DE2460742A1 - Schalung zur herstellung kegel- bzw. kegelschalenfoermiger bauwerksteile - Google Patents
Schalung zur herstellung kegel- bzw. kegelschalenfoermiger bauwerksteileInfo
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Description
'J^MA^^A^^-
Patentanwalt
Dipl. Inc?. H. J. Hübner
SSoO Kempien/AMg.
Unüau&r Str. 32 · Telefon 0851/222«
2 0. 12. «74
Otto Heinale in Götzis (Vorarlberg)
Schalung zur Herstellung Icegel- bzw. kegelschalenförmiger Bauwerksteile
Angemeldet am:
Beginn der Patentdauer:
HE 3982
609821/0216
• 0» *
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalung zur Herstellung kegel- bzw. kegelschalenförmiger Bauwerksteile, beispielsweise
γόη Böden oder Decken von Faultürmen, bestehend aus
in Richtung der Erzeugenden der zu fertigenden Kegelschale bzw. des zu fertigenden Kegels verlaufenden Trägern und daran
angeordneten Schalungstafeln oder Schalungsplatten..
Die Errichtung von Schalungen zur Fertigung der vorerwähnten Bauwerksteile ist überaus aufwendig, und zwar sowohl was den
Materialaufwand als auch den Zeitaufwand betrifft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeichnen
und vorzuschlagen, mit welchem Schalungen für die Erzeugung der erwähnten Bauwerksteile mit geringerem Aufwand
sowohl was den Materialaufwand als auch den Zeitaufwand betrifft, herzustellen ist. Vorschlagsgemäß gelingt
dies dadurch, daß die die Schalungstafel tragenden Träger durch mehrere voneinander distanzierten und in Umfangsrichtung
des zu fertigenden Bauteiles verlaufende Stützglieder getragen und miteinander verbunden sind. Zur Veranschaulichung
der Erfindung werden Ausführungsbeispiele derselben anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 schematisch
einen Teil eines Schalungsgerüstes in Draufsicht für die -
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Herstellung kegel- bzw. kegelschalenformiger Bauwerksteile;
die Mg. 2, 3 und Λ das in Fig. 1 eingekreiste Knotendetail in vergrößertem Maßstab, und zwar in Draufsicht, im Längsschnitt
und im Querschnitt', Fig. 5» 6 und 7 eine Ausgestaltung
des Knotens mit Druckstäben, und zwar im Querschnitt, im Längsschnitt und in Draufsicht; Fig. 8 veranschaulicht
die mittige Abstützung des Schalungsgerüstes für die Herstellung eines mit der Spitze nach unten gerichteten kegelschal
enförmigen Bauteiles, wie er beispielsweise durch den Boden eines Faulturmes gebildet wurde und Fig. 9 ist die
Draufsicht auf diese mittlere Abstützung nach.Fig. 8; Fig. 10 einen vereinfachten Querschnitt durch einen Faulturm;
Fig. 11 die Schalungskonstruktion für die Herstellung des oberen Gebäudeabschlusses bei einem Faulturm nach der Fig.
und Fig. 12 zeigt im Detail die Befestigung einer hängenden Schalungstafel und die Fig. 13 und 14 ein Detail aus Fig.
im Schnitt und in Draufsicht; Fig. 15 eine andere Möglichkeit
zur Abstützung der Schalungstafeln bei der Verwendung
von I-förmigen Trägern; die Fig. 16 und 17 zeigen Träger,
die durch flexible Stützglieder, nämlich Ketten oder Seile ' bzw. Bänder miteinander verbunden und von diesen getragen
sind; die Fig. 18, 19 und 20 zeigen weitere Details.
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•ir-
Die im folgenden näher beschriebene Schalung dient für die Herstellung von kegel- bzw. kegelschalenförmigen Bauwerksteilen.
Solche werden bevorzugt bei Faultürmen verwendet, welche sowohl nach unten wie auch nach oben durch Kegelschalen abgeschlossen v/erden. Dabei besteht der untere Abschluß
durch eine nach unten gerichtete Kegelschale, der obere Abschluß durch eine nach oben gerichtete Kegelschale.
Die für die Errichtung solcher Gußmauerwerke erforderlichen Schalungen sind sehr aufwendig, und zwar sowohl was ihren
Materialaufwand, wie auch ihren Errichtungsaufwand betrifft.
