DE2544319A1 - Verfahren und einrichtung zum wiederanlauf einzelner aufwindestellen einer ringspinn- oder ringzwirnmaschine - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum wiederanlauf einzelner aufwindestellen einer ringspinn- oder ringzwirnmaschineInfo
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Description
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Telefon: (0711) i..,- 29 G4 61 Konto Nr 89 0030,'
Toloßramni: Kcmnißput 7000 STUTTGART-!, Klüpfel.slrnßß 6 Postscheck Stgi.ßJO 1
Pcalfach 51
3935 D
Zinser Textilmaschinen GmbH
7333 Ebersbach
Verfahren und Einrichtung zum Wiederanlauf einzelner Aufwindestellen einer Ringspinn^ oder Ringzwirnmaschine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Einrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Drehbar gelagerte Ringe haben gegenüber nicht drehbar gelagerten Ringen den Vorteil, daß sie wesentlich höhere
Spindeldrehzahlen und damit höhere Produktion ermöglichen.
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Dies gilt insbesondere für luftgelagerte Ringe. Die Erfindung bezieht sich deshalb insbesondere auf luftgelagerte
Ringe, und zwar sowohl auf aerostatisch als auch auf aerodynamisch gelagerte Ringe. Bei aerostatischen Lagern
wird das Lager mit Fremdluft beaufschlagt und bei aerodynamischen Lagern bildet sich das Luftpolster durch die
Eigendrehung des drehbaren Teiles des Lagers.
Bei derartigen Maschinen besteht ein bisher noch nicht zufriedenstellend gelöstes Problem darin, wie man nach
einem Fadenbruch die betreffende Aufwindestelle ohne Gefahr eines neuen Fadenbruches oder einer Beschädigung des Ringes wieder
auf die Betriebsdrehzahl bringen kann. Und zwar werden bei
derartigen Maschinen normalerweise alle Spindeln oder zumindest die Spindeln auf einer MaschinenlängsSeite gemeinsam durch
einen Tangentialriemen oder durch von einer einzigen
Trommel aus gemeinsam angetriebenen Riemchen angetrieben, so daß eine Spindel, die man zwecks Behebung eines Fadenbruches
mittels einer Spindelbremse oder von Hand anhält, nach Freigabe sehr rasch auf ihre Betriebsdrehzahl hochläuft, die zumindest bei luftgelagerten Ringen so hoch ist,
daß der vom Faden geschleppte Läufer auf dem Ring mit unzulässig hohen Drehzahlen umläuft, die dazu führen, daß
der Läufer extrem rasch verschleißt und bricht und dabei auch die Läuferlaufbahn des Ringes beschädigen kann oder
daß der Faden durch zu hohe Fadenspannung bricht. Und zwar treibt der Läufer den Ring an, wobei der Ring durch
den Läufer nur relativ langsam beschleunigt wird und so nur langsam höhere Drehzahlen ereicht, wogegen der Läufer,
da er durch die Spindel über den Faden direkt angetrieben v.'ird,
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zusammen mit der Spindel sehr rasch auf sehr hohe Drehzahlen kommt, die meist nur relativ geringfügig kleiner
als die Spindeldrehzahl sind.. Mit luftgelagerten Ringen
sind beispielsweise Spindeldrehzahlen von 20 000 U/min und mehr erreichbar, so daß der Läufer bei solch hohen Drehzahlen
extrem großen Zentrifugalkräften ausgesetzt ist und infolge
der langsamen Beschleunigung des Ringes deshalb relativ lange Zeit mit unzulässig hohen Drehzahlen umläuft, denn
die Relativdrehzahl zwischen Läufer und Ring darf auch bei luftgelagerten Ringen nicht oder zumindest nicht wesentlich
höher sein, als bei nicht drehbar angeordneten Ringen, so daß beispielsweise nur Relativdrehzahlen von
8000 - 12 000 U/min zulässig sind.
Wenn die gesamte Ringspinn- oder Zwirnmaschine aus dem Stillstand hochläuft, ist das Problem des Hochlaufens
dadurch gelöst worden, indem man die Maschine nur relativ langsam auf ihre Betriebsdrehzahl hochlaufen läßt, so
daß sich keine unzulässig hohen Relativdrehzahlen zwischen den Läufern und Ringen einstellen. Wenn jedoch während des
danach folgenden Normalbetriebes Fadenbrüche an einzelnen Spinn- oder Zwirnstellen zu beheben sind, könnte man an
sich vor Wiederanlauf der betreffenden Aufwindestelle die gesamte Maschine stillsetzen oder langsamer laufen lassen,
doch können hierdurch schon im Hinblick auf die große Anzahl von Spinn- oder Zwirnstellen, welche solche Maschinen
haben, vereinzelt Fadenbrüche verursacht werden und es würde auch Produktionsausfall auftreten. Es blieb daher bisher
nichts anderes übrig, als an den Spinn- oder Zwirnsteller-, an denen Fadenbrüche auftraten, die Fadenbrüche bis zum
Ende des betreffenden Abzuges nicht zu beheben, so daß die betreffenden Spinn- oder Zwirnstellen für die weitere
Produktion während dieses Abzuges ausfielen, was
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natürlich ebenfalls sehr nachteilig ist.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die Möglichkeit zu schaffen, bei unvermindert hoher Betriebsgeschwindigkeit
der Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine an jeder einzelnen Aufwindestelle aufgetretene Fadenbrüche beheben
zu können, ohne daß beim Wiederanlauf der Faden, Läufer oder Ring überbeansprucht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 vorgesehen.
