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DE69611193T2 - Herstellung eines pulverförmigen Würzmittels - Google Patents

Herstellung eines pulverförmigen Würzmittels

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DE69611193T2
DE69611193T2 DE69611193T DE69611193T DE69611193T2 DE 69611193 T2 DE69611193 T2 DE 69611193T2 DE 69611193 T DE69611193 T DE 69611193T DE 69611193 T DE69611193 T DE 69611193T DE 69611193 T2 DE69611193 T2 DE 69611193T2
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DE
Germany
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powdered
soy sauce
seasoning
soybeans
samples
Prior art date
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DE69611193T
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DE69611193D1 (de
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Jiro Kataoka
Takeshi Nishinomiya
Tadaaki Saegusa
Hiroshi Yamamoto
Tsutomu Yamaura
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Ajinomoto Co Inc
Original Assignee
Ajinomoto Co Inc
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Publication date
Application filed by Ajinomoto Co Inc filed Critical Ajinomoto Co Inc
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Publication of DE69611193T2 publication Critical patent/DE69611193T2/de
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels, beispielsweise pulverförmiger Sojasoße.
  • Aus der Anforderung einer abwechslungsreichen Ernährung wurde eine große Vielfalt an Fertignahrungsmitteln in Kombination mit würzmitteln zur Verwendung in den Nahrungsmitteln entwickelt. Würzmittel zur Verwendung in Fertignahrungsmitteln werden meistens in pulverförmigen Formen hergestellt und verarbeitet. Des Weiteren können pulverförmige Würzmittel unter ungünstigen Bedingungen wir beispielsweise hohen Temperaturen, hoher Feuchtigkeit und übermäßiger Aussetzung für einen beträchtlich längeren Zeitraum von der Produktion bis in die Hände der Konsumenten gelagert werden.
  • Pulverförmiges Würzmittel ist gegenwärtig in der Produktion und im Angebot, welches diesen potentiell gegenläufigen Bedingungen Rechnung trägt. Es ist jedoch unmöglich, alle die Bedingungen vorherzusagen, welchen derartige Würzmittel möglicherweise ausgesetzt sein können. Des Weiteren wird die präventive Maßnahem gegen jegliche widrige Bedingung mit einer extrem geringen Wahrscheinlichkeit des Auftretens schließlich einen deutlichen Anstieg der Herstellungskosten bewirken, was nicht praktikabel ist.
  • Pulverförmiges Würzmittel liegt vollständig oder teilweise in Pulver- oder Granulatform vor. Eine Substanz in einem Pulver oder in einem Granulat hat einen größeren Oberflächenbereich je Gewichtseinheit. Da pulverförmige Würzmittel ebenfalls eine hygroskopische Komponente wie beispielsweise Natriumchlorid aufweisen, werden einzelne Pulverpartikel oder Körnchen miteinander verbunden, um eine Masse zu bilden, welche nachteiligerweise leicht koaguliert.
  • Die Koagulation von pulverförmigem Würzmittel gibt den Eindruck einer verschlechterten Qualität, welche den Marktwert schwer beschädigt. Vor oder nach dem Auftreten von Koagulationen kann der Geschmack oder Beigeschmack von pulverförmigem Würzmittel eventuell verschlechtert sein.
  • Als herkömmliches Verfahren zur Verhinderung der Koagulation von pulverförmigen Würzmitteln ist ein Verfahren bekannt, welches die Zugabe und Mischung einer essbaren Substanz umfasst, welche in einem trockenen Zustand hydrophob wird, insbesondere oxydierte Stärke, verarbeitete Stärke wie beispielsweise phosphorylierte Stärke, Dextrin, natürlich auftretender Gummi wie beispielsweise Gummiarabicum oder Protein wie beispielsweise Gelatine. Einige derartige Verfahren wurden in einem praktischen Sinn verwendet, beispielsweise ein Verfahren beinhaltend die Zugabe von Dextrin, um so die Koagulation von "pulverförmiger Sojasoße" zu verhindern, wie in der ungeprüften japanischen Offenlegungsschrift Nr. JP-A-64-039977 offenbart ist.
  • Die folgenden Probleme betreffend die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Koagulation von pulverförmigen Würzmitteln gemäß diesen bekannten Verfahren sind jedoch anzumerken.
  • Zum einen ist dies, dass im Falle einer essbaren Verbindung, welche in einem trockenen Zustand hydrophob wird, und die mit dem pulverförmigen Würzmittel und dergleichen gemischt wird, es für die Verbindung erforderlich ist, in einer relativ hohen Konzentration von beispielsweise ungefähr 10 bis 30% des Gewichtsverhältnisses als Anhydrid derselben zugefügt zu werden.
  • Diese Verbindungen sollten niemals den notwendigen Geschmack oder Beigeschmack der Würzmittel beeinträchtigen. Daher sollten diese Substanzen ausgewählt sein aus solchen Substanzen, die keinen oder einen so trocken wie möglichen Geschmack haben.
  • Wenn eine Verbindung ohne Geschmack oder mit einem so trocken wie möglichen Geschmack zu dem pulverförmigen Würzmittel zu einer endgültigen Konzentration zugefügt wird, bei welcher die Verbindung einen Effekt der Verhinderung einer Koagulation ausübt, ist das pulverförmige Würzmittel konsequenterweise verdünnt und dementsprechend der Geschmack und Beigeschmack des pulverförmigen Würzmittels je Einheitsdosis herabgesetzt. Mit anderen Worten kann die Wirkung des pulverförmigen Würzmittels offensichtlich potentiell verringert werden.
  • Des Weiteren kann eine offensichtliche Änderung des pulverförmigen Würzmittels bei Zugabe dieser Verbindungen beobachtet werden, was einen unnatürlichen Eindruck ergibt.
  • Wenn eine Verbindung mit einer Wirkung der Verhinderung einer Koagulation zugefügt wird, kann eine zusätzliche Behandlung wie eine weitere Zugabe von Natriumchlorid oder Salz erforderlich sein, um so die Beeinträchtigung des Geschmackes und Beigeschmacks je Einheitsdosis wiederzuerlangen und zu korrigieren.
  • Verglichen mit dem pulverförmigen Würzmittel selber sind die meisten der essbaren Verbindungen, die in einem trockenen Zustand hydrophob werden, relativ teuer. Daher kann die Herstellung von pulverförmigen Würzmitteln, die einen Effekt der Verhinderung der Koagulation mit der Zugabe dieser Verbindungen haben, zwangsläufig die Erhöhung der Produktionskosten beinhalten. Des Weiteren beschränkt die Zunahme der Produktionskosten den Bereich von auswählbaren zuzufügenden Verbindungen.
  • Während des Herstellungsprozesses des pulverförmigen Würzmittels, während des Trocknungsprozesses insbesondere, wird in den meisten Fällen eine Sprühtrocknung durchgeführt. Selbst eine hydrophobe Verbindung in einem trockenen Zustand bildet jedoch eine viskose Lösung, wenn diese mit einem Rohmaterial eines flüssigen Würzmittels gemischt wird, was zur Handhabung nachteilig ist. Des Weiteren ist charakteristischerweise eine hydrophobe Substanz in einem trockenen Zustand so schwer mit einem Rohmaterial eines flüssigen Würzmittels in einem anfänglichen Schritt mischbar, das aufwendige Extraarbeiten wie beispielsweise spezifische Rührverfahren oder Erwärmung zur homogenen Mischung der Verbindung mit dem flüssigen Würzmittel erforderlich sein können, um jegliche Entwicklung einer Koagulation oder Zusammenballung zu verhindern. Das gesamte Verfahren wird daher komplex. Des Weiteren kann eine Adhäsion an der inneren Wandung eines Sprühtrockners auftreten, was zu einer niedrigeren Ausbeute an Produkten führt oder der reibungslose Betrieb des Trockners wird blockiert werden. Anderenfalls können, da die Rohmaterialien während der Trocknung teilweise überhitzt werden können, verschiedene Nachteile wie beispielsweise die Zersetzung oder Denaturierung von geschmacksbildenden Bestandteilen oder beigeschmacksbildenden Bestandteilen eintreten.
  • Es ist ebenfalls anzumerken, dass einigen genießbare Verbindungen, die in einem trockenen Zustand hydrophob werden, Nebenprodukte erzeugen können, die eine "Bräunungs"-Wirkung auf die resultierenden Produkte während des Trocknungsverfahrens oder bei der Lagerung haben.
