DE2338668A1 - 3-formyloxindole und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
3-formyloxindole und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Potentnr.wc^e
DipL-l.-g. P Wirt1!
ür. V. S-hmiec · K jv,- .rrik
l>tpl. Ing. G. Danncnh .rg . Case 600-650 5
Dr. P. V/ei.-.ho!J, Dr. D. GuJaI
fronkfurti M., Gr. Escheriiitiiiiior Sir. 39
A. G,
3-Formyloxindole und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft 3-Formy!oxindole der Formel I,
worin R für Fluor, Chlor oder Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen
steht, und
R- Wasserstoff, Fluor oder Chlor bedeutet.
409808/1U0
Bestimmte Verbindungen der Formel I sind bekannt. Hierunter gehört insbesondere das 4-Chlor-3-formyloxindol und das
4,7-Dichlor-3-formyloxindol (s. Seshadri et.al., Indian J.
Chem. T_, 662 [1969]),
In der oben erwähnten Literatur werden jedoch keine Angaben darüber gemacht, dass diese Verbindungen auch pharmakologisch
wirksam sind. Wie später noch gezeigt werdep wird, wurde nun gefunden, dass die Verbindungen der Formel I, unter Einschluss
der bekannten Verbindungen, interessante pherxnakodynamische Wirkungen zeigen, und sie wirken insbesondere
gegen Fettsucht.
Wie ersichtlich, können die Verbindungen der Formel I in der tautomeren Form der Formel It
| R |
ti
H |
H
C-OH |
| Rl - | ||
It
vorkommen, worin P. und R1 cbigs P.edeutun.j habenfund
auch in Form solcher Salze. Der Einfachheit halber wird
im folgenden jedoch nur auf die Form der formel I Bezug
genommen, der Gegenstand der Erfindung soll jedoch nicht allein auf diese tautomere Form beschränkt sein.
Gegenstand der Erfindung ist daher auch die Schaffung neuer Verbindungen der Formel Ia,
409808/1140
- 3 - 600-6505
Ia
worin R1 für Fluor, Chlor oder Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen
steht, und
R' Wasserstoff, Fluor oder Chlor bedeutet,
v/obei jedoch R' eine andere Bedeutung hat als Wasserstoff,
falls R1 für Chlor in Stellung 4 steht.
Zu den neuen Verbindungen der Formel 3akann man gelangen, indem
man
1) eine Verbindung der Formel II,
II
worin R' sowie Rl obige Eedeutung haben, und
entweder a) R2 für Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht,
und
R3 Wasserstoff oder Alkanoyl mit 2-4 Kohlenstoffatomen
bedeutet,
409808/1140
~ 4 - .. 600-6 505
oder b) R für Dialkylamino steht, worin die Alkylgruppen
gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoffatome enthalten, und
R Wasserstoff.oder Formyl bedeutet,
hydrolysiert, oder
2) eine Verbindung der Formel III,
2) eine Verbindung der Formel III,
III
worin R1 sowie R,1 obige Bedeutung haben,
mit einer Verbindung der Formel V,
HCOOR5 V
worin R^ für Alkyl mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht,
in Gegenwart einer starken Base umsetzt.
Das Verfahren 1) wird zweckmassigerweise durchgeführt unter
Verwendung einer starken Base in Gegenwart von Wasser, vorzugsweise einer anorganischen Base, beispielsweise eines
Alkalihydroxids, wie Natrium- oder Kaliumhydroxid. Man kann unter Verwendung von Wasser als einzigem Reaktionsmedium
arbeiten, vorzugsweise verwendet man jedoch ein inertes, mit Wasser mischbares zusätzliches Lösungsmittel, beispiels-
409808/ 1 "UO
- 5 - 600-65O5
weise ein Alkanol, wie Aethanol. Das Verfahren wird zweckmässigerweise
durchgeführt bei Temperaturen zwischen 20 und 1500C, vorzugsweise 60 und 120°C. Die Verbindungen der
Formel I können aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch durch Zugabe einer Säure freigesetzt werden, beispielsweise einer
starken anorganischen Säure, wie Salzsäure.
