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Flasche, insbesondere aus Kunststoff
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Die Erfindung betrifft eine Flasche, insbesondere aus Kunststoff,
mit einer die Flaschenöffnung verschließenden abnehmbaren Verschlußkappe, wie vor
allem einer Sicherheitskappe.
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Für die Aufnahme und Verpackung von Haushalts-Reinigungsmitteln, kosmetischen
Erzeugnissen und. sonstigen fließfähigen Produkten, die häufig stark aggressiv,
giftig oder brennbar sind, werden üblicherweise Kunststoffflaschen verwendet9 deren
Flaschenöffnung mit einer Schraubkappe verschlossen wird. Neuerdings sind Flaschenverschlüsse
mit
einer Kindersicherung bekanntgeworden, die sich nur durch eine
besondere, von Kindern im allgemeinen nicht zu bewältigende Manipulation öffnen
lassen. Diese Flaschenverschlüsse bestehen z.B. aus Kunststoff-Schraubkappen, die
mit einem in die Kappe eingelegten Einsatzstück von einer solchen Ausbildung versehen
sind, daß ein Abschrauben der Kappe nur dann möglich ist, wenn diese zugleich mit
einem bestimmten Anpreßdruck gegen die Flasche angedrückt wird. Die Erfindung ist
insbesondere auf Flaschen gerichtet, die mit solchen oder anderen bekannten kind
erge sicherten Verschlüssen ausgestattet sind.
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Es ist auch bekannt, in die Flaschenöffnungen stopfenartige Einsatzatücke
einzusetzen, die mit einer zentralen Spritzöffnung versehen sind, aus der bei einem
von Hand auf die Kunststoffflasche ausgeübten Druck der Flascheninhalt ausspritzt.
Ein gezieltes Ausgießen des Flascheninhaltes in eine enge Einfüllöffnung ist bei
solchen Vorrichtungen kaum möglich.
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Schließlich ist es auch bekannt, an der Flasche eine hoch aufragende
Ausgießspitze einstückig anzuformen, die mittels einer lösbaren Verschlußkappe verschlossen
wird und die gegebenenfalls so ausgebildet ist, daß sie bei Benutzung an der Spitze
aufgeschnitten werden muß. Bei solchen Flaschen sind die bekannten kindergesicherten
Schraubverschlüsse in der herkömmlichen Form nicht verwendbar. Es müßten hier hohe,
spitzkegelig ausgebildete und entsprechend teure Sicherheitskappen verwendet werden.
Außerdem haben solche Flaschen eine für die raumsparende Verpackung und Stapelung
ungünstige Form.
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Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, eine in der Außbildung und
Handhabung besonders geeignete Ausgießvorrichtung für Flaschen, insbesondere gunststoffflaschen,
zu schaffen, die sich mit besonderem Vorteil zusammen mit den bekannten kindergesicherten
Verschlüssen verwenden läßt und die auch eine im Einblick auf die raumsparende Verpackung
und Stapelung günstige Formgebung der Flasche ermöglicht. Die Ausgießvorrichtung
soll zugleich ein einfaches und getieltes Ausgießen des Flascheninhaltes zulassen.
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß an der Flaschenöffnung
eine versenkbare und aus der Flaschenöffnung herausführbare Ausgießspitze angeordnet
ist.
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Bei einer solchen Ausbildung der Flasche und ihrer Ausgießvorrichtung
lassen sich für den Flaschenverschluß die bekannten kindergesicherten Schraubkappen
verwenden. Bei aufgeschraubter Sicherheitskappe ist die Ausgießspitze in der Flasche
versenkt unterhalb der Kappe angeordnet. Nach dem Lösen der Sicherheitskappe läßt
sich die Ausgießspitze aus der Flaschenoffnung in die Gießstellung herausfahren,
in der ein bequemes und gezieltes Abfüllen des Flascheninhaltes möglich ist.
