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DE2460226A1 - Pneumatisches und elektrostatisches offenend-spinnverfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Pneumatisches und elektrostatisches offenend-spinnverfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

Info

Publication number
DE2460226A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
spinning chamber
inlet channel
spinning
designed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742460226
Other languages
English (en)
Inventor
Shin Kosaka
Minoru Nakamura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Osaka Kiko Co Ltd
Original Assignee
Osaka Kiko Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Osaka Kiko Co Ltd filed Critical Osaka Kiko Co Ltd
Publication of DE2460226A1 publication Critical patent/DE2460226A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/28Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques using electrostatic fields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

BLUMBACH · WESER ■ BERGEN & KRAMER
PATENTANWÄLTE IN WIESBADEN UND MÜNCHEN 2 A V V 2 2 Q
DlPL-ING. P. G, BlL1MEACH DIPL-PHYS DR. W. WESER- DiPL -ING DRJUR P BERGEN DIPL. ING. R. KRAMER
t2 VVIESBAOEi-- 8 MÜNCHEN 60,FIOSSMANNSTRaC-SE-
TELEFuf-«';i1£9}8b36C'5.'Bfc3e0';
74/8741
OSAKA KIKO CO., LTD., Osaka-shi/Japan
Eneumatisch.es und elektrostatisches Off en end-Spinnverfahr en und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Offenend-Spinnverfahren auf der Grundlage pneumatischer und elektrostatischer Mittel sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Obwohl es nicht an Versuchen gefehlt hat, Garne mit Hilfe von -sich elektrostatischer Mittel bedienender Offenend-Systeme herzustellen, war keines dieser Systeme bisher erfolgreich. An sich würden diese Systeme jedoch mehrere Vorteile bringen können. Ein Vorteil wäre der, daß das mit Hilfe der elektrostatischen Methode gesponnene Garn eine gute Faserorientierung aufwiese. Ein weiterer Vorteil dieser Methode wäre, daß das die Garndrehung erteilende Bauelement mit hoher Geschwindigkeit rotieren kann, weil der Drallgeber hierbei eine kleine
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Masse hat. Wegen der kleinen Masse ist außerdem der Energieverbrauch zum Drehen des Drallgebers gering.
Eine dieser Vorrichtungen weist eine Apparatur auf, die positiv elektrostatisch beladene Zuführwalzen und einen mit Abstand von den Zuführwalzen angeordneten Drallgeber mit einer elektrostatisch negativen Elektrode (Kathode) enthält. Durch Anlegen von Hochspannung zwischen die Zuführwalzen und die negative Elektrode wird die einzelne (von den Zuführwalzen ablaufende) Faser positiv elektrostatisch beladen, im elektrostatischen Feld zu dem Drallgeber transportiert und dann durch letzteren in ein Garn eingedreht. Jedoch weist gerade diese Vorrichtung einige Nachteile auf. Einer der Nachteile ist der, daß das elektrostatische Feld nicht umschlossen ist. Einige der Fasern fliegen daher aus dem elektrostatischen Feld heraus und werden während des Spinnvorgangs zu Ausschußfasern. Solche Ausschußfasern verunreinigen aber die die Spinneinheit umgebende Luft. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß sich manchmal freie Fasern um die Zuführwalzen herumwickeln. Das rührt daher, daß zwei benachbarte, von den Zuführwalzen gelieferte Fasern die Tendenz haben, sich auseinander zu bewegen, weil beide Fasern mit po-
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sitiver Ladung, die sie von den positiv elektrostatisch beladenen Zuführwalzen erhalten haben, also gleich gerichtet beladen sind. Sobald eine laser um die Zuführwalzen herumgewickelt wird, führt diese Wickelbildung dazu, daß der kontinuierliche gleichmäßige Spinnprozeß gestört ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Offenend-Spinnverfahren zu schaffen, das durch Anwendung von Druckluft und statischer.Elektrizität keine der vorgenannten Nachteile aufweist. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist es, eine Offenend-Spinnvorrichtung zu schaffen, bei der das Innere der Spinnkammer kontinuierlich durch Erzeugung eines Wirbelluftstroms gereinigt wird. Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es ferner, durch Erzeugung eines ionisierten Luftstroms stabilisierte Spinnverhältnisse in den Innenräumen der Spinnkammer zu schaffen.