Das Verfahren 2) wird zweckmässigerweise durchgeführt bei
Temperaturen zwischen 20 und 120°C, vorzugsweise 40 und 1OO°C,
in Gegenwart eines üblichen inerten Lösungsmittels, beispielsweise eines Alkohols mit 1-6 Kohlenstoffatomen, wie
Aethanol. Als starke Basen eignen sich Alkalialkoxide, wie Natriummethoxid oder Kalium-tert.-butyloxid.
Die Verbindungen der Formel Ia lassen sich in an sich bekannter Weise isolieren und reinigen. Ihre freien Säureformen können
erforderlichenfalls in Basensäureadditionssalze überführt
werden und umgekehrt.
Die Verbindungen der Formel I können in ähnlicher Weise hergestellt werden, wie die Verbindungen der Formel Ia.
Zu den Verbindungen der Formel Ilä,
R1
^C^Ti Γ IIa
:=o
|Λ>
worin R1 und R' obige Bedeutung haben, und
R' für Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht,
409808/1140
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kann man gelangen, indem man eine Verbindung der Formel Hb,
Hb
worin R1, R' und R' obige Bedeutung haben, und
R. für Alkyl mit 1-3 Kohlenstoffatomen steht,
hydrolysiert.
Das Verfahren kann analog dem oben für die Herstellung der Verbindungen Ia beschriebenen Verfahren 1) durchgeführt werden,
Die Umsetzung dürfte von Verbindungen der Formel Hb über Verbindungen der Formel Ha zu Verbindungen der Formel Ia
führen. Die erhaltenen Verbindungen der Formel Ha können gev.'ünschtenf alls in an sich bekannter VJeise isoliert und
gereinigt v/erden.
Zu den oben erwähnten Verbindungen der Formel Hb kann man
gelangen, indem man eine Verbindung der Formel HI,
III
v;orin R1 und R' obige Bedeutung haben,
409808/1 UO
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mit einem Anhydrid der Formel VII,
(R4CO)2O VII
worin R4 obige Bedeutung besitz,
bei erhöhter Temperatur umsetzt, und das dabei erhaltene Reaktionsprodukt mit einer Verbindung der Formel IV,
[HC(R'2)33 IV
worin R' obige Bedeutung hat,
in Gegenwart des Anhydrids der Formel VII und bei Temperaturen zwischen 100 und 1500C zur Reaktion bringt.
Das Verfahren kann durchgeführt werden, wie es von Behringer et.al. in Berichte 8J5, 774-777, beschrieben wurde. Die erste
Reaktionsstufe der Umsetzung mit dem Säureanhydrid der Formel VII wird dabei vorzugsweise vorgenommen bei Temperaturen
zwischen 100 und 22O0C, und die sich anschliessende Umsetzung
mit der Verbindung der Formel IV erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 100 und 1300C.
Die Verbindungen der Formel Hb lassen sich in an sich bekannter Weise isolieren und reinigen.
Zu den Verbindungen der Formel lic,
409808/1 UO
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Hc
worin R1 und R-J obige Bedeutung haben, und
R'1 für Dialkylamino steht, bei welchem die Alkylreste
gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoffatome enthalten,
kann man gelangen,
indem man eine Verbindung der bereits genannten Formel
mit einem Dialkylformamid, in welchem die Alkylgruppen gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoff
atome enthalten, in Gegenwart eines Phosphoroxyhalogenids oder mit dem Reaktionsprodukt eines Dialkylformamid.1
und eines Phosphoroxyhalogenids umsetzt.