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Das Herausfahren der AusgieBspitse aus der Flaschenbffnung läßt sich
in unterschiedlicher Weise bewerkstelligen. Vorzugsweise ist die Ausgießspitze mit
einem innerhalb der Flasche liegenden Kolbenansatz od.dgl. versehen. Dabei läßt
sich die Anordnung so treffen, daß durch Ausüben eines
Fingerdrucks
auf den elastischen Flaschenkörper die Ausgießspitze selbsttätig ohne Berührung
der Spitze unter der Wirkung des erhöhten Innendrucks in der Flasche auegefahren
wird. Damit entfällt der Handkontakt mit dem gegebenenfalls aggressiven Flascheninhalt
an der Ausgießspitze. Der sich bei Druckausübung auf den Flaschenkörper einstellende
Flascheninnendruck wirkt auf den Xolbenansatz, wodurch die Ausgießspitze ausgefahren
wird. Es empfiehlt sich, die Ausgießspitze und den Kolbenansatz aus einem einstückigen
Xunststoffteil herzustellen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist in die Flaschenöffnung
ein, vorzugsweise aus Kunststoff bestehender, Hohlstopfen eingesetzt, der mit einer
Innenöffnung für die verschiebbare Ausgießspitze versehen ist. Dabei läßt sich die
Anordnung in zweckmäßiger Weise so treffen, daß die Ausgießspitze in der Innenöffnung
des Hohlstopfens eng und dicht geführt ist, so daß hier der fließfähige Flascheninhalt
nicht austreten kann. Es empfiehlt sich im übrigen, den Kolbenansatz der Ausgießspitze
so auszubilden, daß er sich beim Ausfahren der Ausgießspitze in den Hohlstopfen
von unten einschiebt. Vorteilhafterweise sind am Hohlstopfen und am Kolbenansatzt
zusammenwirkende Dicht- und/oder Führungs- oder Änschlagflächen angeordnet. Beispielsweise
weist der Xolbenansatz als Dichtfläche eine konische Umfangsflä che auf die sich
im iusfahrzustand der Ausgießspitze gegen eine Gegenfläche .S Hohlstopfen insbesondere
dessen innere Mantelfläche, dichtend anlegt.
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Die Ausgießspitze kann als Gießkanal einen axialen Innenkanal oder
auch mindestens eine an ihrem Außenumfang angeordnete Ausgießrille aufweisen. Gemäß
einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ist die Ausgießspitze so ausgebildet,
daß der Blascheninhalt erst dann auszutreten beginnt, wenn die Ausgießspitze voll
ausgefahren ist. Im versenkten Zustand der Ausgießspitze ist dagegen die Flaschenöffnung
verschlossen. Hierdurch wird eine zusätzliche Sicherheit gegen unbeabsichtigtes
Ausgießen des Flascheninhaltes erreicht. Der Gießkanal der Ausgießspitze kann in
diesem Fall zwischen den Enden der Ausgießspitze abgesetzt sein, wobei die beiden
abgesetzten Teile des Gießkanals im Ausfahrzustand der Ausgießspitze über eine Innenkammer
od.dgl.
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des Hohlstopfens verbunden sind, wahrend sie bei eingefshrener Ausgießspitze
durch eine am Hohlstopfen angeformte Fläche gegeneinander abgesperrt sind. Derjenige
Teil des Gießkanals, der sich von der Absetzung bis zum freien äußeren Ende der
Ausgießspitze erstreckt, wird hierbei zweckmäßig als Außenrille od.dgl. ausgebildet.
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Die versenkbare Ausgießspitze kann ferner so ausgebildet werden, daß
der Flascheninhalt, der durch den erhöhten Innendruck in der Flasche spritzend austritt,
zunächst in eine Vorkammer gelangt, die den Spritdruck drosselt und damit ein ruhiges
und. zielgenaues Austreten des Flascheninhaltes über die Ausgießspitze bewirkt.
Diese Vorkammer kann im Inneren des Hohlstopfens angeordnet werden.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Ausfahren der Ausgießspitze
beim Abnehmen der Verschlußkappe durch eine Beder bewirkt oder unterstützt. Die
Anordnung läßt sich hierbei so treffen, daß die Feder im versenkten Zustand der
Ausgießspitze innerhalb der Flaschenöffnung bzw. des hier befindlichen Hohlstopfens
liegt. Für die Feder kann eine einfache Schraubenfeder vorgesehen werden, die sich
einerseits an dem Hohlstopfen und andererseits an einem Anschlag der Ausgießspitze
abstützt. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Kunststoffeder zu verwenden, die
an der Ausgießspitze und/oder an dem Hohlstopfen einstückig angeformt werden kann.
