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DE2428037A1 - Zahnreinigungsmittel, wie zahnpaste, zahnpulver oder dergleichen - Google Patents

Zahnreinigungsmittel, wie zahnpaste, zahnpulver oder dergleichen

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Publication number
DE2428037A1
DE2428037A1 DE19742428037 DE2428037A DE2428037A1 DE 2428037 A1 DE2428037 A1 DE 2428037A1 DE 19742428037 DE19742428037 DE 19742428037 DE 2428037 A DE2428037 A DE 2428037A DE 2428037 A1 DE2428037 A1 DE 2428037A1
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DE
Germany
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tooth cleaning
calcium
cleaning agent
agent according
abrasive
Prior art date
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Application number
DE19742428037
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English (en)
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DE2428037C2 (de
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Michael Dipl Chem Dr Bloch
Ronald Peter Dr Inglis
Adolf Dipl Chem Dr Koebner
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Rewo Chemische Werke GmbH
Original Assignee
Rewo Chemische Fabrik GmbH
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Publication date
Application filed by Rewo Chemische Fabrik GmbH filed Critical Rewo Chemische Fabrik GmbH
Publication of DE2428037A1 publication Critical patent/DE2428037A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2428037C2 publication Critical patent/DE2428037C2/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
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    • A61K8/19Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing inorganic ingredients
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Description

DIPL.-ING. PH. EYER
DIPL.-ING.E.EYER ?
PATENTANWÄLTE ΑΠΠΙθΙάβΓίη ^ ^ ^ O U O /
6 FRANKFURT AM MAIN AnmeiQeilU
REWO
Chemische Fabrik GmbH
6497 Steinau
Zahnreinigungsmittel, wie Zahnpaste, Zahnpulver oder dergleichen
Die Erfindung betrifft ein Zahnreinigurigsmittel, insbesondere Zahnpaste.
Es ist bekannt, daß eine gründliche mechanische Reinigung der Zähne mit einer Bürste ein wichtiger Faktor in der modernen Zahnhygiene ist. Die Bürstenbehandlung der Zähne wird in der Regel durch die Mitverwendung von Zahnbehandlungsmitteln, insbesondere eine Zahnpaste unterstützt, die in der Hauptsache aus einem in einen geeigneten Träger eingearbeiteten milden Schleifmittel und anderen Stoffen bestehen. Wenn auch die Zubereitung eines Zahnreinigungsmittels theoretisch einfach erscheint, so stellen sich in der Praxis in Bezug auf seine Zusammensetzung die versÄhiedensten Probleme. Es genügt nicht, eine reinigungswirksame Zusammensetzung zu entwickeln, das Zahnreinigungsmittel soll auch keinen nachteiligen Wirkungen bei eeiner Lagerung unterliegen.
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Zahnreinigungsmittel können sich in einem Zeitraum von Jahren in verschiedener ifeise ändern. Das Produkt kann sieh in seiner Konsistenz oder Viskaätät, hauptsächlich durch Hartwerden ändern oder in der Tube, in der es eingefüllt ist, korrosiv werden. Derartige Änderungen sind sehr unerwünscht und man ist darum um eine Zusammensetzung bemüht, die sowohl die richtige Anfangskonsistenz als auch bei Aufbewahrung diese beibehält und unter normalen Bedingungen den Verpackungsbehälter nicht angreift. Dies gilt insbesondere für Zahnpasten, die auch bei langer Lagerung gut aus der Tube drückbar sein sollen.
Bei der Zubereitung eines Zahnreinigungsmitteis ist die Art des verwendeten Schleifmittels von Bedeutung, das sorgfältig so ausgewählt werden muß, daß es nicht zu körnig oder zu hart ist, da eine übermäßige Schleifbeanspruchung des Zahnschmelzes vermieden werden muß. Als Schleifmittel oder Teil des Schleifmittels dienen häufig verschiedene Formen von Calciumkarbonat. Eine zur Anwendung kommende Modifikation von Oalciumkarbonat
in
ist Schlemmkreide, die durch Reinigung von/der Natur vorkommendem Kalk (Kalzit) gewonnen wird. Tor zugsweise wird auch gefällter Kalk (Aragonit) benutzt, der in geringerem Maße schleifend wirkt und eine geringere neigung zur Verdickung der Paste als Kalzit zeigt. Ein im weiten Umfang gebrauchtes anderes Schleifmittel ist weiterhin Dicalciumphosphat, da?in kristalliner hydratierter Form entwsLer allein oder in Mischung
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mit Anhydrit benutzt wird. In vielen Zahnreinigungsmitteln besteht der schleifende Bestandteil aus einer Mischung dieser und anderer Schleifmittel.
