-
Sportschuh, insbesondere Rennschuh Die Belegung von Sportplätzen
und -bahnen mit einem eine rauhe Oberfläche aufweisenden Kunststoffbelag bringt
hinsichtlich der Gestaltung der Sportschuhsohle eine Reihe von Problemen mit sich.
Hierbei steht die Griffigkeit der Sohle mit im Vordergrund. Zu diesem Zweck hat
man in letzter Zeit eine Reihe von Profilen entwickelt, um eine optimale Griffigkeit
auf dem Kunststoffbelag zu erreichen. Bei Leichtathletikschuhen sind diese Profile
im allgemeinen an eine sogenannte Halbsohle aus Kunststoff, z.B. Nylon, angeformt.
Die Halbsohle erstreckt sich dabei von der Spitze bis zum Gelenk.
-
Es hat sich nun gezeigt, dass sich diese Profile auf dem rauhen Kunststoffbelag
verhältnismässig schnell abnutzen, so das die Griffigkeit der Sohle im Laufe der
Zeit immer mehr abnimmt
bzw. verloren geht.
-
Es ist schon vor einigen Jahren eine Sportschuhsohle für mit Kunststoff
belegte Sportplätze und -bahnen bekannt geworden, die mit von der Sohle abstehenden
Borsten, z.B. aus Metalldraht, versehen waren, wobei die Borsten in sehr dichter
Anordnung entweder - mit einem rasenartigen Belag vergleichbar -über die gesamte
Halbsohle verteilt oder nur in solchen Bereichen auf der Sohle angeordnet waren,
wo sich sonst die bekannten spitzen Dorne(Spikes) befinden, deren Verwendung für
die gunststoffbeläge bei Sportplätzen und -bahnen jedoch wenig zweckmässig ist,
weil diese Greifelemente verhältnismässig tief in den Werkstoff des Kunststoffbelages
einstechen und das Herausziehen der Dorne einen ziemlich hohen Kraftaufwand erfordert,
was die Leistungsfähigkeit des Sportlers beeinträchtigt.
-
Die Borsten verleihen der Sohle zwar eine gute Griffigkeit. Sie versetzen
jedoch den Sportler nicht in die Lage, das elastische Verhalten des Kunststoffbelages
optimal, d.h. in dem Sinne auszunutzen, dass nach dem Auftritt durch Kompression
des Kunststoffbelages ein möglichst kräftiger Rückstoss (gatapultwirkung) auf den
Fuss des Sportlers erfolgt, was sich letztlich in einer Beschleunigung des Laufs
auswirkt. Um eine möglichst optimale Rückstoss- bzw. Katapultwirkung zu erzielen,
wurde ein Greifelement entwickelt, welches eine gute Griffigkeit der Sohle mit sich
bringt, ohne jedoch zu tief in den Werkstoff des Eunststoffbelages einzudringen
und dabei gleichzeitig auch den angestrebten
Katapulteffekt bewirkt.
Kennzeichnend für ein solches Greifelement, wie es in den DOS 2 225 143 u. 2225
144 beschrieben ist und nachfolgend kurz Rückstosselement genannt wird, ist, dass
es mindestens eine im Abstand von seinem laufsohlenseitigen Ende liegende Stützfläche
aufweist, die im Vergleich mit der übrigen, als Eindringfläche wirkenden Oberfläche
des Greifelements einen flacheren Winkel mit der Laufsohle des Sportschuhes einschliesst.
Dabei weist die Eindringfläche vorzugsweise scharfe Kanten auf, die das Eingreifen
des Greifelements in die Eunststoffbahn begünstigen. Wesentlich für die Wirkung
dieser Greifelemente ist, dass durch die Anordnung einer Stützfläche ein zu tiefes
Eindringen des Greifelemente in den Kunststoffbelag verhindert und durch Andruck
der Stützfläche an den Belag ein Eatapulteffekt erzeugt wird.
