DE2411324A1 - Verfahren zum herstellen von dispersionsverfestigtem knetnickel - Google Patents
Verfahren zum herstellen von dispersionsverfestigtem knetnickelInfo
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Description
Dipl.-lng. H. Sauerland · Cr.-lng. R, König · Dipl.-lng. K. Bengen
Patentanwälte - Aoaa Düsseldorf 3D · Cecilienallee 7B · Telefon 432732
—
8. März 1974 29 216 K
Henry Wiggin & Company Limited, Holmer Road, Hereford.
HR.4 9FL, Großbritannien
"Verfahren zum Herstellen von dispersionsverfestigtem
Zusatz zu Patentanmeldung P 22 31 012.9
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Herstellen von dispersionsverfestigtem Knetnickel, bei dem ein
Pulvergemisch mit 0,07 bis 0,1% Magnesium und einem feuerfesten Oxyd mit einer bei Sintertemperatur geringeren
freien Enthalpie als Magnesiumoxyd, Rest im
wesentlichen Nickel bei mindestens 11750C unter Schutzgas
gesintert, dabei das Feuerfestoxyd vollständig reduziert sowie mindestens ein Teil des Magnesiums oxydiert
und der Sinterung anschließend warmverformt wird, nach Patentanmeldung P 22 31 012.9.
Handelsüblich reines Knetnickel besitzt eine hohe Zähigkeit, Duktilität, Korrosionsbeständigkeit und Schweißbarkeit;
es wird daher als Werkstoff für Maschinen der Nahrungsmittelproduktion, Apparate der chemischen Industrie,
Teile elektrischer und elektronischer Geräte, in der Raumfahrt und Raketentechnik, für korrosionsbeständige
Behälter und Rohre, Raketenantriebsgehäuse und Ultraschallgerate verwendet. Gleichwohl besitzt
das Nickel auch nachteilige Eigenschaften wie beispielsweise im.Falle von Flachmaterial wie beispielsweise
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Blech oder Band das Auftreten Lüders1scher Linien oder
Bänder, "bei denen es sich um Oberflächenfehler handelt, die durch ein örtliches Fließen "beim Biegen verursacht
werden. Ein weiterer Nachteil besteht in der Gefahr eines unerwünschten Kornwachstums "beim Hochtemperaturglühen
sowie in einer für manche Anwendungsfälle zu geringenFestigkeit.
Nach dem Verfahren der älteren Patentanmeldung gelingt es, die vorerwähnten Nachteile weitgehend zu "beheben und
ein Nickel mit verbesserter Festigkeit bei Raumtemperatur und erhöhten Temperaturen herzustellen, das beim
Glühen keinem Kornwachstum unterliegt, schweißbar ist und als Blech oder Band keine Lüders'sehen Linien aufweist.
Ein Nachteil des Verfahrens nach der älteren Patentanmeldung besteht jedoch darin, daß sich zwar eine erhebliche
Verbesserung der Festigkeit im Vergleich zu handelsüblich reinem Nickel ergibt, gleichzeitig aber die elektrischen
Eigenschaften beeinträchtigt werden, so daß das dispersionsverfestigte Knetnickel überall dort
nicht eingesetzt werden kann, wo es auf einen niedrigen elektrischen Widerstand ankommt.
Durch Versuche konnte nun festgestellt werden, daß es
mit dem Verfahren nach der älteren Patentanmeldung gelingt, ein dispersionsverfestigtes Nickel mit hoher
Festigkeit und guten elektrischen Eigenschaften herzustellen, wenn der Kohlenstoffgehalt verringert wird und
das Nickel insbesondere kohlenstofffrei ist.
Die Erfindung besteht daher in einem Verfahren zum Herstellen von dispersionsverfestigtem Knetnickel,
bei dem ein Pulvergemisch mit 0 bis 0,196 Kohlenstoff,
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0,07 Ms 0,156 Magnesium und einem Feuerfestoxyd, dessen freie Enthalpie ein Reduzieren durch Magnesiumdampf
bei der Sintertemperatur gestattet und das'während des
Sinterns vollkommen reduziert wird und mindestens einen Teil des Magnesiums oxydiert, Rest Nickel unter
Schutzgas bei mindestens.11750C gesintert und der Sinterkörper
anschließend warmverformt wird.