Durch dieses erfindungsgemäße Verfahren kann eine einzelne Aufwindestelle ohne Überlastung des Fadens, des Läufers
und Rings zum Wiederanlauf gebracht werden, was insbesondere im Zusammenhang mit der Behebung eines Fadenbruches
erforderlich ist, ohne daß hierdurch der Lauf der übrigen Spindeln beeinflußt wird, so daß an allen übrigen
Aufwindestellen ununterbrochen mit voller jeweiliger Betriebsdrehzahl weiter aufgewunden wird. Bei einer bevorzugten
Weiterbildung ist dabei vorgesehen, den Läufer durch den Faden nur solange mit verminderter Leistung
zu schleppen, bis die Ringdrehzahl mit Sicherheit auf Werte angestiegen ist, ab denen prinzipiell der zulässige
Grenzwert zwischen Läufer und Ring nicht mehr überschritten werden kann.
Es sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt, daß der Ring solange durch den Läufer beschleunigt wird, bis
schließlich Synchronlauf zwischen Läufer und Ring auftritt, d. h., der Läufer auf dem Ring infolge seiner grossen
Zentrifugalkraft, mit der er an den Ring angepreßt
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wird, stillsteht. Es kann dabei in vielen Fällen zweckmäßig
vorgesehen sein, Synchronlauf zwischen Läufer und Ring bereits bei erheblich unter der Betriebsdrehzahl
liegenden Spindeldrehzahlen eintreten zu lassen und dann die Spindeldrehzahl unter Beibehalt des Synchronlaufes
'bis zur Betriebsdrehzahl langsam zu erhöhen. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auf unterschiedliche
Weise durchführen, da es verschiedene Möglichkeiten gibt, während des Wiederanlaufens den Läufer vom Faden
mit verminderter, Überlastung des Fadens, Läufers und des Rings verhinderter Leistung anzutreiben. Dabei sei
zunächst noch bemerkt, daß es notwendig ist, bei rotierender Spindel den Läufer durch den Faden ständig anzutreiben,
weil sonst die Fadenspannung verloren ginge und Halsen des Fadens auf der Spule auftreten würde. Das Verfahren darf
also nicht so durchgeführt werden, daß der Faden überhaupt keine Antriebsleistung auf den Läufer mehr ausübt.
Es sei ferner noch bemerkt, daß unter "Wiederanlauf der Aufwindestelle" der Wiederanlauf der Spindel bis zum Erreichen
ihrer Betriebsdrehzahl verstanden ist.
Ferner ist unter "verminderte Antriebsleistung" des Fadens auf den Läufer verstanden, daß diese Antriebsleistung
kleiner ist, als wenn der Wiederanlauf so durchgeführt würde, daß man die Spindel aus dem Stillstand frei durch
ihren betriebsmäßigen Antrieb wiederanlaufen läßt und der Ring hierbei ausschließlich über den Faden durch den Läufer
angetrieben würde.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist
vorgesehen, daß die während des Wiederanlaufs der Spindel auftretende maximale Relativdrehzahl zwischen Läufer und
Ring erheblich unter der Betriebsdrehzahl der Spindel gehalten wird, d. h. auf solchen Werten, die keine überlastung
des Fadens, Läufers und Rings verursachen. Dies kann auf unterschiedliche Weise erreicht werden.