Bei einem Faulturm mittlerer Größe, also mit einem ungefähren Durchmesser von 8 Metern ist für die Errichtung der
Schalung für den unteren Kegelteil mit mehreren Wochen zu rechnen. Das der 'Erfindung zugrundeliegende Schalungsprinzip
ist aus Pig. 1 unmittelbar zu erkennen. Diese Fig. 1 stellt eine Draufsicht auf den tragenden Teil des Schalungsgerüst
es dar. Die einzelnen strahlenförmig angeordneten Träger 1 schließen mit der Zeichenebene einen Winkel ein,
korrespondierend zum öffnungswinkel des zu formenden Kegels. Wesentlich ist nun, daß die einander benachbarten Träger fest
durch Zug- bzw. Druckstäbe 2 bzw. 21 miteinander verbunden
sind. Als Träger können dabei T- oder I-Träger verwendet werden und die Zug- bzw. Druckstäbe 2, 2' werden mit den Stegen
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dieser Träger 1,1' verschraubt. Die auf diese Weise gebildeten
Knoten K sind relativ starr, so daß die Träger 1, 1' zusammen mit den Zug- bzw. Druckstäben 2, 2' ein gitterartiges
kegelmantelförmiges Tragskelett bilden, das in sich selbst tragfähig ist, ohne daß es einer wesentlichen Unterstützung
bedarf. Sehr anschaulich geht das aus folgender Überlegung hervor: Würden die Träger 1 bzw. 1' in der aus Fig.
ersichtlichen Anordnung, jedoch ohne die sie quer verbindenden Zug- bzw. Druckstäbe bestimmungsgemäß belastet, so
würden die einzelnen Träger sich zwischen ihren Auflagepunkten A1 und A2 durchbiegen. Diese Durchbiegung würde
aber infolge der winkeligen Anordnung der Träger eine Vergrößerung des beispielsweise durch den Punkt P gehenden
Umfangskreises bedingen. Dies gilt natürlich für sämtliche andere, auf der jeitfeiligen Länge der Träger angenommenen
Punkte P. Infolge der nun zwischen den Trägern 1 bzw. 1'
eingespannten Druck- bzw. Zugstäbe 2, 2' muß aber dieser
Umfangskreis durch den Punkt P hinsichtlich seiner Größe im wesentlichen beibehalten werden, was die erwähnte Tragfähigkeit
des Skelettes bedingt. Diese Wirkung ist gleichsam so, als ob jeder der in Puichtung der Erzeugenden des
Kegels verlaufenden Trägers 1 an den Punkten K vertikal unterstützt würde. Wird das Tragskelett nach Fig. 1 durch
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das Gewicht des aufzubringenden Betons belastet, so v/erden zwischen die Träger 1 Zugstäbe 2 eingefügt; wird das Schalungsslcelett
jedoch durch den Auftrieb des exnzubringenden Betons belastet, so v/erden zwischen die Träger 1 ' Druckstäbe
21 eingefügt·.
Die Ausbildung eines solchen Knotens K in Verbindung mit Zugstäben 2 zeigen die Fig. 2 bis 4. Jeder Zugstab wird
durch zwei Bandeisen 3 gebildet, die mit geringem Abstand a voneinander angeordnet sind und die an ihren Enden mit Rohrhülsen
4 verschweißt sind, die sie zwischen sich aufnehmen. Die Achsen der Rohrhülsen 4 schließen mit den Längsachsen der
Bandeisen 3 einen spitzen Winkel ein (Fig. 2). Die Träger 1 besitzen an ihren Stegen 8 in Längsrichtung, vornehmlich in
ihrer Mittelebene mehrere Bohrungen 5? die der Anzahl der
anzuordnenden Knoten entsprechen. Zur Bildung eines Knotens K werden beidseitig an den Steg 8 die Rohrstücke 4· je eines
Zugstabes 2 angestoßen, dann wird eine Schraube 6 aus hochwertigem, zugfestem Stahl eingeführt und mittels der Mutter
verspannt. Die erwähnten Fig. 2, 3 und 4 machen diesen Aufbau des Knotens anschaulich.
Eine andere Ausbildung des Zugstabes zeigt die Fig. 18. Der Zugstab 400 besteht aus einem Bandeisen mit an seinen Enden
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• τ ·
vorgesehenen Bohrungen 401. Der Träger 402 hai; an aeinem
Steg mehrere paarweise angeschweißte Laschen 4-04, welche zwischen sich das Ende des Zugstabes 400 aufnehmen. Die
Laschen 404 besitzen ebenfalls eine Bohrung. Die Bohrungen der Lasche und die endseitig angeordneten Bohrungen 401 des
Zugstabes liegen deckungsgMch und diese Lage der einzelnen Teile gegeneinander wird durch einen Steckbolzen 405 Gesichert.
