DE2422942A1 - Verfahren zur herstellung von eisenbahnoberbauten sowie fertigteile und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur herstellung von eisenbahnoberbauten sowie fertigteile und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnoberbauten sowie Fertigteile und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnoberbauten mit auf dem Unterbau aufgebrachten Stahlbetonplatten, in welche Stahlbetonfertigteile als Auflager für die Schienenhalterungen eingelassen sind.
- Es ist bekannt, bei der Herstellung von schotterlosen Eisenbahnoberbauten aus Stahlbeton Fertigteile aus Stahlbeton mit einzubauen, die als Stahlbetonschwellen oder Stützpunktsteine ausgeführt und geeignet sind, die eigentliche Schienenbefestigung aufzunehmen und diese durch Ankereisen in der durchgehenden Tragplatte zu verankern. Bei einem dieser bekannten Verfahren werden die Betonfertigteile vor dem Betonieren der Stahlbetontragplatte innerhalb der Schalung in ihre endgültige Stellung gebracht und anschließend in die Tragplatte mit einbetoniert.
- Hierbei ergeben sich jedoch Schwierigkeiten beim Einsatz von Betonfertigungsmaschinen für die Stahlbetontragplatte und dadurch ein erhöhter Arbeitsaufwand. Die einzelnen Betonfertigteile müssen in ihrer vorbestimmten Lage fest auf dem Boden oder an der Seitenschalung verankert werden, urn auch geriiigige Verschiebungen z.B. durch Aufschwimrnen während des Einbringens und Verdichtens des Ortbetons zu verhindern. Bei einem anderen bekannten Verfahren werden die Sahlbetcn-Tragplatten mit rinnenförmi.cn Aussparungen verstehen, in welche die Stahlbetonfertigteile nachträglich eingesetzt werden Hierbei ergibt sich durch die Herstellung der Aussparungen und das notwendige nachträgliche Vermörteln der Fertigteile ein zusätzlicher Arbeitsaufwand. Zudem müssen die Aussparungen genügend tief sein, um diQ später auftretenden Seitenkräfte aufnehmen zu können, die aus Radlasten auf die Fertigteile resultieren. Dadurch wird der erwüns hte gleichmäßige Tragplattenquerschnitt gestört.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren zur Herstellung eines solchen Eisenbahnoberbaues den Einsatz von Deckenfertigern für die Tragplatte zu ermöglichen, um trotz des notwendigen maßgenauen Einlassens der Stahlbetonfertigteile eine weitgehend mechanisierte Bauweise mit schnellem BauSortschn tt zu erreichen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stahlbetonfertigteile jeweils oberhalb eines frisch betonierten Abschnitts der Stahlbetonplatte entsprechend ihrer Endlage positioniert und anschließend abgesenkt und in den noch nicht erharteten Beton der Stahlbetonplatte eingerüttelt werden. Bei diesem Verfahren wird die vorbestimmte genaue Endlage der Schienenbefestigungspunkte hinsichtlich Richtung, Höhe, Abstand voneinander in Längs-und Querrichtung sowie die Querneigung zweier gegenüberliegender Schienenbefestigungspunkte sichergestellt, wobei die Stahlbetontragplatte mit herkömlichen Fertigen in hoher Fortschrittgeschwindigiceit und den damit bedingten größeren Fertigungstoleranzen geformt werden kann. Die genaue Einbaulage der Fertigteile wird bei einer geeigneten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens durch eine Rüttellehre erreicht, mit welcher ein kompletter Satz Fertigteile während des Einrüttelrsfest verbunden sein kann. Die Lehre garantiert dabei automatisch, daß der Abstand der einzelnen Schienenbefestigungspunkte in Längs-und Querrichtung sowie die gegenseitige Querneigung zweier gegenüberliegender Schienenbefestigungspunkte maßgenau eingehalten wird.
- Die genaue Lage der Schienenbefestigungspunkte hinsichtlich der Gleisachse und Gleishöhe kann durch eine unabhängige vorgegebene Leitrichtung mittels zweier mit dieser in Deckung gebrachter Richtpunkte, die. fest mit der Lehre verbunden sind, unabhängig von der Einbaugenauigkeit der Tragpla'tte eingemessen werden.
- Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
- In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 einen quer zur Schienenachse geführten Schnitt, entsprechend Linie I-I in Fig 3, durch ein Stahlbetonfertigteil in seiner Endlage in der Stahlbetontragplatte; Fig. 2 einen Schnitt, entsprechend Linie II-II in Fig.
- parallel zur Schienenachse durch das Stahlbetonfertigteil in seiner Einbaulage; Fig. 3 eine Draufsicht auf das Stanlbetonfertigteil; Fig. 4 eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung.