Besonders vorteilhaft ist es, dies dadurch zu erreichen, indem die Spindeldrehzahl· so erhöht wird, daß die Relativdrehzahl
zwischen Läufer und Ring zulässige Werte nicht überschreitet. Dies kann bei einer bevorzugten Ausführungsform dadurch erreicht werden, indem die Spindeldrehzahl
ausreichend langsam stetig erhöht wird, so daß während dieses langsamen Hochlaufens der Spindel keine unzulässig
großen Relativdrehzahlen zwischen Läufer und Ring auftreten.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen,
daß die Spindeldrehzahl rasch bis zu einer erheblich unter der Betriebsdrehzahl liegenden Zwischendrehzahl
erhöht und dann ausreichend lange auf dieser Zwischendrehzahl gehalten wird. Dieses Verfahren ist besonders
dann vorteilhaft, wenn die Betriebsdrehzahl maximal ungefähr doppelt so groß wie die zulässige Relativdrehzahl
zwischen Läufer und Ring ist, wobei man in diesem Fall mit Vorteil so vorgehen kann, daß man als Zwischendrehzahl
eine Drehzahl vorsieht, die mit ausreichender Toleranz nahezu der zulässigen Maximal-Relativdrehzahl zwischen Läufer
und Ring entspricht und die Spindel zumindest solange mit der Zwischendrehzahl rotieren läßt, bis der Ring zumindest
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nahezu mit der Läuferdrehzahl rotiert. Man kann dann anschließend zumindest in vielen Fällen die Spindel
durch ihren normalen Antrieb rasch auf ihre Betriebsdrehzahl hochlaufen lassen oder diesen zweiten Teil des
Drehzahlanstiegs der Spindel, in vielen Fällen mit Vorteil auch so langsam verlaufen lassen, daß Synchronlauf
zwischen Läufer und Ring vorliegt. Gegebenenfalls kann man auch vorsehen, daß man aus der genannten Zwischendrehzahl
zu einer zweiten, höheren Zwischendrehzahl rasch hochfährt und hier wiederum diese zweite Zwischendrehzahl
einige Zeitlang andauern läßt, und dann erst auf die Betriebsdrehzahl oder eine dritte Zwischendrehzahl hochfährt, usw,
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist vorgesehen, den Ring durch Zufuhr nicht über den Läufer übertragener Antriebsenergie
zusätzlich anzureiben. Es ist dabei jedoch darauf zu achten, daß der Ring nicht rascher als der Läufer
rotiert, weil sonst Halsen des Fadens auf der Spule eintritt, um solches Halsen des Fadens mit Sicherheit zu
vermeiden, kann bevorzugt vorgesehen sein, daß der zusätzliche Antrieb des Ringes so vorgenommen wird, daß ein vorbestimmtes
Verhältnis von Spindeldrehzahl zu Ringdrehzahl aufrechterhalten wird. Dies kann besonders einfach dadurch erfolgen,
indem man den Zusatzantrieb des Ringes getriebemäßig mit der Spindel koppelt und eine geeignete
Untersetzung vorsieht. Es ist jedoch auch möglich, wenn normalerweise auch baulich aufwendiger, den Ring auf andere
Weise zusätzlich anzutreiben, beispielsweise mittels eines einen.eigenen Motor aufweisenden Antriebes. Es gibt in diesem
Fall zahlreiche Möglichkeiten, um dafür zu sorgen, daß einerseits der Ring nicht schneller als der Läufer rotieren
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kann und andererseits eine maximal zulässige Relativdrehzahl zwischen Läufer und Ring nicht überschritten
wird, beispielsweise durch Synchronisation dieses Motors
und geeigneter Untersetzung mit der Spindeldrehzahl der betreffenden Spindel /oder
durch zur Spindeldrehzahl phasenverschobenen, ungefähr gleich schnellen Hochlauf des Motors, usw.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine
Einrichtung gemäß Patentanspruch 11 vorgesehen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind Spindelantriebsmittel
vorgesehen, die die Spindel mit mindestens einer geringeren Drehzahl als durch ihren normalen Antrieb antreiben
können. Diese Spindelantriebsmittel können einen eigenen Antriebsmotor aufweisen oder es kann auch vorgesehen
sein, was besonders vorteilhaft ist, diesen Spindelantrieb durch das die Spindel normalerweise antreibende
Band oder Tangentialriemen vornehmen zu lassen, indem man ein Untersetzungsgetriebe vorsieht, das eingangsseitig
von diesem Band oder Tangentialriemen angetrieben wird und ausgangsseitig die Spindel antreibt. Dieses Untersetzungsgetriebe
kann eine besonders einfache Ausbildung dadurch erhalten, indem es nur eine einzige Unter Setzung
hat, doch ist es auch möglich, es als Schaltgetriebe mit mehreren Gängen oder als stufenlos verstellbares
Getriebe auszubilden. In letzterem Falle ermöglicht dieses Untersetzungsgetriebe die Drehzahl der Spindel langsam durch
stetige Änderung der Untersetzung zu erhöhen, was in vielen Fällen besonders vorteilhaft ist.
Bei einer anderen in vielen Fällen vorteilhaften Ausführungsform ist die Maßnahme nach Anspruch 16 vorgesehen.
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Dabei kann als Bremse eine der Spindel sowieso zugeordnete Spindelbremse dienen, die langsam oder intermittierend
gelüftet wird. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Bremse als durch die Spindel angetriebener
Energieverbraucher ausgebildet, wobei dieser Energieverbraucher vorzugsweise ein Energiewandlergetriebe,
vorzugsweise ein Flüssigkeitsgetriebe mit vorzugsweise stillstehendem Abtriebsteil oder ein Schwungrad sein kann.
Bei einer anderen bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, daß eine Antriebsvorrichtung zum Antreiben des
Ringes vorgesehen ist. Auch diese Antriebsvorrichtung kann mit Vorteil ein Untersetzungsgetriebe aufweisen, das durch
den Spindelantrieb oder durch die Spindel antreibbar ist und ausgangsseitig den Ring mittels einer Reibwalze oder
dergleichen antreibt, die an den Ring angedrückt wird.
Es ist jedoch gegebenenfalls auch möglich, dieser Antriebsvorrichtung
einen eigenen Motor zuzuordnen.