Durch einen nichtdargestellten Splint wird dieser Steckstift oder Steckbolzen 405 in seiner eingefügten und
eingesetzten Lage fixiert. Entlang der Längsachse des Trägers 402 sind natürlich zahlreiche solche Laschenpaare 404 vorgesehen,
so daß bei der Verbindung zwischen Träger einerseits und Zugstäben andererseits das aus Fig. 1 ersichtliche kegelgitterartige
Stützgebilde entsteht. Anstelle eines Flacheisens oder eines Bandeisens kann das Zugglied auch in anderer -'/eise
ausgebildet sein. Eine solche weitere Möglichkeit zeigt beispielsweise die l?ig. 20. Ein Hund- oder Mehrkantstab 406 ist
hier zu einem langgestreckten kettenartigen Glied geformt
und verschweißt. Die Anordnung eines solchen Zuggliedes ist praktisch ident gener, v/ie sie vorstehend im Zusammenhang
mit den Fig. 18 und 19 beschrieben worden ist. Eine andere Ausführungsvariante für ein solches Zugglied könnte darin
bestehen, daß ein Stab mit rundem oder mehreckigem Querschnitt an seinen beiden Enden Ösen trägt bzw. daß dessen Enden zu
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Ösen geformt sind. Aus Fig. 1 ist ja ersichtlich, daß die
Verbindungsglieder, die zwischen zv/ei benachbarten Trägern liegen, unterschiedliche Längen aufweisen.
Wird das Schalungsslcelett durch den Auftrieb des einzubringenden
Betons belastet, so werden die Knoten K durch knickfeste Druckstäbe 2' gebildet. Diese können als Hohlprofil
9 C^ig. 6) ausgebildet sein, die an ihren Enden je
einen Befestigungsflansch 10 tragen mit Bohrungen für die
Aufnahme von Befestigungsschrauben 11. Dieser Befestigungsflansch 10 ist winkelig gegenüber der Längsachse des Hohlprofiles
9 angeschweißt (siehe Fig. 7)· Die Knotenverbindung
kann direkt aus den Fig. 5, G und 7 entnommen werden,
sie entspricht im wesentlichen dem oben Gesagten. Andere auf Knickung beanspruchbare Querschnxttsformen sind natürlich
ebenfalls geeignet, als Elemente für Druckstäbe zu dienen.
Ein Faulturm, wie er üblicherweise gebaut ist, zeigt die
Fig. 10 im Schnitt. Eine vertikalstehende, umfangsgeschlossene Zylinderschale 12 ist nach unten -durch einen trichterförmigen
Bodenteil 1J und nach oben durch einen kegelstumpf
förmigen Dachteil 14 abgeschlossen. Soll nun im Zuge der Er richtung eines solchen Faulturmes vorerst der Bodenteil 13
gefertigt v/erden, so werden zuerst auf dem vorbereiteten
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Fundamentboden 15 die das Gewicht der zu vergießenden Betonmassen aufnehmenden Träger 1, deren Enden abgeschrägt sind,
aufgestellt (Fig. 8).'Die Anordnung der Träger erfolgt
strahlenförmig in der aus Fig. 1 ersichtlichen VJeise. Mittels der Zugstäbe 2 wird das selbsttragende kegelgitterartige
Skelett erstellt. Außenseitig liegen diese Träger an der Zylinderwand 12 des Faulturmes an. Diese Zylinderwand ist
vorerst bis zum Niveau E^ hochgezogen worden. Einer darüber
hinausgehenden wesentlichen Unterstützung bedürfen diese Träger 1 nicht. Auf die so ausgelegten und in Querrichtung
miteinander verspannten Träger 1, die an ihrem innseitigen
Ende in einer geeigneten Form abgestützt sein können, werden nun die Schalungstafeln 16, die sektorförmig ausgebildet
sind, aufgelegt. Im Fundament 15 sind Ankerschrauben 17 eingelassen,
die in einer der zu fertigenden Wandstärke entsprechenden Höhe Anschläge 18 tragen, auf welchen eine
Scheibe oder ein Ankerring 19 aufliegt.
An diesem Ankerring 19 werden nun die oberen Träger 1'
über ihre endseitig .angeschweißten Flansche: 20 angeschraubt.
