DE2461236A1 - Schwenkmotor - Google Patents
SchwenkmotorInfo
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Description
2461236 PATENTANWALT DIPL-PHYS. HEINRICH SEIDS
62 Wiesbaden-Bierstadt · Bierstadter Höhe 15 · Postfach 12068 -Telefon (06121) 56 53 82
Postsdieck Frankfurt/Main 181008 · Bank Deutsche Bank 3956372 · Nass. Sparkasse 108003065
Wiesbaden, den 19.Dezember 1974
Fall I M 318
CHARLES MANIGLEY & CIE CH - 2572 S u t ζ - Blei
SCHWEIZ
Schwenkmotor
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwenkmotor mit einem durch Druckmittel hin- und herbewegbaren Kolben, der
mit Innen- und Aussengewinde versehen ist, die je in ein Innengewinde am Motorgehäuse bzw. ein Außengewinde einer
Motorwelle greifen, derart, dass bei Verschiebung des Kolbens eine sich addititiv überlagernde Relativdrehung zwischen
dem Motorgehäuse und dem Kolben einerseits und zwi-
/2
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sehen dem Kolben und der Motorwelle anderseits auftritt.
Ein solcher Schwenkmotor ist bekannt aus der DT-PS 1 121 475.
Dieser Schwenkmotor ist asymmetrisch aufgebaut, wobei die Motorwelle nur einseitig vorragt. Die Einbaumöglichkeiten
sowie die Möglichkeiten zum eventuellen Anbau von Hilfsaggregaten,
z.B. einem Anschlagmechanismus,sind begrenzt. Die wirksamen Kolbenflächen sind nicht in beiden Arbeitsrichtungen gleich gross, was die Steuerung erschwert. Die
Dichtungsmanchetten für den Kolben sind fest mit demselben verbunden, was bedeutet, dass diese.Manchetten bei der
axialen Verschiebung zugleich auf den Zylinderflächen drehen müssen. Das erschwert die Erzielung einer tadellosen
Dichtung und setzt den Wirkungsgrad und die Lebensdauer herab.
Es ist das Ziel der Erfindung, einen Schwenkmotor der oben beschriebenen Art durch Symmetrierung zu verbessern. Der
erfindungsgemässe Schwenkmotor ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Kolben eine mit Innen- und Aussengewinde versehene
Hülse und an deren Enden lose anliegende, gleichartige Kolbenringe aufweist, von welchen jeder in einem Zylinderteil zwischen einer zylindrischen Gehäusewand und einem
zylindrischen Abschnitt der Motorwelle angeordnet ist. Es lässt sich damit bei einfachem Aufbau und einfacher Monta-
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ge eine weitgehende Symmetrie erreichen, indem gleichartige und gleich dimensionierte Kolbenringe in gleichartigen
Zylinderräumen beweglich angeordnet sind. Da die Kolbenringe
lose sind, drehen sie nicht mit, sodass nur an den verhältnismässig kleinen, gegen die Motorwelle anliegenden
Dichtungsmanchetten Reibung infolge Relativdrehung auftritt.
Vorzugsweise kann das Motorgehäuse aus zwei gleichartigen
Stirnf!ansehen, einem mittleren Gehäusering mit Innengewinde
und zwei je zwischen einem Stirnflansch und dem Gehäusering angeordneten Zylindermäntelnaufgebaut sein. Diese
Teile können lösbar verschraubt sein, derart, dass der Gehäusering bei gelöster Verschraubung zur Einstellung des
Drehbereiches des Motors verdreht werden kann.
Mit einem der Stirnflansche kann eine Anschlagvorrichtung
verbunden sein, die zwei Anschläge stufenlos zu verstellen und damit Drehbereiche um beliebige Schwenkwinkel zwischen
0 und 360° zu bestimmen gestattet.
Anhand der Zeichnung wird nun ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schwenkmotors erläutert. In der Zeichnung
zeigt:
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Fig. 1 einen Längsschnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 eine Stirnansicht,
Fig. 3 eine Stirnansicht,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 1 und Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Anschlagklinke
und eines Anschlagzapfens.
