DE2339270C3 - Selbsttätige Feuerwaffe - Google Patents
Selbsttätige FeuerwaffeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Feuerwaffe mit einem Gehäuse und einem im Gehäuse verschiebbaren
Verschlußteil, mit einem im Gehäuse schwenkbar gelagerten Sicherungshebel, welcher in Zusammenwirkung
mit einem Anschlag am Verschlußteil eine Rückprallbewegung des Verschlußteiles verhindert und
mit einem schußbewegten Teil, der über eine Steuerfläehe in Zusammenwirkung mii einem Steuernocken das
Verschwenken des Sicherungshebels in eine den Verschlußteil freigebende Stellung nach Abgabe eines
Schusses bewirkt.
Bei einer aus der CH-PS 2 32 646 bekannten Feuerwaffe dieser Art wird der Sicherungshebel durch
den auf den Verschluß einwirkenden Gaskolben betätigt. Zu diesem Zweck ist der Gaskolben als Stößel
mit einer Steuerfläche ausgebildet. Da durch den Stößel zugleich der Verschluß entriegelt und in die Hakenstellung
getrieben wird, ist es nicht möglich, die Gasentnahme so zu drosseln, wie es für eine schonende
Betätigung des Sicherungshebels durch den Stößel erforderlich wäre. Die auf den Sicherungshebel
einwirkenden harten Stöße bedeuten eine Bruchgefahr für diesen und somit eine Beeinträchtigung der
Betriebssicherheit der Waffe.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer selbsttätigen Feuerwaffe, bei welcher die Betätigung des
Sicherungshebels mit geringerer Beanspruchung erfolgt. Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß der
schußbewegte Teil das in an sich bekannter Weise gegenüber dem Gehäuse bewegliche Waffenrohr ist und
daß die Steuerfläche am Waffenrohr angeordnet ist. Weitere Merkmale ergeben sich aus Anspruch 2.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. I eine selbsttätige Feuerwaffe, teilweise als Längsschnitt und teilweise in Ansicht dargestellt
(Verschluß in der Zündstellung verriegelt)·
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 11-11 in Fi g. 1;
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie IH-III in Fi g. 2;
F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IVIV in F i g. 2;
Fi g. 5 einen Schnitt nach Linie VIl-VII in Fig. 2.
Ein in der F i g. 1 mit 1 bezeichnetes Waffengehäuse ist in weiter nicht dargestellter Weise fest mit der Wiege
einer Lafette verbunden. Ein Rohr 2 ist in einem hulsenförmigen Teil 3 des Gehäuses 1 verschiebbar
gelagert. Das Rohr 2 ist federnd gegen die Lafette abgestützt. Eine mit dem Rohr 2 verbundene Hülse 4
besitzt einen nach innen gerichteten Flanschring 5, welcher einen Abstand von der hinteren Stirnfläche 6
des Rohres 2 aufweist und dessen Stirnflächen 7, 8 senkrecht zur Achse des Rohres 2 gerichtet sind.
In die Innenfläche des Flanschringes 5 der Rohrachse
sind in nicht näher dargestellter Weise parallele Nu-.en
eingeschnitten, welche in gleichen Winkdubstämlen
voneinander angeordnet und gleich breit sind und zwischen denen Nocken liegen, die etwas schmaler sind
als die Nuten. Ein Verschlußträger It ist gemäß Fig. 1
im unteren, einen rechteckigen Hohlquerschniti aufweisenden Teil l,i des Gehäuses 1 verschiebbar gelagert.
Der Verschlußträger 11 steht unter dem Druck einer Feder 12, welche sich an der Rückwand 13 des Gehäuses
1 abstützt. An der Rückwand 13 ist ein Puffer 15 angeordnet. Der Kopf 16 des Verschlußträgers 11
besitzt eine nach vorn offene und zum Rohr 2 koaxiale Bohrung 17, in welcher ein zylindrischer Verschlußkörper
18 dreh- und verschiebbar gelagert ist. Der Verschlußkörper 18 weist einen nach außen ragenden
Flanschring 19 auf, dessen Außendurchmesser kleiner ist als der Abstand des Grundes der Nuten der Hülse 4
von der Rohrachse. Der Flanschring 19 besitzt in nicht näher dargestellter Weise Nuten und Nocken in gleicher
Zahl und Breite wie die Nuten und Nocken des Flanschringes 5 der Hülse 4.
