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Statische Radialabdichtting zweier ineinander gefügter bauteile Die
Erfindung bezieht sich auf eine statische Radialabdichtung zweier ineinander gefügter
Bauteile, insbesondere einer Kolbenstangenführung gegen das sie umgebende Zylinderrohr
eines Zweirohrstoßdämpfers, unter Verwendung eines zwischen die beiden Bauteile
gelegten Dichtungsringes.
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Solche statischen Radialabdichtung werden beispielsweise bei Stoßdämpfern,
Federbeinen, Lenk'gsdärnpfern und ähnlichen Geräteteilen benötigt, um einen beispielsweise
ölgefüllten Raum sicher gegen seine Umgebung abzudichten. Bei bekannten Radialabdichtungen
dieser Art (zB US-PS 3 589 702, DT-GM 1 713 380, DT-OS 1 430 515) ist üblicherweise
in einem der beiden gegeneinander abzudichtenden Bauteile eine umlauf ende Ringnut
vorgesehen, in welche der Dichtring eingelegt ist. Im allgemeinen ist diese Ringnut
an dem Bauteil angeordnet, welches in das andere Bauteil eingeschoben wird, also
beispielsweise an einer Kolbenstangenführung, welche in ein Zylinder- oder Behälterrohr
eines
Stoßdämpfers, eines Federbeines o. ä. eingeschoben und danach an diesem befestigt
wird.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine statische Radialabdichtung der
eingangs genannten Art zu vereinfachen. Insbesondere soll erreicht werden, daß das
eingeschobene Bauteil, z. B. eine Kolbenstangenführung, auch als leicht und wirtschaftlich
herstellbares Sinterteil ausgebildet werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das in das
äußere Bauteil eingeschobene innere Bauteil an seinem ins Innere des äußeren Bauteils
gerichteten Ende einen stufenförmigen Absatz besitzt, auf welchem der Dichtungsring
angeordnet ist, der sich einerseits radial gegen das innere und gegen das äußere
Bauteil und andererseits axial gegen die Schulter des Absatzes des inneren Bauteils
stützt, wobei der Dichtungsring vorzugeweise einen quadratischen Querschnitt besitzt.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besitzt die Wand
des äußeren Bauteiles unterhalb des Dichtungsringes einen ins Bauteilinnere gerichteten
Absatz, welcher vorzugsweise durch eine nach innen gerichtete Eindrückung der Bauteilwand
gegeben ist.
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Anhand eines AusSührungsbeispieles werden die Erfindung und vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung erlautert.
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In der Zeichnung zeigen Figur 1 einen Zweirohrstoßdämpfer bzw. den
Stoßdämpferteil eines Federbeines, bei dem eine in das äußere Zylinderrohr des Stoßdämpfers
eingeschobene Kolbenstangenführung gegen das sie umgebende Zylinderrohr radial abgedichtet
ist,
Figxlr 2 einen Ausschnitt des in Figur 1 gezeigten Stoßdämpfers,
in dem die verwendete statische Radialabdichtung deutlich erkennbar ist und Figur
3 die in Figur 2 dargestellte Radialabdichtung in. leicht abgewandelter Form.
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Der zur Erläuterung der Erfindung gezeigte Zweirohrstoßdämpfer besteht
im we3entlichen aus einem äußeren Zylinderrohr 1, einem inneren Zylinderrohr 7 und
einem im Innern des inneren Zylinderrohrs 7 axial verschiebbaren Kolben 8, welcher
an einer Kolbenstange-) befestigt ist. Die Kolbenstange 9 ragt durch einen Deckel
10 hindurch, welcher auf das äußere zylindrische Rohr 1 aufgeschraubt ist und den
Stoßdämpfer stirnseitig abschließt. Zur Führung der Kolbenstange 9 ist im oberen
Bereich des Stoßdämpfers eine besondere Kolbenstangenführung 2 vorgesehen. Diese
ringförmig ausgestaltete Kolbenstangenführung 2 ist in das äußere Zylinderrohr 1
eingeschoben und liegt mit ihrem äußeren Umfang am äußeren Zylinderrohr 1 und mit
ihrem inneren Umfang an der Kolbenstange 9 an. Die Abdichtung der Kolbenstange 9
erfolgt mit Hilfe einer zwischen der Kolbenstangenführung 2 und dem Deckel 10. angeordneten
Radial-Stangendichtung 11. Die Kolbenstangenführung 2 ist mit einer besonderen Lagerbuchse
12 ausgerüstet, welche zur Erhöhung ihrer Gleitfähigkeit zweckmäßigerweise mit einer
besonders gleitfähigen Kunststoffschicht 12 versehen ist. Die üblicherweise vorhandenen
und nur schematisch eingezeichneten Kcilben- und Bodenventile des Stoßdämpfers sind
nicht besonders beziffert, weil sie für die Erfindung ohne Bedeutung sind.