  • Wie oben beschrieben wurde, wurden bisher nicht gelöste Probleme für bekannte Verfahren zur Verhinderung der Koagulation von pulverförmigen Würzmitteln, die die Zugabe von genießbaren Verbindungen umfassen, welche in einem trockenen Zustand hydrophob werden, angemerkt. Herkömmlicherweise wurden gewaltige Mengen an energischen technischen Anstrengungen auf die zu lösenden Probleme gerichtet. Es konnte jedoch bisher keine wirksame Gegenmaßnahme gefunden werden.
  • JP-A-57177669 beschreibt pulverförmige Koji-Zusammensetzungen, welche mit einem alkoholischen Würzmittel und einem Polysaccharid gemischt und anschließend sprühgetrocknet wurden.
  • Ein Weg der Herstellung von Koji wird in JP-A-61247353 beschrieben, welche die Schritte der Expansion von entfetteten Sojabohnen in einem Extruder, Impfung mit Koji-Schimmel, Zugabe von Salzwasser und Fermentation des Produktes nennt.
  • Die Verwendung von entfetteten, gepufften Sojabohnen, die Fermentation von Koji und die Trocknung des Produktes wurde ebenfalls in JP-A-4197153 erwähnt.
  • JP-A-57033570 erwähnt die Fermentation von Sojabohnen mittels eines Koji und die Zugabe von einem Gewürz zu dem fermentierten Produkt.
  • Das Pressen eines Extraktes von mit einem Koji fermentierten Sojabohnen und die nachfolgende Mischung mit einer Sojasoße wurde in JP-A-58212762 beschrieben.
  • JP-A-57105158 berichtet über die Fermentation von "Koji aus Sojasoße" und die Schritte der Vermischung mit einem Extrakt von getrocknetem Bonito und Trocknung des Produktes.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von hochqualitativen pulverförmigen Würzmitteln in einem großen Maßstab und mit geringeren Kosten in einem stabilen Zustand bereitzustellen, um so die oben genannten Probleme zu lösen und um das Auftreten einer Koagulation in pulverförmigen Würzmitteln absolut zu verhindern.
  • Als ein alternatives Verfahren, welches das die Zugabe derartiger genießbarer Verbindungen enthaltende herkömmliche Verfahren ersetzt, stellt die vorliegende Erfindung ein praktisches und wirksames Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels bereit, welches in einem trockenen Zustand als solchem hydrophob wird. Das durch die vorliegende Erfindung erhaltene pulverförmige Würzmittel ist zudem als ein Additiv zur Verhinderung des Auftretens einer Koagulation oder Denaturierung von herkömmlichen pulverförmigen Würzmitteln anwendbar.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein derartiges pulverförmiges Würzmittel, welches in einem trockenen Zustand hydrophob wird, aus einem durch die Reaktion von Koji-Schimmel mit pflanzlichem Protein erzeugten Hydrolysat zusammengesetzt.
  • Insbesondere stellt die am meisten bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels bereit, welches ein Hydrolysat enthält, das durch die Reaktion von entfetteten Sojabohnen selber mit einem Sojasoße brauendem Koji-Schimmel in einem festen Kulturmedium, das im Wesentlichen aus entfetteten Sojabohnen zusammengesetzt ist, erzeugt wurde.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren weist in der Praxis einen anwendbaren Schritt der Sprühtrocknung und Pulverisierung einer Mischung auf, die aus dem Hydrolysat der entfetteten Sojabohnen und einem flüssigen zu pulverisierenden Würzmittel zusammengesetzt ist.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels, welches höhere Gehalte an geschmacksbildenden Aminosäuren und niedermolekularen Peptiden enthält und in der Lage ist, einen bevorzugten Geschmack und Beigeschmack unmittelbar nach der Herstellung ohne Auftreten einer Koagulation oder Denaturierung selbst unter schwierigen Lagerungsbedingungen für einen langen Zeitraum beizubehalten. Das vorliegende pulverförmige Würzmittel ist daher für eine große Vielzahl von Bereichen anwendbar, beispielsweise als Würzmittel für Fertignahrungsmittel, welche eine Langzeitlagerfähigkeit haben sollten.
  • Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels bereitgestellt, bei dem entfettete Sojabohnen erhitzt und expandiert werden, zum Kultivieren von Koji-Schimmel und zum Formulieren einer Dispersion in einer Natriumchloridlösung, aus der ein flüssiges Dipersionsmedium unter Liefern eines pulverförmigen Würzmittels getrennt gesammelt und getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
  • a) Erhitzen und Expandieren entfetteter Sojabohnen mit einem wasserlöslichen Stickstoffindex von mindestens 30% durch eine rasche Dekomprimierungsbehandlung mittels eines Extruders, so dass nach der Behandlung ein Antigenenditer der entfetteten Sojabohnen von höchstens 3 geliefert wird und expandierte Sojabohnen gebildet werden,
  • b) Zusetzen von Wasser zu den in Schritt (a) erhaltenen expandierten Sojabohnen unter Liefern eines Wasserendgehaltes im Bereich von 30 Gew.-% bis 40 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht und anschließend Kultivieren von Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße in den expandierten Sojabohnen, während die Kultur absatzweise gerührt wird,
  • c) Erhalten einer Dispersion der Kultur aus Schritt (b) in Form einer wäßrigen Dispersion in einer Natriumchloridlösung mit einer Konzentration im Bereich von 3 Gew.-% bis 15 Gew.-% unter enzymatisch aktiven Bedingungen in einem pH-Bereich von 1,5 bis 6,5 und einem Temperaturbereich von 25ºC bis 40ºC während bis zu 300 Stunden, bis der Stickstoff vom Formoltyp mindestens 50% des darin enthaltenen Gesamtstickstoffs erreicht,
  • d) getrenntes Sammeln eines flüssigen Dispersionsmediums aus dem in Schritt (c) erzeugten Reaktionsprodukt,
  • e) Mischen des in Schritt (d) enthaltenen flüssigen Dispersionsmediums mit einem flüssigen Würzmittel, das aus Sojasoße, Hefeextrakt und Sakekuchenextrakt ausgewählt ist, in einem Verhältnis des Gewichts zum Gewicht des flüssigen Würzmittels von 0,25 bis 3,0 oder in einem Verhältnis des Gesamtstickstoffs zum Gesamtstickstoff des flüssigen Würzmittels von 0,4 bis 6,0 unter Liefern eines Gemisches und
  • f) Sprühtrocknen des in Schritt (e) enthaltenen Gemisches mittels einer Sprühdüse bei einer Luftaustrittstemperatur von 80ºC bis 100ºC.
  • In der vorliegenden Erfindung umfasst das Produkt des pulverförmigen Gewürzmittels Verbindungen, die allgemein als Würzmittel eingruppiert werden, beispielsweise getrocknete und pulverisierte Sojasoße, getrocknete und pulverisierte "Miso" oder gebraute Sojabohnenpaste, getrocknete und pulverisierte Soßen des Worcestershire-Soßentyps, "geschmacklich verfeinernde Würzmittel" in Kristall- oder Körnchenform, Tafelsalz in Kristall- oder Körnchenform, verschiedene Rohmaterialien von Würzmitteln, beispielsweise pulverförmiges Hefeextrakt, pulverförmige Fischaufgusssoße, verschiedene mikrozermahlene Gewürze wie beispielsweise "gemischtes Pfefferpulver" und "gemischtes Pulver von rotem Pfeffer".
  • Zusätzlich können verschiedene Instant-Suppen, zu welchem bei dem Servieren heisses Wasser zugefügt wird, als pulverförmiges Würzmittelprodukt gemäß der vorliegenden Erfindung eingruppiert werden, beispielsweise "Sojabohnenpaste-Instantsuppe", "Klare Instantsuppe", verschiedene Typen von Suppe, zu welchen heisses Wasser zugefügt wird, wenn diese serviert werden, beispielsweise "Consomme-Instantsuppe", "dicke Instantsuppe", verschiedene "Berieselungsnahrungsmittel" wie beispielsweise "Katsuo-Flocken-Berieselpulver", "Seetangtee-Berieselpulver", pulverförmige Würzmittel, die verschiedenen Instant-Nahrungsmitteln beigefügt sind wie beispielsweise "Instantsuppe für tütenverpackte chinesische Nudeln", "Suppe für chinesische Instantnudeln verpackt in Tassen".