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Erfindungsgemäß besteht auch die Möglichkeit, eine Riegelvorrichtung
vorzusehen, welche die Ausgießspitze im Gießzustand und/oder im versenkten Zustand
lösbar verriegelt und die zweckmäßig aus an der Ausgießspitze bzw. ihrem Kolbenansatz
und dem Hohlstopfen angeordneten zusommenwirken den Rastorganen od.dgl. besteht.
Ist die Ausgießspitze im ausgefahrenen Gießzustand verriegelt, so verbleibt sie
auch bei nachlassendem Innendruck in der Flasche in der Gießposition. Durch Aufsetzen
der Verschlußkappe wird die Verriegelung selbsttätig gelöst, ohne daß hierbei die
Ausgießspitze mit der Hand berührt zu werden braucht.
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Eine Verriegelung der Ausgießspitze im eingefahrenen Zustand empfiehlt
sich im allgemeinen nur dann, wenn die Anordnung so getroffen ist, daß die Ausgießspitze
in dieser abgesenkten
Position die Flaschenöffnung gegen Austritt
des Flascheninhaltes abdichtet. In diesem Fall ergibt sich eine zusätzliche Sicherung,
da der Flascheninhalt selbst dann nicht aus der Flasche austreten kann, wenn die
Verschlußkappe von der Flaschenöffnung abgenommen wird. Erst nach Lösen der Verriegelung,
was z.B. durch Ziehen an der Ausgießspitze bewirkt wird, läßt sich letztere in die
Ausgießposition ausfahren, in der der Flascheninhalt abgefüllt werden kann.
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Gemäß einer weiteren Ausfiihrungsform der Erfindung ist eine die Ausgießspitze
und die Verschlußkappe lösbar miteinander verriegelnde Riegelvorrichtung vorgesehen,
welche sweckmäBig ebenfalls aus angeformten Rastorganen od.dgl. besteht.
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In diesem Fall läßt sich die Anordnung in besonders sweckmäßiger Weise
so treffen, daß beim Abziehen der Verschlußkappe von der Flaschenöffnung die mit
ihr verriegelte Ausgießspitze automatisch in die Ausgießposition ausgefahren wird.
Durch Anwendung einer mäßigen Zugkraft an der Verschlußkappe läßt sich diese dann
von der Ausgießspitze abziehen. Umgekehrt wird beim Aufsetzen der Verschlußkappe
auf das freie Ende der Ausgießspitze diese in das Flascheninnere zurückgeschoben,
wobei durch eine geringe Druckausübung selbsttätig die Verriegelung wieder hergestellt
wird.
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Auch bei dieser Anordnung läßt sich eine zusätzliche Sicherung gegen
unbeabsichtigtes Ausfließen des Plascheninhaltes dadurch erreichen, daß die Verschlußkappe
im verriegelten Zustand den Gießkanal der iusgießspitze verschließt. Die
Riegelvorrichtung
besteht hierbei zweckmäßig aus am Boden der Verschlußkappe innenseitig angeordneten,
mit dem Eopfstück der Ausgießspitze zusammenwirkenden federnden Rastorganen od.dgl.
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Die erfindungsgemäße Flasche ist gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung vorzugsweise so ausgebildet, daß sie neben der Flaschenöffnung eine angeformte,
höckerartig bis etwa zur Oberseite der im Verschlußzustand befindlichen Verschlußkappe
hochgezogene Flaschenschulter aufweist, welche die Verschlußkappe weitgehend gegen
Beschädigung durch äußere Einwirkungen schützt. Dabei wird die Anordnung vorzugsweise
so getroffen, daß die Ausgießspitze im ausgefahrenen Zustand mit ihrer Mündung mindestens
in Höhe der Oberseite dieser hochgezogenen Flaschenschulter liegt, zweckmäßig diese
sogar noch überragt, um ein bequemes und zielgenaues Abfüllen des Flascheninhaltes
zu ermöglichen.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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In den Fig. 1 und 2 ist der Kopfbereich einer gunststoffflasche 10
dargestellt, die im wesentlichen die Form eines Parallelepipeds hat und eine höckerartig
hochgezogene Flaschenschulter 11 mit daneben angeordneter Elle 12 aufweist, welche
die Xll- und Außgießöffnung der Flasche bildet und mittels einer Ver6hlußkappe 13
verschließbar ist. Die Verschlußkappe 15 ist auf ein angeformtes Gewinde 12' der
Flaschentülle
12 auf schraubbar; sie besteht aus einer an sich
bekannten Sicherheitskappe, welche mit einem (nicht dargestellten) Einsatz stück
in einer solchen Anordnung und Ausbildung versehen ist, daß die Kappe nur dann abgeschraubt
werden kann, wenn sie beim Schraubvorgang zugleich in Pfeilrichtung P gegen den
Flaschenkörper gedrückt wird. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Oberseite
13' der Verschlußkappe 13 im aufgeschraubten Zustand (Fig. 1) mit der ebenflächigen
Oberseite 11' der hochgezogenen Flaschenschulter 11 in einer gemeinsamen Horizontalebene
liegt. Die im Umriß angenähert rechteckige Kunststoffflasche ist daher auf sämtlichen
Außenflächen standfest; sie läßt sich raumsparend verpacken und stapeln.
