DE2549386A1 - Verfahren und vorrichtung fuer den transport von stallmist - Google Patents
Verfahren und vorrichtung fuer den transport von stallmistInfo
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- A01K1/01—Removal of dung or urine ; Removal of manure from stables
- A01K1/0142—Removal of dung or urine ; Removal of manure from stables by means of a moving piston
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Description
PATENfANWALTK A. GRÜNECKER
DiPl.-ING.
254938ο
W. STOCKMAIR
DR (Na-AiiEiCALTcCHl
K. SCHUMANN
DR HER MAT - DIPL-FHYS
P. H. JAKOB
QPU-(NQ
G. BEZOLD
DR REH (ViAT.- DIPL.-CHEM.
MÜNCHEN E. K. WEIL
DR RER OEC INQ.
LINDAU
MÜNCHEN 22
4. November 1975 P 9781
Bror Arne SJÖBLOM
Gottne, S-890 26 HOLIDEN, Schweden
Verfahren und Vorrichtung
für den Transport von Stallmist
für den Transport von Stallmist
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für den Transport von Stallmist sowie auf eine Vorrichtung zum Durchführen
des Verfahrens. Das erfindungsgemäße Verfahren und
die erfindungsgemäße Vorrichtung sind für die Verwendung
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in Kuhställen und dergl. bestimmt, um den Stallmist unter
Druck daraus absutransportieren.
Es gibt bekannte Stallungen, welche so eingerichtet sind,
daß der anfallende Mist an eine bestimmte Stelle befördert wird, an welcher eine Dungpresse angeordnet ist. Diese
hat einen linear hin und her beweglichen Kolben, welcher den Mist in eine zu einem Lagerplatz führende Leitung
preßt. Der Antrieb des Kolbens erfolgt mittels hydraulischer Zylinder oder mittels eines Elektromotors unter
Zwischenschaltung von Antriebsübertragungseinrichtungen zum Erzeugen der Linearbewegung des Kolbens.
Bekannte Vorrichtungen für den Transport von Stallmist unter Druck haben den Nachteil, daß der Kolben nur bei
seiner Bewegung in Richtung auf die Austragsleitung einen Druck erzeugt. Der Antrieb für den Kolben muß für die beim
Preßhub vom Kolben ausgeübte Kraft ausgelegt sein, so daß also beim Rückwärtshub des Kolbens nur ein kleiner Teil
der vorhandenen Antriebskraft ausgenützt wird. Um eine Ansammlung von Stallmist an der Rückseite des Kolbens zu
vermeiden, ist der Kolben bei bekannten Vorrichtungen sehr lang und hat gewöhnlich eine zylindrische Form. Ein v/eiterer
Nachteil von bekannten Vorrichtungen für den Transport von Stallmist unter Druck besteht darin, daß sie sehr
große Abmessungen haben und entsprechend viel Raum benötigen. '
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren und eine Vorrichtung für den Transport von Stallmist zu
schaffen, bei welchem bzw. welcher die Nachteile und Mangel bekannter Verfahren und Vorrichtungen beseitigt sind.
Bei einem Verfahren der genannten Art ist diese Aufgabe erfindungsgeraäß dadurch gelöst, daß der Stallmist mittels
eines Kolbens, x*7elcher eine hin und hergehende Drehbewegung
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ausführt und zwei bei dieser Bewegung abwechselnd in Wirkung tretende Druckflächen aufweist, von .einem Einlaß aus
in ein Austragsrohr gepreßt wird. Dabei ist das Austragsrohr vorzugsweise so angeordnet, daß es abwechselnd mit
den beiden Druckflächen des Kolbens in Druckverbindung gebracht wird.
Bei einer Vorrichtung der genannten Art ist die gestellte
Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse, durch einen in zwei Eichtungen hin
und her drehbar im Gehäuse angeordneten Kolben, welcher im Querschnitt die Form eines Kreissegments hat, durch
einen Einlaß und einen diesem im wesentlichen gegenüber am Gehäuse angeordneten Auslaß und durch eine Steuerklappe,
welche je nach dem Drehsinn des Kolbens eine Verbindung
zwischen dem Auslaß und einem von zwei beiderseits des Kolbens liegenden Teilen des Innenraums des Gehäuses
freigibt.
