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DE2440777A1 - Substituierte 5-amino-4-formylcarbamoylpyrazole, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel - Google Patents

Substituierte 5-amino-4-formylcarbamoylpyrazole, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel

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Publication number
DE2440777A1
DE2440777A1 DE19742440777 DE2440777A DE2440777A1 DE 2440777 A1 DE2440777 A1 DE 2440777A1 DE 19742440777 DE19742440777 DE 19742440777 DE 2440777 A DE2440777 A DE 2440777A DE 2440777 A1 DE2440777 A1 DE 2440777A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
amino
carbon atoms
formylcarbamoyl
radical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742440777
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dipl Chem Dr Klemm
Erhard Langenscheid
Gerhard Dipl Chem Dr Ludwig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takeda GmbH
Original Assignee
Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH filed Critical Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
Publication of DE2440777A1 publication Critical patent/DE2440777A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

87 Int August 197 V ■■_".-■ 7 LLf) 7
Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Konstanz Bundesrepublik Deutschland
Substituierte S-Amino-^-formylcarbamoyl-pyrazole, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende
Arzneimittel
Die Erfindung betrifft therapeutisch wertvolle substituierte 5-Amino-^-formylcarbamoyl-pyrazole mit insbesondere die Xanthinoxidase hemmenden Eigenschaften.
Seit längerem sind Derivate des Pyrazolo[3,4-d]-pyrimidins bekannt, die enzyminhibierende Eigenschaften aufweisen. So hemmt z.B. 4-Hydroxy-lH-pyrazolo[3»k-d]-pyrimidin, das unter der Bezeichnung "Allopurinol" bekannt- ist, das Enzym Xanthinoxidase· Dieses Enzym katalysier* in vivo die Oxydation von Purinderivaten zu Harnsäure. In gleicher Weise unterdrückt Allopurinol die Oxydation von 6-Mercapto-purin zu 6-Thioharnsäure (deutsche Offenlegungsschrift 1 SOk 894). Da Allopurinol die im Purinstoffwechsel gebildeten Harnsäuremengen stark verringert, wird es therapeutisch zur Behandlung der Gicht verwendet. Ein Nachteil von Allopurinol ist jedoch, daß es eine relativ hohe akute Toxizität aufweist und im Vergleich zu seiner Toxizität in relativ hohen Dosen im Bereich von 100 bis 8OO mg pro
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• - 2 -
Person und pro Tag angewandt wird. Es war deshalb wünschenswert, Produkte zu entwickeln, die bei einer wesentlich geringeren Toxizität ebenfalls die Xanthinoxidase inhibieren und zur Behandlung der Gicht verwendet werden können·
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind substituierte S-Amino-^-formylcarbamoyl-pyrazole der Allgemeinen Formel I
und deren Salze mit organischen und anorganischen Säuren, worin R·^ einen der folgenden Reste
X X ; χ
C-R*, -C-Y-R4 und - C/- NR5R6
bedeutet,
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k
worin R ein Wasserstoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis Ik Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, einen durch geradkettige oder verzweigte Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen mit 1 bis 7» vorzugsweise 1 bis k Kohlenstoffatomen, Alkoxycarbonylgruppen mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, Halogen, Trifluormethyl-, Nitro- und/oder Cyangruppen substituierten oder vorzugsweise unsubstituierten Phenylrest, oder einen Phenylalkylrest., wobei der Alkylrest geradkettig oder verzweigt ist und 1 bis 6j vorzugsweise 1 bis 2, Kohlenstoffatome besitzt und wobei der Phenylrest wie oben substituiert sein kann, bedeutet, und worin ferner die Alkyl- oder Cycloalkylreste gegebenenfalls durch eine salzbildende basische Gruppe, insbesondere eine -NR R -Gruppe Β^βί^μίβΓΐ sein können, vorzugsweise aber unsubstituiert sind, . ·
R und R gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 7» vorzugsweise 1 bis 4, Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, oder einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten oder R und R zusammen eine Alkylengruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, in der gegebenenfalls eine oder mehrere Methylengruppen durch ein Heteroatom, wie -0- oder -S-, oder durch eine -NR -Gruppe, ersetzt sein können, z.B. eine
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3-Aza- oder 3-Thia-, vorzugsweise eine 3-Oxapentamethylengruppe und insbesondere eine Pentamethylengruppe, bilden, oder auch R^ ein Wasserstoffatom und R eine Aminogruppe sein können,
•7
X - ein Schwefelatom oder eine -NR -Gruppe, insbesondere ein Sauerstoffatom, bedeutet,
Y ein Schwefelatom oder insbesondere ein Sauerstoffatom bedeutet und
R ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis '71 insbesondere 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit bis zu lA Kohlenstoffatomen ist z.B. eine Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek.-Butyl- oder tert,-Butyl-, Pentyl-, Isopentyl-, 1- oder- 2-Methylbutyl-, tert·-Pentyl-, Hexyl-, Isohexyl-, 1-, 2- oder 3-Methyl-pentyl-, 1-, 2- oder 3-Äthyl-butyl-, 1|2-, 1»3- oder 2,3-Dimethylbutyl-, Heptyl-, Isoheptyl-, Octyl-, Nonyl-, Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl- oder Tetradecylgruppe; sie kann aber auch ungesättigt sein und ist dann z.B. eine Vinyl-, Allyl-, 2-Methyl-allyl-, Propen-1-yl-, Buten-1- oder 2-yl-, 2-Methyl-propen-l-yl-, Propin-1- oder 2-yl-, Penten-1-, 2-, 3- oder 4-yl-, Hexen-1-, 2-, 3-» 4- oder 5-yl-, Hepten-1-, 2-, 3-, 4-, 5- oder 6-yl- oder Pentadien-1,4-, 1,3- oder 2,4-yl-Gruppe.
