DE2128639A1 - Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen, die Elemente zur Dispersions- und Ausscheidungsverfestigung enthalten - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen, die Elemente zur Dispersions- und Ausscheidungsverfestigung enthaltenInfo
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Description
Dr. rer. nat. DIETER LOUIS
Dipl.-Phys. CLAUS PÖHLAU
DipL-Ing. FRANZ LOHRENTZ
NÜRNBERG KESSLERPLATZI
Dipl.-Phys. CLAUS PÖHLAU
DipL-Ing. FRANZ LOHRENTZ
NÜRNBERG KESSLERPLATZI
11985 20/11 -
GüRliüN MINI-jS LlMlTEI), Toronto 1, Ontario, Kanada
Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Legierungszusairiinensetzungen,
die Elemente zur Dispersions- und Ausscheidungsverfestigung enthalten
Me Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen, die wärmebeständige
Oxydteilchen in Dispersion und eine Metallkom- · ponente enthalten, die nach Wärmebehandlung und Vergütung
mit Nickel eine y -Phasen-Zwischenmetallverbindung bildet. ;
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Her- ! stellung solcher Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen, ;
die neben einer Dispersion von hitzebeständigen Metalloxydteilchen
auch Aluminium und gegebenenfalls Titan in fester [ Losung enthalten. Diese Zusammensetzungen sind besonders \
geeignet zu einer durch Wärmebehandlung und Vergütung er- i folgenden Ausscheidungsverfestigung oder -härtung, wodurch
man sich gleichzeitig die Vorteile der Wirkmechanismen der Dispersions- und der Ausscheidungsverfestigung zu Nutze
macht.
ORfOJNAL fNSPECTED 109853/1193 .
Die Dispersionsverfestigung mit ultrafeinen hitzebeständigen
Metalloxydteilchen ist eine bekannte Maßnahme zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Nickel und Nickel-Chrom-Legierungen
bei angehobenen Temperaturen von etwa 870 bis 12000C (vgl. die USA-Patentschriften 3 366 515 und 3 454 431).
Strebt man eine Verbesserung der Festigkeit bereits dispersionsverfestigter
Rickel-Chrom-Legierungen in dem mittleren
t Temperaturbereich von etwa 540 bis 870 C an, so erweist sich die Ausscheidungsverfestigung als eine mögliche Maßnahme hierzu.
Die Ausscheidungsverfestigung oder -härtung mit Gamma-Initiatoren (Gamma prime) stellt ebenfalls eine bekannte Maßnahme
zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Metallen in mittleren Temperaturbereichen von 540 bis 870 C
dar. Der sich dabei einstellende Y/irkmechanismus wird dazu ausgenützt, bestimmte Elemente aus der Familie der als Superlegierungen
bekannten Zusammensetzungen zu verfestigen. Allgemein ausgedrückt enthalten diese Zusammensetzungen eine
Nickel-Chrom-Matrix mit darin verteilten metallkombinierten Teilchen Ni^ (Al, Ti). In den meisten Superlegierungen werden
darüberhinaus andere Verfestigungsmeehanismen," wie z.B.
der Einbau von Karbid teilchen in die Matrix, ausgenützt.
Bei der Herstellung ausscheidungs- und dispersionsverfestigter
Nickel-Chrom-Legierungen unter Anwendung der herkömmli-
chen pulvermetallurgischen Verfahren, bei denen die verschiedenen Legierungskomponenten in feinverteilter Pulverform vermischt,
verdichtet und gesintert werden, stellen sich jedoch erhebliche Probleme ein. Bei Anwendung dieser bekannten Techniken
tritt nämlich eine ganz erhebliche Sauerstoffverunreinigung der Metallkomponenten auf, insbesondere dann, wenn
typische aktive sauerstoffaufnehmende Kiemente, wie Chrom
ORIGINAi INSPECTED 109853/1193
und Titan, mit im Spiele sind.
Ein Ergebnis einer derartigen Sauerstoffverunreinigung ist die Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Legierung.
