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DE2545283A1 - Verfahren und vorrichtung zur behandlung biologischen materials - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur behandlung biologischen materials

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Publication number
DE2545283A1
DE2545283A1 DE19752545283 DE2545283A DE2545283A1 DE 2545283 A1 DE2545283 A1 DE 2545283A1 DE 19752545283 DE19752545283 DE 19752545283 DE 2545283 A DE2545283 A DE 2545283A DE 2545283 A1 DE2545283 A1 DE 2545283A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
rotor
treatment
shaped
bag
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752545283
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Baeumler
Egon Dipl Chem Roedel
Hartmut Dipl Ing Sinn
Hans Stallmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heraeus Sepatech GmbH
Original Assignee
Heraeus Christ GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heraeus Christ GmbH filed Critical Heraeus Christ GmbH
Priority to DE19752545283 priority Critical patent/DE2545283A1/de
Priority to DE19752545284 priority patent/DE2545284A1/de
Publication of DE2545283A1 publication Critical patent/DE2545283A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/04Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers
    • B04B5/0442Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers with means for adding or withdrawing liquid substances during the centrifugation, e.g. continuous centrifugation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/04Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers
    • B04B5/0407Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers for liquids contained in receptacles
    • B04B5/0428Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers for liquids contained in receptacles with flexible receptacles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/04Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers
    • B04B5/0442Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers with means for adding or withdrawing liquid substances during the centrifugation, e.g. continuous centrifugation
    • B04B2005/0471Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers with means for adding or withdrawing liquid substances during the centrifugation, e.g. continuous centrifugation with additional elutriation separation of different particles

Landscapes

  • External Artificial Organs (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • "Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung biologischen Materials" -Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung biologischen Materials, wie z.B. von roten Blutkörperchen oder von Zellen tierischen bzw. pflanzlichen Ursprungs in Suspension.
  • Verfahren und Vorrichtung bezwecken eine Auftrennung des suspendierten Materials in Fraktionen oder eine Abtrennung von Bestandteilen durch Einführung einer Behandlungsflüssigkeit in einen innerhalb eines Zentrifugenrotors enthaltenen inerten, sterilisierbaren Behälter, während der Rotor umläuft.
  • Eine Vorrichtung der oben genannten Art ist bereits der älteren Patentanmeldung der Anmelderin P 24 41 824.4 zu entnehmen. In der Beschreibung dieser Patentanneldung ist auch der Stand der Technik ausführlich erörtert.
  • Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, die Sterilisationsbedingungen eines Verfahren und einer Vorrichtung zur Behandlung biologischer Flüssigkeiten wie Blut zu verbessern, um sowohl in einem diskontinuierlichen Waschverfahren als auch im Elutrations verfahren als auch im Fraktionierungsverfahren auf einfache Weise und mit geringstem Aufwand arbeiten zu können.
  • Unter Elutration wird allgemein ein Strömungs-Trennverfahren für suspendierte Teilchen mit unterschiedlichen Sedimetationskoeffizienten verstanden.
  • Die suspendierten Teilchen befinden sich dabei in Gefäßen geeigneter Form unter Wirkung der Schwerkraft oder Zentrifugalkraft, während eine Spülflüssigkeit in der der Kraft entgegengesetzten Richtung den sedimentierenden Teilchen entgegenströmt.
  • Teilchen mit geringerer Sedim-entationsgeschwindigkeit als der Strömungsgeschwindigkeit sinken nach unten, Teilchen mit gleich Sedimentationsgeschwindigkeit bleiben suspendiert.
  • Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Gattung erfindungsgemäß durch die Vereinigung folgender Merkmale: Die Einführung der Behandlungsflüssigkeit erfolgt über eine sterile, zentrale, mit dem Rotor verbindbare Kupplung, ein ring- oder scheibenförmiger, inerter, sterilisierbarer Behälter weist einen peripheren Ringkanal mit Öffnungzauf oder eine Vielzahl von radial-uerlaufenden Kanälen, durch die die Behandlungsflüssigkeit in den Behälter hineinströmt.Nach Durch fluß durch den Behälter und Ende der Behandlung erfolgt die Ab- -fuhr von Abfällen in einen unterhalb des ersten Behälters angeordneten zweiten Behälter.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sind aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung und Zeichnung eines Ausführungsbeispiels zu ersehen.
