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DE10355261A1 - Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse - Google Patents

Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse Download PDF

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DE10355261A1
DE10355261A1 DE10355261A DE10355261A DE10355261A1 DE 10355261 A1 DE10355261 A1 DE 10355261A1 DE 10355261 A DE10355261 A DE 10355261A DE 10355261 A DE10355261 A DE 10355261A DE 10355261 A1 DE10355261 A1 DE 10355261A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
brake
bow
suction
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10355261A
Other languages
English (en)
Inventor
Andreas Böttger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heidelberger Druckmaschinen AG
Original Assignee
Heidelberger Druckmaschinen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heidelberger Druckmaschinen AG filed Critical Heidelberger Druckmaschinen AG
Priority to DE10355261A priority Critical patent/DE10355261A1/de
Publication of DE10355261A1 publication Critical patent/DE10355261A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse (3.7), welche die verarbeiteten Bogen (2.2) von einer Verarbeitungsgeschwindigkeit auf eine Ablagegeschwindigkeit verzögert, und mit einem Förderer (3.5), der die verarbeiteten Bogen (2.2) in einer Förderrichtung schleppend transportiert und zu deren Verzögerung seitens der Bogenbremse (3.7) freigibt. Um zu erreichen, dass ein jeweiliger Bogen (2.2) sicher von der Bogenbremse (3.7) erfasst wird und von dem die Bogen (2.2) transportierenden Förderer (3.5) bzw. von einem nachfolgenden Bogen (2.2) weitestgehend unbeeinflusst bleibt, ist der Bogenbremse (3.7) eine Fängeranordnung (3.10; 3.10') zugeordnet, die periodisch zwischen einer ersten und zweiten Position verstellbar ist und bei deren Verstellung von der ersten in die zweite Position eine Sogwirkung auf einen jeweiligen der Bogen (2.2) ausübt und damit in der zweiten Position einen Kontakt zwischen dem jeweiligen Bogen (2.2) und der Bogenbremse (3.7) herstellt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse, welche die verarbeiteten Bogen von einer Verarbeitungsgeschwindigkeit auf eine Ablagegeschwindigkeit verzögert und mit einem Förderer, der die verarbeiteten Bogen in einer Förderrichtung schleppend transportiert und zu deren Verzögerung seitens der Bogenbremse freigibt.
  • Eine derartige Maschine ist insbesondere aus der Druckschrift EP 1 074 499 A2 bekannt. Diese bietet eine Lösung für die Problematik, dass sich über einen auf eine Ablagegeschwindigkeit abgebremsten Bogen eine nachfolgende Greiferbrücke eines Auslegers hinwegbewegt und diese Greiferbrücke oder auch der mittels dieser transportierte nachfolgende Bogen beispielsweise insofern nachteiligen Einfluss auf den vorausgehenden Bogen nimmt, als dessen nachlaufender Bereich umschlägt. Die zur Lösung vorgeschlagenen, einem Bogenfallbereich für die seitens der Bogenbremse freigegebenen Bogen zugeordneten motorisch angetriebenen Strömungsmaschinen mit dem Bogenfallbereich zugewandten Saugseiten bewirken zwar auch die vorteilhaften Nebeneffekte, dass der unterhalb der Bogenbremse herrschende Sog den jeweils abzubremsenden Bogen frühzeitig an die Bogenbremse anlegt und dass der Neigung des Umschlagens des nachlaufenden Endes des abzubremsenden Bogens in Richtung auf den nachfolgenden Bogen entgegengewirkt wird. Jedoch müssen diese Vorteile einerseits mit relativ großen Leistungen zum Betrieb der Strömungsmaschinen und andererseits mit der Folge erkauft werden, dass sich ohne zusätzlichen Aufwand – insbesondere zur Kanalisierung der von den Strömungsmaschinen geförderten Luftströme – im Ausleger unerwünschte und unkontrollierte Strömungen einstellen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die eingangs genannte Maschine so auszubilden, dass ein jeweiliger Bogen sicher von der Bogenbremse erfasst und von dem die Bogen transportierenden Förderer bzw. von einem nachfolgenden Bogen weitestgehend unbeeinflusst bleibt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine der Bogenbremse zugeordnete, periodisch zwischen einer ersten und einer zweiten Position verstellbare Fängeranordnung vorgesehen, welche bei deren Verstellung von der ersten in die zweite Position eine Sogwirkung auf einen jeweiligen der Bogen ausübt und damit in der zweiten Position einen Kontakt zwischen dem jeweiligen Bogen und der Bogenbremse herstellt.