Gewöhnlich wird die Zusammensetzung sorgfältig ausgelegt, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Wird diese Zusammensetzung
jedoch durch eine innere Oxydation einer oder mehrerer der Legierungsbestandteile verändert, dann erhält man die angestrebten
Ausscheidungsverfestigungs-Eigenschaften in dem
geschmiedeten Endprodukt nicht, unabhängig davon, welche Maßnahmen bei der Herstellung und der Y/ärmebehandlung ergriffen
werden. Es ist deshalb einleuchtend, daß die Entstehung von Oxyden "auf ein Minimum herabgesetzt werden muß, wenn
ausscheidungs- und dispersionsverfestigte Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen
hinreichend guter Qualität erzeugt werden sollen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein pulvermetallurgisches
Verfahren zur Herstellung von iMickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen
mit einem Gehalt von gleichmäßig dispergierten hitzebeständigen Metalloxydteilchen sowie
von Aluminium und gegebenenfalls Titan in fester Lösung vorzuschlagen, bei dem die Sauerstoffverunreinigung weitgehend
ausgeschaltet wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine pulverförmige Nickel-Chrom-Legierung mit
gleichmäßig darin dispergierten hitzebeständigen Oxydteilchen einer Teilchengröße von unter einem IViikron und mit einem
den Sauerstoff der Oxydteilchen überschießenden Sauerstoffgehalt von weniger als 1 Gewichtsprozent mit einem zusammengesetzten
Pulver aus nickelüberzogenen Aluminiumteilchen oder einer pulverförmigen Niekel-Aluminium-Legierung gemischt
wird und das Gemisch bei erhöhter Temperatur so lange unter
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Vakuum gesintert wird, bis sein Sauer st off Überschuß v/eniger
als 1000 ppm· beträgt.
Das erste erfindungsgemäße Erfordernis ist somit die Verwendung einer pulverförmigen Nickel-Chrom-Legierung, die, gleichförmig
dispergiert, hitzebeständige Oxydteilchen mit einer Teilchengröße im Submikronbereich enthält und einen sehr niedrigen
SauerstoffÜberschuß aufweist. Zur Herstellung derartiger Nickel-Chrom-Legiefungspulver mit darin enthaltenen hitze-
W beständigen Oxyden ist eine Reihe von Verfahren bekannt geworden. Besonders geeignet ist das in dem belgischen Patent
736 895 beschriebene Verfahren. Die in- diesem Verfahren hergestellten
Pulver weisen eine homogene Nickel-Chrom-Legierungsmatrix auf, sind oxydationsbeständig und können deshalb
ohne kostspielige und mühselige Vorsichtsmaßnahmen gegen einen Kontakt mit Sauerstoff gehandhabt werden. Die Pulver enthalten
lediglich eine geringe Menge an SauerstoffÜberschuß, nämlich
nur etwa 0,6 Gewichts-% oder weniger. Unter "Sauerstoffüberschuß" ist jeder Sauerstoff zu verstehen, der in dem Pulver
in anderer Form als in Verbindung mit den hitzebestä" äi-•
, gen Oxyden enthalten ist.
Die pulverförmige Nickel-Chrom-Legierung mit dem Anteil 'an hitzebeständigen Oxyden wird mit einem aluminium- und bei
. Bedarf einem titanhaltigen Pulver vermischt, dessen Teilchen im wesentlichen in nichtoxydierter Form vorliegen» Das Aluminium
wird in Form eines zusammengesetzten .tfulvers nickelüberzogener
Aluminiumteilchen oder als pulverförmige Nickel-Alumini um- Legierung eingesetzt, während das Titan als Titanhydrid
vorliegt.
Die Pulvermischung wird vorzugsweise in Form eines verdichteten
Barrens unter Vakuum erhitzt, um den Sauerstoffüber-
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schuß auf weniger als 1000, vorzugsweise auf weniger als
500 ppm (Teilchen je Million) abzusenken. Gleichzeitig geht das Aluminium - und das Titan, falls vorhanden - in feste
Lösung in der Nickel-Chrom-Hegierung. Die .erhaltene Zusammensetzung
ist zur Herstellung geschmiedeter dispersionsverfestigter Nickel-Chrom-Legierungen und daraus gestalteten
Formen geeignet, die zur Erzielung einer Ausscheidungsverfestigung wärmebehandelt und vergütet werden können.
