DE2451313A1 - Vorrichtung zum vorzerkleinern von gefriergut - Google Patents
Vorrichtung zum vorzerkleinern von gefriergutInfo
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Description
- Beschreibung betreffend: "Vorrichtung zum Vor zerkleinern von Gefriergut" Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vorzerkleinen von Gefriergut, insbesondere von Gefrierfleisch, mit einer um eine horizontale Achse umlaufenden Messerwalze am Boden eines das Gefriergut aufnehmenden Trichters, an dessen einer Wandung das Gefriergut beim Schneiden abgestützt ist.
- Eine solche Vorrichtung ist aus der US-PS 2 963 062 bekannt. Ihre Messerwalze umfaßt axial nebeneinander angeordnete Schneidkörper, die in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet und auf einer gemeinsamen Welle drehfest aufgekeilt sind. Jeder Schneidkörper schält aus einem Gefrierfleischblock beim Umlauf der Walze einen Streifen heraus, wobei der Block auf den Rücken der bereits dirchgelaufenen Schneidkörper ruht. Die abgeschälten Streifen fallen dann in einen unter dem Trichter befindlichen Behälter.
- Die bekannte Vorrichtung ist infolge ihrer relativ komplizierten Messerwalzenkonstruktion teuer in der Herstellung und schlecht zu reinigen. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, die auch auf einfachen Maschinen, ausgehend von verhaltnismäßig billigem Halbzeug, mit geringen Kosten zu fertigen ist und gleichwohl leicht gereiniyt werden kann.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Messerwalzenanordnung einen lalzenkörper mit über seine Axialerstreckung verteilten, radial auswärts sich erstreckenden Vorschneiderklingen und mindestens einem sich in Axialrichtung erstreckenden Abschermesser umfaßt, und daß der Walzenkörper im Bereich unter jedem Abschermesser nach innen eine Ausnehmung aufweist.
- Bei dieser Bauart besorgen die Vorschneider die Aufspaltung des Gefrierguts durch einen Einschneidevorgang, während das oder die Abschermesser die S4D entstehenden Streifen abtrennen. Der Walzenkörper ist ein mit nur wenigen Arbeitsgängen nachzubearbeitendes Drehteil ohne kompliziert zu reinigende hinterschnittene Teile, die schlecht zugänglich wären, und sowohl die Abschermesser wie auch die Vor schneider können aus einfachen Blechstreifen gefertigt und ohne komplizierte Vorrichtungen geschliffen werden.
- Die Abschermesser können beispielsweise sich einatückig von einem zum andern Stirnende des Walzenkörpers erstrecken und dort - vorzugsweise in ihrem Radialabstand einstellbar -befestigt sein. Ihre Schneiden können dann achsparallel, windschief zur Achse oder auch spiralig verlaufen; bei allen diesen Formen lassen sich die Schneiden nach Befestigung auf dem Walzenkörper mittels einer einfachen Vorrichtung schleifen.
- Vorzugsweise haben sowohl die Vorschneider als auch die Abschermesser beidseitig Schneiden, so daß nach längerer Betriebszeit die gesamte Messerwalze oder auch die einzelnen Schneidwerkzeuge umgedreht werden können und dann mit den anderen Schneiden arbeiten. Je gleichmäßiger die einzelnen Schneidwerkzeuge um den Walzenkörperumfang herum verteilt sind, desto geringer iAt die Stoßbelastung des Antriebs während des Schneidvorgangs.
- Anstatt die Vor schneider und die Abschermesser getrennt voneinander auszubilden und anzuordnen - wobei die Vor schneider auf dem Walzenumfang längs einer, oder mehrerer spiegelsymmetrisci bezüglich der Walzenmitte verlaufender, rJanellinien angeordnet sein können - kann man auch je mindestens zwei Vorschneider mit einem Abschermesser zu einer vorzugsweise einstückigen Baueinheit verbinden, welche Baueinheiten dann analog um den Walzenumfang herum zu verteilen sein werden.