Das Verfahren stellt eine übliche Vilsmeier-Haack-Urnsetzung
dar, und es wird zweckmässigerweise durchgeführt bei Temperaturen zwischen 100 und 22O°C, vorzugsweise 12O und 1800C,
und unter Verwendung des Umsetzungsproduktes aus dem Dialkylformamid
und Phosphoroxyhalogenid, beispielsweise Phosphoroxychlorid. Zweckmässigerweise arbeitet man mit einem
üeberschuss an Dialkylformamid zur Schaffung eines Reaktionsmediums, es können jedoch hierfür auch inerte organische
Lösungsmittel verwendet werden, wie Chloroform.
Die erhaltenen Verbindungen der Formel lic lassen sich in
an sich bekannter Weise isolieren und reinigen.
A09bÜ8/'iU0
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Zu den Verbindungen der Formel Hd,
worin R1 ,Rl und R1' obige Bedeutung haben,
kann man gelangen, indem man eine Verbindung der bereits genannten Formel lic bei Temperaturen zwischen 20 und 100°C
sowie unter milden basischen Bedingungen, vorzugsweise unter Verwendung von 1 Mol Base pro Mol an Verbindungen der Formel
Hc, hydrolysiert.
Als Basen eignen sich beispielsweise Dialkylamine, wie Dimethylamin. Die Umsetzung wird zweckmässigerweise in einem
üblichen inerten Lösungsmittel durchgeführt, vorzugsweise einem Alkohol mit 1-^6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise
Aethanol. Man kann jedoch auch die Base als Lösungsmittel verwenden.
Wahlweise können die Verbindungen der Formel Hd auch hergestellt
werden, indem man eine Verbindung der Formel Ia mit einer Verbindung der Formel VI,
HN VI
^R6
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- 10 - 600-650 5
worin R^ und R' gleich oder verschieden sein können und
D D
jeweils für Alkyl mit 1-4 Kohlenstoffatomen stehen,
umsetzt.
Die Umsetzung kann bei Temperaturen zwischen 20 und 1200C/
vorzugsweise 50 und 1000C, durchgeführt werden. Man kann die
Reaktion zwar in einem inerten Lösungsmittel durchführen, vorzugsweise verwendet man jedoch einen Ueberschuss der
Verbindung der Formel VI hierfür, wobei man entsprechende Vorkehrungen treffen muss, falls die Umsetzungstemperatur
oberhalb dem Siedepunkt der Verbindung der Formel VI liegt.
Die erhaltenen Verbindungen der Formel Hd lassen sich in an sich bekannter Weise isolieren und reinigen.
Die Verbindungen der Formeln III,IV, VI und VII sind bekannt oder in an sich bekannter Weise aus handelsüblichen Ausgangsprodukten
herstellbar.
Wie bereits erwähnt, stellen die Verbindungen der Formel I interessante Heilmittel dar. Sie wirken insbesondere gegen
Fettsucht, was ermittelt wurde durch Vercuchr über den
Glukosetransport, und zwar an männlichen Vist-ar-Ratten, denen
nach zumindest 20stündigem Fasten 1,0 bis 80 mg pro kg Körpergewicht an Testsubstanz oral verabreicht wurde. Eine Stunde
nach Verabfolgung der Testsubstanz v/urden die Tiere getötet, und das obere kleine Intestinum wurde entfernt und mit
Glukose-Kochsalz-Lösung gewaschen. Ein 5 cm langes Stück des Intestinums wurde umgedreht,so dass die Schleimhautoberseite
aussen liegt. Ein Ende des Segments wurde zugebunden,und der
409808/1140
- 11 - 600-650 5
so entstandene Sack wurdamit durch Sauerstoff gesättigten
Kreb's Biocarbonat-Puffer gefüllt. Das andere'Ende wurde dann
verschlossen, und man inkubiert den Sack 60 Minuten bei 370C
in 10 ml mit Sauerstoff gesättigtem Biocarbonat-Puffer. Sowohl die innen befindliche Lösung als auch die äussere Lösung
enthalten ursprünglich 0,3 % Glukose. Am Ende der Inkubationszeit
wurde der Glukosegehalt der äusseren (Schleimhaut) und der inneren (Serosal) Lösung bestimmt unter Verwendung des
Standardautolysator-Verfahrens. Aehnliche Versuche wurden
gleichzeitig mit Vergleichstieren durchgeführt. Die prozentuale Hemmung des durch das Arzneimittel hervorgerufenen Glukosetransports
wurdenach folgender Formel berechnet:
V Mt
ι = χ loo
S-M
c c
c c
In ihr bedeuten
I = prozentuale Hemmung
S = Glukosekonzentration (mg%) an Serosa-Flüssigkeit
am Ende des Versuches in dem mit Arzneimittel behandelten Tier
S = Glukosekonzentration (mg%) an Sercsa-Flüssigkeit
am Ende des Versuches in dem Versuchstier
Mt '= Glukosekonzentration (mg%) der Schleimhaut-Flüssigkeit
am Ende des Versuchs in dem mit Arzneimittel behandelten Tier
Mc = Glukosekonzentration (mg%) der Schleimhaut-Flüssigkeit
am Ende des Versuches bei dem Vergleichstier
Λ0980 8/1140
- 12 - 600-6505
Die erfindungsgemässen Verbindungen eignen sich daher
zur Behandlung von Fettsucht.