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird das Verfahren in Übereinstimmung mit einem Prozess durchgeführt, welcher die Schritte der Kultivierung von Koji-Schimmel in expandierten Sojabohnen, Aufrechterhaltung einer Dispersion der Koji-Kultur aus dem Kultivierungsschritt in Form einer wässrigen Dispersion in einer Natriumchlorid-Lösung unter enzymatisch aktiven Bedingungen, getrennte Sammlung eines flüssigen Dispersionsmediums von dem resultierenden Reaktionsprodukt und Sprühtrocknen einer Mischung des flüssigen Dispersionsmediums und eines flüssigen Würzmittels umfasst.
  • Soweit Koji-Schimmel in den expandierten Sojabohnen zu kultivieren ist, ist ein Sojasoße brauender Koji-Schimmel geeignet. Der Koji-Schimmel kann in einem festen Medium aus expandierten Sojabohnen kultiviert werden, welches hergestellt ist durch Erwärmen und Expansion entfetteter Sojabohnen mit einem NSI (Nitrogen Solubility Index) von 30 oder mehr unter Verwendung eines Extruders bis auf einen endgültigen Antigentiter von höchstens 3 nach dem Expansionsprozess, gefolgt von der Zugabe von Wasser zu den erhaltenen Sojabohnen bis auf einen endgültigen Feuchtigkeitsgehalt von 30 Gew.-% oder mehr bis 40 Gew.- % oder weniger, um das feste Medium herzustellen.
  • Als entfettete Sojabohnen für das Rohmaterial ist durch Lösungsmittelextraktion entfetteter Sojabohnenkuchen oder das gemahlene Produkt des Kuchens geeignet. Entfettete Sojabohnen mit besonders denaturiertem Protein sollten jedoch vermieden werden. Mit anderen Worten sind jegliche entfettete Sojabohnen oder Sojabohnenmehl mit einem NSI von 30 oder mehr als Rohmaterial geeignet.
  • Der NSI, Nitrogen Solubility Index, ist definiert als der Prozentsatz (%) des Gesamtstickstoffgehalts einer Probe, die in einem wässrigen Extrakt unter Rühren bei Raumtemperatur löslich gemacht wurde, zu dem Gesamtstickstoffgehalt der Probe, der durch das gut bekannte Kjeldahl-Verfahren gemessen wurde. Der Index ist ein Indikator, der das Ausmaß der Proteindenaturierung einer Probe repräsentiert.
  • Um die entfetteten Sojabohnen zu erwärmen und zu expandieren kann ein Verfahren mittels eines Extruders bevorzugt ausgeführt werden. Jeglicher Typ von Extrudern, insbesondere monoaxiale Typen oder doppelaxiale Typen, können zufriedenstellend verwendet werden.
  • Vor dem Extrusionsverfahren sollte vorzugsweise Wasser mit ungefähr 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% des Feuchtigkeitsgehalts des entfetteten Sojabohnenrohmaterials zugefügt werden. Nachdem der Feuchtigkeitsgehalt als solcher eingestellt wurde, werden die entfetteten Sojabohnen durch den Extruder zur Erwärmung unter druckbeaufschlagten Bedingungen durchgeführt und auf diese Weise die Sojabohnen durch eine schnelle Dekompression bei deren Austritt mit explosionsartiger Dampfentspannung von den Sojabohnen expandiert.
  • Während des Extruderprozesses sollten die Betriebsbedingungen der hierfür verwendeten Einrichtung kontrolliert und so eingestellt werden, dass der Antigentiter der entfetteten Sojabohnen nach dem Erwärmungs- und Expansionsprozess 3 oder weniger ist.
  • Der Antigentiter der expandierten Sojabohnen wird durch die Verwendung einer passiven Erythrocyten-Coagulations-Reaktion mit verdünntem Kälber-Antiserum überprüft. Die minimale Verdünnungsrate, bei welcher die Erythrocyten-Coagulation auftritt, sollte als eine logarithmische Darstellung mit 2 als Basis wiedergegeben werden, welche als "Titer" bezeichnet wird.
  • Wasser sollte zugefügt werden, um die Sojabohnen auf einen endgültigen Feuchtigkeitsgehalt von 30 Gew.-% bis 40 Gew.-% zu expandieren.
  • Der Bereich der Menge an zuzugebendem Wasser wird derart bestimmt, dass das Wachstum der geimpften Koji-Samen optimal ist. Unterhalb des Bereichs ist das Koji-Wachstum langsam; oberhalb der Bereichs ist das Koji-Wachstum inhibiert, da überschüssiges Wasser oberhalb des Wasserrückhaltelevels der expandierten Sojabohnen ist. Ein Wasserüberfluss ermöglicht eventuell eine bakterielle Kontamination.
  • Als Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße kann Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße vorzugsweise ausgewählt werden, der hauptsächlich aus Aspergillus Sojae zusammengesetzt ist.
  • Als Anzuchtschimmel von Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße kann eine kommerziell erhältliche Anzuchtkultur für Koji- Schimmel für das Brauen von Sojasoße verwendet werden. Beispielsweise kann ein Produkt mit dem Produktnamen "Usumurasaki" (kommerziell erhältlich von Kabushiki Kaisha Higuchi Matsunosuke Shoten, Japan) verwendet werden.
  • Bei Bedarf kann ein neuer Koji-Schimmel zum Brauen von Sojasoße isoliert und auf deren Aktivität eingestellt werden, welcher dann als Anzuchtkultur verwendet werden kann.
  • Herkömmliche Verfahren und Bedingungen für das Brauen von Sojasoße können für das Verfahren und die Bedingungen zur Kultivierung der Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße angewandt werden.
  • Die Herstellung von "Koji" ist auf dem Fachgebiet gut bekannt und diesbezüglich wird auf die folgenden Fundstellen verwiesen, z. B.:
  • Legume-Based Fermented Foods, herausgegeben von N. R. Reddy, Merle D. Pierson und D. K. Salunkhe, CRC Press Inc., Seiten 6-9;
  • Handbook of Indigenous Fermented Foods, herausgegeben von Keith H. Steinkraus, Roger E. Cullen und Ben K. Gavitt, Marcel Dekker Inc., Seiten 437-440;
  • Economic Microbiology, Bd. 7, Fermented Foods, herausgegeben von A. H. Rose, Academic Press, Seiten 45-50 (1982); Microbiology of Fermented Foods, Bd. 2, herausgegeben von Brian J. B. Wood, Elsevier Applied Science Publishers, Seiten 237-247.
  • Die Koji-Kultur sollte in der Form einer wässrigen Dispersion mit einer Natriumchlorid-Lösung von 15 Gew.-% oder weniger unter enzymatisch aktiven Bedingungen für 300 Stunden beibehalten werden, bis dass der Stickstoff vom Formoltyp 50% oder mehr des Gesamtstickstoffs erreicht, um das oben beschriebene Reaktionsprodukt oder Hydrolysat zu erhalten.
  • Die Koji-Kultur sollte in einer Natriumchloridlösung von 15 Gew.-% oder weniger gehalten werden. In einer Natriumchloridlösung mit einer höheren Konzentration von oberhalb 15 Gew.-% können die folgenden Probleme auftreten: der Gehalt der Aminosäuren und niedermolekularen Peptide, der für den attraktiven Geschmack ursächlich ist und in dem Reaktionsprodukt enthalten ist, kann aufgrund der Abnahme der Enzymaktivität verringert werden; die hohe Konzentration von Natriumchlorid kann das Produkt des pulverförmigen Würzmittels kontaminieren oder ein starker Fermentationsgeruch kann sich entwickeln.
  • Vorzugsweise sollte die Konzentration der Natriumchloridlösung innerhalb eines niedrigeren Konzentrationsbereiches in dem oben beschriebenen Bereich liegen, beispielsweise in einem Bereich von 3 Gew.-% bis 5 Gew.-% im Besonderen. Innerhalb eines derartigen niedrigeren Konzentrationsbereiches kann möglicherweise eine bakterielle Kontamination stattfinden, aber die Anwesenheit einer geeigneten bakteriostatischen Verbindung wie beispielsweise Ethylalkohol und Ethylacetat können eine bakterielle Kontamination verhindern.
  • Die Reaktion in der Natriumchloridlösung sollte für 300 Stunden fortgeführt werden, bis das der Stickstoff vom Formoltyp 50% oder mehr des in den reaktiven Verbindungen enthaltenen Gesamtstickstoffs erreicht.
  • In einer Langzeitreaktion von länger als 300 Stunden können hochmolekulare Peptide mit nicht-attraktivem Geschmack, welche eine Bitterkeit und Rauheit ergeben, als Nebenprodukte erzeugt werden. Wenn der Stickstoff vom Formoltyp zu dem Gesamtstickstoff unterhalb 50% liegt, können die Aminosäuren und niedermolekularen Peptide, die für den attraktiven Geschmack ursächlich sind, unzureichend erzeugt werden.