  • Hiermit wird zwei sich gegenseitig ausschließenden Anforderungen Rechnung getragen, wonach die Bogenbremse einerseits möglichst nahe am Förderer platziert sein soll, um zu gewährleisten, dass die Bogen von der Bogenbremse sicher erfasst werden, und andererseits die Bogenbremse möglichst weit unterhalb des Förderers platziert sein soll, um zu gewährleisten dass ein nachfolgender Bogen oder der diesen transportierende Förderer den vorauseilenden abzubremsenden Bogen unbeeinflusst lässt.
  • Die Merkmale des Erfindungsgegenstandes und von dessen Ausgestaltungen sind den beigefügten Zeichnungen und den darauf Bezug nehmenden nachfolgenden Erläuterungen entnehmbar.
  • In den Zeichnungen zeigt
  • 1 eine schematische Darstellung einer Bogen verarbeitenden Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse und einer dieser zugeordneten Fängeranordnung gemäß einer ersten Ausgestaltung derselben,
  • 2 eine Detailansicht in Richtung des Pfeils II in 1 in schematischer Darstellung,
  • 3 in vereinfachter Darstellung einen Verstellmechanismus für die erste Ausgestaltung der Fängeranordnung,
  • 4a bis 4c in schematischer Darstellung Momentanbilder der zwischen einer ersten und einer zweiten Position verstellbaren Fängeranordnung gemäß deren erster Ausgestaltung unter Weglassung des Verstellmechanismussees,
  • 5a bis 5c in schematischer Darstellung Momentanbilder der zwischen einer ersten und einer zweiten Position verstellbaren Fängeranordnung in einer zweiten Ausgestaltung derselben und ein Beispiel für einen Verstellmechanismus hierzu.
  • Die in 1 schematisch dargestellte Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine umfasst einen Maschinenabschnitt 1 mit beispielhaft zwei Verarbeitungsstationen in Form von Druckwerken 1.1 und 1.2, die im vorliegenden Fall jeweils eine Farbe verdrucken, so dass damit zwei Farben gedruckt werden können. Für jede weitere Farbe ist ein weiteres Druckwerk vorzusehen. Für weitere Prozessschritte, wie beispielsweise Lackieren, Zwischentrocknen, Perforieren usw. ist jeweils eine weitere Verarbeitungsstation vorzusehen. Im beispielhaft dargestellten Falle arbeiten die Druckwerke 1.1 und 1.2 nach dem Nassoffsetverfahren und umfassen demzufolge jeweils ein Farbwerk 1.3 und ein Feuchtwerk 1.4, einen damit in Verbindung stehenden Plattenzylinder 1.5, einen an diesem betriebsmäßig abrollenden Gummituchzylinder 1.6 sowie einen einen jeweiligen Bogen 2.2 führenden Druckzylinder 1.7.
  • Zur Beschickung der Druckwerke 1.1 und 1.2 mit den Bogen 2.2 ist ein Anleger 2 vorgesehen, der mittels einer Vereinzelungsvorrichtung 2.1 einen jeweils obersten Bogen 2.2 von einem Stapel 2.3 abgreift und an eine Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.4 übergibt, welche einen jeweils in Verarbeitungsrichtung vorauseilenden der zu einer Schuppenformation vereinzelten Bogen nach dessen insbesondere mittels eines Saugbändertisches erfolgtem Transport in Richtung auf Vorderkantenanschläge an diesen und an wenigstens einem Seitenanschlag ausrichtet.
  • Ein der ersten Verarbeitungsstation, hier dem Druckwerk 1.1, zugeordneter schwingender Vorgreifer 1.8 übernimmt den jeweils ausgerichteten Bogen 2.2 und übergibt diesen an eine Anlegetrommel 1.9, welche ihn ihrerseits an den Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.1 übergibt. Nach Durchlaufen des Druckspaltes dieses Druckwerkes 1.1 übergibt dessen Druckzylinder 1.7 den Bogen 2.2 an eine zwischen die Druckzylinder 1.7 der beiden Druckwerke 1.1 und 1.2 geschaltete Transfervorrichtung in Form einer Bogenführungstrommel 1.10. Im Falle einer für Schön- und Widerdruck ausgebildeten Maschine ist stattdessen eine zwischen Schöndruckbetrieb und Schön- und Widerdruckbetrieb umschaltbare Wendeeinrichtung vorgesehen. Der Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.2 übernimmt den Bogen 2.2 von der Bogenführungstrommel 1.10, führt ihn durch den weiteren Druckspalt und übergibt ihn sodann an einen in einem Ausleger 3 angeordneten Förderer 3.5 welcher die Bogen 2.2 mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit in einer Förderrichtung entlang einer Förderstrecke schleppt und nach Durchlaufen der Förderstrecke an eine Bremsstation 3.1 übergibt, in welcher die Bogen 2.2 auf eine Ablagegeschwindigkeit verzögert und schließlich zur Bildung eines Auslegestapels 3.2 freigegeben werden.