Wenn zur Leistungsverminderung des Antriebs des Läufers durch den Faden auf die Lauferlaufbahn des Ringes eine
Schmierschicht aufgebracht wird, die den Reibungskoeffizienten zwischen Läufer und Ring erheblich vermindert, kann
dies bevorzugt mittels einer Sprühvorrichtung erfolgen. Die Sprühdüse kann beim Aufsprühen auf den Ring vorzugsweise
so gerichtet sein, daß der Fadenwicklungskörper auf der betreffenden Spindel nicht mit angesprüht wird.
Dabei ist es besonders zweckmäßig, nur eine einzige Sprühdüse vorzusehen, doch können gegebenenfalls auch mehrere Sprühdüsen
vorgesehen sein. Auch kann in manchen Fällen das Aufbringen des Schmiermittels durch Wischen mittels eines
mit dem Schmiermittel getränkten Wischkörpers oder auf sonstige geeignete Weise erfolgen. Besonders zweckmäßig ist
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es, den Schmierfilm bereits vor Wiederanlauf der Spindel aufzubringen, zu welchem Zweck mit Vorteil
vorgesehen sein kann, daß der Sprühvorrichtung eine Antriebsvorrichtung für den Ring zugeordnet ist, die
den Ring vor Wiederanlauf dreht und während dieser Ringdrehung die Sprühdüse kontinuierlich oder intermittierend
sprüht. Die Sprührichtung kann von oben oder auch von unten her auf die Läuferlaufbahn des Ringes zu
gerichtet sein, in manchen Fällen auch von einer Durchmesserebene der Läuferlaufbahn aus, bspw. ungefähr tangential
oder radial, insbesondere dann, wenn man vorsieht, daß das Sprühen nur dann erfolgt, wenn sich der
Ring in der Nähe des oberen Endes des kegelstumpfförmigen
oberen Bereiches des Fadenwxcklungskörpers befindet, so daß zwischen Ring und Fadenwicklungskörper erheblicher
lichter Abstand vorhanden ist. Man kann ein gleichmäßiges Besprühen des Ringes auch bei stillstehendem Ring vorsehen,
bspw. indem man die Sprühdüse geeignet bewegt und dabei kontinuierlich oder intermittierend sprüht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt. Es zeigen
Figur 1 eine ausschnittsweise Seitenansicht einer Aufwindestelle einer Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine
in teilweise geschnittener Darstellung,
Figur 2 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Spindelantriebsvorrichtung,
wobei die Spindel geschnitten dargestellt istr
Figur 3 eine Seitenansicht einer Aufwindestelle, bei welcher
der Ring von der Spindel aus angetrieben wird,
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Figur 4 einen ausschnittsweisen Querschnitt durch einen Ring mit einer Vorrichtung zum Aufsprühen eines
Schmierfilmes.
Die in Figur 1 in Seitenansicht dargestellte Aufwindestelle 10 weist eine drehbar in einem an einer stationären
Spindelbank 11 befestigten Lagergehäuse 12 gelagerte Spindel 13 mit einer einen Fadenwicklungskörper 14 aufweisenden,
aufgesteckten Hülse 15 und einen in einem an einer auf und ab bewegbaren Ringbank 16 befestigten Lager
luftgelagerten Ring 19 auf, auf dem ein durch den von einem nicht dargestellten Lieferwerk aus zum Fadenwicklungskörper
14 laufenden Faden/geschleppter Läufer 2 umlaufen kann. An der Spindelbank 11 ist auch eine übliche mech anische Spindelbremse
21 angeordnet, die dem Abbremsen der Spindel in den Stillstand dient. Die Spindel 13 wird im normalen
Betrieb durch einen an ihrem Wirtel 22 anliegenden Tangentialriemen 23 angetrieben, der auch zumindest die übrigen
Spindeln der Spindelreihe auf dieser Maschinenseite antreibt.
Um das Wiederanlaufen dieser Aufwindestelle 10, das im Verlaufe einer Fadenbruchbehebung erforderlich wird, mit verminderter
Antriebsleistung des Fadens auf den Läufer 20 zur Vermeidung einer Überlastung des Fadens, Läufers 20 und
Ringes 19 zu ermöglichen, ist in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine gesonderte, an jeder beliebigen Aufwindestelle
dieser Maschine lösbar anbringbare Spindelantriebsvorrichtung 24 vorgesehen. Diese Spindelantriebsvorrichtung
24 bestimmt, solange sie die Spindel 13 antreibt, allein die Drehzahl der Spindel 13. Der laufende Tangentialrieme'n
13 kann dabei an der Spindel 13 anliegen bleiben oder abgehoben sein, wobei in ersterem Falle natürlich der Anlagedruck,
der die Spindel 13 beim Wiederanlauf antreibenden
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Antriebsscheibe 25 (Antriebsrad, Reibrad) an den ihm
zugeordneten Wirtel der Spindel 13 natürlich groß genug sein muß, um die Drehzahl der Spindel 13 allein zu bestimmen
Diese Antriebsvorrichtung 24 kann beispielsweise von der den Fadenbruch behebenden Bedienungsperson mitgeführt werden
und an jeder Aufwindestelle 10 angebracht werden, wenn sie einen Fadenbruch behebt. Es ist jedoch auch möglich , diese
Antriebsvorrichtung 24 an einem Fadenbrüche selbsttätig behebenden, entlang der Maschine fahrbaren Fadenansetzwagen
anzuordnen und von dem Ansetzwagen aus zusammen mit seiner übrigen, der Behebung des betreffenden Fadenbruches
dienenden, Ausrüstung selbsttätig zu steuern.
