DE1592186A1 - Verfahren zur Gewinnung von reiner Tonerde - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von reiner TonerdeInfo
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- DE1592186A1 DE1592186A1 DE1967U0014159 DEU0014159A DE1592186A1 DE 1592186 A1 DE1592186 A1 DE 1592186A1 DE 1967U0014159 DE1967U0014159 DE 1967U0014159 DE U0014159 A DEU0014159 A DE U0014159A DE 1592186 A1 DE1592186 A1 DE 1592186A1
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- C01F7/46—Purification of aluminium oxide, aluminium hydroxide or aluminates
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Description
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SGHDNWALD
DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES
KDLN 1, DEICHMANNHAUS·
Köln, α en 15.8.1967
Ke/Ax
IT G I
Ή Έ
- KU H LM A F
Έ
,
10, RUe du General ffoy, Paris 8e (Frankreich).
Verfahren zur Gewinnung von reiner Tonerde
Die Erfindung betrifft Verbesserungen in der Gewinnung von
reiner Tonerde durch Reinigung der beim alkalischen Aufschluss
von Bauxiten oder analogen Erzen anfallenden Aluminatlaugen.
Die Entwicklung der Bedingungen des alkalischen Aufschlusses
von Bauxiten, insbesondere von Bauxiten, die die Tonerde in Form ihres Monohydrats enthalten, führte zu einer
Steigerung der Autoklavendrücke mit dem Ziel der Verbesserurig der Ausbeute bei der Gewinnung der Tonerde. Früher
wurde bei Drücken von 12 kg/cm und Temperaturen in der
Größenordnung von 1900O gearbeitet. Heute wird mit Drücken
in der Größenordnung von 30 bis 40 kg/cm und bei Temperaturen in der Größenordnung von 220 bis 2500C gearbeitet.
Durch diese Entwicklung konnten die Ausbeuten der Tonerdegewinnimg
von 8Qfo auf etwa 95$ gesteigert werden.
Wenn der Aufschluss bei niedrigem Druck durchgeführt wurde,
konnte man annehmen, daß das im Bauxit vorhandene Eisenoxyd nicht aufgeschlossen war. Dieses Oxyd fand sieh in Form von
suspendierten Teilchen wieder. Es genügte^ §|ga^|iex»en^""
Schluss anfallenden Schlamm absitzen zu lassen,und zu fil-
0098"44/135S
ς ο ο ■] q π
trieren» Man erhielt einen Schlamm, der gewöhnlich als
"Rotschlamm" "bezeichnet wird, und ein klares, praktisch
eisenfreies Filtrat. Bei den heute angewendeten Aufschlusstemperaturen
und -drücken geht ein Teil des Eisens in einer Form, die noch nicht ganz eindeutig "bestimmt worden
ist, in Lösung» Die nach der Abtrennung des Rotschlammes erhaltenen Aluminatlaugen sind praktisch frei von suspendiertem
Eisen in Form von Fe2O*, enthalten jedoch eine
gelöste Eisenmenge, die 40 mg/l erreichen kann. Wenn diese
Aluminatlaugen der Zersetzung unterworfen werden, zersetzen sich die löslichen Eisenverbindungen gleichzeitig mit dem
Aluminat nach einem Gesetz, das dem Gesetz ziemlich nahe kommt, das die Zersetzung des Aluminate beherrscht. Das
auf diese Weise gleichzeitig mit der Tonerde ausgefällte Eisen verunreinigt die Tonerde, so daß sich Schwierigkeiten
in der Gewinnung von Aluminium hoher Reinheit von mehr als 99,85yo, d.h. der zur Zeit angestrebten Qualität, ergeben.
Die Filtration der Aluminatlaugen aus der Dekantation des Rotschlamms wird zur vollständigen Entfernung der geringen
Mengen an suspendiertem Eisen in Form von Fe2O, in der
Mehrzahl der Fälle mit Hilfe von Rahmenfiltern vorgenommen, bei denen die Filtertücher mit einem Hilfsstoff, wie Calciumcarbonat,
Koks, Cellulose oder bereits ausgefällter Tonerde, überzogen werden. Es können auch andere Methoden oder Hilfsstoffe
angewendet werden, die es ermöglichen, eine Aluminatlauge zu erhalten, die von allen suspendierten Verunreinigungen
befreit ist.