In der vorstehend erläuterten Verfahrensweise sind drei kritische Aspekte zu beachten. Erstens muß der Chromgehalt der
Zusammensetzung als weitgehend nichtoxydierbare Nickel-Cl Om-Legierung
vorliegen, bevor sie in Verbindung mit Aluminium und Titan erhitzt wird, so daß möglichst wenig Sauerstoff
zur Verfugung steht, den diese letzteren Metalle während der Wärmebehandlung einfangen können. Aluminium und Titan bilden
nämlich bereitwillig stabile Oxyde, die nur unter schwierigen und teueren Maßnahmen reduziert werden können. In dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird jedoch die Bildung dieser Oxyde in merklichem Ausmaß verhindert und es kommt somit
die Notv/endigkeit zu deren anschließender Reduktion in Y/egfall.
Zweitens müssen die Aluminium- und Titankomponente selbst in weitgehend nichtoxydierter Form vorliegen. Damit
v/ird der Umfang der im letzten Verfahrens schritt notwendigen
Oxydreduktion weiter herabgesetzt. Unter diesen Umständen lassen sich relativ billige Oxydentfernungstechniken, wie
z.B. das Vakuumsintern, zur Entfernung des restlichen Sauerstoffüberschusses
einsetzen. Als drittes muß der Sauerstoffüberschuß in dem unter Vakuum behandelten Endprodukt unter
1000 ppm liegen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich eine große Mannigfaltigkeit von Superlegierungszusammensetzungen mit
109853/1193 .
- O —
einem Gehalt von Nickel, Chrom, Aluminium und Titan herstellen. Im allgemeinen wird Thoriumoxyd als Dispersionsverf
estigungs- oder Dispersoidphase auf Grund seiner hohen Temperaturbeständigkeit und seiner leichten Beschaffung
■bevorzugt. Jedoch erweisen sich auch andere bekannte hitzebeständige Oxyde als Dispersionsverfestigungsmittel geeignet,
wie z.B. Yttrium-, Zirkon-, Aluminium- und Magnesiumoxyd und andere,anstelle von Thoriumoxyd als geeignet. Zusätzlich
kann bei Bedarf das Ti fan weggelassen werden.
Bevorzugtes Ausgangsinaterial ist eine pulverförmige Nickel-Chrom-Legierung,
die nach dem Verfahren der belgischen Patentschrift 736 895 hergestellt worden ist. In kurzen Zügen
erläutert, wird gemäß diesem Verfahren hitzebeständiges Nickeloxydpulver, vorzugsweise hergestellt durch das Verfahren
gemäß der USA-Patentschrift 3 469 967, mit im Handel erhältlichem Chrompulver vermischt. Das Chrompulver ist vorzugsweise
fein, mit einer Partikelgröße von 1 bis 10 Mikron oder darunter, um eine rasche Homogenisierung des Nickels
und des Chroms hervorzurufen. Wenn die Partikelgröße der Chromteilchen unter 1 Mikron liegt, dann setzt sich ein relativ
großer Anteil des Oxyds an diese an und wird mit in die Legierung eingeschleppt. Ist sie jedoch größer als etwa
10 iiikron, so gestaltet sich die Homogenisierung der Nickel-Chrom-Legierung
schwierig. Die in Pulverform vorliegenden Nickel- und hitzebeständigen Oxydteilchen sowie das Chrompulver
werden vorzugsweise in Form einer Aufschlämmung in Wasser und anschließendes Mahlen und Mischen in einem Attritor
oder einer Kugelmühle vermischt. Das Mahlen im Attritor wird auf Grund der Wirksamkeit des Mahlvorganges bei gleichzeitiger Erzeugung einer gleichmäßigen Verteilung der hitzebeständigen
Oxyd- und der Chromteilchen in der zuletzt erhaltenen Pulvermisohung bevorzugt. Die im Attritor gemahlene
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Fischung des aus Nickel- und hit ζ el) e ständigen Oxydteilchen
bestehenden Pulvers und des Chrompulvers wird als nächstes in reinem strömendem Wasserstoff wärmebehandelt, um Bie zu
entoxydieren und gleichzeitig das Nickel und das Chrom zu legieren. Dies erfolgt durch Aufheizen der Mischung auf eine!