Diese Antriebsvorrichtung 24 weist ein Gestell 27 auf, das unterhalb der Antriebsscheibe/zwei Gabelarme 29, von denen
einer zu sehen ist, hat, wobei die Gabelarme so ausgebildet sind, daß sie auf einen horizontalen, sich in Längsrichtung
der Spindelbank 11 erstreckenden und an ihr befestigten Bolzen 30 aufsteckbar ist. Untenseitig trägt das Gestell 27
mindestens eine Rolle 31 mit vertikaler Drehachse, die sich an eine vertikale Stirnfläche der Spindelbank 11 anlegt,
so daß die Betriebsstellung dieser Antriebsvorrichtung 24 genau bestimmt ist.
Für den Fall, daß diese Antriebsvorrichtung 2 4 an einem Fadenansetzwagen
angeordnet ist, ist sie an ihm horizontal auf die Spindelbank 11 zu motorisch verstellbar bis in die vorgesehene
Endstellung. Falls dagegen die Spinnerin diese Antriebsvorrichtung mit sich von Hand führt, kann vorgesehen
sein, daß die Gabelarme 29 vorne hakenförmig ausgebildet sind, so daß diese Antriebsvorrichtung 24 sich von selbst
in der eingehängten Stellung hält.
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Falls die Bedienungsperson diese Antriebsvorrichtung mit sich führt, muß ferner der Motor 32 dieser Antriebsvorrichtung
24 an der betreffenden Aufwindestelle an ein elektrisches Netz angeschlossen werden können, was beispielsweise
durch Anlegen eines Kontaktes an eine entlang der Spindelbank 11 verlegte Stromschiene oder auch durch
eine Stecker-Buchsenverbindung o. dgl. erfolgen kann.
Der Motor 32 kann mit besonderem Vorteil ein drehzahlsteuerbarer Motor sein, dessen Drehzahl stufenlos zwischen
Null und der Maximaldrehzahl verstellbar ist oder er kann bei einer anderen Ausführungsform ein nur mit einer Betriebsdrehzahl laufender Elektromotor sein.
Nachfolgend wird das Wiederanlaufen der Spindel 13 für den Fall der Fadenbruchbehebung durch einen selbsttätigen Ansatzwagen
beschrieben. Der Ansetzwagen hält, nachdem er an der Aufwindestelle einen Fadenbruch festgestellt hat, an, sucht
das gebrochene Fadenende auf dem Fadenwicklungskörper 14 und behebt dann in üblicher, bekannter Weise den Fadenbruch.
Dabei erfolgt das Wiederanlaufen der Spindel 11 zunächst mittels der Antriebsvorrichtung 24 und nicht mittels
des Tangentialriemens 23. Falls beim vorhergehenden Suchen des gebrochenen Fadenendes die Spindel mit verminderter Drehzahl
vorwärts oder rückwärts angetrieben werden muß, kann diese zweckmäßig auch diese Antriebsvorrichtung 24 vornehmen.
Für den Wiederanlauf der Spindel 13 wird im Falle eines stufenlos drehzahlsteuerbaren Motors 32 zweckmäßig so vorgegangen,
daß dieser Motor 32 die Spindeldrehzahl stetig so langsam erhöht, daß sich keine zu große Relativdrehzahl
zwischen Läufer 20 und Ring 19 einstellen kann, die zu Überlastungen des Fadens, Läufers 20 und Rings 19 führen
würde. Es genügt hierzu im allgemeinen, daß diese Relativdrehzahl etwa die halbe Spindelbetriebsdrehzahl nicht übersteigt.
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Und zwar läuft beim Wiederanlauf der Läufer 20 auf dem Ring 19 um und treibt ihn hierdurch an, wodurch die
Drehzahl des Ringes 19 langsam stetig ansteigt. Es kann dabei vorgesehen sein, daß man nach einer vorbestimmten
Zeit bei einer noch unterhalb der Betriebsdrehzahl der Spindel 13 liegenden Spindeldrehzahl den Antrieb der Spindel
durch die Antriebsvorrichtung 24 beendet, indem man sie entfernt und den Motor wieder abschaltet, so daß dann
der Tangentialriemen 2 3 die Spindel 13 aus dieser Zwischendrehzahl
heraus sehr rasch bis zur Betriebsdrehzahl bringt oder es kann in vielen Fällen mit Vorteil auch vorgesehen sein, daß
der Motor 32 so gesteuert wird, daß er die Spindeldrehzahl langsam bis zur Betriebsdrehzahl erhöht.