  • Der Gesamtstickstoff kann durch das gut bekannte Kjeldahl- Verfahren gemessen werden. Der Stickstoff vom Formoltyp kann durch das Formol-Assay gemessen werden, dass die Reaktion der Aminogruppen der Aminosäuren in einer Probe mit Formalin bei einem neutralen pH-Wert und Titration der von den Aminogruppen freigesetzten Wasserstoffionen mit einer alkalischen Lösung umfasst.
  • Die Kuji-Kultur sollte innerhalb einer Natriumchloridlösung unter enzymatisch aktiven Bedingungen gehalten werden. Im Speziellen sollte die Kultur innerhalb eines Bereichs von pH 1,5 bis pH 6,5 und einem Temperaturbereich von 25ºC bis 40ºC gehalten werden. Innerhalb dieser Bereiche erreicht die Aktivität der Hydrolase von Koji, die Aktivität der Protease im Besonderen, das Maximum. Innerhalb der zuvor genannten Bereiche kann die maximale Aktivität der Koji-Hydrolase in Abhängigkeit von der Art des Koji-Schimmels oder der Spezies des isolierten Stammes variieren, so dass der spezifische Bereich vorzugsweise vorbereitend bestimmt werden sollte, in dem ein einzusetzender Koji-Stamm seine maximale Aktivität entfaltet.
  • Das unter enzymatisch aktiven Bedingungen zurückgehaltene Reaktionsprodukt ist eine wässrige Dispersion, die höhere Gehalte der Aminosäuren und niedermolekularen Peptide mit einem attraktiven Geschmack enthält, die von dem Protein der entfetteten Sojabohnen erhalten werden, und in welcher nicht abgebaute feste Bestandteile dispergiert sind.
  • Wenn die wässrige Dispersion, in welcher feste Bestandteile als solche dispergiert sind, sprühgetrocknet wird, ist darauf zu achten, dass eine Sprühdüse sich versehentlich verschließen kann. Vor dem Sprühtrocknungsverfahren sollten daher die festen Bestandteile von der wässrigen Dispersion entfernt werden, um das flüssige Dispersionsmedium frei von Feststoffen abzutrennen und zu sammeln.
  • Jegliches Verfahren oder jegliche Vorrichtung zur Entfernung der festen Bestandteile können zur Sammlung des flüssigen Dispersionsmediums ohne Einschränkung verwendet werden. Beispielsweise können kontinuierliche schärfenlose Zentrifugen, batchweise zu verwendende Kompressionsfilter und Umkehrdiffusionsseparatoren verwendet werden.
  • Das flüssige in der vorliegenden Erfindung zu verwendende Würzmittel umfasst beispielsweise Sojasoße, ausgepresste Sojabohnenpastendispersion, Soßen des Typs der Worcestershiresoße, schmackhafte Würzmittel, Natriumchloridlösung, Hefeextraktlösung, Sakekuchenextraktlösung, Fischbrausoße, eine Vielzahl von mikrogemahlenen Gewürzen in Dispersion wie beispielsweise Pfefferpulver in Dispersion, Pulver von rotem Pfeffer in Dispersion, Rohmateriallösung für Instant-Suppen von Sojabohnenpaste, Rohmateriallösung für klare Instant-Suppe, Rohmateriallösung für Instant-Consomme-Suppe, Rohmateriallösung für dicke Instantsuppe, Rohmateriallösung für Suppe für chinesische Instant-Nudeln.
  • Unter diesen oben veranschaulichten flüssigen Würzmitteln ist Sojasoße im Speziellen ein wichtiges und geeignetes Rohmaterial.
  • Jegliche Sojasoße kann ohne Beschränkung als flüssige Sojasoße verwendet werden. Im Speziellen kann beispielsweise Koikuchi (dunkler Typ) Sojasoße, Usukuchi (farbloser Typ) Sojasoße, Tamari-Sojasoße, wiedergebraute Sojasoße, Shiro (weiße) Sojasoße und starke Sojasoße verwendet werden.
  • Das flüssige Dispersionsmedium und das flüssige Würzmittel können miteinander ohne spezielle Beschränkung in jeglichem Verhältnis miteinander vermischt werden. Da das flüssige Dispersionsmedium ebenfalls eine geschmackliche Wirkung hat, sollte jedoch das Mischungsverhältnis des flüssigen Dispersionsmediums und des flüssigen Würzmittels bestimmt werden, so dass die wesentliche geschmackliche Wirkung des flüssigen Würzmittels nicht stark verschlechtert oder zerstört wird. Anderenfalls sollte unter Berücksichtigung des Geschmackes des Produktes an pulverförmigen Würzmittel und der Abschätzung der Stärke desselben das Mischungsverhältnis des flüssigen Dispersionsmediums zu dem flüssigen Würzmittel bestimmt werden.
  • Wenn allgemein gebraute Sojasoße als das Rohmaterial eines flüssigen Würzmittels eingesetzt wird, wird beispielsweise das flüssige Dispersionsmedium vorzugsweise in die Sojasoße mit einem Gewichtsverhältnis von ungefähr 0,25 bis 3,0 bezogen auf das Gewicht der Sojasoße oder mit einem Gesamtstickstoffverhältnis von ungefähr 0,4 bis 6,0 zu dem Gesamtstickstoffgehalt der Sojasoße gemischt.
  • Beliebige Verfahren und Einrichtungen können zur Sprühtrocknung der Mischung des flüssigen Dispersionsmediums und des flüssigen Würzmittels verwendet werden.
  • Beispielsweise können Typen von Sprühtrocknern mit Kompressionsdüsen, Typen von Sprühtrocknern mit Doppeldüsen, scheibenartige Sprühtrockner, Trockner für sowohl zur Sprühtrocknung als auch zur Granulation verwendet werden.
  • Bei dem Verfahren der Sprühtrocknung sollte die Eliminierung von Aroma (Beigeschmack) vermieden werden. Beispielsweise können allgemeine Sprühtrocknungsbedingungen angewandt werden, beispielsweise eine Voreinstellung der Luftaustrittstemperatur auf 80 bis 100ºC.
  • Es sollte beachtet werden, dass eine zufällige teilweise Überhitzung des flüssigen Dispersionsmediums und des flüssigen Würzmittels als Rohmaterialien vermieden werden.
  • Die teilweise Überhitzung der Rohmaterialien induziert ein "Verbrennen" in der Einrichtung, die die Verminderung der Produktausbeute mit sich bringt und ebenfalls die Verminderung der Betriebseffizienz der Einrichtung induziert, begleitet von der Schwierigkeit der Reinigung der Einrichtung nach deren Betrieb. Des Weiteren beeinträchtigen "gebräunte Materialien" die durch eine derartige "Verbrennung" erzeugt werden, merklich den Geschmack und Beigeschmack des Produktes an pulverförmigem Würzmittel. Zusätzlich können derartige Materialien die Verschlechterung der Farbe des Produktes bei der Lagerung fördern.
  • Das durch das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren hergestellte pulverförmige Würzmittel enthält höhere Gehalte an geschmackgebenden Aminosäuren und niedermolekularen Peptiden. Selbst unter schlechten Lagerungsbedingungen kann das vorliegende pulverförmige Würzmittel vorzugsweise Geschmack und Beigeschmack unmittelbar nach der Herstellung ohne Auftreten von Koagulation oder Denaturierung für einen langen Zeitraum beibehalten. Daher ist das pulverförmige Würzmittel als Würzmittel für Instant-Nahrungsmittel einsetzbar, welche eine lange Haltbarkeit aufweisen sollten. Das Würzmittel ist daher in einer großen Vielzahl von Gebieten einsetzbar.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun im Detail beispielhaft beschrieben.
  • Beispiel 1 1A) Erwärmung und Expansion von entfetteten Sojabohnen:
  • Entfettete Sojabohnen (100 kg; NSI = 60, "KOJIMAME" als Produktname, hergestellt durch TOYO OIL MILL KABUSHIKI KAISHA, Japan) wurden zerstoßen und in einen Behälter gegeben, gefolgt von der Zugabe von Leitungswasser (40 L). Unmittelbar nach der Zugabe von Wasser wurden die Sojabohnen in einen monoaxialen Extruder "X-150/55" als Produktname (hergestellt durch WENGER CO.) eingeführt, wobei eine Düse mit einer Ausflussöffnung von 6 mm im Durchmesser befestigt wurde. Der Extruder wurde auf 150ºC als innere Temperatur des Rohres, 45 bis 55 Sekunden der erforderlichen Zeit für den Durchgang durch das Rohr, und 8 bis 15 kg/cm² für den Innendruck des Rohres während des Betriebes eingestellt. Die entfetteten Sojabohnen wurden kontinuierlich erwärmt und druckbeaufschlagt, während diese durch das Rohr durchtraten, und herausgedrückt, um expandierte Sojabohnen bei dem Austritt aus dem Rohr durch die schnelle Dekompression an der Auslassöffnung zu bilden.