Die Lösung ist im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 beschrieben. Demgemäß bezieht sich die Erfindung auf eine Spinneinheit einer Textilmaschine zum Spinnen eines kontinuierlich bewegten Garns mit Hilfe eines statische · Elektrizität ausnutzenden Offenend-Spinn-Systems. Ins-
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Blattete sondere bezieht sich die Erfindung auf ein pneumatisches und elektrostatisches Offenend-Spinnverfahren und auf die zugehörige Vorrichtung. Letztere weist eine räumlich feste Spinnkammer mit großem Innenraum auf, welche im Anschluß an eine Zuführwalze, das heißt stromabwärts von dieser, angeordnet ist. Die Spinnkammer ist mit einem als erste Elektrode ausgebildeten Einlaßkanal und einer weiteren zweiten Elektrode an ihrer Wand in der Nähe der Zuführwalzen versehen. In Paserlaufrichtung am Ende der Spinnkammer befindet sich ein Ring als dritte Gegenelektrode. Im Anschluß an die Auslaßöffnung der Spinnkammer ist eine Absaugung vorgesehen, die die Luft aus der Spinnkammer abzieht.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung, insbesondere solche betreffend die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung ctes Verfahrens, sind in den übrigen Ansprüchen angegeben worden.
Die Erfindung wird nun anhand von speziellen Ausführungsbeispielen näher beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind; es zeigen:
Figur 1 einen schematischen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Offenend-Spinneinheit,
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Figur 2 einen Schnitt ähnlich Figur 1 einer Spinneinheit, "bei der Wirbelluftströme angewendet sind,
Figur 3 einen Schnitt längs der Linie III - III von Figur 2,
Figur 4- einen Schnitt ähnlich Figur 1, der eine weitere Ausbildung der Spinneinheit darstellt,
Figur 5 einen Schnitt ähnlich Figur 1, mit einer anderen Ausbildung der Spinneinheit als Figur 4-,
Figur 6 einen Schnitt ähnlich Figur 1, mit noch einer anderen Ausbildung der Spinneinheit als Figur 4-,
Figur 7 einen Schnitt ähnlich Figur Λ , mit einer verbesserten Ausbildung der Spinneinheit als Figur 1
und
Figur 8
und 9 vergrößerte Schnitte von Ionisationsmitteln, die im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 verwendet werden können.
In der Vorrichtung gemäß Figur 1 wird ein mit entsprechenden Geräten in ein dünnes Faserband aufgelöster Lunten- oder Vorgarnstrang mit Hilfe der Zuführwalzen 3 und 31 der Spinnkammer 7 zugeführt. Letztere befindet sich stromabwärts (das heißt in Faserlaufrichtung) in der Nähe der '
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Zuführwalzen 3 und 3'. Sie ist ortsfest auf dem Gestell einer (nicht gezeichneten) Spinnmaschine aufmontiert. Die Spinnkammer 7 weist einen großen Innenraum 28 auf. An der Oberseite des Innenraums 28 ist ein als positive erste Elektrode (Anode) ausgebildeter Einlaßkanal 19 mit einer zentralen Öffnung 8 und am Boden des Innenraums ist eine Auslaßöffnung 9 vorgesehen. Stromabwärts (das heißt im Anschluß an) und konzentrisch zur Auslaßöffnung ist ein Drallgeber 4 drehbar auf dem (nicht gezeichneten) Gestell der Spinnmaschine gelagert. Der Drallgeber 4 ist durch einen (nicht gezeichneten) Motor mittels eines Tangentialriemens 5 angetrieben, der mit dem Wirtel 6 des Drallgebers 4 zusammenwirkt. Dieser Drallgeber 4 weist eine zentrale Bohrung auf, durch den das gesponnene Garn geführt wird, um ihm die erforderliche Drehung zu erteilen. Der Drallgeber 4 kann irgendeine übliche Ausbildung, zum Beispiel als Drehöhrchen, haben, die normaler Weise bei solchen Textilmaschinen benutzt wird.
