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Vorrichtung zum SterilZisieren eines ärztlichen Instrumentes Die
Erfindung bezieht sich aul eine Vorrichtung zum Sterilisieren ärztlicher Instrumente,
beispielsweise von Nadeln an Injektionsspritzen.
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Nadeln, die an Spritzen zum injizieren von Medikamten an mensch oder
Tier wie auch zum Durchführen von Untersuchungen und Experimenten benutzt werden,
müssen normalerweise vor jeder Benutzung sterilisiert werden. Für Einmalgebrauch
vorgesehene, nach Gebrauch wegzuwerfende Injektionsspritzen mit angebrachten Nadeln,
die bereits nach dem Zusammensetzen sterilisiert und in einem flexiblen Beutel dicht
verpackt wurden, sind für viele Anwendungsfälle geeignet. Für viele Fälle ist jedoch
die benötigte Injektionsspritze zu teuer, um praktisch nur einmal benutzt zu werden.
Auch andere ähnliche
ärztliche Instrumente benötigen eine Sterilisierung
vor jedem Gebrauch.
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Eines der am stärksten wirksamen Sterilisationsgase ist Äthylenoxyd,
das benutzt werden kann, um Gegenstände zu sterilisieren, indem man sie in einer
geeigneten Kammer der Wirkung dieses Gases unterzieht. Aus US-PS ).47).886 ist eine
Sterilisiervorrichtung mi-s einer Kammer zur Aulnahme von Kontaktlinsen bekannt,
die dazu ausgebildet ist, mit Äthylenogyd gefüllfzu werden. Jedoch ist das Sterilisieren
in solchen Vorrichtungen langsam und wenig wirksam, und die Vorrichtungen selbst
sind teuer in Aufbau und .arttmg.
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Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfache,
schnell bedienbare handliche Vorrichtung zum Sterilisieren eines ärztlichen Instrumentes
unmittelbar vor der Benutzung zu schaffen.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung gelöst,
die sich dadurch kennzeichnet, daß das Vorrichtungsgehäuse eine Sterilisierkammer
zum Einführen des zu sterilisierenden Instruments enthält und zum Abdichten
mit
dem eingeführten Instrument ausgebildet ist,und daß betätigbare Einrichtungen zum
Zuführen von Sterilisiergas unter Druck in die Sterilisierkainnior vorgesehen sind
.Auf diese Weise kann das jeweilige ärztliche Instrument unmittelbar vor der Benutzung
in die Sterilisierkammer der Vorrichtung eingeführt und dort sterilisiert werden
Die Vorrichtung ist besonders einfach1 leicht zu bedienen und handlich, vor allem
ist sie in ihrem Aufbau billig und einfach und leicht zu warten.
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In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung zum Sterilisieren
eines ärztlichen Instruments ein Gehäuse mit einer inneren Kammer zur Aufnahme des
Instruments auf die mit dem eingeführten Instrument abzudichten ist und eine äußere
Kammer, die die innere Kammer umgibt und zur Aufnahme einer Menge von Sterilisiergas
mit einem Druck oberhalb des atmosphärischen Druckes sowie einem betätigbaren Ventil
zum Zuführen von Gas von der äußeren Kammer zur inneren Kammer, um das Instrument
zu sterilisieren. Zur Benutzung der Vorrichtung wird die äußere Kammer, die über
ein von Hand zu betätigendes Ventil mit der inneren, das Instrument aufnehmenden
Kammer, in Verbindung steht, mit Äthylenoxyd oder anderem geeignetem Sterilisiergas
unter Druck gefüllt. Nachdem die Nadel oder das sonstige Instrument in die Sterilisierkammer
eingeführt und diese abgedichtet
ist, wird das Ventil zwischen
den beiden Kammern geöffnet, so dai3 das Äthylenoxyd unter Druck in die die Nadel
oder das sonstige Instrument
aufnehmende Kammer strömt und die Nadel bzw. das sonstige Instrument umgibt und
sterilisiert. Nach einem kurzen Zeitabschnitt ist die Sterilisation geschehen und
die Nadel oder das sonstige Instrument kann abgezogen werden, um den Sterilisationsvorgang
mit einer anderen Spritze oder sonstigen Instrument vorzunehmen. Wenn nötig, kann
der äußeren Kammer über ein geeignetes Ventil von Zeit zu Zeit Gas zugeführt werden.