Temperatur von 980 bis 1200°C, vorzugsweise auf etwa 11200C,
mit einer Temperatursteigerungsrate von etwa 1100C je Stunde1.
Anschließend wird die Mischung bei der angehobenen Temperatur für eine längere Zeitdauer, etwa 20 bis 60. Stunden, ziehen
gelassen. Das. erhaltene Pulver besteht aus Nickel-Chrom-Ie- ,
gierungsteilchen mit mechanisch untrennbar darin verteilten : hitzebeständigen Oxydteilchen, z.B. Thoriumoxyd. Das Pulver
hat einen sehr geringen SauerstoffÜberschußgehalt, gewöhnlich
unter 1 Gewichts-%. Darüberhinaus befindet es sich in hoch«- ;
oxydationsbeständiger Porm.» was Gewähr dafür gibt, daß es
in den darauffolgenden erfindungsgemäßen Verfahrensschritten
ohne das Risiko einer erneuten Oxydation gehandhabt werden kann.
Erfindungsgemäß wird das Pulver aus Nickel-Chrom-Legierungs-
und hitzebeständigen Oxyd-Teilchen mit Aluminium- oder Aluminium- und Titan-Teilchen vermischt. Diese die Ausscheidungsverfestigung
bewirkenden Elemente müssen weitgehend oxydfrei in oxydationsbeständiger Form-vorliegen. Vorzugsweise
wird das Aluminium in Form eines zusammengesetzten Niekel-Aluminium-Pulvers zugesetzt, das durch das hydrometallurgische
Verfahren gemäß der USA-Patentschrift 2 853 403 hergestellt ist. Pulver dieser Art, deren Teilchen einen von
einer gleichmäßigen dünnen Kickelschicht überzogenen Aluminiumkern
aufweisen, haben einen sehr niedrigen Sauerstoffgehalt und können in anschließenden Verfahrensschritten ohne
die Gefahr der Entstehung stabiler Aluminiumoxyde gehandniabt
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werden. Diese Pulver sind in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Nickel-Aluminium-Verhältnissen im Handel
erhältlich'. Ein bevorzugtes Pulver enthält 60 bis 70 Gewichts-
°/a Hickel und 30 bis 40 Gewichts-?» Aluminium und weist eine
mittlere Partikelgröße von unter etwa 100 Mikron auf.
Das Aluminium kann' aber auch in -Form einer pulverförmigen
Nickel-Aluminium-Legierung vorliegen, die im Handel erhält- · lieh ist. Wenn zusammen mit dem Aluminium Titan zugefügt
w wird, kann dies ebenfalls in Gestalt eines Zusammengesetz-.
ten, niekelüberzogenen Pulvers erfolgen, das in Übereinstimmung mit der Lehre der USA-Patentschrift 2 853 403 erzeugt
worden ist. Es kann aber auch eine pulverförmige Nickel-Titan-Legierung
verwendet werden. Aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen wird Titanhydrid als Titangrundlage vorgezogen.
Die Pulverkomponenten werden vorzugsweise gemischt und dann zu einem Barren mit einer Dichte von 6ü bis 70 fo verdichtet.
Der Barren wird vakuumgesintert, um seinen Sauerstoffüber-• ' , schuß auf weniger als 1 000 ppm abzusenken und um ein Pro-
^ dukt zu erzeugen, das fest genug ist, um in darauffolgenden Herstellungs- und/oder Wärmebehandlungsvorgängen gehandhabt
werden'zu können. Gemäß einer bevorzugten Verfahrensweise ,wird der Barren so vakuumgesintert, daß seine Temperatur
auf 1093 bis 12000C, vorzugsweise auf 1120°C, angehoben
—5
wird, während gleichzeitig ein Druck von 5x10 torr im
Sinterofen aufrechterhalten wird.