Der Verschlußkörper 18 weist eine durchgehende, im Durchmesser abgesetzte und zur Rohrachse koaxiale
Bohrung 22 auf. Ein Zündstift 23 ist im Kopf 16 des Verschlußträgers 11 befestigt und ragt in die Bohrung
22 des Verschlußkörpers 18 hinein. Der Verschlußkörper 18 besitzt eine ihm vollständig durchdringende
Bohrung 24, deren Achse zu seiner Längsachse senkrecht gerichtet ist und sie schneidet. Ein Bolzen 25
ist in die Bohrung 24 angeordnet, für welchen der ihn durchdringende Zündstift 23 als Drehachse und
Lagesicherung dient. Die beiden Enden des Bolzens 25 ragen in zwei Schlitze 26 hinein, welche in die Wand des
Verschlußträgerkopfes 16 eingeschnitten sind. Der hintere Teil 27 der Schlitze 26 ist der Achse des
Verschlußkörpers 18 parallel und der vordere Teil 28 ist schräg zu dieser Achse gerichtet. Die Mittelpunkte der
beiden vorderen kreisrunden Enden der Schlitze 27 liegen auf einer die Achse des Verschlußkörpers 18
schneidenden Linie, welche mit einer horizontalen Ebene einen Winkel einschließt.
Nach Fig. I ist eine Hülse 29 auf dem Rohr 2 befestigt. Die Hülse 29 besitzt einen nach außen
ragenden Flanschrand 30, für welchen der hülsenförmige Gehäuseteil 3 als Führung dient. Die Hülse 29 weist
ferner einen nach unten ragenden Ansatz 31 auf. Ein zum Rohr 2 paralleler Stößel 32 ist mit dem Ansatz 31
verbunden. Eine Düse 33 ist in die Wand des Rohres 2 eingesetzt. Eine senkrecht zur Rohrachse gerichtete
Gasentnahmebohrung mit der Düse 33 setzt sich in einer den Ansatz 31 und den Stößel 32 durchdringende
Bohrung 35 fort. Ein Zylinder 36 ist in einer Wand 37 des Gehäuses J befestigt und wird durch einen mit dem
Gehäuse 1 verbundenen Träger 38 gehalten. Ein Kolben 39 ist im Zylinder 36 angeordnet und durch den nach
vorn wirkenden Druck einer Fede. 40 belastet. Eine Kolbenstange 41 ist in weiter nicht dargestellter Weise
im hinteren Boden des Zylinders 36 beweglich gelagert und ragt nach hinten aus der Gehäusewand 37 heraus.
Der Stößel 32 ist im vorderen Boden des Zylinders 36 verschiebbar gelagert. Eine die Wand des Zylinders 36
durchdringende Bohrung 42 mündet in den Kolbenraum
Gemäß den Fig. 1, 2 und 5 besitzt der Verschlußtrager
U einen gabelförmigen Verschlußtriigerfuß 44, der eine von der Stirnseite her eingefräste Vertiefung 45
aufweist. Ein Mitnehmer 46 ist der Waffenachse parallel und ragt durch einen Schlitz 47 des Verschlußträgerfußes
44 hindurch nach vorn. Ein quer gerichteter Ansatz 48 des Mitnehmers 46 liegt vor dem Grund 49 der
Vertiefung 45. Der Ansatz 48 ist auf einer der Waffenachse parallelen Stange 50 verschiebbar gelagert
und stützt sich unter dem Druck einer Feder 51 an der Gehäusewand 37 ab. Der Mitnehmer 46 ist mit einer
Kette 52 verbunden. Ein Nocken 53 des Ansatzes 48 ragt in einen Schlitz 54 hinein, welcher im Bereiche der
Vertiefung 45 auf der (in Schußrichtung betrachtet) rechten Seite des Verschlußträgerfußes 44 eingeschnitten
ist. Der Nocken 53 weist eine senkrecht zu einer Horizontalebene gerichtete Fläche 55 auf, die mit der
nach vorn gerichteten Längsmittelebene der Waffe einen spitzen Winkel einschließt. Auf der gleichen Seite
und in der Höhe versetzt weist der Verschlußträgerfuß 44 eine der Waffenachse parallele Nut 56 auf, deren
vordere, vertikale Begrenzungsfläche 57 ebenfalls mit der nach vorn gerichteten Längsmittelebene der Waffe
einen spitzen Winkel einschließt (Fig. 1,4).