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In die angeformte Tülle 12 ist ein aus Kunststoff gefertigter Hohlstopfen
14 eingesteckt, der am Außenumfang angeformte Zähne 15 od.dgl. aufweist, die einen
festen Sitz des Rohlstopfens in der tülle bewirken. Zum Ausgießen des Flascheninhaltes
ist gemäß den Fig. 1 und 2 eine Ausgießspitze 16 vorgesehen, die mit einer einen
Gießkanal 17 bildenden durchgehenden axialen Innenbohrung versehen ist.
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Die Ausgießspitze 16 weist an ihrem in der Flasche liegenden Ende
einen angeformten flachen Kolbenansatz 18 auf, dessen Umfangsfläche eine konische
Dichtfläche 19 bildet. Die iusgießspitze 16 ist in einer Führungsöffnung 20 des
Hohlstopfens 14 dicht geführt; sie ist zweckmäßig zusammen mit ihrem olbenansatz
18 einstückig aus Kunststoff gefertigt.
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Fig. 1 zeigt die Ausgießspitze 16 in einer Position, in der sie bei
aufgeschraubter Verschlußkappe 13 versenkt innerhalb der Flasche liegt. Um dem Flascheninhalt
ausgießen zu können, wird die Verschlußkappe 13 abgeschraubt.
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Wird der elastische Flaschenkörper unter einem Fingerdruck verformt,
so erhöht sich der Innendruck in der Flasche, wodurch die Ausgießspitze 16 ausgefahren
wird. In der ausgefahrenen Position gemäß Fig. 2 legt sich der Kolbenansatz 18 mit
seiner konischen Dichtfläche 19 gegen die stirnseitige Umfangsfläche 21 des Hohlstopfens
14, wodurch eine Abdichtung an der Innenseite des Hohlstopfens bewirkt wird. Die
Ausgießspitze 16 hat eine solche Länge, daß sie im Gießzustand gemäß Fig. 2 über
die Oberseite 11 der hochgezogenen Flaschenschulter 11 herausragt. Der Flascheninhalt
kann daher bequem aus der Flasche ausgegossen werden.
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Wie erwähnt, wird die Ausgießspitze 16 durch den auf den Kolbenansatz
18 wirkenden Innendruck aus der Flaschenöffnung ausgefahren. Das Einschieben der
Ausgießspitze erfolgt ebenfalls selbsttätig durch Aufsetzen oder Aufschrauben der
Verschlußkappe.
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Fig. 3 zeigt eine geänderte Ausführungsform, bei welcher die Ausgießspitze
16A keinen axialen Innenkanal, sondern statt dessen einen am Außenumfang angeformten
rillenartigen Gießkanal 22 aufweist, der sich über eine Absetzung 23 in einen ebenfalls
außenseitig angeformten rillenartigen Kanal 24 fortsetzt. Auch hier ist die Ausgießspitze
in der zentralen Innenöffnung 20 des Hohlstopfens 14 dicht geführt.