Das Endprodukt nach dem Vakuumsintern kann zu einem vollverdichteten
Schmiede- oder Knetprodukt verarbeitet werden, wobei Verarbeitungsmethpden ausgeführt werden, wie sie 2.B.
.- 10 98 B3 / Ί 1 9 3
in der USA-Patentschrift 3 366 515 beschrieben sind. Anschließend wird das Produkt dann lösungsbehandelt und in
Übereinstimmung mit in der Technik der Ausscheidungshärtung bekannten Verfahren vergütet.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Beispiele näher erläutert. In den Beispielen fanden folgende Pulverkomponenten
Anwendung: '
1. Ein Nickel-Chrom-Legierungs/Thoriumoxyd-Pulver, das gemäß
dem Verfahren nach der belgischen Patentschrift ; 736 895 hergestellt worden ist. Dieses Pulver enthielt
(in Gewichts-?^) Nickel 78,1, Chrom .19,7 und Thoriumoxyd
2,2. Die Schüttdichte betrug 1,9 g/cm , der lischer-Index 8,2 und der SauerstoffÜberschuß weniger als 100 ppm.
2. Zusammengesetztes Nickel-Aluminiumpulver, hergestellt ge-'mäß
dem Verfahren nach der USA-Patentschrift 2 853 403. Das Pulver enthielt 66 Gewichts-^ Nickel und 34 Gewichts-^
Aluminium. Die "Schüttdichte betrug 1,9 g/cm , die mittlere Partikelgröße 60 Mikron und der Sauerstoffgehalt 1,3 /ό.
3. Titanhydrid von handelsüblicher Qualität. Die Schüttdichte betrug 5,1
gehalt 0,6
4. Nickel-Aluminium-Legierungspulver von handelsüblicher
Qualität. Die Schüttdichte betrug 1, Index 6,2, der Sauerstoffgehalt 0,8
betrug 5,1 g/cm , der Pischer-Index 1,1, der Sauerstoff-
Qualität. Die Schüttdichte betrug 1,5 g/cm , der Pischer-
ORIQINAl INSPECTED
481 £ eines liickel-Chrom-legierungs/Thoriurnoxyd-Pulvers,
13 £ deo Till-Pulvers und 18,5 g des zusammenge setzt en Nickel-/iluininium-Pulvoru
wurdon trocken in einem Ilochgefichwindigkoitii.'ijj
v.cAif.r vi or Mi. nut on lan ^ vermischt. Die
v/uxde in 30 g schwere Barren in einer doppelt wirkenden ϊ rrapresse
mit einem Preßdruck von 5,1 to/cm verdichtet. Die verdichteten Barren hatten die Abmessungen 6,1 cm χ 3,2 cm χ
0,25 cm. Sie wurden durch Erhitzen auf eine Temperatur von
1124 C während einer Zeitdauer von 12 Stunden bei einem Vakuum
von 50 torr während der Aufheizung gesintert. Die Barren wurden auf dieser Temperatur von 1124 C 15 Stunden lang gehalten
und während dieser Zeit das'Vakuum im System auf we-
—5
niger als 10 torr abgesenkt. Nach dem Sintern hatten die
Barren noch einen Sauerstoffüberschuß von 400 ppm. Sie wurden zu Streifen von 0,5 mm Dicke durch folgendes Verfahren
verarbeitet:
durch Kaltwalzen des gesinterten Barrens wurde zuerst eine 35 /oige Dickenverringerung erzielt. Anschließend wurde das
ψ Produkt auf eine Temperatur von 1232 C unter reinem Wasserstoff
aufgeheizt, daraufhin eine weitere 70 $ige Dickenverringerung
durch Warmwalzen und schließlich ein Glühvorgang bei einer Temperatur von 1260 C und während 1 Stunde in reinem
V/asserstoff vorgenommen. Die Pestigkeitseigenschaften
des geglühten Streifens bei einer Temperatur von 650 C waren
2 2
folgende: Streckgrenze 55 kp/mm ; Bruchfestigkeit 55 kp/mm
und Dehnung 0,2 %. Der angelassene Streifen wurde wärmebehandelt,
um die Ausscheidung der Zwischenmetallverbindung Ni- (Al, Ti) durch folgende Prozedur zu bewirken:
Löoungsbehandlung während einer Zeitdauer von 70 Stunden
"bei einer Temperatur von 1204°C in reinem Wasserstoff (die
aufgewendete Zeit war die Minimaldauer, um die Härte des Streifens im abgeschreckten Zustand auf ihren Minimalwert
von H45T 60 von ihrem /Werf im ursprünglichen Herstellungszustand
von R45T 73 abzusenken), Abschrecken in bewegtem Wasser und anschließend Vergüten, während einer Zeitdauer
von 48 Stunden bei einer Temperatur von 704 C in reinem \iasserstoff, um die Ausscheidung au bewirken. Die aufgewendete
Zeit war wieder die Minimaldauer, um die Härte auf ihren Maximalwert von R45T 82 anzuheben.
