DE2441738A1 - Bolzensetzgeraet mit stempel - Google Patents
Bolzensetzgeraet mit stempelInfo
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Description
Patentanwälte den 19.8.1974
Dipl.-Ing. Hans Meissner
Dipl.-Ing. Erich Bolte
28 B ro men
Sievogtstraße 21, Telefon 34 2&10
Dipl.-Ing. Erich Bolte
28 B ro men
Sievogtstraße 21, Telefon 34 2&10
Societe de Prospection et d1Inventions Techniques Spit
26500 Bourg-Les-Valence, Frankreich
26500 Bourg-Les-Valence, Frankreich
"Bolzensetzgerät mit Stempel"
Die Erfindung betrifft ein Bolzensetzgerät mit einem Stempel.
In solchen Bolzensetzgeräten gleitet der Stempel gewöhnlicherweise
in einer Hülsenbohrung, welche durch ein Bolzenführungsstück verlängert ist. Bei einer bekannten Äusführungsform eines
solchen Bolzensetzgerätes ist der Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück im Verhältnis zu einem Körper beweglich, wobei in
der Bohrung ein Verschlußstück vorgesehen und vor einem
Schlagaufbau angeordnet ist, welcher der Wirkung einer Schlagfeder unterliegt„ Dieser Schlagaufbau'wirkt, mit dem Verschlußstück zusammen, um die Zündung der Ladung zu verursachen.
Schlagaufbau angeordnet ist, welcher der Wirkung einer Schlagfeder unterliegt„ Dieser Schlagaufbau'wirkt, mit dem Verschlußstück zusammen, um die Zündung der Ladung zu verursachen.
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Das Auftreten von Ladungen ohne Behältnis, welche aus angesammeltem
Pulver (Pillen) bestehen, bringt insbesondere die Notwendigkeit mit sich, genau den Aufbau einer Kammer zu prüfen,
welche diese Pille vor der Zündung umschließt. Man hat daher, vorgeschlagen, daß eine bewegliche Hülse durch Anschlag
mit einem Verschlußstück zusammenwirkt, um gleichzeitig das Bolzensetzgerät in eine Stellung zur Vorbereitung des Schusses
zu bringen und die Pille in einer zwischen der Hülse und dem Verschlußstück angeordneten Verbrennungskammer zu umschließen.
Um das Bolzensetzgerät in eine Stellung zur Vorbereitung des Schusses zu bringen, ist insbesondere die Spannung der Schlagfeder
erforderlich. Darüber hinaus müssen sehr strenge Sicherheitsregeln beachtet werden, um zu vermeiden, daß die Ladung
zufällig gezündet werden kann. Die Vorschriften sehen allgemein vor, daß das Zünden nicht stattfinden darf, bis das freie
Ende der Hülse oder des Bolzenführungsstückes auf einer Wand mit einer Kraft abgestützt ist, die wenigstens gleich einer
vorgegebenen Kraft ist. Diese Bedingungen sind insbesondere schwer bei Apparaten mit Fernsteuerung zu verwirklichen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, solche Bolzensetzgeräte
mit allen wünschenswerten Sicherheitsgarantien verwenden zu können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Bolzensetzgerät
mit einem Stempel, der in einer durch ein Bolzenführungss'tück verlängerten Hülsenbohrung gleitet, wobei der gesamte
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2.AA1738
Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück im Verhältnis zu einem Körper
beweglich ist, mit einem in dem Körper beweglich angeordneten Verschlußstück, mit einem mit dem Verschlußstück zusammenwirkenden
Schlagaufbau zur Zündung der Ladung, wobei die Hülse im Laufe ihrer Bewegung in dem Körper durch Anschlag mit dem
Verschlußstück zusammenwirkt, um das Bolzensetzgerät in eine Stellung zur Vorbereitung des Schusses zu versetzen und die
Ladung in einer zwischen der Hülse und dem Verschlußstück angeordneten
Verbrennungskammer einzuschließen, mit einer in bezug auf die Hülse außen angeordneten, im Verhältnis zum Körper
elastisch vorgespannten und gleitenden Stange, welche an einem' Ende mit einem Element des Schlagsystems in Eingriff steht,
das nach außen von der Hülse vorspringt, dadurch gelöst, daß das andere Ende der Stange von einem überstehenden Teil des
Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück zum Zurückstoßen des Schlagsystems
und zum Zusammendrücken der Schlagfeder erfaßt wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Steuerorgan für den Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück derart eingerichtet,
daß dem Aufbau zunächst eine Translationsbewegung, dann eine aus Translation und Rotation kombinierte Bewegung und
schließlich eine reine Rotationsbewegung erteilt wird, wobei die reine Rotationsbewegung die Verriegelung des Aufbaus
Hülse/Bolzenführungsstück im Verhältnis zum Körper und zum Verschlußstück bewirkt.