Zur Entfernung des gelösten Eisens wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen. Insbesondere sind die längere Rührung
eines Gemisches von lauge und Rotschlamm, die Adsorption der Eisenionen an einer Oellulosesäule und die gelenkte
Elektrolyse der Lauge zu erwähnen. Diese Verfahren sind außerordentlich langsam und kostspielig. Es wurde ferner
eine Teilzersetzung der Aluminatlauge vorgeschlagen, in deren
Verlauf ein Teil der Tonerde gleichzeitig mit dem gelösten
Eisen ausfällt, worauf der so erhaltene Peststoff abgetrennt wird. Hierbei geht jedoch ein Teil der in der Lauge
enthaltenen Tonerde verloren.
Ganz allgemein hatoen alle diese Verfahren den Nachteil,
daß sie nicht unbeachtliche Kosten verursachen. Entweder erfordern sie kostspielige Apparaturen oder solche großer
Abmessungen, die den Einsatz großer Laugen- oder Suspensionsmengen bedingen, oder sie erfordern Hilfsstoffe von begrenzter
Haltbarkeit oder Spezialreagentien, oder sie führen zu unreinen Produkten, die anschließend einer Behandlung zur Gewinnung
der gewünschten Bestandteile unterworfeln werden müssen,
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das es ermöglicht, das in der Lauge sowohl in gelöster Form als auch in Suspension
vorhandene Eisen vollständig zu entfernen. Der Erfindung liegt die unerwartete Peststellung zu Grunde, daß die Behandlung
der Lauge mit einem Bauxit, vorzugsweise einem körnigen Monohydratbauxit,
die schnelle Zersetzung der löslichen Eisenverbindungen und eine Ausfällung des Eisenoxyds auf den Bauxitkörnern
bewirkt, ohne daß im Verlauf dieser Zersetzung eine nennenswerte Ausfällung der Tonerde durch Zersetzung des Natriumaluminats
stattfindet. Die Erfindung betrifft in erster Linie ein Verfahren zur Ausfällung des Eisens, das in den
beim alkalischen Aufschluß von Bauxiten anfallenden Aluminatlaugen enthalten ist. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß man die Lösung mit Bauxit des Monohydrattyps in körniger Form unter solchen Bedingungen zusammenführt, daß das
2 Verhältnis der Oberfläche der Körner, ausgedrückt in m , zur
Durchflußmenge der Lösung in nr/Stunde zwischen 150 und 600
liegt.
Die Erfindung ist ferner auf ein Verfahren zur Reinigung der Aluminatlaugen gerichtet, die beim alkalischen Aufschluß
von Bauxiten anfallen und geringe Eisenrnengen in
009844/1355
BAD
1 Γ" G '">
gelöster Form und gegebenenfalls Eisenoxyd in Suspension enthalten. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, da3
man die zu reinigende Lauge über ein Bett aus körnigem Bauxit einer Teilchengröße zwischen 5 und 0,5 mm unter
solchen Bedingungen leitet, daß das Verhältnis der Ober-
2 fläche der Körner, ausgedrückt in m , zur Durchflußmenge
der Lösung, ausgedrückt in m /Stunde, zwischen 150 und liegt ο
sowohl Die Erfindung betrifft somit &be-nf-all* die Ausfällung von
Eisen, das in den,Aluminatlaugen gelöst ist, ohne Entfer-
als aucn Aus0 to '
nung der Fällung eewi« die fällung dieses Eisens unter
gleichseitiger Entfernung der Fällung.
Die Ausfällung des gelösten Eisens unter Bildung von suspendiertem
Eisen ist um so vollständiger, je höher das Verhältnis der Oberfläche der Körner zur Durchflußmenge
der belmndelteii Flüssigkeit ist« Sie wird ferner geringer,
wenn das Eisenoxyd sich auf der Oberfläche der Bauxitkörner abgesetzt hat, worauf diese Oberfläche erneuert werden muß.
Das Fällungsverfahren kann so durchgeführt werden, daß man den Strom der zu reinigenden Flüssigkeit durch ein bewegtes
Bett von Bauxitkörnern leitet, die durch diesen Strom in der Schwebe gehalten und bewegt werden, Ee ist auch möglich,
die Flüssigkeit durch ein Festbett aus Bauxit zu leiten. Es genügt hierbei, die Lauge zur vollständigen Entfernung
des Eisens zu filtrieren.