Falls die Bedienungsperson den Motor 32 steuert, kann mit
Vorteil an der Antriebsvorrichtung 24 ein die Drehzahl steuernder manuell betätigbarer Bedienungsknopf oder dgl. vorgesehen
sein, der von der Bedienungsperson gesteuert wird, wobei die Bedienungsperson rein visuell und aus der Erfahrung
heraus die Steuerung in geeigneter Weise vornehmen kann.Wenn der Motor 32 nur eine einzige Drehzahl hat, kann
sie zweckmäßig so getroffen sein, daß die Antriebsvorrichtung 24 die Spindel 13 etwa mit ihrer halben Betriebsdrehzahl
antreibt. Der Wiederanlauf geht dann so vor sich, daß nach der Freigabe der Spindelbremse 21 der Motor 32 die
Spindel 13 rasch auf die durch ihn bestimmte Zwischendrehzahl bringt und dann ausreichend lange Zeit in dieser
Zwischendrehzahl antreibt, die so getroffen ist, daß Synchronlauf zwischen Läufer und Ring eingetreten oder zumindest nahezu erreicht ist. Die Antriebsvorrichtung 24 wird
dann entfernt und abgeschaltet und die Spindel wird dann durch den Tangentialriemen 23 rasch auf ihre Betriebsdrehzahl
beschleunigt, es kann auch vorgesehen sein, daß man den Motor 32 so ausbildet, daß er zwei verschiedene Betriebs
dreh zahlen für die Spindel liefert, beispielsweise
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kann er ein polumschaltbarer Motor sein oder es kann auch ein geeignetes Schaltgetriebe für die Einstellung mehrerer unterschiedlicher
Antriebsdrehzahlen oder ein stufenlos verstellbares Getriebe zwischen ihm und der Antriebsscheibe 25 angeordnet
sein. Bei mehreren diskreten Antriebsdrehzahlen
der
wird die Spindel 13 zunächst mit/niedrigsten Antriebsdrezahl
einige Zeitlang angetrieben und dann schaltet man auf -die zweite, höhere Antriebs dreh zahl um und behält diese
auch einige Zeit lang bei, wonach dann die Antriebsvorrichtung 24 entfernt und die Spindel 13 durch den Tangentialriemen
23 auf ihre Betriebsdrehzahl hochgefahren wird.
Es ist auch möglich, anstelle des Motors 32 einen durch die Scheibe 25 angetriebenen Energieverbraucher anzuordnen
und im übrigen die Antriebsvorrichtung unverändert zu lassen, die dann jedoch keine Antriebsvorrichtung mehr ist.
Der energieverzehrende Verbraucher kann beispielsweise ein Energiewandler-Getribe sein, vorzugsweise ein Flüssigkeitsgetriebe
mit stillstehendem Abtriebsteil. Dieser Energieverbraucher
ist so auszubilden, daß er einen erheblichen Teil der vom Tangentialriemen auf die Spindel übertragene
Antriebsenergie von der Spindel durch den Antrieb über den Antrieb der Scheibe 25 abnimmt, so daß die Spindel 13
ihre Drehzahl nur langsam erhöhen kann, und zwar so langsam, daß keine Überlastung des Fadens, Läufers und Ringes eintreten
kann.
Bei einer nicht dargestellten Variante trägt das Gestell 27 keinen Antriebsmotor bzw. Energieverbraucher und
auch keine an die Spindel andrückbare Scheibe 25, sondern nur eine strichpunktiert dargestellte Steuervorrichtung
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für das im Gestell 27 gelagerte Betätigungsglied 34 der Spindelbremse 21, die selbsttätig bspw. mittels eines
Programmes oder mittels eines Reglers so gesteuert wird, daß der Wiederanlauf der Spindel 13 durch geeignetes Bremsen der
Spindel 13 ausreichend langsam vor sich geht. Dieses Bremsen kann durch stetiges langsames Lüften der Bremse oder durch
intermittierendes Betätigen der Bremse erfolgen, wobei gegebenenfalls auch eine Meßvorrichtung am Gestell angeordnet
sein kann, die die Spindeldrehzahl mißt. Dieses Meßgerät ist dann der Istwertgeber für einen Regler, der die Drehzahl
der Spindel durch Brem regelt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 wird die Spindel für den Wiederanlauf mittels einer Antriebsvorrichtung 24'
angetrieben, der ein an den Wirtel 22 der Spindel 13 angedrücktes
π -^ j irr ι /dnrc-φ ftin&_Wi-cknngslinjft. 49 svmbolisiertes
Reibrad 25 aufweist,das ubereinTGetriebe mit einem an
den Tangentiairiemen 23, der normalerweise die Spindel antreibt, angedrückten Antriebsrad 35 verbunden ist. Dieses Getriebe ist
in einem gabelförmigen Gehäuse 36 untergebracht, das auch noch eine frei drehbar gelagerte Rolle 37 trägt, die zusammen
mit dem Rad 25 dem Abheben des Tangentialriemens 2 3 von der
Spindel 13 dient. Diese Antriebsvorrichtung 24' treibt also mittels des Tangentialriemens 23 die Spindel 13 während des Wiederanlaufs
mit einer erheblich unter der Betriebsdrehzahl
der Spindel liegenden Zwischendrehzahl einige Zeitlang an, so daß diese Antriebsvorrichtung keinen eigenen Motor aufweisen
muß und dadurch erheblich verbilligt und auch ein viel geringeres Gewicht hat. Sie kann manuell bedient werden
oder auch selbsttätig durch einen sie aufweisenden Fadenansetzwagen. Sobald die Antriebsvorrichtung 24' abgenommen
wird, legt sich der Tangentialriemen 2 3 wieder an die Spindel an und übernimmt deren unmittelbaren Antrieb mit Betriebsdrehzahl.
