DE2433940A1 - Verfahren zur herstellung von poroesen diaphragmen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von poroesen diaphragmenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE DR.-IN G. H. Fl N CKE
Dl PL.-I NG. H. BOHR DIPL.-ING. S. STAEGER
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IMPERIAI CHEMICAL INDUSTRIES LIMITED,
Imperial Chemical House,
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London S.W.1 / GROSSBRITANUIEN
"Verfahren zur Herstellung von porösen Diaphragmen"
PRIORITÄT: Britische Patentanmeldung Nr. 34169/73 vom 18. Juli 1973
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von porösen Diaphragmen, insbesondere solchen, die auf Polytetrafluoräthylen
aufgebaut sind. Solche Diaphragmen sind besonders geeignet zur Verwendung in Zellen, in denen Alkalimetallchloridlösungen
elektrolysiert werden.
In der GB-PS 1 081 046 ist ein Verfahren zur Herstellung solcher porösen Diaphragmen beschrieben, welches darin be-
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steht, daß ein wäßriger Schlamm oder eine Dispersion von
Polytetrafluoräthylen und einem festen, feinkörnigen Zusatzstoff, wie Stärke, hergestellt, ein organisches Koaguliermittel,
wie Aceton dieser Dispersion zugesetzt und dann die koagulierte Dispersion getrocknet wird. Ein organisches
Schmiermittel, wie Petroläther, wird dann dem getrockneten koagulierten Material zugesetzt, um als Verfahrenshilfe zu
dienen, wenn das Material zu einer Bahn gewalzt wird. Nach Beendigung der Walzbehandlung wird die Stärke entfernt, um
das gewünschte poröse Diaphragma zu ergeben. Gewünschtenfalls
kann das Schmiermittel ebenfalls entfernt werden.
Ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von porösen
Diaphragmen, bei denen das organische Schmiermittel durch Wasser als Schmiermittel ersetzt wird, ist in der deutschen
Patentanmeldung P 23 05 509.6 beschrieben. Dieses Verfahren
besteht darin, daß ein wäßriger Schlamm oder eine Dispersion hergestellt wird, welche Polytetrafluoräthylen und
einen festen feinkörnigen Zusatzstoff enthält, wobei dieser wäßrige Schlamm oder die Dispersion eingedickt wird,
um eine Agglomerierung der darin enthaltenen festen Teilchen zu bewirken, worauf aus dem eingedickten Schlamm oder
der Dispersion ein teigartiges Material hergestellt wird, das ausreichend Wasser enthält, um einer nachfolgenden Behandlung
zur Herstellung einer Bahn als Schmiermittel zu dienen, wodurch eine Bahn gewünschter Stärke aus diesem
Teig gebildet und der feste feinkörnige Zusatzstoff dann
aus der Bahn entfernt wird.
Geeignete Zusatzstoffe sind Stärke, beispielsweise Maisstärke und/oder Kartoffelstärke oder eine wasserunlösliche
Base oder ein Carbonat, wie beispielsweise Kaliumcarbonat.
Gewünschtenfalls können die festen feinkörnigen Zusatzstoffe
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aus dem Diaphragma entfernt werden, "bevor dieses in die
Elektrolysezelle eingebracht wird, "beispielsweise durch
Durchtränken des Diaphragmas mit einer Säure, vorzugsweise einer Mineralsäure, wie Salzsäure. Das Diaphragma wird dann
mit Wasser gewaschen, um die Säure zu entfernen und noch in feuchtem Zustand in eine Elektrolysezelle eingebracht.
Während dieses Einbringens in die Zelle ist es erforderlich, das Diaphragma feucht zu halten, um ein Zusammenfallen
der Poren zu verhindern und dies führt zu beträchtlichen Schwierigkeiten bei der Handhabung des Diaphragmas,
da dieses nicht nur außerordentlich naß, sondern auch sehr schlüpfrig ist, was auf das Polytetrafluoräthylen zurück-'
zuführen ist. Weitere Schwierigkeiten bei der Verwendung solcher vorher extrahierten Diaphragmen bestehen in der
Schwierigkeit, eine entsprechende Streckung des nassen Diaphragmas zu erreichen, während dieses in die Zelle
eingesetzt wird, und in der Möglichkeit des Auftretens von Löchern oder Rissen, die an der Dichtungseinlage auftreten,
die entlang den nassen Kanten des Diaphragmas vorgesehen sind. Es wird daher bevorzugt, das nicht extrahierte
Diaphragma in situ in die Zelle einzubauen. Ein hierfür geeignetes Verfahren ist in der britischen Patentanmeldung
Nr. 34 167/73 beschrieben, bei dem die Entfernung der in dem Diaphragma enthaltenen Zusatzstoffe dadurch
erfolgt, daß das Diaphragma in situ in der Zelle mit einer Säure (z.B. Salzsäure) behandelt wird, die einen Korrosionsinhibitor
(beispielsweise Propargylalkohol) enthält. Ein abgewandeltes Verfahren ist in der britischen Patentanmeldung
Hr. 34 168/73 beschrieben, bei dem die Entfernung der
Zusatzstoffe in der Weise erfolgt, daß die Zelle mit dem Arbeitselektrolyten (beispielsweise einer Alkalimetallchloridsole) gefüllt und der Elektrolyt elektrolysiert
wird. . .
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Im allgemeinen arbeiten Diaphragmen, die durch die erwähnte
elektrolytische Arbeitsmethode hergestellt worden sind, befriedigend, sowohl in vertikalen und horizontalen Zellen, obwohl,
wenn Starke als Zusatzstoff verwendet wird, das so hergestellte Diaphragma außerordentlich hohe Voltspannungen erfordert,
insbesondere in horizontalen Zellen. Diese Wirkung ist auch bis zu einem gewissen Ausmaß bei der Verwendung
von Diaphragmen zu beobachten, bei denen die Entfernung der Stärke durch Behandlung mit der Säure entweder außerhalb der Zelle oder in situ in der Zelle durchgeführt worden
ist. Die Extraktion von Stärke in horizontalen Zellen unter Anwendung der elektrolytischen Methode kann auch zu
Schwierigkeiten führen, weil das Diaphragma nicht in die Katholytflüssigkeit der. Extraktion eingetaucht ist, mit
dem Ergebnis, daß das Diaphragma leicht aufquillt und sich mit Gas füllt, was eine starke Blasenbildung zur Eolge hat.
Dies bewirkt eine unvollkommene, bestenfalls eine nicht gleichmäßige Entfernung der Stärke aus dem Diaphragma.
Es wurde nun eine Reihe von festen feinverteilten Zusatzstoffen gefunden, welche geeignet sind zur Herstellung
von porösen Diaphragmen durch irgendeines der oben beschriebenen Verfahren, das nicht die Nachteile zur Folge
hat, welche bei der elektrolytisehen Extraktionsbehandlung
auftreten.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung wird also ein Verfahren zur Herstellung eines porösen Diaphragmas aus synthetischem
Material vorgeschlagen, welches darin besteht, daß eine Bahn des synthetischen Materials gemischt mit einem festen
feinverteilten Zusatzstoff hergestellt wird, der dann aus der Bahn entfernt wird und das Neue der Erfindung besteht
darin, daß der feste feinverteilte Zusatzstoff ein organisches polymeres Material ist, derart, daß die sich ergebenden
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Poren in dem Diaphragma verlängert werden, wobei die mittlere
länge der Poren mindestens doppelt so groß ist wie ihre mittlere Breite.
Gemäß einem- weiteren Merkmal der Erfindung wird ein poröses
Diaphragma vorgeschlagen, das aus einem synthetischen Material besteht, welches verlängerte Poren aufweist, wobei
die mittlere Länge dieser Poren mindestens doppelt so groß ist wie ihre mittlere Breite.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders anwendbar zur
Herstellung von porösen Diaphragmen, die auf synthetischen organischen polymeren Materialien, beispielsweise Polyvinylidenfluorid
und insbesondere Polytetrafluoräthylen aufgebaut sind.
Die Poren in dem Diaphragma besitzen vorzugsweise eine Länge von 30 bis 120/U, beispielsweise von 40 bis 100/U; Eine
Porenweite von 10 bis 20/U wird bevorzugt.
Es wird besonders bevorzugt, Cellulose als festen feinverteilten Zusatzstoff zu verwenden, d.h. ein lineares Polymer
von Anhydroglucoseeinheiten, welche durch glucoside Bindungen zusammengehalten werden, das die empirische
Formel (^gH10Oc)n besitzt. Besonders brauchbare Beispiele
von Cellulose sind "Solka Floc" das von der Fa.
BROW COMPANY LIMITED, USA, vertrieben wird und gebleichte
Kraft-Holz-Pulpe. Die Cellulose kann auch noch gewünschtenfalls
mit anderen polymeren Materialien belegt sein, wie beispielsweise Polyacrylaten oder Polymethacrylaten.
Die porösen Diaphragmen gemäß der Erfindung können zweckmäßig aus wäßrigen Schlämmen oder Dispersionen des synthetischen
Materials (beispielsweise Polytetrafluoräthylen) her-
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gestellt werden und zwar durch die Verfahren wie sie in der
GB-PS 1 081 046 und in der deutschen Patentanmeldung
P 23 05 509.6 "beschrieben sind, wobei der feste, feinverteilte Zusatzstoff durch^ Behandlung mit einer Säure, beispielsweise
Salzsäure, extrahiert wird, bevor das Diaphragma in die Zelle eingebracht wird. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
kann der Zusatzstoff auch in situ in der Zelle extrahiert werden, und zwar durch Behandlung mit einer Säure,
welche einen Korrosionsinhibitor enthält (wie in der britischen Patentanmeldung Nr. 34 167/73 beschrieben) oder durch,
eine elektrolytische Behandlung, wie sie in der britischen Patentanmeldung Nr. 34 168/73 beschrieben ist.
Wenn als synthetisches Material, beispielsweise Polytetrafluoräthylen,
verwendet wird, so liegt die bevorzugte Teilchengröße des Polytetrafluorethylene in dem wäßrigen
Schlamm oder der Dispersion innerhalb des Bereichs von 0,05 bis 1/U, und beträgt beispielsweise bis zu 0,2/u.
In vielen Fällen ist es wünschenswert, dem Schlamm oder der Dispersion weitere Komponenten einzuverleiben, welche
nicht entfernt werden, wenn die Bahn der Behandlung zur Entfernung des feinverteilten Zusatzstoffes unterworfen
wird. Beispiele solcher Komponenten sind feinverteilte Füllstoffe, im allgemeinen anorganische Füllstoffe, wie
beispielsweise Titandioxyd, das besonders bevorzugt wird, Bariumsulfat, Asbest (beispielsweise Amphibol oder
Serpentinasbest), Graphit und Aluminiumoxyd. Zweckmäßig besitzt der Füllstoff eine Teilchengröße von beispielsweise
weniger als 10/u und vorzugsweise weniger als 1 /U.
Das Gewichtsverhältnis von Füllstoff zu synthetischem Material, beispielsweise Polytetrafluoräthylen, kann z.B.
von 10:1 bis 1:10, vorzugsweise von 2:1 bis 1:2 betragen.
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Das Verfahren zur Herstellung von Diaphragmen gemäß der Erfindung
wird vorzugsweise unter Anwendung der elektrolytischen Extraktionemethode durchgeführt, da diese Methode
sowohl für senkrechte als auch waagerechte Zellen angewendet werden kann und hierbei die oben angegebenen Nachteile
vermieden oder verringert werden. Es wird angenommen, daß die bei der Anwendung der elektrolytischen Extraktionsmethode
erreichte Verbesserung teilweise auf die verringerte Anfälligkeit des Durchgangs von Gas durch die
Poren zurückzuführen ist, das während der Extraktion gebildet wird, im Vergleich mit porösen Diaphragmen, welche
durch Extraktion von anderen Zusatzstoffen als Cellulose · hergestellt sind und teilweise, weil das nicht-extrahierte
Diaphragma eine meßbare Durchlässigkeit besitzt im Gegensatz beispielsweise mit einem nicht-extrahierten Diaphragma,
das Stärke als Zusatzstoff enthält.
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellte Diaphragmen
sind im allgemeinen fest genug, um ohne Träger verwendet werden zu können. Um jedoch eine besonders große
Festigkeit zu erreichen, kann es wünschenswert sein, eine Bahn aus einem geeigneten Versteifungsmaterial einzuarbeiten,
wie beispielsweise eine Polymergaze, wie eine Polypropylengaze.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ermöglicht
die Herstellung von Diaphragmen mit einem weiten Bereich der Durchlässigkeit. Ein auf diese Weise hergestelltes
Diaphragma ist besonders geeignet zur Verwendung in senkrechten oder waagerechten Zellen zur Elektrolyse von
Alkalimetallhalogenide^ beispielsweise zur Herstellung von Chlor und kaustischen Alkalien.
Die Erfindung ist in den nachfolgenden Beispielen näher er-
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läutert, ohne jedoch, hierauf "beschränkt zu sein. Die Teile
und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.
Zu 100 Teilen einer wäßrigen Dispersion von Polytetrafluoräthylen,
die 60 $> des Polymers in Form von Teilchen
einer Teilchengröße etwa innerhalb des Bereiches von 0,15 bis 0,2/U enthält, wurden 422 Teile Wasser, 60 Teile Titandioxyd
einer Teilchengröße von etwa 0,2/U und 180 Teile
Floekencellulose ("Solka Floc", vertrieben von der Firma
BROW COICPANY LIMITED, USA) und einer Flockenlänge von ■
weniger als 100/U zugesetzt. Die Mischung wurde dann mit
einem Schaufelmischer 10 Kin. lang gerührt, um eine im wesentlichen gleichmäßige Paste zu ergeben. Diese Paste
wurde auf Trögen ausgebreitet und 48 Std. lang bei 24°C getrocknet zu einem Wassergehalt von 4,5 Gew.-^, 100 Teile
der eich ergebenden krümeligen Masse wurden dann mit 47 Teilen V/asser gemischt, um einen Teig zu ergeben. Der Teig
wurde dann entlang der kürzesten Kante einer rechteckigen Karte ausgebreitet und dann auf der Karte zwischen gleichmäßig
angetriebenen Kalanderwalzen, die einen Abstand von 3 mm besaßen, zu einer länglichen Bahn kalandert. Nach dem
Kalandern wurde die längliche Bahn in der Kalanderrichtung in vier gleichmäßige Stücke geschnitten. Diese wurden
deckungsgleich übereinandergelegt, um ein viersehichtiges
Laminat zu ergeben. Die Karte wurde aufgenommen, um 90° in die ursprüngliche Kalanderrichtung gedreht und erneut durch
die Kalanderwalzen mit 3 mm Abstand kalandert. Diese Arbeitsweise,
d.h. das aufeinanderfolgende Schneiden in vier Stücke, übereinanderstapeln, Drehen um 90° und Kalandern wurde wiederholt,
bis die Stoffzusammensetzung insgesamt zwölfmal gev/alzt
worden ist. Das sich ergebende Laminat wurde in der Ka-
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landerrichtung in vier Streifen geschnitten, die übereinandergestapelt,
von der Karte entfernt, und ohne Drehung um 90° erneut kalandert wurden, wobei der Walzenabstand
entsprechend der Stärke der Unterlagenkarte verringert wurde. Nach dem Kalandern wurde das Laminat wieder rechtwinklig
zu der Kalanderrichtung in vier gleiche Stücke geschnitten, die übereinandergestapelt, um 90° gedreht und
erneut kalandert wurden. Diese Arbeitsweise, nämlich das Zerschneiden rechtwinklig zur Kalanderrichtung, Stapeln,
Drehen und Kalandern wurde wiederholt, bis die Stoffzusammensetzung
insgesamt achtzehnmal gewalzt worden ist. Das . sich ergebende, im wesentlichen rechteckige laminat wurde
dann nochmals durch die Walzen geschickt, und zwar mit seiner längsten Seite rechtwinklig zur Kalanderrichtung
und wobei der Walzenabstand etwas verringert wurde. In
diesem Falle wurde nicht in Streifen geschnitten, gestapelt oder um 90° verdreht. Dieses Verfahren wurde mit sich allmählich
verringerndem Abstand zwischen den Walzrollen wiederholt, wobei jedesmal die gleiche Kante des Laminats den
Walzen zugeführt wurden, bis die Stärke des Laminats 1,5 mm
betrug. Ein quadratisches Stück von 22 χ 26 Maschengaze, das aus 0,3 mm Durchmesser aufweisendem Einfadengarn aus
Polypropylen bestand, wurde auf das Laminat aufgelegt und in das Laminat eingewalzt, indem dieses durch einen etwas
verringerten Walzenabstand kalandert wurde. Die sich ergebende verstärkte Bahn wurde dann von den Walzen entfernt
.
Das in der beschriebenen Weise hergestellte Diaphragma wurde auf die Kathode einer waagerechten Diaphragmazelle aufgebracht,
und zwar mit der gewebten Gaze auf die Anolytseite. Der Abstand zwischen Anode und Kathode betrug 3 mm. Nachdem
die Zelle mit Sole gefüllt war, zeigte sich, daß das nichtextrahierte Diaphragma eine Durchlässigkeit von 172 Std.
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- ίο -
"besaß. Die Durchlässigkeit wird durch die folgende Pormel
definiert:
Durchlässigkeit (st"1) =
Strömungsgeschwindigkeit durch das Diaphragma (l/st) χ 10
Diaphragmafläche (cm) χ Druckabfall (cm Sole)
Die Zelle wurde dann mit einer Stromdichte von 4 kA/m be—
lastet, mit einer Anfangsspannung von 4,4 Volt und einer
Soletemperatur von 400C. Nach 3 1/2 Std. sank die Zellenspannung
auf 3,25 Volt bei 240C, die Diaphragmadurchlässigkeit
stieg auf 640 st"" und die Zelle arbeitete kontinuierlich
weiter mit einer ständigen Spannung von 3,18 Volt bei 67 C.
10,9 Teile gebleichte Kraft-Holz-Pulpe (aus dem Sulfatverfahren)
wurden mit 1039 Teilen Wasser gemischt und 30 Min. lang in einer Walzvorrichtung geschlagen. 133 Teile
einer wäßrigen Dispersion von Polytetrafluoräthylen, die
60 io des Polymers in 3Form von Teilchen einer Teilchengröße
von etwa 0,15 bis 0,2/U enthielt und 80 Teile Titandioxyd
wurden zugesetzt.. Die Mischung wurde dann mit einem Schaufelrührermischer 15 Min. lang gerührt, um eine im wesentlichen
gleichmäßige Paste zu ergeben. Diese Paste wurde auf Trögen ausgebreitet und das überschüssige Wasser an
der Luft verdampfen gelassen, bis die Mischung eine teigartige Konsistenz angenommen hatte.
Diese teigartige Mischung wurde dann auf einer Karte unter Anwendung eines ähnlichen Verfahrens wie in Beispiel 1 be-
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schrieben, kalandert, wobei die Kalanderbehandlung zunächst durch Walzen auf der Karte mit einem Walzenabstand von 3 mm
durchgeführt wurde, siebenmal mit einem Walzenabstand ohne Karte gewalzt wurde (unter Anwendung der Schneid- und Stapelbehandlung
wie in Beispiel 1 beschrieben) und schließlich einmal das aus zwei gleichen Stücken bestehende Laminat
gewalzt wurde, anstatt des vierteiligen Laminats. Das sich ergebende Laminat wurde dann durch Walzen mit sich
verringertem Walzenabstand geleitet, bis die Stärke, des
Laminats auf 1,5 mm verringert worden ist. Ein rechteckiges Maschengaze3tück aus Polypropylen (22 χ 26 mesh)
aus Einzelfadengarnen mit einem Durchmesser von 0,28 mm ' wurde in da3 Laminat eingewalzt, indem das zusammengesetzte
Laminat durch einen etwas verringerten Walzenspalt geschickt wurde.
Das in der angegebenen Weise hergestellte Diaphragma wurde auf der Kathode einer senkrechten Diaphragmazelle angebracht,
wobei der Anoden-Kathoden-Abstand 6 mm betriJg und
da e gewebte Gase sich auf der llatholytseite be.fand. Die
Zelle wurde mit Sole gefüllt und mit einer Stromdichte von
ο
2 kA/m belastet. Nach 10 Tagen betrug die Diaphragma-
2 kA/m belastet. Nach 10 Tagen betrug die Diaphragma-
—1
durchlässigkeit 21 st und die Zelle arbeitete mit einer ständigen Spannung von 3,5 YoIt bei 670C.