Das erzielte Endprodukt hatte folgende Eigenschaften: Eine Dispersion feiner Thoriumoxyd-Partikel mit einer Größe
von 0,02 bis 0,1 Mikron, eine Dispersion von Partikeln der Zwischenmetallverbindung Ni* (Al, Ti), aus einer Oberflächenabbildung
im Elektronenmikroskop mit einer Größe von weniger als 0,01 bis 0,2 Mikron gemessen (die Gegenwart der Zwischenmetallverbindung
war aus der Elektronenstrahleugungsanalyse von Ni.,Al zu folgern), eine MikroStruktur mit grobgleichachsigen
feinen Körnern,deren Korngröße angenähert 5 bis 10 Mikron betrug und die nachfolgend tabellierten mechanischen
Kurzzeiteigenschaften:
| Test- | Streckgrenze | Bruchfe | stigkeit | Dehnung |
| 'iemperatur | (kp/mn ) | (kp/mm | ) | |
| KT | nicht bestimmt | • 1 | 00 | 2 |
| 65O°C | 57,5 | 66 | 2 | |
| 8700C | 13,4 | 15 | 5 | |
| 10930C | 4,4 | 5 | 7 |
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Zum Ve-rgleich werden nachfolgend die Festigkeitseigenschaften
einer herkömmlichen Ni/Cr/1,3 Al/2,5 Ti-Legierung (Nimonic
80 A), entsprechend dem ASM Metall-Handbuch angegeben
| Test- | Streckgrenze | Briichffi | 1 | stigkeit |
| 'femperatur | (kp/mm ) | (kp/mm | ) | |
| RT ' | ■l 60 |
05 | ||
| 65O0C - | 56 ' . | 77 | ||
| 8700C | 21 | 24 | ||
| 1O93°C | — | 2,8 |
Dehnung
40 20 25
In diesem Ausführungsbeispiel war die Verfahrensweise dieselbe wie in dem Beispiel I, jedoch mit der Ausnahme, daß
11,2 g des Nickel-Aluminium-Legierungspulvers in der Pulvermischung anstelle"des zusammengesetzten Nickel-Aluminium-Tulvers
verwendet wurden und die gesinterten Barren einen Bauerstoffüberschu'ß von 900 ppm aufwiesen. Das Endprodukt
hatte folgende Eigenschaften:
Die MikroStruktur war ähnlich derjenigen in Beispiel I und die Kurzzeitfestigkeitseigenschaften folgende:
| Test- | Streckgrenze | Bruchfe stigkeit | Dehnung |
| Temperatur | (kp/n;m ) | (kp/mm ) | C- ^ 2 ir). |
| HT | nicht bestimmt | 100 | 4 |
| 650 | 53 | 62 | 2 |
| 870 | 13 | 13,5 | 8 |
| 1093 | 4,5 | 5,3 | 9 |
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2128633
In anderen Versuchen, in denen im wesentlichen die gleichen Verfahrensweisen wie in den vorstehend erläuterten Beispielen
I und il eingehalten wurden, bei denen jedoch der Vakuumsintervorgang
abgebrochen wurde, bevor der SauerstoffÜberschuß in dem gesinterten .Barren auf einen Wert von 1000 ppm
oder darunter abgesenkt worden war, ergab sich keine wirksame Ausscheidung von Ni, (Al, Ti) während der Wärmebehandlungsschritte.