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3935 D - f
/t
Bei der Ausführungsform nach Figur 3 wird die Spindel 13
ebenfalls durch den Tangentialriemen 23 angetrieben, der hier ständig an der Spindel 13 anliegt. Beim Wiederanlauf
der Spindel 13 bringt dieser Tangentialriemen 2 3 die Spindel 13 sehr rasch auf ihre Betriebsdrehzahl. In diesem
Ausführungsbeispiel ist zur Verhinderung einer Überlastung des Fadens, Läufers und Ringes vorgesehen, daß der Ring 19
während des Wiederanlauf der Spindel 13 mit einer zur Spindeldrehzahl proportionalen Drehzahl angetrieben wird, die
kleiner als die Spindeldrehzahl ist, und zwar zumindest so klein ist, daß der Ring 19 langsamer als der von der Spindel
13 mittels des Fadens geschleppte Läufer 20 rotiert. Zu diesem Zweck weist die Antriebsvorrichtung 24, welche von
Hand angesetzt oder an einem Fadenansetzwagen angeordnet sein kann, eine an den Spindelwirtel 22 andrückbare Antriebsscheibe
39 auf, auf deren vertikaler, in einer Gabel 40 drehbar gelagerten Welle 41 eine lange Reibwalze
angeordnet ist, die an einen über die Ringbank 16 nach vorne überstehenden Flansch 43 des Ringes 19 zu dessen Antrieb
angedrückt wird und zweckmäßig einen weichen Bezug aus Gummi oder Kunststoff haben kann, um den Ring 19 nur mit solcher
radial gerichteter Kraft zu belasten, wie für seinen Antrieb erforderlich ist. Es können dabei nicht dargestellte Anschläge
vorgesehen sein, die einen vorbestimmten Abstand zwischen der Spindeldrehachse und der Drehachse der Welle
gewährleisten. Die Reibwalze 42 ist so lang, daß sie in jeder während
des Betriebs auftretenden Hubstellung des Ringes 19 diesen antreiben kann.
Bei der Ausführungsform nach Figur 4 ist eine Schmiermittel-Sprühvorrichtung
50 vorgesehen, mittels der die Läuferlaufbahn 51 des Ringes 19 vor Wiederanlauf der Spindel mit
einem Schmiermittelfilm versehen wird, der den Reibungskoeffizienten
zwischen Läufer und Ring 19 erheblich vermindert
- 18 -
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39 35 D - νβ -
und solange vorhalt, daß beim Wiederanlauf der Spindel
keine Überlastung des Fadens, Läufers und Ringes 19 auftritt,
Falls notwendig, kann das Sprühen ein- oder mehrmals nach erfolgtem Anlauf der Spindel wiederholt werden. Als
Schmiermittel kommen insbesondere Molybdändisulfid und Polytetrafluoräthylen in Frage, doch kommen auch andere
Schmiermittel in Frage, die erforderliche niedrige Reibungskoeffizienten bewirken.
In diesem Ausführungsbeispiel hat die Sprühvorrichtung 50
eine einzige Sprühdüse 52. Die Sprühvorrichtung befindet sich in ihrer Betriebsstellung oberhalb des Ringes 19 und
hat von der Spindeldrehachse vorteilhaft einen geringeren Abstand als die Läuferlaufbahn 51. Vorzugsweise ist dabei
vorgesehen, daß das Sprühen nur erfolgt, wenn sich der Ring 19 in Höhe des oberen Endes des Fadenwicklungskörpers
14 befindet, indem bevorzugt die Ringbank selbst das Sprühen durch Betätigung des Ventilgliedes 5 3 auslöst, wodurch
ein Mitbesprühen des Fadenwicifungskörpers 14 besonders sicher verhindert werden kann. Auch kann man vorsehen,
während des Sprühens bei noch vorliegendem Fadenbruch die Spindel mit voller Betriebsdrehzahl laufen zu lassen, so
daß der von ihr erzeugte Wind das versprühte Schmiermittel daran hindert, zum Fadenwicklungskörper zu gelangen. Falls
diese Sprühvorrichtung 50 von einer Bedienungsperson betätigt wird,kann sie den Ring 19 von Hand drehen oder in
diesem Ausführungsbeispiel wird der Ring 19 durch eine eigene Antriebsvorrichtung 54 während des Sprühens gedreht, die
einen kleinen Elektromotor 55 hat, der eine Scheibe 56 antreibt, die an einen Flansch des Ringes 19 radial zu dessen
Antrieb angedrückt ist.