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Vorzugsweise weist der überstehende Teil des Aufbaus Hülse/ Bolzenführungsstück eine Rampe auf.
Um die Sicherheitsvorschriften für das Aufbringen des 'Bolzensetzgerätes
auf eine Unterlage erfüllen zu können, ist bei dem Bolzensetzgerät in einer vorteilhaften Ausführungsform
eine zweite in bezug auf die gleitende Hülse außen angeordnete, elastisch vorgespannte und parallel zur ersten Stange verlaufende
Stange vorgesehen, deren im Verhältnis zu dem überstehenden Teil des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück entgegengesetztes
Ende ein Sperrglied für das Auslöseorgan des Schlagsystems trägt.
Bei dieser Ausführungsform weist der überstehende Teil des Aufbaus
Hülse/Bolzenführungsstück vorzugsweise eine Bohrung auf, in welcher ein Steuerzapfen angeordnet ist, welcher der Wirkung
elastischer Mittel unterliegt, die versuchen, ihn nach vorn in bezug auf das Bolzenführungsstück vorspringen zu lassen,
wobei die Bohrung in der verriegelten Stellung des Bolzensetzgerätes fluchtend mit der zweiten Stange angeordnet ist, und
ermöglicht der Steuerzapfen nur in dieser Stellung die freie Rotation des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück und gewährleistet
das Gleiten der zweiten Stange zur Entriegelung des Auslöseorgans, wenn ihr vorderes Ende merklich auf das Niveau
der Vorderseite des überstehenden Teiles während der Abstützung
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des Bolzensetzgerätes zurückgeführt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Seitenansicht, teilweise weggebrochen, einer Ausführungsform eines Bolzensetzgerätes
gemäß der Erfindung, wobei das Gerät geladen ist,
Figur 2 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, eines Teiles des Gerätes gemäß Figur 1 in der Stellung der
Figur 1 ,
Figur 3 einen Längsschnitt des Gerätes gemäß Figur 1
vor Verschluß,
Figur 4 eine ähnliche Draufsicht wie in Figur 2, aber für
die Stellung der Figur 3, wobei das Bolzenführungsstück nicht dargestellt ist,
Figur 5 eine Seitenansicht, teilweise weggebrochen, des Gerätes der Figuren 1 bis 4, welches gegen eine Wand
abgestützt und schußbereit ist,
Figur 6 eine ähnliche Draufsicht wie in Figur 4, aber für
die Stellung der Figur 5 und ·
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Figur 7 einen Längsschnitt des Gerätes der Figuren 1 bis
6 am Ende des Schusses.
In der beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
ist das Bolzensetzgerät zur Fernsteuerung bestimmt. Es weist einen Handgriff 1 von geeigneter Form und
Länge auf sowie einen Abzug 2 zur Auslösung der Zündung. Der Handgriff 1 ist einstückig mit einem seitlichen Ansatz
3 des Körpers 4 des Gerätes verbunden.