Gemäß Fig.2 ist auf der rechten Außenseite des
Gehäuseunterteils la ein Lagerstück 58 befestigt. Das Lagerstück 58 weist drei Ausnehmungen 59, 60, 61 auf,
deren Mittelebenen senkrecht zur Längsmittelebene der Waffe gerichtet sind. Eine dieser Ebene parallele
Sackbohrung 62 des Lagerstückes 58 mündet in die Ausnehmungen 59, 60, 61. In dem zwischen den
Ausnehmungen 59 und 60 liegenden Abschnitt der Bohrung 62 ist eine Büchse 63 mit kerbverzahnter
Bohrung drehbar gelagert. Eine Achse 64 ist in der Bohrung 62 angeordnet und mit der Büchse 63 verkeilt.
Die Nabe eines in der Ausnehmung 59 angeordneten als Hebel ausgebildeten Steuernockens 65 ist mit der Achse
64 verkeilt. Der Steuernocken 65 ragt durch einen Schlitz 66 im Gehäuse 1 in dasselbe hinein. Am Rohr 2
ist eine Steuerfläche 67 in Form eines Nockens angebracht, welcher eine zu diesem konzentrische,
zylindrische Fläche 68 aufweist. Eine Kegelfläche 69, deren Spitze auf der Rohrachse liegt, verbindet die
Fläche 68 mit der Oberfläche des Rohres 2 (F i g. 3).
Gemäß Fig.4 ist ein Sicherungshebel 70 in die Ausnehmung 60 des Lagerstückes 58 eingesetzt und
steht mit der Achse 64 in Antriebsverbindung. Eine in einer Bohrung 71 des Lagerstückes 58 angeordnete
Feder 72 belastet den Sicherungshebel 70, so daß sich dieser mit einer ebenen Fläche 73 am Lagerstüek 58
abstützt. Der Sicherungshebel 70 ragt durch einen mit der Ausnehmung 60 fluchtenden Schütz 74 in der Wand
des Gehäuseteils la hindurch in die Bahn des Verschlußträgers 11 hinein. Gemäß Fig. 5 ist in der
Ausnehmung 61 des Lagerstückes 58 ein Kupplungsstück 75 angeordnet, dessen Nabe 76 in den zwischen
den Ausnehmungen 61 und 60 liegenden Teil der Bohrung 62 hineinragt und mit der Achse 64 in
Antriebsverbindung steht. Das Kupplungsstück 75 weist einen nach unten ragenden Ansatz 77 auf, der mit einer
bezüglich der Bohrung 62 radial gerichteten Fläche 78 versehen ist. Die Ausnehmung 61 enthält ferner einen
Entriegelungshebel 79, welcher auf der Achse 64 drehbar gelagert ist. Die über den Entriegelungshebel 79
hinaus nach oben vorstehende und an der Nabe des Kupplungsstückes 75 anliegende Nabe 80 besitzt eine
zur Bohrung 62 radial gerichtete Fläche 81. Der Entriegelungshebel 79 ist durch eine sich am Lagerstüek
58 abstützende Feder 82 belastet, so daß er mit einer Fläche 83 seiner Nabe am Lagerstüek 58 anliegend
gehalten wird. Der Entriegelungshebel 79 greift durch einen Schlitz 84 in den Gehäuseteil \u hinein. Eine
Fläche 85 am Hebelende ist der Fläche 55 des Mitnehmernockens 53 parallel und liegt in einem
kleinen Abstand hinter dieser.
