DE2542018C3 - Verfahren zur Herstellung eines ummantelten elektrischen Kabels - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines ummantelten elektrischen KabelsInfo
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Description
mit hoher Geschwindigkeit erfolgen.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens nach dem Patentanspruch 1 sind in den folgenden Ansprüchen
2-6 näher beschrieben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer 1. Ausführungsform;
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung einer weiteren Ausfübrungsform;
Fig. 3 zeigt das Zurückfalten der Seitenlasche eines
Kunststoffbandes über den Seitenrand eines Metallbandes;
Fig. 4 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 4-4 der Fig. 3;
Fig. 5 ist eine Draufsicht auf das Kunststoffband beim Zurückfalten einer derbeiden Seitenlaschen und
beim Entfernen der anderen Seitenlasche;
Fig. 6 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 11-11 der Fig. 10;
Fig. 7 zeigt eine weitere Möglichkeit zur Herstellung eines beschichteten Kunststoffbandes;
Fig. 8 ist eine Schnittansicht eines elektrischen Kabels, bei dem ein beschichtetes Kunststoffband verwendet
worden ist und bei dem die beiden Seiten mit Seitenlaschen des Kunststoffbandes versehen sind,
wobei der überlappte Teil des Kunststoffbandes im Strichpunktkreis in vergrößerter Form dargestellt
ist;
Fig. 9 ist eine Schnittansicht eines elektrischen Kabels,
bei dem ein beschichtetes Kunststoffband verwendet wird, und bei dem nur ein Seitenteil mit einer
Seitenlasche des Kunststoffbandes versehen ist, wobei der überlappte Teil des Bandes im strichpunktierten
Kreis in vergrößerter Form dargestellt ist.
In den Zeichnungen sind die gleichen oder ähnlichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
In der Fig. 1 ist ein Metallband 21 dargestellt, das aus Aluminium, Kupfer oder dergleichen besteht und
eine ausreichende Breite besitzt, um die Seele 22 eines elektrischen Kabels 23 zu bedecken. Das Metallband
21 hat eine Dicke von 0,1 bis 0,2 mm oder in etwa in dieser Größenordnung. Das Metallband 21 ist auf
eine Rolle oder Spule 24 aufgewickelt, nachdem es vergütet bzw. geglüht worden ist. Weiterhin wird ein
Kunststoffband 25 verwendet, das aus einem Ionomer, Äthylenäthylacrylat-Mischpolymerisat, Äthylenmethacrylatnvschpolymerisat,
Äthylenacrylsäuremischpolymerisat, Äthylenvinylacetatmischpolymerisat,
Polyäthylen oder Polyvinylacetat besteht. Es kann leicht mit dem Metallband 21, das vorzugsweise
aus Aluminium besteht, thermisch verbunden werden. Das Kunststoffband 25 kann auch seinerseits ein
Schichtenband sein und aus einem der in der folgenden Tabelle angegebenen Kunststoffmaterialien bestehen.
Erste Kunststoffschicht
Zweite Kunststoffschicht
Äthylenmaleinsäureanhydratmischpolymerisat
Äthylenvinylacetatmischpolymerisat oder Polyäthylen
Erste Kunststoffschicht
Zweite Kunststoffschicht
Ionomer
Äthylenvinylacetatmischpolymerisat oder Äthylenäthylacrylatmischpoiy-
merisat
merisat
Äthylenacrylsäummischpolymerisat
Äthylenvinylacetatmischpolymerisat oder Polyäthylen
Das Kunststoffband 25 ist etwas breiter als das Metallband 21 (beispielsweise 30%). Die Dicke des
ίο Kunststoffbandes liegt bei 0,05 mm oder weniger. Das
Kunststoffband 25 ist auf einer Rolle 26 aufgewickelt.
Das Metallband 21 wird von der Rolle 24 abgewik-
kelt und geht durch eine Bremsvorrichtung 27, um die geeignete Spannung einzustellen. Es folgt eine
Walze 28, die auf eine Temperatur von 110° C oder etwa 110° C erhitzt worden ist.
Das auf diese Weise erhitzte Metallband 21 und das Kunststoffband 25, das von der Rolle 26 abgewikkelt
wird, werden zwischen einem Paar Preßwalzen 29 durchgeführt und zusammengepreßt. Hierdurch
wird das Kunststoffband 25 thermisch mit dem Metallband 21 verbunden und bildet das beschichtete
Kunststoffband 30.
