DE2457069C2 - Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in BogenrotationsdruckmaschinenInfo
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Description
1. die pneumatischen Organe aus Blasluftdüsen (11, 12) bestehen, die im Anlegeblech (4)
und/oder im Anlegetisch (2) mit parallel dazu gerichteter Blasrichtung derart angeordnet
sind, daß
2. die Blasrichtung jeder Blasluftdüse (U, 12) eine '5
K omponente auf die Seitenmarke (6) zu hat
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasluftdüsen (11,12) für die längs des Anlegetisches (2) und des Anlegebleches (4)
austretenden Blasluftstrahlen unter einem spitzen bis rechten Winkel zur Laufrichtung der Bogen (13)
einstellbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Drosselvorrichtung
(23) in der die Luft den Blasluftdüsen (11, 12) zuführenden Blasluftleitung (22) vorgesehen ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasluftdüsen (12) im Anlegetisch
(2) zwischen den Transportbändern (3) in der Nähe M der Vorderkante vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasluftdüsen (11,12) in der Ebene
des Anlegetisches (2) bzw. -bleches (4) liegenden Fläche eine zur Zuführbohrung exzentrische flachkegelige
Aussparung (18) aufweisen, die durch ein kreisabschnittförmiges Blech (19) teilweise abgedeckt
ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasluftdüsen (11,
12) als Flanschkörper (15, 16) ausgebildet und mit Langlochschlitzen (20) versehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenmarke (6) als geneigt zur
Bogenlaufrichtung angeordneter Seitenanschlag ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich zwischen der Seitenmarke
(6) und der Vordermarke (5) die Blasluftdüsen (11) gruppenweise angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heranführen von durch Transportbänder schuppenartig
unterlappt zu der Vordermarke eines Anlegetisches von Bogenrotationsdruckmaschinen zugeführten Bogen zu
der Seitenmarke mit Hilfe von pneumatisch wirksamen Organen.
Eine solche Vorrichtung ist z. B. durch die DE-PS 83 244 bekannt.
Bekanntlich werden die vom Anlegestapel einzeln abgehobenen Bogen in der sogenannten Anlage vor der
Übernahme beispielsweise durch Schwinggreifer, welche die Bogen den Greifersystemen des Druckzylinders
oder einer Anlegetrommel übergeben, nach der Vorderkante und nach der Seite hin ausgerichtet. Zu
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b5 diesem Zweck sind Anlegemarken und Seitenziehmarken am Anlegetisch vorgesehen. Bei schnellaufenden
Druckmaschinen, d. h. rascher Bogenfolge, werden die Bogen dabei von einer bestimmten Formatlänge an
geschuppt in der Anlage zugeführt, so daß der anzulegende Bogen bereits an die Vorderkante geführt
und ausgerichtet wird, während der vorhergehende, abziehende Bogen denselben noch überdeckt Während
des Ausrichtevorgangs der Vorderkante muß gleichzeitig auch das Ausrichten des Bogens nacn der Seite
erfolgen. Die hierfür zur Verfugung stehende Zeit ist zwar normalerweise nur kurz (V25 see), sie darf aber
auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten nicht unterschritten werden, um ein Rückprallen des Bogens
von der Seitenmarke zu unterbinden. Das hat jedoch zur Folge, daß bei überlappter Bogenzufuhr die Seitenziehmarke
dem nachfolgenden Bogen im Wege ist und zu Betriebsstörungen Anlaß gibt.
Aus der DE-PS 5 83 244 ist es bekannt, mittels einer in der Nähe der Vorderkante des an den Vordermarken
anliegenden Bogens von unten angreifenden Saugdüse den Bogen gegen die Seitenmarke zu bewegen.
Abgesehen von dem Aufwand einer zusätzlich vorgesehenen Bremsdüse zum Verhindern einer Drehung des
Bogens, hat die Verwendung von Saugdüsen den Nachteil, daß bei ungenügender Planlage des Druckträgers
die Saugkraft vermindert und der Seitentransport beeinträchtigt wird. Überdies eignet sich eine derartige
Vorrichtung wegen der Bremsdüse nicht für hohe Maschinengeschwindigkeiten, bei welcher für das
Ausrichten nur sehr wenig Zeit zur Verfügung steht.