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87 :Int August -197^ 24407/7
Eine geradkettige oder verzweigte Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen ist z.B. eine von den oben genannten Alkylgruppen mit bis zu 7' Kohlenstoffatomen abgeleitete Alkoxygruppe wie z.B. eine Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek.-Butoxy- oder tert.-Butoxygruppe, oder eine davon abgeleitete Alkylmercaptogruppe, wie z.B. eine Methylmercapto-, Äthylmercapto-, „ Propylmercapto-, Isopropylmercapto- oder Butylmercaptogruppe.
Eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen ist ζψ B. eine Cyclopropyl-, Cyclopentyl-f 2- oder 3-Methyl-cyclopentyl- oder vorzugsweise eine Cyclohexylgruppe.
Ein Halogenatom ist ein Fluor- oder.Jod-, insbesondere ein Chlor- oder Bromatom· ■*■
Eine Alkoxycarbonylgruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen ist eine von einer der oben genannten Alkoxygruppen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen abgeleitete Alkoxycarbonylgruppe, wie z.B. eine Methoxycarbonyl-, Äthoxycarbonyl-, Propoxycarbonyl-, Isopropoxycarbonyl-, Butoxycarbonyl- oder Isobutoxycarbonylgruppe·
Ein Phenylalkylrest ist z.B. ein 1- oder 2-Phenyläthylrest, vorzugsweise ein Benzylrest·
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87 Int August 197^ - 6 -
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I und deren pharmakologisch verträglichen Salze mit organischen und anorganischen Säuren besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften und können dementsprechend als Arzneimittel verwendet werden. Sie weisen insbesondere eine für eine derartige Substanzgruppe neuartige Hemmwirkung gegenüber dem Ferment Xanthinoxidase auf und besitzen eine außerordentlich geringe Toxizität· Die neuen Verbindungen bewirken an Ratten bei peroraler Verabreichung eine ausgeprägte Senkung des Harnsäureblutspiegels·
Die neuen Verbindungen und deren pharmakologisch verträgliche Salze mit anorganischen und organischen Säuren können daher als wertvolle Therapeutika, vorzugsweise zur Behandlung der Gicht, ferner auch ale Mittel zur Behandlung der Koronarinsuffizienz und mit- antiarrhythmischer Wirkung Verwendung finden·
Besonders gute Wirkungen besitzen aus dieser Verbindungsklasse die S-Amino-^-formylcarbaraoyl-pyrazole der allgemeinen Formel I*
I*
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ß7 Int August 171 - 7 -
und deren Salze mit organischen und anorganischen
3*
Säuren, worin R eine
0 0
H 4* Il V
-C-R oder - C - OR -Gruppe
oder ferner eine
O NH
Il ς* 6* Ν ·>* 6· ■" '
-C- NRP R oder - C - NRP R -Gruppe
bedeutet,
k*
R ein Wasserstoffatom, einen verzweigten oder geradkettigen Alkylrest mit 1 bis lkt insbesondere 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen unsubstituierten oder durch Cyan oder Methoxy substituierteniPhenylrest, einen Benzylrest, — einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie vorzugsweise einen Cyclohexylrest, bedeutet, wobei ferner ein Alkyl- oder Cycloalkylrest gegebenenfalls durch eine salzbildende basische Gruppe,
5*6* '
wie insbesondere eine -NR R '-Gruppe, substituiert sein kann, vorzugsweise aber unsubstituiert ist,
5*6*
R und R gleich oder verschieden sind und ein Vasserstoffatom oder eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis k Kohlenstoffatomen, insbesondere ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, bedeuten,
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2U0777
87 Int August Ι97Ί - 8 -
insbesondere das l-Propionyl-S-amino-^-formylcarbamoylpyrazol, das i-Butyroyl-5-aniino-^-formylcarbamoylpyrazol, das l-(4-Cyan-benzoyl)-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, das l-(4-Methoxy-benzoyl)-5-amino-^- formylcarbamoyl-pyrazol, das l-Cyclohexylcarbonyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, und in erster Linie das l-Benzoyl-S-amino-^-formylcarbamoyl-pyrazol, das l-(3-Methoxy-propionyl)-5-amino-4-formylcarbamoylpyrazol, das l-Formyl-5-amino-4-formyl>carbamoyl-pyrazol, das l-Acetyl-5-araino-4-formylcarbamoylpyrazol, das l-Methoxycarbonyl-5-amino-^-formylcarbamoylpyrazol, das l-Äthoxycarbonyl-J-aniino-'i-formylcarbamoylpyrazol,und das l-Isobutyroyl-J-amino-^-formylcarbamoylpyrazol, die in Dosen von 10 bis 100 mg/kg an Ratten bei peroraler Verabreichung eine ausgeprägte Senkung des Harnsäureblutspiegels zeigen.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I und deren Salzen mit organischen und anorganischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel II oder deren Tautomere
H 3
O = CH-NH-C-CsCH-NH-NH-R-' II
I !