In weiteren Versuchen, in. denen Aluminiumpulver anstelle des zusammengesetzten Nickel-Aluminium-Pulvers
oder der pulverförmigen Nickel-Aluminium-Legierung eingesetzt wurde, konnte der SauerstoffÜberschuß selbst nach verlängertem
Vakuumsintern nicht auf weniger als 1000 ppm abgesenkt werden und es ergab sich wieder keine wirksame Ausscheidung
von Ni,(Al, Ti) während der anschließenden WärmebehandlungBvorgänge
dieses Werkstoffes.
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Claims (6)
1. Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Iegierungszusainmensetzungen,
die hitzebeständige Oxydteilchen in Dispersion und eine Metallkomponente enthalten, die nach
Wärmebehandlung und Vergütung mit Nickel eine r -phasen-Zwischenmetallverbindung
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß eine pulverförmige Nickel-Chrom-Iegierung mit gleichmäßig
darin dispergierten hitzebeatändigen Oxydteilchen einer Teilchengröße von unter 1 Mikron und mit einem
den Sauerstoff der Oxydteilchen überschießenden Sauerstoffgehalt von weniger als 1 Gewichts-^ mit einem zusammengesetzten
Pulver aus nickelüberzogenen Aluminiumteilchen oder einer pulverförmigen Nickel-Aluminium-Legierung
gemischt wird und das Gemisch bei erhöhter Temperatur solange unter Vakuum gesintert wird, bis sein
SauerstoffÜberschuß weniger als 1000 ppm beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die pulverförmige Nickel-Chrom-Legierung zusätzlich mit * feinverteiltem Titanhydrid vermischt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vakuumsintern solange durchgeführt wird, bis der
Sauerstoffüberschuß auf weniger als 500 ppm abgesenkt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vakuumsintern in einem T
bis 1204°0 durchgeführt wird
bis 1204°0 durchgeführt wird
das Vakuumsintern in einem Temperaturbereich von 1093
OFUGiNAt INSPECiED
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5. Verfahren nach.Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das nach dem Vakuumsintern erhaltene Produkt durch mechanische Bearbeitung zu einem völlig dichten Schmiedekörper
verfestigt und anschließend wärmebehandelt und zur Ausscheidung einer ersten Gamma-Phase vergütet wird,
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Vakuumsintern ernhaltene Produkt zuerst
wärmebehandelt und zur Ausscheidung einer ersten Gamma-Phase vergütet wird und anschließend durch mechanische
Bearbeitung zu einem völlig dichten Schmiedeprodukt verfestigt wird.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US4852870A | 1970-06-22 | 1970-06-22 |
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|---|---|
| DE2128639A1 true DE2128639A1 (de) | 1971-12-30 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19712128639 Pending DE2128639A1 (de) | 1970-06-22 | 1971-06-09 | Verfahren zur Erzeugung von Nickel-Chrom-Legierungszusammensetzungen, die Elemente zur Dispersions- und Ausscheidungsverfestigung enthalten |
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| WO1999040231A1 (en) * | 1998-02-04 | 1999-08-12 | Sandvik Ab; (Publ) | Dispersion hardening alloy and method for the production of the alloy |
| US6231807B1 (en) | 1998-02-04 | 2001-05-15 | Sandvik Ab | Dispersion hardening alloy and method for the production of the alloy |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB1342134A (en) | 1973-12-25 |
| FR2095826A5 (de) | 1972-02-11 |
| CA926659A (en) | 1973-05-22 |
| US3695868A (en) | 1972-10-03 |
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