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Spannbarer, elastischer Siebboden
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Zusatz zu Patent (Patentanmeldung P 24 61 237.1) Die Erfindung betrifft
einen spannbaren, elastischen Siebboden der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten
Art.
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Das Hauptpatent (Patentanmeldung P 24 61 237.1) betrifft einen spannbaren,
elastischen Siebboden aus G-i:ni oder elastischem Kunststoff, der mit einer Armierung
aus sich in Spannrichtung erstreckenden, in den von Siebölfnur.gen freien Stegen
des Siebbodens eingebetteten Spanngliedern versehen ist und hat die Aufgabe, einen
solchen Siebboden so auszubilden, daß dessen der siebwirksamen Oberfläche abgewandte
Fläche in gespanntem Zustand des Siebbodens fest auf allen Traversen einer Siebmaschine
aufliegt, wobei es gleichgfiltig ist, ob die Auflageflächen der Traversen auf einer
geneinseze^ Ebene angeordnet oder überhöht ausgebildet sind; gleichzeitig soll diese
nige Armierung geschaffen werden, die in besonderen Mae dazu geeignet ist, einerseits
die fest Auflagerung der Siebunterseite auf allen Traversen einer Siebmaschine,
unabhangig von der Ausbildung der Traversen, zu gewährleisten und andererseits neben
der Sicherstellung der Tragfähigkeit des Siebbodens die senkrecht zur Siebfläche
gerichtete Schwingfähigkeit des Siebbodens nicht oder nicht wesentlich zu beeinträchtigen.
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Die Erfindung nach dem Hauptpatent löst diese Aufgabe dadurch, daß
die sich in Spannrichtung mit parallelem Abstand voneinander erstreckenden Spannglieder
eine von den Spannfalzen aus zur Mitte ihrer Längserstreckung gerichtete, notwendigenfalls
geteilte, eigene Uberhöhung aufweisen und eine zur Sieb fläche bogenförmige und/oder
geneigte Lage im Siebboden einnehmen; daß die den Siebboden bewehrenden Spannglieder
gemeinsam mit den auf ihrer
Länge verteilt angeordneten und ihnen
eine von den Spannfalzen aus zur Mitte ihrer Längserstreckung gerichtete, notwendigenfalls
geteilte, eigene Überhöhung aufprägenden Haltestücken gleicher oder unterschiedlicher
Bauhöhe in den von Sieb öffnungen freien Stegen des Siebbodens eingebettet sind;
daß die auf den Siebboden geneinsam mit den Haltestücken in Spannrichtung und senkrecht
dazu, die Unterseite des Siebbodens auf den in gleicher oder unterschiedlicher Ebene
angeordneten Traversen einer Siebmaschine auflagernd, wirkenden Spannglieder eine
senkrecht zur Siebfläche gerichtete, vergleichsweise große Schwingfähigkeit und
eine parallel zur Siebfläche gerichtete, vergleichsweise große Steifigkeit aufweisende
hochfeste Ketten oder einzelne dünne und schmale Bänder endlicher Länge aus hochfestem
Material, aus solchen Bändern gebildete endlose Bänder bzw. jeweils aus zwei oder
mehreren Bändern gebildete Band- oder Lamellenpakete sind, die drehbeweglich oder
in gewissen Bereichen nachgiebig an mit Ausnehmungen versehenen Spannfalzen befestigt
sind; daß als den Siebboden bewehrende Spannglieder vorzugsweise aus je zwei oder
mehreren dünnen und schmalen Bändern gebildete Band- bzw.
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Lamellenpakete verwendet werden, wobei die Enden eines jeden Band-bzw.
tamellenpakets die ihnen zugeordneten und an den Spannfalzen zu befestigenden Bolzen
oder Stangen in einem Winkel von wenigstens 4000 gegensinnig wnschlingen und an
diesen allein durch Reibungsschluß unter Ausgleich der Längenunterschiede der einzelnen
Bänder gehalten sind.
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Nach dez Uauptpatent (Patentanmeldung P 24 61 237.1) ausgebildete
Siebböden aus verschleißfestem Gummi bzw, gummielastischem Kunststoff haben sich
zwischenzeitlich in der Praxis hervorragend bewährt, jedoch ist festzustellen, daß
die Verwendung von aus zwei oder mehreren Bändern gebildeten Band- bzw.