CN
worin R-^ die gleichen Bedeutungen wie in der allgemeinen Formel I hat, mit einem inerten, sauerstoff- oder stickstoffhaltigen organischen Lösungsmittel behandelt und, wenn erwünscht, eine erhaltene Verbindung mit einer salzbildenden Gruppe in ihr Salz, insbesondere pharmakologisch verträgliches Salz, über-
führt· 509810/1132
87 Int August 1974 - 9 -
Nach dem Verfahren werden die Verbindungen der Formel II bei Raumtemperatur oder bei erhöhter Temperatur, z.B. bei Siedetemperatur des Lösungsmittels, vorzugsweise zwischen 20 und 150 C und insbesondere zwischen 6O und 120 C mit dem Lösungsmittel behandelt. Das Gemisch aus Verbindung II und Lösungsmittel wird zweckmäßigerweise gerührt, Wobei die Reaktionszeit en stark von der Reaktionstemperatur abhängen und bei 60 bis 120 C durchschnittlich 1 bis 5 Stunden betragen. · .
Sauerstoff- oder stickstoffhaltige organische Lösungsmittel sind solche, die mindestens ein Sauerstoff- oder Stickstoffatom als Strukturbestandteil enthalten, z.B. Alkohole, wie Methanol, Propanol, Alkansäureester, wie Essigsäureäthylester, Alkansäureamide, wie Dimethylformamid, Diathylacetamid, Alkansäurenitrile, wie Acetonitril, acyclische oder cyclische Äther, wie Dimethyl- oder Diäthyläther oder Morpholin, Ketone, wie Aceton. Methyläthyl -keton, 'Sulfone, wie Dimethylsulfon, Sulfoxyde, wie Dirnethylsulfoxyd, und insbesondere Äthanol oder Dioxan.
Das Mengenverhältnis Verbindung II/ organisches Lösungsmittel ist in weiten Grenzen variierbar. Zweckmäßigerweise arbeitet man mit einem Mengenverhältnis, das eine gut rührfähige Mischung ergibt, z.B. im Verhältnis 1:1 bis 1:100, und insbesondere im Verhältnis 1:5 bis 1:30.
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.Die Rcaktionsbedingungen der oben besehriebenen Umsetzungen werden.dabei unter Berücksichtigung alier in den Reaktionsteilnehmern befindliehen Substituenten gewählt, . ·'· ; ·
Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformcn des Verfahrens, bei denen man von einer auf irgend einer Stufe des Verfahrens als Zwi'schenprp-. : dukt erhältlichen. Verbindung ausgeht, imd die zu-. sätzlichen Verfahrensschritte durchführt, oder das ,Verfahren auf irgendeiner Stufe abbrichst, oder eine ■ als Ausgangsstoff verwendete Verbindung unter den Hoaktionsbodinguncon bildot odoi" in Form oines reaktionsfähigen Derivates, oiner tautomeren Form oder eines Salzes verwendet· · ·
Die Salze der erfindungsgeinäßen Verbindungen können in Wasser leicht oder schwer löslich sein, wobei die. «schwer löslichen Salze besonders für die Herstellung von lietard-Formen der erfindungsgemäßen Verbindungen verwendet werden können· ■ · . ·· .■-.■·-■·.
•; Als .Ausgangsstoffe für das Verfahren der vorliegenden ,•"Erfindung werden vorzugsweise solche verwendet, die au den obon als besonders wertvoll geschilderten Vor-
bindungen führen· .""···■-· " . · .