  • Die Erfindung weist eine ganze Reihe von Vorteilen auf: Dadurch, daß eine Waschflüssigkeit im zentralen Bereich zugeführt; wird, über eine Ringleitung im Beutel peripher nach innen strömt und danach wieder im Zentralbereich die Abfälle nach unten abgeleitet werden, ergeben sich einfache und gut zu beherrschende Leitungsführungen. Die Beutel und der Rotoraufbau sind- einfacher und leichter herzustellen und anzuwenden. Der Abfallbehälter kann wiederverwendbar sein, und es ist nur noch ein einfaches Programm für die Steuerung der einzelnen Arbeitsgänge nötig. Die Behälter sind einfach zu sterilisieren.
  • Anhand der @@@@@@@@@@@ @@@@@@@@@@@@@@@@@ seien nachfolgend Ausführungsbeispieke der Erfindung beschrieben.
  • Es zeigen: Figur 1 einen Rotorteil mit eingelegtem Prozeßbehälter, Figur zeine Rotor mit vergrößert- dargestellter Kupplung, Figur 3 einen Prozeßbehälter in Ringform, Figur 4 einen Prozeßbehälter in Scheibenform.
  • Die Vorrichtung zur Behandlung biologischen Materials in Suspension gemäß Fig. 1 besteht aus einer Zentrifuge, deren Rotor 16 zweiteilig ausgebildet ist, d.h.!ein Oberteil 16a und ein Unterteil 16b aufweist. Im Rotorunterteil 16b ist die Membran 17 eingesetzt auf die ein - durch den Kanal 18 zugeführtes Druck mittel einwirkt. Mit 19 ist der zentrale Abfluß bezeichnet.
  • Zwischen den beiden Rotorteilen ist ein Prozeßbehälter 1 in Form eines flexiblen Kunststoffbeutels eingelegt. Dieser Beutel muß chemisch und biologisch-inert, d.h.physiologisch unbedenklich und sterilisierbar sein. Dieser Beutel 1 dient als Prozeßbehälter, d.h. zum Elutrieren oder Waschen oder Fraktionieren. Es ist denkbar, auch lediglich die Unterseite des Beutels 1 anstelle des gesamten Beutels aus dUnnwandigem,flexiblen Kunststoff herzustellen. Wie ersichtlich, ist unterhalb der Bodenwände des Beutels eine elastische Membran 17 dicht in den Rotorunterteil eingesetzt, welche z.B. über den Kanal 18 im Rotorunterteil von einer Hydraulikflüssigkeit gefüllt werden kann.
  • Der Beutel 1 weist angeformte Schlauchleitungen 21, 23, 24 auf, wovon die Leitung 24 zum Probenbehälter, z.B. für Blut, die Leitung 21 zum Waschflüssigkeitsbehälter und die Leitung 23 zum Abfallbehälter führt,Zumindest die Leitung 21 ist an eine Kupplun angeschlossen. Wie ersichtlich, erfolgt die Einführung der biologischen Flüssigkeitsproben von oben zentral in den Beutel 1 und die Einführung von Waschflüssigkeit am Umfang des Beutels.
  • Die Abfuhr der Abfälle erfolgt wiederum zentral nach unten.
  • Die Behälter für Probe und Waschflüssigkeit sind oberhalb des Zentrifugenrotors und der Abfallbehälter vor bzw. unter dem Zentrifugenrotor angeordnet, Rückschlagventil am Ausgang. Die.
