DE2546035A1 - Verfahren zur herstellung eines aromatisierungsmittels - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines aromatisierungsmittelsInfo
- Publication number
- DE2546035A1 DE2546035A1 DE19752546035 DE2546035A DE2546035A1 DE 2546035 A1 DE2546035 A1 DE 2546035A1 DE 19752546035 DE19752546035 DE 19752546035 DE 2546035 A DE2546035 A DE 2546035A DE 2546035 A1 DE2546035 A1 DE 2546035A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vegetable
- rich
- hydrolyzate
- sulfur derivatives
- garlic
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L23/00—Soups; Sauces; Preparation or treatment thereof
- A23L23/10—Soup concentrates, e.g. powders or cakes
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L27/00—Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
- A23L27/20—Synthetic spices, flavouring agents or condiments
- A23L27/21—Synthetic spices, flavouring agents or condiments containing amino acids
- A23L27/215—Synthetic spices, flavouring agents or condiments containing amino acids heated in the presence of reducing sugars, e.g. Maillard's non-enzymatic browning
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Nutrition Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
- Seasonings (AREA)
- Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
Description
Dipf.-frifi. b. u.":^;:"
i-i-o ■ ,i ι,: π C-.", ν η
M 403
MAGGI A.G.
in Kempttal / SCHWEIZ
"Verfahren zur Herstellung eines Aromatisierungsmittels "
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Aromatisierungsmittels, insbesondere eines
Aromatisierungsmittels, welches den Geschmack von gekochtem Fleisch aufweist.
Es wurde bereits versucht, die verschiedensten synthetischen Aromatisierungsmittel mit dem Geschmack von gekochtem Fleisch
herzustellen, und zwar durch die sogenannte Maillard-Reaktion
in Gegenwart eines Stoffs, der Schwefel im Sulfidzustand enthält. Die Maillard-Reaktion ist diejenige nicht-enzymatische
Bräunungsreaktion, die bei der Erhitzung von
Stoffen wie Aminosäuren, Peptiden oder Proteinen mit Sacchariden stattfindet,eine Reaktion, die sich durch die Entwicklung
von Aromastoffen auszeichnet.
609884/0700
Die meisten Anstrengungen auf diesem Gebiet waren entweder auf eine bessere Auswahl der Aminosäuren, Peptide oder
Proteine (beispielsweise wurden vorzugsweise Hydrolysate von Proteinen und Autolysate von Hefe verwendet) oder auf
eine bessere Auswahl der Saccharide (vorzugsweise wurden Pentosen, wie z.B. Ribose oder Arabinose verwendet) gerichtet.
In der DT-OS 2 220 530 ist ein Verfahren zur Herstellung
von Aromatisierungsmitteln mit einem Fleischaroma unter
Zuhilfenahme der Maillard-Reaktion beschrieben, bei welchem
als Stoff, der Schwefel in Form von -SH enthält, Ei oder eine Eifraktion verwendet wird. Bei diesem Verfahren wird
als Fakultativmaßnahme vorgeschlagen, das dieser Reaktion unterworfene Reaktionsgemisch durch Zusatz sekundärer
Bestandteile wie Kohlsaft oder Zwiebelsaft zu "dopen". Diese letzteren Stoffe erteilen jedoch alleine kein Fleischaroma.
In Abwesenheit eines Eis oder einer Eierfraktion besitzt das durch die Maillard-Reaktion erhaltene Produkt
keinen Geschmack nach gekochtem Fleisch (siehe auch Ende des Beispiels 5 der vorliegenden Beschreibung).
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß bei der Herstellung von Aromatisierungsmitteln mit einem
Geschmack nach gekochtem Fleisch durch die Maillard-Reaktion die pflanzlichen Stoffe, wie z.B. Kohl, Zwiebel usw., als
Hauptbestandteile verwendet werden können, wenn sie vorher durch ein alkalisches Mittel behandelt werden.
Die Erfindung betrifft also die Herstellung eines Aromatisierungsmittels
hoher Qualität, das üblicherweise als "Fleischaroma" bezeichnet wird, mit geringen Kosten, wobei
von leicht verfügbaren pflanzlichen Stoffen ausgegangen
wird. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man einen pflanzlichen Stoff, der reich an Schwefelderivaten
ist, einer Hydrolyse mit einem alkalischen Mittel unterwirft und hierauf bei einer erhöhten Temperatur und
bei einem pH-Wert zwischen 5 und 7 das erhaltene Hydrolysat mit mindestens einem Saccharid und mit mindestens einem
Stoff, der Stickstoff im Aminozustand enthält, umsetzt.
