DE2418001A1 - Einrichtung zur pruefung und reparatur von unzugaenglichen oberflaechen - Google Patents
Einrichtung zur pruefung und reparatur von unzugaenglichen oberflaechenInfo
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Description
- Einrichtung zur Prüfung und Reparatur von unzugänglichen Oberflächen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Prüfung und Reparatur von unzugänglichen Oberflächen, insbesondere Reaktordruckgefäßen für Kernreaktoren. Mit unzugänglich ist dabei nicht nur gemeint, daß der Zugang zu der zu prüfenden Fläche räumlich behindert ist, sondern auch der Fall, daß das Arbeiten an der Oberfläche durch Hitze, Gase, Strahlung oder dergleichen erschwert ist. Dies gilt insbesondere für Reaktordruckgefäße von Kernreaktoren, die wegen der radioaktiven Strahlung ein Arbeiten nur mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen und für kurze Zeit gestatten. Hier ergibt sich die Aufgabe, die Prüfung zu automatisieren, mindestens aber eine Fernbedienung zu ermöglichen, damit das Personal der Strahlung so wenig wie möglich ausgesetzt ist. Andererseits kann eine solche automatische oder ferngesteuerte Prüfung auch an Oberflächen von Nutzen sein, die aus räumlichen Gründen nicht oder nur schwierig zugänglich sind.
- Die Erfindung besteht darin, daß ein Träger für Meß- oder Reparaturgeräte an einer der Oberfläche angepaßten Schiene kraftschlüssig und genüber der Oberfläche beweglich angebracht ist. Mit der Schiene wird die Bewegung, mindestens aber die Bahn des Trägers vorgegeben. Deshalb kann der sonst für die Bewegung benötigte Personalaufwand eingespart werden.
- Es ist nur erforderlich, die Schiene zu installieren. Dies kann aber schneller und zumindest auch unter günstigeren Bedingungen durchgeführt werden als die Prüfung oder Reparatur selbst.
- Die Schiene kann aus starren Elementen oder einem einzigen starren Teil bestehen, der nach der Kontur der zu untersuchenden Oberfläche geformt ist. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung mit flexibler Schiene, weil diese unterschiedlichen Oberflächen angepaßt werden kann. Unter flexibel wird auch eine bewegliche Verbindung von einzelnen, in sich starren StUcken verstanden.
- Die Schiene kann vorteilhaft ein Zahnriemen sein. Damit ist ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehendes Band gemeint, das auf mindestens einer Seite gleichmäßig distanzierte Erhöhungen aufweist, die mit einem Zahnrad in Eingriff gebracht werden können. Die Schiene kann aber auch ein über die Oberflächen gelegtes Seil sein, mit dem der Träger für Meß- oder Reparaturgeräte nach Art einer Seilbahn über die Oberfläche geführt und gegebenenfalls bewegt wird. Die Schiene kann vorgespannt sein, damit sie sich der Kontur der Oberfläche gut anpaßt. Die Vorspannung kann zum Beispiel mit einem Gewicht aufgebracht werden. Es sind aber auch Federn denkbar, die eine bestimmte Vorspannung vorgeben und Längenänderungen, zum Beispiel durch Temperatureinfluß, ausgleichen.
- Der Träger für Meß- oder Reparaturgeräte kann Rollen zur Abstützung an der Schiene und/oder der Oberfläche aufweisen.
- Die Rollen können auch zur seitlichen Führung dienen, wenn der Träger zwischen Erhebungen, zum Beispiel Rohrstutzen, bewegt werden soll, die aus der Oberfläche vorstehen. Zur besseren Anschmiegung an die Oberfläche kann der Träger mehrere gelenkig miteinander verbundene Teile umfassen, so daß bei großer Tragkraft und genügend großen Abmessungen für die Aufnahme von Meß- oder Reparaturgeräten eine gute Anpassung an Oberflächen starker Krümmung möglich ist.
- Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel beschrieben.
- In einem Vertikalschnitt ist der stählerne Deckel 1 eines nicht weiter gezeichneten Druckbehälters für einen Druckwasserleistungsreaktor gezeichnet, der in seinem mittleren Bereich eine große Zahl von Rohrstutzen 2 trägt. Auf Flansche 3 der Rohrstutzen 2 werden Steuerstabantriebe zur Regelung der Reaktorleistung montiert. Die Deckelfläche wird dadurch geschwächt, so daß hier ein empfindlicher und besonders zu prüfender Bereich des Reaktordruckbehälters vorliegt.
- Andererseits ist dieser Bereich durch die vom nicht dargestellten Reaktorkern ausgehende Strahlung oder durch Kontamination gefährdet, so daß ein Arbeiten nur kurzzeitig und mit großen Vorsichtsmaßnahmen, zum Beispiel besonderen Abschirmungen, möglich ist.
- Nach der Erfindung kann eine weitgehend automatische Prüfung des genannten Deckelbereichs mit einer Einrichtung 4 vorgenonenwerden, die einen mehrgliedrigen Träger 5 für Meß-oder Reparaturgeräte aufweist. Der Träger 5 ist längs der Oberfläche des Deckels in Richtung des Pfeils 6 verfahrbar.
