DE2406013A1 - Truebungsmesser - Google Patents
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Description
Patentanwälte „ . . , - 7. Feb. ""■ v
51 Aachen, den
DIPL.-ING. BRUNO SCHMETZ Augustastraße 14-16 · Tel. (0241) 508051
DIPL-ING. WERNER KÖNIG
240S013
CONTINENTAL DISTRIBUTORS', INC., Las Vegas, Nevada, USA
Beschreibung zu Patentanmeldung
Trübungsmesser
Trübungsmesser
Die Erfindung betrifft einen Trübungsmesser mit einer Untersuchungskammer
zur Aufnahme einer Probe, einer einen Lichtstrahl durch die in der Untersuchungskammer befindliche Probe sendenden
Lichtquelle und mit Licht aus der Untersuchungskammer empfangenden Detektoreinrichtungen, die für das empfangene Licht
representative Signale abgeben.
Derartige Trübungsmesser der bisher bekannten Art sind fotometrische
Instrumente zum Messen der Lichtmenge, welche durch Fremdkörper in einer Flüssigkeitspobe gestreut wird, durch welche
ein Lichtstrahl hindurchgeführt wird. Insbesondere sind hier sogenannte Nephelometer betroffen, wie sie beispielsweise zur
Bestimmung der Triglyzeride im Blutserum benutzt werden.
Bei den bisher bekannten Trübungsmessern oder Nephelometern sind Lichtdetektoren in entsprechenden Durchgängen rjigeordnet,
welche sich unmittelbar an eine Untersuchungskammer anschließen, die in einem Standardglasröhrchen enthaltene Flüssigkeitsproben
aufnimmt. Ein in /,ängsrichtung durch dieses Röhrchen hindurchgeleiteter
Lichtstrahl wird durch besondere Stoffe in der Flüssigkeit unterbrochen und quer zu seiner Richtung gestreut, wobei
der normal, d.h. unter 90° zu der Längsachse, des Lichtstrahls
verlaufende Teil des gestreuten Lichts von den Detektoren aufgefangen
wird; Notwendigerweise entspricht das von den Detektoren empfangene Licht der Lichtmenge, welche direkt in die Durchgän-.
ge gestreut worden ist, d.h. nur einem kleinen Teil des Lichts,
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das tatsächlich unterbrochen und gestreut wurde. Aufgrund des geringen Anteils des gestreuten Lichts, das die Detektoren jeweils
erreicht, ist es erforderlich, einen sehr hellen Lichtstrahl zu benutzen um sicherzustellen, daß ein representative!*-
Anteil des Lichts die Detektoren erreicht. Ein sehr heller Lichtstrahl erfordert eine sehr helle Lichtquelle, welche eine unerwünscht
hohe Wärmemenge erzeugt. Dies wiederum führt zum Aufheizen der Probe»wodurch Konvektionsströmungen in der Flüssigkeit
erzeugt werden. Auf diese Weise wird die Genauigkeit der durchgeführten Messungen beträchtlich beeinflußt. Wenn, wie das
vielfach der Fall ist, der die Probe enthaltende Behälter Flekken oder Fehlstellen auf seiner Oberfläche aufweist und wenn
ein solcher Fleck oder eine solche Fehlstelle unmittelbar vor dem Durchgang liegt, dann wird ebenfalls die Messung nachteilig
beeinflußt. Darüberhinaus ergeben die derzeit in Verbindung mit den Detektoren benutzten elektrischen Schaltungen nichtlineare
Anzeigen des von den Detektoren aufgenommenen Lichts, so daß die Bedienungsperson die Instrumentenablesung mittels verschiedener
Diagramme und Tabellen umformen muß bevor die Meßergebnisse ausgewertet werden können.
Die Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen einfach aufgebauten Trübungsmesser zu schaffen, der bei
einer Lichtquelle mit relativ geringer Leistung eine genaue Ablesung der jeweiligen Trübung gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Trübungsmesser
eine sich in die Untersuchungskammer öffnende Lichtsammelkammer aufweist, aus der das Licht zu den Detektoreinrichtungen
gelangt, daß ferner Mittel zum Reflektieren und Streuen des aus der Untersuchungskammer empfangenen Lichts innerhalb
der Lichtsammeikammer angeordnet sind und daß eine elektrische Schaltung zum Umwandeln der Signale der lichtempfangenden Detektoreinrichtungen
in ablesbare elektrische Signale vorgesehen ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung, die Gegenstand der Unteransprüche sind, ergeben sich aus dem nachfolgenden Teil der Beschreibung,
in dem die Erfindung beispielsweise erläutert ist. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Trübungsmessers,
Fig. 2 einen senkrechten Teilschnitt nach der Linie 2-2
in Fig. T, welcher eine Untersuchungskammer, ein
darin einsetzbares, die Probe enthaltendes Teströhrchen sowie eine sich in die Untersuchungskammer
öffnende Lichtsammeikammer aufweist,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt nach der Linie 3-3
in Fig. 2,
Fig. 4 einen vertikalen Axialschnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 3 und
Fig. 5 ein Blockschaltbild der elektronischen Einrichtung.