  • zentrale Dürchführung im flotoroberteil befindet sich ebenso wie die Durchführung für die Leitung 23 zum Abfallbehälter im Rotationszentrum. Der erste Behälter für die Waschflüssigkeit und der zweite Behälter für die Abfälle können gleich ausgebildet sein. Wenn der Abfallbehälter unterhalb des Rotors separat angeordnet ist, kann auf einen sterilen Verschluß für die Leitung 23 bei 29 verzichtet werden. Während der Prozeßbehälter 1 und bevorzugt auch der nicht dargestellte Waschflüssigkeitsbehälter für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind, kann der ebenfalls nicht dargestellte Abfallbehälter mehrfach verwendet werden. Die sterilen Verschlüsse der Anschlußleitungen des Prozeßbehältersl wie die Hülle 28 für die Hohlnadel 27 sind an sich bekannter Art. Die Leitung 21 ist mit dem Kupplung mundstück 2 und die Leitung 23 mit einem Rückschlagventil bei 29 versehen. Die Verbindung der Anschlußleitungen 24 und 21 zu dem Probe- -.d t-;f-aschflüssigrkeitsbehaltew kann auch in den Rotoroberteil zentral aufgenommen sein. Ferner ist aus der beigefügten Schemazeichnung ersichtlich, daß der Hohlraum für den Prozeßbehälter diesem angepaßt ist. Lediglich für die Leitung 21 ist ab dem peripher liegenden Kanal 22 radial nach innen oberhalb vom Beutel 1 noch eine zusätzliche Ausnehmung 30 vorgesehen.
  • Nicht dargestellt sind Rotorantrieb, Zentrifugengehäuse, Einrichtung zur Erzeugung eines hydraulischen Druckes für die Betätigung der Membran 17 sowie die Elektronik zur Steuerung der -einzelnen Arbeitsgänge. Der Prozeßbeutel kann im Querschnitt anstelle der Ellipsenform auch die Form etwa eines Rhombus aufweisen, dessen größter Winkel dem Rotationszentrum zugekehrt ist Auf die Leitung 21 kann noch ein etwa im RP^erch 30 nnffleordneteq nicht dargestelltes, fliehkraitbetätigtes Ventil einwirken.
  • Die Prozeßbeutel können weitere Einbauten aufwe-isen, welche als Leiteinrichtungen dienen, um die peripher eintretende Waschflüssigkeit zentral nach innen zu leiten. Diese Leiteinrichtungen können auf einem eingelegten separaten Kunststoffteil gebildet sein. Sie können aber auch entweder an der Oberfolie oder an der Unterfolie angeformt oder angeschweißt sein. Ober- und Unterfolie zusammengeschweißt ergeben den Beutel 1.
  • Bei der Ausführung der Erfindung gemäß Figur 2 ist in den Rotor der Zentrifuge ein Waschbehälter 1 aus flexiblem, zusammenfaltbarem Material, insbesondere Kunststoff, eingelegt. Dieser kann, wie bereits in einem früheren Vorschlag der Anmelderin (P 24 04 036.6)beschrieben, hydraulisch zusammengedrückt werden.
  • Die Traverse 7 ist mittels der Lager 8 drehbar geführt. Zwischen Rotor und feststehendem Gehäuse der Zentrifuge ist eine Kupplung 9 vorgesehen, die im wesentlichen aus einem Oberteil 9a und einem Unterteil 9b besteht. Das Oberteil 9a weist eine Aufnahme 10 für eine Hohlnadel 5 auf, die ihrerseits an den Vorratsbehälter für die Behandlungsflüssigkeit (nicht dargestellt) angeschlossen ist.
  • Im Kupplungsunterteil 9b ist das Mundstück 2 enthalten, das von einer Membran 6 abgeschlossen ist und mit dem Waschbehälter14s.o.) in Verbindung steht. Das Mundstück 2 weist mehrere Dichtlippen, vorzugsweise die beiden Dichtlippen 3 und 4auf, welche nach Durchstechen der Membran 6 die Hohlnadel 5 dicht umschließen.
  • Die Hohlnadel 5 mündet im angeschlossenen Zustand mit ihrer Spitze in einem Hohlraum 2a, welcher - falls gewünscht - mit Vorteil noch von einer zweiten Membran verschlossen werden kann.