Die meisten Zahnbehandlungsmittel enthalten Tenside. Früher würden Fettsäureseifen benutzt, doch diese sind jetzt in/weitem-Umfang verdrängt worden von synthetischen Detergentien, weil diese einen weniger ausgeprägten und angenehmeren Geschmack als Fettsäureseifen besitzen und auch weniger zur Bildung unlöslicher Kalkseifen neigen. Darüberhinaus erlaubt es der Ersatz vonÄeife durch synthetische Detergentien, die Menge von Tensiden in Zahnreinigungsmitteln zu vermindern. Jedoch müssen die in Zahnreinigungszubereitungen benutzten Tenside eine Anzahl zwingender Forderungen erfüllen. Erstens und hauptsächlich müssen sie ungiftig sein und dürfen (in den benutzten Konzentrationen) auch keine Reizwirkung auf die Mundschleimhaut ausüben. Weiterhin darf,, wenn sie einen Geschmack haben, dieser nur gering
in und mild sein, so daß er leicht durch die üblichen/Zahnreinigungsmitteln enthaltenen Aromastoffe verdeckt wird. Die Tenside müssen auch bei langer Lagerung stabil sein und ein wirksam achäumendes und reinigendes Mittel bleiben* Es ist eine große Zahl von tensidischen Agentien für den Gebrauch in Zahnreinigungsfflitteln vorgeschlagen worden, von denen die bedeutendsten Watriumlaurylsulfat, Natriumlaurylsulfoacetet, FatriumdiOctylsulfosuccinat, Natriumlaurylsarcosinat,
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Natrium-Kokusnuß-Monogliceridsulfat und Natrium-2hydroxy-3-lauryloxypropan~1-su.lfori.at sind. Das wahrscheinlich, bedeutendste und am umfangreichsten benutzte τοη diesen ist Na tr i umla uryls ulf a t.
Bei den tensidischen Substanzen, die bisher bekannt und in Zahnreinigungsmitteln benutzt worden sind, handelt es sich um Natriumsalze und zuweilen - jedoch seltener - um Magnesiumsalze. Es wurde nun gefunden, daß es bei Verwendung der üblicherweise in Zahnreinigungsmitteln gebrauchten ScHteifmaterialien möglich ist, Zubereitungen zu erhalten, die deutlich weniger Neigung zum Verhärten bei der Lagerung als die üblichen Zusammensetzungen zeigen, wenn die tensidische Substanz nicht wie biäher ein Kaliumsalz sondern ein Calcium-SaIz ist. Es ist weiterhin festgestellt worden, daß bei Verwendung von Calcium-Salzen als tensidisches Material die entstehenden Produkte lange Zeit in unlackierten Aluminiumtuben gehalten werden können, ohne daß erkennbar Korrossion stattfindet, während andererseits ähnliche Zubereitungen, in denen das Natriumsalz das Calciumsalz als tensidisches Mittel ersetzt, wesentlich schneller eine Korrossion derartiger Tuben verursachen, wenn sie unter vergleichbaren Bedingungen aufbewahrt werden.
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Die Erfindung betrifft infolgedessen Zahnreinigungsmittel-Zubereitungen, die enthalten
a) ein für Zahnreinigungsmittel geeigntes Schleifmittel in Form einer Oalcium-Verbindung oder eine Mischung von Schleifmittel, von denen mindestens eines eine Oalcium-Verbindung istf
b) eine tensidische Substanz in lorm einer Calcium-Verbindung, die geeignet ist für den Gebrauch in einem Zahnreinigungsmittel, oder eine Mischung der artiger Tenside»
c) ein für Zahnreinigungszwecke geeigntes Trägergrundmaterial,
und die im wesentlichen frei von wasserlöslichen Natrium-Verbindungen sind.