- Zu diesem Zweck ist huber die Oberfläche 7 ein Zahnriemen 8 gespannt, der auf der einen Seite des Deckels 1 mit einer Abstützung 9 befestigt ist. Die Abstützung 9 ist am Deckelflansch angebracht und zwar mit einer Klemmvorrichtung 9a, die einen Flansch 9b mit Schrauben 9c und ein in eine Bohrung ragendes Widerlager 9d umfaßt. Das dem Zahnriemen 8 zugekehrte Ende 9e der Abstützung 9 dient als Anschlag für den Träger 5. An der anderen Seite ist der Riemen 8 zu einer Spannvorrichtung 10 geführt. Dort ist das über Rollen 11 und 12 laufende Ende 13 des Zahnriemens 8 mit einem Gewicht 15 belastet. Die Spannvorrichtung 10 ist mit einer Klemmvorrichtung 14 befestigt, die ähnlich wie die Klemmvorrichtung 9a ausgebildet ist.
- Der Träger 5 besteht auf der rechten Seite der Figur aus drei gelenkig miteinander verbundenen Teilen 17, 18 und 19.
- Jedes Teil hat zwei Laufrollenpaare 20, die auf der Oberfläche 7 des Deckels 1 laufen können. Teil 17 hat darüber hinaus eine Rolle 22 zur Führung des Zahnriemens. Eine entsprechende Rolle 23 ist auch am anderen Ende des Trägers 5 im Teil 19 vorgesehen.
- Zur Bewegung des Trägers 5 ist im mittleren Teil 18 ein Motor 25, zul Beispiel ein Elektromotor, angeordnet, der auf zwei Zahnräder 26 und 27 einwirkt, die mit Hilfe von Laufrollen 28 und 29 zuverlässig in Eingriff mit dem Zahnriemen stehen. Der Motor 25 kann seine Drehrichtung ändern. Dadurch ist es möglich, den Träger 5 vor- und rückwärts längs des Zahnriemens 8 zu verfahren. Der Zahnriemen sorgt dabei nicht nur wie eine Schiene für die Seitenführung des Trägers 5, sondern er gibt auch den notwendigen Halt zur Uberwindung großer Steigungen wie bei einer Zahnradbahn.
- Der Teil 19 enthält eine Reihe von Ultraschallprüfköpfen 30, die über ein Prüf- und Steuerkabel 31 angeschlossen sind. Das Kabel ist über eine Führungsrolle 33 gelegt, die an der Abstützung 9 mit einem Mast 34 befestigt ist. Die Höhe des Mastes richtet sich nach der zu überwindenden Steigung.
- Mit 36 ist ein Träger bezeichnet, der auf der linken Seite der Figur als weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist und zusätzlich zu Rollen 37, die auf den zu untersuchenden Oberflächen 7 laufen, weitere an der Außenseite verteilte Rollen 39 aufweist, die eine Führung an dem als Erhebung aus der Oberfläche vorstehenden Rohrstutzen 2 ermöglichen. Hier braucht der Träger 36 mit der Schiene 8 seitlich nur relativ prob gesteuert zu werden. Die Feinsteuerung der Seitenabweichung erfolgt am Träger selbst mit Hilfe der Rollen 39, die sich an den zu umfahrenden Vorsprüngen orientieren. Eine Sonde 40 ermöglicht die Prüfung der Oberfläche 7, wobei der Träger 36 zur Vereinfachung keinen Motor enthalten muß, sondern mit einem nicht dargestellten Zugseil längs der Oberfläche 7 bewegt werden kann. Der Zahnriemen 8 kann hierbei durch ein einfaches Seil ersetzt sein.
- 7 Patentansprüche 1 Figur
Claims (7)
- Patentansprüche /1.)Einrichtung zur Prüfung und ReparaturtoS unzugänglichen Oberflächen, insbesondere an Reaktordruckgefäßen für Kernreaktoren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trager (5,36) für Meß- oder Reparaturgeräte (30,40) an einer der Oberfläche (7) angepaßten Schiene (8) kraftschlüssig und gegebenüber der Oberfläche beweglich angebracht ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (8) flexibel ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene ein Zahnriemen (8) ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (8) ein über die Oberfläche (7) gelegtes Seil ist.
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (8) vorgespannt ist.
- 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (5,36) Rollen (20) zur Abstützung an der Schiene und/oder der Oberfläche (7) aufweist.
- 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (5) mehrere gelenkig miteinander verbundene Teile (17,18,19) umfaßt.L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2418001A DE2418001A1 (de) | 1974-04-11 | 1974-04-11 | Einrichtung zur pruefung und reparatur von unzugaenglichen oberflaechen |
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| DE2418001A1 true DE2418001A1 (de) | 1975-10-23 |
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ID=5912869
Family Applications (1)
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| DE2418001A Pending DE2418001A1 (de) | 1974-04-11 | 1974-04-11 | Einrichtung zur pruefung und reparatur von unzugaenglichen oberflaechen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2418001A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2636246A1 (de) * | 1976-08-12 | 1978-02-16 | Babcock Brown Boveri Reaktor | Verfahren und vorrichtung zum ultraschallpruefen der stutzenfelder eines reaktordruckbehaelters |
| EP0011213A3 (en) * | 1978-11-16 | 1980-06-11 | Kraftwerk Union Aktiengesellschaft | Apparatus for inspecting the walls of a vessel |
| DE3524857A1 (de) * | 1985-07-12 | 1987-01-22 | Gutehoffnungshuette Man | Einrichtung zur pruefung schwer zugaenglicher oberflaechen |
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-
1974
- 1974-04-11 DE DE2418001A patent/DE2418001A1/de active Pending
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