  • Der Förderer 3.5 ist mit Greiferbrücken 3.6 ausgestattet, an denen Greifer angeordnet sind, die unter Federkraft normal geschlossen sind und unter Drehung einer die Greifer tragenden Greiferwelle mittels einer daran angeordneten Kurvenfolgeranordnung und einer diese entsprechend auslenkenden Greiferöffnungskurve bei Passieren derselben vorübergehend geöffnet werden – nicht dargestellt -.
  • Im Fortdruck werden am Stapel 2.3 im Anleger 2 das Produktionsniveau, d. h. die Höhenlage des jeweils obersten Bogens 2.2, und im Ausleger 3 die Fallhöhe der die Bremsstation 3.1 verlassenden Bogen 2.2 durch entsprechendes Nachführen jeweiliger den Stapel 2.3 bzw. den Auslegestapel 3.2 tragender Plattformen 2.5 bzw. 3.3 mittels jeweiliger Hubwerke beibehalten, von welchen lediglich die Plattformen 2.5 und 3.3 tragende Hubketten 2.6 und 3.4 angedeutet sind.
  • In der genannten Bremsstation 3.1 ist eine Bogenbremse 3.7 angeordnet, die – wie die schematische Darstellung in 1 andeutet – beispielhaft ein Bremselement in Form eines endlosen umlaufenden, mit Saugöffnungen versehenen Saugbandes aufweist, welches ein Bremstrum 3.8 bildet, das betriebsmäßig eine mit Saugöffnungen versehene, eine Stützfläche für das Bremstrum bildende obere Wand eines Saugkastens 3.9 bestreicht, der an einen Unterdruckerzeuger angeschlossen ist – nicht dargestellt -. Als Bremselemente kommen in anderer Ausgestaltung auch betriebsmäßig rotierende Saugringe oder Saugwalzen in Betracht.
  • Die Verzögerung eines seitens des Förderers 3.5 freigegebenen, an das Bremselement übergebenen und von diesem angesaugten Bogens 2.2 erfolgt insbesondere im Falle der Ausbildung des Bremselementes in Form des genannten Saugbandes je nach Betriebsweise der Bogenbremse 3.7 unter einem zwischen dem Bremselement und dem Bogen 2.2 auftretenden Schlupf oder schlupffrei. Im ersten Falle wird das Bremselement mit einer konstanten Geschwindigkeit angetrieben, deren Betrag höchstens demjenigen der Ablagegeschwindigkeit entspricht. Bei einem für den zweiten Fall vorgesehenen Ausführungsbeispiel wird das Bremselement bis zum erfolgten Kontakt mit einem jeweiligen der Bogen 2.2 derart angetrieben, dass die Bahngeschwindigkeit des Bremselementes der Verarbeitungsgeschwindigkeit entspricht und anschließend auf eine demgegenüber kleinere Geschwindigkeit heruntergefahren, deren Betrag wiederum höchstens demjenigen der Ablagegeschwindigkeit entspricht.
  • Den nach welchem Konzept auch immer ausgebildeten und betriebenen Bogenbremsen – hier der beispielhaft als Saugbandbremse ausgebildeten und mit gleichförmiger Bahngeschwindigkeit betriebenen Bogenbremse 3.7 – ist eine Fängeranordnung 3.10 zugeordnet. Diese hat die Aufgabe, einen jeweiligen der Bogen 2.2 in Kontakt mit der Bogenbremse 3.7 zu bringen, und ist hierzu periodisch zwischen einer ersten und einer zweiten Position verstellbar. Sie übt bei deren Verstellung von der ersten in die zweite Position auf einen jeweiligen der Bogen 2.2 eine Sogwirkung aus und führt den Bogen damit bei der Verstellbewegung von der ersten in die zweite Position derart nach, dass sie in der zweiten Position einen Kontakt des Bogens 2.2 mit der Bogenbremse 3.7 herstellt.
