DE1761667C - Rakeleinrichtung für Schablonendruckmaschinen - Google Patents
Rakeleinrichtung für SchablonendruckmaschinenInfo
- Publication number
- DE1761667C DE1761667C DE19681761667 DE1761667A DE1761667C DE 1761667 C DE1761667 C DE 1761667C DE 19681761667 DE19681761667 DE 19681761667 DE 1761667 A DE1761667 A DE 1761667A DE 1761667 C DE1761667 C DE 1761667C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- squeegee
- hollow body
- stencil
- squeegee device
- ink
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rakeleinrichtung für Schablonendruckmaschinen mit mindestens
einer rollenden oder gleitenden Rakel und mit einem als Farbzuführung dienenden, gegen die Schablone
offenen Hohlkörper, dessen öffnungsränder an der Schablone dicht anliegen.
Bei bekannten Rakeleinrichtungen für Schablonendruckmaschinen (Siebdruckmaschinen, Filmdruckmaschinen)
wird die Druckfarbe über eine Farbzuführvorrichtung, z. B. ein Farbrohr vor die
Streich- oder Rollrakel gebracht und von dieser während einer Relativbewegung zwischen Rakel und
Schablone durch die Sieböffnungen der Schablone hindurch auf das zu bedruckende Material gepreßt.
Die Stärke der Farbgebung, d. h. die Menge der auf die Flächeneinheit des zu bedruckenden Materials
gelangende Druckfarbe, läßt sich dabei zwar durch Einstellung der Winkellage des Rakelblattes einer
Streichrakcl oder durch Änderung des Durchmessers einer Rollrakel in gewissen Grenzen regulieren, ist
aber in gewissen Fällen unzureichend, insbesondere beim Bedrucken von dickem Gewebe, welches sehr
viel Farbe aufnehmen muß, damit eine gute Qualität des Druckes erzielt wird. Eine Lösung dieses Proist
vor allem bei Siebdruckmaschinen mit Rundschablonen (Rotationsschablonendruckmaschinen)
wichtig, da man bei diesen nicht wie bei Flachschüblonen
durch mehrere Rakelstriche oder Hintereinan-Jcrschalten
mehrerer Rakeln einen erhöhten Farbauftrag erzielen kann. Aber auch bei Flachschablonenmaschinen
ist man bestrebt, mehrere Rakelstriche weaen der damii verbundenen Herabsetzung
der Produktionsleistung und den Einsatz mehrerer Rakeln wegen des dazu erforderlichen erhöhten kon-
struktiven Aufwandes zu vermeiden.
Es wurden Rakeleinrichtungen vorgeschlagen, die aus einem wannenartigen Behälter bestehen, aus welchem
der Farbstoff am Boden durch einen verschließbaren Farbschlitz austritt, dessen Rand an der
Schablonenwand anliegt. Diese Einrichtungen sind für höhere Arbeitsgeschwindigkeiten nicht geeignet,
da einerseits die auftragbare Farbstoff menge begrenzt
ist und anderseits keine hohen Anpreßdrücke, die tür einen konturenscharfen Druck erforderlich
sind, ohne Gefährdung für'die empfindliche Schablone angewendet werden können.
Gemäß der Erfindung wird nun ein starker und dosierbarer Farbauftrag auf das zu bedruckende Material
dadurch erreicht, daß die Rakel in dem mit der Farbzuführung in Druckverbindung stehenden Hohlkörper
angeordnet ist, in welchem die Druckfarbe unter Überdruck steht.
Die Rakel befindet sich bei der erfindungsgemaßen
Einrichtung nicht wie üblich in einem offenen.