- In Fig. 1 ist ein Stahlbetonfertigteil 2 in seiner Elnbaulage in einer Stahlbetontragplatte dargestellt, wobei mit gestrichelten Linien eine Schienenhalterung mit eingesetzter Schiene angedeutet ist. In der Stahlbetontragplatte 1 ist das Stahlbetonfertigteil 2 durch Anker 5 gehalten. Die Stahlbetonfertigteile haben die Aufgabe, zwischen der Tragplatte und den Schienen einen Abstand zu halten, der für die Schweißung von Schienenstößen erwünscht ist. Außerdem sollen die für die Schienenbefestigung erforderlichen Dübel zueinander mit einer Maßgenauigkeit fixiert sein, die nur durch Vorfertigung der Stahlbetonteile erreichbar ist.
- Auch soll die Stahlplatte für die Schienenbefestigung eine vollkommen ebene Auflagerfläche haben.
- Durch an der Unterseite des Stahlbetonfertigteiles angeformte Rippen 3 wird erreicht, daß beim Einrütteln nur eine geringe Menge des noch weichen Betons der Stahlbetontragplatte 1 verdrängt werden muß, daß aber dennoch im Bereich der Rippen ein tieferes Einbinden des Stahlbetonfertigteiles erreicht wird, was für die Übertragung von Horizontalkräften in Längs- und Querrichtung wichtig ist. In dem dünnen, zwischen den Rippen liegenden Bereich ist die Unterseite 4 des Stahlbetonfertigteiles in Richtung zu den Rändern schräg ansteigend ausgebildet, so daß beim Einrütteln Luft entweichen kann und ein sattes Anliegen des Stahlbetonfertigteiles an dem Beton der Stahlbetontragplatte erreicht wird.
- Die Bewehrung des Stahlbetonfertigteiles ist der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt. Die Anker 5 haben zweckmäßig zur Erhöhung der Haftung im Beton eine Profilierung.
- In dem dargestellten Beispiel sind die Anker 5 hohl, so daß sie als Dübel für die Schienenbefestiguilg dienen können.
- Außerdem können die hohlen Anker zur maßgenauen Fixierung und Befestigung des Stahlbetonfertigteiies an der Lehre eines Verlegegerätes verwendet werden. Werden die Verankerungen als Dübel verwendet, so ist außer Stahl auch Kunststofr als Material geeignet, da dann der Dübel seine Steifigkeit durch den eingeführten Befestigungsbolzen erhält.
- Falls erforderlich, können natürlich auch weitere, mixer Bewehrung des Stahlbetonfertigteiles verbundene Anker wie Bügel od. dgl. zur Verankerung herangezogen werden.
- Dargestellt ist ein Stahlbetonfertigteil für nur eine Schienenbefestigung. Jedes Stahibetonfertigteil kann aber auch mehrere in dem erforderlichen Abstand voneinander angeordnete Schienenbefestigungspunkte aufweisen.
- Zur Durchführung des Verfahrens ist die in Fig. 4 schematisch dargestellte Vorrichtung geeignet.
- An einem fahrbaren Gestell 10, das entweder auf dem Unterbau 12 direkt ader - wie hier dargestellt - auf der zur Herstellung der Stahlbetontragplatte abharXgig von der Betonkonsistenz benötigten Seitenschalung 13 fährt, ist die Lehre 14 mittels eines geeigneten mechanischen, hydraulischen oder elektrisch gesteuerten Hubwerkes 15 so befestigt, daß sie vertikal und horizontal sowie mit einer Querneigung verschoben werden kann.
- Die Lehre 14 ist ein liegender Rahmen, an dem Stahlbetonfertigteile 16 unter Zwischenschaltung von kräftigen Rüttlern 17 so befestigt werden, daß die Schienebefestigungspunkte vorzugsweise immer paarweise für die beiden Schienen eines Gleises in Quer- und Längsrichtung den richtigen Abstand sowie zueinander die gewünschte Querneigung haben.
- Zur Befestigung der Stahlbetonfertigteile sind Halterungen 18 vorgesehen, an denen die Stahlbetonfertigteile vorzugsweise unter Benutzung der in ihnen vorhandenen Dübel angebracht werden, beispielsweise durch Vakuumlifter oder auch durch Schrauben.
- Mit der Lehre 14 fest verbunden sind in ausreichendem Abstand in der Gleisachse oder parallel dazu zwei Richtelemente 19, die je nach Art der verwendeten Leiteinrichtung 20 aus Kontaktgebern, Sensoren, aus einem Fadenkreuz oder einem Projektionsschirm mit Markierungen bestehen können.