Vorzugsweise wird das Hydrolysat von Peststoffen befreit,
und zwar entweder vor der Umsetzung mit den oben definierten Stoffen oder nachher, damit ein homogenes Aromatisierungsmittel
erhalten wird.
Die Gemüse oder Pflanzen, die reich an Schwefelderivaten
sind, kommen in der Natur nicht selten vor. Man findet sie unter den Gemüsen der Familie der Cruciferen oder Cruciferaceen,
wie z.B. Kohl und weiße Rüben, wie auch in der Familie der Liliaceen, wie z.B. Zwiebel, Knoblauch, Porree und Spargel.
Die an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoffe können in Form der ganzen Pflanzen, vorzugsweise in zerteilter
Form, oder als Fraktion oder als Extrakt einer Pflanze, wie z.B. in Form eines Safts oder eines ölharzes, verwendet
werden. Gegebenenfalls kann die Pflanze oder die Fraktion oder der Extrakt der Pflanze vorher einer bestimmten Behandlung
unterworfen werden, um die Anwesenheit der Schwefelderivate noch besser auszunutzen.
Die Hydrolyse durch ein alkalisches Mittel, wie z.B. Natronlauge, Kalilauge oder Carbonaten überführt, die
in den pflanzlichen Stoffen vorhandenen Schwefelderivate, wie z.B. die Disulfide, Thiosulfinate und Thiosulfate,
in Stoffe, welche den Schwefel hauptsächlich in Form von -SH enthalten. Im allgemeinen findet man im erhaltenen
Hydrolysat auch Stoffe, die den Schwefel in einer anderen
609884/07ÖÖ
Form als in Form von -SH enthalten, beispielsweise in Form
von -SO3H oder SO,H. Es wurde jedoch festgestellt, daß
es nicht nötig ist, diese Stoffe zu entfernen. Deshalb wird vorzugsweise direkt das rohe Hydrolysat verwendet, welches
gegebenenfalls von den darin enthaltenen Trockenfeststoffen befreit wird.
Wie es allgemein bekannt ist, können das Saccharid und der Stickstoff im Aminozustand enthaltende Stoff aus den
folgenden Substanzen ausgewählt werden:
Pentosen, wie z.B. Ribose und Arabinose; Hexosen, wie z.B. Glucose, Mannose, Fructose und Sorbose;
Disaccharide, wie z.B. Lactose und Maltose;
Säurehydrolysate oder enzymatische Hydrolysate von Polysacchariden (Zellulosen, Stärken) oder von an
Polysacchariden reichen Pflanzenfraktionen;
Uronsäuren;
Säurehydrolysate oder enzymatische Hydrolysate von Polysacchariden, die saure Gruppen tragen (Pectine,
Algine, Alginate, Gummis und oxydierte Zellulosen und Stärken) oder von Pflanzenfraktionen, die reich an
Säuregruppen tragenden Polysacchariden sind (Apfeltrester, Agrumentrester, Pulpen und Schnitzel von Zuckerrüben);
Ammoniak und Ammoniumchlorid;
Aminosäuren, Peptide, wie z.B. Hydrolysate von Proteinen und Autolysate von Hefen;
Proteine.
Die Hydrolyse der an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoffe mit Hilfe eines alkalischen Mittels unterliegt keinen
besonderen Parametern, solange der pH-Wert der Hydrolyse ausreichend alkalisch ist, d.h., daß er in der Praxis
oberhalb 8 liegt. Die Art des alkalischen Mittels ist von geringer Wichtigkeit. Vorzugsweise werden klassische alkalische
Mittel verwendet, wie z.B. Natronlauge, Kalilauge,Carbonate und Bicarbonate. Im übrigen ist es von Vorteil,
in der Hitze zu arbeiten. Beispielsweise kann unter Rückfluß
109884/0700
eine Hydrolysedauer von 1 bis 24 st als zufriedenstellend angesehen werden.