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OFHGiNAL INSPECTED
7_ int _Α
Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II werden in der luxemburgischen Patentanmeldung Nr. 66 038, "Substituierte 2-Hydrazonomethyl-3-hydroxy-4-aza-2,kpentadiennitrile, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittel" beschrieben: Die Verbindungen II werden erhalten, indem man eine Verbindung der Formel
ÖH
I
OHC - NH - C = C - CHO
CN .■·'.-"
oder der Formel
OHC -NH -C-C= CH- R10 .
CN
10 ' 11 11
oder deren Tautomeren, worin R für eine -OR , -SR oder -NRPR Gruppe steht, R einen Alkyl-, Phenyl- oder Phenylalkylrest bedeutet und Ry und R die für Formel I angegebenen
3 ·
Bedeutungen besitzen, mit einer Verbindung R-NH-NH0, worin 3 ..·-.. a ·
R die für Formel I angegebenen Bedeutungen besitzt, umsetzt. Die Umsetzungen werden vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel, z.B. in Chloroform, Benzol, Toluol, Xylol, Dioxan, Dimethylformamid oder Essigester unter Kühlung oder bei erhöhten Temperaturen, z.B. bei Siedetemperatur des Lösungsmittels, oder vorzugsweise bei Raumtemperatur vorgenommen. Die dabei als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen Verbiniungen sind bekannt oder werden nach bekannten Methoden erhalten.
5 0 9 810/1132
87 Int August
- 12 -
1 ' ■
Es.können. Arzneimittel hergestellt werden, die
■ eine oder mehr ei-e der ei-findungsgcmäßen Verbin-
'. düngen in freier Form oder in Form eines pharma- ·'■· kologisch verträglichen Säureadditionssalzes als '.Wirkstoff, gegebenenfalls auch im Gemisch mit
andcx'cn pharmakologisch wirksamen Stoffen.,, ent- \ halten. Diese Arzneimittel können wie üblich
ι ·
hergestellt Werden, indem man den Wirkstoff mit . einem pharmazeutischen Träger.-kombiniert, vrie
• einem Füllmittel, einem Verdünnungsmittel, einem > Korrigens und/oder anderen für Arzneimittel üblichen Bestandteilen. Die Mittel können z.B. in festem Zustand, als Tabletten oder Kapseln oder flüssiger Form als Lösungen oder· Suspensionen
hergestellt werden· Der pharmazeutische Träger kann auch di« üblichen Verdünnungs- oder Tablet-
ti er z;u sät KO enthalten, wie Zellulos'epulvcri Maisstarke, Lactose und Talk, wie sie füi- dex*arti'so" Zwecke üblich sind. · . ·
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-87 Int August 1974 ^ ; ^ 440777
Die Herstellung der pharmazeutischen Präparate erfolgt in an sich bekannter Weise, z.B. mittels' konventioneller Misch-, Granulier- oder Dragierverfahren· Die pharmazeutischen Präparate enthalten etwa 0,1 % bis etwa 75 %t vorzugsweise etwa 1 % bis etwa 50 %, des Aktivstoffes» Die Verabreichung kann enteral, z.B. oral, oder parenteral erfolgen, wobei die Einzeldosen zwischen 0,1 und 10 mg, vorzugsweise bei .0,5 bis 5 mg/kg Körpergewicht liegen, was in der Humanmedizin Einzeldosen von ungefähr 10 bis 1000, vorzugsweise 50 bis 500 mg Wirkstoff entspricht.
Die angegebenen Dosen können 1 bis 4 mal am Tag, z.B. zu den Mahlzeiten und/oder am Abend§ verabreicht werden. Die Einzeldosis, die Häufigkeit der Verabreichung und die Dauer der Behandlung richten sich dabei nach der Natur und der Schwere der Erkrankung. . . .
Gegenstand der Erfindung sind deshalb auch Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung der Gicht, ferner auch gegen Herzinsuffizienz und Arrhythmie, die durch den Gehalt einer oder mehrerer Verbindungen der allgemeinen Formel I in freier Form oder in Form pharmakologisch verträglicher Salze gekennzeichnet sind, sowie ihre Herstellung·
509810/1132
ORIGINAL INSPECTED
Beispiel eine3 Ansatzes zur Herstellung von 75 OQO Tabletten ä 100 mg- Wirkstoff
Bestandteile; . ..
7,500 kg l~Acetyl-5-arnino-4-formylcarbamoyl-pyrazol 4,875 kg Maisstärke . ......
0,225 kg amorphe Kieselsäure
o,300kg Natriumlaurylsulfat -
0,375 kg Polyvinylpyrrolidon
1,2OO kg Pektin :
1,375 kg Talk · .