  • 1B) Kultivierung von Koji-Schimmel in den nach dem Prozess 1A erhaltenen expandierten Sojabohnen:
  • Eine Geamtmenge von 138 kg der expandierten Sojabohnen wurde aus dem Prozess 1A erhalten. Der Feuchtigkeitsgehalt der expandierten Sojabohnen betrug 28%. Fünf Massen der expandierten Sojabohnen, die jeweils eine Menge von 1,22 kg hatten, wurden vorbereitet und auf 30ºC gekühlt. Anschließend wurde jede Masse verwendet, um die Koji-Schimmel in der folgenden Weise zu kultivieren.
  • Zuerst wurde der Feuchtigkeitsgehalt von jeder Masse der expandierten Sojabohnen auf 35% durch Sprühen von 318 mL von heißem Wasser (40ºC) aus einer Sprühdüse eingestellt. Anschließend wurden 1 g einer Ansatzkultur von Koji zum Brauen von Sojasoße, "Usumurasaki" (Produktname, kommerziell erhältlich von KABUSHIKI KAISHA HIGUCHI MATSUNOSUKE SHOTEN, Japan), und 1 g Weizenmehl gemischt und gleichmäßig über die Oberfläche von jeder Masse ausgesät, welche in eine einzelne Koji- Kultivierungsbox gelegt wurde. Die Fermentation wurde in jeder der fünf Boxen bei 35ºC für 45 Stunden durchgeführt, die Kultur wurde durch manuelle Handhabung in jeweils achtstündigen Intervallen umgerührt und die Koji-Kultivierung wurde nach 45 Stunden beendet.
  • 1C) Halten der Dispersion der Kultur aus dem Prozess 1B in Natriumchloridlösung unter enzymatisch aktiven Bedingungen:
  • Die fünf Massen der Koji-Kultur, die jeweils eine Masse von 1,41 kg hatten, wurden aus den jeweiligen Kultivierungsboxen erhalten. Jede der Masse wurde eingesaugt und mit einer Natriumchloridlösung (2,4 L) von unterschiedlichen Konzentrationen vermischt, um eine wäßrige Dispersion der Kultur zu bilden, und die Dispersion wurde in der Lösung bei 30ºC für einen vorbestimmten Zeitraum wie in Tabelle A gezeigt gehalten. Tabelle A
  • Nach Vervollständigung der Haltezeit wurden fünf Proben des Reaktionsproduktes, d. h. "Moromi" oder gebraute Maische, wurden in einer Menge von 3,94 kg in jedem der Fälle 1 bis 5 durch Hydrolysereaktion von Sojabohnenproteinen erhalten und der Natriumchloridgehalt von diesen Proben war in dem Bereich zwischen 7,0 bis 9,5%.
  • 1D) Sammlung des flüssigen Dispersionsmediums aus den in dem Prozess 1C erzeugten Reaktionsprodukt:
  • Die fünf in dem Prozess 1C erhaltenen Proben wurden jeweils mittels einer Filterpresse zur Fest-Flüssig-Trennung gepreßt, wobei ein flüssiges Dispersionsmedium als im Wesentlichen feststofffreies Filtrat in jeweils einer Menge von 2.500 mL erhalten wurde.
  • 1E) Mischung des flüssigen Würzmittels und des durch den Prozess 1D erhaltenen Filtrats oder Hydrolysatlösung, um eine Mischung zu bilden:
  • Die resultierenden Filtrate der in dem Fall-1 des Prozesses 1D reagierten Probe, eine Hydrolysatlösung von 2,6 g/dL Gesamtstickstoffkonzentration, wurde mit einer kommerziell erhältlichen Usukuchi-Sojasoße mit 1,2 g/dL Gesamtstickstoffkonzentration (hergestellt durch HIGASHIMARU SOY SAUCE KABUSHIKI KAISHA, Japan) mit einem Verhältnis von 3 : 1 (Fall A1); 1. 1 (Fall B1) oder 1. 3 (Fall C 1) gemischt. Die Gesamtstickstoffverhältnisse der Mischungen waren 1 : 0,7 (A1), 1 : 2,1 (B1) und 1 : 6,2 (C1).
  • 1F) Sprühtrocknung der in dem Prozess 1E erhaltenen Mischung:
  • Diese Mischungslösungen, jeweils in einer Menge von 1L, wurden einer Sprühtrocknung unter Verwendung eines Typs eines Sprühtrockners mit Düse, Type ON-20 (hergestellt durch KABUSHIKI KAISHA OKWAWARA SEISAKUSHO, Japan) unterzogen. Die Luftaustrittsemperatur an dem Auslassrohr des Trockners wurde auf 95 ºC während des Betriebes eingestellt und drei Typen von pulverförmigen Sojasoßentestproben, A1, B1 und C1 (Testproben A1, B2 und C1) wurden jeweils mit Mengen von 72 g (A1), 70 g (B1) und 75 g (C1) präpariert. Der Feuchtigkeitsgehalt der Proben betrug 8,2% (A1), 7, 7% (B1) und 6,0% (C1).
  • Des Weiteren wurde eine pulverförmige Sojasoßenkontrollprobe Ac1 (Kontrollprobe Ac1) präpariert, indem nur die Usukuchi- Sojasoße unter den gleichen Bedingungen sprühgetrocknet wurde; eine pulverförmige Sojasoßenkontrollprobe Bc1 (Kontrollprobe Bc1) wurde erzeugt, indem Dextrin (hergestellt durch SANWA DENPUN KABU-SHIKI KATSHA, Japan) anstelle der Hydrolysatlösung mit 30 Gew.-% des Trockenanteils der Awakuchi-Sojasoße zugefügt wurde, um eine Dispersion zu erzeugen und die Dispersion wurde unter den gleichen Bedingungen sprühgetrocknet. Hierbei war das Dextrose-Äquivalent (D. E.) von Dextrin in der Kontrollprobe Bc1 6 bis 8.
  • 1G) Untersuchung der Adhäsion während der Herstellung von pulverförmiger Sojasoße:
  • Nach Sprühtrocknung der Rohmateriallösungen der Testproben A1, B1 und C1 und der Kontrollproben Ac1 und Bc1 unabhängig voneinander für eine Stunde oder für einen Zeitraum, so lang ein Betrieb möglich ist, wurde die Adhäsion dieser Proben an die Innenwandung des Trocknungsturmes und die Innenseite des Arbeitsrohres in der Sprühtrocknungseinrichtung unter makroskopischer Betrachtung untersucht. Der Standard der Untersuchung wurde in vier Stufen von "absolut keine Adhäsion" (o), "geringe Adhäsion" (O), "starke Adhäsion" (1) und "kein Betrieb aufgrund von Adhäsion" (x) eingeteilt. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse der Untersuchung.
  • Tabelle 1 Adhäsion während der Herstellung von pulverförmiger Sojasoße
  • Proben (Rohmateriallösungen) Adhäsion
  • Kontrollprobe Ac1 (Usukuchi SS) Δ
  • Kontrollprobe Bc1 (SS + Dextrin) O
  • Testprobe A1 (3 : 1) Δ
  • Testprobe B1 (1 : 1) O
  • Testprobe C1 (1 : 3)
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 1 gezeigt wurde der gleiche Adhäsionsgrad wie die Adhäsion bei der Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin oder ein geringerer Adhäsionsgrad in den Testproben B1 und C1 beobachtet, nämlich die Proben mit Zugabe der Hydrolysatlösung mit 50% oder mehr. Im Gegensatz hierzu wurde eine deutliche Adhäsion bei der Kontrollprobe Ac1 nach ungefähr 30 Minuten beobachtet und daher konnte der Betrieb nicht weiter fortgeführt werden.