Die Wirkungsweise ergibt sich aus dem Aufbau:
Der Verschlußträger 11 nimmt nach dem Aufprall seines Kopfes 16 auf die Hülse 4, d. h. nach dem
Anstechen der Zündkapsel einer sich im Patronenlager des Rohres 2 befindenden Patrone durch den Zündstift
23 die Stellung gemäß Fig. 1 ein. Dabei fallen die radialen Symmeirieebenen der Nocken der Hülse 4 und
des Verschlußkörpers 18 zusammen. Die Enden des Bolzens 25 befinden sich in den hinteren Teilen 27 der
Schlitze 26 des Kopfes 16, und das hintere Ende des Stößels 32 liegt am Kolben 39 an. Gemäß Fig. 3 liegt
das Ende des Steuernockens 65 hinter der Kegelfläche 69 des Rohres 2. Gemäß F i g. 4 ragt der Sicherungshebel
70 in die Nut 56 des Verschlußträgerfußes 44 hinein. Die Fläche 70a des Sicherungshebels 70 liegt hinter der
vorderen Begrenzungsfläche 57 der Nut 56 und weist von dieser einen Abstand auf, der kleiner ist als die
Länge des geraden Teils 27 der Schlitze 26 des Verschlußträgerkopfes 16. Gemäß Fig. 5 liegt die
Fläche 78 des Kupplungsstückes 75 an der Fläche 81 des Entriegelungshebels 79 an.
Wenn der Verschlußträger 11 nach dem Auftreffen auf die Hülse 4 stark zurückprallt, stößt seine
Begrenzungsfläche 57 gegen die Fläche 70a des Sicherungshebels 70 und wird abgefangen. Beim Stoß
wird der Sicherungshebel 70 im wesentlichen durch eine Druckkraft belastet, welche ein (in der Fig. 4 betrachtet)
im Gegenuhrzeigersinn wirkendes, schließendes Moment auf diesen ausübt, so daß er weiter in der
Sperrstellung verharrt. Während dem Rückprallen des Verschlußträgers 11 bewegt sich nur der gerade Teil 27
der Schlitze 26 des Verschlußträgerkopfes 16 den Enden des Bolzens 25 entlang, so daß der Verschlußkörper 18
nicht gedreht wird und vollständig mit dem Rohr 2 verriegelt bleibt.
Der Gasdruck, welcher sich nach der Zündung der in der Patrone befindenden Geschoßtreibladung entwikkelt,
wirkt über die Patronenhülse 90 und den Verschlußkörper 18 auf die Hülse 4 des Rohres 2,
welches damit nach hinten beschleunigt wird und sich im stillstehenden Gehäuse 1 verschiebt. Dabei läuft die
Kegelfläche 69 des Rohres 2 gegen den Steuernocken 65, wodurch derselbe mit der Achse 64 und dem
Sicherungshebei 70 im (in den F i g. 3 bis 5 betrachtet) Uhrzeigersinn gedreht wird. Wenn der Steuernocken 65
mit der Zylinderfläche 68 des Rohres 2 in Berührung kommt, ist der Sicherungshebel 70 vollständig aus der
Nut 56 des Verschlußträgerfußes 44 herausgetreten. Dies ist der Fall, bevor das hintere Ende der
Kolbenstange 41, welche durch die mit dem Rohr 2 bewegten Stößel 32 nach hinten gestoßen wird, auf den
Verschlußträgerfuß 44 trifft. Während der Bewegung des Steuernockens 65 und des Sicherungshebels 70 wird
das Kupplungsstück 75 mitgeschwenkt; der nicht mit der Achse 64 verkeilte Entriegelungshebel 79 jedoch
verharrt in der dargestellten Lage.
Wenn das Geschoß die Gasentnahmestelle im Rohr 2 passiert hat, strömt das Gas durch die Düse 33 und die
Bohrung 35 des Ansatzes 31 und des Stößels 32 vor den Kolben 39 und anschließend in den Zylinderraum 43.