Eine Hülse 5, an deren vorderen Ende ein Bolzenführungsstück 6 befestigt ist, kann in einer Längsbohrung 7 verschoben werden,
welche in dem Körper 4 angeordnet ist. Das Bolzenführungsstück 6 ist auf die Hülse 5 geschraubt .und durch eine
durch eine Feder 9 vorgespannte Buchse 8 unbeweglich gemacht. Die Hülse'5 weist eine Längsbohrung 10 auf, die nach hinten
in der Nähe des Bodens einer Blindbohrung 11 endet, welche der Hülse 5 nach hinten eine öffnung verschafft, wobei die
Bohrungen 10 und 11 durch Längskanäle 12 von geringem Durchmesser
in Verbindung stehen. Die Bohrung 10 öffnet zur Vorderseite der Hülse 5 und ist in dem Bolzenführungsstück 6
durch eine koaxiale Bohrung 13 von geringerem Durchmesser, die sich an die Bohrung 10 über einen kegelstumpfförmigen
Teil 14 anschließt, verlängert.
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In den Bohrungen 10, 13 und 14 ist ein Stempel 15 angeordnet.
Dieser Stempel weist in bekannter Weise ein Endstück 16, dessen Durchmesser etwas geringer als derjenige der Bohrung 13 ist,
einen kegelstumpfförmigen Teil 17 der gleichen Form wie die
kegelstumpfförmige Bohrung 14 und einen Bund 18 mit-einem nur
etwas geringeren Durchmesser als derjenige der Bohrung 10 auf. In der Bohrung 13 des Bolzenführungsstückes 6 ist ein Bolzen
angeordnet, dessen Kopf 20 auf dem vorderen Ende des Endstückes 16 abgestützt ist und dessen Spitze eine unter Druck aufgepreßte Unterlegscheibe 21 trägt. Das Bolzenführungsstück 6
weist an seinem vorderen Ende einen Umfangflansch 22 auf.
Ein Verschlußstück 23 ist beweglich in der Bohrung 7 des Körpers 4 gelagert. Das Verschlußstück 23 weist einen vorderen
zylindrischen Ansatz 24 auf, welcher mit der Bohrung 11 zusammenwirkt,
wobei die rückwärtige Seite der Hülse 5 gegen die Schulter 25, die an der Vorderseite des Verschlußstückes
23 durch den Ansatz 24 ausgebildet ist, stoßen wird. An der Vorderseite des Ansatzes 24 ist eine zylindrische Kammer 26
ausgenommen, in welcher eine brennbare Ladung 27 angeordnet ist. Die Kammer 26 ist in dem Ansatz 24 nach hinten durch eine
zylindrische Bohrung 28 verlängert, die ihrerseits mit einer
Bohrung 29 von größerem Durchmesser in Verbindung steht, die in eine Bohrung 30 von großem Durchmesser mündet, welche auf
der Hinterseite des Verschlußstückes 23 offen ist. In das ■Verschlußstück 23 ist eine Stoppschraube 31 geschraubt, deren
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kopf 32 mit einem in dem Körper 4 ausgebildeten Längsschlitz
33 zusammenwirkt, um die Gleitbewegung des Verschlußstückes 23 zu begrenzen und eine Rotation zu verhindern.
In dem hinteren Teil des Körpers 4 des Bolzensetzgerätes ist ein Schlagaufbau angeordnet mit einem mit der Bohrung 28 in
Verbindung stehenden Schlagbolzen 34, mit einem vorderen Hammer 35, der mit der Bohrung 29 in Verbindung steht und dessen äussere
Oberfläche Längsnuten zum Abzug der Verbrennungsgase aufweist, und einem hinteren Hammer 36, der eine in der rückwärtigen
Seite des Stöpsels 41 des Körpers 4 ausgebildete Bohrung
37 durchquert, wobei ein Anschlagstift 38 in das rückwärtige Ende des hinteren Hammers 36 geschraubt ist, damit der Kopf
des Anschlagstiftes 38 durch Zusammenwirken mit dem äußeren Umfang der Bohrung 37 die Verschiebung des Schlagaufbaus nach
vorne begrenzt. Der vordere Hammer 35 und der hintere Hammer 36 sind durch ein Zwischenteil 40 verbunden, dessen Durchmesser
etwas geringer als derjenige einer im hinteren Teil des Körpers 4 in Verlängerung der Bohrung 7 ausgebildeten Bohrung 41 ist,
wobei zwischen diesen beiden Bohrungen eine Schulter 42 vorgesehen ist.