d. h. bloß dem Luftdruck ausgesetzten Farbsumpf, sondern arbeitet in einer unter Überdruck stehenden
Farbmasse. Es ist nun aber nicht allein dieser Überdruck in der Farbmasse, der einen stärkeren Farbauftrag
auf das zu bedruckende Material bewirkt; viel-
mehr ist hierfür das Zusammenwirken des Rakeleffektes
mit dem Überdruck verantwortlich. Dieses Zusammenwirken kann man sich so vorstellen, daß
länes der Rakel bedingt durch den Winkel zwischen Rakel und Schablonenfläche bei der Relativbewegung
zwischen Rakel und Schablonenfläche in der Druckfarbe ein Flüssigkeitsdruck entsteht, dem sich
der erwähnte Überdruck in der Farbmasse überlagert. Wichtig ist, daß diese Drucküberlagerung nur in
einer schmalen Zone längs der Rakel stattfindet, so daß sich »qualitativ« an der gewohnten Rakelwirkung
nichts ändert, wohl aber »quantitativ«, d.h. hinsichtlich der von der Rakel durch die Sieböffnunten
der Schablone durchgepreßten Farbmengt eine
Steigerung eintritt, welche zudem entsprechend dem Ausmaß des Überdruckes in der Farbmasse leicht
einstellbar ist.
Als zweckmäßig hat sich im vorliegenden Zusammenhang
ein Überdruck von etwa 0,5 bis etwa 1,0 atü erwiesen. Bei diesen Druckverhältnissen ist
auch das Dichtungsproblem noch leicht zu bewältigen. Auch die auf den Hohlkörper und dessen Halterung
auftretenden Rückdruckkräfte bereiten keine maschinenbaulichen Schwierigkeiten.
Der Überdruck der Farbmasse im Hohlkörper wird vorzugsweise durch eine Förderpumpe für die
Druckfarbe erzeugt und entspricht im wesentlichen dem Pumpendruck dieser Förderpumpe. An sich
kann der erfindungsgemäße zusätzliche Druck auf die Druckfarbe z. B. auch durch den Druck einer
entsprechenden Flüssigkeitssäule in der Farbzuführvorrichtung über dem Niveau der Schablone erreicht
werden.
Der zusätzliche Druck, z. B. der Pumpendruck der
und der Wandung der Ri !schablone1 be. deren
Abwälzung entsteht, durch die S.ebot nungen der Rundschablone 1 hindurch auf das zu bedruckende
Material lü uepreßt. ,- · -, , ■ ■
Das Ausführungsbeispiel nach Fig., unlerschc.-det
sich von dem gemäß Fig. 1 und 2 dadurch da,', im Inneren des Hohlkörpers 5 zwischen den Rippen 4 eine Streichrakel 14 an Stele einer Roll rakel
uclaaert ist. Im übrigen sind wie be. F, g 1 und 2 du-
ablagerungen bilden, die — falls sie durch die Scha- io Öffnungsränder des Hohlkörpers mit UiLtitungsi.pblonenwandung
durchschlagen — zu Fehlern im pen 6 anden Längsseiten un "J^1.1^"^nlu1- uar--L
Förderpumpe, kann leicht einstellbar gemacht werden,
wodurch sich auf einfache Weise die Stärke des Farbauftrages auf das zu bedruckende Gut einstellen
läßt.
Durch die erfindungsgemäße Rakeleinrichtiing
wird außerdem erreicht, daß die Druckfarbe aus dem für den Farbdurch'ritt bestimmten Schablonenbereich
nicht herausgclangt. Damit wird verhindert, daß sich an anderen Bereichen der Schablone FarbDruckbild
führen können.
Die Erfindung isi an Hand dt:r Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. I zeigt einen normal zur Achse einer Rundschablone
geführten Schnitt durch eine erfindungsgemäße Rakeleinrichtung mit Rollrakel und F i g. 2
einen dazugehörigen verkleinerten vertikalen Längsschnitt. F i g. 3 zeigt einen norrrnl zur Schablonenpen
6 an den Läg
stellten Dichtungslippen an den Stirnseiten ausgestattet, über welche der Hohlkörper5 dicht an der Wandung
der Rundschablone 1 anliegt. Über einen Stu- ?en8 steht das mit der Druckfarbe 13 gefüllte Innere
des Hohlkörpers 5 in Druckverbindung mit der Färb zuführvorrichtung. Die Streichrakel 14 bestehi au
zuführvorrichtung
maenetisierbarem Mal .JaI und wird von einem unte
dem zu bedruckenden Material 10 und dem Druck
achse geführten Schnitt einer crnndungsgemäßen 20 tuch 11 befindlichen Magnetbalken 12 angezogen.