Es ist bekannt, daß verhältnismäßig wenige Verbindungen vollständig wasserunlöslich sind und essollen unter dem Begriff "wasserlösliche Hatrium-Verbindungen11 hier nur solche Natrium-Verbindungen verstanden werden, die für d@QP&3ä: praktische Zwecke als ausreichend wasserlöslich angesehen werden können.
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Es ist weiter bekannt, daß verhältnismäßig wenige Materialien vollständig ungiftig sind, wenn sie in genügend großer Menge zugegeben werden. Infolgedessen dient der Ausdruck "ungiftig11, wenn er in der vorliegenden Beschreibung gebraucht wird, zur Bezeichnung eines Materials, das unter Berücksichtigung des Zweckes, für das es benutzt wird, eine vertretbar niedrige
der Giftigkeit besitzt. In gleicher ¥eise ist/hier gebrauchte Ausdruck " nicht reizend" dazu bestimmt, eine Material zu bezeichnen, das keine Reizwirkung auf die Mundschleimhäute ausübt, unter Berücksichtigung der Konzentration und der Bedingungen, in denen es gebraucht wird.
Der Ausdruck ein " für Zahnreinigungszwecke geeigntes Schleifmittel" bedeutet im vorliegenden Falle ein Schleifmittel, das in Wasser im wesentlichen unlöslich, weder zu grob, noch zu hart, ungiftig und die Zahnschleimhäute nicht reiezend sowie in Bezug auf G-eschmack und Geruch angenehm ist. Die Zaimreinigungsmittelzubereitungen nach der Erfindung müssen mindestens ein Schleifmittel enthalten, das eine Oaloium-Verbindung ist, urddie Erfindung betrifft insbesondere Zubereitungen, die eine oder mehrere der oben erwähnten Calcium
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Verbindungen enthalten · Jedoäa. können die erfindungsgemäßen Zubereitungen, wenn sie mindestens ein aus einer Calcium-Verbindung "bestehendes Schleifmaterial enthalten, auch andere Schleifmittel aufweisen, die keine Calciumverbindungen sind, vorausgesetzt, daß die Materialien übliche Schleifmittel für Zahnreinigungszwecke, wie z. B. voluminöse oder kolloidale Kieselsäure und Titandioxid sind.
Der Ausdruck für "den Gebrauch in Zahnreinigungsmitteln geeignetes Tensid" soll ein Tensid bezeichnen, das wegen seiner ungiftigen, in den benutzten Konzentrationen nicht reizend auf die Schleimhäute des Mundes wirkenden, bei der Lagerung stabilen und einen guten Geschmack und Geruch verursachenden Eigenschaften in Zahnreinigungsmittel brauchbar ist und er bedeutet weiterhin, daß die Verbindung ehe Löslichkeit in Wasser von nicht weniger als 0,1 Gew.$ bei einer Temperatur von 350O haben muß.
Die in dem Zahnreinfeungsiittel gemäß Erfindung benutzten Tenside müssen Oalciumsalze sein. Wenn ein Tensid, das ein Hatriumsalz ist, sich für normale Zahnreinigungszwecke eignet, so kann
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das entsprechende Galciumslaz in der erfindungsgemäßen Zubereitung gebraucht werden, vorausgesetzt, daß seine Löslichkeit in Wasser die vorstehend erläuterten .Forderungen erfüllt.
Als geeignete Tenside für den erfindungsgemäßen Gebrauch wurden befunden gemischte Galciumalkylsulfate, die aus Mischungen von aliphatischen primären Alkoholen, enthaltend 6-18 Kohlenstoff atome, entstanden sind, wobei die ülkoholmischung einen Mindestgehalt an C 12-Alkohol von 40 Gew. $ besitzt sowie Oalciumlaurylsulfoacetat, Oalciumdioctalsulfosuccinat, Calcium-Kokosnuß-Monoglycerinsulfat und Calcium-2-hydrox-3-lauryloxypropan-1-sulfonat. Das bevorzugte Tensid für Zahnreinigungsmittelzubereitungen nach der Erfindung ist Calciumlaurylsulfat. Unter der Bezeichnung "Calciumlaurylsulfat" ist eine Mischung von Calciumalkylsulfaten zu verstehen, die aus den im Handel befindlichen höheren aliphatischen Alkoholen mit einem laury !-Alkoholgehalt von 90 Gew. oder mehr erhalten werden.