Der Kolben ist starr auf einer in der Mitte des Gehäuses angeordneten und vorzugsweise dessen Seitenwandungen durchsetzenden
Welle befestigt. Die Welle ist mit einem außerhalb des Gehäuses angeordneten Antrieb verbunden und wird
von diesem abwechselnd vorwärts und rückwärts in Drehung versetzt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet mit einem hohen Wirkungsgrad bei wirtschaftlicher Ausnutzung der Antriebskraft
und hat dabei sehr kleine Abmessungen, so daß sie sich mit einem sehr geringen Arbeits- und Zeitaufwand
installieren und warten läßt.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Schrägansicht
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem daran angeschlossenen Austragskrümmer und Austragsrohr,
Fig. 2 eine Schnittansicht der Vorrichtung in einer ersten Fülistellung,
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Schnittansicht der Vorrichtung während eines ersten Preßhubs,
Fig. 4- eine Fig. 2 entspreche&e Schnittansicht der Vorrichtung
in einer zweiten Füllstellung und
Fig. 5 eine Fig. 2 bis 4- entsprechende Schnittansicht der
Vorrichtung während eines zweiten Preßhubs.
In der Zeichnung erkennt man ein zylindrisches Gehäuse 1 mit einem nach oben gerichteten Einlaß 2 und einem abwärts
gerichteten Auslaß 3· Ein Kreissegmentförmiger Drehkolben
ist auf einer sich quer durch die Mitte des Gehäuses 1 erstreckenden Welle 5 befestigt. Eine schwenkbar auf der
Welle 5 angebrachte Steuerklappe 6 erstreckt sich etwas
über den Eadius des Gehäuses 1 hinaus in den Auslaß 3· Die
Welle 5 durchsetzt an wenigstens einer Seite die Seitenwand des Gehäuses 1 und ist hier mit einem außerhalb des
Gehäuses angeordneten Antrieb 7 verbunden, welcher sie und den an ihr befestigten Drehkolben 4- in eine hin und her
gehende Drehbewegung versetzt. In Fig. 1 ist am Auslaß 3 ein Austragskrümmer 8 angeschlossen, welcher zu einem
Austragsrohr 9 führt.
Die beschriebene Vorrichtung ist vorzugsweise an einem Fördertisch einer Entmistungsanlage in einem Stall angeordnet.
Der Einlaß 2 hat einen auswärts hervorstehenden Flansch 10 und wird vorzugsweise so unter dem Fördertisch
der Entmistungsanlage aufgestellt, daß der Flansch 10 in Höhe der Unterseite des Fördertischs liegt.
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Das Zubringen des Dungs zum und in den Einlaß kann mittels bekannter Einrichtungen geschehen, beispielsweise mitttels
sich auf dem Fördertisch vorwärts und rückwärts bewegender Rechen einer Entmistungsanlage, oder auch auf irgend eine
andere Weise.
Bei Betätigung durch den Antrieb 7 vollführt der Drehkolben 4- im Gehäuse 1 von der in Fig. 2 gezeigten Füllstellung
eine Drehbewegung in die in Fig. 3 gezeigte Stellung. In dieser Stellung ist der an der Druckseite des Kolbens
befindliche Dung bereits bis zu einem gewissen Grade gepreßt und der Einlaß 2 ist durch den Kolben verschlossen.
Bei seiner weiteren Drehung übt der Kolben nun einen erhöhten Preßdruck auf den im Gehäuse 1 vorhandenen Mist
aus. Unter dem vom Kolben 4 auf den Mist ausgeübten Druck wird die Steuerklappe 6 von der in Fig. 2 dargestellten
in die in Fig. 3 gezeigte Stellung verschwenkt und kommt dabei in abdichtende Anlage an der betreffenden Seite des
Aus.lasses 3· Der Mist wird nun gegen die der jetzt wirksamen
Druckfläche des Kolbens 4 zugewandte Fläche der Steuerklappe 6 gepreßt und bei der durch die Bewegung des
Kolbens in die in Fig. 4- gezeigte Stellung bewirkten Abnahme des zwischen dem Kolben und der Steuerklappe vorhandenen Volumens unter Druck durch den Auslaß 3 ausgetragen.
Am Ende des vorstehend beschriebenen ersten Preßhubs des Kolbens in die in Fig. 4 gezeigte Stellung wird dem Gehäuse
1 eine weitere Ladung Mist zugeführt. Bei erneuter Betätigung des Antriebs 7 vollführt der Kolben 4 nun eine Drehbewegung
in entgegengesetzter Richtung, wobei die der ersten gegenüberliegende Seite nun als Druckfläche wirksam
ist. Die Steuerklappe 6 wird dabei in Anlage am gegenüberliegenden Rand des Auslasses 3 geschwenkt (Fig. 5)· Nachdem
der Kolben 4- dann wieder die in Fig. 2 gezeigte Stellung erreicht hat, wird der Antrieb 7 erneut umgesteuert, so
daß sich das vorstehend beschriebene Arbeitsspiel wiederholt.
