DE2333999A1 - Rakeleinrichtung fuer schablonendruckmaschinen - Google Patents
Rakeleinrichtung fuer schablonendruckmaschinenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Dr. HEINZ FEDER
Dr. WOLF-D. FEDER
Dr. WOLF-D. FEDER
4 Düsseldorf
Peter Zimmer in Kufstein (Österreich)
liakeleinrichtung für Schablonendruckmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hakeleinrichtung an Schablonendruckmaschinen, insbesondere an ßotationsschablonendruckmaschinen,
bei welchen der fließfähige Farbstoff aus der schlitzförmigen JBodenöffnung eines Rakelkast-ens mittels
hydrostatischem Druck durch die Perforation einer Schablone hindurch auf die zu behandelnde Warenbahn aufgetragen wird.
Einrichtungen dieser Art sind bekannt, die Menge des auf die Y/arenbahn tatsächlich aufgetragenen Farbstoffes wird
ddbei außer von der Viskosität des Farbstoffes und der Größe der Perforation in der Schablone wesentlich vom Flüssigkeitsdruck
im Farbstoff und von der Breite des Farbschlitzes, welche für den Penetrationsbereich maßgebend ist, bestimmt. Um
ein einwandfreies Druckbild zu erzielen, ist es notwendig, daß die Intensität des Farbauftrages gleichmäßig ist über die ,
Breite der Warenbahn.
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Die bekannten Einrichtungen weisen den Nachteil auf,
daß die Weite des Farbschlitzes im Betrieb der Druckmaschine durch den nicht unerheblichen Flüssigkeitsdruck im
Farbstoff über die Breite der Warenbahn schwankt, und daß dieser Flüssigkeitsdruck im Penetrationsbereich Schwankungen
unterworfen ist, was beides zu ungleichmäßigem farbauftrag Anlaß gibt.
iis ist Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Rakeleinrichtung
zu schaff-n, bei welcher zur Erzielung eines einwandfreien
Druckbildes die aufgetragene Farbmenge nur von der Schablonenperforation bestimmt wird, wobei besonders die
Schwierigkeiten der Abdichtung zwischen der Auftragseinrichtung
und der Schablone gelöst werden sollen.
Erfindungsäemäß wird dies durch eine im Durehaohnittsbereich
mit Öffnungen versehene Folie erreicht, welche den Rakelkasten nach unten abschließt und sich zumindest im Bereich
der Öffnungen dicht an die Schabloneninnenwandi anschmiegt,
wobei zwischen der perforierten Folie und dem Rakelkasten
eine elastische, im Durchschnittsbereich ebenfalls mit Öffnungen versehene dünne, biegsame Platte, z.B* aus „
Gummi, zur abdichtung vorgesehen ist.
Die perforierte Folie besteht vorzugsweise aus Metall, es können aber auch Kunststoffolien mit mögliehst geringer
Dehnbarkeit Verwendung finden.
Die erfindungsgemäße Bauweise weist vor allem die foloenden
Vorteile auf:
Gegenüber den bekannten Rakeleinrichtungen wir# die durch die Öffnungen der Schablone in die Warenbahn eindringende
Farbstoffmenge nicht mehr von der aus oben genannten Gründen veränderlichen Farbschlitzbreite, sondern von der Anzahl
und dem Durchmesser der Öffnungen in der Folie bestimmt, welche naturgemäß auch im Betrieb der Druckmaschine keinen
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Schwankungen unterworfen sind. Durch die beschränkt bewegliche Befestigung der Folie am Rakelkasten können Fertigungsungenauigkeiten
bzw. Deformationen der Schablone, welche im Betrieb unvermeidlich sind, leicht ausgeglichen werden.