-
Da die vorerwähnten Greifelemente, die auch mit den für Aschenbahnen
verwendeten Dorne bzw. Spikes vergleichbar ausgebildet sein können, an in der Sohle
eingelagerten Einsatzteilen (Gewindeeinsätzen) befestigt sind, die zur Erreichung
einer möglichst guten Druckverteilung einen sich seitlich über den Dorn weit hinaus
erstreckenden Teller (sogenannte Druckverteilungsscheibe) besitzen, können die Dorne
nicht bis dicht an den Sohlenrand herangeführt werden. Dies bringt den Nachteil
mit sich, dass in bestimmten, nur verhältnismässig kurzzeitigen Phasen der Abrollbewegung
des Fusses während des Laufes, vor allem beim Aufsetzen
des Fusses
im Aussen- und Innenballenbereich und beim Abdrücken des Fusses mit der Spitze,
die Dorne nicht oder nur ungenügend in den Kunststoffbelag eingreifen können, weil
der Fuss in diesen Phasen ziemlich schräg, d.h. in einem ziemlich grossen Winkel,
auf den Boden aufgesetzt wird. In diesen Phasen besitzt die Sohle also im Randbereich
eine ungenügende Griffigkeit. Die Anformung eines Profils im Sohlenrandbereich würde
wegen der Verschleissanfälligkeit keine Griffigkeit über längere Zeit gewährleisten.
-
Der Erfindung liegt hiernach die Aufgabe zugrunde, für einen mit einem
Kunststoffbelag versehenen Sportplatz bzw.
-
-bahn einen Sportschuh zu schaffen, dessen Sohle im Vorderfussbereich
sowohl der Forderung nach dauerhafter (verschleissfester) und auch noch bei Schrägstellung
des Fusses wirksamer Griffigkeit im Randbereich, also insbesondere im Bereich des
Aussen- und innenballens sowie an der Spitze, als auch derjenigen nach Erzeugung
einer optimalen Katapultwirkung während des Laufes genügt.
-
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung des Standes der Technik
ergibt, wurden die bekannten Sohlen diesen beiden Anforderungen nicht gerecht.
-
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, durch eine mit
Rücksicht
auf die beiden vorerwähnten Anforderungen zweckentsprechende Kombination der von
den vorerwähnten Sohlen her bekannten Greifelemente, also der Borsten und Rückstosselemente,
diesen beiden Forderungen (dauerhafte Griffigkeit im Randbereich, Katapultwirkung)
gerecht zu werden.
-
Im einzelnen besteht die Lösung der Erfindungsaufgabe darin, den Rand
bereich der Sohle in der Ballenpartie und an der Spitze mit als Borsten ausgebildeten
Greifelementen und im übrigen Bereich der Sohle diese mit Greifelementen zu versehen,
die mindestens eine im Abstand von ihrem laufsohlenseitigen Ende liegende Stützfläche
aufweisen, die im Vergleich mit der übrigen, als Eindringfläche wirkenden Oberfläche
der Greifelemente einen flacheren Winkel mit der Laufsohle des Sportschuhes einschliessen.
Dabei sind die letztgenannten Greifelemente vorzugsweise auswechselbar an der Sohle
befestigt.
-
Unter "Borsten" sollen im Zusammenhang mit der Erfindung dünne Stifte
verstanden werden, dieyorzugsweise aus Metalldrahtstücken hergestellt sind und mit
Kunststoff überzogen sein können oder, bei entsprechender Abriebfestigkeit,auch
zur Gänze aus Kunststoff bestehen können. Wegen ihres kleinen Durchmessers bzw.
ihrer geringen Querschnittsfläche können die Borsten in den Werkstoff des Kunststoffbelages
einstechen und somit im Rand bereich der Sohle die dort erwünschte Griffigkeit
bewirken.
Die Borsten werden in die Spritz- bzw. Giessform für die Sohle eingelegt und somit
durch Umspritzen bzw.
-
Umgiessen in der Sohle verankert. Der bei der erfindungsgemässen Sohle
vorgesehene Borstenbesatz kann sich durchgehend entlang des gesamten, aussenliegenden
Randes der den Vorderfussbereich abdeckenden Sohle erstrecken. Dabei ist die Breite
des Borstenbesatzes an der Schuhspitze vorzugsweise deutlich grösser, z.B.
-
doppelt so gross, als an den Seitenrändern. Sie kann an der Spitze
3 - 4 cm betragen und an den Seitenrändern 1,5 - 2 cm.