In der dargestellten Ausführungsform·ist das erfindungsgemäße
fotometrische Instrument ein Trübungsmesser, der ein Schutzgehäuse 8 aufweist, welches mit einer Schalttafel 9 für die in
dem Gehäuse befindlichen Bauteile versehen ist. Mit einem auf der Schalttafel 9 vorgesehenen Schaltknopf 10 kann der das Gerät
speisende elektrische Strom ein- oder ausgeschaltet werden. Knöpfe 11, 12 und 13 dienen zur Steuerung verschiedener Teile
der elektrischen Einrichtung. Ein Meßgerät 14 ergibt eine Meßanzeige.
Es ist ferner ein Deckel 15 auf der Oberseite des Schutzgehäuses 8 vorgesehen, der geöffnet werden kann, um das
Innere des Schutzgehäuses 8 zugänglich zu machen.
Wie Fig. 2 zeigt, ist der Deckel 15 bei 15a scharnierartig angelenkt,
so daß er zurückgeschwenkt werden kann, um ein übliches transparentes Teströhrchen 16 aus Glas in eine Untersu-
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chungskammer 17 einzusetzen. Die Untersuchungskammer 17 führt durch eine horizontale Trennwand 18 des Schutzgehäuses 8 hindurch.
Es sind darüberhinaus noch Wandelemente 19, 20 21 und vorgesehen, welche die vorzugsweise zylindrisch ausgebildete
Untersuchungskammer 17 und eine ringförmige Aussparung 23 bilden, welche die Untersuchungskammer 17 umgibt und als eine
Lichtsammelkammer in diese übergeht.
Eine Glühbirne 24, welche in eine elektrische Fassung 25 eingesetzt
ist, sendet einen Lichtstrahl durch eine Öffnung 26 in dem ansonsten geschlossenen Boden des Wandelements 22 nach oben
in die Untersuchungskammer 17 sowie in Längsrichtung durch diese hindurch. Wenn das eine Probe enthaltende Teströhrchen 16
in die Untersuchungskammer 17 eingesetzt ist, dann tritt der Lichtstrahl, welcher in den Zeichnungen durch die Pfeile 27 veranschaulicht
ist, durch die flüssige Probe 16a hindurch, die sich in dem Teströhrchen 16 befindet und wird, wenn bestimmte
Feststoffe eines geeigneten Typs in der Flüssigkeit enthalten sind, quer in einem Winkel von etwa 90 gegenüber der Längsachse
des Strahls gemäß den Pfeilen 28 (Fig. 2, 3) gestreut»
Die Wandelemente 19, 20 und 22 sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt, z.B. Polyäthylen, während das Wandelement 21 vorteilhafterweise
aus Aluminium-Stangenmaterial durch Bearbeitung hergestellt ist, so daß die ringförmige Aussparung 23, welche als
Lichtsammelkammer wirkt, entsteht, wobei lichtreflektierende und -streuende -^inricirtungen in Form der Wandfläche 21a vorgesehen
sind (Fig. 4).
Ein 0-Ring 29 in dem Wandelement 22 verhindert, daß Licht an
der Außenseite des eingesetzten Teströhrchens 16 vorbei in die Untersuchungskammer 17 eindringen kann. Der Deckel 15 wird geschlossen
nachdem die Probe in die Untersuchungskammer 17 eingebracht ist, so daß kein Licht von außen in die Untersuchungskammer
17 eindringen kann.
