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Rillen-Voll-Verbundpflasterstein Die Erfindung bezieht sich auf die
äußere Form und die Verlegeart eines aus hochwertigem Beton (3n 600) oder anderen
Material hergestellten Pflastersteins mit Vorzügen für die Gleit- oder Rutschsicherheit
einer Fahrbahndecke besonders gegen Aquaplaning (Wasserglätte) insbesonders bei
Verlegung im Fischgrätenmuster, Es ist bekannt, daß in ihrer äußeren Form verschiedene
einfache und einige auch in der Senkrechten zu verbindende Pflastersteine hergestellt
werden. Die dreidimensionalen Verbundpflastersteine konnten sich bis heute nicht
durchsetzen,weil ihre Herstellung äußerst kompliziert und unwirtschaftlich ist.
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Ziel der Erfindung ist einen Pflasterstein zu schaffe, der grundsätzlich
die bekannten Vorteile der bis heute verwendeten Verbundpflastersteine besitzt und
auch eine
Vertikalverankerung aufweist. (DBGM Nr. 1961138). Der
Stein soll außerdem eine gleit- und rutschsichere Oberfläche besitzen, um die Aquaplaning
bei Regen zu unterbrechen oder stark zu mindern. Die Herstellung soll nach dem heutigen
Stand der Technik besonders wirtschaftlich auf jeder Betonstein-Fertigungsmaschine
erfolgen können. Die Grundrißform soll kompakt seinem ohne Schwierigkeiten eine
hohe Biegezugfestigkeit zu erreichen.
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Die Lösung des gesteckten Zieles erfolgt erfindungsgemäß durch einen
vollen Verbundpflasterstein, der in seiner Draufsicht quadratisch ist, zwei parallele
Seiten glatt sind und eine der anderen parallelen Seiten nach außen und die andere
nach innen gewölbt ist, wobei diese Wölbungen bei der Verlegung ineinander passen.
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Zweckmässig ist der Stein auf einer Seite glatt und auf der anderen
flachen Seite insbesonders gleichmässig verteilte Rillen aufweist, die. parallel
zu den gewölbten Seiten des Steines verlaufen und vorzugsweise im Winkel und der
Tiefe der Kantenabfasung des Steines entsprechen.
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Der erfindungsgemässe Stein kann derart im Grundriß geformt sein,
daß åe eine glatte Seite abgeschrägt ist.
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Dabei sollen alle Wölbungen und Rillen in einer Richtung
verlaufen
und hochkant in einer einfachen nach oben absiehbaren Formeinrichtung hergestellt
werden können.
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In der Zeichnung sind Ausfuhrungsbeispiele dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen Normalstein in perspektivischer Ansicht schräg von vorn und von oben;
Fig. 2 den gleichen Normalstein in perspektivischer Ansicht schräg von vorn und
von unten Fig. 3 den Normalstein der Fig. 1 und 2 in Draufsicht Fig. 4 die Seitenansicht
der glatten Seiten; Fig. 5 einen halben Stein in Draufsicht; Fig. 6 und 7 ein linkes
Paar Randsteine in Draufsicht für Verlegung im Fischgrätenmuster Fig. 8 und 9 ein
rechtes Paar Randsteine in Draufsicht für Verlegung im Fischgrätenmuster; Fig. 1o
einen Ausschnitt aus einer geptlasterten Straße in gerader Verlegung mit der Rillenseite
nach oben Fig. 11 wie Fig. 1o, aber mit der glatten Seite nach Oben Fig. 12 wie
Fig. 1o, aber in gemischter Verlegung; Fig. 13 einen Ausschnitt aus einer gepflasterten
Straße in Fischgrätenmusterverlegung und den Rillen nach oben; Fig. 14 einen Ausschnitt
der verlegten Steine in perspektierischer Ansicht schräg von vorn und von oben,
mit der Rillenseite nach oben;
Fig. 15 wie Fig. 14, aber mit der
glatten Seite nach oben; Fig. 16 einen Schnitt durch die verlegte Pflaster-Fahrbahn
in Fahrtrichtung. Es wird damit verdeutlicht wie jeder Stein in zwei Richtungen
bei senkrechten Verkehrslasten durch gegenseitige Abstützung in der Senkrechten
wirksam wird; Fig. 17 den Normalstein in perspektivischer Ansicht schräg von vorn
und von oben, mit den beiden nach innen bzw. nach außen gewölbten Seiten in eckiger
Ausbildung; Fig. 18 zwei aneinander gelegte Normalsteine.mit eckiger Ausbildung
der beiden nach innen bzw. nach außen gewölbten Seiten; Fig. 19 den Normalstein
in perspektivischer Ansicht schräg von vorn und von oben, mit den beiden nach innen
bzw. nach außen gewölbten Seiten in der Ausbildung als Nut und Feder; Fig. 20 zwei
aneinander gelegte Normalsteine mit Ausbildung als Nut und Feder der beiden nach
innen bzw. nach außen gewölbten Seiten.