  • Hierzu befindet sich die Fängeranordnung 3.10 in ihrer ersten Position auf einem derartigen Niveau, dass sich die genannte Sogwirkung unmittelbar am jeweiligen der Bogen 2.2 auswirkt. Demgegenüber befindet sich die Bogenbremse 3.7 unterhalb dieses Niveaus, und zwar bevorzugt soweit unterhalb dieses Niveaus, dass der jeweilige Bogen 2.2 nach dessen seitens der Fängeranordnung 3.10 erfolgter Übergabe an die Bogenbremse 3.7, d.h. nach erfolgter Herstellung des Kontaktes des jeweiligen Bogens 2.2 mit der Bogenbremse 3.7 seitens der Fängeranordnung 3.10 einen derart hinlänglichen Abstand von einem seitens des Förderers 3.5 herangeführten nächsten der Bogen 2.2 aufweist, dass dieser und die diesen führende Greiferbrücke 3.6 den an die Bogenbremse 3.7 übergebenen der Bogen 2.2 nicht beeinflusst.
  • Dank der Fängeranordnung 3.10 kann die Bogenbremse 3.7 auf einem derart tiefen Niveau angeordnet werden, dass insbesondere das nachlaufende Ende eines jeweiligen zur Bildung des Auslegestapels 3.2 seitens der Bogenbremse 3.7 freigegebenen Bogens 2.2 bis zum Auftreffen auf dem Auslegestapel 3.2 nur noch eine sehr geringe Fallhöhe zurücklegen muss.
  • Wie in den 2 und 3 schematisch wiedergegeben umfasst die Fängeranordnung 3.10 in einer ersten Ausgestaltung höhenverstellbar angeordnete Saugbandmodule 3.11 mit betriebsmäßig umlaufenden endlosen Saugbändern 3.12, die in die Förderrichtung gemäß Richtungspfeil 3.13 (siehe auch 1) bewegte Saugtrumme 3.12" aufweisen. Ein jeweiliges Saugband 3.12 umschlingt eine Umlenkrolle 3.14 und eine Antriebsrolle 3.15, die in Antriebsverbindung mit einem Motor 3.16 steht. Das Saugtrumm 3.12' des mit nicht dargestellten Saugöffnungen versehenen Saugbandes 3.12 bestreicht eine ebenfalls mit nicht dargestellten Saugöffnungen versehene Stützfläche eines Saugkastens 3.17, der an einen Unterdruckerzeuger 3.18 angeschlossen ist. Die Fängeranordnung 3.10 ist insoweit dazu ausgebildet, auf einen in deren Nähe befindlichen Bogen 2.2 eine Sogwirkung auszuüben.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Saugbandmodule 3.11 von einer Traverse 3.19 getragen und sie sind entlang dieser verschiebbar und an dieser arretierbar. Die Traverse 3.19 ist an ihren Enden entlang einer jeweiligen vertikalen Führung höhenverstellbar aufgenommen. Zur Verstellung der Höhe der Fängeranordnung 3.10 ist an die Traverse 3.19 eine Kurbel 3.21 eines Kurbeltriebes 3.22 angelenkt.
  • In den 4a bis 4c ist das Zusammenwirken der hier mittels der genannten Saugbandmodule 3.11 gebildeten und nur schematisch angedeuteten Fängeranordnung 3.10 mit der bezüglich dieser in Förderrichtung gemäß Richtungspfeil 3.13 stromabwärts zugeordneten Bogenbremse 3.7 anhand von Momentanbildern veranschaulicht.
  • In 4a befindet sich die Fängeranordnung 3.10 in einer ersten Position, die so gewählt ist, dass ein jeweiliges der Saugbandmodule 3.11 einen diese passierenden, seitens der Greiferbrücken 3.6 über die Fängeranordnung 3.10 hinweggeschleppten Bogen 2.2 unter der Sogwirkung der Fängeranordnung 3.10 an diese ansaugt. In dieser ersten Position befindet sich die Fängeranordnung 3.10 auf deren höchstem Niveau.