0,375 kg Magnesiumstearat
15,000 kg ..·.*... ..■■-".
Der Wirkstoff, die Maisstärke, die amorphe Kieselsäure und das Natriumlaurylsulfat werden gemischt und gesiebt. Diese Mischung wird mit einer Lösung des Polyvinylpyrrolxdons in 2|4 1 Äthanol befeuchtet und durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 1,25 mm granuliert. Das Granulat wird bei 40 C getrocknet und mit dem Pektin, Talk und Magnesiumstearat gemischt. Diese Mischung wird auf einem Rundläufer zu Tabletten ä 100 mg und 8 mm Durchmesser verpresst.
V 5Ö9810/1 1 3 2.
ORIGINAL I^NSPECTED
87 Int August ljjk - ·' ' . '
Beispiel eines Ansatzes zur Herstellung von 200 000 Kapseln ä 100 mg Wirkstoff ,
Bestandteile·
20,000 kg l-Acetyl-S-amino^-formylcarbainoyl-pyrazol 0.050 kg amorphe Kieselsäure :
20,050 kg
Der Wirkstoff in feingepulverter Form und die üngepresste amorphe Kieselsäure werden gut gemischt und in Hartgelatinekapseln Grosse 4 abgefüllt. . " ■ .. .
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung näher, ohne sie einzuschränken. . .
9810/1:13.2:
ORIGINAL IMSPECTED
87 Int August 197;i
- 16 -
Beispiele Beispiel 1
2 g 3-(N1-Acetylhydrazino)-2-cyan-N-formyl-acrylamid (0,0102 Mol) werden in 30 ml Äthylalkohol 2,5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man läßt abkühlen, saugt vom ausgefallenen Niederschlag ab und erhält 1,2 g l-Acetyl-S-amino-^-formylcarbamoj'l-pyrazol (60 % d.Th.) vom Schmp. 222-22*t°C.
In gleicher Weise können bei Einsatz der entsprechenden Ausgangsverbindungen der Formel II die folgenden 5-Amiiio-4-formylcarbamoyl-pyrazole der Formel I hergestellt werden:
R^ Schmp. [°C] Ausbeute [%]
- C -V N)-0CII_ 220 50
C -( II ) 234 20
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87 Int August 1974 - 17 -
Beispiel 2
2 ζ 3- [Ν' - ( 4-Cyan-benzoyl.) -hydrazino.).-2-cyan-N-iOrmyl-acrylamid .(0,00707 Mol) werden 2 Stunden in 4θ inl Dioxan
unter Rückflfuß erhitzt. Nach dem Abkühlen erhalt man 2 g 1- (4-Cyan-benzoyl) ^-amino-^-forncylcarbamoyl-pyrazol (89,5 % d.Th.) vom Schmp. 271°C ;
In gleicher Weise können bei Einsatz der entsprechenden Ausgangsverbindungen der>Formel II die folgenden 5-Amino-(Urformylcarbamoyl-pyrazole der Formel I hergestellt werden:
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87 Int August - 18 -
R* . Schmp.C C] Ausbeut e[?S]
N)CH3 191 ' 30
-<° '-:/'■
0C2H5
-<° . .;
S0-(CH2)J1-CH3 ,
195
181
60
25,4
-<-(ch,-och" V 198-200 30
* *
/° - ■'"'■■ ·"'' ■
V0-(CHn)o-OCH-CH=CH0
I 4
• ■
166
20
V0-/hV ■ ■· ■ r 207-211
t
13,5
221 65
I
j
>25O : .15
^CH2CH3 235 50
* -<CH)CH ... 228 32,7
!
509810/1132
ORIGINAL INSPECTED
24A0777
Schmp.C0C] AusbeuteC'il
■<CH2)6C„3 " 184-186 36
XCH(CH ) 212 ' 52,7
I
"228
70
. 225* 77.
271 89,5
• 230 30
"*°NNH-NH '■·"'■ 240 26
-C ' -A, ··..·'
-HH2 "·■ ·
. ' ■ . 224 41,7
V t
09810/1 1.3-2·.
ORDINAL INSPECTED

Claims (1)

  1. 87 Int August 197^
    - 20 -
    . Patentansprüche
    1· S-Amino-^-formylcarbainoyl-pyrazole der allgemeinen Formel I
    . II
    OHC-NH-C.