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Lameilenpaketen als Spannglieder eine vergleichsweise hohe Rertigurgsgenauigkéit
bei der Herstellung der Armierung bedingt,die die Herstellungskosten eines Siebbodens
erheblich belastet, was darin begründet ist, daß alle Spannglieder gleiche Länge
aufweisen und ihre Enden gleichmäßig an den Spannfalzen angelenkt werden sollten,
um ein weitgehend gleichmäßiges Einleiten der Spannkräfte
in alle
Spannglieder zu ermöglichen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den Siebboden nach
dem Hauptpatent (Patentanmeldung P 24 61 237.1) so weiterzubilden, daß die vorbeschriebenen
Fertigungsschwierigkeiten und Nachteile vermieden werden und dem Siebboden eine
auf wirtschaftliche Weise herstellbare Armierung zugeordnet wird.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem Siebboden des Gattungsbegriffs
dadurch, daß jedes Ende eines jeden Spannglieds durch eine im Spannfalz befindliche
Öffnung hindurchführbar, über einen der Öffnung zugeordneten Sattel umlenkbar und
den Umlenkenden eines jeden Spannglieds eine sich im Gummi oder Kunststoff des Siebbodens
ausbildende Haftkraft zuordbar ist, die in Abhängigkeit von der Lange, der Gestalt
und der Größe des Umlenkwinkels eines Je den Spanngliedendes der Zugfestigkeit des
sich zwischen den Spannfalzen erstreckenden Spanngliedteils wenigstens nahezu entspricht.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorteilhaft, ds Jedes
Ende eines Jeden Spannglieds durch eine im Spannfalz befindliche Öffnung hindurchführbar,
über einen dieser Öffnung zugeordneten Sattel umlenkbar, unter Einhaltung des Umlenkwlnkels
dem sich zwischen den Spannfalzen erstreckenden Abschnitt des zugehörigen Spannglieds
zuführbar und an diesem durch Aufbringen einer Spannung anlegbar oder/und durch
wenigstens ein Haltemittel festlegbar ist.
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Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist Jedes Umlenkende eines
Jeden Spannglieds entweder wenigstens einen von Profilierungen und Durchbrechungen
freien Teilbereich, einen mit Profilierungen bzw. Durchbrechungen versehenen Teilbereich
oder einen mit Profilierungen und Durchbrechungen versehenen Teilbereich auf.
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Nach einer anderen Ausbildungsform ist Jedes Umlenkende eines Jeden
Spannglieds durch zwei Haltemittel an dem sich zwischen den Spannfalzen erstreckenden
Abschnitt des zugehörigen Spannglieds festlegbar, wobei die Haltemittel in Spannrichtung
voneinander
einen Abstand aufweisen, der vorzgswiesse der Länge der von Profilierungen und Durchbrechurgen
freien Teiltereche oder der Länge der mit Profilierungen und,/oler Durchbrechungen
versehenen Teilbereiche eines Umlenkendes entspricht während das freie Ende eines
jeden Umlendes i als Sicherung ausbildbar, vorzugsweise entgegen der Umlenkrichtung
des zugehörigen Spanngliedendes hakenförmig umbiegbar ist; der sich zwischen den
Haltemitteln erstreckende Teil eines jeden Umlenkendes weist mehrere Teilbereiche
auf, von denen wenigstens einer mit Profilierungen und/oder Durchbrechungen versehen
ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht weder Opannfalz in an
sich bekannter Weise aus dem Zuschnitt eines £§~h~r 3~echstreifens, der im Bereich
der einen Längskante zu einem Haken umbiegbar und in dem der anderen Längskante
zugeordneten Bereich abwinkel- oder abkröpfbar ist, wobei im abwinkel- oder a3E-pfbaren
Bereich eine der Zahl der Spannglieder entsprecrerde anzahl Sättel vorsehbar ist,
von denen ein jeder ein vorzugsweise unter Bildung einer Öffnung aus dem vollen
Material dieses Bereichs ausschneidbarer und in Richtung der diesem Bereich benachbarten
Falz-Längskante umbiegbarer Lappen ist; im Schnittpunkt der Biegelinie des Lappens
mit den seitlichen Begrenzungskanten der Öffnung sind sichernde Bohrungen einbringbar;
die Biegelinie des Lappens liegt vorzugsweise nahe einer der beiden Oberflächen
des abgewinkelten oder abgekröpften Bereichs.