  • Das Saugband 3.12 (siehe 3) eines jeweiligen Saugbandmoduls 3.11 der Fängeranordnung 3.10 läuft – angetrieben durch den Motor 3.16 (siehe 3) – mit einer Bahngeschwindigkeit um, deren Betrag zwischen jenem der Verarbeitungsgeschwindigkeit und jenem der Ablagegeschwindigkeit liegt, sodass der angesaugte, seitens der Greiferbrücke 3.6 geschleppte Bogen 2.2 in einem sich zunehmend verlängernden Abschnitt zwischen der Greiferbrücke 3.6 und der Fängeranordnung 3.10 gestrafft wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist die genannte Bahngeschwindigkeit des Saugbandes 3.12 nur geringfügig kleiner als die Verarbeitungsgeschwindigkeit, d. h. ihr Betrag liegt näher bei jenem der Verarbeitungsgeschwindigkeit als bei jenem der Ablagegeschwindigkeit.
  • In 4b ist ein Zustand wiedergegeben, in dem die Fängeranordnung 3.10 auf deren Weg vom genannten höchsten Niveau in Richtung auf ein tiefstes Niveau gerade ein Zwischenniveau erreicht hat, auf welchem die Bogenbremse 3.7 wirksam ist, d.h. das Saugtrumm 3.12" eines jeweiligen Saugbandmoduls 3.11 der Fängeranordnung 3.10 befindet sich auf gleicher Höhe mit einem jeweiligen Bremstrum der hier ebenfalls mittels Saugbandmodulen gebildeten Bogenbremse 3.7. Gemeinsam mit dem Saugtrumm 312". hat dabei auch der seitens diesem angesaugte Abschnitt des Bogens 2.2 – genauer gesagt die Unterseite dieses Abschnittes das genannte Zwischenniveau erreicht. Dabei ist der seitens der Fängeranordnung 3.10 erfasste Bogen 2.2 noch immer mittels der Greiferbrücke 3.6 gehalten.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung durchfährt die Fängeranordnung 3.10 unter weiterer Absenkung derselben das genannte Zwischenniveau und erreicht schließlich ihr tiefstes Niveau in ihrer zweiten Position.
  • In 4c ist der letztgenannte Zustand dargestellt, in welchem sich das Saugtrumm 3.12 der Fängeranordnung 3.10 unterhalb des Zwischenniveaus befindet, auf welchem die Bogenbremse 3.7 insofern wirksam ist als sich deren Bremstrum auf diesem Zwischenniveau befindet. Auf dem Weg der Fängeranordnung 3.10 in Richtung auf deren tiefstes Niveau führt diese den jeweils angesaugten Abschnitt des Bogens 2.2 mit. Dabei ist für die Verstellung der Fängeranordnung 3.10 zwischen deren erster und deren zweiter Position ein mit der Verarbeitungsgeschwindigkeit bevorzugt derart korreliertes Bewegungsgesetz vorgesehen, dass beim Absenken der Fängeranordnung 3.10 ein seitens dieser angesaugter Endabschnitt des Bogens 2.2 jedenfalls bis unter das genannte Zwischenniveau mitgeführt wird. Damit wird eine sichere Übergabe der Bogen 2.2 an die Bogenbremse 3.7 auch dann gewährleistet, wenn in bevorzugter Ausgestaltung die Bogenbremse 3.7 in einem relativ kleinem Abstand stromabwärts von der Fängeranordnung 3.10 positioniert ist, und es ist sichergestellt, dass auch Bogen 2.2 mit kleinem Format sicher in Kontakt mit den Bremstraumen der Bogenbremse 3.7 treten. Mit dem Absenken des genannten Endabschnittes unter das genannte Zwischenniveau wird insbesondere dem Umstand Rechnung getragen, dass der Bogen 2.2 zwischen der ihn schleppenden Greiferbrücke 3.6 und der Fängeranordndung 3.10 gestraft ist und somit der von der Fängeranordnung 3.10 ablaufende Abschnitt des Bogens 2.2 zur Greiferbrücke 3.6 hin ansteigt, so dass ein sicherer Kontakt zwischen dem Bogen 2.2 und den Bremstrumen der Bogenbremse 3.7 so lange nicht gewährleistet ist, wie sich der seitens der Fängeranordnung 3.10 angesaugte Abschnitt des Bogens 2.2 auf demselben Niveau befindet wie die genannten Bremstrume.
  • Ein entsprechender Kontakt würde sich zwar einstellen wenn der Bogen 2.2 die Fängeranordnung 3.6 verlassen hat, mit dem bevorzugt vorgesehenen Absenken der seitens der Fängeranordnung 3.10 angesaugten Abschnittes des Bogens 2.2 unter das besagte Zwischenniveau wird jedoch in vorteilhafter Weise eine aktive Übergabe des Bogens 2.2 an die Bogenbremse 3.7 vorgenommen.