Für die Reaktion zwischen dem erhaltenen Hydrolysat, dem
oder den Sacchariden und dem oder den Stickstoff im Aminozustand enthaltenden Stoffen werden die für die Maillard-Reaktion
üblichen Bedingungen verwendet. Man kann sich an die weiter unten beschriebene bevorzugte Ausführungsform halten, um die richtigen Werte für die Dauer und die
Temperaturen der Reaktion herauszubekommen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird ein pflanzliches Ausgangsmaterial,
das aus Kohl, Blumenkohl, Zwiebeln und Knoblauch in fein zerteilter Form oder in Pulverform und aus Säften oder
Ölharzen von Kohl, Blumenkohl, Zwiebeln und Knoblauch besteht, einer alkalischen Hydrolyse durch 0,01 bis 10 η
NaOH, KOH, Na2CO, oder NaHCO, unterworfen, wobei etwa
18 st auf Rückfluß erhitzt wird.
Gemäß einer Variante wird das Ausgangsmaterial vor der alkalischen Hydrolyse einer enzymatischen Behandlung unterworfen,
wie z.B. einer Behandlung mit Aliinase, wie es von G.G. Freeman und R.J. Whenham in J. Sei. Fd Agric. 25,
499 (1974) beschrieben ist.
Gegebenenfalls werden nach der Hydrolyse die Feststoffe durch Filtration des Reaktionsmediums entfernt, um ein
homogenes Medium herzustellen, worauf mindestens eines der folgenden Saccharide:
Ribose
Arabinose
Uronsäure
saures oder enzymatisches Hydrolysat
von sauren Gruppen tragenden Polysacchariden
&09884/070Θ
saures oder enzymatisches Hydrolysat von Pflanzenfraktionen,
die reich an saure Gruppen tragenden Polysacchariden sind
in einer Menge von 5 bis 100 g/l, gerechnet als trockenes
Gewicht (wobei die Hydrolysate evtl. vorher mit Aktivkohle behandelt worden sind), Hydrolysat von Pflanzenproteinen, insbesondere
von Getreidekleber (200 bis 800 g/l) und Rinderfett (5 bis 30 g/l) zugegeben werden, wobei durchgehend der
pH mit Hilfe von 37#iger Salzsäure zwischen 5 und 7, vorteilhafterweise
in der Gegendvon 5,8, gehalten wird. Hierauf wird 1 bis 4 st, vorzugsweise 2 st, auf Rückfluß erhitzt,
währenddessen der pH-Wert vorzugsweise mit Hilfe von Natronlauge auf seinen Anfangswert gehalten wird.
Gemäß einer anderen Variante dieser bevorzugten Ausführungsform
werden die Feststoffe erst nach der Maillard-Reaktion abgetrennt.
Das erhaltene Aromatisierungsmittel besitzt die Form einer Flüssigkeit mit dunkler Farbe, welche einen starken Geschmack
und einen ausgeprägten Geruch nach gekochtem Fleisch aufweist. Es kann konzentriert oder getrocknet werden, beispielsweise
durch Lyophilisation, wobei eine Paste oder ein Pulver erhalten wird, das ohne Schwierigkeiten wieder
in Lösung gebracht werden kann. Dieses Produkt ist stabil und kann mindestens 6 Monate an der freien Luft aufbewahrt
werden.
Es kann direkt dazu verwendet werden, einem Nahrungsmittel einen Fleischgeschmack zu erteilen, wobei die verwendeten
Mengen von seiner Konzentration und von der Natur des betreffenden Nahrungsmittels abhängen. Es kann auch dazu verwendet
werden, den Geschmack eines Nahrungsmittels zu modifizieren oder den Geschmack von Fleisch zu verstärken. Dieses
Produkt kann alleine oder gemeinsam mit anderen Mitteln ver-
609884/07ÖÖ
wendet werden, die den Geschmack heben, wie z.B. Glutamat
oder Inosin-5'-phosphat.
Schließlich kann das Aromatisierungsmittel auch zur Verstärkung oder Modifizierung des Geschmacks von Nahrungsaromen verwendet werden, die bereits als Aromatisierungsmittel
dienen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert. In den Beispielen beziehen sich die Prozentangaben
und Mengen auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist.
