DE242805C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
- G10C3/00—Details or accessories
- G10C3/28—Transposing devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 242805 KLASSE 51 b. GRUPPE
Dr. KARL KOPPENSTEINER in WIEN. Transponiervorrichtung für Tasteninstrumente.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1911 ab.
Vorliegende Transponiervorrichtung für Tasteninstrumente, besonders Klaviere, gehört zu der
Gattung, bei welcher eine Hilfsklaviatur über die Klaviatur des Instrumentes derart gelegt
ist, daß jeder Taste der letzteren eine Taste der ersteren gegenüberliegt und beim Anschlagen
einer Taste der Hilfsklaviatur durch einen an ihr angebrachten Stift o. dgl. die
gegenüberliegende Taste der Hauptklaviatur
ίο niedergedrückt wird. Durch Verstellung der
Hilfsklaviatur entlang der Häuptklaviatur kann man ein in einer Tonart geschriebenes. und
auf der Hilfsklaviatur gespieltes Stück in einer beliebigen anderen, Tonart zu Gehör
bringen· ■ · .
Der allgemeineren Verwendung von Vorrichtungen dieser Art steht der Umstand entgegen,
daß die Breitenabmessungen (Teilungen) der Klaviaturen verschiedener Instrumente erheblich
voneinander abweichen. Außerdem sind die Lagen und Neigungen der Tasten bei
verschiedenen Klaviaturen verschieden, z. B. bei der englischen Mechanik anders als bei der
Wiener Mechanik. Endlich ist die Anbringung der Hilfsklaviatur am Gestell des Instrumentes
und seine sichere Befestigung daselbst mit Schwierigkeiten verbunden.
Diese Übelstände zu beseitigen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
In der Zeichnung ist Fig. ι ein senkrechter Schnitt der Vorrichtung; Fig. 2 ist ein Teil
einer Draufsicht.
Die Tasten ι der Hilfsklaviatur sind gegenüber den Tasten 2 der Klaviatur des Instrumentes
am hinteren, nach aufwärts geneigten Ende gelagert. Diese Enden tragen an der
Unterseite Klötze 4, an denen Arme 5 um zu ihnen senkrechte Zapfen 6 drehbar und in
jeder Stellung festklemmbar sind! Zu diesem Zwecke sind die Zapfen 6 nach der Zeichnung
als einfache Schrauben ausgeführt. An jedem Arm 5 liegt oben der breite Kopf einer in
das Tastenholz eingeschraubten Schraube 8 auf.
Die Tasten der Hilfsklaviatur werden im Rahmen 3 in bekannter Weise durch Stifte 7
geführt, und der Rahmen 3 wird im Instrument dadurch festgehalten, daß seine vordere
Leiste 9 auf dem vorderen Rand des Klaviaturrahmens, der sog. Schloßleiste, aufliegt,
ferner die vorderen Enden der Arme 5 auf den Tasten der Hauptklaviatur unmittelbar
hinter den Griff flächen selbst aufruhen, und endlich an den Seiten des Rahmens 3 angelenkte und festklemmbare Hebel 10 mit ihren
inneren, nach oben abgebogenen Armen 11 sich bei Flügeln gegen die Unterseite des Stimmstockes
12 stemmen.
Eine solche Hilfsklaviatur mit einem Instrument von gegebener, z. B. mittlerer Tastenbreite
entsprechenden Abmessungen kann nun ohne weiteres Instrumenten von anderer Teilung
angepaßt werden, indem man einfach die Arme 5 der einzelnen Tasten der Hilfsklaviatur
um die Zapfen 6 verdreht und festklemmt, so daß die Abstände der vorderen Enden benachbarter Arme 5 genau gleich sind
der Teilung des zu benutzenden Instrumentes. Alsdann kann man den Rahmen 3 ohne weiteres entlang der Klaviatur des Instrumentes
je nach der gewünschten, durch Marken an der Hilfsklaviatur und am Instrument angezeigten
Transponierung verschieben, ohne irgendwelche Störung befürchten zu müssen. Beim Verschieben der Hilfsklaviatur sind
natürlich die Hebel io zu lockern, und zwecks Feststellens der Hilfsklaviatur sind sie durch
Drehen von Hand gegen den Stimmstock zu drücken und durch Anziehen einer Schraube
festzuklemmen. Da die Tasten der Hilfsklaviatur nach hinten und oben geneigt sind,
so kann man sie ohne weiteres für Klaviere mit beliebiger Mechanik benutzen, weil sie für
die Tasten des Instrumentes reichlich Platz lassen.
Wird eine Taste der Hilfsklaviatur angeschlagen, so drückt das vordere Ende ihres
Armes 5 die gegenüberliegende Taste des Instrumentes nieder. Damit nun der Anschlag
der Instrumententaste sicher und kräftig sei, darf der Arm 5 kein Spiel haben; zu diesem
Zwecke dient die Schraube 8, welche sich oben auf den Arm 5 stützt und deren Kopf
so breit ist, daß er bei jedweder durch die Teilung des Instrumentes bedingten Stellung
des Armes 5 an letzterem anliegt.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:
i. Transponiervorrichtung für Tasteninstrumente, bei welcher eine Hilfsklaviatur entlang der Klaviatur des Instrumentes verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten der Hilfsklaviatur an der Unterseite um zu ihnen senkrechte Zapfen (6) drehbare und feststellbare Arme (5) tragen, deren vordere Enden unmittelbar hinter den Griffflächen auf den Tasten der Hauptklaviatur aufliegen. - 2. Transponiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Tasten der Hilfsklaviatur Anschläge (8) vorgesehen sind, welche sich gegen die Oberseite der Arme (5) bei jeder Stellung der letzteren lehnen.
- 3. Transponiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten der Hilfsklaviatur in einem Rahmen gelagert sind, der mit der Vorderleiste auf der Schloß leiste des Instrumentes ruht und an den Seiten drehbare und feststellbare Hebel trägt, die gegen die Unterseite des Stimmstockes gedruckt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE242805C true DE242805C (de) |
Family
ID=501984
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT242805D Active DE242805C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE242805C (de) |
-
0
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