Das Problem der Abdichtung zwischen der Schabloneninnenwand und der perforierten Folie selbst ist durch die Anpassung
letzterer an die Krümmung der Schablone bzw. deren im Betrieb auftretenden geringen Deformationen einwandfrei gelöst, so daß
eine Verschmutzung der bchabloneninnenwand durch austretenden
Farbstoff keinesfalls zu befürchten ist. Allerdings darf die perforierte Folie keiner räumlichen Krümmung unterworfen
werden, wie es zur Abdichtung gegen den Rakelkasten wünschenswert wäre, da eine räumliche Deformation unweigerlich mit einer
Faltenbildung der Folie und dadurch zu ungenügender Dichtwirkung der Folie und dadurch zu ungenügender Dichtwirkung gegen
die Schabloneninnenwand führen würde. Diese Abdichtung zwischen perforierter, begrenzt beweglich befestigter Folie und Rakel-Ttasten
wird daher mit Hilfe einer dünnen biegsamen Platte vorgenommen. Zweckmäßig wird die in der biegsamen Platte für den
Farbdurchtritt erforderliche Öffnung, welche auch in mehrere
Öffnungen unterteilt aein kann, größer gehalten als die Öffnungen in der perforierten Folie, um ein teilweises Versperren
dieser Öffnungen bei betriebsbedingter Verschiebung der perforierten Folie mit Sicherheit zu vermeiden. Zweckmäßig wird
für die dünne, biegsame Platte Gummi oder ein elastomerer Kunststoff verwendet.
Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher dargestellt, ohne auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt zu sein.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße ilakeleinrichtung. In Fig. 2 ist der Längsschnitt durch
das iinde dieser Rakeleinrichtung dargestellt.
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~ Jj —
In E1Ig. 1 strömt die Druckfarbe durch, das Farbrohr 1
in das Innere des Rakelkastens 2. Die Farbe verläßt das Farbrohr durch Öffnungen 3· Darüber befinden sich Prallscheiben 4,
in welche gegebenenfalls auch nicht mehr dargestellte Drossel-■schrauben
eingesetzt werden können, die die Öffnungen 3 teilweise oder gänzlich schließen. Der iiakelkasten 2 erhält eine
höhere Stabilität durch Stegbleclie 5 im oberen und otegbleche
6 im unteren Bereich. Eine weitere Aus.-leifung der Wandungen
des -üakelkastens 2 wird durch Formrohre 12 erreicht, welche
sich über die gesamte Iiänz_e des fiakelkastens erstrecken. Durch
diese Maßnahmen ist der mit geringem Gewicht ausgeführte Rakelkasten
in der Lage, den im Inneren auftretenden Druckbeanspruchungen ohiie größere Deformationen standzuhalten. Erfindungsgemäß
wird der Rakelkasten durch eine dünne, biegsame Platte 7, z.B. eine Gummiplatte, im unteren Bereich gegen die
Folie 8 abgedichtet, die im -"-usführungsbeispiel aus Metall besteht,
-^ie biegsame Platte 7 wird gegen Flansche 10 mit Hilfe
der Klemmleiste 11 dichtend festgeschraubt. Diese biegsame
Platte 7 ist in der Lage, räumliche Verformungen, vor allem an
den Enden der iiakeleinrichtung mitzumachen, während die Folie 8 sich dichtend an die Siebschablone 9 schmiegt, liach einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die Folie δ beschränkt beweglich
am Rakelkasten 2 befestigt, d.h. daß die Folie 8 kleine Verschiebungswege dadurch ausführen kann, daß sie im ^palt
zwischen dem Formrohr 12 und. dem darüber befestigten Y/inkelprofil
13 gleitet. Im geringen Umfang ist eine solche vertikale Beweglichkeit natürlich auch durch die der Folie innewohnende
Elastizität gegeben. Oberhalb der biegsamen Platte 7 befinden sich Profilstangen 14, welche fest an Distanzhalter 15 bei 16
verschre-ubt sind. Die Distanzhalter 15 stellen sicher, daß der
gegenseitige Abstand der Profilstangen 14 nicht verändert werden kann. Die Profilstangen 14 werden während des Vorganges
des Auftrages der im Inneren des Rakelkastens 2 befindlichen Substanz, also während des Drückens, fest an die biegsame Platte
7 angepreßt, die sich ihrerseits wiederum an die Folie 8 dichtend anlegt. Die Anpressung kann nun durch unterhalb der Wa-
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renbahn 17 im Drucktisch 18 befindliche Elektromagnete 19
erfolgen, sie kann aber auch durch in i'ig. 1 nicht mehr dargestellte
Federn zwischen den Distanzblechen 5 und den Distanzhaltern 15 hervorgerufen werden, ^ie Profilstangen
'14 können auch durch ihr Eigengewicht die biegsame Platte 7 -gegen die Folie 8 und diese wiederum gegen die Schablone 9
pressen. Bei Überrollen von Verdickungen in der Warenbahn wird" die Siebschablone 9 gehoben, mit dieser aber auch die Folie 8,
welche dann in vertikaler Richtung im Spalt zwischen 12 und
gleiten kann, ebenso wird die biegsame Platte 7 angehoben und die Profilstangen 14 mit ihren Distanzhaltern 15. Diese sind,
wie man aus der Zeichnung erkennt, in den Rakelkasten eingeschoben und gleiten längs der Rakelkastenwand in vertikaler
Richtung. Um beim Herausheben der Auftragseinrichtung ein zu starkes Absinken der Distanzhalter zu verhindern, tragen diese
Anschläge 21, welche sich nach Zurücklegung eines bestimmten vertikalen Weges auf die unteren Distanzbleche 6 stützen und
dadurch ein weiteres Absinken der Distanzhalter 15 mit den daran befestigten Profilstangen 14 verhindern.