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In einer anderen Ausführungsform weist die Sterilisiervorrichtung
einen von Hand zu zerbrechenden1 Sterilisiergas unter Druck enthaltenden Behälter
auf, der zur Benutzung zerbrochen wird, um das Gas in die Kammer zu entlassen. Vorzugsweise
ist mindestens ein Teil der Kappe oder des Gehäuses flexibel und hat eine einzigste
innere Kammer, in die sich die Nadel oder das sonstige Instrument erstreckt und
die auch durch die Spritze oder sonstige Instrument abgedichtet wird. Der von Hand
zu zerbrechende Behälter kann ein kleiner Glaskolben oder vergleichend sein, der
an der Hülle im Inneren der Kammer angebracht ist und eine geeignete Menge von Äthylenoxyd
oder anderem geeignetem Sterilisiergas unter Druck enthält. Nachdem die Nadel aater
das sonstige Instrument
in das Innere der Kammer eingeführt worden
ist, wobei das Innere der Kammer mit der Spritze oder dem sonstigen Instrument abgedichtet
wird9 zerbricht man den Kolben beispielsweise durch Verbiegen desjenigen Teiles
der flexiblen Gehäusewand im Bereich des Kolbens, um das Gas frei zu lassen, und
die Nadel oder das sonstige Instrument zu sterilisieren. Normalerweise wird dann
das Gehäuse nach einer einzigen Benutzung weggeworfen.
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In einer weiteren Ausführungsform wird das Sterilisiergas in die Kammer
injiziert,nachdem die Nadel oder das andere Instrument in diese eingeführt worden
ist.
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Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in folgenden, anhand
der beigefügten Zeichnungen, näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1: einen Schnitt durch
eim Ausführungsform der Vorrichtung zum Sterilisieren ärztlicher Instrumente; Fig.
2 einen Querschnitt der Vorrichtung nach Fig. 1 nach der LinieII; Fig. 3: einen
Schnitt durch das die Verbindung zwischeider äußeren Kammer und der das Instrument
aufnehmenden
Kammer im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1; Fig. 4:
eine andere Ausführungsform der Sterilisiervorrichtung für ärztliche Instrumente;
Fig. 5: eine weitere Ausführungsform der Sterilisiervorrichtung für ärztliche Instrumente;
Fig. 6: eine weitere Ausführungsform der Sterilisiervorrichtung für ärztliche Instrumente
und Fig. 7: eine Ausführungsform ähnlich derjenigen nach Fig. 6.
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Im Beispiel der Fig. 1 und 2 handelt es sich um das Sterilisieren
der Nadel einer Injektionsspritze. Eine herkömmliche Spritze 20 hat eine Nadel 22,
die wie dargestellt, in einer Ausführungsform der Vorrichtung 24 zum Sterilisieren
ärztlicher Instrumente eingefüht ist. Die Nadel 22 paßt in eine erste Kammer 26,
die durch eine erste, zum Schutz der Nadel 22, vorzugsweise Starrwand 2s, umgrenzt
ist. Die Kammer 26 ist am einem Ende zur Aufnahme der Nadel 22 offen, und dieses
Ende wird dann durch die Spritze 20 abgedichtet. Hierzu können auf der Spritze ein
Gewinde und eine Dichtung 34, wenn für bessere Abdichtung erwünscht, vorgesehen
sein. Eine flexible äußere Kammer 30 ist um die Kammer 26 herum angeordnet und durch
die Niand 28 , die Außenwand 32 und den Dichtungsring 34 umgrenzt. Ein herkömmliches
Ventil 36 verbindet die Kammer 26 mit der Kammer 30, wie dies im einzelnen in Fig.
3 gezeigt ist.
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Wie oben erwähnt, wird die Kammer mit einen geeignetem Sterilisiergas,
vorzugsweise Athylenoxyd oder einem Druck oberhalb des Atmosphären-Druckes, gefüllt.