  • Das Kupplungsoberteil 9a ist im dargestellten Ausführungsbeispi mittels einer unter Federdruck stehenden Kugel 11 in der Traverso nrasbbar. Die h'ohliadel 5 weist an der Verbindugsteii e 12 zum Schlauch 15 einen Drehriegel 14 auf, welcher seinerseits in einer Erweiterung 15 der Aufnahme 10 verriegelbar ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß selbst bei hohen Drehzahlen eine einwandfrei dichte Verbindung zwischen Vorratsbehälter und Waschbehälter gewährleistet ist.
  • In Figur 3 ist eine Ausführungsform eines Prozeßbehälters dargestellt, die sich von derjenigen nach Figur 2 und Figur 3 im wesentlichen durch die Ringform unterscheidet. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Leitungen 23 und 24 münden am Innenrand 26 des Ringbeutels 1. Die Leitung 21 mündet am Umfang des Ringbeutels 1. Der perforierte Kanal 22 liegt an der Peripherie des Ringbeutels 1 wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1.
  • In Figur 4 ist in perspektivischer Ansicht ein Beutel in Scheibenform, ähnlich demjenigen nach Figur 1, dargestellt. Deutlich ist der ovale Querschnitt des Beutels 1 ersichtlich, welcher den Hohlraum 25 bildet. Der Kanal 22 weist wie bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Vielzahl radial nach innen gerichteter Öffnungen auf, die die Perforation bilden. Sowohl die Leitung 23 unterhalb des Beutels 1 wie die Leitungen 21, 24 oberhalb des Beutels 1 sind zentral geführt; letztgenannte Leitungen können auf beliebige Weise angeschlossen werden an verschiedene Vorrats behälter. Im übrigen sind auch hier gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen und in den einzelnen Figuren untereinander austauschbar. Abwandlungen und Kombinationen können vorgenommen werden,ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich folgende Arbeiten durchführen: 1. Partikeltrennung durch Elutration (z.B. Trennung roter Blutstellen von Vwi e cbtufleilt entsprechend der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung: Der in den Zentrifugenrotor eingelegte Plastikbeutel 1 enthalte.bereits die zu-behandelnde Suspension, die z.B. durch den Schlauch 24 (Fig. 1) eingefüllt worden ist. Während die Zentrifuge läuft, wird über den Zufuhrungsschlauch 13 und die Nadel 5, die an den Stellen 3 und 4 abgedichtet ist, Spül- -d.h., Elutrationsflüssigkeit d.h.' Elutrationsflüssigkeit in den Beutel 1 geleitet. Sie -strömt in Pfeilrichtung zunächst in den radialen Kanälen bis zu der peripher gelegenen Austrittsstelle und von dort, den suspendierten Teilchen (in Pfeilrichtung) entgegen bis zur Austrittsöffnung des Abflu-sses 19. Da die anderen Blutbestandteile, wie z.B. gelöste Proteine, Thrombozyten, Leukozyten usw. kleinere Sedimentationskonstanten als die roten Blutzellen haben, werden sie von der strömenden Flüssigkeit mitgeführt, während die roten Blutzellen auf Grund ihrer Sedimentationsneigung im Beutel verbleiben.
  • Entsprechend der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung: Der in den Zentrifugenrotor 16 eingelegte Kunststoffbeutel 1 wird vor dem Elutrationsvorgang mit der Probe (z.B. Blut) gefüllt. s hrend sich der Rotor dreht, wird über den Schlauch 21 aus einem über das Kupplungsmundstück 2 angeschlossenen Vorratsgefäß Waschflüssigkeit in den Beutel eingeleitet. Die Flüssigkeit verteilt sich zunächst peripher in einem mit vielen kleinen Öffnungen versehenden Ringkanal 22 und tritt dann durch diese Öffnungen in den Innenraum 25 des Beutels 1 ein, umströmt die dort vorhandenen Partikel . Dabei werden alle Anteile, der Sedimentationskonstanten kleiner als die der roten Blutzellen sind, mit der Waschflüssigkeit über den Austrittsschlauch 23 abgeführt. Der Anschlußschlauch 24 des Beutels ist dabei verschlossen.