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Um der ringförmigen Aussparung 23 die Wirkung einer Lichtsammeikammer
zu geben, hat die innere Umfangsflache 21a des Wandelements
21, welche die Aussparung 23 begrenzt und der Untersuchungskammer 17 zugewandt ist, eine lichtstreuende und reflektierende
Beschaffenheit. Wenn das Wandelement 21 in der bereits beschriebenen Weise aus Aluminium hergestellt wird, dann
wird eine für die Funktion der Umfangsflache 21a geeignete Beschaffenheit
dieser Fläche durch die Bearbeitung selbst erreicht, die zu einer Reihe von dicht benachbarten winzigen Rillen führt,
welche sich in Umfangsrichtung über diese Fläche erstrecken. Diese bearbeitete Fläche wird unpoliert belassen und ist dennoch
reflektierend. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel (Fig. 2, 3) sind zwei Durchbrüche 30 in dem Wandelement 21 vorgesehen,
um das von der lichtsammelnden Aussparung 23 eingefangene Licht aufzunehmen. In den Durchbrüchen 30 ist je ein Fotodetektor
31 angeordnet.
Bei der Benutzung des Geräts wird ein eine Probe 16a enthaltendes
Teströhrchen 16 in die Untersuchungskammer 17 eingesetzt. Die Glühbirne 24 sendet einen Lichtstrahl 27 in Längsrichtung
durch das Teströhrchen 16 und durch die darin enthaltene flüssige Probe. Besondere Stoffe in der Probe fangen einen Teil des
Lichtstrahls 27 auf und streuen dieses Licht quer dazu in Richtung der Pfeile 28 in die lichtsammelnde Aussparung 23. Ein Teil
dieses Lichts wird unmittelbar in die Durchbrüche 30 eintreten und auf die Fotodetektoren 31 treffen. Der größte Teil dieses
Lichts wird aber auf die Umfangswand 21a auftreffen und diffus
reflektiert werden. Das reflektierte Licht wird in der Aussparung 23 hin und her geworfen werden, wobei es aufgrund der Tatsache,
daß die Umfangsflache 21a mehr reflektierend als absorbierend
wirkt, nur geringfügig in seiner Intensität reduziert wird und schließlich die Durchbrüche 30 erreichen und auf die
Fotodetektoren 31 treffen. Da das Licht jedes Mal, wenn es auf die Umfangswand 21a trifft, reflektiert und gestreut wird,
dient die Aussparung 23 zum Sammeln des Lichts und zu seiner im wesentlichen gleichförmigen Verteilung. Da, wie bereits ausge-
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führt, das Licht ständig reflektiert wird, bis es schließlich die TjOtodetektoren 31 erreicht, entspricht die empfangene Lichtmenge
im wesentlichen der gesamten Lichtmenge, welche ursprünglich in die Aussparung 23 hineinreflektiert worden ist.
Das Vorhandensein der lichtsammelnden Aussparung 23 bringt Vorteile
gegenüber den bisher bekannten Instrumenten mit sich, bei denen die zu den Fotodetektoren führenden Durchgänge sich unmittelbar
an den Behälter anschließen, welcher die Probe enthält. Da im wesentlichen das gesamte Licht des neuen Geräts,
welches von einem bestimmten Stoff in dem von der lichtsammelnden Aussparung 23 umfaßten Bereich gestreut wird, die Fotodetektoren
31 erreicht, während im Gegensatz dazu bei. den bisher
gekannten Geräten nur eine relativ kleine Lichtmenge direkt in die Fotodetektoren reflektiert wird, kann erfindungsgemäß eine
viel weniger intensive Lichtquelle benutzt werden. Dadurch werden ein Aufheizen der Probe sowie die damit zusammenhängenden
Schwierigkeiten ausgeschaltet. Bei den bisher bekannten Geräten verursachen Flecken oder Fehler in dem die Probe enthaltenden
Behälter ungenaue Meßanzeigen. Starke Schwankungen der Meßablesungen werden daher bei Drehung des Probenbehälters in der
Untersuchungskammer 17 festgestellt, wie dies normalerweise bei der Benutzung eines Trübungsmessers getan wird, um zu einer
Minimum- oder zu einer Maximumanzeige zu gelangen, je nach den
jeweiligen Betriebsvorschriften. Bei den Geräten gemäß der Erfindung werden diese Schwankungen um den Faktor 10 reduziert.
Es ist beim ständigen Gebrauch derartiger Geräte wünschenswert, zwischen den einzelnen Benutzungshandlungen das Gerät eingeschaltet
zu lassen, oder, wenn das Gerät ausgeschaltet werden muß, eine lange Vorwärmzeit zu ermöglichen. Dies liegt daran, daß die
Lichtquelle stabil sein muß, um eine exakte Messung des Streulichts
zu erhalten.