Die Druckfarbe, die aus dem Inneren des Farbrohres 1 über die öffnungen 3 in' den Rakelkasten 2 einströmt, verteilt
sich in Längsrichtung des Rakelkastens und tritt durch die Öffnung 25 der biegsamen Platte 7 sowie durch die Öffnungen
der Folie & und die Siebschablonenöffnungen in die V/arenbahn
In Fig. 2 gelten die gleichen Bezeichnungen wie in Fig. .am Stirnseitigen Ende 22 der Profilstangen 14 ist die biegsame
Platte 7 stark räumlich gekrümmt. Durch Kopfstücke 23» welche mit beiden Profilstangen 14 verschraubt sind und deren untere
Begrenzungsfläche 24 dem Krümmungsradius der verwendeten Schablone 9 genau angepaßt wird, wird ein dichtendes Anliegen der.
biegsamen Platte 7 auch an dieser Stelle erreicht.
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Claims (7)
- Patentansprüche :O Rakeleinrichtung an Schablonendruckmaschinen, insbesondere an Rotationsschablonendruckmaschinen, bei welchen fließfähiger Farbstoff aus einer schlitzförmigen Bodenöffnung eines Rakelkastens mittels hydrostatischen Druckes durch die Perforation einer Schablone hindurch auf die zu behandelnde Warenbahn aufgetragen wird, .gekennzeichnet durch eine im Durch"ereich mit Öffnungen versehene Folie (8), welche den Hakelkasten (2) nach unten abschließt und sich zumindest im Bereich der Öffnungen dicht an die Schabloneninnenwand anschmiegt, wobei zwischen der Folie (8) und dem Rakelkasten (u) eine elastische, im ^urchschnittsbereich ebenfalls mit Öffnvr:j.en (6) versehene dünne, biegsame Platte (7), z.B. aus Gumnifc , zur Abdichtung vorgesehen ist.
- 2. Rakeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß die Folie (8) in Bezug auf den üakelkasten (2) nachgiebig befestigt ist.
- 3· Rakeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ,gekennzeichnet daß der Gesamtquerschnitt der öffnungen (26) in der Folie (8) kleiner ist als der G-esamtquerschnitt der öffnung (25) der dünnen, biegsamen Platte (7).
- 4. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet T daß die dünne, biegsame Platte (7) mittels im Abstand zueinander gehaltener Profilstangen (14) gegen die Folie (8) gepreßt wird.
- 5. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet. daß die Profilstangen (14) an ihrem stirnseitigen Ende mit einem Kopfstück (23) versehen sind, dessen unterer Bereich auf der biegsamen Platte (7) anliegt.309886/0830
- 6. Rakeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilstangen (14) mit Distanzhaltern (15) fest verbunden und zusammen mit diesen vertikal beweglich, im Rakelkasten (2) gelagert sind.
- 7. ii keleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dab die biegsame Platte (7) in zwei zueinander senkrecht stehenden Ebenen gekrümmt ist, während die Folie (8) zylindrisch geformt ist.il. jaakeleinrichtung n^ch Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , dais die Folie (8) im wesentlichen senkrecht zur warentransportebene bewegbar ist.■9. Itakeleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (8) aus Metall besteht.309886/0830
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