Aus der DE-AS 11 86 473 ist es zudem bekannt, bei Bogenanlegetischen unter dem Bogen nach beiden
Seiten gerichtete Blasluftdüsen anzuordnen. Mit diesen Blasluftdüsen soll unter Anwendung des hydrodynamischen
Paradoxons die häufig aufgeworfene Bogenvorderkante gegen die Unterlage gezogen und somit
geglättet werden, um ein Überschießen des Bogens über die Vorder- bzw. Deckmarken zu verhindern. Die
Seitenausrichtung hingegen wird mit einer eine Rolle aufweisenden mechanisch arbeitenden Seitenziehmarke
vorgenommen.
Aufgabe der Erfindung ist es, mit geringem Aufwand ein einwandfreies Heranführen jedes Bogens an die
Seitenmarke auch bei höchsten Maschinengeschwindigkeiten unter Verzicht auf mechanisch wirkende Mittel
zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Das Heranführen der Bogenvorderkante an die Vordermarken wird dabei in üblicher Weise durch die
Transportbänder bewirkt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Blasluftdüsen für die längs des Anlegetisches und des
Anlegebleches austretenden Blasluftstrahlen unter einem spitzen bis rechten Winkel zur Laufrichtung der
Bogen einstellbar und eine Drosselvorrichtung in der Blasluftleitung vorgesehen, so daß entsprechend dem
jeweils verwendeten Papier eine hinreichende, aber nicht zu starke Bewegung des Bogens in Richtung der
Seitenmarke erreicht wird.
Nach einer weiteren Ausführungsform werden die Blasluftdüsen dabei bereits im Anlegetisch zwischen den
Transportbändern vorgesehen, um den Bewegungsablauf des Bogens allmählich verlaufend und in
Übereinstimmung mit der Vorderkantenausrichtung zu bringen.
Eine besonders wirkungsvolle Bildung des Unter-
drucks wird dadurch erreicht, daß die obere Flache der
Düsen eine zur Zuführbohrung der Luft exzentrisch flachkegelige Aussparung aufweist, die teilweise durch
ein kreisabschnittförmiges Blech abgedeckt ist. Auf diese Weise kann der zugeführten Druckluft eine
bestimmte Richtung bei entsprechender Düsenstellung aufgezwungen werden, so daß die 3ogen sowohl in
Laufrichtung als auch nach der Seile hin passerhaltig zum Anliegen kommen.
Weitere Merkmale ergeben sich aus den Untcransprüchen.
In der Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel anhar.il der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht schematisch des ersten Druckwerks einer Bogenrotationsdruckmaschine mit
Anleger und Anlegesiapel,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Maschine nach F i g. 1,
F i g. 3 und 4 eine Düse in Draufsicht und Seitenansicht in größerem Maßstab,
F i g. 5 eine Einzelheit.
Die auf dem Anlegesiapel 1 befindlichen Bogen werden mittels längsbeweglicher Sauger dem Anlegetisch
2 zugeführt und mittels endloser umlaufender Bänder 3 in Richtung des Anlegebleches 4 gefördert, wo
das Ausrichten der Vorderkante der Bogen in den Vordermarken erfolgt. Zum Zweck der genauen
Seitenausrichtung sind am Anlegeblech % Seitenmarken 6 vorgesehen, von denen lediglich die eir.e gezeigt ist,
gegen welche die (linke) Bogenkante anliegen soll ehe der Bogen zur Anlegetrommel 7 mittels Schwinggreifer
bewegt wird und in das Druckwerk mit dem » Plattenzylinder 8, dem Gummizylinder 9 und dem
Druckzylinder 10 gelangt.