Eine Schlagschraubenfeder 43 ist zwischen der rückwärtigen Seite des Teiles 40 und dem Boden des Stöpsels 4' angeordnet
und umgibt den hinteren Hammer 36. Eine Schraubenfeder 44 stützt sich auf der Vorderseite des Teiles 40 und dem Boden
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der Bohrung 30 ab, wobei sie den vorderen Hammer 35 umgibt.
Die Schlagfeder 43 versucht im gespannten Zustand den "Schlagaufbau
nach vorne zu treiben, um eine Bewegung des Schlagbolzens 34 in Richtung der Ladung 27 und deren Zündung zu verursachen.
Die Feder 44 versucht das Verschlußstück 23 von dem Schlagsystem zu entfernen, um hierdurch die Kammer 26 freizumachen
und zum Zeitpunkt der Ladung die Einführung der Ladung 27 zu ermöglichen.
In dem Teil 40 des Schlagaufbaus ist eine querverlaufende Blindbohrung
45 ausgebildet, in welcher ein in bezug auf das Teil
durch eine Schraubenfeder 47 nach außen vorgespanntes zylindrisches Gleitstück gleitet. An seinem zur Feder 47 entgegengesetzten
Ende weist das Stück 46 einen Kopf 48 auf, welcher mit einer Gabel 49 zusammenwirkt, die einstückig mit einer in bezug
auf die Hülse außen angeordneten Längsstange.50 ausgebildet ist , die sich in Richtung des Bolzenführungsstückes erstreckt.
Der vordere Teil der Stange 50 gleitet in Längsrichtung in einer Bohrung 51, die in einem radialen Ansatz 52 des Körpers
ausbildet ist, wobei eine Schraubenfeder 53 dazu neigt, sie nach vorne zu stoßen, indem sie sich auf der Hinterseite einer
Zwinge 54, welche das vordere Ende der Stange 50 überdeckt, abstützt. Diese Zwinge kann über die Vorderseite des Ansatzes
überstehen. Die Bewegung der Stange 50 nach vorn ist durch'Anschlag
der Gabel 49 gegen eine Schulter 55 begrenzt, welche eine Bohrung 56 umgibt, in welcher der hintere Teil der Stange
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gleitet. In Verlängerung der Bohrung 45 weisen die zwei
ι Schenkel der Gabel 49 Bohrungen 57 und 58 auf, wobei·der
Kopf 48 des Stückes 46 die Bohrung 57 durchquert. Ein Auslöseteil 59, das gegen die Wirkung einer Schraubenfeder 61
in einer Bohrung.60 des Ansatzes3 des Körpers 4 gleitet, kann
durch Betätigung des Abzuges 2 dem Stück 46 angenähert werden, wobei sein dem Stück 46 benachbartes Ende die Bohrung
58 der Gabel 49 durchquert, wenn diese Bohrung in Verlängerung des Stückes 59 ist, d.h. wenn die Stange 50 nach hinten zurückgestoßen
ist. Dieses Zurückstoßen der Stange 50 nach hinten wird durch Zusammenwirken der vorderen Seite der Zwinge 54
mit der hinteren Seite des Flansches 22 des Bolzenführungsstückes 6 während der Verriegelung des Apparates bewirkt.
Zur Steuerung dieser Verriegelung weist die Hülse 5 einen Bedienungshebel 62 auf, der mit einem Knopf 63 versehen ist
und mit der Hülse mit Hilfe einer rechteckigen Platte 64 verbunden ist.· Im Körper 4 ist eine öffnung 65 ausgebildet,
mit welcher die Platte 64 zusammenwirkt, um die Führung des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück im Verhältnis zum Körper
4 zu gewährleisten. Die öffnung 65 weist von vorne nach hinten
einen Bereich 66 zur Längsführung, gefolgt von einem abgeschrägten Bereich 67 und beendet von einem Bereich 68
zur Querführung auf. Im Bereich 66 unterliegt die Platte 64 einer Translation, die von einer schraubenförmigen Bewegung
im Bereich 67 gefolgt ist und im Bereich 68 von einer reinen Rotationsbewegung beendet ist. Der Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück,
der fest mit der Platte 64 verbunden ist, folgt selbstverständlich diesen Bewegungen.