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In Weiterbildung der Erfindung besteht jeder Spannfalz in an sich
bekannter Weise aus dem Zuschnitt eines Blechstreifens, der im Bereich der einen
Längskante zu einem Haken umgebogen und im Bereich der anderen Längskante abgewinkelt
oder abgekröpft und mit einer der Zahl der Spannglieder entsprechenden Anzahl von
Ausnehmungen versehen ist, wobei jeder Ausnehsmung ein Sattel in Form eines einzelnen
Stabs oder eines sich über die gesamte Ear,tenlänge des Spannfalzes erstreckenden
Stabs zugeordnet und jeder einzelne Stab bzw. der durchlaufende Stab an der Kante
des abgewinkelten oder abgekröpften Breichs angeschweißt oder auf diesen aufgeschweißt
ist.
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Schließlich schlägt die Erfindung voi, Jedes Ende eines jeden Spannglieds
in einem Winkel umzulenken, der vorzugsweise größer als 1800 ist. Weitere Merkmale
sind den Ansprücnen und der Beschreibung zu entnehmen.
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Auf diese erfindungsgemäße Weise gelingt es, einen spannbaren elastischen
Siebboden zu schaffen, der sich neben einer groben Schwingfähigkeit und einer vergleichsweise
hohen Tragfähigkeit insbesondere dadurch auszeichnet, daß die ihn armiererden Spannglieder
gleichmäßig spannbar, auf wirtschaftliche Weise herstellbar und in ihn einbringbar
sind und daß der so gestaltete Siebboden eine extrem niedrige Bauhöhe bei verringertem
EigengewIcht und vermindertem Anteil des teuren Siebbodenwerkstoffs aufweist bei
gleichzeitiger Erhöhung der Standzeit und Verringerung der Herstellkosten.
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Die Erfindung ist nachfolgend an Hand der Fig. 1 bis 4 ceispielhaft
erläutert; es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Siebbodens; Fig. 2 eine Draufsicht
zu Fig. 1; Fig. 3 eine Ausbildungsform des Spannfalzes; Fig. 4 eine Alternative
zu Fig. 3.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen einen spannbaren, elastischen Siebboden, der
im Wesentlichen aus dem Siebbodenwerkstoff 1 mit den Sieböffnungen, den Spanngliedern
2, die in den von Sieböffnurgen freien Stegen des Siebbodenwerkstoffs eingebettet
sind und aus einem schmalen und vergleichsweise dünnen Band eines hochfesten Materials
oder jeweils aus zwei oder mehreren Bändern gebildeten Bandpaketen bestehen, und
aus zwei einander gegenüberliegenden Spannfalzen 3 gebildet ist; die Spannglieder
2 können gemäß dem Hauptpatent eine von den Spannfalzen 3 aus zur Mitte ihrer Längserstreckung
gerichtete, notwendigenfalls geteilte, eigene Uberhöhung aufweisen.
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Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, ist Jedes Ende 4 eines jeden
Spannglieds 2 durch eine im Spannfalz 3 befindliche Öffnung 5 h.indurchfUhrbar und
über einen dieser Öffnung 5 zugeordneten Sattel 6 umlenkbar. In Abhängigkeit von
der Länge und der Gestalt des Umlenkendes 4 und der Größe des Umlenkwinkels ist
den Umlenkenden 4 eines jeden Spannglieds 2 eine sich im Gummi oder Kunststoff 1
des Siebbodens ausbildende Haftkraft zuordbar, die der Zugfestigkeit des sich zwischen
den Spannfalzen 3 erstreckenden Spanngliedteils wenigstens nahezu entspricht.
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Um dieAnordnung der aus Spanngliedern 2 und Spannfalzen 3 bestehenden
Armierung in einer Gießform zu vereinfachen, ist jedes Umlenkende 4 eines jeden
Spannglieds 2 durch wenigstens ein Haltemittel 7, z.B. eine Federklammer, auf dem
sich zwischen den Spannfalzen 3 erstreckenden Abschnitt des zugehörigen Spannglieds
2 festlegbar, obwohl es prinzipiell ausreichend ist, die Lage der Umlenkenden 4
durch Aufbringen einer Spannung zu fixieren.
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Das an sich von Profilierungen und Durchbrechungen freie Umlenkende
4 kann zur Erhöhung der Haftkraft des Umlenkendes im Gummi bzw.
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Kunststoff 1 in an sich bekannter Weise wenigstens einen Teilbereic.