Die elektrische Schaltung des erfindungsgemäßen Geräts ist so
ausgebildet, daß das Gerät für lange Zeit eingeschaltet bleiben
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kann, ohne daß dadurch die Lebensdauer der Lichtquelle übermäßig verkürzt wird. Um die geforderte Stabilität einer solchen
Lichtquelle zu erhalten und gleichzeitig ihre Lebensdauer zu velängern, ist die elektrische Schaltung so ausgebildet, daß
an der Lichtquelle bei Nichtbenutzung des Geräts eine geringe Spannung anliegt. Dies hält den Glühfaden nahe der Arbeitstemperatur,
ist aber nicht geeignet, diesen Faden durchzubrennen, wie das im normalen Betrieb geschehen kann. Ein elektrischer
zweipoliger Druckknopfschalter 32, der normalerweise von einer Feder in seine "Aus"-Stellung -gedrückt wird, ist in der Untersuchungskammer
17 derart angeordnet, daß er in seine "Ein"-Stellung
gebracht wird, wenn ein Teströhrchen 16 in die Untersuchungskammer
17 eingebracht wird. Auf diese Weise wird selbsttätig die Glühbirne 24 auf ihre volle Arbeitshelligkeit gebracht. Die
Glühbirne 24 stabilisiert sich fast augenblicklich, da sie bei einer niedrigen Arbeitsspannung eingeschaltet war. Darüberhinaus
wird die Lebensdauer der Glühbirne beträchtlich gegenüber der Lebensdauer bei den bisher bekannten Geräten der einschlägigen
Art verlängert.
Vorzugsweise wird eine Silizium-Fotodiode als Fotodetektor 31
benutzt. Es können jedoch alle beliebigen lichtempfindlichen Detektoren
mit einer geeigneten elektrischen Schaltung verwendet werden. Der Vorteil der Silizium-Fotodiode besteht aber darin,
daß ihr Ausgang unmittelbar und linear proportional zu dem empfangenen Licht ist. Die meisten anderen Typen von lichtempfindlichen
Detektoren, wie z.B. die lichtempfindlichen Detektoren der bisher bekannten Instrumente, sind nicht linear proportional
dem empfangenen Licht und machen es daher erforderlich, daß die Ergebnisse aufgrund dieser Nichtlinearität korrigiert werden,
bevor sie eine brauchbare Information darstellen.
In dem Blockschaltbild in Fig. 5 ist eine elektrische Schaltung abgebildet, welche Silizium-Fotodioden benutzt. Wechselstrom
von 110 V ist an den Netzanschluß angelegt, wo er in einen Gleichstrom von 10 V umgeformt wird mit den angegebenen positiven
und negativen Ausgängen. Diese reduzierte Gleichstromspannung wird weiter reduziert und genau eingestellt auf plus und
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minus 5 V durch zwei Spannungsregler, von denen der eine mit einer Stromableitvorrichtung verbunden ist. Eine einstellbare
Präzisionsspannungsquelle wird mit der Energie von dem Spannungsregler
versorgt und ist auch mit der Präzisionsstromableitvorrichtung verbunden. Eine veränderbare Spannung von der einstellbaren
Präzisionsspannungsquelle bestimmt die Strommenge, welche durch die Stromableitvorrichtung geführt wird, die einen konstanten
vorgewählten Strom einem Treiber zuführt, der wiederum eine Stromverstärkung zum Einschalten der Glühbirne bereitstellt.
Dieser Treiber führt einen konstanten Strom an die elektrische Fassung 25 der Glühbirne 24. Ein konstanter Strom ist notwendig
um das Licht dieser Glühbirne auf einem konstanten und stabilen Niveau zu halten.
Wenn sich in der Untersuchungskammer 17 ein Teströhrchen 16 befindet,
welches den Druckknopfschalter 32 in seiner "Ein"-Stellung hält, um eine direkte Verbindung zwischen dem Treiber und
der Fassung 25 herzustellen, dann ist die Glühbirne 24 voll auf ihr normales Arbeitsniveau geschaltet. Ein Widerstand R 1, der
in Reihe zwischen dem Treiber und der Fassung 23 liegt, redu- * ziert die durch die Fassung 25 fließende Leistung, wenn kein
Teströhrchen 16 in die Untersuchungskammer 17 eingesetzt ist und keine Messung durchgeführt wird. Dadurch wird ein kontinuierlicher
Leistungsfluß durch die Fassung 25 aufrechterhalten, der aber ein geringeres Niveau hat als das normale Arbeitsniveau, so
daß die Glühbirne 24, zwar bei einem gegenüber dem Arbeitsniveau reduzierten Niveau, eingeschaltet bleibt. Damit wird die Glühbirne
24 bereitgehalten für ein stabiles Arbeiten ohne die übliche Aufwärmzeit, wobei gleichzeitig die normale Lebensdauer erheblich
verlängert wird.