In 30 ml einer 2 η Natronlauge werden 5 g eines in der folgenden
Tabelle angegebenen Gemüses, das auf eine Teilchengröße von durchschnittlich 1 mm Durchmesser zerkleinert
worden ist, suspendiert und dann 2 st auf Rückfluß erhitzt (1OiJ0C).
| Beispiele | Gemüse |
| 1 2 3 4 |
Zwiebel Knoblauch Kohl Blumenkohl |
Nach der Abkühlung wird das Reaktionsmedium filtriert, worauf zum Filtrat 25 g eines trockenen Hydrolysats von
Getreidekleber, eine ausreichende Menge 37£iger Salzsäure,
um den pH-Wert auf 5,8 zu heben, 1 g Ribose und 2,5 g
609884/0700
Rinderfett zugegeben werden. Hierauf wird 2 st auf Rückfluß erhitzt (1O4°C), wobei der pH durch Zusatz von
Natronlauge auf 5,8 gehalten wird.
Die nach der Abkühlung erhaltene Flüssigkeit stellt das Aromatisierungsmittel mit einem Geschmack nach gekochtem
Fleisch dar. Es besitzt die Form einer Flüssigkeit mit einer ausgeprägten braunen Farbe und mit einem Geruch
nach gekochtem Fleisch.
Die Aromatisierungsmittel der Beispiele 1 bis k werden
einer Jury von Geschmacksprüfern vorgelegt, die die folgenden Bevorzugungen abgeben:
| Klassifizierung | hydrolysiertes Gemüse | Beispiele |
| 1 2 3 |
Knoblauch Kohl, Blumenkohl Zwiebel |
2 3,4 1 |
Das Produkt von Beispiel 2 (Knoblauch) wird als vorzüglich eingestuft. Das Produkt von Beispiel 1 (Zwiebel) wird noch
als annehmbar eingestuft, obwohl es einen leichten Nachgeschmack nach Gemüse, der nicht als Zwiebelnachgeschmack
charakterisiert werden kann, aufweist.
Ähnliche Resultate werden erhalten, wenn keine frischen Gemüse, sondern getrocknete pulverförmige Gemüse verwendet
werden, nämlich 2 g Zwiebelpulver der Marke Asa Foetide
&09884/07ÖÖ
(Dixa, St. Gallen, Schweiz), 2 g Knoblauchpulver (Fridlin, Zug, Schweiz), 2 g Kohlpulver oder 2 g Blumenkohlpulver,
wobei die beiden letzteren aus Pulvern bestehen, die im Labor durch Entwässerung und Trocknung von frischem Gemüse
erhalten worden sind.
Die so erhaltenen Aromatisierungsmittel sind zufriedenstellend.
Sie sind jedoch weniger gut als die Aromatisierungsmittel, die aus frischem Gemüse erhalten worden sind.
Vergleichbare Resultate werden erhalten, wenn die frischen Gemüse oder Gemüsepulver durch Natriumcarbonat oder
Natriumbiearbonat während 2 st unter Rückfluß hydrolysiert
werden.
Das in den vorhergehenden Beispielen beschriebene Verfahren wird wiederholt, wobei 4 g eines durch kaltes Auspressen
erhaltenen Gemüsesafts anstelle der gesamten Gemüse verwendet werden. Nach der Hydrolyse dieser Säfte (Beispiel 5:
Zwiebelsaft; Beispiel 6: Knoblauchsaft) und der Maillard-Reaktion werden Flüssigkeiten mit ausgeprägter brauner Farbe
und mit dem Geruch nach gekochtem bzw. gebratenem Fleisch erhalten.
Zum Zwecke des Vergleichs wird das Beispiel 5 ohne vorhergehende Hydrolyse des Knoblauchsaftes wiederholt. Dieser
wird direkt bei einem pH-Wert von 5*8 mit dem Getreidekleberhydrolysat,
der Ribose und dem Rinderfett zur Umsetzung gebracht.
Dabei wird festgestellt, daß das erhaltene Produkt weder einen Geschmack noch einen Geruch nach Fleisch, sondern
&0988A/07ÖÖ
elnen Intensiven Geschmack nach Knoblauch aufweist.