Eine geeignete Tagesdosis beträgt beispielsweise 30 bis 1000 mg, zweckmässigerweise verabreicht in Teilmengen zwischen
8,5 und 500 mg, zwei- bis viermal täglich, oder in Retardform.
Die erfindu'ngsgemässen Verbindungen können in saurer Form
oder in Form pharmazeutisch unbedenklicher Salze verwendet werden, wobei die Salze grössenordnungsmässig die gleiche
Wirksamkeit haben wie die entsprechenden freien Säuren. Geeignete Salze sind beispielsweise die Alkali- oder Erdalkalisalze,
wie Natrium-, Kalium-, Lithium- oder Calciumsalze.
Die Verbindungen der Formel I können mit üblichen, pharmazeutisch unbedenklichen Verdünnungs- oder Trägermitteln vermischt
und beispielsweise oral in Form von Tabletten, dispergierbaren Pulvern, Granulaten, Kapseln, Sirupen und
Elixieren, oder parenteral in Form von Lösungen, Suspensionen, Dispersionen oder Emulsionen, wie sterilen, injizierbaren
Lösungen, beispielsweise wässrigen Lösungen, verabfolgt werden. Aus Gründen der leichten Herstellung und günstigen
Verabreichung werden feste Zubereitungen bevorzugt, insbesondere hartgefüllte Kapseln und Tabletten. Die Zubereitungen
enthalten zweckmässigerweise zwischen 1 und 90 Gew.£ Wirkstoff.
Pharmazeutische Zubereitungen können nach hierfür üblichen Verfahren hergestellt werden. Sie können einen, oder mehrere
9bÜ87 1 ι 4 0
- 13 - 600-6505
übliche Hilfsstoffe enthalten, wie Süsstoffe, Geschmacksstoffe, Farbstoffe und Konservierungsmittel, um so zu
einer gefällig aussehenden und angenehm schmeckenden Zubereitung zu gelangen. Tabletten können den Wirkstoff im
Gemisch mit üblichen pharmazeutischen Exzipienzien enthalten, beispielsweise inerten Verdünnungsmitteln, wie Calciumcarbonat,
Natriumcarbonat, Lactose oder Talkum, Granulier- und Zerfallhilfsmitteln,
wie Stärke oder Algininsäure, Bindemitteln, wie Stärke, Gelatine oder Akazie, und Schmiermitteln, wie
Magnesiumstearat, Stearinsäure oder Talkum. Die Tabletten
können nicht überzogen oder in bekannter Weise überzogen seinum hierdurch Zerfall und Absorption im Gastrointestinaltrakt
zu verzögern und so eine verzögerte Wirkung über einen längeren Zeitraum zu erhalten. In ähnlicher Weise können Suspensionen,
Sirupe oder Elixiere den Wirkstoff im Gemisch mit irgendeinem üblichen, für die Herstellung solcher Zubereitungen
verwendeten Exzipiens enthalten, beispielsweise einem Suspendiermittel
(Mcthy!cellulose, Tragacanth oder Natriuiualginat) ,
einem Netzmittel (Lecithin, Polyoxyäthylenstearat oder PoIyäthylensorbitanmonooleat)
oder einem Konserviermittel (Aethyl-p-hydroxybenzoat). Kapseln können den Wirkstoff allein
oder im Gemisch mit einem inerten festen Verdünnungsmittel enthalten, beispielsweise Calciumcarbonat, Calciumphosphat
oder Kaolin.