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Erfindungsgemäß ist die in das äußere Zylinderrohr 1 eingeschobene
Kolbenstangenführung 2 an ihrem ins Innere des äußeren Zylinderrohrs 1 gerichteten
Ende mit. einem -stufenförmigenAbsatz 3 versehen. Auf diesem Absatz 3 ist ein-Dichtungsring
4 angeordnet, der sich einerseits radial gegen die Kolbenstangenführung 2 und gegen
das
äußere Zylinderrohr 1 und andererseits axial gegen die Schulter 5 des Absatzes 3
der Kolbenstangenführung 2 stützt.
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Obgleich auch andere Querschnitte möglich sind, ist der Dichtungsring
4 mit einem quadratischen Querschnitt versehen, weil sich dadurch größere Berührungsflächen
mit dem äußeren Zylinderrohr 1 bzw. der Kolbenstangenführung 2 ergeben. Darüber
hinaus wird dadurch eine wesentliche Erleichterung des Zusammenbaus des Stoßdämpfers
bzw. des Federbeines erzielt, weil sich der quadratisch ausgebildete Dichtungsring
während des Einbaus, d. h. des Hineindrückens der Kolbenstangenführung 2 in das
äußere Zylinderrohr 1 nicht verdrillt. Von entscheidender Bedeutung ist jedoch,
daß die Kolbenstangenführung durch die vorgeschlagenen MaBnahmen vereinfacht wird
und viel wirtschaftlicher hergestellt werden kann als bei den bekannten Anordnungen.
Insbesondere ist es durch die vorgeschlagenen Maßnahmen möglich, die Kolbenstangenführung
als Sinterteil herzustellen, was bekanntlich ein sehr wirtschaftliches Herstellungsverfahren
darstellt. Die Anwendung dieses vorteilhaften Herstellungsverfahrens ist erst durch
den erfindungsgemäßen Wegfall der sonst üblicherweise verwendeten umlaufenden Ringnut
möglich geworden, weil entsprechende Nuten im allgemeinen nicht mit eingesintert
werden können, weil dann unter anderem eine wesentlich kompliziertere und teurere
Sinterform benötigt werden würde, so daß bereits dadurch wieder ein Teil der durch
den Sintervorgang erzielten wirtschaftlicheren Herstellung verlorengehen würde.
Auch das nachträgliche Eindrehen einer entsprechenden Ringnut in den gesinterten
Teil wäre mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und würde darüber hinaus die
Verwendung eines besonderen Formstahls erfordern.
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Trotz der vergleichsweise sehr einfachen Ausbildung der erfindungsgemäßen
statischen Radialabdichtung ist eine einwandfreie Elu-»stion gewährleistet. Zur
zusätzlichen Sicherung des Dichtungsringes kann die Wand des Behälterrohres, d.
h. des äußeren Zylinderrohxs 1, unterhalb des Dichtungsringes 4 einen kleinen ins
Innere des äußeren Zylinderrohrs gerichteten Absatz besitzen. Eine entsprechende
Ausgestaltung
ist in Figur 3 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Absatz 6 in einfacher Weise durch eine Eindrückung in die Wandung des äußeren
Zylinderrohrs 1 hergestellt worden. Denkbar wäre es auch, dieæen-Absatz dadurch
zu realisieren, daß der obere Teil des äußeren Zylinderrohrs 1 entsprechend ausgedreht
wird.
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Ein weiterer Vorteil ist- darin zu sehen, daß sich durch den infolge
der Erfindung möglichen Einsatz eines einfachen Dichtungsringes mit quadratischem
Querschnitt eine weitere beträchtliche Verbilligung ergibt, da dieser in einfacher
Weise aus einem Strangmaterial hergestellt werden kann.