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Die Steinform 1 ist quadratisch.Sie kann in den Stärken 6 - 12 cm
Höhe und in Grundrißmaßen 12,5 bis 25 cm hergestellt werden.
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Zwei Stoßseiten 2, 3 sind parallel glatt durchgehend von den anderen
beiden Seiten wie eine vorstehende (4) und eine zuruckstehende Rundung (5) ausgebildet.
Der ganze Stein
ähnelt einem quadratischen hart gebundenen Buch
mit gewölbten Rücken und gegengewölbter Aufschlagseite. Die Kanten auf der nach
innen gewölbten Seite 5 sind im Winkel von 450 abgefast (6).
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Der Stein kann verschiedenseitig verlegt werden. Einmal die flache
glatte Seite nach oben (Fig. 11) und einmal die Gegenseite mit den z.B. zwei parallel
der Seitenwölbung verlaufenden Rillen 7, 8 nach oben (Fig. 1o).
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Die Rillenseitenflächen verlaufen in 450 zur Oberfläche und haben
die gleiche Tiefe wie die Abfasung 6.
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Aus markierungs- oder architektonischen Gestaltungsgründen kann die
Verlegung auch gemischt erfolgen (Fig. 12).
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Grundsätzlich müssen die Steine versetzt verlegt werden Fig. 10, 11,
12, 13), 14 und 15). Nur dadurch ist ein vertikaler Verbund in der gesamten Fläche
gesichert.
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Durch die versetzte Verlegung greift ein Stein mit seiner Wölbung
in die Innenwölbung von zwei vor ihm verlegte Steine ein. Dadurch wird die senkrechte
Belastung von einem Stein auf zwei vor und zwei hinter ihm liegende Steine übertragen
(Fig. 16). Es ist nicht möglich einen Stein aus dem verlegten Verband nach unten
durchzudrücken oder nach oben herauszunehmen (Fig, 14 und 15).
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Um nach allen Seiten eine gleit- und rutschsichere Fahr bahn gegen
Aguqplaning zu erzielen, sind die Steine im
Fischgrätenmuster verlegt
worden. Dabei die Rillenseite nach oben (Fig. 13).
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Für die gerade Verlegung werden als Rand- oder Ausgleichsteine nur
halbe Steine benötigt (Fig. 5 und 1o).
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Bei der Verlegung im Fischgrätenmuster sind je ein Paar linker und
rechter Randsteine notwendig (Fig. 6, 7,.8, 9 und 13). Bei diesen Randsteinen (Fig.
6, 7, 8 und 9) ist äe eine glatte Seite um 19° abgeschrägt. Bei der Verlegung wird
dadurch ein Steinverband von 150 Schrägung erzielt.
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Sonstige Ausgleichsteine für den Fahrbahnbeginn oder für Kurven können
ohne groben Aufwand nach Bedarf hergestellt werden.
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Das Hauptziel der Erfindung wird durch die vorg-annte Fischgrätenverlegung
(Fig. 13) erreicht.
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Da die ganzen und halben Steine zwei parallele glatte Seiten haben,
können sie auf einer glatten Seite stehend in jeder modernen Betonsteinmaschine
äußerst rationell hergestellt werden. Bisher werden alle Verbundpflastersteine wegen
ihrer Form flach liegend hergestellt- Bei bisher bekannten dreidimensionalen Verbundpflastersteinen
benötigt man komplizierte Formeinrichtungen, weil bei der Entschalung die Form nicht
glatt über die gefertigten Steine hochgezogen werden kann0
Bei dem
erfindungsgemässen neuen Stein, der hochkant gefertig wird, verlaufen alle Rillen,
Wölbungen und Vertiefungen vertikal. Dadurch lässt sich die Barm glatt nach oben
abziehen.
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Gleichzeitig werden durch das nach oben Abziehen die Sichtflächen
des Steines geglättet und eine gleichmässige Oberflächenansicht der gesamten Fahrbahn
erzielt.
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Die Grundrißform des Steines ist kompakt, so daß ohne Schwierigkeit
eine hohe Biegezugfestigkeit erreicht werden kann.