Um die Nadel 22 oder ein anderes ärztliches Instrument zu sterilisieren, wird die
Nadel (bwz. das ;jeweilige Instrument) zuerst in die Kammer 26, wie in Fig. 1 gezeigt,
eingeführt. Als nächstes wird das Ventil 36 von Hand geöffnet, so daß Sterilisiergas
von der Kammer 30 in die Kammer 26 strömt, bis der Druck in beide Kammern nahezu
gleich ist. Gemäß Fig. 3 enthält das herkömmliche Ventil 36 einen ersten Gehäuseteil
407 der sich zwischen den beiden Kammern erstreckt und fest zwischen den Wänden
28 und 32 durch Ringe 42 und 44 angebracht ist. Die Ringe 42 dichten auch die Öffnung
in der Wand 28 ab, durch die sich der Gehäuseteil 40 erstreckt. Ein Ventilelement
46 ist innerhalb des Gehäuseteiles 40 angeordnet und dichtet normalerweise die Öffnung
48 wie dargestellt ab, in-dem eine Feder 50 des Ventilelements 46 kontinuierlich
zum Schließen der Durchlaßöffnung 48 (in der Darstellung der Fig. 3) nach oben drückt.
Um das Ventil 36 zu öffnen, wird von Hand Druck auf die Außenseite der flexiblen
Wand 32 ausgeübt, um das Ventilelement 46 zu veranlassen sich nach unten zu bewegen
und die Öffnung 48 zuäffnen, so daß Sterilisiergas aus der Kammer 30 durch die Öffnung
52, durch das innere des Ventils
36 unydurch die Öffnung 48 in
die Kammer 26 strömt.
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Nachdem die Kammer 26 eine ausreichende Menge an Sterilisiergas aufgenommen
hat, findet die Sterilisation schnell statt und die Spritze kann dann abgezogen
und benutzt werden. Innerhalb der Kammer 26 kann ein Material 53 solcher Art angebracht
sein, das seine Farhe ändert, wenn die Sterilisation vollständig ist. Hierzu sind
mindestens Teile der Wände 2d und 32 transparent, so dai3 eine positive Anzeige
gegeben wird, wenn die Sterilisation erfolgt ist. Es können auch Spritzen anderen
Aufbaus oder andere ärztliche Instrumente in die Kammer 26 eingeführt und dort sterilisiert
werden. Zusätzliches Gas kann, wenn erforderlich, über das herkömmliche Ventil 54
der Kammer 30 zugeführt werden.
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Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der
Erfindung, die dazu gedacht ist, nur einmal benutzt und dann weggeworfen zu werden.
Die Vorrichtung 70 enthält eine Hülle oder ein Gehäuse 72, das an einem Ring 74
angeihn bracht ist. Dieser Ring 74 hat eine sich durch erstreckende Öffnung 7s zum
Einführen einer Spritzennadel oder dergl.
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in analoger Weise wie in Fig. 1 gezeigt. Die Spritze selbst dichtet
die Nadel in der Kammer 78 ab. Ein Kolben 80, aus Glas oder anderem Material, ist
in der Hülle 72 innerhalb
einer Kammer 7 angeordnet und enthält
eine abgemessene, ausreichende Menge von Athylenoiryd oder anderem Sterilisationsgas.
Zumindest ein Teil der hülle oder des Gehäuses 7> im Bereich des Kolbens 80 ist
flexibel, so da nach dem Einführen und Abdichten der Nadel in der Kammer 7 der Kolben
8u beispielsweise durch Verbiegen der flexiblen Hülle 72 zerbrochen werden kann,
um das Gas freizusetzen, das die Nadel schnell sterilisiert. Vorzugsweise ist der
die Nadel umgebende Teil des Gehäuses 72 starr, um die Nadel zu schützen.
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Es ist ein Fenster 75 vorgesehen, um einen Blick auf Material solcher
Art zu geben, das seine Farbe wechselt, wenn die Sterilisation stattgefunden hat.
Die Vorrichtung 70 kann nach einem einzigsten Gebrauch weggeworfen werden.