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Im Verlaufe der verschiedenen genannten Bewegungen kommt der Flansch 22 des Bolzenführungsstückes in Berührung mit der
Zwinge 54 der Stange 50, welche während der zwei ersten Bewegungsphasen
nach hinten zurückgestoßen wird. Diese Rückstoßbewegung der Stange 50 wird während der dritten Bewegungsphase
verstärkt und verlängert durch die Tatsache, daß der Flansch 22 auf seiner Hinterseite eine Rampe 69, beispielsweise eine
schraubenförmige Rampe, aufweist. Am Ende der Verriegelung ist die Hülse im Verhältnis zum Körper verriegelt, wobei die
Schlagfeder 43 durch die Tatsache zusammengedrückt worden ist, daß das Stück 46 und,entsprechend,der gesamte Schlagaufbau
nach hinten durch die Gabel 49 zurückgestoßen worden ist. Die Verbrennungskammer ist um die Ladung 27 herum gebildet und
das Auslöseteil 59 ist fluchtend mit der Bohrung 58 der Gabel 49 angeordnet.
Die Erfindung sieht darüber hinaus vor, zwischen die beiden Schenkel der Gabel 49 ein Sperrglied 70 einzuschieben, das
fest mit einer Stange 71, die analog der Stange 50 ist, verbunden ist, wobei die Stange 71 eberfälls in ihrem vorderen Teil
in einer anderen Bohrung des Ansatzes 52 gegen die Wirkung einer Feder 72 gleitet. Das vordere Ende der Stange 71 ist von einer
Zwinge 73 analog der Zwinge 54 überdeckt. Am Ende der Verriegelung sind die Stangen 50 und 71 um den gleichen Betrag zurückgestoßen
worden, so daß das Sperrglied 70 verhindert, daß das Auslöseteil 59 den Kopf 48 gegen die Wirkung der Feder 47 eindrückt
(Figur 2).
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Um eine Entfernung des Sperrgliedes 70 zu ermöglichen, ist eine Längsbohrung 74 in dem Flansch 22 des Bolzenführungsstückes
6 ausgebildet. In der Bohrung 74 ist ein Gleitstück 75 angeordnet, das an seinem hinteren Ende einen Kopf '76
aufweist, der sich auf dem vorderen Ende der Zwinge 73 der Stange 71 abstützt, und das vorn einstückig mit einer Warze
77 versehen ist, die nach vorne über den Flansch 22 unter der Wirkung einer Feder 78 vorspringt. Erst wenn die Warze
77 durch Abstützung auf einer Wand eingedrückt wird (Figuren 5 und 6) wird das Sperrglied 70 noch weiter nach hinten zurückgestoßen
und erlaubt somit das Gleiten des Auslöseteiles 59 bis zum Eindrücken des Stückes 46.
Das Eindrücken des Stückes 46 gegen die Wirkung der Feder 47 erlaubt den Vortrieb des Schlagaufbaus nach vorne, da das
freie Ende des Kopfes 48 des Stückes 46 aus der Gabel 49 entfernt ist. Die Ladung 27 wird somit gezündet; die Verbrennungsgase der Ladung treiben den Stempel 15 nach Vorne, indem sie
durch die Kanäle 12 hindurchtreten, und der Stempel verursacht das Eindrücken des Bolzens 19 in die Wand, wobei die Unterlegscheibe
21 auf der Oberfläche dieser Wand, eingeschlossen von dem Kopf 20 des Bolzens 19 (Figur 7); verbleibt.