    I.
    und deren.Salze mxt organischen und anorganischen Säuren, worin R einen der folgenden Reste
    X X X
    «4 H 4 - ■ - C -Jl* , - C - Y - R* und - C -
    bedeutet, worin
    4
    R ein Vasseretoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis Ik Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, •inen durch geradkettige oder verzweigte Alkyl-,
    509810/1132
    -87 Int August _4974 - 2-1 -
    Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen mit 1 bis 7t vorzugsweise 1 bis k Kohlenstoffatomen, Alkoxycarbonylgruppen mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, Halogen, Trifluormethyl-, Nitro- und/oder Cyangruppen substituierten oder vorzugsweise unsubstituierten Phenylrest, oder einen Phenylalkylrest, wobei der Alkylrest geradkettig oder verzweigt ist und 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 2,Kohlenstoffatome besitzt und wobei der Phenylrest wie oben substituiert sein kann, bedeutet, und worin die Alkyl- oder Cycloalkylreste gegebenenfalls durch eine salzbildende
    5 6 basische Gruppe, insbesondere eine -NR-JR. -Gruppe substituiert, sein können, '
    R und R gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 7« vorzugsweise 1 bis 4, Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, oder einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten oder R und R zusammen eine Alkylengruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, in der gegebenenfalls eine oder mehrere Methylengruppen durch ein Heteroatom, wie -0- oder -S-, oder durch eine -NR'-Gruppe, ersetzt sein können, z.B. eine 3-Aza- oder 3-Thia-, vorzugsweise eine 3-"0xa-pentamethylengruppe und insbesondere eine Pentamethylengruppe, bilden,
    c 6
    oder auch R^ ein Wasserstoff atom und R eine Aminogruppe sein können,
    509810/1132
    87 Int August
    - 22 „
    X ein Schwefelatom oder eine -NR -Gruppe, insbesondere ein Sauerstoffatom, bedeutet,
    Y ein Schwefelatom oder insbesondere ein Sauer stoffatom bedeutet und
    R ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 7t insbesondere 1 bis 5f Kohlenstoffatomen bedeutet·
    2· 5-Amino-4-formylcarbamoyl-pyrazole der allgemeinen Formel I*
    II
    O=CH-NH-C.
    Jl
    I Il
    ι-
    und deren Salze mit organischen und anorganischen Säuren, worin R"^ eine
    0 0
    0 NH
    " ς· 6* " ς* 6*
    - C - NRPoder - C - NRP R° -Gruppe
    bedeutet,
    509810/1132
    87 Int August
    - 23 .
    I1*
    R ein Wasserstoffatom, einen verzweigten oder geradlcettigen Alkylrest mit 1 bis 14, insbesondere 1 bis 7 t Kohlenstoffatomen,' in dem gegebenenfalls oine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen unsubstituierten oder durch
    Cyan oder Methoxy substituierten Phenylrest, einen Denzylrest ■ · " einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie vorzugsweise einen Cyclohexylrest, bedeutet, wobei ein Alkyl- oder Cycloalkylrest gegebenenfalls durch eine salzbildende
    5* 6* basische Gruppe, wie ix? «besondere eine -NR R
    -Gruppe, subsituitert sein kann, . ·
    5* 6*
    R und R gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom oder eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis k Kohlenstoffatomen, insbesondere ein Wasserstoffatoia oder eine Methylgruppe, bedeuten.
    3· S-Amino-d-formylcarbamoyl-pyrazole der allgemeinen Formel I*
    Il
    O=CH-NH-C
    »XJ
    509810/1132
    BAD ORiGfMAL
    und deren Salze mit organischen und anorganischen Säuren, worin R^ eine
    0 0
    H k* « 4*
    - C - R oder - C - OR -Gruppe
    bedeutet,
    4*
    R ein Wasserstoffatom, einen verzweigten oder geradkettigen Alkylrest mit 1 bis 14, insbesondere 1 bis Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen unsubstituierten oder durch Cyan oder MetJhoxy substituierten Phenylrest, einen Benzylrest, oder einen Cyclohexylrest, bedeutet, wobei ein Alkyl- oder Cycloalkylrest gegebenenfalls durch eine salzbildende
    5* 6* basische Gruppe, wie insbesondere eine -NR R -Gruppe, substituiert sein kann,
    5* 6*
    R^ und R gleich oder verschieden sind und ein .
    Wasserstoffatom oder eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insbesondere ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, bedeuten·
    509810/1132
    87 Int August 1974 - 25 -
    k, l-Propionyl^-amino-^-formylcarbamoyl-pyrazol. l-Butyroyl-5~amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-.(4_Cyan-benzoyl)-5-amino-4-formylcarbamoylpyrazol, l-(^-Methoxy-benzoyl)-^-amino-^-formylcarbamoylpyrazol l-Cyclohexylcarbonyl-5-aaiino-4-formylcarbamoylpyrazol.
    l-Benzoyl-5-amino-^-formylcarbamoyl-pyrazol^ l-(3-Methoxy-propionyl)-5-amino-4-formylcarbamoylpyrazolj l-Formyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyΓazolJ l-Acetyl-^-amino-^-forraylcarbamoyl-pyrazol^ l-Methoxycarbonyl-5-araino-4-forIllylcarbamoyl-pyrazolJ l-Athoxycarbonyl-5-aniiiio-4-forraylcarbamoyl-pyxazol^ l-Isobutyroyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol.