Das Nickelpulver sollte sehr feinkörnig sein und vorzugsweise eine mittlere Teilchengröße von höchstens
7 Pm. besitzen. Besonders geeignet ist daher Karbonylnickelpulver
mit einer mittleren Teilchengröße von 4 bis 7 /Wm. Kohlenstoff wird dem Gemisch gegebenenfalls
als feines Pulver, beispielsweise mit einer Teilchengröße unter 43 ytfm und vorzugsweise mit Nickel überzogen
nach dem Karnonyl-Verfahren zugesetzt. Sofern es auf eine optimale elektrische Leitfähigkeit ankommt,
sollte das Pulver bzw. das dispersionsverfestigte Nickel dagegen völlig kohlenstofffrei sein»
Das Gemisch muß Magnesium enthalten, um das Feuerfestoxyd, beispielsweise Aluminiumoxyd, zu reduzieren. Vorzugsweise
wird dem Gemisch elementares Magnesiumpulver zugesetzt. Andererseits kann jedoch auch eine pulverförmige
Magnesiumlegierung, beispielsweise eine Nickel-Magnesium-Legierung mit 10 bis 20% verwendet werden,
wenngleich die Reaktionsgeschwindigkeit dann geringer ist und höhere Temperaturen erforderlich sind, um das
Magnesium zu verdampfen.
Als Feuerfestoxyd eignet sich vorzugsweise Aluminiumoxyd, wenngleich auch andere Feuerfestoxyde mit entsprechender
freier Enthalpie, beispielsweise Nickel-, Kobalt-, Eisen-, Kupfer-, Mangan-, Wolfram- oder
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Titanoxyd infrage kommen. Der Gehalt an Feuerfestoxyd
sollte so eingestellt werden, daß mindestens 10% des Magnesiums während des Sinterns oxydiert werden. Vorzugsweise
enthält das Gemisch 0,01 Ms 0,06 % Aluminiumoxyd mit einer Teilchengröße von vorzugsweise höchstens
0,10 /*m, beispielsweise 0,01 Ms 0,03 /Mm.
Das Pulvergemisch kann vor dem Sintern gepreßt, beispielsweise hydrostatisch mit einem Preßdruck Ms
20,7 hb verdichtet werden, um einen ausreichend grünfesten Preßkörper mit einer theoretischen Dichte von
mindestens 65%s "beispielsweise einer scheinbaren Dichte
von 5,8 g/cnr herzustellen. Der Preßkörper wird alsdann im Wasserstoffstrom, Amoniakspaltgas oder einem anderen
Schutzgas mit mindestens 10%, vorzugsweise mindestens 30% Wasserstoff und einem Taupunkt von höchstens -510C
gesinterte Andererseits kann das Pulvergemisch jedoch auch ohne vorheriges Pressen gesintert werden. Dies
kann in der Weise geschehen, daß das Pulver in eine mit einem Trennmittel überzogene Form eingefüllt und
die Form mit Sand gegen ein Eindringen von 'Verbrennungsgasen des Sinterofens verschlossen wird. Das Schutzgas
wird der Form über einen Gaseinlaß zugeführt und verläßt sie durch die Sandschicht. Unabhängig von dem jeweiligen
Sinterverfahren sollte die Sintertemperatur mindestens 1175°C betragen und dabei ausreichend weit
über der Verdampfungstemperatur des Magnesiums liegen, um ein Verdampfen des Magnesiums beim Sintern zu gewährleisten.
Der Sinterkörper kann durch Warmstrangpressen oder Warmwalzen zu einer Platine, einem Stab oder einem
Rohr verformt und auf übliche Weise zu Blech, Stäben, Draht oder Röhren weiterverarbeitet werden. Angesichts
der verhältnismäßig hohen Sintertemperatur erreicht
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die scheinbare Dichte des Sinterkörpers im allgemeinen mindestens 95%.
Obgleich der Reaktionsmechanismus beim Sintern des PuI-vergemischs
noch nicht völlig geklärt werden konnte, ist anzunehmen, daß der Magnesiumdampf in die Zwischenräume
zwischen den festen Nickelteilchen eindringt und das Feuerfestoxyd unter gleichzeitiger Bildung von
Magnesiumoxyd reduziert. Die Sinteratmosphäre kann geringe
Mengen Sauerstoff, beispielsweise aus dem Nickelpulver oder der Atmosphäre enthalten, der sich ebenfalls
mit dem Magnesium umsetzt. Die freie Enthalpie des Magnesiumoxyds bei der Sintertemperatur von beispielsweise
1175 bis 14OO°C muß in jedem Falle größer sein als
die freie Enthalpie des Feuerfestoxyds, beispielsweise des Aluminiumoxyds bei der Sintertemperatur.