- Zur Durchführung des Verfahrens werden zunächst die Stahlbetonfertigteile 16 an der Lehre 14 befestigt und die Vorrichtung genau über die vorgesehene Einbaustelle gefahren. Dann wird die Lehre 14 mittels des Hubwerkes 15 so lange abwärts und seitlich verschoben, bis die mit der Lehre verbundenen Richtelemente 19 mit der Leiteinrichtung 20 zur Deckung gebracht sind. Die Leiteinrichtung kann aus einer Schiene, einem gespannten Draht oder aus einem Laser oder Lichtstrahl bestehen. Die Rüttler 17 erleichtern den aus den Stahlbetonfertigteilen herausstehenden Ankern sowie den unteren Bereichen der Stahlbetonfertigteile selbst das Eindringen in den Beton der Stahlbetontragplatte 11, dessen Konsistenz so eingestellt wird, daß nach Erreichen der gewünschten Endlage die Lehre 14 von den Stahlbetonfertigteilen gelöst werden kann, ohne daß diese danach ihre Lage nochmals verändern.
- Die Lehre kann derart an dem fahrbaren Gestellt 10 gelagert sein, daß sie seitwärts oder nach hinten ausschwenken kann, um mehrere Stahlbetonfertigteile zu erfassen, die auf einem Vorratsbehälter od. dgl. in einer geeigneten gegenseitigen Lage vorpositioniert sind (nicht dargestellt).
Claims (22)
- Patentansprüche:Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnoberbauten mit auf dem Unterbau aufgebrachten Stahlbetonplatten, in welche Stahlbetonfertigteile als Auflager für die Schienenhalterungen eingelassen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlbetonfertigteile jeweils oberhalb eines frisch betonierten Abschnitts der Stahlbetouplatte cntsprechend ihrer Endlage positioniert und Enschließend abgesenkt und in den noch nicht erhärteten Beton der Stahlbetonplatte eingerüttelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere Stahlbetonfertigteile gleichzeitig in der vorgegebenen gegenseitigen Lage positioniert werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlbetonfertigteile in ihrer gegenseitigen Lage nach mindestens zwei Richtpunkten positioniert werden, deren Verbindungsgerade parallel zu der vorbestimmten Gleisachse verläuft.
- 4. Stahlbeton-Fertigteil zur Verwendung bei dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stahlbetonfertigteil (2) Uber seine Unterfläche (4) vorstehende Anker (5) aufweist.
- 5- Stahlbeton-Fertigteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker (5) als vorzugsweise hohle Dübel ausgebildet sind.
- 6. Stählbeton-Fertigteil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker (5) an ihrer Außenfläche profiliert sind.
- 7. Stahlbeton-Fertigteil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker (5) aus Stahl bestehen
- 8. Stahlbeton-Fertigteil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anker (5) aus Kunststoff bestehen.
- 9. Stahlbeton-Fertigteil nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterfläche (4) des Stahlbetonfertigteiles (2). profiliert, insbesondere mit Rippen (3) versehen ist.
- 10. Stahlbeton-Fertigteil nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterfläche (4) des Stahlbeton-Fertigteiles von der Mitte aus in Richtung zu den Rändern des Fertigteiles nach oben abgeschrägt ist.
- 11. Stahlbeton-Fertigteil nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Absehrägung zwischen den Rippen (3) befindet, die vorzugsweise im Umriß rechteckig sind.
- 12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach -einem der Ansprüche 1 bis 3 unter Verwendung von Stahlbetonfertigteilen nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Lehre (14) aufweist, in der Halterungen (18) für die Stahlbeton-Fertigteile (16) vorgesehen sind.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (18) mit Rüttlern (17) verbunden sind.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (18) verstellbar sind.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch I-, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand der Halterungen (18) veränderbar ist.
- 16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (18) in der-Lehre (14) höhenverstellbar und vorzugsweise um mehrere Achsen schwenkbar sind.
- 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen (18) mit Greifern versehen sind, die vorzugsweise in die als Hohldübel ausgebildeten Anker (5) der Stahlbetonfertigteile passen.
- 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lehre (14) verstellbar an einem fahrbaren Gestell (io) gelagert ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Lehre (14) an dem Gestell (10) ausschwenkbar gelagert ist.
- 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen vorzugsweise fahrbaren Vorratsbehälter aufweist, an dem eine Positionier-Einrichtung zur Aufnahme der Stahlbetonfertigteile in einer zum Erfassen durch Greifer der Lehre (14) geeigneten Lage angeordnet ist.
- 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß an der Lehre (14) Richtelemente (19) befestigt sind, die Markierungen oder dergl.aufweisen, derart, daß zwei in Vorschubrichtung der Vorrichtung hintereinander liegende Markierungen auf einer zur vorbestimmten Gleisachse parallelen Geraden liegen.
- 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Lehre (14) zur Aufnahme von mindestens sechs Stahlbetonfertigteilen (16) in paarweiser Anordnung eingerichtet ist.
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