschwingungsvorrichtungen bieten
sich dem Fachmann im Rahmen des Verfahrens an. Wesentlich ist
dabei, daß der Strahl selbst schwingt und nicht die Düse.
Durch Schwingungen des Strahles und nicht des Sprühkopfes
lassen sich wesentlich höhere Frequenzen erzielen.
So kann in einer weitgehend vereinfachten Ausführung ein
fächerförmiger Sprühstrahl bereits erreicht werden, wenn
die die Rückführungskanäle 12, 13 von der
Wechselwirkungskammer 9 in Fig. 3 trennenden Zwischenwände herausgenommen
werden. Hierdurch wird jedoch keine vergleichbare Oszillation
des Strahles, sondern nur eine gewisse Fächerwirkung
errreicht, die jedoch nicht die Breite und die Gleichmäßigkeit
der Tröpfchengröße erreicht, wie sie erst die Düse nach Fig. 3
aufweist.
Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf Scheibenwaschvorrichtungen
für Fahrzeuge beschränkt ist. Vielmehr umfaßt die
Erfindung jede andere Scheibenwischanlage, die von Düsen
befeuchtet und mit Wischblättern oder dergleichen Vorrichtungen
gereinigt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Befeuchtung einer Windschutzscheibe eines
Fahrzeugs oder dergleichen, die einen Scheibenwischer aufweist,
bei dem ein Strahl von Waschflüssigkeit auf die
Windschutzscheibe gerichtet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strahl in Querrichtung mit im
wesentlichen konstanter Geschwindigkeit so schnell hin- und
hergeschwenkt wird, daß er zu Tröpfchen aufreißt, die einen
fächerförmigen Bereich der Windschutzscheibe befeuchten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwingbewegung des Strahls im
wesentlichen ohne Verweilzeiten an den Umkehrpunkten der
Schwenkbewegung durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US51072274A | 1974-09-30 | 1974-09-30 | |
| US05/510,701 US3973558A (en) | 1974-09-30 | 1974-09-30 | Swept jet oral irrigator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2560546C2 true DE2560546C2 (de) | 1988-02-04 |
Family
ID=27056997
Family Applications (5)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2560546A Expired DE2560546C2 (de) | 1974-09-30 | 1975-07-31 | |
| DE2534288A Expired DE2534288C2 (de) | 1974-09-30 | 1975-07-31 | Einrichtung zur Befeuchtung einer Oberfläche, insbesondere einer Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges |
| DE2534261A Expired DE2534261C2 (de) | 1974-09-30 | 1975-07-31 | Düse zum Beaufschlagen von Oberflächen mittels eines Stromes einer Reinigungsflüssigkeit und/oder eines Gases |
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