  • In alternativer Ausgestaltung ist eine Fängeranordnung vorgesehen, welche die genannte Sogwirkung nach einem anderen, von einem Blasebalg bekannten Prinzip erzeugt.
  • In den 5a bis 5c sind schematisch Momentanbilder einer derartigen Fängeranordnung 3.10" wiedergegeben. Sie schließt sich in Bogenlaufrichtung gemäß Richtungspfeil 3.13 an einen ortsfesten Leitvorrichtungsabschnitt 3.23 an und umfasst einen zur Anpassung an unterschiedliche Formate der verarbeiteten Bogen 2.2 verschieblich angeordneten Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 einer Bogenleitvorrichtung 3.25, die am verschieblich angeordneten Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 eine den verarbeiteten Bogen 2.2 zugewandte Leitfläche 3.24' ausbildet. Der verschieblich angeordnete Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 ist mittels eines flexiblen Leitelementes 3.26 gebildet, dessen Erstreckung quer zur Verarbeitungsrichtung im Wesentlichen der entsprechenden Erstreckung der verarbeiteten Bogen 2.2 mit Maximalformat entspricht.
  • In einem in 5a festgehaltenen Moment befindet sich die Fängeranordnung 3.10', genauer gesagt, ein dieser zugehöriger, an den ortsfesten Leitvorrichtungsabschnitt 3.23 anschließender Abschnitt des Leitelementes 3.26 und somit die Leitfläche 3.24" in ihrer ersten Position. In dieser verläuft die Leitfläche 3.24' zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Bahn welche die Greiferbrücken 3.6 beim Passieren der Fängeranordnung 3.10' durchfahren.
  • Ein bei der Verarbeitung von Bogen mit maximalem Format nicht zur Ausbildung der Leitfläche 3.24" benötigter Abschnitt des flexiblen Leitelementes 3.26 ist durch eine Führung 3.23" am stromabwärts gelegenen Ende des ortsfesten Leitvorrichtungsabschnittes 3.23 hindurch geschoben und unter diesem bereitgestellt. Die Führung 3.23" stellt gleichzeitig eine Abstützung für das flexible Leitelement 3.26 dar.
  • In einem bezüglich der Förderrichtung gemäß Richtungspfeil 3.13 stromabwärts gelegenen Bereich der Leitfläche 3.24" ist diese unter Erzeugung einer Sogwirkung auf einen über die Leitfläche 3.24" hinweg geführten Bogen 2.2 von der genannten, in 5a wiedergegebenen ersten Position in die ebenfalls bereits genannte, in 5b wiedergegebene zweite Position verstellbar. Diese Verstellung erfolgt mit einer derartigen Geschwindigkeit, dass sich die genannte Sogwirkung ergibt.
  • Bei der beispielhaften Ausgestaltung der Fängeranordnung 3.10" gemäß den 5a bis 5c ist für diese Verstellung eine Kurvenfolgeranordnung vorgesehen. Diese umfasst einen ersten Kurvenfolger 3.27 und einen zweiten Kurvenfolger 3.28. Diese sind jeweils auf nicht näher dargestellte Weise an dem flexiblen Leitelement 3.26 befestigt und zwar im Bereich derselben, in dem dieses den verschieblichen Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 ausbildet. Sie sind jeweils vertikal geführt und mittels Rückstellfedern 3.27" und 3.28" und betriebsmäßig derart rotierender Kurvenscheiben 3.27' und 3.28' vertikal verstellbar, dass der verschiebliche Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 und damit die Leitfläche 3.24" nach Verlassen der in 5a wiedergegebenen ersten Position diese wieder erreicht hat, wenn sich ein nachfolgender Bogen 2.2 über der Leitfläche 3.24' befindet, spätestens jedoch dann, wenn sich ein nachlaufender Endabschnitt eines nachfolgenden Bogens über der Leitfläche 3.24" befindet.
  • In der genannten ersten Position befindet sich die Leitfläche 3.24' auf dem Niveau einer vom ortsfesten Leitvorrichtungsabschnitt 2.23 ausgebildeten Leitfläche 3.23". Unter der Wirkung der rotierenden Kurvenscheiben 3.27" und 3.28" wird die Leitfläche 3.24" aus dieser ersten Position in ihre zweite Position verstellt.