Zur Durchführung des Verfahrens, bei dem die Fällung und die Filtration gleichzeitig vorgenommen werden, können
Filter von bekanntem Typ, z.B. des allgemeinen Sandfilter« typs, verwendet werden. Es ist vorteilhaft, Filter zu verwenden,
in denen die zu reinigende Lauge zuerst eine Schicht von groben Bauxitkörnern durchläuft, die die Flüssigkeit
verteilt und wenigstens einen Teil des ursprünglich suspendierten Eisenoxyds zurückhält, worauf die Flüssigkeit durch
Schichten von immer feiner werdendem Bauxit einer Gesamt-
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dicke läuft, die genügt, daß die "bei Berührung der feinen
Körner stattfindende Zersetzung der löslichen Eisenverbindungenden gewünschten G-rad erreicht und das suspendierte
Eisenoxyd vollständig zurückgehalten wird. Es ist auch möglich, diese Zersetzung auf zwei aufeinanderfolgende
Vorrichtungen des gleichen Typs zu verteilen und auf diese V/eise zu einer praktisch vollständigen Entfernung des' gelösten
Eisens zu gelangen, ohne daß eine übermäßige Verschlammung des Zersetzungsbetts mit entsprechender Verringerung
der Durchflußmenge stattfindet. Zwar kann die Entschlamm ung oder Reinigung der Filter mit Wasser vorgenommen
v/erden, jedoch v/ird ,sie vorteilhaft mit Hilfe der rohen
Aluminatlauge durchgeführt, die von unten durch die Filterschichten
in einer Menge geführt wird, die genügt, um v/enigstens die Feinteile der Filterschichten in Suspension
zu bringen.
ausgefällte Eisenoxyd, das auf diese Weise in Form einer schlammigen Flüssigkeit mitgerissen wird, wird entfernt,
indem diese Flüssigkeit stromauf in den Behandlungskreis der Bauxite zurückgeführt wird, beispielsweise in die
Jjekanti erbehält er, in denen die Trennung des Rotschlamms und der rohen Aluminatlauge erfolgt.
In Fällen, in denen eine Tonerdeablagerung festgestellt wird,
die aus einer unerwünschten Zersetzung der umlaufenden Aluminatlauge herrührt und eine Verschlechterung der Berührung
zwischen den Bauxitkörnern und der zu enteisenden Lauge sowie ein Zusammenbacken der Filterschicht bewirkt,
kann die Erneuerung dieser Schicht vormieden werden, indem man als Reinigungs- oder liintüchla 'inungs flüssigkeit eine
auf eine Temperatur zwischen 80 und 1100C erhitzte Lauge
mit niedrigen) L'onerdeßehalt verwendet, z.B. eine verarmte
Lauge, die am Austritt dor Zursetzer entnommen wird und
die an der Oberfläche der Bauxitkörner niedergeschlagene
Tonerde aufschließt, ohno dio Bauxitkörner oelbat aufzuschließen.
009844/1355 bad
- 6 - ■' 1 5 9 ? 1 S S
Beispiel 1 '
Als Pilter wurde ein Zylinder von 34 cm Durchmesser verwendet,
ρ dessen Querschnittfläche etwas weniger als 0,1 rn betrug.
Der Filtereinsatz bestand aus einer 2 m langen Säule aus Bauxitmonohydrat, dessen Teilchengröße von 40 min am Boden
auf 0,5 mrn am oberen Ende abnahm. Die gereinigte Flüssigkeit wurde durch einen Ablauf entnommen, der in der lutte der
ch
Feins/cht angeordnet war» Dieses Filter wurde mit einer Aluminatlauge beaufschlagt, die eine Temperatur von 95°C und die folgende Zusammensetzung hatte:
Feins/cht angeordnet war» Dieses Filter wurde mit einer Aluminatlauge beaufschlagt, die eine Temperatur von 95°C und die folgende Zusammensetzung hatte:
O, kaustisch ' 158 g/l
CO3 18 g/l
23
Al2O3 164 g/l Fe2O3 in Lösung 25 mg/1
Fe0O3 in Suspension 10-50 mg/1
Ha2O, kaustisch
Holverhältnis —τη—^
1,58
Ai2U3
Die ständige Belastung betrug 900 g/cm und die Anfangsdurchflußmenge
700 1/Stdo Durch allmähliche Verschlammung
des Filters fiel die Durchflußmenge nach 2 Stunden auf 550 1/Std.f nach 5 Stunden auf 450 1/Std., nach 8 Stunden
auf 400 l/Stdo und nach 23 Stunden auf 300 1/Std.