Um die Seitenausrichtung, die üblicherweise durch mechanische Mittel gesteuert erfolgt, zu bewerkstelligen,
sind nach der Erfindung im Anlegeblech 4 und/oder r> im Anlegetisch 2 eine Anzahl Blasluftdüsen 11 bzw. 12
vorgesehen, die derart einstellbar sind, daß die Blasluftstrahlen in einem spitzen bis rechten Winkel zur
Bogenlaufrichtung längs des Anlegetisches 2 bzw. Anlegebleches 4 austreten und damit durch den dabei -ίο
auftretenden Unterdruck und die gerichtete Strömung der Luft an der Bogenunterseite eine Bewegung der
Bogen in Richtung der Seitenmarke 6 verursachen, wie aus Fig.5 ersichtlich ist. Zweckmäßig ist der Seitenanschlag
6 dabei etwas schräg zur Laufrichtung der Bogen is gestellt, so daß die vordere Ecke des Bogens 13 unter
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25 der Wirkung der Transportbänder 3 und der Blasluftstrahlen
entlang der Seitenmarke 6 streift und nach Erreichen der Vordermarken 5 die richtige Seitenlage
einnimmt. Zur Verstärkung des Blaseffektes sind im Bereich zwischen den Anlegemarken 5 und der
Seitenmarke 6 die Blasluftdüsen 11 vorzugsweise gruppenweise angeordnet wobei die Blasluftstrahlen,
wie in F i g. 5 gezeigt ist, auf einen Punkt gerichtet sind, der die genaue Lage des auszurichtenden Bogens 13
gewährleistet. Die Blasluftdüsen 12 am Anlegetisch sind zu dem Zweck vorgesehen, auf die Bogcnseitenausrichtung
über einen längeren Zeitraum einwirken und eine Art Voraussrichtung ermöglichen zu können. Um die
Seitenbewegung der Bogen den unterschiedlichen zu verarbeitenden Papierqualitäten anpassen zu können,
sind in der Blasluftleitung 22 Drosselvorrichtungen 23 voigesehen, mit denn z. B. von Hand der Blasluftdruck
in Verbindung mit der Stellung der Blasluftdüsen so regelbar ist, daß eine ausreichende, aber nicht zu große
Seitenbewegung der Bogen erfolgt.
Die Ausbildung der zweckmäßig über die Maschinenbreite gleichmäßig verteilten und in der Blaswirkung
unterschiedlich einstellbaren Blasluftdüsen 11,12 ist aus
den Fig.3, 4 ersichtlich. Der vorzugsweise mit einem
Befestigungsflansch 15 versehene Düsenkörper 16 weist auf seiner Oberseite exzentrisch zur Zuführbohrung 17
der Luft tine flachkegelige Aussparung 18 auf, die teilweise durch ein kreisabschnittförmiges Blech 19
abgedeckt ist. Auf diese Weise erfolgt der Luftaustritt aus der Düse bereits parallel zum Anlegeblech 4 bzw.
zum Anlegetisch 2, so daß die Unterdruckbildung gefördert und die Seitenausrichtung beschleunigt wird.
Am Befestigungsflansch 15 des Düsenkörpers 16 sind Langlöcher vorgesehen, um die Düsen im Umfang
verdrehen zu können und damit den Blasluftströmen eine gewünschte Richtung zu geben.
Um den unterschiedlichen Papiergewichten und -größen Rechnung tragen zu können, ist die Blasluft in
der Zuführleitung durch ein Ventil einstellbar. Gegebenenfalls können auch Ventile an den einzelnen
Blasluftdüsen 11, 12 zur Dosierung vorgesehen sein. Im
Bedarfsfall können zur Verminderung des Luflbedarfs die Ventile auch taktmäßig gesteuert und, so lange sich
der vordere Teil des Bogens in deren Bereich befindet, geöffnet sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Heranführen von durch Transportbänder schuppenartig unterlappt zu der
Vordermarke eines Anlegetisches von Bogenrotationsdruckmaschinen zugeführten Bogen zu der
Seitenmarke mit Hilfe von pneumatisch wirksamen Organen, dadurch gekennzeichnet, daß
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742457069 DE2457069C2 (de) | 1974-12-03 | 1974-12-03 | Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742457069 DE2457069C2 (de) | 1974-12-03 | 1974-12-03 | Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2457069A1 DE2457069A1 (de) | 1976-06-10 |
| DE2457069C2 true DE2457069C2 (de) | 1982-10-21 |
Family
ID=5932362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742457069 Expired DE2457069C2 (de) | 1974-12-03 | 1974-12-03 | Vorrichtung zum passergerechten Anlegen von Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE2457069C2 (de) |
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- 1974-12-03 DE DE19742457069 patent/DE2457069C2/de not_active Expired
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