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In dem dargestellten ausgefahrenen Zustand fließt beim Ausgießen der
Flascheninhalt über den Kanal 24 und eine Innenkammer 25 des Rohlstopfens 14 zu
dem Gießkanal 22. Die Verbindung zwischen den Kanälen 22 und 24 wird unterbrochen,
wenn die Ausgießspitze 16A so weit eingefahren wird, daß die Absetzung 23, an der
die Kanäle 22 und 24 in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind, im Inneren
der dichten Führungsöffnung 20 des Hohlstopfens liegt. Damit ist sichergestellt,
daß ein Ausgießen des Flascheninhaltes nur bei voll ausgefahrener Ausgießspitze
erfolgen kann. Dieselbe Wirkung läßt sich auch auf anderen Wegen erreichen.
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Beispielsweise könnte bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 der
rillenartige Gießkanal 22 entfallen. Die austretende Flüssigkeit fließt dann von
dem Kanal 24 in die Innenkammer 25 und von hier über den Außenumfang der Ausgießspitze
zu deren freien Ende 16' hin. Auch ist es möglich, am Umfang der Ausgießspitze mehrere
rillenartige Gießkanäle 22 anzuformen, die sich bei ausgefahrener Ausgießspitze
bis in die Kammer 25 erstrecken. Der von dem Boden des Eolbenansatzes 18 bis in
die Innenkammer 25 reichende Kanal 24 könnte auch aus einer zentralen Axialbohrung
der Ausgießspitze bestehen, die über mindestens eine Radialbohrung mit der Innenksmmer
25 in Verbindung steht. Auch wäre es möglich, den rillenartigen Gießkanal 22 durch
eine Axialbohrung der Ausgießspitze zu ersetzen, die ebenfalls über mindestens eine
Radialöffnung in die Innenkanier 2-5 übergeht
Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 ist die Anordnung so getroffen, daß sich der Kolbenansatz 18 bei ausgefahrener
Ausgießspitze in den an der Unterseite offenen Xohlstopfen hineinschiebt und gegen
eine Anschlag- und Dicht fläche 26 legt, welche am Umfang des die Führungsöffnung
20 bildenden Stopfenteils angeordnet ist.
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Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, die weitgehend derjenigen nach
den Fig. 1 und 2 entspricht. Die AuBgießspitze 16 ist hier mittels einer Feder 27
ausfahrbar, die sich einerseits am Boden 28 der Innenkammer 25 und andererseits
an einem Flansch 29 abstützt, welcher an dem freien Ende der Ausgießspitze 16 angeformt
ist. Die Schraubenfeder 27 umgreift die Ausgießspitze; sie hält diese in der Gießposition.
Durch Aufsetzen der Verschlußkappe 13 auf die Flaschentülle 12 läßt sich die Ausgießspitze
gegen die Sückstellkraft der Feder 27 in die Flasche zurückschieben.
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Bei dem Ausführungabeispiel nach den Fig. 5 und 6 ist eine Ausgießspitze
16A gemäß Fig. 3 vorgesehen, die hier mit einem außenseitig angeformten Kanal 24
versehen ist, der bei ausgefahrener Ausgießspitze in der Innenkammer 25 mündet und
damit ein Ausgießen des Flascheninhaltes ermöglicht.
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Die Ausgießspitze 16A weist hier s.B. am Außenumfang mehrere in Umfangsrichtung
versetzte Gießkanäle 22 auf, wie in Fig. 6 gezeigt. Sie könnte aber auch nur einen
einzigen oder zwei Gießkanile aufweisen oder als Rundspitze ausgeführt sein. Wesentlich
ist, daß auch hier die Anordnung so getroffen ist, daß ein Auqießon des Plascheninhaltes
atr
dann möglich ist, wenn sich bei voll ausgeschobener Ausgießspitze
der Kolbenansatz 18 dichtend gegen die entsprechende Gegenfläche des Hohlstopfens
legt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist eine die Ausgießspitze
mit dem Eohlstopfen lösbar verriegelnde Riegel-Vorrichtung vorgesehen. Diese besteht
aus an dem Mantel des Hohlstopfens 14 angeformten Vorsprüngen 30 und entsprechenden
Vorsprtingen 31 am Außenumfang des Kolbenansatzes 18.
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Beim Ausfahren der Gießspitze rasten die Kolbenvorsprünge 31 hinter
den elastischen Vorsprüngen 30 des Hohlstopfens ein, wie insbesondere auch in Big.