D6r hier weiterhin benutzte Ausdruck "Grundmasse für das Zahnreinigungsmittel1» bedeutet ein Material, das erforderlich ist, das oder die Schleifmittel und das oder die Tenside
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aufzunehmen und eine die gewünschte Pulver-, Stück-, Pastenoder andere Form aufweisende Zubereitung zu bilden. Mit dem Ausdruck "für Zahnreinigungszwecke geeigntes Material" ist ein Material gemeint, das ungiftig, die Schleimhäute unter den Gebrauehsbedingungen nicht reizend und angenehm im Geschmack und Geruch ist. Die Wahl der Materialien, ihrer Zugabemengen und die Art ihrer Mischung können dem Zubereiter überlassen werden.
Die Grundmasse enthält normalerweise Wasser und häufig auch Polyhydricalkohole, die wie Glycerin oder Sorbitol für Zahnreinigungszwecke verwendbar sind. Die Grundmasse enthält vielfach auctyein kollcüales Material als Binder. Mr Zubereitungen nach der Erfindung brauchbare kolloidale Materialien sind z. B. Methylcellulose und Hydroxyäthylcellulose.
Es ist selbstverständlich, daß Mischungen von Schleifmaterialien, die besonders geeignet sind und/oder Mischungen von besonders geeignten Tenside, in Zubereitungen nach der Erfindung gebraucht werden können.
Obwohl die Erfindung ZahnreinigungsZubereitungen sowohl in Pulver- als auch in Stückform einschließt, betrifft sie in erster linie pastöse Zubereitungen, die zur Unterbringung
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- ίο -
in !Tuben bestimmt sind. Im letzten Falle sollte die fertige Zubereitung eine Konsistenz besitzen, die es ermöglicht, das Mittel leicht aus der Tube zu quetschen, auf die Zahnbürste zu bringen und auf den Zähnen zu verbreiten sowie beim Mundspülen leicht wieder zu entfernen. Natürlich ist es auch wünschenswert, daß sich keiner der Bestandteile bei der Aufbewahrung ausscheidet und das Mittel seine Homogenität infolgedessen beibehält. Es ist darum zwecks Erlangung eines Zahnreinigungsmittels von gewünschter Konsistenz erforderlich, die Materialkombination sorgfältig auszuwählen und zuzubereiten. Geeignte Kombinationen der Bestandteile können empirisch bestimmt, in Versuchszubereitungen geprüft, in geeignte Tuben eingebracht und bekannte Lagerungs- und andere Teste mit ihnen durchgeführt werden.
Das Zahnreinigungsmittel nach der Erfindung enthält, wenn auch andere Materialien und Proportionen mit Erf&g benutzt werden können, vorteilhaft die nachfolgend aufgeführten Bestandteile und Mengen:
10-70 Gew. $, vorzugsweise 30 bis 50 Gew.$> eines Schleifmittels oder einer Mischung von Schleifmitteln
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1 bis 20 Gew.^, vorteilhaft 1 bis 5 Gew. <fo eines Tensides oder einer Mischung von Tenside
5 bis 50 Gew.$ eines Polyh.ydricalkoh.oles oder einer Mischung solcher Alkohole
0,1 bis 5 Gew·^ eines geeigneten kolloidalen Materials oder einer Mischung solcher Materialien als Binder
5 bis 50 Gew.$ Wasser.
Heben Schleifmitteln, Tensidenund Trägergrundmaterial, wie sie oben erläutert sind, können auch andere Zusatzstoffe in das Zahnreinigungsmittel eingebracht werden, so z. B. Geschmacksstoffe, Farbstoffe, Duftstoffe und keimtätende Stoffe, immer vorausgesetzt, daß sie im wesentlichen frei von wasserlöslichen Natriumverbindungen sind. Wie dem Sachverständigen bekannt ist, können derartige Zusatzstoffe die Konsistenz oder das Lagerverhalten oder andere Eigenschaften der Zubereitungen beeinflussen und sie sollten darum nur eingeführt werden, nachdem Versuchszubereitungen ein zufriedenstellendes Ergebnis gezeigt haben und nachdem,
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wenn es sich als notwendig erweisen sollte, die Mengenverhältnisse der übrigen Bestandteile der Zubereitung geändert oder diese Bestandteile teilweise fortgelassen oder durch andere ersetzt worden sind, um das gewünschte Resultat sicherzustellen.