Beispiele 7 und 8
Das in den Beispielen 1 bis 4 beschriebene Verfahren wird wiederholt, wobei anstelle von ganzen Zwiebeln bzw.
ganzem Knoblauch ein Ölharz von Zwiebeln (Beispiel 7) bzw. von Knoblauch (Beispiel 8) verwendet wird, welche
beide aus dem Hause Raboud Metroz, Colodno-Monzese, Frankreich, stammen. Nach der Hydrolyse der Ölharze
und der Maillard-Reaktion werden Flüssigkeiten erhalten, die eine ausgesprochen braune Farbe aufweisen und einen
Fleischgeschmack besitzen.
Das Verfahren von Beispiel 2 (Knoblauchpulver) wird wiederholt, wobei jedoch Arabinose anstelle von Ribose
für die Maillard-Reaktion verwendet wird. Das erhaltene Produkt besitzt das gleiche Aroma wie das Produkt von
Beispiel 2.
Das Verfahren von Beispiel 2 (frischer Knoblauch) wird wiederholt, wobei jedoch Galacturonsäure anstelle von
Ribose für die Maillard-Reaktion verwendet wird. Das erhaltene Produkt besitzt einen Geschmack nach gekochtem
Fleisch, der jedoch weniger ausgeprägt ist als derjenige des Produkts von Beispiel 2.
5 g Arabiengummi werden in 100 ml 2n HCl suspendiert,worauf
die Suspension 1 st auf Rückfluß (104°C) erhitzt wird.
609884/0700
Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsmedium filtriert,
um die Feststoffe zu entfernen, worauf zum Filtrat 100 g trockenes Hydrolysat von Getreidekleber, 30 g,
bezogen auf trockenes Gewicht, eines Hydrolysats von frischem Knoblauch, das gemäß Beispiel 2 erhalten worden
ist, eine ausreichende Menge Natronlauge, um den pH auf 5,8 zu heben und 2 g Rinderfett zugegeben werden.
Hierauf wird das Ganze 2 st auf Rückfluß (104°C) erhitzt, wobei der pH-Wert durch Zugabe von Natronlauge auf 5,8 gehalten
wird. Das erhaltene Produkt ist eine braune Flüssigkeit mit einem Geschmack von gekochtem Fleisch.
Das Verfahren von Beispiel 11 wird wiederholt, wobei jedoch von 15 g Zuckerrübenpulpe ausgegangen wird, die
annähernd 5 g Pectin enthalten.
Nach einer Hydrolyse während einer 1/2 st unter Rückfluß und nach der Maillard-Reaktion mit Hilfe des erhaltenen
Hydrolysats, das mit dem Getreidekleberhydrolysat, dem Hydrolysat von frischem Knoblauch gemäß Beispiel 2 und
dem Rinderfett gemischt worden ist, wird ein Aromatisierungsmittel erhalten, das dem Aromatisierungsmittel von
Beispiel 11 ähnlich ist.
Es wird eine Basis für eine Fertigsuppe hergestellt, indem die folgenden Bestandteile gemischt werden:
609884/07ÖÖ
Salz 8,6 g
Natriumglutamat 4,7 g
Zucker
Gewürze
Inosinmonophosphat Karamellfärbepulver Rinderfett
hydriertes Pflanzenfett (Biscuitine C ® )
getrocknete Tomatenflocken Zwiebelpulver
getrocknete Petersilie
getrocknete Petersilie
Dieses Gemisch wird dann in 1 1 kochendem Wasser aufgelöst,
worauf 2 g des Aromatisierungsmittels von Beispiel 12 zugegeben werden. Die so erhaltene Suppe besitzt einen ausgesprochenen
Geruch und Geschmack nach Fleisch.