Die Enden dieser Träger sind ebenfalls abgeschrägt. Mit ihrem äußeren Ende liegen diese Träger 1' an einem im
ETiveau EL der Zylinderwand des Faulturmes angeordneten
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Außenschalungsring an. Die so ausgelegten Träger 1 ' werden
nun durch Druckstäbe nach den Fig. 5, 6 und 7 zu einem gitterartigen,
selbsttragenden Netzwerk verbunden. Anschließend wird die in der Zeichnung nicht dargestellte Armierung eingebracht,
wobei die Druckstäbe 2' als Leitersprossen für die Arbeiter dienen können. Ist die Armierung verlegt, so wird
ein erster Schalungstafelring 21 an der Unterseite der Träger 1' beispielsweise mittels eines Schnellverschlusses aufgehängt.
Run wird der erste Beton eingeschüttet. Ist der vorstehend beschriebene Raum gefüllt, wird der anschließende
Schalungstafelring 21' eingehängt. Wieder wird Beton eingefüllt
und dann der nächste Schalungstafelring 21" eingebracht
usf., d. h. schalen - einfüllen - schalen - einfüllen erfolgt in fortlaufendem Rhythmus. Dank dieser Arbeitsmöglichkeit
hat der einzufallende Beton nur einen geringen Weg zurückzulegen, so daß das Entmischen des Betons verhindert
v/erden kann. Verdichtungswerkzeuge bekannter Art können natürlich auch hier eingesetzt werden. Die Schalungstafeln
21, 21', 21" usvi. sind auch hier sektorförmig ausgebildet.
T.iie erwähnt, äind sie an den Trägern 1 ' aufgehängt. Zu ihrer
Befestigung kann oin Schnellverschluß nach den Abbildungen 12, 13 und 14 dienen. Dieser besteht einerseits aus einem
L-förmig gebogenen Dfaht 22, dessen eine Schenkel 2J ge-
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bogen verläuft, der andere Schenkel 2Ά- verläuft zweckmäßigerweise
ebenfalls etwas gebogen und ist jedoch wesentlich kürzer als der ersterwähnte Schenkel 23. Im Mittelbereich
des langen Schenkels 23 ist ein frei beweglicher Haken 25 angeordnet. Dieser Haken 25 greift nun in ein Halteglied
ein, das versenkt auf der Rückseite der Schalungstafel 2
angeordnet ist. Dieses Halteglied 26 kann aus einer kurzen Außengewindemuffe 27 bestehen mit einem darin eingeschweißten
Querstück 28. Der Drahtbügel 22 ist um seine beiden Auflagepunkte B dreh- oder Schwenkbar. Der Haken 25 wird in das
Querstück 28 eingehängt und der Bügel 22 so aufgelegt, daß er mit seinem einen Ende auf dem Untergurt des Trägers 1'
und mit seinem anderen Ende auf der Unterseite der Schalungstafel 21 liegt. Dabei steht der kurze Schenkel ?A des Bügels
22 nach oben, was durch die strichlierte Linie in Fig. 12 angedeutet ist. Dieser nach oben stehende Teil wird nun
nach unten gedrückt, so daß der gebogene Teil 23 nach oben wandert, wodurch der Haken 25 nach oben gezogen wird, was
wiederum das Festspannen der Platte selbst bewirkt.
'Die Schalung für die Fertigung des oberen Gebäudeabschlusses 14 eines Faulturmes (Fig. 10), wird in ähnlicher Weise erstellt,
wie vorstehend schon beschrieben. Bei der Fertigung der Zylinderschale 12 des Faulturmes wird mittig ein Stütz-
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gerüst 29 mitgezogen, das in an sich bekannter Weise aus einzelnen Abschnitten besteht, die leicht zu manipulieren
sind und die zu einem turmartigen Gebilde miteinander verschraubt werden. Am oberen Ende dieses turmartigen Gerüstes
29 liegt ein Ankerring 30 bzw. 30' auf mit in Umfangsrichtung
verteilten Stützspindeln 31» auf welchen die Flansche 32
abgestützt werden, welche an den abgeschrägten Enden der Träger 100 bzw. 100' angeschweißt sind. Sind die Träger in
der angedeuteten V/eise verlegt, werden die Knotenverbindungen, wie vorstehend beschrieben, hergestellt und dann auf den
Träger 100 die Schalungstafeln 116 aufgelegt. Anschließend werden reihenweise vom äußeren Ende 33 der Träger ausgehend
die Schalungstafeln 121 aufgehängt, sobald die Armierung eingebracht ist. Dann wird wie vorstehend schon beschrieben,
die Schalung gefüllt, indem in periodischer Folge Beton eingebracht und die oteere Schalungshaut schrittweise vervollständigt
wird. Ein eingesetzter Ring 3^ bildet den oberen Abschluß. Haltepratzen 35 sichern seine Lage. Dieser Ring
dient als Montagekörper für die einzusetzenden Abschlüsse, die die obere Öffnung 36 des Faulturmes verschließen. Den
Anschluß an die Zylinderwand 12 des Faulturmes zeigt ebenfalls die Fig. 11. Ein äußerer Schalungsring 33 bildet den
Abschluß nach außen, der das Ausfließen des Betons verhindert.