-
Da die Griffigkeit der erfindungsgemässen Sohle wesentlich durch die
neben dem Borstenbesatz angeordneten RUckstosselemente bewirkt wird, von denen den
Regeln entsprechend bis zu 6 Stück im Sohlenvorderteil verwendet werden können,
brauchen die Borsten, die ja nur in einer verhältnismässig kurzen Phase des Laufes
mit dem Kunststoffbelag zum Eingriff kommen, nicht so dicht beieinander zu stehen,
wie dies bei der bekannten Borstensohle der Fall war, so dass auch deren Nachteil,
dass sich die engen Zwischenräume zwischen den Borsten mit Schmutz oder von dem
Belag abgelösten Kunststoffteilchen zusetzen, wodurch die Griffigkeit beeinträchtigt
wird, weitgehend vermieden werden kann. Um eine ausreichende Griffigkeit bei gegenüber
dem Boden schräggestellten Fuss im Sohlenrandbereich zu erhalten, genügt es, wenn
die Borsten in einem Abstand von nicht unter 7 - 10 mm zueinander angeordnet werden.
Dies bringt weiterhin
den Vorteil mit sich, dass die durch die Rückstosselemente
induzierte Katapultwirkung nicht zu sehr beeinträchtigt wird.
-
In zweckmässiger Ausgestaltung der Erfindung kann diese ein trächtigung
noch'dadurch weiter verringert werden, dass an die Sohle kleine Sockel angeformt
werden, welche die Borsten über eine Teilstrecke ihres von der Sohle abstehenden
Abschnitts umschliessen und an ihrem von der Sohle abgekehrten Ende eine Stützfläche
bilden, die ebenso wie die Stützfläche bei den Rückstosselementen beim Andruck der
Sohle gegen den Kunststoffbelag einen Rückstosseffekt bewirkt. Eine solche Stützfläche
an den-Sockeln ergibt sich beispielsweise, wenn die Sockel kegelstumpfförmig ausgebildet
sind.
-
Die Rückstosselemente können im einzelnen so ausgebildet sein, wie
es in den DOS 2 225143u.2225 144 beschrieben ist. Die vorzugsweise Ausbildung der
Rückstosselemente besteht darin, dass sie aus einem kegelförmigen Grundkörper entwickelt
sind, der an seiner, eine Eindringfläche bildenden Aussenfläche axiale Nuten aufweist,
deren Tiefe von der Kegelspitze ausgehend allmählich bis etwa zur Mitte des Kegels
zunimmt und dann bis zur Grundfläche des Kegels wieder allmählich abnimmt, und dessen
freies Ende zu einem Kegelstumpf abgeflacht ist, wobei es mit den Nuten Greifkanten
bildet. Hierbei bildet das freie, abgeflachte Ende die Stützfläche für die Erzeugung
der Katapultwirkung.
-
Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erwindung
nicht auf die Verwendung eines in der vorstehend beschriebenen
Weise
ausgebildeten Rückstosselements beschränkt ist.
-
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert. Es zeigen: Fig. 1 perspektivisch eine erste Ausführungsform eines bei
der erfindungsgemässen Sohle verwendeten Greifelements mit Rückstosswirkung, Fig.
2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines solchen Greifelements,
Fig.2a,b eine perspektivische Ansicht und eine Draufsicht auf eine der zweiten Ausfthrungsform
gemäss Fig. 2 ähnlich dritte Ausführungsform, die sich von jener nur dadurch unterscheidet,
dass die Spitze abgeflacht ist, Fig. 2cd Abwandlungen der Ausführungsform nach den
Fig. 2a,b, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Unterseite eines erfindungsgemässen Sportschuhes,
wobei das Sohlenvorderteil zur Gänze und die hieran anschliessende Sohle nur teilweise
dargestellt ist und Fi.g 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3 in gegenüber
dieser vergrösserter Darstellung.
-
In Fig. 1 ist ein relativ einfaches Ausführungsbeispiel eines als
Dorn (Spike) ausgebildeten Greifelements dargestellt, das in der erfindungsgemässen
Kombination mit den als Borsten ausgebildeten Greifelementen verwendet werden kann.
Dieser Dorn 1 weist ein kegelförmiges, spitzes Endstück 2 auf, das auf einen
kegelstumpfförmigen
StUtzbereich 3 gleichsam aufgesetzt ist.
-
Der Winkel des Mantels des Kegelstumpfes 3 gegenüber der Dorn-Längsachse
ist dabei grösser als der Winkel zwischen Dorn-Längsachse und dem Aussenmantel des
kegelförmigen Endstückes 2.
-
Der Dorn 1 kann mittels eines Gewindeansatzes 4 in einem Gewindeeinsatz
an der Laufsohle eines Sportschuhes eingeschraubt werden.