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Da die erfindungsgemäße Vorrichtung, wie vorstehend beschrieben, mit einem doppeltwirkenden Kolben 4 arbeitet, hat sie
eine sehr große Förderleistung. Ihre Abmessungen sind erhablich kleiner als die bekannter Stallmist-Druckfördereinrichtungen.
Die Steuerklappe 6 bildet einerseits eine Fläche, an v/elcher entlang der in das Gehäuse 1 gebrachte
Dung aus dem Auslaß 3 gepreßt wird, und dient andererseits
als Rückschlagventil, welches das Zurücksaugen des Dungs aus dem Auslaßkrümraer 8 verhindert. Daher ist hier kein
zusätzliches Rückschlagventil erforderlich, wie dies bei bekannten Stallmist-Druckfördereinrichtungen der Pail ist.
Der Antrieb 7 kann eine Antriebsquelle beliebiger Art enthalten, beispielsweise einen hydraulischen Drehkolbenmotor,
einen Elektromotor, wenigstens einen mit mechanischen Übertragungseinrichtungen zusammenwirkenden hydraulischen Zylinder
oder andere Arten von Antriebsquellen, mittels welcher eine hin und her gehende Drehbewegung erzeugbar ist.
Um die Betriebssicherheit der Vorrichtung zu erhöhen, kann
die Steuerklappe auch zwangsgesteuert sein. Zu diesem Zweck können beispielsweise an beiden Seiten des Kolbens Federelemente,
etwa Blattfedern, vorgesehen sein, welche jeweils zwei tangential oder radial von der Welle 5 abstehende
Schenkel aufweisen.
In der dargestellten Ausführungsform sind der Einlaß 2 und
der Auslaß 3 einander gegenüber angeordnet, so daß ihre gemeinsame Mittelachse senkrecht durch die Mitte der Welle
verläuft. Ein- und Auslaß können jedoch in bezug auf die senkrechte Mittellinie auch anders angeordnet sein.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt sondern erstreckt sich auf zahlreiche Änderungen und Abwandlungen derselben.
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Claims (9)
- Patentansprüche:Verfahren für den Transport von Stallmist, dadurch gekennz eichnet, daß der Stallmist mittels eines Kolbens, welcher eine hin und her gehende Drehbewegung ausführt und zwei bei dieser Bewegung abwechselnd in Wirkung tretende Druckflächen aufweist, von einem Einlaß aus in ein Austragsrohr gepreßt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Austragsrohr abwechselnd mit den beiden Druckflächen des Kolbens in Druckverbindung gebracht wird.
- 3- Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse (1), durch einen in zwei Eichtungen hin und her drehbar im Gehäuse angeordneten Kolben (4-), durch einen Einlaß (2) und einen diesem im wesentlichen gegenüber am Gehäuse angeordneten Auslaß (3) und durch eine Steuerklappe (6), welche je nach dem Drehsinn des Kolbens eine Verbindung zwischen dem Auslaß und einem von zwei beiderseits des Kolbens liegenden Teilen des Innenraums des Gehäuses freigibt.
- 4-, Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (4·) einen kreissegmentförmigen Querschnitt hat.
- 5« Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4-, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (4-) starr auf einer in der Mitte des Gehäuses (1) angeordneten und vorzugsweise dessen Seitenwände durchsetzenden Welle (5) befestigt ist.
- 6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3609821/06 7 8bis 5r dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (5) mit einem zunächst dem Gehäuse (1) angeordneten Antrieb (7) verbunden ist und daß der Antrieb zum Erzeugen einer hin und her gehenden Drehbewegung der Welle eingerichtet ist.
- 7· Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerklappe (6) ein schwenkbar an der Welle (5) angebrachtes plattenformiges Teil aufweist, welches abwechselnd an zwei einander gegenüberliegenden Rändern des Auslasses (3) des Gehäuses (1) in abdichtende Anlage bringbar ist.
- 8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerklappe (6) mittels eines daran angreifenden Antriebsteils beim Wechsel des Drehsinns des Kolbens (4-) von der einen zur anderen Anlagefläche bewegbar ist.
- 9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlaß (2) an seinem oberen Rand einen auswärts hervorstehenden Flansch (10) hat, dessen Grundfläche größer ist als die der übrigen Teile der Vorrichtung.609821/0 6 78
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