Unabhängig von dem noch nicht voll aufgeklärten Reaktionsmechanismus
sollte der Sinterkörper von dem anfänglichen Feuerfestoxyd nach Möglichkeit keine diskreten
Teilchen mehr enthalten. Stattdessen sollte der Sinterkörper beispielsweise im Falle des Aluminiumoxyds
nur noch metallisches Aluminium enthalten, dessen Menge dem ursprünglichen Anteil an Aluminiumoxyd entspricht
und das in dem Nickelgefüge gelöst ist.
Enthält das Pulvergemisch genügend Magnesium, dann ist dieses nach dem Sintern zum Teil im Nickel gelöst und
liegt zum Teil als feinkörniges Magnesiumoxyd mit einer Teilchengröße unter 0,1 /Wm vor. Bei einer Untersuchung
mit einer Mikrosonde mit einer Bildschärfe von 5 Am
zeigte sich, daß magnesiumreiche Zonen über den ganzen Querschnitt verteilt sind, obgleich das Auflösungsvermögen
der Mikrosonde nicht ausreichte, um einzelne
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Oxydteilchen nachzuweisen. Des weiteren zeigte sich bei der Untersuchung, daß es nicht zu Zusammenballungen
der Dispersoidteilchen gekommen war. Darüber hinaus zeigte sich die außerordentlich feine Unterteilung der
Dispersoidteilchen im gesinterten Nickel, die gerade unter Berücksichtigung der geringen Legierungszusätze
ursächlich für die hohe Festigkeit sein muß. Schließlich ergab auch eine mikroskopische Untersuchung mit
bis 200-facher Vergrößerung ein bemerkenswertes reines
Gefüge.
Dsenach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte
Nickel enthält vorzugsweise 0 bis 0,196 Kohlenstoff, 0,004 bis 0,03%, vorzugsweise 0,006 bis 0,025%.Aluminium
und 0,08 bis 0,1% Magnesium, Rest mit Ausnahme von Sauerstoff Nickel» Der Sauerstoff liegt lediglich
in gebundener Form als Magnesiumoxyd vor und macht 0,1 bis 0,25 Vol.-96 aus. Die Menge des metallischen
Magnesiums läßt sich durch 20-stündiges Glühen eines dünnen, 0,127 mm dicken Blechs in sauerstoff- und
wasserstoffhaltiger, bei Raumtemperatur mit Wasserdampf gesättigter Atmosphäre bei 10920C ermitteln,
da das metallische Magnesium zur Blechoberfläche diffundiert und dort oxydiert wird. Das auf diese
Weise entstehende Magnesiumoxyd kann durch Beizen entfernt werden, so daß es sich bei dem durch nachfolgende
chemische Analyse ermittelten Magnesium nur um das Magnesium des Magnesiumoxyds handelt,
da dieses nicht diffundieren kann. Im allgemeinen enthält das Nickel 40 bis 70%, beispielsweise 50%
des Magnesiums in metallischer Form.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen des näheren erläutert.
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Von zwei 10 kg-Chargen enthielt eine 0,0896 metallisches Magnesium mit einer Teilchengröße unter 43 yUm und
.0,12% Aluminiumoxydpulver mit einer mittleren Teilchengröße von 0,03 /6/m, Rest Karbonylnickelpulver mit einer
Teilchengröße von 4 bis 7 /Um und etwa 0,054% Eisen,
0,003% Kohlenstoff und 0,062% Sauerstoff. Dieses Gemisch wurde zum Herstellen einer Probe 1 verwendet,
während aus der anderen Charge, die sich von der vorerwähnten Charge lediglich dadurch unterschied, daß sie
zusätzlich 0,16% Kohlenstoff in Form vernickelter Teilchen mit einer Teilchengröße unter 43 //m und 25% Kohlenstoff
enthielt, nach dem Verfahren der älteren Patentanmeldung eine Probe C hergestellt wurde.
Beide Chargen wurden 20 Minuten in einem 7,5 1-Mischer
gemischt. Die Mischungen wurden alsdann mit einem Druck von 20,7 hb hydrostatisch zu 230 mm langen Stäben mit
einem Durchmesser von 100 mm verpreßt. Alsdann wurden die Stäbe acht Stunden bei 12000C gesintert und jeweils
die eine Hälfte bei 11750C zu einem Quadratstab mit einer Kantenlänge von 19 mm ausgeschmiedet, der
alsdann wieder auf 1175°C erwärmt und zu einem Draht mit einem Durchmesser von 19 mm ausgeschmiedet wurde.