Nach dem Schuß befreien die Entriegelung und die Rückkehr des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück nach vorne die Stangen 50
und 71, die ihre Stellungen gemäß den Figuren 3 und 4 wieder
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einnehmen. Das Stück 46 tritt unter der Wirkung seiner Feder"
47 erneut in die Bohrung 57 ein. Das Verschlußstück 23 nimmt unter der Wirkung der Feder 44 seine vordere Stellung ein. Der
Schlagaufbau wird durch den Anschlagkopf 39 festgehalten. Die Kammer 26 des Verschlußstückes 23 ist nun zum Empfang einer
neuen Ladung bereit.
Selbstverständlich kann das Bolzensetzgerät gemäß.der Erfindung
auch eine andere Steuerung als die oben beschriebene Fernsteuerung
vorsehen.
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Claims (5)
1.)Bolzensetzgerät mit einem Stempel, der in einer durch ein
. Bolzenführungsstück verlängerten Hülsenbohrung gleitet, wobei der gesamte Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück im Verhältnis
zu einem Körper beweglich ist, mit einem in dem Körper beweglich angeordneten Verschlußstück, mit einem mit dem
Verschlußstück zusammenwirkenden Schlägaufbau zur Zündung der Ladung, wobei die Hülse im Laufe ihrer Bewegung in dem
Körper durch Anschlag mit dem Verschlußstück zusammenwirkt, um das Bolzensetzgerät in eine Stellung zur Vorbereitung
des Schusses zu versetzen und die Ladung in einer zwischen der Hülse und dem Verschlußstück angeordneten Verbrennungskammer
einzuschließen,.mit einer in bezug auf die Hülse aussen angeordneten, im Verhältnis zum Körper elastisch vorgespannten und gleitenden Stange, welche an einem Ende mit
einem Element des Schlagsystems in Eingriff steht, das nach außen von der Hülse vorspringt, dadurch gekennzeichnet, daß
das andere Ende der Stange (50) von einem überstehenden Teil (22, 69) des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück (5, 6) zum
Zurückstoßen des Schlagsystems und zum Zusammendrücken der Schlagfeder (43) erfaßt wird.
2. Bolzensetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (62, 63, 64) für den Aufbau Hülse/Bolzenführungsstück
(5, 6) derart eingerichtet ist, daß dem Aufbau zunächst eine Translationsbewegung, dann eine aus Translation
und Rotation kombinierte Bewegung und schließlich eine reine •Rotationsbewegung erteilt wird, wobei die reine Rotationsbe-
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wegung die Verriegelung des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück
(5, 6) im Verhältnis zum Körper (4) und zum Verschlußstück (23) bewirkt. ■' .
3. Bolzensetzgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der überstehende Teil (22) des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück (5, 6) eine Rampe (69) apfweist.
4. Bolzensetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine zweite in bezug auf die Hülse (5) außen angeordnete, elastisch vorgespannte und parallel zur
ersten Stange (50) verlaufende Stange (71) vorgesehen ist, deren im Verhältnis zu dem überstehenden Teil (22) des Aufbaus
Hülse/Bolzenführungsstück (5, 6) entgegengesetztes Ende ein Sperrglied (70) für das Auslöseorgan (59) des Schlagsystems trägt.
5. Bolzensetzgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der überstehende Teil (22) des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück (5, 6) eine Bohrung (74) aufweist, in welcher
, ein Steuerzapfen (75) angeordnet ist, welcher der Wirkung
elastischer Mittel (78) unterliegt, die versuchen, ihn nach vorn in bezug auf das Bolzenführungsstück (6) vorspringen
zu lassen, wobei die Bohrung (74) in der verriegelten Stellung des Bolzensetzgerätes fluchtend mit der zweiten Stange
(71) angeordnet ist und daß der Steuerzapfen (75) nur in dieser
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Stellung die freie Rotation des Aufbaus Hülse/Bolzenführungsstück (5, 6) ermöglicht und das Gleiten der zweiten
Stange (71) zur Entriegelung des Auslöseorgans (59) gewährleistet, wenn ihr vorderes Ende (77) merklich auf
das Niveau der Vorderseite des überstehenden Teiles (22) während der Abstützung des Bolzensetzgerätes zurückgeführt
ist.
Für den Anmelder:
Meissner & Bolte Patentanwälte"
509831/0206
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