Einige typische Zubereitungen werden im folgenden genannt:
Tabletten sowie Kapseln, die die im folgenden genannten Bestandteile enthalten, lassen sich in an sich bekannter
Weise herstellen, und sie können zur Behandlung von Fettsucht
4098G8/1UQ
- 14 - 600-6505
in einer Dosis von 1 Tablette oder 2 bis 4 Kapseln täglich verwendet werden.
Bestandteile Gewicht (ng) Tablette Kapsel
Verbindung der Formel Ia, beispielsweise S-Chlor-B-formyl-
oxindol 50 50
Tragacanth IO
Lactose - 197f5 250
Maisstärke ' 25 -
Talkum 15
Magnesiumstearat 2,5 -
C) Sterile injizierbare und D) oral verabreichbare
flüssige Suspensionen
Die im folgenden genannten pharmazeutischen Zubereitungen
werden mit den angegebenen Mengen an Wirkstoff nach üblichen Verfahren formuliert. Die injizierbare Suspension und die
oral verabreichbare flüssige Suspension stellen einheitliche Dosierungsformen dar, und sie können zur Behandlung
von Fettsucht verabfolgt v/erden, und zwar einmal täglich im Fall der injizierbaren Suspension und zwei- bis viermal
täglich im Fall der oral verabreichbaren flüssigen Suspension,
4098Ü8/ 1 140
600-6505 ^
Bestandteile
Gewicht (mg)
sterile oral
injizierbare Su,s- verabreichbare pension flüssige Susp.
| Verbindung der Formel I, beispielsweise 5-Chlor-3- formyloxindol |
50 oder weniger |
50 oder weniger |
| Natriumcarboxymethyl- cellulose U.S.P. |
1,25 | 12,5 |
| Methyl cellulose | 0,4 | - |
| Polyvinylpyrrolidon | 5 | - |
| Lecithin | 3 | - |
| Benzylalkohol | 0,01 | - |
| Magnosiumaluminiumsilicat | - | 47,5 |
| Geschmackstoff | - | g. s. |
| Farbstoff | - | q.s. |
| Methylparaben, U.S.P. | - | 4,5 |
| Propylparaben, U.S.P. | - | 1,0 |
Polysorbat 80 (beispielsweise Tween 60), ü.S.P.
Sorbitol-Lösung, 70 %, U.S.P.
Puffermittel zum Einstellen des pH-Wertes auf die gewünschte
Stabilität
Wasser
q.s.
zur Injektion
q.s. auf 1 ml
q.s. auf 1 ml
5 2.500
q.s. q.s. auf 5 ml
Von den Verbindungen der Formel I werden diejenigen bevorzugt, bei welchen R für Chlor oder Fluor in Stellung 5 steht,
und R1 Wasserstoff bedeutet, und zwar insbesondere das
5-Chlor-3-formyloxindol.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert:
h 0 9 b 0 8 / ι U 0
- 16 - 000-6505
Beispiel 1; 5-Chlor-3-formyloxindol· [Verfahren I)]
Eine Suspension von 50 g 5-Chloroxindol in 100 ml Dimethylformamid
und 100 ml Chloroform wird langsam unter Rühren zu einem Gemisch zugesetzt, welches hergestellt wurde durch
Zugabe von 40 ml Dimethylformamid zu 60 ml Phosphoroxychlorid unter Kühlen (unter 300C). Nach 90 Minuten Rückflusskochen
wird das Reaktionsgemisch in Eis/Wasser gegossen, mit festem Kaliumcarbonat alkalisch gestellt und mit Methylenchlorid extrahiert.