Die andere Hälfte jedes Stabes wurde zu einem 9,5 mm dicken und 51 mm breiten Streifen ausgeschmiedet, der
nachfolgend erwärmt und bei 1175°C bis auf eine Dicke
von 4,75 mm ausgewalzt wurde. Beide Streifen wurden eine Stunde bei 9800C geglüht und bis auf eine Dicke
von 1,42 mm kaltgewalzt. Die Stäbe wurden 30 Minuten bei 980°C und die Streifen drei Minuten bei 1025°C
geglüht«
In den nachfolgenden Tabellen I bis VI sind die technologischen Eigenschaften der Probe 1 denjenigen der
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Probe C nach der älteren Patentanmeldung sowie handelsüblich
reinem, ungeglühtem Nickel N mit einem Nickelgehalt von 99,97% und unter 0,02% Kohlenstoff bzw.
einem herkömmlichen Knetnickel W im geglühten Zustand mit 0,08% Kohlenstoff, 0,18% Mangan, 0,2% Eisen und
0,18% Silizium, gegenübergestellt.
Die Daten der Tabelle I beziehen sich auf die geglühten Stäbe, die der Tabelle II auf die kaltgewalzten und geglühten
Streifen, während der Tabelle III Versuche mit Streifen zugrundeliegen, die mit einer Querschnittsabnahme von mindestens 50% kaltgewalzt und anschließend
mit Ausnahme des Nickels N drei Minuten bei 1023°C geglüht wurden, während das Nickel N drei Minuten bei
7600C geglüht wurde. Die Daten der Tabelle IV geben
die mechanischen Eigenschaften der geglühten Stäbe bei 6490C und 8710C wieder, während es sich bei den Daten
der Tabelle V um die bei 6490C ermittelten mechanischen
Eigenschaften der geglühten Streifen handelt und die Tabelle VI den elektrischen Widerstand bei Raumtemperatur
mit einer Abweichung von + 6% wiedergibt.
| Zugfestig keit (hbar) |
Tabelle | I | Einschnürung (%) |
|
| Probe | 54,6 39,4 34,5 |
Streckgrenze (hbar) |
Dehnung (%) |
65,6 83,9 |
| C 1 N |
17,6 14,7 11,0 |
45 55 50 |
||
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Probe
Zugfestigkeit (hbar)
Streckgrenze (hbar)
Dehnung
C
1
¥
1
¥
57,4 41,5 34,5
19,2 12,1 11,0
44,5 44,7 50
| Probe | Tabelle | 11,2 | 8710C | 5,6 | III | IV | Dehnung | Einschnürung | 0 | |
| C | 7,0 | 5,7 | 9 | |||||||
| 1 | ASTM-Korngröße | 31,0 | 37, | |||||||
| ¥ | 8,0 | 44,0 | 41, | 2 | ||||||
| N | 8,0 | 3 | ||||||||
| 6,5 | 38 | 33, | ||||||||
| Zugfestig keit (hbar) |
Tabelle | 7,0 | 24 | 20, | ||||||
| Probe | Streckgrenze (hbar} |
|||||||||
| 20,2 | 649°C | |||||||||
| C | 17,0 | |||||||||
| 1 | ||||||||||
| 7,3 | ||||||||||
| C | 7,4 | |||||||||
| 1 | ||||||||||
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| Zugfestig keit (hbar) |
Tabelle V | Dehnung (96) |
- | |
| Probe | 18,1 16,1 |
Streckgrenze (hbar) |
39,5 41,5 |
|
| C 1 |
8,0 • 6,1 |
|||
| Tabelle VI | el. ¥iderstand (//Ohm-cm) |
|||
| Probe | 10,3 7'5 9,47 7,48 |
|||
| C 1 ¥ N |
||||
Die Daten der vorstehenden Tabellen zeigen, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte,
praktisch keinen Kohlenstoff enthaltende Probe .1 eine bessere Festigkeit bei Raumtemperatur als handelsübliches
reines Nickel und außerdem vergleichsweise gute elektrische Eigenschaften besitzt. Darüber hinaus
zeigt sich sowohl an der kohlenstofffreien Probe 1 als auch an der kohlenstoffhaltigen Vergleichsprobe C
nach Tabelle III die in der älteren Patentanmeldung erwähnte, die Korngröße bestimmende wirkung des Dispersoids.
Hinsichtlich der Korngröße ergibt sich, daß das reine Nickel bei niedriger Temperatur rskristalli-
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siert als die Proben 1 und C, weswegen es be.i niedriger Temperatur geglüht wurde. Gleichwohl besaß das reine
Nickel ein nicht unwesentlich gröberes Korn. Bei hohen Temperaturen dürfte die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte Legierung ähnliche Eigenschaften besitzen wie handelsübliches reines Nickel.