Das beschichtete Kunststoffband 30 wird in die vom Pfeil A angezeigte Richtung transportiert und zwar
mit einer Geschwindigkeit von beispielsweise 10 m pro Minute. Während dieser Bewegung wird die sich
nach außen erstreckende Lasche des Kunststoffbandes mittels einer Faltvorrichtung 31 umgefaltet. Sie
btsteht aus einer kegelstumpfförmigen Rolle 32 und einer Führungsplatte 33 oder aus einem Paar kegelstumpfförmiger
Rollen 32 und einer Leitungsplatte 33, um den entsprechenden Rand oder die entsprechenden
Ränder des Metallbandes 21 zu bedecken.
Die umgefalteten Kunststoffteile werden thermisch mit der entgegengesetzten Seite verbunden und zwar
mit der Seite, an der der Hauptkörper des Kunststoffbandes 24 verbunden ist. Eine Kühlvorrichtung 34,
die unterhalb der Faltvorrichtung 31 angeordnet ist, kühlt das beschichtete Kunststoffband 30, indem sie
ein gekühltes Medium wie beispielsweise Luft oder Wasser durch Düse 35 abgibt.
Das gekühlte beschichtete Kunststoffband 30 wird beispielsweise mittels einer Umlenkrolle 36 entlang
der Kabelseele 22 angeordnet und bewegt sich kontinuierlich in die vom Pfeil B angegebene Richtung.
Das beschichtete Kunststoffband 30 wird mittels einer
Umwicklungs- bzw. Umhüllungsvorrichtung oder einem U ml auf trichter 37 um die Kabelseele 22 gewikkelt,
wobei sich die gegenüberliegenden seitlichen Randteile des Bandes 30 überlappen. Anschließend
wird eine äußere Hülle 39 um das beschichtete Kunststoffband 30 extrudiert, mittels einer Extrudierungsvorrichtung
38 bekannter Bauweise. Die äußere Hülle 39 besteht aus einem wetterbeständigen und korrosionsfesten
Kunststoffmaterial wie beispielsweise Polyolefin, Polyäthylen oder Polyvinylchlorid, die sich
ohne weiteres mit dem Kunststoffband 25 oder der zweiten Schicht des Kuntstoffbandes 25 bei einem
Zweilagenband verbinden können.
In der Fig. 2 ist eine andere Form der Herstellung eines elektrischen Kabels 23 nach der Erfindung dargestellt.
Dort wird die in Fig. 1 beschriebene Heizwalze 28 durch einen Heizofen 42 ersetzt, der kurz
vor den Preßwalzen 29 angeordnet ist, um sowohl das Metallband 21 als auch das Kunststoffband 25 auf eine
Temperatur von 150° C bis 240° C (im allgemeinen etwa 200° C) gleichzeitig zu erhitzen. Die in Fig. 1
dargestellte Kühlvorrichtung 34 wird durch ein Paar Kühlwalzen 41 ersetzt.
Aus der Fig. 4 ist zu ersehen, daß eine kcgelstumpfförmige
Rolle 32 so angeordnet wird, daß ihre Achse zu der Fläche 21b (in der Folge als »obere
Oberfläche« bezeichnet) im spitzen Winkel 2or (2a sollte normalerweise bei 20° liegen) geneigt ist. Die
Entfernung d zwischen der Oberfläche 21b und der Oberfläche der kegelstumpfförmigen Rolle 32 ist
kleiner als die Dicke des Kunststoffbandes 25. Die Bodcnfläche 32« der kegelstumpfförmigen Rolle 32
ist in der Nähe der zentralen Linie des beschichteten Kunststoffbandes 30 angeordnet, während die obere
Fläche 32/? davon von der zentralen Linie entfernt ist. Aus der F i g. 3 ist zu ersehen, daß die kegclstumpfförmige
Rolle 32 außerdem so angeordnet ist. daß ihre zentrale Achse X-X einen stumpfen Winkel β mit der
Abzugsrichtung A des beschichteten Bandes 30 bildet. Der stumpfe Winkel β sollte normalerweise bei
120° liegen.