Am Boden der Spinnkammer 7 (also - in Faserlaufrichtung gesehen - am Ende der Kammer) ist ein Ringraum 18 vorgesehen, der ebenfalls ein Innenraum der Spinnkammer ist und der mit derem (großen) Innenraum 28 durch eine enge Öffnung in Verbindung steht; diese enge Öffnung ist durch
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die lichte Weite der Auslaßöffnung 9 und den äußeren Durchmesser des Drallgebers 4- bestimmt bzw. begrenzt. Der Ringraum 28 steht außerdem über eine Luftabsaugeleitung 13 nd/fr einer (nicht gezeichneten) Absaugepumpe in Verbindung. Der Ringraum 18 umgibt die Auslaßöffnung 9 und den oberen Teil des Drallgebers 4-.
Am Boden der Spinnkammer 7 ist an dieser ein Kathodenring 12, das heißt eine elektrostatisch negativ beladene ringförmige Elektrode (dritte Elektrode), starr befestigt. Der Ka- thodenring 12 ist konzentrisch zum oberen Teil des Drallgebers 1V angeordnet, wobei ein Spalt zwischen dem Innenrand des Kathodenrings 12 und der Außenseite des Drallgebers 4- vorgesehen ist. In Faserlaufrichtung im Anschluß an den Drallgeber 4- - also stromabwärts von diesem ist eine Reibwalze 15 auf einem (nicht gezeichneten) Gestell gelagert, welche einen Äuflaufkörper 25 antreibt, auf den das durch diese Vorrichtung gesponnene Garn aufgewunden wird.
Innerhalb des oberen Teils des Innenraums 28 der Spinnkammer 7 und mit kurzem Abstand von dem als Anode (erste Elektrode) ausgebildeten Einlaßkanal 19 ist eine Anode 10 (zweite Elektrode) an der oberen inneren Wandung der
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Spinnkammer 7 befestigt. Durch Schaltung der Anode des Einlaßkanals 19 und der Anode 10 auf den Pluspol einer Spannungsquelle und Schaltung des Kathodenrings 12 auf den Minuspol der Spannungsquelle wird erreicht, daß der Einlaßkanal 19 sowie die Anode 10 ständig positiv und der Kathodenring 12 ständig negativ elektrostatisch beladen sind.
Der Offenend-Spinnvorgang gemäß vorliegender Erfindung kann wie folgt ausgeführt werden:
Bei Rotation der Zuführwalzen 3 und 3' wird das Faserband 2 in die zentrale Öffnung 8 des als Anode ausgebildeten Einlaßkanals 19 geliefert. Eine einzelne Paser 1 aus dem Faserband 2 kann, sobald sie frei von der Haltekraft der Zuführwalzen 3 und 3' ist, aus dem Faserband 2 herausgelöst und von dem Garnschwanz 14' angezogen werden.
Wegen der positiven Aufladung des als Anode ausgebildeten Einlaßkanals 19 wird die einzelne Faser 1 positiv elektrostatisch beladen, sobald sie die zentrale Öffnung 8 des Einlaßkanals 19 passiert. Ein Garnschwanz 14' eines gesponnenen Garns 14, der vom
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geber 4 aus, dessen Bohrung das Garn anschließend passiert, nach oben (entgegen der Faserlaufrichtung,) also stromaufwärts, gerichtet ist, berührt die Anode 10 und entfernt sich von dieser wechselweise. Weil der Garnschwanz 14' des gesponnenen Garns 14 durch die Mitte des Kathodenrings 12 läuft, welcher immer negativ geladen ist, trägt der Garnschwanz 14' ebenfalls negative elektrostatische Ladung. Daher haftet die Spitze der einzelnen, positiv elektrostatisch beladenen JPaser 1 an der Oberfläche des Garnschwanzes 14'.