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In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei der ein zu
sterilisierendes ärztliches Instrument in einem Gehäuse 82 angeordnet wird, so daß
das Instrument selbst das offene Ende des Gehäuses 82 abdichtet. Dann wird die Nadel
84, die mit einem Äthylenosyd oder einem anderen Sterilisationsgas mit Druck oberhalb
des AtmosphärenDrukes enthaltenden Quelle, beispielsweise einem Behälter 83, verbunden
ist, in das Innere des Gehäuses 82 durch eine Öffnung über ein Ventil 86 eingeführt.
Das Ventil 86 enthält flexibles Material, beispielsweise Gummi. Eine Öffnung erstreckt
sich durch das Ventil 86
die aber normalerweise durch das leicht
komprtmierte, flexible Material geschlossen gehalten wird. Die Nadel 84 kann jedoch
durch die Offnung geschoben werden, um Gas in das Gehäuse 82 einzuführen. Vorzugsweise
ist auf der Sterilisiergasquelle 83 ein lçlanometer 88 vorzusehen, um anzuzeigen,
wenn der Druck unzureichend ist, um genug Sterilisiergas in das Gehäuse 82 einzuführen.
Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn die Sterilisiergasquelle 83 für mehrmalige
Benutzung vorgesehen ist und wie in Fig. 5 angedeutet, zwischen der Sterilisiergasquelle
83 und der Einführungsnadel 84 ein von Hand zu betätigendes oder auch automatisches
Absperrventil angeordnet ist. Vorzugsweise ist im Gehäuse 82, das in diesem Beispiel
für einen einmaligen oder mehrfachen Gebrauch vorgesehen sein kann, ein Fenster
90 angeordnet, um innerhalb des Gehäuses 82 angeordnetes Material zu beobachten,
das seine Farbe wechselt, wenn die Sterilisation erfolgt ist.
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Fig. 6 zeigt ein anderes-Ausführungsbeispiel ähnlich demjenigen nach
Fig.4, bei dem ein Kolben oder eine Ampulle O aus Glas oder anderem Material in
ein Rohr 312 mit starres Teil 134 und flexiblem Teil 136 eingesetzt ist. Das Rohr
132 kann aus Kunststoffen oder anderen geeigneten Materialien bestehen. Der Kolben
oder die Ampulle 130 hat einen vorstehenden
schmalen Hals 1409
der leicht durch Verbiegen des flexiblen Teiles 136 des Rohres 132 abgebrochen werden
kann, um ein Sterilisiergas beispielsweise Äthylenoxyd frei zu lassen.
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Ein flexibler Stopfen 142 ist am offenen Ende des Rohres 132 angebracht,
um das Rohr dicht abzuschließen9 wenn ein ärztliches Instrumen-ts beispielsweise
eie Spritze 1449 wie gezeigt, eingeführt wird Es ist auch ein geeigneter Indikator
146 im Rohr 132 angeordnet um visuell anzuzeigen, wenn die Sterilisation erfolgt
ist In ähnlicher Weise ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
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eine Ampulle 150 mit Äthylenoxyd oder anderem Sterilisationsm gas
im Inneren einer Kammer angeordnet9 die durch einen starren Rohrteil 152 und einen
flexiblen Rohrteil 154 begrenzt ist. Die Ampulle 150 wird von einer Nadel oder einem
anderen Instrument ferngehalten9 das über einen flexiblen Stopfen 156 in die Kammer
eingeführt wird. Die Ampulle 150 hat ähnlich der Ampulle 130S gem. Fig. 69 einen
Halsteil 158,/durch Verbiegen des flexiblen Wandteils 154 abgebrochen werden kann,
um das Gas aus der Ampulle 150 freizulassen. Das freigelassene Gas tritt längs der
Rippen, die die Ampulle 150 an ihren Platz halten, hindurch, um die Nadel oder das
andere eingeführte Instrument zu sterilisieren. Der abgebrochene
Ampullenhals
kann jedoch nicht den durch die Nadel oder das jeweilige Instrument eingenommenen
Bereich erreichen und daher auch nicht die Nadel o. dgl. beschädigen. Ein Indikator
160 ist innerhalb der Sterilisierkammer, wie oben beschrieben, angebracht.
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Patentansprüche