7 dargestellt. Hierdurch wird die Ausgießspitze 16A in der ausgefahrenen Stellung
verriegelt. Das Lösen der Verriegelung läßt sich ohne Fingerberührung der Ausgießspitze
z.B. dadurch bewerkstelligen, daß die Verschlußkappe 13 von oben auf die Ausgießspitze
aufgesetzt und. dann nach unten gegen die Gießtülle 12 gedrückt wird.
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Es ist auch möglich, die Anordnung so zu treffen, daß die Ausgießspitze
im versenkten Zustand über eine aus Rastnasen oder sonstigen Rastorganen od.dgl.
bestehende Verriegelung lösbar an der Flasche verriegelt wird. Falls der durch Druckverformung
der Flasche bewirkte Flascheninnendruck nicht ausreicht, um die Verriegelung zu
lösen und damit die Ausgießspitze auszufahren, kann das Ausfahren der Ausgießspitze
auch auf andere Weise, &.B. von Hand, bewerkstelligt werden.
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Besonders zweckmäßig ist in diesem Fall eine Anordnung, bei
der
die Ausgießspitze, wie in Fig. 8 dargestellt, mit der Verschlußkappe 13 lösbar verriegelt
werden kann. Die topfförmige Verschlußkappe 13 weist in diesem Ball innenseitig
angeformte Rastorgane 32 od.dgl. auf, die mit mindestens einem am freien Ende der
Ausgießspitze angeformten Rastorgan 33, hier in Form eines gerundeten Flansches
od.dgl., zasnmmenwirken. Die Verriegelung ermöglicht ein Drehen der Verschlußkappe
13 ohne Mitnahme der Ausgießspitze. Wird die Verschlußkappe 13 von der Flasche abgeschraubt,
so läßt sich mit Hilfe der Verschlußkappe die Ausgießspitze aus der Flaschenöffnung
in die Gießposition herausziehen. Durch eine leichte Zugbewegung an der Verschlußkappe
kann diese dann von der Ausgießspitze abgezogen werden. Ist bei dieser AusfZhrungsform
eine die Ausgießspitze in der ausgefahrenen Gießposition verriegelnde Riegelvorrichtung
vorgesehen, so wird die Anordnung so getroffen, daß für das Lösen der Verriegelung
zwischen Ausgießspitze und Verschlußkappe eine größere Kraft notwendig ist als für
das Herstellen der Rastverriegelung zwischen Ausgießspitze und Hohlstopfen. Damit
wird sichergestellt, daß beim Abziehen der Verschlußkappe 13 von der Ausgießspftze
diese gegenüber dem Hohlstopfen 14 verriegelt ist. Beim Verschließen der Flasche
wird die Verschlußkappe 13 von oben auf das Ende der Ausgießspitze aufgesetzt und
gegen die Tülle 12 geschoben. Hierbei wird die Ausgießapitze in die Flasche bis
zu einem Anschlag eingeschoben. Durch einen leichten Druck auf die Verschlußkappe
13 Iaßt sich dann die Verriegelung zwischen der im versenkten
Zustand
an dem Anschlag abgestützten Äusgießspitze und der Kappe 13 wieder herstellen, worauf
dann die Verschlußkappe 13 auf das Gewinde der Tülle 12 aufgeschraubt wird.
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Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich in verschiedener
Weise ändern, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann die
Verriegelung zwischen der Verschlußkappe 13 und der Ausgießspitze so ausgebildet
werden, daß der aus einer Innenbohrung bestehende axiale Gießkanal 17 an der Mündung
der dusgießspitze durch die mit dieser verriegelten Kappe abgedichtet wird, so daß
ein Ausgießen des Flascheninhaltes erst dann möglich ist, wenn die Verschlußkappe
13 von der Ausgießspitze abgezogen ist. Hierdurch wird eine erhöhte Sicherheit gegen
unbedachtes ausgießen des Flascheninhaltes erreicht. Die verseiikbare Ausgießspitze
läßt sich auch so ausbilden, daß der Flascheninhalt, der durch den erhöhten Innendruck
in der Flasche spritzens austritt, zunächst in eine Vorkammer des Hohlstopfens 14
gelangt, welche als Brosselkammer ausgebildet ist und den Spritzdruck drosselt,
um einen ruhigen Gießstrahl zu bewirken.
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L e e r s e i t e