Bei der chemischen Analyse ergab sich für die Probe C 0,13% Kohlenstoff, 0,076% Magnesium und 0,007% Aluminium;
für die Probe 1 unter 0,01% Kohlenstoff, 0,073% Magnesium und 0,007% Aluminium, Rest in beiden Fällen Nickel einschließlich
Sauerstoff. Die Magnesiumaktivität ergab sich für die Probe C zu 60,5% und für die Probe 1 zu 64,5%.
Die Proben C und 1 wurden des weiteren untersucht, um die Natur des Dispersoids und den Grad der Umwandlung
des Aluminiiamoxyds und des Magnesiums im Ausgangsgemisch
festzustellen. Die Ergebnisse wurden absorptionsspektrofotometrisch
ermittelt, um möglichst genaue Daten zu erlangen. Bei den Versuchen wurden die Proben einerseits
in eine Magnesium■, Magnesiumoxyd und Aluminium enthaltende
Lösung überführt, während andererseits der Rückstand das oxydische Aluminium, beispielsweise AIpO,
und MgAl2O^, und das oxydische Magnesium, beispielsweise
MgO und MgAl2O^ enthielt.
Bei den Versuchen ergab sich, daß die Probe C etwa 0,0001%
oxydisches Aluminium und die Probe 1 etwa 0,0002% oxydisches Aluminium enthielten. Demzufolge wurde bei der
Probe 1 etwa 97% des anfänglichen oxydischen Aluminiums zu metallischem Aluminium reduziert, während nur etwa
3% des oxydischen Aluminiums nicht reduziert wurden.
Hinsichtlich des Magnesiumgehaltes ergab sich, daß bei
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den Proben 1 und C über 50% des anfänglichen Magnesiums oxydiert
waren. Darüber hinaus ergab die absorbtionsspektrofotometrische Analyse, daß bei der Probe C nur 0,0002%
und bei der Probe 1 nur 0,0003% in anderer Form als Magnesium oder Magnesiumoxyd, möglicherweise als Magnesium-Aluminiumoxyd,
vorlagen. Hinsichtlich der Probe 1 sind dies weniger als 1% des Gesamtgehaltes'an Magnesiumoxyd,
so daß dementsprechend 99% des oxydischen Magnesiums als Magnesiumoxyd vorlagen. Somit ergibt sich, daß im wesentlichen
das gesamte anfängliche Aluminiumoxyd, d.h. über 95% beider Proben zu metallischem Aluminium reduziert
wurden und der Dispersoid im wesentlichen aus Magnesiumoxyd bestand.
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Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen von dispersionsverfestigtem
Knetnickel, bei dem ein Pulvergemisch mit 0,07 bis 0,190 Magnesium und einem feuerfesten Oxyd mit einer
bei Sintertemperatur geringeren freien Enthalpie als Magnesiumoxyd, Rest im wesentlichen Nickel bei mindestens
11750C unter Schutzgas gesintert, dabei das Feuerfestoxyd vollständig reduziert sowie mindestens
ein Teil des Magnesiums oxydiert und der Sinterung anschließend warmverformt wird, nach Patentanmeldung
P 22 31 012.9, dadurch gekennzeich net , daß das Pulvergemisch höchstens 0,1% Kohlenstoff
enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß beim Sintern mindestens
des Magnesiums zu Magnesiumoxyd oxydiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kenn zeichnet , daß die Pulvermischung
Aluminiumoxyd enthält.
4«, Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Pulvergemisch 0,01 bis 0,06% Aluminiumoxyd enthält,
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet ,
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daß das Pulvergemisch auf eine Gründichte von mindestens
5,8 g/cmJ verdichtet wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet ,
daß das Sintern unter Wasserstoff erfolgt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
Ms 6, dadurch gekennzeichnet ,
daß die mittlere Teilchengröße des Nickelpulvers höchstens 7 jUm "beträgt.
8. Nach dem Verfahren der Ansprüche 1 bis 7 hergestelltes Knetnickel, gekennzeichnet durch
einen Magnesiumgehalt von 40 bis 70%.
9. Nach dem Verfahren der Ansprüche 1 bis 8 hergestelltes
Knetnickel, bestehend aus 0 bis 0,196 Kohlenstoff, 0,006 bis 0,025% Aluminium, 0,008 bis 0,1% Magnesium
und 0,1 bis 0,25 Vol.-% Sauerstoff im Magnesiumoxyd, Rest Nickel.
409845/0957
Applications Claiming Priority (2)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OHN | Withdrawal |