Durch die unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten der kegelstumpfförmigen Rolle 32 wird die gefaltete
Scitcnlasche 25a des Kunststoffbandes 25 in Richtung auf die zentrale Linie des beschichteten
Bandes 30 gezogen. Dadurch wird die gefaltete Seitcnlaschc 25a des Kunststoffbandes 25 thermisch fest
unit dem Seitenrand 21a des Metallbandcs 21 verbunden ohne daß ein Zwischenraum zwischen den beiden
entsteht. Die Form wird erreicht, daß keine Knitterfalten auf der oberen Oberfläche 21b des Metallbandes
21 entstehen.
In Fig. 5 und 6 ist für die Faltung verwendete kegelstumpfförmige Rolle ersetzt durch eine Schneidwalze
41, wobei die Bodenfläche 41 derselben sehr nahe an den seitlichen Rand 21a" des Metallbandes
21 angeordnet ist. Wenn die Schneidwalze 41 in die mit dem Pfeil E angegebene Richtung gedreht wird,
schneidet der Rand 216 der Walze 41 die nicht not-
Hi wendige Seitenlaschc ab wie beispielsweise die Seitenlasche
25b des Kunststoffbandes 25. Bei einem so hergestellten beschichteten Band 30 wird beispielsweise
nur ein seitlicher Rand 21a des Metallbandes 21 mit der entsprechenden Seitenlasche 25a des
Kunststoffbandes 25 bedeckt.
Eine äußere Hülle 39 wird aus einem wetterbeständigen und korrosionsfesten Kunststoff material in den
Fig. 8 und 9 dargestellt, und auf das beschichtete Band 30 extrudiert und somit die Kabelseelc 22 um-
2(i hüllt. Durch die bei der Extrudierung der äußeren
Hülle 39 angewandten Wärme und durch den genau geregelten Abzug der Umhüllung 39 werden die Scitenlaschcn
25a und 25b des Kunststoffbandes 25, das zwischen dem überlappten waagerechten Scilcnrand
30c und 30/ liegt, thermisch miteinander verbunden. Die äußere Hülle 39 haftet fest an der äußeren
seitlichen senkrechten Randwand und verhindert, daß sich dazwischen ein Zwischenraum oder ein Späh
bildet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines ummantelten elektrischen Kabeis, bei dem das jeweils auf
getrennten Vorratsspulen aufgewickelte Kunststoff- bzw. Metallband über Umlenkrollen einander
zugeführt werden, das Kunststoffband thermisch auf seiner einen Seite mit dem Metallband
beschichtet wird, wobei das Kunststoffband breiter ist als das Metallband, bei dem die seitlich
überstehenden Ränder des Kunststoffbandes um die Seitenkanten des Metallbandes umgebogen
und auf die freie Oberfläche des Metallbandes gefaltet und die entstandenen Seitenlaschen dann an
der freien Oberfläche des Metallbandes ebenfalls thermisch angeklebt werden, das so beschichtete
Band längs -überlappend um eine Kabelseele aufgebracht und eine äußere Kunststoffhülle um die
ummantelte Kabelseele extrudiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Falten eine oder
beide Seitenlaschen (25a und 2Sb) zunächst aufgebogen werden, dann in Richtung auf die Mittellinie
(Y-Y) über die freie Seite des Metallbandes (21) in spitzem Winkel zur Abzugsrichtung (A)
umgelegt werden, die Seitenlaschen mittels einer oder mehrerer kegelstumpfförmiger Rollen (32),
deren Achsen schräg zur Senkrechten auf die Abzugsrichtung (A) angeordnet sind, auf die Oberfläche
des Metallbandes (21) gepreßt werden und daß das derart beschichtete Kunststoffband (30)
gekühlt (34, 35) und über Umlenkrollen (36) einem Einlauftrichter (37) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine der beiden Seitenlaschen
(25a oder 2Sb) des Kunststoffbandes (25) über den entsprechenden Seitenrand (21a oder
2Id) des Metallbandes (21) gefaltet wird und die andere Seitenlasche (25b) oder (25a) mittels einer
sich drehenden Schneidwalze (41) abgeschnitten wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß entweder das Metallband (21) alleine oder das Metallband (21) und
das Kunststoffband (25) vor dem Aufeinanderpressen erhitzt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffband (25) aus Äthylenäthylacrylatmischpolymerisat,
Äthylenmethylacrylatmischpolymerisat, Äthylenacrylsäuremischpolymerisat, Äthlenvinylacetatmischpolymerisat,