Der dargestellte Schwenkmotor weist ein Gehäuse mit zwei gleichartigen Stirnflanschen 1, einem mittleren Gehäusering
2 und zwei gleichartigen, je zwischen einem Stirnflansch und dem Gehäusering angeordneten Zylindermänteln 3
auf. Die beiden Stirnflansche 1 sind mittels Schrauben 4
miteinander verschraubt und spannen die Zylindermäntel 3 und den Gehäusering 2 zwischen sich ein. In den beiden
Stirnflanschen 1 ist die Motorwelle 5 gelagert, die beidseitig über die Stirnflansche herausragt. Ein Mittelteil 5!
der Welle 5 ist mit einem steilen Aussengewinde versehen. Der Gehäusering 2 ist mit einem entsprechenden Innengewinde
21 versehen. In die Gewinde der Welle 5 und des Gehäuseringes
2 greifen entsprechende Innen- bzw.. Aussengewinde einer Gewindehülse 6.
den Stirnseiten der Gewindehülse 6 liegen Kolbenringe 7 mit Dichtungsmanchetten 8 und 9 lose an. Die Kolbenringe 7
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bilden zusammen mit dem Gewindering 6 den axial beweglichen Kolben. Die Kolbenringe bewegen sich dabei in Zylinderräumen,
die von den Zylindermänteln 3 aussen und von zylindrischen Teilen 5" der Welle 5 innen begrenzt werden.
Mit den Stirnflanschen 1 und den Schrauben 4 sind Armaturen zur Zufuhr und Regelung des zuzuführenden Druckmittels,
u.a. Regulierventile 10 mit Regulierschrauben 10' aufgesetzt. ·
Mit dem in Fig. 1 rechts liegenden Stirnflansch 1 ist das Gehäuse U einer Anschlagvorrichtung verschraubt. Mit dem
dieses Gehäuse durchsetzenden Teil der Welle 5 ist eine Nabe 12 verkeilt, in die ein beidseitig vorragender Anschlagstift
13 eingesetzt ist. Die Nabe 12 trägt einen Lagerring 14 aus Sinterbronze, auf dem zwei ringförmige Anschlagträger
15 und 16 mit je einer Schneckenverzahnung gelagert sind. In jede Schneckenverzahnung greift eine
Schnecke 17, die von aussen mit einem Schraubenzieher gedreht werden kann. Mit jedem Anschlagträger ist ein Anschlagsegment
18 verstiftet, gegen dessen eine Anschlagfläche eine am Anschlagträger schwenkbar gelagerte Anschlagklinke
19 unter der Wirkung einer Feder 20 anliegt. Die inneren Enden der Klinken 19 ragen in den Weg des Anschlagstiftes
13 und begrenzen damit die Bewegung dieses
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Stiftes bzw. der Welle 5 in je einer Richtung. Die beiden
Klinken 19 sind also in entgegengesetzter Richtung angeordnet und wirksam.
Arbeitsweise und Bedienung des dargestellten Schwenkmotors sind wie folgt:
In Fig. 1 befindet sich der Kolben 6, 7 in einer Endlage, und somit befindet sich auch die Welle 5 in einer End-Winkellage,
die durch einen Anschlag 19 bestimmt sein kann. Wird nun auf der rechten Seite des rechten Kolbenringes 7
Druckluft zugeführt, so wird der Kolben nach links verschoben. Dabei dreht sich die Gewindehülse 6 im Innengewinde
21 des Gehäuseringes 2 in einem bestimmten Drehsinn
und treibt zugleich im selben Drehsinn das Gewinde 5' der Welle 5 an. Die Beiden Drehungen überlagern sich dabei additiv,
womit bei 'einem relativ kurzen Kolbenhub eine totale
Drehung der Welle 5 um etwas mehr als 360 erzielt werden kann. Es ist daher möglich, Drehwinkel bis zu 360 genau
durch die Anschläge 19 zu bestimmen, d.h. die Endstellungen können immer eindeutig durch die Anschläge 19 bestimmt
werden und nicht durch Anschlag der Kolbenringe 7 gegen die Flansche ,1 oder den Gehäusering 2.· Der Schwenkmotor
kann aber auch ohne wirksame Anschläge, bzw. ohne
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Anschlagvorrichtung verwendet werden, wenn die Endlagen der zu betätigenden Maschinenteile durch der Maschine eigene
Anschläge bestimmt sind.
Die Einstellung der Anschläge erfolgt, wie erwähnt, durch Drehen der Anschlagträger 15 mittels der Schnecken 17.
Hierbei kann z.B. der in Fig. 5 dargestellte Anschlag 19 den Anschlagstift 13 im Uhrzeigersinn überlaufen, was die
Einstellung erleichtert. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Änschlagstift 13 bei einem Schwenkbereich
von 360 aus beiden Richtungen bis in die in Fig. 5 darge stellte Endstellung gelangen muss. Das ist möglich dank
der nur in einer Richtung wirksamen Klinke 19, die in der
anderen Richtung federnd ausweichen kann.