  • 2. Partikelwäsche durch Dekantieren (z.B. rote Blutzellen) Entsprechend Fig. 1: In den Kunststoffbeutel 1 wird vor dem Waschvorgang die zu behandelnde Probe (Blut) unter nur teilweiser Ausnutzung des Beutelvolumens eingefüllt. Entweder vor oder während der Rotation wird bei verschlossenen Schläuchen 21 und 23 durch den Schlauch 24 das restliche freie Beutelvolumen mit Waschflüssigkeit aufgefüllt, wobei eine Vermischung mit der Probe erfolgt. Die möglichst gleichmäßge Vermischung ist z.B. durch: Wirbelbildung im Beutel 21 bei abruptem Bremsen der Zentrifuge möglich. Im schluß an die Vermischung wird eine Beschleunigung des Rotors 16 durchgeführt, wobei die roten Blutzellen im Beutel peripher nach außen sedimentieren und dort ein konzentriertes Sediment bilden. Die Waschflüssig keit mit suspendierten Anteilen der Probe, die weniger gut sedimentieren, sammelt sich im zentralen Teil des Beutels 1.
  • Die verunreinigte Waschflüssigkeit wird, während die Zentrifuge läuft, mit Hilfe einer elastischen Verdrängungsmembran 17 aus dem Beutel 1 entfernt. Die Membran 17 unterhalb des Beutels 1 wird mittels einer geeigneten Hydraulik bewegt.
  • Als AbfluBkanal dient der Schlauch 23 (bei verschlossenen Schläuchen 21 und 24). Der Waschvorgang wird nach Bedarf wiederholt.
  • Partikelwäsche entsprechend der in Fig. 2 dargestellten Apparatur: Der Waschvorgang und der Flüssigkeitsaustrag entsprechen weitgehend dem für die Fig. 1 geschilderten Verfahren. Als Zulauf für die Waschflüssigkeit dient der Kupplungsschlauch 13 mit der HohlnadelSals Ablauf der Schlauch 23.
  • 3. Fraktionierung von Gemischen aus supendierten Partikeln unterschiedlicher S edinentati ons eigens chaften (z.B. Vollblut) Eine Möglichkeit besteht darin, eine Suspension aus verschiedenen Teilchengruppen in die elaze en kiiiailt! zu legen. Z.B. bilden sich beim Zentrifugieren von Blut im Sediment Trennschichten unterschiedlicher Stärke aus.. Diese enthalten im wensentlichen -(von- außen nach innen) Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten, während der Uberstand aus dem Blutplasma besteht. Unter Einwirkung der Fliehkraft sind die Trennschichten relativ stabil. Durch Einpumpen einer geeigneten Verdrängungsflüssigkeit in den Rotor lassen sich die einzelnen Trennschichten als Fraktionen aus dem Beutel austragen. Für diese Technik ist die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung gut geeignet. Als Verdrängungsflüssigkeit kann z.B. eine sterile physiologische Kochsalzlösung dienen, wenn sie über einen Zuleitungsschlauch im Rotationszentrum eingeleitet wird. (z.B. Schlauch 24 in Fig. 1). In diesem Falle würden zunächst die Erythrozyten, dann die Thrombozyten, dann die Leukozyten und zuletzt das mit Kochsalz verdünnte Plasma aus dem peripher angeschlossenen Schlauch 21 ausgetragen.
  • Eine andere Möglichkeit, z.B. Blutfraktionen aus dem Beutel 1 auszurSen, bietet der Einsatz der Verdrangungsmembran 17 unterhalb des Beutels: Anwendung der Vorrichtung nach Fig. 2: Schlauch 21 und 24 geschlossen: Bei Druck auf den Beutel 1 werden die Fraktionen in derselben Reihenfolge wie bei Fig. 2 durch den Schlauch 23 ausgetragen.