  • In einem in 5b festgehaltenen Moment hat die Fängeranordnung 3.10" ihre zweite Position erreicht. In dieser befindet sich insbesondere ein stromabwärts gelegener Endabschnitt der Leitfläche 3.24' nach erfolgter Absenkung derselben auf einem Niveau, welches bevorzugt unter jenem Niveau liegt, auf welchem die Bogenbremse 3.7 wirksam ist, im vorliegenden Beispiel also unterhalb der Außenseite des Bremstrumes der als Saughandbremse ausgebildeten Bogenbremse 3.7
  • Durch entsprechende Ausgestaltung der Kurvenscheiben 3.27" und 3.28" erfolgt die Verstellung der Fängeranordnung 3.10' von deren erster in deren zweite Position mit einer derartigen Geschwindigkeit, dass während der genannten Absenkung eine derartige Sogwirkung auf die Unterseite des über der Leitfläche 3.26" befindlichen Bogens 2.2 ausgeübt wird, dass der Bogen 2.2 der Verstellbewegung der Leitfläche 3.24" folgt und somit gegen Ende dieser Verstellbewegung an die Bogenbremse 3.7 – hier an deren Bremstrum – angelegt wird (siehe 5b).
  • Der Bogen 2.2 wird während der genannten Verstellbewegung bevorzugt noch mittels der Greiferbrücke 3.6 geführt und erst freigegeben, wenn ein nachlaufender Endabschnitt des Bogens 2.2 auf die Bogenbremse 3.7 aufgelaufen ist.
  • Die 5c macht einen Vorteil deutlich, der mit dem bevorzugten Einsatz zweier in Verarbeitungsrichtung aufeinanderfolgender Kurvenfolger – hier der Kurvenfolger 3.27 und 3.28 – erzielbar ist. Der Vorteil besteht darin, dass ein stromaufwärts gelegener Bereich der Leitfläche 3.24' zeitlich vor einem stromabwärts darauf folgenden Endbereich der Leitfläche 3.24" wieder auf das Niveau angehoben werden kann, auf welchem sich die Leitfläche 3.26" in ihrer ersten Position befindet. Damit steht für einen vorauseilenden Abschnitt eines auf einen momentan unter dem Einfluss der Bogenbremse stehenden Bogen folgenden Bogens trotz der teilweise abgesenkten Leitfläche 3.24" ein Leitflächenabschnitt derselben zum Leiten dieses nachfolgenden Bogens auf einem dafür vorgesehenen Niveau zur Verfügung.
  • Sobald der vorausgehende Bogen den Bereich über der Leitfläche 3.24" verlassen hat wird auch der genannte stromabwärts gelegene Endbereich der Leitfläche 3.24" wieder auf das Niveau gemäß 5a zurückverstellt, welches die Leitfläche 3.24" insgesamt in der ersten Position der Fängeranordnung 3.10" einnimmt.
  • Die insoweit dargelegten Verstellvorgänge laufen periodisch ab, und zwar im Takt der Abfolge der Bogen 2.2. Das Bewegungsgesetz der Verstellung der Fängeranordnung 3.10", genauer gesagt des flexiblen Leitelementes 3.26 wird durch eine entsprechende Formgebung der Kurvenscheiben 3.27' und 3.28" realisiert, die im vorliegenden Falle gleichmäßig umlaufen, und zwar mit einer mit der Abfolge der Bogen 2.2 korrelierten Drehzahl.
  • Das flexible Leitelement 3.36, die Kurvenfolger 3.27 und 3.28, die Kurvenscheiben 3.27" und 3.28", ein diese antreibender, hier nicht dargestellter Antrieb und die Rückstellfedern 3.27'' und 3.28" werden bevorzugt von einem hier nur schematisch angedeuteten Schlitten 3.29 getragen, der bevorzugt auch die Bogenbremse 3.7 trägt. Dieser Schlitten 3.29 ist auf nicht näher dargestellte Weise unter horizontaler Verschiebung auf Positionen einstellbar, die an das jeweilige Format der verarbeiteten Bogen 2.2 angepasst sind.
  • Anstelle des genannten Blasebalg-Prinzips ist in anderer Ausgestaltung zur Erzeugung einer seitens eines dem verschieblich angeordneten Leitvorrichtungsabschnitt 3.24 entsprechenden Leitvorrichtungsabschnittes auf die Bogen 2.2 ausgeübten Sogwirkung das aerodynamische Paradoxon herangezogen.
  • Hierzu ist sodann dieser Leitvorrichtungsabschnitt in Form einer pneumatischen Schwebeführung ausgestaltet. Bei einer hiermit ausgebildeten Fängeranordnung ist dann die Geschwindigkeit nicht mehr entscheidend, mit welcher die Verstellung von der ersten in die zweite Position erfolgt.