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aufweisen, der Profilierungen ur.d/oder Durchbrechunger hat. Dabei
ist die Verwendung von jeweils zwei Haltemitteln 7 im Bereich eines Jeden Umlenkendes
vorteilhaft, wobei die Haltemlttel 7 in Spannrichtung einen Abstand voneinander
aufweisen, der vorzugsweise der Länge wenigstens eines Teilbereichs des Ualenkendes
4 entspricht. Ebenso ist es mitunter vorteilhaft, wenn der sich zwischen den beiden
Haltemitteln 7 erstreckende Teil eines Umlenkendes 4 mehrere Teilbereiche aufweist,
von denen wenigstens einer mit Profilierungen und/oder Durchbrechungen versehen
ist. Das freie Ende 8 eines jeden Umlenkendes 4 ist als Sicherung ausbildbar, vorzugsweise
entgegen der Umlenkrichtung des Spanngliedendes 4 hakenförmig umbiegbar.
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Wie aus Fig. 1 weiterhin ersichtlich, besteht Jeder Spannfalz 3 in
an sich bekannter Weise aus dem Zuschnitt eines flachen Blechstreifens, der im Bereich
der einen Längskante 9 zu einem Haken
umgebogen und in dem der
anderen Längskante 10 zugeozuneten Bereich abgewinkelt oder abgekröpft ist, wobei
im abe7e>~nzelten oder abgekröpften Bereich eine der Zahl der Spannglieer 2 entsprechende
Anzahl Sättel 6 vorgesehen sind, von denen efn Jeder ein vorzugsweise unter Bildung
einer Öffnung 5 aus dem vollen Material dieses Bereichs ausschneidbarer und in Richtung
der Kante 10 umbiegbarer Lappen 11 ist. Der Lappen 11 kann sowohl nach oben (wie
dargestellt) oder unten umgebogen sein, wobei seine Biegelinie vorzugsweise nahe
einer der beiden Oberflachen des abgewinkelten oder abgekröpften Bereichs liegt.
Um ein Ausreißen des Lappens 11 beim Umbiegen zu verhindern, können am Ende der
Begrenzungskanten der Öffnung 5 sichernde Bchrungen angebracht sein.
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Es ist selbstverständlich, daß es im Rahmen der Erfindung mcglich
ist, die Enden 4 der Spannglieder 2 nach oben (wie dargestellt) oder nach unten
umzulenken; ebenso kann das eine Ulenkende 4 eines Spannglieds 2 nach oben und das
andere Umlenkende des Spannglieds nach unten umgelenkt sein; ebenso kennen die Umlenkenden
aller Spannglieder an dem einen Spannfalz nach oben und an dem anderen Spannfalz
nach unten umgelenkt sein; auch ist eine Umlenkung der Spannglieder an einem Spannfalz
abwechselnd nach oben und unten möglich. Darüber hinaus ist es möglich, die einzelnen
Arten der Umlenkung der Spanngliedenden in einem Siebboden kombiniert anzuwenden,
sofern dies für den vorgesehenen Einsatzzweck des Siebbodens vorteilhaft ist.
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Nach Fig. 3 besteht der Spannfalz 3 aus dem Zuschnitt eines Blechstreifens,
der im Bereich der einen Längskante 9 zu einem Haken umgebogen und im Bereich der
anderen Längskante 10 abgewinkelt oder abgekröpft und mit einer der Zahl der Spannglieder
2 entsprechenden Anzahl von Ausnehmungen 5' versehen ist, wobei jeder Ausnehmung
5' ein Sattel 6 in Form eines einzelnen Stabs 12 oder eines sich über die gesamte
Länge der Kante 10 erstreckenden Stabs 13 zugeordnet und Jeder einzelne Stab 12
bzw. der durchlaufende Stab 13 an der Kante 10 des abgewinkelten oder abgekröpften
Bereichs angeschweißt oder auf diesen aufgeschweißt ist.
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Nach Fig. 4 sind die die Ausnehmungen 5" im abgekröpften oder abgewinkelten
Bereich des Spannfalzes 3 begrenzenden Blechstege zu Ösen 14 umgebogen, durch die
ein Sättel 6 bildender Stab 13 hindurchführbar ist, der notwendigenfalls an dem
Spenr,fa;z 3 durch Löten, Schweißen, Kleben oder andere Sicherungselemente festlegbar
ist.
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Bei allen Ausführungsformen hat es sich als vorteilhaft herausgestellt,
wenn jedes Ende eines Jeden Spannglieds in einem Winkel umgelenkt wird, der vorzugsweise
gröBer als 1800 ist.
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