  • 1H) Bestimmung der Wasserretention von pulverförmiger Sojasoße:
  • Unmittelbar nach der Sprühtrocknung des Prozesses 1F wurden fünf Proben insgesamt, nämlich die Testproben A1, 81 und C1 und die Kontrollproben Ac1 und Bc1 bezüglich deren Wasserretention mittels eines Konstanttemperaturtrockners mit einer Drahtheizung an einem Heizbereich, d. h. einem "Zirkulationsofen" (hergestellt von MITAMURA RIKEN KABUSHIKI KAISHA, Japan) bestimmt. Nachdem diese Proben bei einer Probentemperatur von 105ºC bei Umgebungsdruck in dem Trockner für vier Stunden gehalten wurden, wurden diese Proben zum Abkühlen auf Raumtemperatur in einem abgeschlossenen Gefäß stehen gelassen. Tabelle 2 zeigt den Gewichtsverlust als Prozentangabe des Gewichtes nach der Trocknung zu dem ursprünglichen Gewicht.
  • Tabelle 2 Wasserretention von pulverförmigen Sojasoßenproben unmittelbar nach der Sprühtrocknung
  • Proben Wasserretention (%)
  • Kontrollprobe Ac1 (Usukuchi SS) 10,0
  • Kontrollprobe Bc1 (SS + Dextrin) 7,8
  • Testprobe A1 (3 : 1) 8,2
  • Testprobe 81 (1 : 1) 7,7
  • Testprobe C1 (1 : 3) 6,0
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 2 gezeigt, wird gefunden, dass die Testproben A1, 81 und C1 mit Zugabe des Hydrolysats offensichtlich zu höheren Graden getrocknet waren, verglichen mit der Kontrollprobe Ac1, die aus Usukuchi-Sojasoße allein zusammengesetzt war; und es wird auch beobachtet, dass diese Proben zu dem gleichen Grad oder zu einem höheren Grad getrocknet waren, als die Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin. Des Weiteren ist es angezeigt, dass der Trocknungsgrad ungefähr proporpotional zu dem Verhältnis des zugefügten Hydrolysats erhöht war.
  • 1I) Änderung der Wasserretention von pulverförmiger Sojasoße mit der Zeit:
  • Fünf Proben insgesamt, d. h. Testproben A1, B1 und C1 und Kontrollproben Ac1 und Bc1, wurden in einer Umgebung bei einer relativen Feuchtigkeit von 33 ± 2% für 0 (unmittelbar nach der Sprühtrocknung), 3, 7 oder 17 Tage gelagert. Die Wasserretention der Proben wurde bestimmt. Das gleiche Verfahren und die gleiche Apparatur wie in dem Prozess 1 G wurden verwendet. Die Änderung der Wasserretention für einzelne Lagerzeiträume ist in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3 Änderung der Wasserretention von pulverförmigen Sojasoßenproben mit der Zeit (%)
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 3 gezeigt, wird es beobachet, dass die Testproben A1, B1 und C1 mit Zugabe des Hydrolysats verglichen mit der Kontrollprobe Ac1, die aus Usukuchi-Sojasoße allein bestand, bei stark getrockneten Zuständen beginnend mit dem Tag unmittelbar nach der Trocknung bis zum Tag 17 gehalten waren und dass die Testproben A1, B1 und C1 mit dem gleichen Grad oder mit einem höheren Grad trocken gehalten wurden, wie die Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin. Des Weiteren wird beobachtet, dass die Reihenfolge der Wasserretention, die unmittelbar nach der Sprühtrocknung bestimmt wurde, sich nicht über den gesamten Lagerungszeitraum nicht änderte und dass die Wasserretention am dritten Tag und danach sich nicht in irgendeiner der Proben merklich änderte, was anzeigt, dass ein niedriges Niveau der Wasserretention unmittelbar nach der Sprühtrocknung, nach Möglichkeit vorher eingestellt, danach kontinuierlich danach aufrechterhalten werden kann.
  • 1J) Änderung der Gleichgewichtsfeuchtigkeit von pulverförmiger Sojasoße in einer Umgebung bei unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten:
  • Fünf Proben insgesamt, d. h. Testproben A1, B1 und C1 und Kontrollproben Ac1 und Bc1, wurden in einem Feuchtethermostat bei einer relativen Feuchtigkeit von 10% oder weniger, 22%, 32%, 42% oder 52% und der gleichen Temperatur von 20ºC für sieben Tage gelagert. Anschließend wurde die Wasserretention der Proben bestimmt. Das gleiche Verfahren und die gleiche Einrichtung wie in dem Prozess 1H wurden verwendet. Die Gleichgewichtsfeuchtigkeit von jeder Probe bei jeder relativen Feuchtigkeit ist in Tabelle 4 gezeigt. Tabelle 4 Änderung der Gleichgewichtsfeuchtigkeit von pulverförmigen Sojasoßenproben in Umgebung mit einer unterschiedlichen Luftfeuchtigkeit (%)
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 4 gezeigt wird es beobachtet, dass die Testproben A1, B1 und C1 mit Zugabe des Hydrolysats verglichen mit der Kontrollprobe Ac1, die aus Usukuchi-Sojasoße allein bestand, bei hochgetrockneten Zuständen bei einzelnen relativen Feuchtigkeiten gehalten wurden. Es wird des Weiteren beobachtet, dass die Testproben A1, B1 und C1 mit dem gleichen Grad oder mit einem höheren Grad trocken gehalten wurden, als die Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin. Des Weiteren wird es beobachtet, dass die Reihenfolge der Wasserretention bei einzelnen relativen Luftfeuchtigkeiten unmittelbar nach der Sprühtrocknung bestimmt wurde und sich nacher nicht wesentlich änderte. Es ist daher angezeigt, dass ein niedriges Niveau der Wasserretention bei einer einzelnen relativen Feuchtigkeit in Abhängigkeit von dem Wasserretentionsniveau unmittelbar nach der Sprühtrocknung gehalten werden kann, vorausgesetzt, dass das Niveau innerhalb eines niedrigeren Bereichs liegt.
  • 1K) Änderung der Fluidität von pulverförmiger Sojasoße mit der Zeit:
  • Fünf Proben insgesamt, d. h. Testproben A1, B1 und C1 und Kontrollproben Ac1 und Bc1, wurden in offenen Polypropylen- Beuteln bei einer relativen Feuchtigkeit von 33 ± 2% für 0 (unmittelbar nach der Sprühtrocknung), 3, 7, 17 und 90 Tagen gelagert. Anschließend wurde die Änderung der Fließfähigkeit dieser Pulver und das Auftreten einer Koagulation in diesen visuell oder unter der Belastung des Aufpralls von Fingerspitzen beobachtet. Die Fließfähigkeit der pulverförmigen Würzmittel für einzelne Lagerungszeiträume wurde beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt. In der Tabelle repräsentiert ein Symbol O "gute Fließfähigkeit", Δ "fließfähig bei leichter Einwirkung", * "fließfähig bei starker Einwirkung", ** "starke Koagulation nicht leicht herabsetzbar" und *** "koaguliert sehr stark und wird hyroskopisch mit beginnendem Zerfließen". Tabelle 5 Änderung der Fluidität von Pulvern von pulverförmigen Sojasoßenproben mit der Zeit
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 5 gezeigt wurden die Testproben A1, B1 und C1 mit Zugabe des Hydrolysats bei guter Fließfähigkeit für einen langen Zeitraum gehalten und keine wesentlich Koagulation wurde in irgendeiner dieser Proben für einen Zeitraum von mehr als 90 Tagen beobachtet. Im Gegensatz hierzu koagulierte die Kontrollprobe Ac1, die aus Usukuchi-Sojasoße allein bestand, in sieben Tagen; die Kontrollprobe Ac1 wurde nach 90 Tagen hygroskopisch und ging in einen zerfließenden Zustand über. Die Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin koagulierte nach sieben Tagen und länger und ging nach 17 Tagen und länger in einen starken Koagulationszustand über.