Andere vorteilhafte Anordnungen der Sprühdüse können darin bestehen, daß sie die Lauferlaufbahn 51 vom Ringinneren aus
oder von einer Stellung unterhalb der Ringbank aus ansprüht.
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Es ist auch möglich, jedem an einer Maschine vorhandenen Ring 19 eine eigene Sprühdüse fest zuzuordnen, die an der
Ringbank fest angeordnet wird.
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Claims (21)
- 3935 - * -/Verfahren zum Wiederanlauf einzelner Aufwindestellen einer laufenden Eingspinn- oder Ringzwirnmaschine mit drehbar gelagerten, vorzugsweise luftgelagerten, von den Spindeln durchdrungenen Eingen, auf denen Je ein durch den Faden geschleppter Läufer umlaufen kann, dadurch gekennzeichnet, daß ohne Beeinflussung des Laufs der anderen Spindeln während des Wiederanlaufs der Spindel der betreffenden Äufwindestelle zumindest bis Erreichen einer Ringdrehzahl des Rings dieser Aufwindestelle, ab der die Relativdrehzahl zwischen Läufer und Ring einen zulässigen oberen Grenzwert prinzipiell nicht mehr überschreiten kann, der Läufer vom Faden mit verminderter, Überlastung des Fadens, Läufers und Rings verhindernder Leistung angetrieben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die während des Wiederanlaufs der Spindel auftretende maximale Relativdrehzahl zwischen Läufer und Ring erheblich unter der Betriebsdrehzahl der Spindel liegt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl so erhöht wird, daß die Relativdrehzahl zwischen Läufer und Ring zulässige Werte nicht überschreitet.- II -709815/OB083935 -XL-
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl stetig langsam erhöht wird.
- 5- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeldrehzahl rasch bis zu einer erheblich unter der Betriebsdrehzahl liegenden Zwischendrehzahl erhöht und einige Zeit auf dieser Zwischendrehzahl gehalten wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,daß der Ring durch Zufuhr von nicht über den Läufer übertragener Antriebsenergie zusätzlich angetrieben wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche Antrieb des Ringes so vorgenommen wird, daß ein vorbestimmtes Verhhältnis von Spindeldrehzahl zu Ringdrehzahl aufrechterhalten wird.
- 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferlaufbahn des Ringes zur Verminderung des Reibungskoeffizienten zwischen Läufer und Ring mindestens einmal kurzzeitig geschmiert wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Schmiermittel Fidferbdändisulfid verwendet wird.
- 10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Schmiermittel Polytetrafluoräthylen verwendet wird.- III -70981B/0S083935 - Hff -
- 11. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine die Antriebsleistung des
Fadens auf den Läufer (20) beeinflussende Vorrichtung (24; 24'; 24"; 21, 33; 50)aufweist. - 12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Spidelantriebsmittel (24 ; 24') vorgesehen sind,
die die Spindel (13) mit mindestens einer geringeren Drehzahl als durch ihren normalen Antrieb antreiben
können. - 13· Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel die Spindeldrehzahl kontinuierlich erhöhen.
- 14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelantriebsmittel die Spindel mit mindestens einer vorbestimmten, konstanten Zwischendrehzahl antreiben.
- 15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelantriebsmittel ein von dem normalen Spindelantrieb (23) angetriebenes Untersetzungsgetriebe (24') aufweisen, das die Spindel antreibt,
- 16. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuervorrichtung (33) für eine Spindelbremse (21) vorgesehen ist, die die Spindeldrehzahl durch
selbsttätige Steuerung des Bremsens ausreichend lange- IV -70-9816/05083935 -JV-auf solche unter der'Betriebsdrehzahl liegende Werte begrenzt, die ein Überschreiten zulässiger Relativdrehzahlen zwischen Läufer (20) und Ring (19) verhindern. - 17· Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Steuervorrichtung (33) die der Spindel sowieso zugeordnete Spindelbremse (21) langsam oder intermittierend gelüftet wird.
- 18. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Spindel ein von ihr angetriebener Energieverbraucher, vorzugsweise ein Energiewandler-Getriebe oder ein Schwungrad gekoppelt wird, das einen wesentlichen Teil der auf die Spindel übertragenen Antriebsenergie verbraucht.
- 19· Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebsvorrichtung (24'') zum Antreiben des Ringes (19) vorgesehen ist.
- 20. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (24'') ein Untersetzungsgetriebe aufweist, das durch den Spindelantrieb oder die Spindel (13) antreibbar ist und ausgangsseitig den Eing (19) antreiben kann.
- 21. Einrichtung nach einem der Ansprüche 11 - 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sprühvorrichtung (50) zum Aufsprühen von Schmiermittel auf die Läuferlaufbahn des Ringes (19) vorgesehen ist.70981B/05Q8
Priority Applications (5)
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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