-
Der Dorn 5 gemäss Fig. 2, der erfindungsgemäss anstelle des Dorns
nach Fig. 1 verwendet werden kann, besteht aus einem ursprünglich kegelförmigen
Vorderteil 6, welches ausgehend von seinem Aussenmantel 7 mit im vorliegenden Falle
drei Nuten 8 versehen ist. Die Nuten 8 beginnen an der Spitze 9 des Dornes 5 und
reichen bis zur Basis 10 des Kegels 6. Wie insbesondere die gestrichelte Linie 11
(links in Figur 2) erkennen lässt, vergrössert sich die Tiefe der Nuten 8 ausgehend
von der Spitze 9 des Kegels 6 allmählich und nimmt dann etwas rascher zur Basis
10 zu ab. Hierdurch wird erreicht, dass sich der Winkel zwischen der Dornlängsachse
12.und dem durch die gestrichelte Linie 11 angedeuteten Boden der Nut 8 in dem der
Laufsohle benachbarten Bereich des Kegels 6 bzw. Dorns 5 verhältnismässig rasch
vergrössert, somit der Dorn in diesem Bereich dem Eindringen in die Bahn einen erhöhten
Widerstand entgegensetzt. Selbstverständlich kann der so gebildete
Stützbereich
beliebig nahe an der Spitze 9 des Dornes oder von dieser entfernt sein. Hierzu ist
es lediglich erforderlich die Form des Bodens 11 der Nuten 8 entsprechend zu wählen.
-
Auch der Dorn 5 kann entsprechend dem Dorn 1 und in gleicher Waise
wie die übrigen in der Zeichnung dargestellten Dornen mittels eines Gewindes 4 in
der Laufsohle des Sportschuhes befestigt werden. Zu diesem Zweck ist beispielsweise
an einer den Gewindebolzen 4 begrenzenden Platte 13 (Figur 2a, 2c) eine Anzahl von
Einkerbungen 14 für den Angriff eines entsprechenden Schlüssels vorgesehen (Fig.
2b, 2d).
-
Der Dorn oder das Greifelement gemäss den Figuren 2a,b ist eine Abwandlung
des Dornes gemäss Figur 2, die dadurch erhalten wird, dass die Spitze abgeschnitten
oder abgeflacht ist. Hierdurch entsteht am freien Ende des Dornes eine Ebene 50,
die - wie sich aus Figur 2b ergibt - durch den Nutengrund der Nuten 8 im wesentlichen
dreieckförmig mit leicht eingezogenen Seiten gestaltet wird. Bei dieser AusfUhrungsform
wirkt somit nicht nur der sich verbreiternde Nutgrund der Nuten 8 als Stützfläche,
sondern wesentlich auch die Ebene 50. Diese Ebene bildet mit dem Nutengrund Kanten,
die als Greifkanten wirken.
-
Wie sich aus der Figur2b weiterhin noch ergibt, ist der kegelförmige
Dornteil
6 leicht tonnenförmig nach aussen gewölbt, d.h. so, dass der Kegeldurchmesser nicht
linear von der Spitze zur Grundfläche hin zunimmt, sondern zuerst stärker und dann
schwächer wächst.
-
Die Ausführungsformen gemäss den Figuren 2c, d sind wiederum Modifikationen
der Dorne gemäss den Figuren 2a,b. Gemäss Figur 2c ragt aus der durch Abflachung
der Kegelspitze entstandenen Ebene 50 noch eine kleine zentrale Spitze 51, die die
Greifwirkung des Dornes auf dem Absprungbalken von Weitsprungbahnen unterstützt.
Bei der Ausführungsform gemäss Figur 2d hingegen enthält die Ebene 50 eine Ausnehmung
52, durch die die Schärfe der von der Ebene 50 mit den Nuten 8 gebildeten Greifkanten
betont wird.
-
Die Figuren 3 und 4 zeigen, wie die vorstehend beschriebenen Greifelemente,
denen gemeinsam ist, dass sie eine im Abstand von ihrem laufseitigen Ende liegende
Stützfläche für die Erzeugung des Rückstosseffektes aufweisen, wobei die Stützfläche
im Vergleich mit der übrigen, als Eindringfläche wirkenden Oberfläche der Dorne
einen flacheren Winkel mit der Laufsohle des Sportschuhes einschliessen, in der
erfindungsgemässen Kombination mit als Borsten ausgebildeten Greifelementen zusammen
an einer Sportschuhsohle verwendet werden können.
-
Im Vorderfussbereich, auf welche bei einem Rennschuh im allgemeinen
die Anordnung der Greifelemente beschränkt ist, wird die
Laufsohle
durch eine verhältnismässig steife Platte (Halbsohle) 15, z.B. aus Nylon, gebildet.