| 0,4 g | g |
| 0,03 | g |
| 0,03 | L g |
| o,ood | g |
| 0,97 | g |
| 0,97 | g |
| 0,06 | g |
| 0,16 | g |
| 0,06 |
609884/07ÖÖ
Claims (14)
- PATENTANSPRÜCHE·' 1. /Verfahren zur Herstellung eines Aromatisierungsmittels mit einem Geschmack nach gekochtem Fleisch, dadurch gekennzeichnet, daß man einen pflanzlichen Stoff, aer reich an Schwefelderivaten ist, einer alkalischen Hydrolyse unterwirft und hierauf das erhaltene Hydrolysat bei erhöhter Temperatur und bei einem pH-Wert zwischen 5 und 7 mit mindestens einem Saccharid und mindestens einem Stickstoff im Aminozustand enthaltenden Stoff zur Reaktion bringt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Umsetzung des Hydrolysats dieses von Feststoffen befreit.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Feststoffe vom Produkt der Reaktion des Hydrolysats mit dem Saccharid und dem Stickstoff im Aminozustand enthaltenden Stoff befreit.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoff ein frisches Gemüse verwendet, das aus Knoblauch, Kohl, Blumenkohl und Zwiebeln ausgewählt ist.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoff ein Gemüsepulver verwendet, das aus Knoblauch, Kohl, Blumenkohl und Zwiebeln ausgewählt ist.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoff einen Gemüseextrakt verwendet, der aus Knoblauch,609884/07ÖÖKohl, Blumenkohl und Zwiebeln ausgewählt ist.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Extrakt ein Saft oder ein ölharz ist.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Hydrolyse mit dem alkalischen Mittel den an Schwefelderivaten reichen pflanzlichen Stoff einer enzymatlschen Behandlung mit Alliinase oder einem zu Alliinase äquivalenten Enzym unterwirft.
- 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Saccharid Ribose, Arabinose, eine Uronsäure, ein saures oder enzymatisches Hydrolysat von Polysacchariden, welche saure Gruppen tragen, oder von Pflanzenfraktionen,die reich an saure Gruppen
tragenden Polysacchariden sind, verwendet. - 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man als saure Gruppen tragende Polysaccharide
Pectine, Algine, Alginate, Gummis oder oxydierte
Zellulosen oder Stärken verwendet. - 11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man als Pflanzenfraktionen, die reich an saure Gruppen tragenden Polysacchariden sind, Apfeltrester oder Agrumentrester oder Pulpen oder Schnitzelvon Zuckerrüben verwendet.
- 12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Stickstoff im Aminozustand enthaltenden Stoff ein Hydrolysat von Getreidekleber verwendet.609884/0700
- 13· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnets daß man die Hydrolyse des pflanzlichen Stoffs, der reich an Schwefelderivaten ist, mit einem alkalischen Mittel bei einer Temperatur von etwa 1000C vornimmt.
- 14. Verwendung eines nach einem der Ansprüche 1 bis 13 erhaltenen Aromatisierungsmittels zur Herstellung
von Nahrungsmitteln.609884/0700
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH974575A CH604562A5 (de) | 1975-07-25 | 1975-07-25 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2546035A1 true DE2546035A1 (de) | 1977-01-27 |
| DE2546035B2 DE2546035B2 (de) | 1978-01-19 |
| DE2546035C3 DE2546035C3 (de) | 1978-10-05 |
Family
ID=4355211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2546035A Expired DE2546035C3 (de) | 1975-07-25 | 1975-10-14 | Verfahren zur Herstellung eines Aromatisierungsmittels mit einem Geschmack nach gekochtem Fleisch und die Verwendung desselben |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5247963A (de) |
| AR (1) | AR214292A1 (de) |
| CH (1) | CH604562A5 (de) |
| DE (1) | DE2546035C3 (de) |
| ES (1) | ES450139A1 (de) |
| FR (1) | FR2318597A1 (de) |
| GB (1) | GB1515962A (de) |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4189505A (en) * | 1978-01-25 | 1980-02-19 | Societe D'assistance Technique Pour Produits Nestle S.A. | Pork-like flavorant and process for preparing same |
| DE3100715A1 (de) * | 1981-01-13 | 1982-07-22 | Fabriques de Tabac Réunies S.A., 2003 Neuchâtel | Verfahren zur aufbereitung von tabak und tabak, aufbereitet nach diesem verfahren |
| CH679541A5 (de) * | 1989-10-06 | 1992-03-13 | Nestle Sa | |
| US20140220217A1 (en) | 2011-07-12 | 2014-08-07 | Maraxi, Inc. | Method and compositions for consumables |
| CN105050426A (zh) | 2013-01-11 | 2015-11-11 | 非凡食品有限公司 | 用于消费品的方法和组合物 |