Tenside, in der Form ihrer Calciumsalze, die erfindungsgemäß benutzt werden sollen, können nach irgend einem Verfahren bereitet werden, vorausgesetzt, daß das entstehende Verfahrensprodukt genügend rein ist, um für Zahnreinigungszwecke benutzt werden zu können. Als Generalrichtlinie darf festgestellt werden, daß das bevorzugte Tensid nämlich Calciumlaurylsulfat - wie folgt hergestellt werden kann: Laurylalkohol wird sulfatiert mit Chlorsulfonsäure oder Schwefeltrioxid und das entstehende Laurylhydrogensulfat wird neutralisiert durch langsames Zugeben zu einer Aufschwemmung von reinem Calciumhydroxid in Wasser. Die Menge des bei dieser Neutralisation benutzten CalciumhyduD-xides wird nach dem Säuregehalt der Sulfosäure bemessen. Während der Neutralisation darf die Temperatur auf 50 bis 6O0C steigen, wobei Sorge getragen werden muß, daß der
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pH-Wert der Aufschlämmung nicht unter 7 fällt. Zur Vervollständigung der Neutralisation wird die Reaktionsmischung auf 9o ° G erhitzt und etwa ausgefälltes Calciumsulfat durch Filtration oder Dekantieren abgetrennt. Beim Kühlen scheidet sich Oalciumlaurylsulfat in flachen Kristalßn von perlmuttartigem G-lanz a%. Diese Kristalle werden gesammelt und getrocknet. Bei diesem Verfahr ens sland ist das Material im wesentlichen frei von anorganischen Salzverunreinigungen. Um Calciumlaurylsulfat von mindestens 99,5 # Reinheit zu erhalten, kann es jedoch durch Rekristallisation weiter von Methanol oder Aceton gereinigt werden. Die Mutterlaugen, die Oalciumlaurylsulfat in gesättigter Konzentration enthalten, können im Kreislauf zurückgeführt werden, um "beim Rekristallisieren weitere Mengen von Calciumlaurylsulfat zur Verfugung zu haben.
Fettalkoholmisehungen, die im allgemeinen als üPettalkoholschnitte vorliegen, können in weitgehend gleicher Weise in Calciumalkylsulfate zum Zwecke der Verwendung als tensidisches Mittel in der erfindungsgemäßen Zubereitung umgewandelt werden, doch da die Produkte eines diase !Pettalkoholschnitte benutzenden Verfahrens nicht ebenso leicht .kristallisieren wie im wesentlichen reines Calciumlaurylsulfat
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(hergestellt aus im wesentlichen reinem, etwa 90 <$> G 12 laurylalkohol), werden vorteilhaft die filtrierte lösung der gemischten Galciumslaze getrocknet und die nicht sulfatierten Verunreinigungen mit einem Kohlenwasserstoff - oder chlorierten Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel - ausgezogen.
Die Erfindung wird durch die in den nachfolgenden Beispielen wiedergegebenen Zubereitungen veranschaulicht. Die Zubereitungen wurden in Form von Pasten hergestellt. Die Bestandteile sind in G-ewichtsprozenten angegeben.
Beispiel 1
1,3 Ji Methylzellulose (Sylose '*') 20,0 i> Glycerin
40,0 $> Dicalciumphosphat-dihydrat
2,0 $ kolloidale Kieselsäure (Aerosil ^)
1,0 ia Oalciumlaurylsulfat
35,7 # Wasser, dest.
Beispiel 2
Wie Beispiel 1. Es ist lediglich" 1 $> GalciumlaurylsulÄ^1 durch M 1 Galciumlaurylsulfoacetat" ersetzt worden.