    5. Die in.den Beispielen beschriebenen 5-Amino-4-
    ■ ι -
    forinylcarbainoyl-pyrazole· ■
    6. Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-4-formyl carbamoyl-pyrazolen der allgemeinen Formel I
    Il ■ ■ ."·
    OHC-NH-C
    oder deren Salzen mit organischen oder anorganischen
    509810/1132
    87 Int August 1974 - 26 -
    3
    Säuren, worin R-^ einen der folgenden Reste
    X X
    - R4 , - I - Y - R4 und " - C
    bedeutet, worin
    R ein Wasserstoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis Ik Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, einen durch geradkettige oder verzweigte Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppen mit 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxycarbonylgruppen mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, Halogen, Trifluormethyl-, Nitro- und/oder Cyangruppen substituierten oder vorzugsweise unsubstituierten Phenylrest, oder einen Phenylalkylrest, wobei der Alkylrest geradkettig oder verzweigt ist und 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 2, Kohlenstoffatome besitzt und wobei der Phenylrest wie oben substituiert sein kann, bedeutet, und worin die Alkyl- oder Cycloalkylreste gegebenenfalls durch eine salzbildende basische Gruppe, insbesondere eine -NR R -Gruppe substituiert sein können,
    509810/1132
    87 Int August 197'i ■ Z H H O / / - 27 -
    R^ und R gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis k, Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, oder einen Cycloalkylrest mit bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten oder R und R zusammen eine Alkyl engrupp e mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen, in der gegebenenfalls eine oder mehrere Methylengruppen durch ein Heteroatom, wie -0- oder -S-, oder durch eine -NR -Gruppe, ersetzt sein können, z.B. eine 3-Aza- oder 3-Thia-, vorzugsweise eine 3-Oxa-pentamethylengruppejund insbesondere eine Pentamethylengruppe, bilden, oder auch R^ ein Wasserstoffatom und R eine Aminogruppe sein können,
    X ein Schwefelatom oder eine -NR -Gruppe, insbesondere ein Sauerstoffatom, bedeutet,
    ein Schwefelatom oder insbesondere ein Sauerstoffatom bedeutet und . -
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    87 Int August 1974 - 28 -
    7 *
    K ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 7t- insbesondere 1. bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet,
    dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel II oder deren Tautomere
    ObCH-NH-C-C » CH - NH - NH - Rj II
    [
    CN
    worin R die gleichen Bedeutungen wie in der allgemeinen Formel I hat, mit einem inerten, sauerstofίο der stickstoffhaltigen organischen Lösungsmittel behandelt und, wenn erwünscht, eine erhaltene Verbindung mit e^ner salzbildenden Gruppe in ihr Salz, insbesondere pharmakologisch verträgliches Salz, überführt.
    7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
    iß man bei i
    60° und 120° C arbeitet.
    daß man bei 20 bis I50 C, insbesondere zwischen
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Dioxan oder Äthanol verwendet.
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    9. Verfahren nach einem der Ansprüche.6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Verbindung II zu organischem Lösungsmittel 1 : Ibis 1 : 100, insbesondere 1 : 5 bis 1 : 30 beträgt*
    10. Verfahren"nach einem der Ansprüche 6 bis 9i dadurch gekennzeichnet, daß man von einer auf irgend einer Stufe des Verfahrens als Zwischenprodukt erhältlichen Verbindung ausgeht, und die zusätzlichen Verfahrensschritte durchführt, oder das Verfahren auf irgendeiner •Stufe abbricht.
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man eine als Ausgangsstoff verwendete Verbindung unter den Reaktionsbedingungen bildet oder in Form eines reaktionsfähigen Derivates, einer tautömeren Form oder eines Salzes verwendet.
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    β? Int August 1974t
    - 30 -
    12· Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, / dadurch gekennzeichnet, daß man ein 5-Amino-4-/ formylcarbamoyl-pyrazol der allgemeinen Formel I* .