Der etwas mehr als 360 betragende Schwenkbereich der Wel le 5 bezüglich des Motorgehäuses kann verschoben werden,
indem bei gelösten Schrauben 4 der Gehäusering 2 gedreht wird..Diese Drehung überträgt sich über die bei dieser
Einstellung axial unbewegliche Gewindehülse 6 auf die Welle 5. In dieser Weise kann zusammen mit den Anschlägen
19 jeder beliebige Schwenkbereich mit völlig freier Wahl der Endstellungen eingestellt werden.
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Die Welle 5 kann dank ihrer Symmetrie im Mittelbereiche in
beliebiger Orientierung eingebaut werden, und entsprechend kann die Anschlagvorrichtung am einen oder anderen Flansch
1 montiert werden. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten des Schwenkmotors zusätzlich erweitert.
Die Kolbendichtung ist beim dargestellten Schwenkmotor
ebensogut wie bei einem üblichen Zylinder zur Erzeugung gerader Bewegungen. Es treten also praktisch keine Leckverluste
auf.
Es können bei entsprechender Vergrösserung des Kolbenhubs auch Schwenkwinkel über 360 , bis zu mehreren vollen Umdrehungen
erzielt werden.
Der Schwenkmotor kann auch mit feststehender Welle und beweglichem
Gehäuse verwendet werden.
Die verhältnismässig grosse Kolbenfläche erlaubt eine genaue Einstellung der Arbeitsgeschwindigkeit in weiten
Grenzen.
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Claims (9)
1) Schwenkmotor mit einem durch Druckmittel hin- und herbewegbaren Kolben, der mit Innen- -und Aussengewinde versehen
ist, die je in ein Innengewinde am Motorgehäuse bzw. ein
Aussengewinde einer Motorwelle greifen, derart, dass bei Verschiebung des Kolbens eine sich additiv überlagernde
Relativdrehung zwischen dem Motorgehäuse und dem Kolben einerseits und zwischen dem Kolben und der Motorwelle anderseits
auftritt, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben' (6, 7) eine mit Innen- und Aussengewinde versehene Hülse
(6) und an deren Enden lose anliegende, gleichartige Kolbenringe (7) aufweist, von welchen jeder in einem Zylinderteil
zwischen einer zylindrischen Gehäusewand (3) und einem zylin drischen Abschnitt (511) der Motorwelle (5) angeordnet ist.
2) Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuse zwei miteinander verschraubte Stirnflansche (1)
aufweist, zwischen welchen zwei, je einen Zylinderteil bildende Zylindermäntel (3) und ein mittlerer Gehäusering mit
Innengewinde (2) eingespannt sind.
3) Motor nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine trennbar am Motorgehäuse angebaute Anschlagvorrichtung (11).
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4) Motor nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (11) mit einem der Stirnflansche
(1) verschraubt ist.
5) Motor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagvorrichtung (11) zwei unabhängig voneinander
einstellbare, in entgegengesetzter Richtung wirksame Anschläge
(18, 19) aufweist.
6) Motor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei drehbare, ringförmige Anschlagträger (15, 16) je einen
schwenkbaren, durch Federkraft je an einem Anschlag (18) des Anschlagträgers gehaltene Anschlagklinken (19.) vorgesehen
sind.
7) Motor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagträger (15, 16) mit einer Schneckenverzahnung versehen
sind und je über eine Schnecke (17) verstellbar sind.
8) Motor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (5) zwei aus dem Motorgehäuse ragende Wellenenden
aufweist, von welchen das eine zum Aufsetzen der Anschlagvorrichtung (11) und das andere zur Verbindung mit einem zu betätigenden
Maschinenteil bestimmt ist.
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9) Motor nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kolbenringe gleiche wirksame Fläche aufweisen.
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Cited By (5)
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| US4207806A (en) * | 1977-08-02 | 1980-06-17 | Societe Nationale Elf Aquitaine (Production) | Miniature volumetric pump |
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| DE3303872A1 (de) * | 1983-02-05 | 1984-08-09 | NEUMO Apparatebau, Metallgießerei GmbH, 7134 Knittlingen | Betaetigungsvorrichtung fuer einen schwenkbaren ventilkoerper eines ventils |
| DE19801327A1 (de) * | 1998-01-16 | 1999-07-22 | Rolf Hermanns | Schwenkantrieb |
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- 1974-12-23 DE DE19742461236 patent/DE2461236A1/de active Pending
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