  • 1
    Maschinenabschnitt
    1.1
    Druckwerk
    1.2
    Druckwerk
    1.3
    Farbwerk
    1.4
    Feuchtwerk
    1.5
    Plattenzylinder
    1.6
    Gummituchzylinder
    1.7
    Druckzylinder
    1.8
    schwingender Vorgreifer
    1.9
    Anlegetrommel
    1.10
    Bogenführungstrommel
    2
    Anleger
    2.1
    Vereinzelungsvorrichtung
    2.2
    Bogen
    2.3
    Stapel
    2.4
    Transport- und Ausrichtvorrichtung
    2.5
    Plattform
    2.6
    Hubkette
    2.7
    Traverse
    3
    Ausleger
    3.1
    Bremsstation
    3.2
    Auslegestapel
    3.3
    Plattform
    3.4
    Hubkette
    3.5
    Förderer
    3.6
    Greiferbrücke
    3.7
    Bogenbremse
    3.8
    Bremstrum
    3.9
    Saugkasten
    3.10; 3.10"
    Fängeranordnung
    3.11
    Saugbandmodul
    3.12
    Saugband
    3.12"
    Saugtrum
    3.13
    Richtungspfeil
    3.14
    Umlenkrolle
    3.15
    Antriebsrolle
    3.16
    Motor
    3.17
    Saugkasten
    3.18
    Unterdruckerzeuger
    3.19
    Traverse
    3.20
    Führung
    3.21
    Kurbel
    3.22
    Kurbeltrieb
    3.23
    ortsfester Leitvorrichtungsabschnitt
    3.23"
    Leitfläche
    3.23"
    Führung
    3.24
    verschieblicher Leitvorrichtungsabschnitt
    3.24"
    Leitfläche
    3.25
    Bogenleitvorrichtung
    3.26
    flexibles Leitelement
    3.27
    erster Kurvenfolger
    3.27"
    Kurvenscheibe
    3.27""
    Rückstellfeder
    3.28
    zweiter Kurvenfolger
    3.28'
    Kurvenscheibe
    3.28"
    Rückstellfeder
    3.29
    Schlitten

Claims (7)

  1. Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse, welche die verarbeiteten Bogen von einer Verarbeitungsgeschwindigkeit auf eine Ablagegeschwindigkeit verzögert und mit einem Förderer, der die verarbeiteten Bogen in einer Förderrichtung schleppend transportiert und zu deren Verzögerung seitens der Bogenbremse freigibt, gekennzeichnet durch eine der Bogenbremse (3.7) zugeordnete, periodisch zwischen einer ersten und einer zweiten Position verstellbare Fängeranordnung (3.10; 3.10'), welche bei deren Verstellung von der ersten in die zweite Position eine Sogwirkung auf einen jeweiligen der Bogen (2.2) ausübt und damit in der zweiten Position einen Kontakt zwischen dem jeweiligen Bogen (2.2) und der Bogenbremse (3.7) herstellt.
  2. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fängeranordnung (3.10) Saugbandmodule (3.11) mit betriebsmäßig umlaufenden endlosen Saugbändern (3.12) umfasst, die in die Förderrichtung bewegte Saugtrume (3.12') aufweisen.
  3. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugbänder (3.12) mit einer Bahngeschwindigkeit umlaufen, deren Betrag zwischen jenem der Verarbeitungsgeschwindigkeit und jenem der Ablagegeschwindigkeit liegt.
  4. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag der Bahngeschwindigkeit der Saugbänder (3.12) näher beim Betrag der Verarbeitungsgeschwindigkeit als beim Betrag der Ablagegeschwindigkeit liegt.
  5. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fängeranordnung (3.10') eine den von dem Förderer (3.5) transportierten Bogen (2.2) zugewandte Leitfläche (3.24") aufweist, die unter Erzeugung der Sogwirkung von der ersten in die zweite Position verstellbar ist.
  6. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fängeranordnung (3.10") bei der Verstellung von der ersten in die zweite Position einen Abschnitt des jeweiligen Bogens 2.2 unter ein Zwischenniveau absenkt, auf welchem die Bogenbremse 3.7 wirksam ist.
  7. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenbremse (3.7) in Transportrichtung stromabwärts bezüglich der Fängeranordnung (3.10; 3.10") angeordnet ist.
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