Der Spannungsregler, der den Treiber mit Energie versorgt, speist auch die Fotodetektoren 31, bei denen es sich, wie bereits ausgeführt,
um ein Paar von Silizium-Fotodioden handelt. Diese Dioden erlauben den Durchtritt von Strömen, welche in ihrem Wert
der auf die Dioden auftreffenden Lichtmenge proportional sind.
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Die Proportionalität ist dabei linear. Ein einstellbarer Widerstand
R2 ist in einem Hilfsstromkreis für die Detektoren angeordnet, um !Compensationsströme für die Ströme bereitzustellen,
welche dann in den Dioden fließen, wenn von den Dioden kein Licht empfangen wird, sowie für die Ströme, welche durch das
Einsetzen eines zum Zwecke der Eichung eine Probe enthaltenden Teströhrchens in die Untersuchungskammer fließen. In diesem
Falle ist die Testprobe destilliertes Wasser, welche das Nullvine au für eine Null-Ablesung ergibt. Der Widerstand R2 wird
mittels des Knopfes 11 auf der Schalttafel 9 so weit verstellt,
bis die gewünschte Null-Ablesung erreicht ist.
Der zweite Pol des Druckknopfschalters 32 verbindet die Fotodetektoren
31 mit einem Elektrometer, welches den von den Detektoren empfangenen Strom in direkt proportionale Spannung
umwandelt, welche am Meßgerät 14 ablesbar ist. Das Elektrometer
wird von dem anderen Spannungsregler gespeist. Ein einstellbarer Widerstand R3, welcher von dem Knopf 12 auf der Schalttafel
9 gesteuert wird, ist vorgesehen, um die Verstärkung des Elektrometers einzustellen. Auf diese Weise wird der Widerstand R3
so lange verstellt, bis das Meßgerät 14 den richtigen Wert anzeigt, wenn sich eine geeichte Standardprobe in einem in die
Untersuchungskammer 17 eingeführten Teströhrchen 16 befindet. Ein Bereichschalter 33» der drei Stellungen aufweist, ist zwischen
das Elektrometer und das Meßgerät 14 geschaltet und wird von dem Knopf 13 der Schalttafel 9 betätigt. In der Stellung 33a
in Fig. 5 ist das Meßgerät 14 unmittelbar an die Ausgangsspannung des Elektrometers angeschlossen. In der Stellung 33b erfolgt
die Verbindung über einen Widerstand R4, welcher die an dem Meßgerät 14 anliegende Spannung auf die Hälfte des Ausgangs des
Elektrometers herabsetzt. In der Stellung 33c erfolgt die Verbindung über einen Widerstand R5, der die an dem Meßgerät 14
anliegende Spannung auf ein Viertel des Ausgangs des Elektrometers reduziert. Die Widerstandswerte sind dabei aber nur als
Beispiele aufzufassen. Jeder gewünschte Bereich kann vorgesehen vrerden.
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Es sei hier darauf hingewiesen, daß die Anordnung einer Dichtung in Form des O-Rings 29>
welcher das Austreten von Licht an der Außenseite des Teströhrchens verhindert, beträchtlich zur
Linearität der Anzeige beiträgt. In der gleichen Weise wirkt die Eingrenzung der diffus reflektierenden Umfangsflache 21a auf
eine Stelle, an der sie von der Untersuchungskammer 17 unmittelbar Licht empfängt, das etwa unter einem Winkel von 90° zur
Längsachse des Lichtstrahls abgestrahlt wird.
Wegen der Linearität der Ablesung ist es in vielen Fällen möglich,
eine Probe unverdünnt oder in jedem gewünschten Verdünnungsverhältnis innerhalb des Empfindlichkeitsbereichs des Geräts zu benutzen,
beispielsweise bis zu einer Verdünnung von 1 : 400 anstelle der üblichen Verdünnung von 1 : 10 .