  • 1L) Änderung von Geschmack und Aroma (Beigeschmack) von pulverförmiger Sojasoße nach der Lagerung:
  • Fünf Proben insgesamt, d. h. Testproben A1, B1 und C1 und Kontrollproben Ac1 und Bc1, wurden in offenen Polypropylen- Beuteln bei einer relativen Feuchtigkeit von 33 ± 2% für 0 (unmittelbar nach der Sprühtrocknung) oder 17 Tage gelagert. Anschließend wurden diese Proben einer sensuellen Untersuchung unterzogen. Die Proben wurden jeweils in einem mit Ionenaustauschharz behandelten Wasser bis auf eine endgültige Konzentration von 1,0 Gew./Vol% verdünnt und anschließend bei 25ºC gehalten. Für die sensuelle Untersuchung wurden die resultierenden Probenlösungen in einer freisprechenden Weise (oder in einem System eines runden Tisches) durch ein Testgremium aus sieben Mitgliedern unter dem Gesichtspunkt des Geschmackes (Grade von schmackhaftem Geschmack und salzigem Geschmack), Beigeschmack (Anwesenheit oder Abwesenheit von Verbrennungsgeruch, Ausmaß von Sojasoßenbeigeschmack) und Farbtönung (dunkel oder blass) geprüft. Das Gesamtergebnis auf der Basis der einzelnen Resultate der Untersuchung wurde in die drei Stufen von "sehr bevorzugt" (Zeichen ), "bevorzugt" (Zeichen O) und "einige Mängel zu beobachten" (Zeichen Δ) unterteilt. Die Ergebnisse betreffend die einzelnen Untersuchungspunkte sind in Tabelle 6 gezeigt: Tabelle 6 Änderung des Geschmacks und Beigeschmacks von pulverförmigen Sojasoßenproben nach der Lagerung Lagerzeitraum: Unmittelbar nach der Sprühtrocknung Lagerzeitraum: Nach 17tägiger Lagerung
  • Numerische Angaben in Klammern sind die Gewichtsverhältnisse von Sojasoße: Hydrolysat. "SS" bedeutet Sojasoße.
  • Wie in Tabelle 6 gezeigt wurde keine wesentliche Verschlechterung des Geschmackes, Beigeschmackes oder Farbtones in irgendeiner der Testproben A1, B1 und C1 mit Zugabe des Hydrolysats nach 17tägiger Lagerung beobachtet. Im Gegensatz hierzu wurde eine wesentliche Verschlechterung des Geschmackes, Beigeschmackes und Farbtones nach 17tägiger Lagerung bei der Kontrollprobe Ac1, die aus Usukuchi-Sojasoße allein bestand, und bei der Kontrollprobe Bc1 mit Zugabe von Dextrin beobachtet. Die Kontrollprobe Ac1 war insbesondere deutlich verschlechtert. Die Kontrollprobe Bc1 wies einen geringeren Geschmack mit geringerem Beigeschmack als die verbleibenden Proben unmittelbar nach der Sprühtrocknung und danach auf, die Farbtönung derselben war offensichtlich pulverförmig.
  • Beispiel 2 2A) Herstellung von pulverförmigem Hefeextrakt:
  • Pastenförmiges Hefeextrakt, d. h. "Peptone Hefepaste" (100 g; hergestellt durch Bio-Springer Co. Ltd.) wurde in einem mit Ionenaustauscherharz behandeltem Wasser (600 g) angelöst, um eine Dispersion herzustellen. Nachfolgend hierzu wurden die festen Bestandteile in der Dispersion abfiltriert. In die Hefeextraktlösung wurde die gleich Hydrolysatlösung wie in dem Prozess 1E nach Beispiel 1 in einem Verhältnis von 3 : 1 (Fall A2), 1 : 1 (Fall B2) oder 1 : 3 (Fall C2) gemischt. Diese Mischungslösungen wurden unter den gleichen Bedingungen wie in dem Prozess 1F nach Beispiel 1 sprühgetrocknet, um drei Typen von pulverförmigen Hefeextrakttestproben A2, B2 und C2 herzustellen. In diesen betrugen die Stickstoffverhältnisse der Mischungslösungen in dieser Reihenfolge 1 : 0,7 (Fall A2), 1 : 2,1 (Fall B2) und 1 : 6,3 (Fall C2).
  • Die pulverförmige Hefeextraktkonrollprobe Ac2 (Kontrollprobe Ac2) wurde dadurch hergestellt, dass nur die gleiche Hefeextraktlösung unter den gleichen Bedingungen sprühgetrocknet wurde.
  • 2B) Untersuchung der Adhäsion während der Herstellung von pulverförmigem Hefeextrakt:
  • Nach unabhängiger Sprühtrocknung der Rohmateriallösungen (Mischungslösungen) der Testproben A2, B2 und C2 und der Kontrollprobe Ac2 für eine Stunde oder einen Zeitraum, solang ein Betrieb möglich ist, wurde die Adhäsion dieser Proben an die Innenwandung des Trocknerturmes und die Innenseite des Arbeitsrohres in der Sprühtrocknungseinrichtung unter makroskopischer Beobachtung untersucht. Der Standard der Untersuchung wurde in vier Stufen von "absolut keine Adhäsion" (Zeichen o), "geringe Adhäsion" (Zeichen O), "starke Adhäsion" (Zeichen iN) und "kein Betrieb aufgrund von Adhäsion" (Zeichen x) wie in dem Prozess 1 G nach Beispiel 1 eingeteilt. Tabelle 7 zeigt die Ergebnisse dieser Untersuchung.
  • Tabelle 7 Adhäsion während der Herstellung von pulverförmigem Hefeextrakt
  • Proben (Rohmateriallösungen) Adhäsion
  • Kontrollprobe Ac2 (Hefeextraktlösung) Δ
  • Probe A2 (3 : 1) Δ
  • Probe B2 (1 : 1)
  • Probe C2 (1 : 3)
  • Numerische Angabe in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Hefeextraktlösung: Hydrolysat.
  • Wie in Tabelle 7 gezeigt wurde keine wesentliche Adhäsion bei den Testproben B2 und C2, nämlich die Testproben mit einer Zugabe des Hydrolysats von 50% oder mehr, beobachtet. Eine geringe Adhäsion trat auf aber wurde vollständig von der Innenwandung des Trocknerturmes durch schwaches Schütteln der Außenwand desselben beseitigt (abgeblättert). Alternativ wurde nach ungefähr 25 Minuten eine größere Adhäsion bei der Kontrollprobe Ac2 beobachtet, die aus dem Hefeextrakt allein bestand, und daher konnte der Betrieb nicht weiter fortgeführt werden.
  • 2C) Assay der Wasserretention von puverförmigem Hefeextrakt:
  • Unmittelbar nach der Sprühtrocknung in dem oben genannten Prozess 2A wurden vier Proben insgesamt, nämlich Testproben A2, B2 und C2 und Kontrollprobe Ac2 bezüglich deren Wasserretention mittels des gleichen Trockners wie in dem Prozess 1H nach Beispiel 1 unter den gleichen Bedingungen gemessen. Die Wasserretention wurde wie in Tabelle 8 dargestellt gemessen.
  • Tabelle 8 Wasserretention von pulverförmigem Hefeextraktproben unmittelbar nach der Sprühtrocknung
  • Proben Wasserretention (%)
  • Kontrollprobe Ac2 (Hefeextraktlösung) 10,5
  • Probe A2 (3 : 1) 9,2
  • Probe B2 (1 : 1) 8,0
  • Probe C2 (1 : 3) 6,5
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Hefeextraktlösung: Hydrolysat.
  • Wie in Tabelle 8 gezeigt waren die Testproben A2, B2 und C2 mit Zugabe von Hydrolysat offensichtlich zu höheren Graden getrocknet, verglichen mit der Kontrollprobe Ac2, die aus Hefeextrakt allein bestand. Des Weiteren wird beobachtet, dass der Trocknungsgrad unmittelbar proportional mit dem Verhältnis des zugegebenen Hydrolysats erhöht war.
  • Beipiel 3 3A) Herstellung von pulverförmigem Sakekuchenextrakt:
  • Plattenförmiges Sake (hergestellt von Mercian, Co. Ltd.) wurde in ein mit Ionenaustauscherharz behandeltes Wasser mit einem vierfachen Gewicht des Nassgewichtes des Sakekuchens vor der ausreichenden Quellung dispergiert und suspendiert. Anschliegend wurden Protease und Cellulase (beide hergestellt durch Amano Pharmaceuticals, Co. Ltd.) zu der resultierenden Suspension zugegeben. Nachdem die Mischung für 30 Stunden bei 40ºC gehalten wurde, wurden die festen Bestandteile der Suspension abfiltriert. Das gleiche Hydrolysat wie in dem Prozess 1E nach Beispiel 1 wurde zu der Sakekuchenextraktlösung zu einem endgültigen Gewichtsverhältnis von 5 : 1 (Fall A3), 4 : 1 (Fall B3), 3 : 1 (Fall C3), 2 : 1 (Fall D3) oder 1 : 1 (Fall E3) zugefügt. Nach Sprühtrocknung dieser Mischung unter den gleichen Bedingungen wie in dem Prozess 1F nach Beispiel 1 wurden fünf Typen von pulverförmigem Sakekuchenextrakttestproben A3, B3, C3, D3 und E3 wiedergewonnen. Hierin betrugen die Stickstoffverhältnisse der Mischungslösungen in dieser Reihenfolge: 1. 0,45 (Fall A3), 1 : 0,57 (Fall B3), 1 : 0,76 (Fall C3), 1 : 1,1 (Fall D3) und 1 : 2,3 (Fall E3).