    ' II
    O=CH-NH-C
    oder deren Salz mit einer organischen oder anorganischen Säure , worin R eine
    0 0
    - Il L* H L*
    0 NH
    'U 5* 6* " 5* 6*
    - C - !«Τ R oder - C - NRP R -Gruppe
    bedeutet,
    4* ·
    R ein Wasserstoffatom, einen verzweigten oder geradkettigen Alkylrest mit 1 bis 14, insbesondere 1 bis 7fKohlenstoffatomen, in dem gegebenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen unsubstituierten oder durch Cyan oder Methoxy substituierten Phenylrest, einen Benzylrest, einen-Cycloalkylrest mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie vorzugsweise einen Cyclo-
    509810/1132
    "87 Int August 1974t
    hexylrest, bedeutet, wobei ein Alkyl- oder Cycloalkylrest gegebenenfalls durch eine salzbildende basische Gruppe, wie insbesondere
    5* 6*
    eine -NR*^ R -Gruppe, substituiert sein kann,
    5* 6*
    R und R gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom oder eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis k Kohlenstoffatomen, insbesondere ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, bedeuten, herstellt.
    13· Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 5-Amino-4-fo«nyl carbamoyl-pyrazol der allgemeinen Formel I*
    O=CH-NH-C
    R-
    oder deren Salz mit einer organischen oder anorganischen Säure ,worin R"^ eine . .
    0 0
    - C - R oder - C - OR -Gruppe
    bedeutet,
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    87 Int August 4 - 32 -
    4*
    R ein Wasserstoffatom, einen verzweigten oder geradkettigen Alkylregtt mit 1 bis l4, insbesondere 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls eine Methylengruppe durch ein Sauerstoffatom ersetzt sein kann, einen unsubstituierten oder durch Cyan oder Methoxy substituierten Phenylrest, einen Benzylrest, oder einen Cyclohexylrest, bedeutet, wobei ein Alkyl- oder Cycloalkylrest gegebenenfalls durch eine salzbildende basische Gruppe, wie ins-
    •5* 6*
    besondere eine -NR^ R -Gruppe, substituiert sein kann.
    5*6*
    R und R , gleich oder verschieden sind und ein Vaseerstoffatom oder eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, insbesondere ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, bedeuten, herstellt.
    14.Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man l-Propionyl-S-amino-^-formylcarbamoyl-pyrazol ., l-Butyroyl-J-amino-^-formylcarbamoyl-pyrazol, 1-(4-Cyan-benzoyl)-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-(4-Methoxy-benzoyl)-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-Cyclohexylcarbonyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, 1—Benzoyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, 1-(3-Methoxy-propionyl)-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-Formyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-Acetyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol , l-Methoxycarbonyl-5-amino-4-formylcarbamoyl-pyrazol, l-Äthoxycarbonyl-^-amino-4-
    formylcarbamoyl-pyrazol und l-Isobutyroy>5«<iminO'4-formyl-509810/113 2
    87 Int August 197'± 9ΑΛΠ777
    carbamoyl-pyrazol herstellt.
    15· Die in den Beispielen beschriebenen Verfahren zur Herstellung substituierter 5-Amino-4-formylcarbamoylpyrazole..
    l6. Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung der Gicht, gekennzeichnet durch den Gehalt eines oder mehrerer der in Anspruch 1 genannten substituierten 5-Ämino-4-formylcarbamoyl-pyrazole oder von deren pharmakologisch verträglichen Salzen.
    17. Arzneimittel, 'insbesondere zur Behandlung der Gicht, gekennzeichnet durch den Gehalt eines • oder mehrerer der in Anspruch 2 genannten substituierten 5-Amino-4-formylcarbamoyl-pyrazole oder von deren pharmakologisch verträglichen Salzen.
    l8. Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung der Gicht, gekennzeichnet durch den Gehalt eines oder mehrerer der in Anspruch 3 genannten substituierten S-Amino-^-fornylcarbamoyl-pyrazole oder von deren pharmakolpgisch verträglichen Salzen.
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    87 Int August 1974
    - 34 -
    Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung der
    Gicht, gekennzeichnet durch den Gehalt eines
    oder mehrerer der in Anspruch £ genannten substituierten 5-Amino~4'-formylcarbamoyl-pyrazole.
    20. Arzneimittel,nach einem der Ansprüche 16 bis 19t dadurch gekennzeichnet, daß sie etwa 0,1 % bis etwa 75 %i insbesondere etwa 1 % bis etwa 50 /»» einer oder mehrerer der genannten Verbindungen enthalten.
    21. Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man ein oder mehrere der in den Ansprüchen 1 bis 4 genannten substituierten 5-Amino-^-formylcarbamoyl-pyrazole oder deren pharmakologisch verträgliche Salze als Wirkstoffkömponenten verwendet.
    22, Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß man Arzneimittel, die etwa 0,1 % bis etwa 75 ?£, insbesondere etwa 1 % bis etwa 50 %t einer oder mehrerer der verwendeten Wirkstoffkomponenten enthalten, herstellt.
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DE19742440777 1973-08-27 1974-08-26 Substituierte 5-amino-4-formylcarbamoylpyrazole, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel Pending DE2440777A1 (de)

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