Es sei hier noch darauf hingewiesen, daß die lichtreflektierende und -streuende Umfangsflache 21a auf verschiedene Art erzeugt
werden kann, wenngleich die unpolierte bearbeitete Oberfläche, wie bereits beschrieben, vorteilhaft ist, da sie sich von selbst
bei der Bearbeitung und Herstellung des Wandelements 21 ergibt. Die meisten unpolierten von sich, aus reflektierenden Flächen,
welche keine Spektralreflektion ergeben, sind ausreichend, da gewünscht wird, daß das von der Aussparung aufgefangene Licht in
dieser eingefangen wird.
Wenngleich das erfindungsgemäße Gerät hauptsächlich für die Benutzung
auf dem Gebiet der Laboratoriumsmedizin entwickelt wurde, so kann es doch auch für andere Zwecke verwendet werden,
beispielsweise für das Messen der Luft- und Wasserverschmutzung durch bestimmte Stoffe in der Größenordnung von etwa 0,05 bis
1,0 Mikron oder durch den Kohlenwasserstoffgehalt der Auspuffgase
einer Verbrennungskraftmaschine. Im letzteren Fall wird ein bestimmtes Volumen des Auspuffgases durch ein bekanntes Lösungsvolumen
hindurchgeführt, welches ein Lösungsmittel für Kohlenwasserstoff enthält, z.B. Alkalilauge, um auf diese Weise
eine Probe zu gewinnen.
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Claims (11)
- Ansprücher1 Λ Trübungsmesser mit einer Untersuchungskammer zur Aufnahme einer Probe, einer einen Lichtstrahl durch die in der Untersuchungskammer befindliche Probe sendenden Lichtquelle und mit Licht aus der Untersuchungskammer empfangenden Detektoreinrichtungen, die für das empfangene Licht representative Signale abgeben, dadurch gekennzeichnet, daß der Trübungsmesser eine sich in die Untersuchungskammer (17) öffnende Lichtsammelkammer (23) aufweist, aus der das Licht zu den Detektoreinrichtungen (31) gelangt, daß ferner Mittel (21a) zum Reflektieren und Streuen des aus der Untersuchungskammer (17) empfangenen Lichts innerhalb der Lichtsammeikammer (23) angeordnet sind und daß eine elektrische Schaltung zum Umwandeln der Signale der lichtempfangonden Detektoreinrichtungen (31) in ablesbare elektrische Signale vorgesehen ist.
- 2. Trubungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Untersuchungskammer zur Aufnahme eines TestrÖhrchens (16) zylindrisch und die Lichtsammeikammer (23) ringförmig ausgebildet ist, wobei die Lichtsammelkammer die Untersuchungskammer (17) konzentrisch umgibt.
- 3. Trübungsmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Reflektieren und Streuen des von der Lichtsammelkammer (23) empfangenen Lichts zumindest eine Licht diffus reflektierende Fläche (21a) aufweisen.
- 4. Trübungsmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Reflektieren und Streuen des Lichts in der Lichtsammelkammer (23) eine diffus reflektierende Umfangsflache (21q> sind, welche die Lichtsammelkammer (23) auf ihrer rückwärtigen Seite begrenzt und der Untersuchungskammer (17) zugewandt ist.409833/0966
- 5. Trübungsmesser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsflache (21a) von einer unpolierten bearbeiteten Wand aus reflektierendem Material gebildet ist.
- 6. Trübungsmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtsammeikammer mit der Umfangsflache (21a) von einer mit dem zentralen Bereich der Untersuchungskammer (17) kommunizierenden ringförmigen Aussparung (23) eines Wandelements (21) gebildet ist.
- '7. Trübungsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtdichtung (29) in der Untersuchungskammer (17) zwischen der Lichtquelle (24) und der Lichtsammeikammer (23) vorgesehen ist.
- 8. Trübungsmesser nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Untersuchungskammer (17) ein Teströhrchen (16) dicht umschließend aufnimmt und daß die Lichtdichtung ein in das die Untersuchungskammer (17) bildende Wandelement eingesetzter O-Ring (29) ist, der sich an das Teströhrchen (16) anschmiegt.
- 9. Trübungsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektoreinrichtungen (31) von einer oder mehreren Silizium-Fotodioden gebildet sind.
- 10. Trübungsmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (24) elektrisch ge-r speist ist und daß die elektrische Schaltung Einrichtungen (32, R1) zum Herabsetzen der elektrischen Leistung auf einen Wert unter dem normalen Betriebswert aufweist.
- 11. Trübungsmesser nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Herabsetzung der elektrischen Energie einen in der Untersuchungskammer (17) angeordneten, durch Einsetzen eines Teströhrchens (16) in diese betätigten Schalter (32) aufweist.409833/0966
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