  • Nach weiterer Sprühtrocknung der gesamten Sakekuchenextraktlösung allein unter den gleichen Bedingungen wurde zusätzlich eine Sakekuchenextraktkontrollprobe Ac3 in Pastenform (Kontrollprobe Ac3) wiedergewonnen.
  • 3B) Untersuchung der Adhäsion während der Erzeugung von pulverförmigem Sakekuchenextrakt:
  • Nach Sprühtrocknung der Rohmateriallösungen der Testproben A3, B3, C3, D3 und E3 und der Kontrollprobe Ac3 unabhängig voneinander für eine Stunde oder für einen Zeitraum, solange ein Betrieb möglich war, wurde die Adhäsion dieser Proben an die Innenwandung des Trocknerturmes und der Innenseite des Arbeitsrohres der Sprühtrocknungseinrichtung unter makroskopischer Beobachtung untersucht. Wie in dem Prozess 1G nach Beispiel 1 wurde der Standard der Untersuchung in vier Stufen von "absolut keine Adhäsion" (Zeichen )), "geringe Adhäsion" (Zeichen O), "starke Adhäsion" (Zeichen Δ) und "kein Betrieb aufgrund von Adhäsion" (Zeichen x) unterteilt. Tabelle 9 zeigt die Ergebnisse der Untersuchung.
  • Tabelle 9 Adhäsion während der Produktion von pulverförmigem Sakekuchenextrakt
  • Proben (Rohmateriallösung) Adhäsion
  • Kontrollprobe Ac3 (Sakekuchenextraktlösung) x
  • Testprobe A3 (5 : 1) Δ
  • Testprobe B3 (4 : 1) O
  • Testprobe C3 (3 : 1) O
  • Testprobe D3 (2 : 1)
  • Testprobe E3 (1 : 1)
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sakekuchenextraktlösung. Hydrolysat.
  • Wie in Tabelle 9 gezeigt wurde in den Testproben C3, D3 und E3, nämlich den Testproben mit Zugabe der Hydrolysatlösung von 25% oder mehr, keine Adhäsion beobachtet. Anderenfalls wurde nur eine extrem geringe Adhäsion beobachtet. Nur unmittelbar nach der Einleitung des Betriebes trat alternativ eine Adhäsion bei der Kontrollprobe Ac3, die aus der Sakekuchenextraktlösung allein bestand, auf. Anschließend nahm die Adhäsion schnell zu, bis der Betrieb nicht mehr weitergeführt werden konnte. Konsequenterweise konnte kein pulverförmiges Produkt erzeugt und nur ein pastenförmiges Produkt wiedergewonnen werden.
  • 3C) Bestimmung der Wasserretention von pulverförmigem Sakekuchenextrakt:
  • Sechs Proben insgesamt, nämlich die Testproben A3, B3, C3, D3 und E3, welche unmittelbar nach der Sprühtrocknung in dem Prozess 3A wiedergewonnen wurden, und Kontrollprobe A3, welche nach dem Sprühtrocknungsverfahren viskos wurde, wurden bezüglich deren Wasserretention mittels des gleichen Trockners wie in dem Prozess 1H nach Beispiel 1 unter den gleichen Bedingungen untersucht. Die Wasserretention wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 10 gezeigt.
  • Tabelle 10 Wasserretention von pulverförmigem Sakekuchenextrakt unmittelbar nach der Sprühtrocknung
  • Proben Wasserretention (%)
  • Kontrollprobe Ac3 (Sakekuchenextrakt)*1 ---
  • Testprobe A3 (5 : 1) 9,5
  • Testprobe B3 (4 : 1) 8,4
  • Testprobe C3 (3 : 1) 7,5
  • Testprobe D3 (2 : 1) 5,0
  • Testprobe E3 (1 : 1) 4,5
  • Numerische Angaben in Klammern sind Gewichtsverhältnisse von Sakekuchenextraktlösung: Hydrolysat.
  • *1) Viskoses Material in Pastenform (pulverförmige Wiedergewinnung unmöglich)
  • Wie in Tabelle 10 gezeigt, waren die Testproben A3, B3, C3, D3 und E3 mit Zugabe des Hydrolysats offensichtlich verglichen mit der Kontrollprobe Ac3, die aus Sakekuchenextrakt allein ohne Zusätze bestand, zu höheren Graden getrocknet. Des Weiteren wird es beobachtet, dass der Trocknungsgrad sich ungefähr proportional zu dem Verhältnis des zugefügten Hydrolysats erhöhte. Des Weiteren wurde es beobachtet, dass bestimmte "Verbrennungsgeruch"- und "Bräunung"-Phänomene bei der Kontrollprobe Ac3 auftauchten.
  • Wie oben beschrieben wurde hat das erfindungsgemäße Verfahren Vorteile dahingehend, dass ein Sprühtrockner in einer reibungsloseren Weise betrieben werden kann, um ein hochqualitatives pulverförmiges Würzmittel mit niedrigeren Kosten unter Bedingungen herzustellen, die für eine Massenproduktion geeignet sind. Des Weiteren kann das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte pulverförmige Würzmittel seinen guten pulverförmigen Zustand ohne Auftreten von Koagulationen oder ohne Verschlechterung selbst unter schwierigen Lagerungsbedingungen beibehalten. Daher kann das derart erhaltene Würzmittel einen attraktiven Geschmack und Beigeschmack unmittelbar nach der Sprühtrocknung für einen langen Zeitraum behalten.

Claims (2)

1. Verfahren zum Herstellen eines pulverförmigen Würzmittels, bie dem entfettete Sojabohnen erhitzt und expandiert werden, zum Kultivieren von Koji-Schimmel und zum Formulieren einer Dispersion in einer Natriumchloridlösung verwendet werden, aus der ein flüssiges Dipersionsmedium unter Liefern eines pulverförmigen Würzmittels getrennt gesammelt und getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
a) Erhitzen und Expandieren entfetteter Sojabohnen mit einem wasserlöslichen Stickstoffindex von mindestens 30% durch eine rasche Dekomprimierungsbehandlung mittels eines Extruders, so dass nach der Behandlung ein Antigenenditer der entfetteten Sojabohnen von höchstens 3 geliefert wird und expandierte Sojabohnen gebildet werden,
b) Zusetzen von Wasser zu den in Schritt (a) erhaltenen expandierten Sojabohnen unter Liefern eines Wasserendgehaltes im Bereich von 30 Gew.-% bis 40 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht und anschließend Kultivieren von Koji-Schimmel für das Brauen von Sojasoße in den expandierten Sojabohnen, während die Kultur absatzweise gerührt wird,
c) Erhalten einer Dispersion der Kultur aus Schritt (b) in Form einer wäßrigen Dispersion in einer Natriumchloridlösung mit einer Konzentration im Bereich von 3 Gew.-% bis 15 Gew.-% unter enzymatisch aktiven Bedingungen in einem pH-Bereich von 1,5 bis 6,5 und einem Temperaturbereich von 25ºC bis 40ºC während bis zu 300 Stunden, bis der Stickstoff vom Formoltyp mindestens 50% des darin enthaltenen Gesamtstickstoffs erreicht,
d) getrenntes Sammeln eines flüssigen Dispersionsmediums aus dem in Schritt (c) erzeugten Reaktionsprodukt,
e) Mischen des in Schritt (d) erhaltenen flüssigen Dispersionsmediums mit einem flüssigen Würzmittel, das aus Sojasoße, Hefeextrakt und Sakekuchenextrakt ausgewählt ist, in einem Verhältnis des Gewichts zum Gewicht des flüssigen Würzmittels von 0,25 bis 3,0 oder in einem Verhältnis des Gesamtstickstoffs zum Gesamtstickstoff des flüssigen Würzmittels von 0,4 bis 6,0 unter Liefern eines Gemisches und
f) Sprühtrocknen des in Schritt (e) enthaltenen Gemisches mittels einer Sprühdüse bei einer Luftaustrittstemperatur von 80ºC bis 100ºC.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt (c) die Dispersion der Kultur aus Schritt (b) in einer Natriumchloridlösung mit einer niedrigen Konzentration im Bereich von 3 Gew.-% bis 5 Gew.-% erhalten wird und eine aus Ethylalkohol und Essigsäureethylester ausgewählte flüchtige bekteriostatische Substanz enthält.
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