Der Luftstrom 20 fließt durch den schmalen Spalt zwischen der Oberfläche der Zuführwalzen 3 und 3' und des als Anode ausgebildeten Einlaßkanals 19 in die zentrale Öffnung 8. Der Luftstrom fließt dann weiter nach unten am Garn 14 entlang, passiert die Öffnung zwischen der Auslaßöffnung 9 und der Oberseite des Drallgebers 4, gelangt in den Ringraum 18 und wird schließlich aus letzterem über das Auslaßrohr 13 der (nicht gezeichneten) Absaugequelle (Absaugepumpe) zugeführt.
Weil der innerhalb der Spinnkammer 7 befindliche Teil des Garns 14 infolge der Rotation des Drallgebers 4 in Drehung versetzt ist, wird eine einzelne, mit ihrem vor-
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deren Ende an der Spitze des GarnSchwanzes 14' angelegte Faser 1 um die Oberfläche des GarnSchwanzes 14·' gedreht bzw. gezwirnt, so daß auf diese Weise Fasern 1 zu einem Garn 14- gesponnen werden. Da eine einzelne, zwischen dem laserband 2 und dem Garn 14- befindliche und sich auf das Garn 14- zubewegende Faser 1 gerade ist, wird das Garn 14- aus solch einzelnen geraden Fasern 1 gesponnen. Es ergibt sich daher ein Garn mit sehr guter Faserorientierung.
Bei der erfindungsgemäßen Spinneinheit sind die Zuführwalzen 3 und 51 nicht mit einer Spannungsquelle verbunden; die Zuführwalzen sind daher niemals elektrostatisch beladen. Folglich ist auch das von den Zuführwalzen 3 und 31 ablaufende Faserband 2 noch nicht elektrostatisch beladen. Es wird vielmehr erst elektrostatisch beladen, wenn es den als Anode ausgebildeten Einlaßkanal 19 passiert. Die im unmittelbar von den Zuführwalzen 3 und 3' gelieferten Faserband 2 enthaltenden Fasern stoßen sich daher nicht elektrostatisch ab, wie das bei der herkömmlichen Vorrichtung der Fall war. Eine Tendenz der Fasern, sich auf Grund gegenseitiger elektrostatischer Abstoßung um die Zuführwalzen herumzuwickeln, existiert also nicht mehr.
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Weil weiterhin der Spalt zwischen den Zuführwalzen 3 und 3'und der Außenseite des als Anode ausgebildeten Einlaßkanals 19 sehr schmal ist, hat die den Spalt passierende Luft 20 eine sehr hohe Geschwindigkeit, wobei die Richtung des Luftstroms 20 entgegengesetzt zur Laufrichtung der Oberflächen der Zuführwalzen 3 und 3' ist. Das bedeutet, daß das Ende einer Faser, die auf der Oberfläche-der Zuführwalzen 3 und 3' liegt, durch den Luftstrom 20 von der Walzenoberfläche.abgestreift, in die zentrale Öffnung 8 des Einlaßkanals 19 geleitet und schließlich in den Innenraum 28 geführt wird. Das bedeutet, daß sogar einer evtl. Tendenz der lasern, sich um die Zuführwalzen zu wickeln, nachhaltig begegnet werden kann.
In der Vorrichtung gemäß Figur 1 sind die Anode 10, der als Anode ausgebildete Einlaßkanal 19 und der Kathodenring 12 fest in die Spinnkammer 7 eingebaut, welche wiederum starr auf das (nicht gezeichnete) Gestell aufgesetzt ist. Es besteht daher kein Bedürfnis für einen Schleifring zwischen der Stromquelle und den vorgenannten Elektroden. Die elektrischen Verbindungen sind daher einfach und sehr beständig. In der Praxis ist die
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Spannung zwischen den Anoden und Kathode sehr hoch, als Beispiel seien 30.000 Volt genannt.
Die Anode 10 muß so nahe wie möglich an dem Einlaßkanal angeordnet sein, da die statischen Ladungen der Anode 10, des Einlaßkanals 19 und des Kathodenrings 12 bei solcher Anordnung ideal für die Offenend-Spinnerei zusammenwirken. Weil die Anode 10 in der Nähe und nicht auf der die Mitten des Einlaßkanals 19 und des Drallgebers 4- verbindenden Geraden liegt, werden die einzelnen Fasern 1 gleichmäßig, das heißt stabil immer von derselben Seite her, an den Garnschwanζ 14·1 angelegt. Daher entsteht ein Garn von ausgezeichneter Einheitlichkeit.
In einer verbesserten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Figur 1 kann, wie das die Figuren 2 und 3 zeigen, eine Vielzahl von Einlaßöffnungen 16 in der Wand der Spinnkammer 7 vorgesehen sein. Wenn man die Einlaßöffnungen fast tangential zur Oberfläche des Innenraums 28 bohrt, kann man auf einfache Weise mit Hilfe des die Öffnung zwischen Auslaßöffnung 9 und Drallgeber 4- passierenden Luftstroms einen Wirbelluftstrom 17 erzeugen. Da dieser Wirbelluftstrom 17 immer die innere Oberfläche des Innen-
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raums 28 der Spinnkammer 7 von angesammelten Pasern reinigt, können solche Fasern niemals in das Garn 14-eingedreht werden. Die Qualität des Garns wird daher nicht durch den Einschluß solcher Faserteile vermindert. Bin weiterer Vorteil des Wirbelluftstroms ist es, daß dieser das Eindrehen einer Faser 1 in das Garn 14- unterstützt, wodurch der Wirkungsgrad betreffend die Garndrehung noch verbessert wird.
Obwohl der als Anode ausgebildete Einlaßkanal 19 und der Drallgeber 4- gemäß den Zeichnungen von Figur 1 und 2 koaxial angeordnet sind, kann man ähnliche Resultate mit . Anordnungen erhalten, wie sie in den Figuren 5 und 6 gezeigt sind. In der Vorrichtung gemäß Figur 5 ist die Achse äea? des als Anode ausgebildeten Einlaßkanals 19 zur Achse des Drallgebers 4- geneigt. In der Vorrichtung gemäß Figur 6 ist die neigung zwischen den beiden Achsen viel größer als im Fall von Figur 5j außerdem liegt in Figur 6 die Anode 10 nahezu auf der Geraden, die- durch die Verlängerung der Achse des Drallgebers 4- gegeben ist.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4- ist ein zweiter Kathodenring 24- konzentrisch zur Auslaßöffnung 9 vorgesehen und mit-dem Kathodenring 12 über einen verstell-
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baren Widerstand 26 verbunden. Der zweite Kathodenring kann als eine Art Steuerelektrode benutzt werden. Wach vielen Versuchen von mehreren verschiedenen Stellungen des zweiten Ringes 24- und Werten der zugehörigen Spannung zeigen die Ergebnisse, daß der Effekt der die statische Elektrizität ausnutzenden Offenend-Spinnerei durch Anpassen der Stellung des Singes 24 und durch Variieren der dazugehörigen Spannung entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten wesentlich verbessert werden kann.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 weist der Einlaßkanal 19 eine Ionenquelle 21 auf, die im einzelnen in Figur 8 dargestellt ist. Die Ionenquelle (bzw. der Ionisator) 21 wird aus einer gesonderten Stromquelle mit positiver statischer Elektrizität versorgt. Eine noch weiter verbesserte Ausführungsform des Einlaßkanals 19 ist in Figur 9 dargestellt. Hierbei ist dem Einlaßkanal zusätzlich eine Ionisierungskammer 121 zugeordnet. In den Vorrichtungen gemäß Figur 7 in Verbindung mit Figur 8 oder 9 kann ionisierte Luft aus der Ionenquelle oder aus der Ionisierungskammer 121 in den Innenraum der Spinnkammer 7 fließen. Das Faserband 2 und die Fasern 1 werden elektrostatisch beladen, sobald sie den Einlaßkanal 19 bzw. die Ionenquelle 21 passieren, weil
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durch den Kanal ionisierte Luft strömt. Die ionisierte Luft muß natürlich auf den Innenraum 28 und den Ringraum beschränkt werden, weil sie schädlich für den Menschen ist. Um das Ausfließen der ionisierten Luft in die Umgebung zu vermeiden, ist daher ein Neutralisiergerät 23 in der Absaugeleitung 13 vorgesehen, so daß die ionisierte Luft neutralisiert wird, bevor sie in den Außenraum gelangt.
Das Faserband 2 kann in der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Passieren eines herkömmlichen Streckwerks oder einer Kämmwalze - vorgelegt durch die Kämmzähne - den Zuführwalzen 3 und 3" zugeführt werden.
Die in der Beschreibung der Ausführungsbeispiele angegebene Polung der Elektroden - Anoden oder Kathoden kann selbstverständlich umgekehrt werden, das heißt, die Elektroden am Eingang der Spinnkammer können negativ und die Elektroden am Ausgang der Kammer können positiv elektrostatisch beladen werden.
Bei Anwendung der Erfindung lassen sich durch elektrostatische Beladung der einzelnen !Fasern 1 und durch Verhinderung von Wickelbildung an den Zuführwalzen mit Hilfe des Luftstroms 20 ausgezeichnete Offenend-Spinnver-
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hältnisse einstellen. Zusätzlich können durch Verwendung einer zweiten optimal angeordneten und elektrostatisch Geladenen Ringelektrode 24 sowie durch Herstellung der Innenfläche der Bohrung des Drallgebers aus nicht elektrisch leitendem Material Nachteile, wie die Erzeugung von Staub, vollständig vermieden werden.
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Claims (14)

  1. Patentansprüche
    Hy Offenend-Splernverfahren auf der Grundlage pneumatischer und elektrostatischer Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verspinnenden, in einem Lunten- oder Vorgarnstrang (2) enthaltenden Fasern (1) mit Hilfe von Zuführwalzen (3ί3!) einer Spinnkammer (7) zugeführt werden, daß ein als erste Elektrode ausgebildeter Einlaßkanal (19) der Spinnkammer (7) sowie eine zweite, an der den Zuführwalzen (3>3"') benachbarten Wand der Spinnkammer angesetzte Elektrode (10) mit elektrostatischer Ladung einer Polarität und eine an einem flußabwärts gelegenen Teil der Spinnkammer angebrachte dritte Elektrode (12) mit elektrostatischer Ladung entgegengesetzter Polarität beladen werden, daß eine Luftströmung (20) durch den als Elektrode ausgebildeten Einlaßkanal (19) in die Spinnkammer (7) eingeführt und durch eine Auslaßöffnung (9) abgeführt wird, daß die vom von den Zuführwalzen (3,3') herangeführte Luntenoder Vorgarnstrang (2) abgelösten einzelnen Fasern (1) innerhalb der Spinnkammer (7) elektro-
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    statisch mit der Polarität des als erste Elektrode ausgebildeten Einlaßkanals (19) beladen werden und daß die einzelnen Fasern (1) in ein Garn (14,14-') eingedreht werden, welches aus einem kontinuierlich rotierenden, flußabwärts, insbesondere - in Faserlaufrichtung gesehen - am Ende, der Spinnkammer (7) angeordneten Drallgeber (4-) nach oben, das heißt flußaufwärts, hervorragt.
  2. 2. Offenend-Spinnverfahren auf der Grundlage pneumatischer und elektrostatischer Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verspinnenden, in einem Lunten- oder Vorgarnstrang (2) enthaltenden Fasern (1) mit Hilfe von Zuführwalzen (3*3') einer feststehenden Spinnkammer (7) zugeführt werden, daß die elektrostatische Beladung der Fasern (1) erst bei und/oder nach Durchtritt der Fasern durch den als erste Elektrode ausgebildeten Einlaßkanal (19) der Spinnkammer (7) erfolgt, daß das elektrische Feld zwischen der ersten Elektrode sowie einer zweiten, an der den Zuführwalzen (3i3!) benachbarten Wand der Spinnkammer angesetzten Elektrode (10) einerseits und einer ebenfalls räumlich festen am - in Faserlaufrichtung ge-
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    sehen - Ende gelegenen Teil der Spinnkammer angebrachte dritte Elektrode (12) andererseits erzeugt wird, so daß der entgegen der Faserlaufrichtung aus einem am Ende der Spinnkammer (7) angeordneten, kontinuierlich rotierenden Drallgeber (4·) in die Spinnkammer hervorragende Garnschwanz (14·') entgegengesetzte Ladung aufweist wie die einzelnen, zu verspinnenden Fasern (Ό, daß in der Spinnkammer (7) eine durch den Einlaßkanal (19) angesaugte und durch eine am Ende der Spinnkammer gelegene Auslaßöffnung (9) abgesaugte Luftströmung (20) gebildet wird und daß das in der Spinnkammer (7) gesponnene Garn (14·) durch die Längsbohrung des Drallgebers (4·) abgezogen wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Elektrode (19, 10) als Anode positiv und die dritte Elektrode (12) als Kathode negativ beladen werden.
  4. 4·. Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Faserlaufrichtung im Anschluß an eine Zuführwalze (3,3')» insbesondere ein Zuführwalzen-
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    paar, eine feststehende.Spinnkammer (7) mit großem Innenraum (28) vorgesehen ist, daß zwischen einem als elektrostatisch "beladene erste Elektrode ausgebildeten Einlaßkanal (19) der Spinnkammer (7) und der Zuführwalze (3,3') ein schmaler Spalt vorgesehen ist, daß in der Spinnkammer (7) eine mit gleicher Polarität wie die erste Elektrode beladene zweite Elektrode (10) nahe an der den Einlaßkanal (19) bildenden ersten Elektrode aber mit Abstand von dieser vorgesehen ist, daß eine ringförmige, entgegengesetzt wie die erste Elektrode beladene dritte Elektrode (12) koaxial zu, aber ohne Berührung mit einem rotierenden, flußabwärts angeordneten Drallgeber (4) angeordnet ist und daß eine Absaugequelle vorgesehen ist, welche über den Einlaßkanal (19) Luft durch die Spinnkammer (7) hindurchsaugt.
  5. 5. Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar im Anschluß an ein Zuführwalzenpaar (3>3') einer räumlich feststehenden Spinnkammer (7) deren Faser-Einlaßkanal (19) und an
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    deren Ausgang ein kontinuierlich, rotierender Drallgeber (4-), das heißt eine Art Garndrehröhrchen, vorgesehen sind, daß die Elektroden zum Erzeugen des elektrischen Feldes und zum elektrostatischen Beladen der lasern (1) am Fasereingang einerseits und am Garnausgang der Spinnkammer andererseits starr angebracht sind, und daß auf den Ausgang der Spinnkammer (7) eine Luftabsaugeleitung (13) zum Erzeugen eines durch den Einlaßkanal (19) in die Spinnkammer gerichteten Luftstroms geschaltet ist.
  6. 6. Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren nach
    den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar im Anschluß an ein Zuführwalzenpaar (3,3·') der Einlaßkanal (19) einer räumlich feststehenden Spinnkammer (7) vorgesehen ist, daß der Einlaßkanal (19) als eine erste Elektrode ausgebildet ist, daß an der dem Zuführwaizenpaar (3,3') benachbarten Innenwand der Spinnkammer (7) in der Nähe des Einlaßkanals (19) eine zweite Elektrode (10) angesetzt ist, daß eine ringförmige, entgegengesetzt wie die erste und zweite Elektrode beladene dritte Elektrode (12)
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    koaxial zu, aber ohne Berührung mit einem am in faserlaufrichtung gesehen - Ende der Spinnkammer (7) angeordneten Drallgeber (4) vorgesehen ist und daß auf das Ende der Spinnkammer (7) eine Luftabsaugeleitung (13) zum Erzeugen eines durch den zwischen dem Zuführwalzenpaar (3»3!) und dem Eingang des Einlaßkanals (19) verbleibenen Spalt in die Spinnkammer gerichteten Luftstroms (20) geschaltet ist.
  7. 7. Vorrichtung zum Durchführen der Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Faserlaufrichtung im Anschluß an eine Zuführwalze (3»3')j insbesondere ein Zuführwalzenpaar, eine feststehende Spinnkammer (7) mit großem Innenraum (28) vorgesehen ist, daß nahe an der Zuführwalze (3»3*) und mit engem Spalt gegenüber dieser in der Spinnkammer (7) ein als elektrisch beladene erste Elektrode ausgebildeter Einlaßkanal (19) vorgesehen ist, daß in der Spinnkammer (7) eine mit gleicher Polarität wie die erste Elektrode beladene zweite Elektrode (10) nahe an der den Einlaßkanal (19) bildenden ersten Elektrode aber mit Abstand von dieser vorgesehen ist, daß ein rotieren-
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    Blatt *?
    der und entgegengesetzt zu der ersteren Elektrode elektrostatisch. Geladener Drallgeber (4) in Faserlaufrichtung flußabwärts angeordnet ist '.und daß eine Absaugequelle vorgesehen ist, welche über den Einlaßkanal (19) Luft durch die Spinnkammer (7) hindurchsaugt.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Spinnkammer (7) eine Vielzahl von (etwa) tangential zur Innenwand der Spinnkammer verlaufenden Löchern (16) aufweist, die den großen Innenraum (28) mit der umgebenden Luft verbinden(Figur 2 und 3).
  9. 9- Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der als Elektrode ausgebildete ,Einlaßkanal (19) koaxial zu dem Drallgeber (4) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des als Elektrode ausgebildeten Einlaßkanals (19) zur Achse des Drallgebers(4) geneigt ist (Figuren 5 und 6).
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  11. 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die neben dem Einlaßkanal (19) an der Wand der Spinnkammer (7) vorgesehene zweite Elektrode (10) nahezu auf der Geraden liegt, die durch die Achse des Drallgebers (4) gegeben ist (Figur 6).
  12. 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine vierte mit gleicher Polarität wie die ringförmige dritte Elektrode (12) beladene Elektrode (24) zwischen der zweiten (10) und dritten (12) Elektrode vorgesehen ist (Figur 4·).
  13. 13· Vorrichtung nac h den Ansprüchen 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen verstellbaren Widerstand (26) aufweist, der dazu dient, die Spannung der statischen Elektrizität an der vierten Elektrode (24) zu verändern.
  14. 14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode des Einlaßkanals (19) durch ein Ionisationsbauteil (21,121) ersetzt ist, welches mit gleicher Polarität wie die zweite Elektrode (10) ionisierte Luft erzeugt.
    509826/0782
    Blatt
    15· Vorrichtung nach den Ansprüchen M- bis 14-, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (19) und zweite (10) Elektrode bzw. das Ionisationsbauteil (21,121) mit positiver Ladung als Anode und die dritte (12) und vierte' (24) Elektrode mit negativer Ladung als Kathode bzw. die ersteren Elektroden als Kathode und die dritte und vierte Elektrode als Anode ausgebildet sind.
    509826/078 2
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