Die organische Phase wird getrocknet, auf 300 bis 400 ml Volumen eingeengt, wodurch sich ein Niederschlag bildet,
den man abfiltriert und mit Aether wäscht und so zum 3-Dimethylaminomethylen-5-chlor-l-formyloxindol
gelangt, welches bei 194-198°C schmilzt.
Ein Gemisch aus 3 g 3-Dimethylaminomethylen-l-formyloxindol,
10 ml 50%-iger Natriumhydroxid-Lösung, 10 ml Wasser und
35 ml Aethanol wird auf einem Dampfbad 1 Stunde erhitzt, worauf man den Kühler entfernt und weitere 2 Stunden erhitzt.
Zum Lockern des erhaltenen dicken Niederschlages wird dann
Wasser zugesetzt, und den Niederschlag löst man hierauf durch Erhitzen in etwa 250 ml Wasser und anschliessendes Ansäuern
mit 6 N Salzsäure, wodurch man das Natriumsalz der Titelverbindung erhält. Der Niederschlag abfiltriert, zweimal mit
409808/11AO
- 17 - 600-6505
Wasser und zweimal mit Aether gewaschen, über Nacht im Vakuum bei 500C getrocknet und durch Kochen in Dioxan gereinigt,
worauf man abkühlt und den Niederschlag abfiltriert, mit Aethanol und dann mit Wasser wäscht, und so das 5-Chlor-3-formyloxindol
erhält, welches bei 281-2820C unter Zersetzung schmilzt.
Beispiel 2: 5-Chlor-3-formy!oxindol [Verfahren 1)3
Eine Lösung von 130 g 5-Chlor-oxindol in 260 ml Essigsäureanhydrid
wird 5 Stunden zum Rückfluss erhitzt, dann auf 1000C abgekühlt und mit einer Lösung von 148 g Triäthylorthoformiat
in 500 ml Essigsäureanhydrid versetzt. Das erhaltene Gemisch erhitzt man in einem Oelbad 8 Stunden auf
110 bis 120°C, worauf man abkühlt und den kristallinen Niederschlag abfiltriert. Die Mutterlauge wird zur Gewinnung
von weiterem Niederschlag eingeengt. Das ausgefallene Material wird zweimal aus Essigsäureanhydrid umkristallisiert,
und man erhält so das l-Acetyl-5-chlor~3~äthoxymethylenoxindol.
Eine Lösung von 46 g l-Acetyl-S-chlor-S-äthoxymethylenoxindol
in 500 ml heissem Aethanol wird absatzweise mit einer Lösung von 16 g Natriumhydroxid in 30 ml Wasser versetzt.
Man erhitzt 10 Minuten auf einem Dampfbad, und lässt das Gemisch dann 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen. Das ausge-
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fallene Material wird abfiltriert, und einen weiteren Niederschlag
erhält man durch Einengen der Mutterlauge. Die Niederschläge werden in Wasser suspendiert, mit 2 N Salzsäure
leicht sauer gestellt, worauf man den dabei erhaltenen Niederschlag
abfiltriert, wäscht und unter Hochvakuum 24 Stunden bei 70°C trocknet, und so zum 5-Chlor-3-formy!oxindol gelangt,
welches bei 286-2890C unter Zersetzung schmilzt.