Dadurch werden der Kolben 39 und der Verschlußträger 11, welche sich bis zu diesem Zeitpunkt mit der
Geschwindigkeit des Rohres 2 bewegten, zusätzlich beschleunigt. Der Kolben 39 bewegt sich daher vom ij
Stößel 32 weg.
Nachdem das Geschoß das Rohr 2 verlassen hat und nur noch ein Restgasdruck über die in diesem
zurückgebliebene Patronenhülse 90 auf den Verschlußkörper 18 wirkt, trifft der Bolzen 25 auf den vorderen κ>
schrägen Teil 28 der Schlitze 26. Der Bolzen 25 erhält dadurch einen Drehantrieb, so daß der Verschlußkörper
18 um seine Achse gedreht wird und sich seine Nocken 21 den Nocken der Hülse 4 entlang bewegen. Der
Kolben 39 wird am Ende seines Hubes, nachdem er dem 2j
Verschlußträger 11 die die Kadenz der Waffe bestimmende Geschwindigkeit erteilt hat, abgebremst,
während der Verschlußträger 11 sich weiter nach hinten bewegt. Da der Kolben 39 nun hinter der Bohrung 42
liegt, strömt das noch im Zylinderraum 43 befindliche Gas ins Freie ab, worauf der Kolben 39 durch die Feder
40 wieder in seine Ausgangslage gemäß Fig. 1 zurückgetrieben wird.
Wenn sich der Verschlußträger 11 bei seiner Rückwärtsbewegung von der Kolbenstange 41 trennt,
ist der Verschlußkörper 18 so weit gedreht worden, daß die Symmetrieebenen seiner Nocken und der Hülsennuten
zusammenfallen und er nun vom Rohr 2 entriegelt ist. Da der Bolzen 25 an der vorderen Begrenzung der
Schlitze 26 zur Anlage gelangt, wird er mit dem Verschlußkörper 18 auf die Geschwindigkeit des
Verschlußträgers 11 beschleunigt und von diesem mitbewegt. Dabei treten die Nocken des Verschlußkörpers
18 durch die Hülsennuten hindurch und die leere Patronenhülse wird aus dem Rohr 2 gezogen. Während
der gemeinsamen, weiteren Bewegung von Verschlußträger 11 und Verschlußkörper 18 verhindert eine in der
Zeichnung nicht dargestellte Kupplungsvorrichtung eine Verschiebung dieser Teile 11 und 18 relativ
zueinander.
Nachdem der Verschlußträger /1 seine Energie an die
Feder 12 abgegeben hat, wird er nach dem Aufprall auf den Puffer 15 durch diese wieder nach vorn bewegt,
wobei der Verschlußkörper 18 in weiter nicht dargestellter Weise eine neue Patrone in das Rohr 2
einführt, welches sich nach Ausführung der durch eine Anschlagfläche 88 des Gehäuses 1 begrenzten Rücklaufbewegung
wieder in seine Ruhelage bewegt hat.
Am Ende der Rohrbewegung nimmt der Steuernokken 65 wieder die Stellung gemäß Fig. 3 ein, und der
Sicherungshebel 70 ragt in die Bahn des VerschluBträgersll
hinein.
Am Ende des Vorlaufes des Verschlußkörpers 18 treten die Nocken des Verschlußkörpers durch die
Hülsennuten und prallen auf eine Stirnfläche 89 des Rohres 2. Der Verschlußträger 11 bewegt sich, da er nun
wieder vom Verschlußkörper 18 entkuppelt ist, weiter nach vorn, wobei der Bolzen 25 mit dem Verschlußkörper
18 im Gegenuhrzeigersinn zurückgedreht wird, bis die Symmetrieebenen der Nocken des Verschlußkörpers
18 und der Hülse 4 zusammenfallen und somit der Verschlußkörper 18 wieder mit dem Rohr 2 verriegelt
ist.
Der Sicherungshebel 70 wird durch den sich gegen die vorderste Stellung bewegenden Verschlußträger 11 aus
dessen Bahn herausgeschwenkt, dann unter der Wirkung der Feder 72 im Gegenuhrzeigersinn (Fig.4)
angetrieben und in die Nut 56 des Verschlußlrägerfußes 44 hineinbewegt.