An dieser schliesst sich nach hinten ein weiches Laufsphlenstück 16, z.B. aus Kreppgummi,an.
-
Die aussenliegende Randzone des Laufsohlenteils 15 ist durchgehend
mit als Borsten 17 ausgebildeten Greifelementen besetzt, wobei die ganz aussenliegenden
Borsten bis dicht an den Sohlenrand herangeführt sind. Die Breite des Borstenbesatzes
an der Sohlenspitze ist mehr als doppelt so gross wie an den Seitenrändern. An der
Spitze reichen die Borsten bis zu der Linie, auf der sonst, d.h. bei den bekannten
Sohlen mit ausschliesslich als Dorne ausgebildeten Greifelementen, die beiden ersten
Dornen platziert sind. Nachdem Fig. 3 das Sohlenvorteil etwa in Originalgrösse wiedergibt,zeigtdiese
Darstellung, dass die Borsten verhältnismässig weit voneinander beabstandet sind;
der Abstand zwischen den Borsten ist deutlich grösser als bei den bekannten Borstenschuhen.
Dadurch wird bei der erfindungagemässen Sportschuhsohle ein Festsetzen von Schmutz
oder aus der Kunststoffbahn abgerissenen Kunststoffteilchen weitgehend vermieden.
-
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Borsten durch U-förmig gebogene
bzw0 geformte Naterialstücke, z.B. aus dünnem Draht, gebildet und mit ihrem unteren
Bereich in die Sohle 15 eingebettet sind. Wird der Borstenbesatz durch eine ungerade
Zahl von Reihen gebildet -in dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind entlang der
Seitenränder 3 Borstenreihen vorgesehen - werden die U-Stücke in einem rechten Winkel
zueinander angeordnet, was in Fig. 3 am
rechten Sohlenrand strichliert
angedeutet ist.
-
Die Borstenstifte 17 werden über einen Teilabschnitt ihrer Länge von
an der Sohle 15 angeformten, kegelstumpfförmig ausgebildeten Sockeln 18 umschlossen.
Dadurch wird die Eindringtiefe der Borsten in den Kunststoffbelag begrenzt. Die
Kegelstumpffläche 18' bildet eine Stützfläche, die eine mit den Stützflächen bei
den oben beschriebenen Dornen vergleichbare (RUckstoss)-Wirkung mit sich bringt.
-
In dem Sohlenbereich innerhalb des randseitigen Borstenbesatzes sind
sechs Dorne 1 angeordnet, die eine Ausbildung entsprechend der Figuren 1 bis 2d
haben können. Der bei dem Ausführungsbei spiel nach den Fig. 3, 4 verwendete Dorn
entspricht im wesentlichen der in den Fig. 2a, 2b gezeigten Ausführung. Die sechs
an der Sohle 15 befestigten Dorne 1 sind in zwei Gruppen vonjeweils zwei und vier
Dornen angeordnet; die Anordnung ist im einzelnen aus Fig. 3 ersichtlich. Die Dorne
sind an der Sohle auswechselbar befestigt und zwar durch Verschrauben ihres Gewindeansatzes
4 mit in der Sohle eingelagerten Gewindeeinsätzen 19, die an ihrem fusseitigen Ende
eine Druckverteilungsscheibe 19' besitzen, wegen derer eine so nahe Platzierung
an den Rand der Sohle 15, wie es die Borstenstifte 17 gestatten, nicht möglich ist.
-
Die Dorne 1 stützen sich mit ihrer am Fuss des Gewndeansatzes 4 ausgebildeten
Platte 13 gegen kegelstumpfförmige Ausbildungen 20 der Sohle 15 ab; diese Ausformungen
dienen der Verbesserung
der Druckverteilung.
-
An der Spitze der Sohle erstrecken sich die Borsten bis in den Bereich
der Zehenwurzeln. Dadurch können die bei den bekannten Sohlen in diesem Bereich
angeordneten Dorne in Fortfall kommen.
-
Diese Dorne setzten der Abrollbewegung des Fusses einen verhältnismässig
grossen Widerstand entgegen, der vom Läufer überwunden werden musste. Durch Ersatz
dieser im Spitzenbereich der Sohle angeordneten Dorne durch die Borsten kommt dieser
Nachteil in Fortfall.
-
In Fig. 4 ist mit 21 der Schaft bezeichnet, der auf die Brandsohle
22 gezwickt ist.