Analog Beispiel 1 oder 2, und unter Verwendung entsprechender Ausgangsmaterialien in geeigneten Mengen gelangt man zu
folgenden Verbindungen:
a) 5-Fluor-3-formy!oxindol, Smp. 257-2580C,
b) S^-Dichlor-S-formyloxindol,
c) S-Methoxy-S-formyloxindol, Smp. 223-225°C,
d) 4-Chlor-3-formyloxindol, Smp. 205-2070C,
e) 4 ,7-Dichlor-3-formy!oxindol,
f) 5,6-Dichlor-3~formyloxindol, Smp. 29O-295°C,
g) 6~Chlor-3-formyloxindol, Smp, 223-225cC,
h) 4~Methoxy-3-formyloxindol, Smp. 178-18O°C,
i) 6-Methoxy~3-formyloxindol,, Smp. 231-233 aC,
und zwar über folgende Ausgangsprodukte lic:
j) S-Dimethylamincmethylen-S-fluor-l-formyloxindol,
k) 3-Dimethylaminomethylen-5,7-dichlor-l-formyloxindol,
1) S-Dimethylaminomethylen-S-methoxy-l-formyloxindol,
409808/1140
- 19 - 600-6505
m) 3-Dimethylaminomethylen-4-chlor-l-formy!oxindol,
η) 3-Diraethylaminomethylen-4 ,7-dichlor-l-f orinyloxindol,
ο) S-Dimethylaminomethylen-S,6-dichlor-l-formyloxindol,
ρ) S-Dimethylaminomethylen-e-chlor-l-formyloxindol
q) S-Dimethylaminomethylen-'i-methoxy-l-formyloxindol, und
r) 3-Dimethy laminome thy len-6-methoxy-l-foritiyloxindol
oder über die folgenden Zwischenprodukte lib:
s) l-Acetyl-3~äthoxymethylen-5-fluoroxindol,
t) l-Aeetyl-3-äthoxymethylen~5,7-dichloroxindol,
u) l-Acetyl-S-äthoxymethylen-S-methoxyoxindol,
ν) l-Acetyl-S-ätnoxymethylen-'i-chloroxindol,
ν?) l-Acetyl-3-äthoxymethylen-4,7-dichloroxindol,
x) l-Acetyl~3-äthoxymethylen-5/6-dichloroxindolr
Snip. 224-2270C7
y) l-Acetyl-S-äthoxymethylen-G-chloroxindol,
z) l-Acetyl-3-äthoxymethylen-4-methoxyoxindol und za) l-Acetyl-S-athoxymethylen-o-methoxyoxindol.
Beispiel 4; 4-MethOxy-3-formyloxindol [Verfahren 2)]
Eine Lösung von 16 g 4-Methoxyoxindol in 30 ml Aethylformiat
wird zu einem Gemisch zugegeben, welches hergestellt wurde durch Umsetzung von 3,1 g metallischem Natrium und
50 ml Aethanol. Das erhaltene Gemisch wird 2 Stunden auf
409S08/1U0
~ 20 - .',00-6 505
' 7338668
85°C erhitzt, in einem Eisbad abgekühlt und mit 5 N Salzsäure
neutralisiert. Das Gemisch wird hierauf zweimal mit ml Methylehchlorid extrahiert,und die vereinigten organischen
Extrakte werden erneut extrahiert mit gesättigter Natriuinchlorid-Lösung. Nach Trocknen und PJindampfen im
Vakuum kristallisiert man den Rückstand aus Methylenchlorid/ Aethylacetat um und erhält so das 4~Methoxy-3-formyloxindol,
welches bei 178~18O?C schmilzt.
Beispiel 5: S-Chlor-S-forrriyloxindol [Verfahren (1) ]
a) S-Chlor-B-dimethYlaminometh^lenoxindol
(Verbindung der Formel lld)
(1) Eine Lösung von 25 g 5-Chlor--3~formyloxindol in 200 ml
Dirr.ethylamin wird in einem Bonibenrohr 15 Stunden auf
6O°C erhitzt, worauf man abkühlt, und im Vakuum eindampft.
Der Rückstand wird nach Reinigung mit Aktivkohle aus f-iethylenchlorid kristallisiert, und man erhält so das
5-Chlor--3~dimethylamiriomethylenoxindol.