Zum Spannen des Verschlusses U, 18 d.h. zum Bewegen desselben in die Hakenstellung, wird der
Mitnehmer 46 durch eine in weiter nicht dargestellten Weise auf die Ketten 52 ausgeübte Kraft aus der
Stellung gemäß F i g. 1 nach hinten gezogen. Dabei wird durch den Mitnehmernocken 53 eine Kraft auf den
Entriegelungshebel 79 übertragen, durch welche derselbe im (in der Fi g. 5 betrachtet) Uhrzeigersinn um die
Achse geschwenkt und aus der Bahn des Mitnehmernockens 53 herausbewegt wird. Das Kupplungsstück 75
wird durch den Entriegelungshebel 79 mitgeschwenkt, wodurch die Achse 64 gedreht und durch diese der
Sicherungshebel 70 außer Eingriff mit der Nut 56 des Verschlußträgerfußes 44 bewegt wird. Der Verschlußträger
11 kann deshalb durch den am Verschlußträgerluß
44 anliegenden Mitnehmer 46 nach hinten bewegt werden. Wie vorstehend beschrieben, führt dabei der
Verschlußträger U zuerst gegenüber dem Verschlußkörper 18 eine Relativbewegung aus, wodurch dieser
vom Rohr 2 entriegelt wird und anschließend die Rückwärtsbewegung von Verschlußträger 11 und
Verschlußkörper 18 gemeinsam erfolgt.
Wenn der Nocken 53 des Mitnehmers 46 hinter den Kopf 79a des Entriegelungshebels 79 gelangt ist, wird
dieser durch die Feder 82 wieder in die Bahn des Nockens 53 bewegt. Nachdem der Verschluß 11, 18 die
Hakenstcllung erreicht hat, wird der Entriegeliingshebel
79 durch den Nocken 53 des unter der Wirkung der leder 51 in seine Ausgangsstellung zurückkehrenden
Mitnehmers 46 kurz aus dessen Bahn hinausgeschwenkt, worauf sich der Hebclkopf 79.·/ wieder hinter die Fläche
55 des Nockens 53 legt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Selbsttätige Feuerwaffe mit einem Gehäuse und einem im Gehäuse verschiebbaren Verschli! mit
einem im Gehäuse schwenkbar gelagerte iicherungshebel,
welcher in Zusammenwirkung mit einem Anschlag am Verschlußteil eine Rückprallbewegung
des Verschlußteils verhindert und mit einem schußbewegten Teil, der über eine Steuerfläche in
Zusammenwirkung mit einem Steuernocken das Verschwenken des Sicherungshebels in eine dem
Verschlußteil freigebende Stellung nach Abgabe eines Schusses bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der schußbevegte Teil das in an '5
sich bekannter Weise gegenüber dem Gehäuse (1) bewegliche Waffenrohr (2) ist und daß die
Steuerfläche (67) am Waffenrohr (2) angeordnet ist.
2. Selbsttätige Feuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußteil
durch einen Verschiußträger (11) gebildet ist, der einen koaxial zu dem Waffenrohr (2) angeordneten,
einen Verschlußkörper (18) tragenden Kopf (16) und einen gegenüber der Waffenrohrachse versetzten
unteren Teil aufweist, welcher untere Teil mit dem Anschlag (57) versehen ist und daß der Sicherungshebel (70) über eine Achse (64) mit dem Steuernokken
(65) verbunden ist, wobei die Achse (64) seitlich zu dem Waffenrohr (2) und dem Verschlußträger
(11) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1288972 | 1972-08-31 | ||
| CH1288972A CH556011A (de) | 1972-08-31 | 1972-08-31 | Selbsttaetige feuerwaffe. |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2339270A1 DE2339270A1 (de) | 1974-03-21 |
| DE2339270B2 DE2339270B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2339270C3 true DE2339270C3 (de) | 1977-11-17 |
Family
ID=
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