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*■ JS -
Beispiel 3
Wie Beispiel 1. Es ist lediglich '· 1 # Calciumlaurylsulfat" durchrt1$ Caleiumdioctyl-sulfösuccinat" ersetzt worden.
Beispiel 4
Wie Beispiel 1. Es ist lediglich»1 # Galciumlaurylsulfat" durch " 1 io Calcium-Kokusnuß-Fettsäure-monoglycerinsulfat" ersetzt worden.
Beispiel g
1, O io C alcium-lauryl sulfat 40,0 io Dicalciumphosphate-dihydrat 6,0 i> Dicalciumphosphat-anhydrit
1,0 Ji Titandioxid 28,0 % Glycerin 2,5 io Calciumsaccharinat-Iiösung
0,1 io Methyl-p-hydrobenzonat(Nipagin M 1,0 io Pfefferminz öl
0,1 io Menthol (rein) 0,3 i> Paraffin-Öl 20,0 ^ Wasser
Beispiel 6
Wie Beispiel 5. Es ist lediglich » 1 $ Calciumlaurylsulfat1· durch'M ,0 io Calciumlaurylsulfoacetat" ersetzt worden.
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Beispiel 7
Wie Beispiel 5. Es ist lediglich » 1 Ji Calciumlaurylsulfat» durch " 1 $ Calcium-di-octylsulfosuccinat11 ersetzt worden.
Beispiel 8
Wie Beispiel 5. Es ist lediglich ? 1 $ Calciumlaurylsulfat" durch " 1 # Calcium-Kokusnuß-Pettsäure-monglyceriiisulfat11 ersetzt worden.
Über das Verhalten und die Eigenschaften der Zubereitungen nach der Bfindung und ihrer Bestandteile wurden Versuche durchgeführt, dren Ergebnisse graphisch veranschaulicht sind.
Fig. 1 der Zeichnung ist eine graphische Darstellung der Änderung der Viskosität einer Zahnreinigungszubereitung nach der Erfindung und einer üblichen Zubereitung unter Berücksichtigung der Zeit wiedergegeben.
Pig. 2 zeigt eine graphische Darstellung des Verhältnisses zwischen der Lagerungszeit und der Zahl der nicht korrodierten Tuben, enthaltend einerseits die erfindungsgemäße Zubereitung und andererseits eine übliche Zubereitung.
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Versuch. 1 : Änderung der Viskosität in Abhängigkeit von der Lagerzeit
Ein erfindungsgemäßes Zahnreinigungsmittel in Form einer Paste wurde hergestellt nach dem 1. Beispiel und in Zahnpastentuben gefüllt.
Zum Vergleich wurde ein weiteres Zsäinreinigungsmittel ebenfalls nach dem 1. Beispiel zubereitet, in dem/jedoch 1 fo Calciumlaurylsulfat durch 1 fo Natriumlaurylsulfat ersetzt war»und ebenfalls in Zahnpastatuben gefüllt.
Die Viskositäten der beiden Zubereitungen wurden gemessen und die Tuben danach bei 45 °- G zwölf Monate lang gelagert, während welcher Zeit die Viskositäten in Zeitabständen geprüft wurden. Die Viskositätsmessungen wurden durchgeführt unter/Terwendung eines Rotovisko in der Weise, wie sie in "Farbe und Lacke" ,66,85 (1960) von H. Bruss beschrieben ist, und die erhaltenen Resultate sind wiedergegeben in Fig. 1, welche das Verhältnis zwischen Viskosität und Lagerzeit in Monaten zeigt.
Kurve A veranschaulicht das Ergebnis für die erfindungsgemäße Zubereitung, Kurve B für die Vergleichszubereitung.
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Die Ergebnisse veranschaulichen die außerordentliche Stabilität der Zubereitungen nach der Erfindung, die nach einem anfänglichen Ansteigen der Viskosität über etwa zehn Monate eine konstante Viskosität aufweisen. Die üblichen Zubereitungen mit Matriumlaurylsulfat zeigten nicht die gleiche Stabilität. Die Viskosität nahm im wesentlichen während der Lagerung zu, insbesondere während der letzten sechs Monate.