  • Anwendung der Vorrichtung nach Fig. 1: -Zulauf 13 sei geschlossen. Bei Kompression des Beutels 1 werden die Blutanteile in folgender Reihenfolge durch den Schlauch 23 ausgetragen: Plasma - Leukozyten - Thrombozyten - Erytrozyten.
  • Schlauch 23 und 24 geschlossen: Bei Druck auf den Beutel 1 werden die Fraktionen in umgekehrter Reihenfolge wie bei Fig. 2 durch den Schlauch 21 ausgetragen.
  • Die Entscheidung über die geeigneteste Methode zur Fraktionierung hängt von den Eigenschaften der jeweiligen Fraktion (alb.
  • Viskosität) uni den jeweiligen Anwendungsbedingungen ab.

Claims (6)

  1. Patentansrüche 1. Verfahren zur Behandlung biologischen Nateria2s in Suspension, unter Einführen der Behandlungsflüssigkeit in die Kammer des Rotors einer Zentrifuge während der Rotor umläuft, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender IIerkmale: a) Die Einführung der Behandlungsflüssigkeit erfolgt üher eine sterile, zentrale, mit dem Behälter (i) im Rotor (16) verbindbare Durchführung (9a,b), b) ein ring- oder scheibenförmiger, inerter, sterilisierbarer Behälter (1) weist einen peripheren Ringkanal (17, 22) mit Öffnungen auf oder eine Vielzahl von radiäl:verlaufefr den Kanälen, durch die die Behandlungsflüssigkeit in den Behälter hineinströmt.
    c) nach Durchfluß durch den Rotor und Ende der Behandlung erfolgt die Abfuhr (23) von Abfällen in einen unterhalb des ersten Behälters (1) angeordneten zweiten Behälter.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der biologischen Flüssigkeit im Elutrieren, Dekantieren oder Fraktionieren besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitstransport zwischen den einzelnen Behältern für Probe-Behandlungsflüssigkeit, Probe und Abfall durch Schwerkraft, äußere Druckkräfte oder zentrifugale Kräfte durchgeführt wird, welche auf die FlüssiOXeiten einwirken,
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlraum eines Zentrifugenrotors ein flexibler, inerter, sterilisierbarer, ring- oder scheibenförmiger Behälter (1) einsetzbar ist, der wenigstens eine im Zentralbereich gelegen verschließbare Einführung (21,24) aufweist sowie einen darin eingearbeiteten, perforierten Ringkanal (22)bzw. eine Vielzahl radialer Kanäle und. eine steril verschließbare Abflußleitung (23).
  5. 5.Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflußleitung(23) ein Rückschlagventil enthålt.
  6. 6.Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Vorratsbehälter und Prozeßbehälter durch eine Kupplung (9) erfolgt.
    7, Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,.daß der Abfallbehälter unterhalb des Rotors t6) angeordnet ist.
    Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfallbehälter unterhalb des ersten Behälters (1) in einer Rotorausnehmung angeordnet ist.
    Zentrifuge zum Abtrennen von Teilchen aus biologischem Mater ialin einer Suspension mit einem Durchflußrotor, in den inerte, sterilisierbare, ring- oder scheibenförmige Behälter mit wenigstens flexiblen Wandbereichen in als Aufnahmekammern ausgebildete Hohlräume einlegbar sind, gekennzeichnet durch eine zentral in Rotor vorhandene Aufnahme für eine drehdichte sterile, durchstechbare Verbindung zu wenigstens einem oberhalb cc.- oors aiigeordneten Behälter (Probenbehälter, Vorratsbehälter für Behandlungsflüssigkeit); das Aufnahmeteil der Kupplung ist mit dem Äussenumfangskanal eines ring- oder scheibenförmigen Behälters (Prozessbehälter) verbindbar, und der Umfangskanal weist Öffnungen und/oder Leiteinrichtungen für Flüssigkeit auf; Abfälle der Behandlung werden zentral nach unten abgeführt. |
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