- Diese Trichterwandung kann, je nach Art des Gefriergutes, senkrecht oder etwas gegen die Senkrechte geneigt verlaufen, und zwar sowohl in Umlaufrichtung als auch gegen die Umlaufrichtung der Messerwalze.
- Um das Einlegen des Gefrierguts, insbesondere großer Gefrierfleischblöcke, in den Trichter zu vereinfachen, ist zweckmäßig eine der Trichterwandungen - vorzugsweise die, an der das Gefriergut abgestützt ist - um ein Gelenk nahe dem Walzenumfang schwenkbar, derart, daß das Gefriergut auflegbar ist und dann von Hand oder motorisch in die Arbeitslage nach oben gekippt werden kann.
- UmEie Bedienungsperson davor zu schützen, mit der Hand in die Maschine zu kommen, sind zweckmäßig Teile des Trichters als Schutzhaube ausgebildet, wobei man in an sich bekannter Weise dafür sorgt, daß die Maschine nur bei vollständig wirksamer Schutzhaube betriebsbereit ist, bei weggeklappter Schutzhaube aber ausschaltet.
- Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele - zum Teil nur in den wesentlichen Einzelheiten - darstellen.
- Fig. 1 und 2 zeigen halbschematisch eine erste Vorrichtung gemäß der Erfindung in Vorder-bzw. Seitenansicht, Fig. 3a, 3b bis 5a, 5b zeigen im Radialschnitt bzw. in seitlicher Draufsicht auf die Messerwalze den Ablauf eines Schneidvorgangs, Fig. 6 stellt halbschematisch eine Möglichkeit für die auswechselbare Befestigung der Vor schneider bei diesem Ausführungsbeispiel dar; Fig. 7 bis 9 zeigen halbschematisch im Querschnitt anders aufgebaute Messerwalzenanordnungen mit getrennten Vorschneidern und Abschermessern, Fig. 10 bis 12 stellen halbschematisch im Axialschnitt, im Querschnitt und in Abwicklung eine andere Ausführungsform einer Messerwalzenanordnung dar, Fig. 13 zeigt im Querschnitt halbschematisch eine bevorzugte Ausführungsform der Messerwalzenanordnung.
- Bei der Ausführungsform nach Figuren 1 bis 6 ist auf einem Grundrahmen 10 die Messerwalze 12 lagert, die über ein Getriebe 14 von einem Elektromotor 16 angetrieben ist; es versteht sich, daß man neben dem hier vorgesehenen Stirn-oder Kegelradgetriebe auch ein Schneckengetriebe, ein hydraulisches Getriebe oder andere einsetzen kann, und daß man auch mit einem Hydraulikmotor arbeiten kann.
- Oberhalbder Messerwalze befindet sich der Trichter, bei dem hier die starre Rückwand 18 und die Frontwandung 20 mit den Seitenwangen 22 von einer Schutzhaube 24 umschlossen sind, die zugleich eine Veistrebung für die Rückwand 18 bildet.
- Die Frontwandung 20 mit den Seitenwangen 22 ist um ein Gelenk 26 bis unter die Horizontale schwenkbar, so daß etwa ein Gefrierfleischblock aufgelegt werden kann. Die Frontwand wird dann wieder in die Position hochgeschwenkt, wie sie in Fig.
- 3a bis 5b gezeigt ist; die Schwenkbewegung kann manuell, aber auch hydraulisch, pneumatisch oder auch elektromechanisch erfolgen. Unter dem Grundrahmen ist Platz zur Aufnahme eines Wagens 30. In an sich bekannter Weise kann dafür gesrogt werden - etwa durch Endschalter -, daß die Messerwalze 12 nur dann zum Umlauf angetrieben werden kanng wenn alle Teile einschließlich des Wagens 30 in Betriebsstellung sind.