Ähnliche Versuche wurden ausgeführt mit den in den Beispielen 2 bis 8 wiedergegebenen Zubereitungen, bei denen in jedem Falle die Viskosität bei den erfindungsgemäßen Zubereitungen in 12 Monaten deutliih stabiler war, als bei den eine Hatriumverbindung enthaltenden Vergleichszubereitungen.
Versuch 2 ; Korrossion
Zahnreinigungsmittel nach Beispieli wurden in gleicher Weise, wie in Versuch 1 wiedergegeben ist, zubereitet, d.h. einmal mit Uatriumlaurylsulfat und zum ander öd nach der Erfindung. Die Zubereitungen wurden eingefüllt in je 100 unlackierte quetschbare Tuben und zwölf Monate lang bei 45 ° C gelagert.
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Während dieser Zeit -wurden die beiden Versuchsreihen von Tuben in Zeitabständen auf Anzeichen von Korrossion, beispielsweise angezeigt durch Bruchbildung oder "Blasen"
niedergelegt der Tuben, untersucht. Die Ergebnisse sind in Fig. 2/, in der das Verhältnis zwischen der Zahl von nichtkorrodierten Tuben und der Lagerzeit aufgezeichnet ist.
Auch in Fig. 2 sind die Ergebnisse für die erfindungsgemäßen Zubereitungen mit Kurve A und die für die Vergleichszubereitungen mit Kurve B veranschaulicht.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß die erfindungsgemäßen Zubereitungen erheblich weniger Korrosion während der Lagerung verursachten. Etwa 5 i<> der sie enthaltenden Tuben zeigten nach zwölf Monaten Anzeichen von Korrossion, während in der gleichen Zeit etwa 22 <fo der Tuben mit der üblichen Zubereitung Korrossionsbildung zeigten.
Die gleichen Versuche wurden auch mit den Zubereitungen 2 bis 8 durchgeführt und auch hier zeigten in jedem FaIIe die Zubereitung nach der Erfindung wesentlich bessere Ergebnisse als die übliche eine ITatriumverbindung enthaltenden Zubereitungen.
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Y er such. 3 : Allgemeiner Vergleich
Es wurden Zubereitungen der nachfolgend wiedergegebenen Zusammensetzungen (Prozentangaben in Gewichtsprozenten) bereitet:
Zubereitung I
Carboxymethylcellulose 1,3 ?έ
Glberin 20,0 $
Dicalciumphosphat-dihydrat 40,0 #
Kolloidale Kieselsäure (Aerosil ^R^ 2,0 #
Uatriumlaurylsulfat 1,0 #
Wasser dest. 35,7 #
Zubereitung I1I-
Wie Zubereitung I. lediglich mit CalcimlaurylsuTfat anstelle von Natriumlaurylsulfat.
Die beiden Zubereitungen wurden verglichen, um festzustellen, ob Calciumlaurylsulfat ein für Zahnreinigungszwecke geeignetes Tensid ist.
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G-eschmack
Es wurde kein merkbarer Unterscheid im Geschmack zwischen den beiden Zubereitungen festgestellt. Der Geschmack jeder der Zubereitungen war für Zahnreinigungszwecke geeignet.
Schaumtest
Eine 1 feige Aufschlemmung in destilliertem Wasser wurde von jeder der beiden Zubereitungen hergestellt. Eine 50 MiHi-.liter (ml)-Probe von jeder Aufschwemmung wurde 30 Sekunden geschüttelt, wonach das totale Volumen der Probe (Lösung und Schaum) gemessen wurden. Die Erobe wurde dann stehen gelassen und das Volumen wieder gemeasen nach 1, 2, 3, 4 und 5 Minuten.
Der Versuch wurde mit einer 10-^-igen Auf schlemmung der
beiden Zubereitungen wiederholt.
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt
Zeit, verstri Totales Schaumvolumen 10 $ Auf Totales Schaumvolumen (ml' 10 # Äuf-
chen nach Schütteln (ml) für Zubereitung I s chi am. für Zubereitung II s chi em.