Rakeleinrichtung für eine Streichrakel. Ein weiteres Beim Ausführungsbeispiel nach t 1 g^-+ ^»γιι^ ci.u,
Ausführungsbeispiel ist durch F i g. 4 veranschaulicht, wobei F i g. 4 wiederum einen normal zur Schablonenachse
geführten Schnitt einer erfindungsgemä-Beim Ausführungsbeispiel nach Fg
Rundschablone 1 wiederum (wie bei Fig. 1 und 2) eine Rollrakel 2 aus magnetisierbarem Material /wi
sehen Rippen 4 im Inneren des Hohlkörpers 5 drehDi dh d
ßen Rakeleinrichtung mit Rollrakel darstellt. 35 bar gelagert. D.e Druckfarbe 13 gelangt durch den
Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 und 2 ist in Stutzen 8 in das Innere des Hohlkörpers s iinasia..
unter Überdruck, d. h. unter dem von der Pumpe de Farbzuführvorrichtung herrührenden Druck urul
wird durch die Rollrakel 2 auf das ?u bedruckend,-Material
10, welches mit dem Drucktuch 11 trans portiert wird, gepreßt.
An Stelle der in Fig. 1 bis 3 vorhandenen Dictitungslippen
6 sind gemäß Fig. 3 zur Abdichtung Walzen 15 an den Unterkanten der parallel zur Rakellänasrichtung
liegenden Län^ränder des Hohlkörpers 5 gelagert. Diese Walzen 15 bestehen aus
magnetisierbarem oder magnetischem Material uiiu werden durch das Magnetfeld des Magnetbalkens 12
dichtend gegen die Schablonenwandung gepreßt. An den Stirnseiten weist der Hohlkörper 5 zur Abdichtung
gegenüber der Schablonenwandung Dichtungslippen auf, welche in F i g. 4 nicht dargestellt sind,
aber den Dichtungslippen7 der Fig. 2 entsprechen.
Im übrigen können auch die Dichtungslippen 6,7
der in Fig. 1 dargestellten Pfeile. Die Druckfarbe 13 45 (Fig. 1 bis4) aus magnetisierbarem oder magnctisteht
im Inneren des Hohlkörpers 5 unter dem von schem Material bestehen (z. B. aus Magnetgummi)
der Pumpe der Farbzuführvorrichtung herrührenden und so unter der Wirkung des Magnetfeldes des Ma-Druck
und wird unter der Wirkung dieses Druckes gnetbalker.s 12 gegen die Schablonenwandung ge-
und durch den Druck, der zwischen der Rolirake', 2 preßt werden.
einer Rundschablone 1 eine Rollrakel 2 zwischen Rippen 4, die im Inneren eines in Schablonenlängsrichtung
sich erstreckenden Hohlkörpers 5 ausgebildet sind, drehbar gelagert. Der Hohlkörper 5 ist zur
Schablonenwandung hin offen und liegt mit seinen ÖITnungsrändern über Dichtungslippen 6 und 7 dicht
an der Schablonenwandung an. Über einen Stutzen 8 steht das Innere des Hohlkörpers 5 mit dem Farbrohr
9 in Verbindung, über welches die Farbzufuhr au· dem außerhalb der Rundschablone 1 befindlichen
Farbbehälter mit Hilfe einer Pumpe erfolgt. Die Rollrakel 2 besteht aus magnetisierbarem Material
und wird von einem unter dem zu bedruckenden Material 10 und dem Drucktuch 11 befindlichen Magnetbalken
12 angezogen.
Während des Betriebes bewegen sich das zu bedruckende Material 10 mit dem Drucktuch 11 sowie
die Rundschablone 1 und die Rollrakel 2 in Richtung
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Rakeleinrichtung für Schablonendruckmaschinen mit mindestens einer rollenden oder gleitenden
Rakel und mit einem als Farbzuführung dienenden, gegen die Schablone offenen Hohlkörper,
dessen Öffnungsränder an der Schablone dicht anliegen, dadurcli gekennzeichnet,
daß die Rakel (2, !4) in dem mit der Farbzuführung in Druckverbindung stehenden Hohlkörper
(5) angeordnet ist. in welchem die Druckfarbe unter Überdruck steht.
2. Rakeleinrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsränder des
Hohlkörper* (5) mit Dichtungslippen (ft. 7) ausgestattet
sini'
3. Rakeleiiinchtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurcli gekennzeichnet, daß die parallel zur Rakellängsrichtung
verlaufenden Öffnungsränder des Hohlkörpers (5) mit drehbar gelagerten Dichtungswalzen
(15) ausgestattet sind.
4. Rakeleinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Dichtungslippen
(6. 7) bzw. die Dichtungswalzen (15) aus magnetisierbarem
oder magnetischem Material bestehen und von einem unter dem zu bedruckenden Material
(10) bc.ndlichen Magnetkörper (12) gegen die Schablonenwandurg gepr 3t werden.
5. Rakeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rake" {2. 14) zwischen im Inneren des Hohlkörpers ausgebildeten Rippen
(4) gelagert ist.
6. Rakeleinrtchtung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Hohlkörper (5) mindestens ein Anschlußstutzen
(8) zum Anschluß an die Farbzuführvorrichtung
(9) ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT585667A AT289157B (de) | 1967-06-23 | 1967-06-23 | Rakeleinrichtung für Siebdruckmaschinen |
| AT585667 | 1967-06-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1761667A1 DE1761667A1 (de) | 1971-08-05 |
| DE1761667B2 DE1761667B2 (de) | 1973-02-15 |
| DE1761667C true DE1761667C (de) | 1973-09-06 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2300289C2 (de) | Vorrichtung zum Auftragen flüssiger oder pastöser Farbe für Siebdruckmaschinen | |
| DE2414657A1 (de) | Einrichtung zum auftragen fluessiger oder pastoeser massen auf eine warenbahn | |
| DE1964182B2 (de) | Rakelvorrichtung zur Auftragung flüssiger oder pastöser Medien auf Warenbahnen od. dgl., insbesondere für Filmdruckmaschinen | |
| DE2262081A1 (de) | Vorrichtung zum faerben oder bedrucken von warenbahnen | |
| DE2415148A1 (de) | Vorrichtung zum bedrucken, beschichten oder faerben von warenbahnen | |
| DE2404532B2 (de) | Rakeleinrichtung mit einem allseitig geschlossenen Rakelgehäuse | |
| CH657315A5 (de) | Vorrichtung zum zufuehren von farbe an die druckplatte einer druckmaschine. | |
| DE3419590A1 (de) | Schablonendruckmaschine mit mindestens einer zylindrischen schablone | |
| DE1761667C (de) | Rakeleinrichtung für Schablonendruckmaschinen | |
| DE1249885B (de) | Wannenfarbwerk für schnellaufende flexo-druckmaschinen | |
| DE964769C (de) | Rakel zum Einstreichen von Geweben, insbesondere Teppichen im Filmdruckverfahren insbesondere mit OEl-in-Wasser-Emulsionsfarben | |
| DE2305443C3 (de) | Vorrichtung zur Begrenzung des Farbtümpels vor einer im Inneren einer Siebdruckschablone angeordneten Auftragsrolle | |
| AT311291B (de) | Rakeleinrichtung für Rotationsschablonendruckmaschinen | |
| DE2450309C2 (de) | Vorrichtung zur Begrenzung des Farbtümpels vor einer im Inneren einer Siebdruckrundschablone angeordneten Auftragsrolle | |
| DE1761667B2 (de) | Rakeleinrichtung fuer schablonendruckmaschinen | |
| DE962520C (de) | Schablonendruckvorrichtung | |
| DE8510718U1 (de) | Vorrichtung zum leichteren Einsetzen und Herausnehmen der Walze bei Umkehr-Tiefdruckmaschinen | |
| DE1610300C3 (de) | Rakelvorrichtung für Sieb- und Filmdruck | |
| DE1107250B (de) | Anordnung zur Farbzufuehrung bei Rakelvorrichtungen an Siebdruckmaschinen | |
| AT326605B (de) | Rakelvorrichtung | |
| AT324272B (de) | Rundschablonen-druckwerk | |
| AT305948B (de) | Rakelvorrichtung | |
| DE10130094B4 (de) | Abquetsch- und Formmaschine für Maschenware | |
| AT327852B (de) | Rakelvorrichtung | |
| DE2056482A1 (de) | Druckduse zur Zufuhr von Druckfarbe auf Schablonen, insbesondere Kreisschablo nen auf Maschinen zum Bedrucken von Tex tihen und anderen Materialien in Bandform |