- Den Figuren 3a bis 5a lassen sich Aufbau und Wirkungsweise der Messerwalze und der abstützenden Rückwand 18 entnehmen. Die Messerwalze ist hier aus Scheiben 32 auf einer Welle 34 zwischen seitlichen Flanschen 36 geschichtet; jeweils zwischen zwei Scheiben 32 ist ein Vorschneider 38 eingesetzt. Die Anbringung der Vorschneider ist im Teilaxial schnitt gemäß Fige 5 gezeigt: Die Vorschneider können ohne Ausbau der Messerwalze aus ihren Lagern entnommen und eingesetzt werden. Es versteht sich, daß andere Befestigunsarten möglich sind.
- Ein Segment jeder Scheibe ist weggeschnitten, und oberhalb der so geschaffenen Fläche ist ein gerades, achsparalleles Abschermesser 40 befestigt. Das Messer besitzt ebenfalls segmentförmigen Querschnitt und ist an seinen Enden mit den Flanschen 36 verschraubt, die zu diesem Zweck eine komplementäre Abflachung aufweisen.
- Der Gefrierfleischblock 42 ruht zunächst (Fig. 3a, 3b) auf dem Walzenumfang 44 hinter dem im Uhrzeigersinne (Fig. 3a, 4a, 5a) umlaufenden Abschermesser. Dann dringt der erste Satz von Vorschneidern 38, nämlich die beiden außenliegenden, in den Block ein, danach die beiden nächst inneren Vorschneider, und so weiter (Fig. 4a, 4b). Die Vor schneider hinterlassen Schnitte 46 (Fig 4b). Nach Du rhgang des letzten, in Walzenmitte liegenden Vor schneiders 38 schält das Abschermesser die jeweils zwischen zwei Vorschneider-Schnitten liegenden Streifen 48 ab.
- Die Vorschneider und/oder die Abschermesser können anstelle einer geraden, durchgehenden Schneide auch einen Wellenschliff oder Sägeschliff aufweisen. Ferner ist es möglich, die Anordnung von Vorschneidern und Abschermessern anders zu gestalten. Beispiele sind in den Figuren 7 bis 12 gezeigt.
- Gemäß Fig. 7 sind auf dem Walzenumfang zwei Sätze von Vorschneidern 50 sowie zwei Abschermesser 51 angeordnet; hier ergibt sich die doppelte Schneidleistung pro Umlauf.
- Gemäß Fig. 8 befinden sich die Vor schneider 52 vor, unter und hinter dem Abschermesser 53; die vorlaufenden Vorschneider trennen dabei Streifen gewisser Breite auf, während die nachlaufenden die abgescherten Stücke weiter aufspalten.
- Gemäß Fig. 9 laufen zunächst Vor schneider 54 durch das Gefriergut, wonach ein erstes Abschermesser 55 und danach ein zweites Abschermesser 56, das gegenüber der ersten radial und in Umfangsrichtung versetzt angeordnet ist,die Streifen abscheren. Die Vor schneider 54 sind dabei so lang, daß die Aufspaltung bis zu einer solchen Tiefe des Gefriergutblocks erfolgt, in der der Schnitt des Abschermessers 56 erfolgt. Auch mit dieser Anordnung läßt sich die Schneidleistung pro Umlauf erhöhen.
- Die Ausbildung gemäß Figuren 10 bis 12 umfaßt einen ebenfalls aus Scheiben aufgebauten Messerwalzenkörper, der mit Baugruppen 60 aus jeweils zwei Vorschneidern 61 und einem Abschermesser 62 bestückt sind. Die axiale Ersteckung der Baugruppen 60 ist eso gewählt, daß ihre Schnittbahnen einander teilweise überdecken, so daß immer nur der jeweils außenliegende Vor schneider 61 - je nach Umlaufrichtung -arbeitet, während der andere leer durchläuft. Der abgeschnittene Streifen 63 wird demgemäß, wie in Fig. 10 angedeutet, seitlich abgelenkt und kann frei herausfallen. Sobald die Schneiden stumpf geworden sind, kann die Messerwalze ausgebaut und umgekehrt eingesetzt werden, wonach die bisherige Rückseite der Abschermesser und die jeweilig bisher leer durchlaufenden Vor schneid er abgenutzt werden. Die Baugruppen bestehen aus einem einfachen gebogenen Stahlstreifen.