Während des Versuchs wurden eine Reihe von Proben des FiI
trats entnommen. Die letzte Probe hatte folgenden Eisengehalt:
Fe0O in lösung swischen 2 und 5 mg/1
Fe0O-Z in Suspension praktisch Hull»
Die übrigen Proben hatten niedrigere. Gehalte an gelöstem Eisen.
009844/1355
«ΑΠ ORIGINAL
1 S 9
Each starker Verschlammung wurde das Filter auf die oben
beschriebene Weise gereinigte Hierzu wurde eine rohe ITatriumaluminatlösung
verivendet«. Das Filter wurde anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 unter einer konstanten Belastung von. 900 g/cm mit der gleichen zu behandelnden
Lösung beaufschlagt. Bach eir^sr Filterdauer von
20 Stunden vurden folgende Eisengehalte im Filtrat gefunden:
Fe9O7 in Lösung 4- mg/l
Fe9O, in Suspension praktisch 0
ITach einer Filterperiode und starker Verstopfung unter einer
konstanten Belastung von 1200 g/cm bis zu einer augenblicklichen Durchflussmenge von 100 l/otd. wurde das Filter
auf die oben beschriebene V/eise gereinigt. Anschließend
wurde das Filter in Betrieb genormien» Durch die natürliche
Verschlammung oder Ablagerung in der Schicht veränderte sich die Durchflussmenge wie folgt:
Laufzeit Durchflussmenge Fe0O, in Lesung Fe9O, in Suspen-Std«,
l/Std. mg/1 sibn^
1 1200 21
2 700 12
5 500 5
5 500 5
22 150 5
Zum Vergleich wurde der Filtereinsatz aus Bauxit durch einen
Kalkeinsatz von ähnlicher Teilchengrößenverteilung ersetzt. Hierbei wurde der gleiche Verlauf der Durchflussmenge wie
in Beispiel 1, aber keine Verringerung des Gehalts an gelöstem Eisen erzielt.
Weitere Versuche, die mit Antliracit durchgeführt wurden,
hatten Ergebnisse, die zwischen den oben genannten Ergeb-
00984 A/1355
nissej. lagen» Bei einem ähnlichen Verlauf der Durchflussmenge
wie in Beispiel 1 wurde eine 25 bis 30^ige Verringerung
des Gehalts an gelöstem Eisen erhalten» Diese Verringerung ist viel schlechter als der Wert, der mit Bauxit
erreichbar ist und über 70$ liegt.
BAD ORIGINAL 0098U/1355
Claims (6)
1.) Verfahren zur Gewinnung von reiner Tonerde, dadurch gekennzeichnet,
daß man die beim alkalischen Aufschluß von Aluminiumerzen anfallende Aluminatlauge mit einem Bauxit
des Monohydrattyps in körniger Form unter solchen Bedin-
gungen behandelt, daß das Verhältnis der in m ausgedrückten
Oberfläche der Bauxitkörner zur in rirVh ausgedrückten
Durchflußmenge der Aluminatlauge zynischen 150 und 600 liegt*
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Aluminatlauge durch ein bewegtes oder durch ein festes Bett aus Bauxit leitet.
3*5 Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Aluminatlauge durch mindestens ein T'estbett
leitet, dessen erste Schicht aus groben Bauxitkörnern besteht,
während die weiteren Bettschichten immer feiner werdende" Bauxitkörner enthalten.
4.) Verfahren nach Änü^i'uen 1 bis J* dadurch gekennzeichnet,
daß man die Regene^ Lei- ig des mit Tonerde verunreinigten
Bauxitbettes mit einer verarmten Aluminatlauge durchführt
5.) Verfahren nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß
man eine auf Temperaturen zwischen 8o° und 110 C erhitzte Lauge mit niedrigem Tonerdegehalt verwendet.
6.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 5# dadurch gekennzeichnet,
daß man einen körnigen Bauxit mib einer Teilchengröße
zwischen 5 und 0,5 mm verwendet.
BAD OWQiNAL
009844/1 355
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|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |