DE2428794C2 - Zweirumpfschiff (Tragflügel) - Google Patents
Zweirumpfschiff (Tragflügel)Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zweirumpfschiff, dessen Schwimmkörper durch einen gepfeilten Tragflügel miteinander
verbunden sind. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Zweirumpfschiff für den Überseeverkehr is
der Handels- und Kriegsschiffahrt.
Die Anordnung von Bugwülsten an den Schwimmkörpern von Zweirumpfschiffen führt zu einer Anströmung
schräg von vorn, wenn die Schwimmkörper oder die Bugwülste unter Anstellung zueinander und damit
zu der Fahrtrichtung konzipiert oder asymmetrisch ausgebildet sind. Der Winkel dieser Schräganströmung
gegenüber der Mittellängsebene des Schiffes wird beeinflußt durch die Anstellwinkel der Schwimmkörper
beziehungsweise der Bugwülste oder die Asymmetrie. .^
durch die Form der Bugwülste, durch die Lage der Bugwülste gegenüber der eben erwähnten Mittellängsebene
des Schiffes und vor allem durch die Wasserlinienform der Schwimmkörper sowie durch ihre Lage
zueinander (Saunders Bd. 1, 1957, S. 279ff). Eine so
derartige Anströmung der Bugwülste zum Beispiel schräg von außen nach innen führt auf der Innenseite
der Bugwülste zu einem Abreißen der Strömung und damit zu einer erheblichen Wirbelbildung, die zusätzlich
dadurch verstärkt wird, daß die Strömung am Bug- ss
wulst in einen unteren unci einen oberen Strom aufgeteilt
wird und daß beide Ströme an der Abreißstelle Wirbel bilden, die dann teils von oben kommend, teils
von unten kommend an der Innenseite des Wulstes bei jedem Schwimmkörper ineinanderwirbeln. Dadurch (.0
wird eine erhebliche Unruhe der Strömung in dem durch die Schwimmkörper gebildeten Kanal verursacht.
Bekannt sind Tragflügelboote mit zwei nebeneinander angeordneten Schwimmkörpern ohne Bugwulst, <>s
die am Bug, mittschiffs und achtern durch gepfeilte Tragflügel miteinander verbunden sind. Das aufgezeigte
Problem der Schräganströmung tritt hier nicht auf
(DTPS 9 48 942).
Bekannt sind auch Einrumpfschilfe mit zwei nebeneinander
angeordneten bugwulsiartigen Vorsprüngen, die durch einen Steg miteinander verbunden sind
(FR-PS 15 21 376). Schließüch ist es bekannt, zwischen den zueinander parallelen Schwimmkörpern eines
Zweirumpfschiffes ohne Bugwülste an den Schwimmkörpern einen Tragflügel anzuordnen und diesen durch
eine vertikale Stütze zu versteifen (DT-AS 12 66 163).
Es ist Aufgabe der Erfindung, das Abreißen der Strömung bei schräg von vorn angeströmten Bugwülsten
an den Schwimmkörpern von Zweirumpfschiffen und Vertikalströmungen an der Innenseite dieser Bugwülste
zu vermeiden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe wesentlich dadurch gelöst, daß die Schwimmkörper je einen in
einem Winkel zur Mittellängsebene des Schiffes nach innen gerichteten Bugwulst aufweisen und daß der
Tragflügel die beiden Bugwülste miteinander verbindet.
Diese erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht die Anordnung der Bugwülste in der Weise, daß ihre gedachten
Mittellängsachsen einen Winkel miteinander einschließen, dessen Halbierende die Mittellängsachse
des Schiffes ist. Ein derartiger Anstellwinkel führt zu einer vorteilhaften Beeinflussung der Strömung an den
Schwimmkörpern eines Zweirumpfschiffes, insbesondere wenn diese Schwimmkörper eine asymmetrische
Wasserünienform aufweisen und gegebenenfalls in einer Lage angeordnet sind, in der ihre gedachten
Längsachsen mit der Mittellängsachse des Schiffes einen Winkel einschließen. Die Festlegung der Wasserlinien
und der erwähnten Anstellwinkel der Bugwülste kann vom Fachmann durch die im Schiffbau allgemein
üblichen Schleppversuche im Modellmaßstab ermittelt werden. Der Tragflügel zwischen den beiden Bugwülsten
der beiden Schwimmkörper teilt die Strömung, so daß die Strömungsverhältnisse an den Bugwülsten
nur noch zweidimensional sind und die Wirbel verursachende Vertikalströmung unterbunden ist. Da der
Tragflügel strömungsgünstig in das Profil der Bugwülste eingestrakt wird, wird erreicht, daß die schräg
verlaufende Strömung auf der Innenseite der Wülste nicht mehr abreißt. Die vorgeschlagene Pfeilform des
Tragflügels unterstützt diese angestrebte Wirkung. An der in Fahrtrichtung des Schiffes hinteren Kante des
Tragflügels können verstellbar angeordnete Klappen angeordnet sein, welche als Tiefenruder wirken. Zur
Abstützung des Tragflügels ist etwa mittig eine vertikal angeordnete Stütze vorgesehen, die den Tragflügel mit
der die beiden Schwimmkörper überspannenden Katamaranbrücke verbindet. Auch an der hinteren
Kante dieser Stütze kann eine bewegbare Klappe angeordnet sein, die als normales Ruder wirkt.
Die Erfindung wird nun an Hand eines auf der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
F i g. I eine teilweise Vorderansicht eines Zweirumpfschiffes und
F i g. 2 eine teilweise Draufsicht auf das Vorschiff eines Zweirumpfschiffes.
Nach dem Ausführungsbeispiel sind die beiden Schwimmkörper 1 und 2 bezogen auf ihre gedachte
Mittellängsebene asymmetrisch ausgebildet und gegebenenfalls mit einem Anstellwinkel gegenüber der
Mittellängsebene 3 des Schiffes angeordnet. Beide Schwimmkörper sind mit je einem Bugwulst 4 und 5
ausgerüstet, der mit einer in Fahrrichtung langgestreckten Form gegenüber dem Steven des zugehöri-
24 28 734
jen Schwimmkörpers vorspringt. Die beiden Bug-♦ülste
4 und 5 sind ebenfalls mit einem Anstellwinkel gegenüber der Mittellängsebene 3 des Schiffes angeordnet
und asymmetrisch ausgebildet, wobei die strö »Hingsgünstigste Form una der geeignete Anstellwinkel
empirisch durch Schleppversuche im Modellmaßstab ermittelbar sind. Die beiden Bugwülste 4 und 5
tfer beiden Schwimmkörper sind durch einen Tragflügel
6 miteinander verbunden, welcher in der Draufticht einen pfeilförmigen Umriß hat. In der Regel wird
die Spitze des ProFilpfeiles in Fahrtrichtung weisen, jedoch
kann da"; Ergebnis der schon erwähnten Schleppversuche
eine andere Profilform bestimmen, wie es in F i g. 2 mit gestrichelten, strichpunktierten und strich-
<Joppelpunktierten Linien angedeutet ist. Die Möglichkeiten
reichen von einer extrem positiven Pfeilform jiber die gestreckte Lage bis zu einer negativen Pfeilform.
Das Profil des Tragflügels ο im Schnitt quer zur Mitiellangsebene des Sch-ffes 3 verjüngt sich vorteilhaft
von den Bugwülsten zur Mittellängsebene des Schiffes hin, wie es in F i g. 1 beispielsweise angegeben
ist. Dabei kann ein paralleler Bereich in der Mitte vorgesehen sein, der an den Seiten strömungsgünstig in die
Wulstform eingestrakt ist, um das Abreißen der z. B. in Richtung der Pfeile 7 gerichteten Strömung auf der
Innenseite der beiden Wülste 4 und 5 zu vermeiden. Beweglich angeordnete Klappen 8 und 9 an der in
Fahrtrichtung hinteren Kante des Tragflügels sind als Tiefenruder verwendbar. Eine vertikal angeordnete
Siüue 10 verbindet den Tragflügel mit der nichtdargestellten
Katamaranbrücke, die die beiden Schwimmkörper 1 und 2 verbindet. Auch an der hinteren Kante
dieser Stütze 10 ist die Anordnung von als normales Ruder wirksamen Klappen ti möglich, um die
Manövrierfähigkeit des Schiffes in Verbindung mit den Klappen 8 und 9 zu verbessern.
Hier/u 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Zweirumpfschiff, dessen Schwimmkörper am Bug durch einen gepfeilten Tragflügel miteinander >
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwimmkörper (1, 2) je einen in einem
Winkel zur Mittellängsebene (3) des Schiffes nach innen gerichteten Bugwulst (4,5) aufweisen und daß
der Tragflügel (6) die beiden Bugwülste (4, 5) mit- ι ο
einander verbindet.
2. Zweirumpfschiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragflügel (6) eine zur Mittellängsebene (3) des Schiffes hin sich verringernde
Profildicke hat. «5
3. Zweirumpfschiff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Kante
des Tragflügels (6) beweglich gelagerte Klappen (8, 9) vorgesehen sind.
4. Zweirumpfschiff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragflügel
(6) etwa in der Mittellängsebene (3) mit einer vertikalen Stütze (10) an der die Schwimmkörper (1, 2)
miteinander verbindenden Brücke abgestützt ist.
5. Zweirumpfschiff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der hinteren Kante der Stütze
(10) ein Ruder (11) vorgesehen ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19742428794 DE2428794C2 (de) | 1974-06-14 | 1974-06-14 | Zweirumpfschiff (Tragflügel) |
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