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Die vorstehend beschriebene Konstruktion zeigt zwischen den radial- und strahlenförmig verlaufenden Trägern 1 und
1 ' Zug- und Druckstäbe 2 und 2', die starr mit den Trägern
selbst im Knotenbereich verbunden sind. Es sei in diesem Zusammenhang erwähnt, daß,grundsätzlich die Möglichkeit
besteht, diese Knoten gelenkig auszubilden. Dies würde beispielsweise dadurch erreicht, daß bei den Zugstäben die Bandeisen
mit den Rohrmuffen 4 nicht verschweißt, sondern an diesen gelenkig angeordnet sind oder aber im Falle der
Druckstäbe wäre' der Befestigungsflansch 10 gelenkig mit dem Druckstab 9 zu verbinden. Auch eine solche Anordnung fällt
in den Schutzumfang dieses Patentes.
Die Fig. 15 zeigt im Detail eine andere Möglichkeit zur Abstützung der Schalungstafeln 221 gegenüber den Flanschen
250 des hier verwendeten I-Trägers. Die Schalungstafeln
221 sind randseitig absatzartig abgesetzt, so daß ihre Randkante 220 den Flansch 250 untergreift. Die Höhe des
Absatzes ist so gewählt, daß die innere Fläche die Schalungstafeln
221 mit der Flanschenaußenseite bündig in einer Ebene verläuft. Durch einsetzbare stabartige Riegelglieder
223 wird die Schalungstafel gegen den Flansch 250 gedrückt.
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Die Riegelglieder,stützen sich mit ihrem anderen Ende
am Gegenflnasch innseitig ab. Die äußere Flanschebene bildet selbst einen Teil der Schalung.
l'/enn im Vorstehenden die Erfindung anhand von !-Trägern
beschrieben worden ist, so sei erwähnt, daß sich andere Querschnittsformen für die Träger verwendet werden können,
zweckmäßigerweise solche, die bei geringen Abmessungen und geringen Querschnittsflächen eine möglichst hohe Tragfähigkeit
und ein möglichst großes V/iderstandsmoment besitzen. Beispielsweise Holzbalken, wie sie aus gewachsenem Holz
geschnitten werden oder aber auch Holzträger, wie sie heute im Schalungsbau üblich s5.nd und Vielehe aus miteinander verleimten
Teilen bestehen können. Das äkelettartige Schalungsgerüst nach Fip;. 1 wurde bislang im Zusammenhang mit in sich
relativ starren Zug- und Druckgliedern erläutert. Es ist durchaus denkbar und möglich, für die Bildung des skelettartigen
Traggerüstes biegsame Querglieder in Form von Stahlbändern, Stahlseilen oder Ketten einzusetzen. Diese Ketten,
Seile oder Bänder 350 (siehe Fig. 16) können entweder durch
die Träger 300 hindurchgezogen v/erden. Für diesen Zweck werden in der Mittelebene des Trägers Durchbrechungen vorgesehen
und diese Ketten oder Seile hier durch diese Öffnun-
gen eingefädelt. Es können aber auch an der Unterseite eines Trägers 7/\O widerlagerartige Nocken 315 angeordnet werden,
an welchen sich diese Bänder oder Ketten 35Ί anlegen. Das
skelettartige Traggerüst und Schalungsgerüst besteht dann aus längsverlaufenden strahlenartig angeordneten und in sich
relativ starren Trägern und biegsamen Querverbindungen in Form von Seilen, Ketten oder Bändern, die diese Träger nach Art
von Faßreifen bandartig umschließen. Diese vorstehend im einzelnen beschriebenen Stützglieder, sei es, daß es sich
um in sich starre Bebilde handelt oder aber um relativ bieg- "
same Gebilde, wie Seile, Ketten oder Bänder, haben bei dem vorstehend beschriebenen Schalungsgerüst dieselbe Aufgabe
wie die Faßreifen bei aus einzelnen Faßdauben gebildeten Fässern. Die bei Belastung auftretenden radial nach außen
drückenden Kräfte werden durch die umfangsgeschlossenen Glieder aufgenommen, so daß ein in sich geschlossenes Kraftgebilde entsteht, woberidurch die Vielzahl dieser ringförmigen
Gebilde die Durchbiegung der Träger zwischen diesen Abstützungen auf ein Minimum reduziert wird, ohne daß es komplizierter
und aufwendiger Abstützungen gegenüber dem Erd-.boden bedarf.
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Claims (12)
- Patentansprüche:J Schalung zur Herstellung kegel- bzw. kegelschalenförmiger Bauwerksteile, beispielsweise vpn Böden oder Decken von
Faultürmen, bestehend aus in Richtung der Erzeugenden der zu fertigenden Kegelschale bzw. des zu fertigenden Kegels verlaufenden Trägern und daran angeordneten Schalungstafeln oder Schalungsplatten, dadurch gekennzeichnet, daß
. die die Schalungstafeln tragenden Träger durch mehrere
in Längsrichtung der Träger voneinander distanzierten und in Umfangsrichtung des zu fertigenden Bauteiles verlaufende Stützglieder getragen und-jniteinander verbunden sind. - 2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die strahlenförmig angeordneten Träger als T- oder I-Träger
ausgebildet sind und die einander jeweils benachbarten Träger durch mehrere zwischen ihnen angeordnete und mit ihnen verbundenen Zug- und/oder Druckstäbe miteinander verspannt sind, - 3. Schalung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zug- und/oder Druckglieder mit den Stegen der T- und/oder I-Träger verschraubt sind.609821/0216
- 4. Schalung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugglieder aus zwei voneinander distanzierten .Bandeisen gebildet sind, die an ihren Enden zwischen sich eine Rohrhülse aufweisen, mit welcher sie verbunden, beispielsweise verschweißt sind.
- 5. Schalung nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Rohrstückes und.die Längsachsen der Bandeisen einen spitzen Winkel miteinander einschließen.
- 6. Schalung nach einem der Ansprüche 2 oder 5? dadurch gekennzeichnet, daß das Druckglied aus einem Hohlprofilstab besteht mit an seinen Enden angeordneten Anschraubflanschen und die Ebene des Anschraubflansches schräg zur Längsachse des Hohlprofiles steht.
- 7. Schalung nach Anspruch 1 ader 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Träger korrespondierend zum Öffnungswinkel der zu fertigenden Kegel abgeschrägt sind und Befestigungsflansche tragen.
- 8. Schalung nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Untergurten der Trägerals Widerlager für Schnellverschlüsse zur hängenden Befest i-. gung von Schalungsplatten dienen.609821/0216
- 9. Schalung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,, daß der Schnellverschluß aus einem L-förmigen Drahfcügel besteht, dessen langer Schenkel bogenförmig verläuft und der zweite Schenkel des Bügels zur Ebene des ersten Schenkels annähernd senkrecht steht, wobei der bogenförmig verlaufende längere Schenkel in seinem Mittelbereich einen frei beweglichen Haken zur Erfassung der Schalungsplatte trägt.
- 10. Schalung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Schalungsplatte auf ihrer Rückseite versenkt einen Halter für den Angriff des Hakens des Schnellverschlusses aufweist.
- 11. Schalung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter für den Haken durch eine Außengewindemuffe gebildet ist mit einem eingeschweißten Quersteg und die Muffe in eine korrespondierende Bohrung der Schalungstafel auf deren Rückseite eingeschraubt ist.
- 12. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stützglieder Seile, Ketten oder Bänder dienen.13· Schalung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger vorzugsweise im Bereich ihrer Längsmittelebene Durch-609821/0216brechungen aufweisen, durch welche die als Stützglieder dienenden Ketten, Bänder oder Seile hindurchgezogen sind.. Schalung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger an ihrer Unterseite Widerlager aufweisen zur Aufnahme der als Stützglieder dienenden Ketten, Seile oder Bänder, wobei diese Woderlager beispielsweise als nasenartige Fortsätze an der Unterseite der Träger angeordnet sind.15· Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Zugstäbe ausgebildeten Stützglieder gelenkig mit den Trägern verbunden sind.609821/0216
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