durchlässigkeit 21 st und die Zelle arbeitete mit einer ständigen Spannung von 3,5 YoIt bei 670C.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE :Poröses Diaphragma, "bestehend aus einem synthetischen Material mit Poren länglicher Gestalt, wobei die mittlere Länge der Poren etwa doppelt so groß ist wie ihre mittlere Breite.2. Diaphragma nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das synthetische Material aus Polytetrafluoräthylen "besteht.3. Diaphragma nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- . zeichnet, daß die Poren eine Länge von 30 bis 120/U besitzen.4. Diaphragma nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Poren eine Länge von 10 bis 100u besitzen.5. Diaphragma nach den Ansprüchen 1, 3 oder 4, dadurch gekenn
trägt.gekennzeichnet, daß die Porenbreite 10 bis 20/U be-Verfahren zur Herstellung eines porösen Diaphragmas aus synthetischem Material durch Formen einer Bahn des synthetischen Materials, gemischt mit einem festen, feinverteilten Zusatzstoff, der dann entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der feste, feinverteilte Zusatzstoff ein organisches polymeres Material ist, derart, daß die sich ergebenden Poren in dem Diaphragma409886/1282längliche Gestalt besitzen und die mittlere länge derselben mindestens doppelt so groß ist wie ihre mittlere Breite.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der feste feinverteilte Zusatzstoff aus Cellulose besteht.8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich-' net, daß das synthetische Material aus Polytetrafluoräthylen besteht.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn aus dem synthetischen Material gemischt mit dem festen feinverteilten Zusatzstoff dadurch gebildet wird, daß ein wäßriger Schlamm oder eine Dispersion hergestellt wird, welche das synthetische Material und den festen feinverteilten Zusatzstoff enthält und dieser Dispersion ein organisches Koagulierungsmittel zugesetzt wird, worauf die koagulierte Dispersion getrocknet, ein organisches Schmiermittel dem getrockneten koagulierten Material zugesetzt wird, um als Schmiermittel bei der nachfolgenden Bahnbildungsbehandlung zu dienen und aus diesem Material eine Bahn der gewünschten Stärke hergestellt wird.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn des synthetischen Materials gemischt mit dem festen feinverteilten Zusatzstoff dadurch hergestellt wird, daß ein wäßriger Schlamm oder eine Dispersion hergestellt wird, welche das synthetische Material und den festen feinverteilten Zusatzstoff enthält, der sich ergebende Schlamm oder die Dispersion409886/1282eingedickt wird, um eine Agglomerierung der darin enthaltenen festen Teilchen durchzuführen, worauf aus dem eingedickten Schlamm oder der Dispersion ein teigartiges Material hergestellt wird, das eine ausreichende Menge Wasser enthält, um bei einer nachfolgenden Bahnbildungsbehandlung als Schmiermittel zu dienen und aus diesem Teig eine Bahn gewünschter Stärke hergestellt wird.11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße des Polytetrafluoräthylens in dem wäßrigen Schlamm oder der Dispersion'■ innerhalb des Bereiches von 0,05 bis 1/U liegt.12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße des Polytetrafluoräthylens innerhalb des Bereiches von 0,1 bis 0,2/U liegt.13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von festem feinverteilten Zusatzstoff zu Polytetrafluoräthylen 10:1 bis 1:10 beträgt.14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von festem feinverteiltem Zusatzstoff zu Polytetrafluoräthylen 5:1 bis 1:1 beträgt.15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrige Schlämm oder die Dispersion auch noch weitere Bestandteile enthält, welche aus der Bahn nicht entfernt werden, wenn diese der Behandlung zur Entfernung des feinverteilten Zusatzstoffes unterworfen wird.40 9886/1282— 1 ρ —16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Komponente ein anorganischer Füllstoff ist.17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der anorganische Füllstoff aus Titandioxyd,. Bariumsulfat, Asbest, Graphit oder Aluminiumoxyd besteht.18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Komponente eine Teilchengröße von weniger als 10/u besitzt.19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Komponente eine Teilchengröße-von weniger als 1 /u besitzt.20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis der anderen Komponente zu Polytetrafluoräthylen 10:1 bis 1:10 beträgt .21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis 2:1 bis 1:2 beträgt.22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Diaphragma mit einem Ver- · stärkungsträger versehen wird.23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger eine Bahn aus Polymergaze ist.24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger eine Polypropylengaze ist.409886/128 225. Elektrolysezelle mit einem porösen Diaphragma, hergestellt nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß diese zur Elektrolyse eines Alkalimetallchlorids, insbesondere von Natriumchlorid, verwendet wird. · 'WttöOANWÄLTfc . H.FINCK6 DIPL-WG.R ·ΟΗ«409886/1282
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