- Fig. 13 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Messerwalze. Die in Pffilrichtung umlaufende Welle 70 trägt Endflansche 72, in deren Ausschnitten 74 das sichelförmigen Querschnitt aufweisende Abschermesser 76 befestigt ist. Zwischen den Endflanschen erstreckt sich der innere Walzenkörper 78, von dem geradlinig ein Segment abgeschnitten ist, so daßS wc schen dem Abschermesser 76 und dem Walzenkörper eine sich entgegen der Umlaufrichtung der Walze erweiternde Durchtrittsöffnung ergibt. Die Voschneider 80 erstrecken sich mit ihren Schneiden 82 radial in derselben Ebene, in der auch die Schneide 84 des Abschermessers liegt.
- - Patentansprüche -
Claims (1)
- Patentansprüche Vorrichtung zum Zerkleinern von Gefriergut mit einer umlaufenden Messerwalzenanordnung am Boden eines das Geftergut aufnehmenden Trichters, an dessen einer Wandung das Gefriergut beim Schneiden abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerwalzenanordnung einen Walzenkörper mit über seine Axialerstreckung verteilten, radial auswärts sich erstreckenden Vorschneiderklingen und mindestens einem sich in Axialrichtung erstreckenden Abschermesser umfaßt, und daß der Walzenkörper im Bereich unter jedem Abschermesser nach innen eine Ausnehmung aufweist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeihnet, daß jedes Abschermesser sich als einstückiges Bauteil von einem zum anderen Walzenstirnende erstreckt und dort außerhalb des Trichterbodenbereichs mit dem «Valzenkörper verbunden ist.
3. Morrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- net, daß das Messer eine win zenachse stehende gerade Schneide aufweist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer eine oder zwei achsparallele Schneiden aufweist.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer eine windschief zur Walzenachse stehende gerade Schneide aufweist0 So Vorrichtung nach Anspruch 1D dadurch gekennzeichnet, daß das Messer eine spiralige, dem Fluglmis des Walzenkörpers folgende Schneide aufweist 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschneider in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor schneider längs einer wendelförmigen Linie angeordnet sind.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschneider längs zwei e bezüglich der Walzenmitte spiegelsymmetrisch verlaufenden wendelförmigen Linien angeordnet Bt.9o Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens zwei Vorschneider mit einem Abschermesser zu einer Baueinheit verbunden sind0 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit einstückig ausgebildet ist.11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehdnen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trichterwandung schräg bezüglich der Vertikffen verläuft.12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehendenAnsprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trichterwandung um ein Gelenk nahe dem Walzenumfang in eine das Auflegen des Gefrierguts ermöglichende Position schwenkbar ist.13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des Trichters als Schutzhaube ausgebildet und bei stillstehender Vorrichtung wegklappbar sind.14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschneider und/oder die Abschermesser sowohl auf der dem Gefriergut zulaufenden als auch auf der von ihm abgewandten Kante je eine Schneide aufweisen.15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschneider und/oder Abschermesser mit Wellenschliff oder Sägeschliff versehene Schneiden besitzen.16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, in Radialrichtung zueinander versetzt angeordnete und jeweils Vor schneider und Abschermesser umfassende Schneidsysteme in Umfangsrichtung versetzt hintereinander auf dem Walzenumfang angeordnet sind.17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet0 daß jedes Abschermesser in seinem Radialabstand vom Walzenkörper einstellbar auf diesem bebefestigt ist.18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschermesser sichelförmigen Querschnitt aufweist.19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung sich entgegen der Walzenumlaufrichtung erweitert.Leerseite
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