1 $> Auf schlem 96 1 £ Auf- 105
mung 87 £ chi em. 105
0 65 86 98 104
1 54 82 97 103
2 53 80 95 103
3 53 75 95 103
4 53 94-
5 53 90
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Wie aus der vorstehenden Tabelle ersichtlich ist, schäumt Zubereitung II stärker als Zubereitung I, und der mit Zubereitung II erzeugte Schaum erscheint stabiler, da bei dieser nur eine geringe Verminderung des totalen Schaumvolumens in den auf das Schütteln der Probe folgenden fünf Minuten stattfindet.
Aus diesen Vergleichsversuchen ist erkennbar, daß Calcium-Laurylsulfat ein für Zahnreinigungszwecke geeignetes Tensid ist und bessere Schaumeigenschaften als Kalium-laurylsulfat besitzt.
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Claims (13)

Patentansprüche
1. Zahnreinigungsmittel, enthaltend
a) ein aus einer Calcium-Vert>indung bestehendes Schleifmittel oder einer Mischung solcher Schleifmittel, von denen mindestens eines eine öalcium-Verbindung ist,
b) eine aus einer Oalcium-Verbindung bestehende und für Zahnreinigungszwecke geeignete tensidische Substanz oder eine Mischung solcher Substanzen,
c) ein Zahnreinigungsmittelträgergrundmaterial, enthaltend ein für Zahnreinigungszwecke geeigntes Material oder Materialien,
welche Zubereitung im wesentlichen frei von wasserlöslichen Katriumverbindungen ist.
2. Zahnreinigungsmittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifmittel ein Calcit, Aragonit und Dicalciumphosphat einzeln oder zu mehreren enthält.
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3. Zahnreinigungsmittel nach. Patentanspruch 2, dadurch, gekennzeichnet, daß das Schleifmittel kolloidale Kieselsäure und/oder Titandioxid enthält.
4. Zahnreinigungsmittel nach den Patentansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die tensidische Substanz aus einer Mischung von. Calcium-Alkylsulfaten besteht, die erhalten sind aus einer Mischung von aliphatischen Element ar alkohol en, enthaltend 6-18 Kohlenstoff atome und mit einem Mindestgehalt an C 12-Alkohol von 40 G-ew. #.
5. Zahnreinigungsmittel nach Patentanspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die tensidische Substanz aus Galcium-Laurylsulfat besteht.
6. Zahnreinigungsmittel nach den Patentansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die tensidische Substanz aus Calciumlaurylsulfoacetat und/oder Oalciumdioctylsulfosuccinat und/oder öalcium-Kokosnuß-monoglycerinsulfat und/oder Calcium-2-hydroyy-3-lauryloxipropan-1-sulfanat besteht.
7. Zahnreinigungsmittel nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägergrundmaterial einen für Zahnreinigungszwecke geeigneten Polyhydricalkohol enthält.
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8. Zahnreinigungsmittel nach. Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Polyhydricalkohol aus Glycerin oder Sorbitol besteht.
den
9. Zat.nreinigungsmittel,nach/Patenasnprüchen. 1 bis 7, dadurch.
gekennzeichnet, daß das Irägergrundmaterial als Bindemittel kolloidales Material enthält.
10. Zahnreinigungsmittel nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das kolloidale Material aus Mehtylcellulose und/oder Hydroxyäthylcellulose besteht.
11. Zahnreinigungsmittel nach den Patentansprüchen 1 bsi 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Zubereitung 10 bis 70 Gew. $ Schleifmaterial, 1 bis 20 Ges. $ tensidische Substanz, 5 bis 50 Gew. $ eines geeigneten Polyhydicalkoholes oder einer Mischung solcher Alkohole, 0,1 bis 5 Gew.$ eines kolloidalen Materials und 5 bis 50 Gew.$ Wasaer enthält·
12. Zahnreinigungsmittel nach Patentanspruch 11, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 30 bis 50 Gew. <fo eines Schleifmittels und/oder 1 bis 5 Gew. §6 einer tensidischen Substanz und/oder 20 bis 30 Gew. fi eines Polyhydricalkoholes oder mehrerer dieser Stoffe.
A09882/1U6
13. Zahnreinigungsmittel nacli den Patentansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Geschmacksstoff, einen färbenden Stoff, einen Duftstoff und einen keimtötenden Stoff einzeln oder in beliebiger Kombination enthält.
409882/1146
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