Polyäthylen oder Polyvinylacetat besteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffband (25) seinerseits aus zwei Schichten aufgebaut
ist, wobei die erste Schicht aus den in Anspruch 4 angegebenen Stoffen besteht und die zweite aus
Äthylenvinylacetatmischpolymerisat oder Äthylenäthylacrylätmischpolymerisat.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoffband (25) aus einer ersten Schicht aus Äthylenacrylsäuremischpolymerisat
oder Äthylenmaleinsäureanhydrät und aus einer zweiten aus Äthylenvinylacetatmischpoiymerisat
oder Polyäthylen besteht.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines ummantelten elektrischen Kabels bei dem
das jeweils auf getrennten Vorratsspulen aufgewikkelte Kunststoff- bzw. Metallband über Umlenkrollen
einander zugeführt werden, das Kunststoffband thermisch auf seiner einen Seite mit dem Metallband beschichtet
wird, wobei das Kunststoffband breiter ist als das Metallband, bei dem die seitlich überstehenden
Ränder des Kunststoffbandes um die Seitenkanten des
lü Metallbandes umgebogen und auf die freie Oberfläche
des Metallbandes gefaltet und die entstandenen Seitenlaschen dann an der freien Oberfläche des Metallbandes
ebenfalls thermisch angeklebt werden, das so beschichtete Band längs überlappend um eine Kabelseele
aufgebracht und eine äußere Kunststoffhülle um die die ummantelte Kabelseele extrudiert wird.
Die herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von laminierten bzw. beschichteten ummantelten elektrischen
Kabeln bestehen aus folgenden Verfahrensstufen: Zunächst wird ein dünnes Band oder eine dünne
Lage aus plastischem Material, wie beispielsweise Polyäthylen oder Polyvinylchlorid mit Klebstoff oder
thermisch mit einem Aluminiumband oder einer dünnen Lage Aluminium verbunden, um ein Laminat
bzw. einen Schichtstoff zu bilden. Das laminierte Band wird längs einer Kabelseele derart aufgebracht, daß
sich die seitlichen Ränder einander überlappen. Die Überlappungsnähte werden mittels eines Klebstoffes
wie beispielsweise eines Mischpolymerisates verbunden und schließlich eine äußere Hülle aus einem wetterfesten
und widerstandsfähigem Kunststoffmaterial aufgebracht.
Bei den bekannten nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellten elektrischen Kabeln kommen
jedoch Überlappungsnähte in direkten Kontakt mit der äußeren Hülle. Da der Kunststoff dieser äußeren
Hülle im allgemeinen nicht mit dem Aluminium verbunden werden kann, bildet sich ein Spalt bzw. ein
Zwischenraum, der sich entlang des Kabels erstreckt.
Durch Alterung und wiederholte Dehnung wird dieser Effekt noch verstärkt. Es bilden sich Risse, die sich
vom Zwischenraum bis zu der der Atmosphäre ausgesetzten Oberfläche des Kabelmantels erstrecken. Dadurch
wird die Wetterfestigkeit und die Beständigkeit des Kabels gegen Feuchtigkeit in starkem Maße reduziert.
Durch die US-PS 3902938 ist es bekannt, ein Metallband
mit einem Kunststoffband mittels Formungsrollen derart zu überziehen, daß auch die seitlichen
Randteile des Metallbandes mit dem Kunststoffband bedeckt sind. Das Kunststoffband wird jedoch dabei
in einem Zug derart um das Metallband gefaltet, daß nur auf einer Längsseite des Metallbandes eine überlappende
Naht des Kunststoffbandes entsteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines ummantelten elektrischen
Kabels zu entwickeln, das widerstandsfähig gegen größere Temperaturschwankungen und möglichst
wasserdicht ist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Verfahrensschritte gelöst.
Durch Wärme- bzw. Hitzeeinwirkung wird eine feste und dichte Bindung mi der anderen Seite und dem
Randteil oder den Randteilen des Metallbandes geschaffen.
Der Abzug des Kunststoffbandes, das Falten und mithin die gesamte Het stellung des Kabels können
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Publications (3)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |