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DE2459781A1 - Vorrichtung zur ausscheidung von fasernissen, fremdstoffpartikeln u. dgl. beim krempeln bzw. kardieren von faserstoffen - Google Patents

Vorrichtung zur ausscheidung von fasernissen, fremdstoffpartikeln u. dgl. beim krempeln bzw. kardieren von faserstoffen

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DE2459781A1
DE2459781A1 DE19742459781 DE2459781A DE2459781A1 DE 2459781 A1 DE2459781 A1 DE 2459781A1 DE 19742459781 DE19742459781 DE 19742459781 DE 2459781 A DE2459781 A DE 2459781A DE 2459781 A1 DE2459781 A1 DE 2459781A1
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DE
Germany
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roller
stripping
carding
roll
drum
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DE19742459781
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DE2459781C2 (de
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Walter Wirth
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Hergeth Hollingsworth GmbH
Original Assignee
Hergeth KG Maschinenfabrik und Apparatebau
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Publication date
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Application granted granted Critical
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/76Stripping or cleaning carding surfaces; Maintaining cleanliness of carding area
    • D01G15/80Arrangements for stripping cylinders or rollers
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/12Details
    • D01G15/14Constructional features of carding elements, e.g. for facilitating attachment of card clothing
    • D01G15/18Workers; Strippers; Doffers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Ausscheidung von Fasernissen, FremdstofSpartikeln u.dgl. beim Krempeln bzw. Kardieren von Faserstoffen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ausscheidung von Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln (Strips) sowie von Kurzfasern beim Krempeln bzw. Kardieren von Faserstoffen sowie Abfailfasern zur Herstellung von Bändern, Vliesen, Watten u.dgl. auf dem Spinnerei- und Non Woven Sektor.
  • Die Krempel oder Karde hat bekanntlich die Aufgabe, die in Flockenform vorliegenden Faserbündel in Einzelfasern aufzulösen und zu entwirren, die Fasern erstmals in Längsrichtung auszurichten und zu parallelisieren sowie vorhandende Strips wie Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikel und Kurzfasern nach Möglichkeit auszuscheiden. Schließlich wird entweder ein Band als erstes gespinstähnliches Produkt gebildet, das bis zum Garn nach verschiedenen Spinnverfahren weiter bearbeitet werden kann, oder die orientierten Fasern bleiben auch bei den Nachfolgeprozessen in Vliesform zur Erzeugung von Produkten auf dem Sektor der nichtgewebten Textilien (Non Wovens).
  • Um diese verschiedenartigen Aufgaben bei der Kardierung von Natur- und Chemiefasern sowie deren Mischungen zu erfüllen, stehen zwei verschiedene Kardiersysteme zur Verfügung. Im wesentlichen handelt es sich um die beiden Arbeitsprinzipe der Walzen- und Deckelkarde.
  • Im Kurzstapelfaserbereich wird die Walzenkarde vorzugsweise im Non-Woven Sektor zur Erzeugung nicht gewebter Textilien und die Deckelkarde vorzugsweise im Spinnereisektor zur Herstellung von Garnen eingesetzt. Dies erklärt sich daraus, daß für die Vlieserzeugung neben der Arbeitsbreite vorrangig die Melangierung und Faserorientierung in Länge und Querrichtung, für die Garnerzeugung dagegen eine ausschließlich längs orientierte Faserparallelisierung und Reinheit des Krempelbandes zur Erreichung einer optimalen Qualität im Endprodukt von Bedeutung ist.
  • Ein Ausscheiden von Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln und Kurz fasern mit dem Deckelstrips durch sich bewegende Kardierelemente ist nur bei der sogenannten Wanderdeckelkarde bekannt und möglich. Darum wird für die Kardierung von Baumwolle ausschließlich die Wanderdeckelkarde in ein- oder zweitambouriger Anordnung (Einzelkarde oder Tandem-Karde) eingesetzt. Es ist ferner bekannt, daß die Unreinheiten auch zum Teil durch starre Reinigungselemente, wie Briseur- und Tambour-Rost, ausgeschieden werden. Auch die Ausscheidung grober Verunreinigungen durch sich bewegende Rostelemente am Briseur ist bekannt.
  • Es ist weiterhin eine Vorrichtung bekannt, bei der schwerere Verunreinigungen durch einen Reinigungsschlitz im Abdeckblech des Tambours unmittelbar über dem Abnehmer durch die Zentrifugalkraft in eine Sammelrinne geschleudert werden. Fasernissen oder Faserverklebungen werden durch diese nach dem Prinzip der Schwerkraft arbeitenden Vorrichtung jedoch nicht ausgeschieden.
  • Mit dem Einbruch der Chemiefasern in den baumwollverarbeitenden Spinnereien werden zwangsläufig auch immer mehr Chemiefasern auf den Wanderdeckelkarden verarbeitet. Dabei zeigt sich, daß die Durchsatzleistung der Wanderdeckelkarde sowie der Parallelisierungsgrad der Fasern von der Karde mit stationären Deckelsegmenten, die sich neuerdings immer stärker durchsetzen, infolge der größeren geschlossenen Kardierfläche erheblich übertroffen wird.
  • Bei der Kardierung von Chemiefaserpartien, die einen höheren Anteil an Nissen und Faserverklebungen aufweisen als normalerweise üblich oder bei der Bearbeitung von Mischungen aus Natur- und Chemiefasern, wie z.B. 67% Polyester und 33% Baumwolle, hat sich jedoch bei der Krempel mit stationären Kardiersegmenten als nachteilig erwiesen, daß die gewichtsmäßig leichten Verunreinigungen des Faserstoffes nicht wie bei der Wanderdeckelkarde entfernt werden können. Nissen.und Faserverklebungen sowie Fremdstoffpartikel bei Baumwollmischung werden zwar teilweise zerkleinert und aufgelöst bzw. durch einen Rost am Briseur und Tambour ausgeschieden, es verbleibt jedoch ein Rest im Krempelband, der die Gärnreinheit, insbesondere bei der Ausspinnung zu feinen Garnen von Nm 40 (tex 25) aufwärts, nachteilig beeinflußt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, bei Krempeln oder Karden, die entweder stationäre Kardiersegmente oder Arbeiter/ Wender oder eine Kombination der beiden Systeme der Walzen- und Deckelkrempel aufweisen, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der eine Ausscheidung der Verunreinigungen des Faserstoffes einschließlich der Nissen und Faserverklebungen durch sogenannte Strips in erhöhtem Maß ermöglicht wird. Die Erfindung zeichnet sich bei der Krempel bzw. Karde der anfangs genannten Art dadurch aus, daß als Strips erzeugende Vorrichtung eine Walze dient, die als Kardierwalze ausgebildet und in Kardierstellung zum Tambour angeordnet ist, und mit der eine Vorrichtung zum Entfernen des anfallenden Strips zusammenwirkt.
  • Mittels einer solchen Strips-Walze, die im faserfreien Zustand in Arbeitsstellung zum Tambour kommen soll, füllt dieser sich beim Auflösen der schon durch vorhergehende Kardierelemente vorgestreckten Fasern bevorzugt mit vernißten oder verklebten Fasern, die in den Garniturspitzen mit ihren Enden hängenbleiben. Auch Fremdstoffpartikel werden von den Garniturenspitzen der Stripswalze zurückgehalten.
  • Es verbleibt nur noch ein sehr geringfügiger Teil feiner Unreinigkeiten, die von dem Tambour bis zum Abnehmer weiterbefördert werden. Die Stripswalze kann eine halbstarre Garnitur oder eine mit Ganzstahl-Sägezahndraht bezogene Garnitur aufweisen. Da sie in Kardierstellung zum Tambour angeordnet ist, wird auch gleichzeitig eine wirksame Kardierarbeit geleistet. Die Stripswalze läuft vorteilhaft mit geringer Drehzahl um.
  • Der Stripswalze ist vorteilhaft ein Abstreifblech zugeordnet, wodurch eine Regulierung des Prozentsatzes an an- 1 fallendem Strips, bezogen auf die gesamte Materialdurchsatzmenge der Krempel oder Karde, vorgenommen werden kann.
  • Das Abstreifblech ist zweckmäßig zur Tambourwalze höhenverstellbar und/oder längsverschiebbar sowie arretierbar angeordnet.
  • Als Vorrichtung zum Entfernen des gebildeten Strips dient vorteilhaft eine Saugvorrichtung. Die Saugdüse der Saugvorrichtung kann sich über die Länge der Stripswalze erstrecken. Man kann auch eine Wanderdüse verwenden. In geeigneten Fällen kann der Strips von der Stripswalze auch durch einen oszillierenden Hacker entfernt werden, wobei der losgelöste Strips in eine Absaugrinne fallen kann.
  • Die Anordnung der Stripswalze an dem Tambour der Krempel oder Karde kann je nach Bedarf verschieden vorgesehen sein.
  • Es können die Stripswalzen paarweise zusammen angeordnet werden. Man kann ferner die Stripswalze bzw. das Stripswalzenpaar am Ende der Kardierelemente und/oder zwischen diesen bzw. auch vor den Kardierelementen vorsehen. Die Doppelanordnung der Stripswalzen ist zur Entfernung aller Verunreinigungen im Faserstoff sehr wirksam. Es genügt jedoch auch schon eine Stripswalze, um eine gute Reinigungswirkung zu erzielen. Für Mischungen aus Natur- und Chemiefasern ist insbesondere bei Synthetik/Baumwolle die Tandem-Anordnung der Stripswalzen vorzuziehen. Die Zahl der an einem Tambour einzusetzenden Stripswalzen sowie deren Arbeitsposition an dem Tambour bestimmen wesentlich den erzielten Reinheitsgrad im Vlies bzw. im Band der Krempel.
  • In geeigneten Fällen können am Tambour zur kodierung ausschließlich Stripswalzen angeordnet werden, da die Stripswalzen sowohl Kardierarbeit als auch Reinigungsarbeit zugleich erfüllen.
  • Die Stripswalze läuft zur Tambourwalze zweckmäßig gegenläufig um. Es ist jedoch auch möglich, Tambourwalze und Stripswalze gleichsinnig umlaufen zu lassen.
  • Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dar gestellten Ausführungsbeispiele nachstehend erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer Krempel mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ausscheidung von Nissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln u.dgl. in Ansicht und im Schema.
  • Fig. 2 stellt eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bei anders verteilter Anordnung der Stripswalzen in Ansicht schematisch dar.
  • Fig. 3 und 4 veranschaulichen Ausschnitte der Zusammenarbeit zwischen einer Stripswalze und dem Tambour bei verschiedenen Garnituren der Stripswalzen in Seitenansicht, schematisch.
  • Fig. 5 und 6 entsprechen im wesentlichen der Darstellung der Fig. 5 und 4, wobei die Stripswalzen zu dem Tambour entgegengerichtet umlaufen.
  • Die Krempel 1 der Fig. 1 weist einen Tambour 2 mit einer Einzugsvorrichtung 3 auf, die aus einer Muldenplatte 4 und einem Einzugszylinder 5 besteht. Der vom Karden-Briseur 6 an den Tambour 2 in relativ ungleichmäßiger Verteilung übertragene Faserstoff wird durch eine Arbeiterwalze 7 gründlich aufgearbeitet. Der Briseur übernimmt dabei die Funktion eines Wenders. Danach folgen die Kardiersegmente 8a,b,c,d. Die Abnahme der Fasern von dem Tambour 2 erfolgt mittels der Abnehmerwalze 9. Die Florabnahme von der Abnehmerwalze 9 geschieht wahlweise mittels eines Walzenabzuges 8 oder auch eines Doppel-Hackersanstelle des Walzenabzuges, wobei die Florteilung zu zwei Bändern mittels Trennungsstreifen am Abnehmer oder durch Absaug- oder Druckluftdüsen erfolgen kann.
  • Zum Entfernen der Verunreinigungen dient die Vorrichtung 11, die aus zwei hintereinanderfolgenden Stripswalzen 12a und 12b gebildet ist. Den Stripswalzen sind Abstreifplatten 13a und 13b zugeordnet. Ferner ist eine Vorrichtung 14 zum Entfernen der Verunreinigungen vorgesehen, die vorteilhaft pneumatisch arbeitet.
  • Bei dem Beispiel der Fig. 3 weist die Stripswalze 12 eine halbstarre Garnitur 15 auf, die vorzugsweise aus einem verstärkten Krátzenband mit Gummiauflage geb;ldet ist, das vorteilhaft mit Flachstahldraht oder auch mit anderem Draht besetzt sein kann. Bei dem Beispiel der Fig. 4 handelt es sich bei der Stripswalze um eine solche mit Ganzstahl-Sägezahndrahtgarnitur 16. Die Stripswalzen sind in Kardierstellung-zum Tambour angeordnet und haben bei diesen Beispielen eine Drehrichtung, die zur Arbeitsstelle am Tambour gleichgerichtet ist. Bei der Ausführungsform der Fig. 5 und 6 ist die Drehrichtung der Stripswalzen mit der Arbeitsstell-e am Tambour entgegengesetzt vorgesehen.
  • Die Abstreifplatte- 15-ist vorteilhaft seitlich am Maschinengestell - 17 mittels Halter 18 verschraubbar. Mit Hilfe von Stellschrauben 19 kann die Abstreifplatte höher oder tiefer in bezug auf den Tambour 2 und auch mehr oder weniger in den Spalt zwischen der Garnitur 2a des Tambours 2 und der Garnitur 15 bzw. 16 der Stripswalze 12 eingeschoben werden. Der Abstand der Abstreifplatte gegen die Tambourgarnitur 2a wird vorteilhaft im Bereich von etwa 0,) bis o,8 mm und gegen die Garnitur der Stripswalze 12 auf etwa 0,4 bis 1,0 mm eingestellt. Die Abstreifplatte 14 trennt den Faserflor zwischen dem Tambour und der Strips-' walze. Damit kann der gewünschte Prozentsatz an anfallendem Strips zur Erreichung der erforderlichen Reinheit der Fasern im Krempelband oder Flor eingestellt werden. Ein Näherstellen-gegen die Stripswalze vermehrt, ein Näherstellen gegen die Tambourwalze vermindert den Strips-Anfall. Diese Wirkung ergibt sich dadurch, daß diejenige Garnitur, die durch die näher eingestellte Abstreifplatte bzw. das Trennblech 15 am besten davor geschützt ist, ihre Faserfüllung zu verlieren, den größten Anteil bei der Trennung des Flores erhält. Zwischen der Tambourwalze 2 und der Stripswalze 12 erfolgt die eigentliche Kardierarbeit, deren Intensität von der Garniturbeschaffenheit, der Distanz und der Relativgeschwindigkeit der beiden Arbeitselemente abhängig ist. Die Stripswalze nimmt vornehmlich vernißte oder verklebte Fasern auf, die in den Garniturspitzen mit ihren Enden hängenbleiben. Auch Fremdstoffpartikel werden aus dem Flor entfernt.
  • Der Durchmesser der Stripswalze 12 ist auf die Reinigungswirkung von Einfluß. Mit der Größe des Walzendurchmessers nimmt die Größe der Kardierfläche zu. Es sind verschiedene Walzendurchmesser möglich. Ein wirtschaftlich vertretbares Optimum des Walzendurchmessers liegt vorteilhaft zwischen etwa 170 mm und etwa 260 mm.
  • Die Stripswalzen laufen verhältnismäßig langsam um. Die Umfangsgeschwindigkeit der Stripswalze liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 4 bis 40 cm/min. Sie kann aber auch je nach Kardierqualität erheblich höher sein. Mit zunehmender Geschwindigkeit der Stripswalze 12 nimmt zwar die Füllung der Garnitur derselben leicht ab. Diese Abnahme ist aber geringer als die Geschwindigkeitszunahme, so daß der Anfall an Strips prozentual zur Durchsatzmenge steigt.
  • Andererseits wird die Reinheit des Krempelbandes oder Vlieses nicht im gleichen Verhältnis absinken, wenn die Stripswalze langsamer läuft, wobei aber an Faserverlust durch den Strips gespart wird. Die relative für die Kardierung und Entfernung von Unreinheiten maßgebende Geschwindigkeit weicht bei den beiden möglichen Laufrichtungen so wenig von der Geschwindigkeit der Tambourwalze ab, daS bezüglich der Intensität der Kardierung kein nennenswerter Einfluß gegeben ist.
  • Es ist wichtig, daß an der Abnehmerseite die Stripswalze, wenn sie gegen die Tambourwalze läuft, ganz frei von Fasern ist. Es ergibt sich, daß bei der Strips-Abnahme zur Abnehmerseite hin bevorzugt gröbere Unreinigkeiten aus der Fasermasse entfernt werden können.
  • Die Entfernung der Strips von der Stripswalze erfolgt vorteilhaft pneumatisch mittels Unterdruck, und zwar mittels einer Saugdüse 20. Der Unterdruck kann durch einen Absaugventilator erzeugt werden, der auch zugleich zur Faserstaubabsaugung für die Krempel verwendet wird. Die Saugdüse kann in axialer Richtung über die ganze Länge der Stripswalze stationär angeordnet sein. Zur intensiven Absaugung und Reinhaltung der vorzugsweise mit halb starrer oder aus Ganzstahl bestehenden Garnitur bezogenen Stripswalze kann auch alternativ eine Wanderdüse verwendet werden. Diese soll einen relativ engen Lufteinlaßschlitz besitzen, so daß durch die örtlich konzentrierte Saugwirkung infolge der hohen Luftgeschwindigkeit der in den Garniturspitzen sitzende Strips mit allen Verunreinigungen wirksam entfernt wird. Alternativ zur Absaugung des Strips von der Stripswalze kann das Loslösen desselben mit einem oszillierenden Hacker erfolgen, wobei der losgelöste Strips zur Entfernung in eine Absaugrinne fallen kann.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist eine andere Möglichkeit der Positionierung der Arbeitsstelle für die Stripswalze gezeigt. Die eine Stripswalze 12a mit der Abstreifplatte 13a und der Absaugung 20 kann zwischen je zwei Kardierelementen 8b und 8c angeordnet werden. Die andere Stripswalze 12b mit der zugehörigen Abstreifplatte 13b und der entsS,rechenden Absaugung 20 kann nach den Kardierelementen sc, 8d über der Abnehmerwalze 9 eingesetzt werden. Es ist auch möglich, eine Stripswalze oberhalb der Arbeiterwalze 7 vor den Kardiersegmenten 8a,b vorzusehen.
  • Je nach den Umständen und der Größe der Tambourwalze kann die Anzahl der Stripswalzen sowie deren Arbeitsposition in bezug auf die Tambourwalze verschieden variiert werden, wobei die optimalen Anordnungen diejenigen der Fig. 1 und 2 darstellen.
  • Der Antrieb der Stripswalze, der nur einen verhältnismäßig geringen Kraftbedarf hat, erfolgt vorteilhaft über die erforderlichen langsamen Drehzahlen mittels eines Untersetzungsgetriebes von der Abnehmerwalze oder auch von einer Arbeiterwalze. Der Antrieb kann aber auch mit jeder anderen schon vorhandenen Antriebseinrichtung gekoppelt werden.
  • Die Zuordnung der Abstreifplatte 13 erfolgt jeweils so, daß die Abstreifplatte zum Ablösepunkt der Abstreifwalze von der Tambourwalze gerichtet ist. Deshalb findet sich die Abstreifplatte 17 bei den Ausführungsformen der Fig.
  • 5 und 6 jeweils- oberhalb der Stripswalze 12, und zwar mit dem zugespitzten Ende zu dem zwischen der Stripswalze 1-2 und der Tambourwalze 2 gebildeten Spalt.

Claims (1)

  1. Ansprüche
    Vorrichtung zur Ausscheidung von Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln (Strips) und Kurzfasern beim Krempeln bzw. Kardieren von Faserstoffen sowie Abfallfasern zur Erzeugung von Bändern, Vliesen, Watten u.dgl., bei der mindestens eine Tambourwalze mit Mulden- oder Walzeneinzugsvorrichtung bzw. Übertragungswalze zu der weiteren Tambourwalze, Kardierelemente und eine Abnahmevorrichtung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Strips erzeugende Vorrichtung eine Walze (12,12a,12b) dient, die als Kardierwalze ausgebildet und in Kardierstellung zum Tambour angeordnet ist und mit der eine Vorrichtung (14) zum Entfernen des anfallenden Strips zusammenwirkt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stripswalze (12,12a,12b) eine Abstreifplatte (13,13a,1)b) zugeordnet ist, und daß die Abstreifplatte zur Tembourwalze (2) höhenverstellbar und/oder längsverschiebbar und arretierbar angeordnet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorrichtung zum Entfernen des gebildeten Strips eine Saugvorrichtung (20) vorgesehen ist, wobei die Saugdüse sich über die Länge der Stripswalze erstreckt oder als Wanderdüse vorgesehen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Entfernen des gebildeten Strips ein oszillierender Hacker angeordnet ist, wobei dem Hacker eine Absaugrinne zur Aufnahme des losgelösten Strips zugeordnet ist.
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stripwalzen (12a,b) paarweise zusammen angeordnet sind, und daß eine gemeinsame Entfernungsvorrichtung (14) für den gebildeten Strips für das Walzenpaar vorgesehen ist.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stripswalze bzw. das Stripswalzenpaar am Ende der Kardierelemente (8a-d) angeordnet sind.
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet, daß die Stripswalze bzw. das !Stripswalzenpaar zwischen den Kardierelementen (8b,8d) vorgesehen sind.
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stripswalze bzw. das Stripswalzenpaar vor den Kardierelementen angeordnet sind.-9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Tambourwalze und Stripswalze an ihrer gemeinsamen Arbeitsstelle gleichsinnig umlaufen.
    10. Vorrichtung nach einem der Anspruche l bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Tambourwalze und Stripswalze an ihrer gemeinsamen Arbeitsstelle gegenläufig umlaufen.
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche l bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Tambourwalze zur Kardierung ,æl7sschließlich Stripswalzen angeordnet sind.
DE19742459781 1974-12-18 1974-12-18 Vorrichtung zur Ausscheidung von Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln (Strips) und Kurzfasern beim Krempeln oder Kardieren von Faserstoffen Expired DE2459781C2 (de)

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