(2) Ein Gemisch aus 0,64 g Kaliumhydroxid und 36 ml 95%-igem
Aethanol wird absatzweise mit 2,14 g 5--Chlor-3--dimethyl~
aminoäthylen-1-formyloxindol versetzt. Hierauf wird 1
Stunde gerührt und eine weitere Stunde zum Rückfluss erhitzt, und das erhaltene Gemisch dampft man dann zur
Trockne ein, nimmt den Rückstand in 200 ml Wasser auf und behandelt mit Chloroform. Die Chloroformschicht wird mit
Wasser und anschliessend mit gesättigter Natriumchlorid-Lösung gewaschen, getrocknet und zur Trockne eingedampft.
409808/ 1 UO
- 21 - ', SOO-CSOS
Den Rückstand kristallisiert man aus Methylenchlorid durch Zugabe von Aether, und man erhält so das 5-Chlcr-3-dimethylaminomethylenoxindol,
welches bei-2O3-2O5°C schmilzt.
b) 5-Chlor~3-formy_loxinol
Ein Gemisch aus 4 g S-Chlor-dimethylaminomethylenoxindol,
10 ml 50%-iger Natriumhydroxid-Lösung, 10 ml Wasser und
40 ml Aethanol wird auf einem Dampfbad 1 Stunde zum Rückfluss erhitzt. Das erhaltene Material wird mit Wasser sowie Eis
aufgenommen und mit 5 N Salzsäure neutralisiert. Das erhaltene Produkt wird abfiltriert, mit Wasser und dann mit Aether
gewaschen und getrocknet oder durch Umkristallisieren aus Dioxan gereinigt, wodurch mr.n zum S-Chlor-S-forro.yloxiridol
gelangt, das bei 281~283°C unter Zersetzung schmilzt.
Analog Beispiel 4 oder 5 und unter Verwendung entsprechender
Ausgangsstoffe in geeigneten Mengen gelangt man zu den Verbindungen der Beispiele 1 und 3.
409608/1140
Claims (5)
1) eine Verbindung der Formel II,
Rt CH-R2
Rt CH-R2
:=o
»i I
worin R' sowie R' obige Bedeutung haben, und entweder a) R„ für Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen
R Wasserstoff oder Alkanoyl mit 2-4 Kohlen
steht , und
Wasserstofi
stoffatonen bedeutet,
Λ 0 9 8 ü 8/1140
- 23 - 600-6505
oder b) R- für Dialkylamino steht, worin die Alkylgruppen
gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoffatome enthalten, und
R Wasserstoff oder Forrayl bedeutet, hydrolysiert, oder
2) eine Verbindung der Formel III,
III
worin R1 sowie R' obige Bedeutung haben, mit einer Verbindung der Formel V,
HCOOR5 V
worin R für Alkyl mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht,
in Gegenwart einer starken Base umsetzt.
2. Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der Formel lic,
lic
CHO
409808/1140
- 24 - 600-5505
7338668
worin R1 und R' obige Bedeutung haben, und
R'1 für Dialkylainino steht, bei weichern die
Alkylrcste gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoffatome enthalten,
dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der in
Anspruch 1 genannten Formel III mit einem Dialkylformar.iid,
in welchem die Alkylgruppen gleich oder verschieden sein können und jeweils 1-4 Kohlenstoffatome enthalten, in Gegenwart
eines Phosphoroxyhalogenids oder mit dem .'Reaktionsprodukt eines Dialky] formamids und eines PhoEphoroxyhalogenids.
umsetzt.
- 25 - 6OÜ-S-5C5
Deutschland
3. Neue 3-Formyloxindole der in Anspruch 1 genannten
Formel Ia.
4. Neue Verbindungen der in Anspruch 2 genannten Formal
Hc.
5. Pharmazeutische Zubereitung, gekennzeichnet durch einen
Gehalt an Verbindungen der Formel I,
worin R für Fluor, Chlor oder Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen steht, und
R Wasserstoff, Fluor oder Chlor bedeutet t
in Form ihrer freien Säuren oder pharmazeutisch unbedenklichen
Salze als Wirkstoff.
37OO/SP/GD
409808/1140
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