| WO2015153666A1 (en) | 2014-03-31 | 2015-10-08 | Impossible Foods Inc. | Ground meat replicas |
| WO2024202499A1 (ja) | 2023-03-29 | 2024-10-03 | キッコーマン株式会社 | 加熱済み調味用組成物及び風味付与用組成物 |
| IL309624B2 (en) * | 2023-12-21 | 2025-06-01 | Redefine Meat Ltd | Maillard flavoring compositions and products containing the same |
| CN119769699B (zh) * | 2025-02-26 | 2025-09-23 | 更美食品(北京)有限公司 | 一种韭菜鸡蛋香精及其制备方法 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3102817A (en) * | 1962-10-16 | 1963-09-03 | Gen Foods Corp | Beverage flavors and process for their production |
| FR2181585A1 (en) * | 1972-04-28 | 1973-12-07 | Cpc International Inc | Meat extract flavourings - by reacting a saccharide, amino acid and an egg component |
-
1975
- 1975-07-25 CH CH974575A patent/CH604562A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1975-10-14 DE DE2546035A patent/DE2546035C3/de not_active Expired
-
1976
- 1976-06-21 GB GB25708/76A patent/GB1515962A/en not_active Expired
- 1976-06-28 FR FR7619612A patent/FR2318597A1/fr active Granted
- 1976-07-23 JP JP51088063A patent/JPS5247963A/ja active Granted
- 1976-07-23 AR AR264053A patent/AR214292A1/es active
- 1976-07-24 ES ES450139A patent/ES450139A1/es not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH604562A5 (de) | 1978-09-15 |
| AR214292A1 (es) | 1979-05-31 |
| FR2318597A1 (fr) | 1977-02-18 |
| GB1515962A (en) | 1978-06-28 |
| FR2318597B1 (de) | 1979-06-08 |
| ES450139A1 (es) | 1977-08-01 |
| DE2546035C3 (de) | 1978-10-05 |
| DE2546035B2 (de) | 1978-01-19 |
| JPS5247963A (en) | 1977-04-16 |
| JPS565141B2 (de) | 1981-02-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3880278T2 (de) | Ein verfahren zur verbesserung der geschmackseigenschaften von kartoffelprodukten. | |
| DE69100894T2 (de) | Zubereitung von Aromen. | |
| DE2546606C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Aromatisierungsmittels, dessen Geschmack an Fleisch erinnert | |
| DE2506715C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Geschmacksstoffen, die so hergestellten Geschmacksstoffe als solche und die Verwendung dieser Geschmacksstoffe | |
| DE69711025T2 (de) | Verfahren zur Herstellung und Extraktion von Aromas | |
| DE1692679C3 (de) | Fleischaromastoffe und Verfahren zur Herstellung derselben | |
| CH685663A5 (de) | Verfahren um essbare Zwiebeln, insbesondere Knoblauch oder Winterzwiebel zu desodorisieren. | |
| DE3782539T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines aromatisierungsmittels, und dieses mittel enthaltende nahrungsmittel. | |
| DE2109084C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Würzmitteln, deren Geschmack dem von gebratenem Rindfleisch ähnlich ist | |
| DE3102592A1 (de) | Poroeses saccharidgranulat, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung | |
| CH507665A (de) | Verfahren zur Herstellung eines zur Aromatisierung geeigneten Produktes | |
| DE2413138A1 (de) | Geniessbare zubereitungen mit fleischgeschmack und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE2149700C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Geschmacksstoffen mit Kochfleischaroma | |
| DE2546035A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines aromatisierungsmittels | |
| DE2246032C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aromatisierungsprodukten, welche das Aroma von Fleisch besitzen | |
| DE2213175C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von genießbaren Geschmackssubstanzen und die so hergestellten Geschmackssubstanzen als solche | |
| DE1517052C3 (de) | Verfahren zur Herstellung genießbarer Zusammensetzungen mit fleischähnlichem Geschmack und diese genießbaren Zusammensetzungen als solche | |
| DE1300821B (de) | Verfahren zur Herstellung von Wuerzstoffen mit fleischextrakt-aehnlichem Geschmack | |
| DE69611193T2 (de) | Herstellung eines pulverförmigen Würzmittels | |
| DE2546008C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aromatisierungsmitteln mit einem Geschmack nach gekochtem Fleisch und deren Verwendung | |
| DE2316896A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines aromatisierungsmittels | |
| DE69311509T2 (de) | Gewürzte Hefeextrakte | |
| DE2851908C2 (de) | ||
| DE2049704A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Fleisch Aromastoffes | |
| DE1692571A1 (de) | Verfahren zur Erteilung eines fleischartigen bzw. rindfleischartigen Aromas oder Geschmacks an Lebensmittel |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |