DE2101085A1 - Rakelrolle - Google Patents
RakelrolleInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rakelrolle, insbesondere far den Schablonendruck.
Für das Durchpressen der Farbe durch die Perforationen von Flachschablonen oder rotierenden Rundschablonen, aber auoh
für das direkte Auftragen von zähflüssigen Massen auf die zu behandelnde Fläche, z.B. die Oberfläche.einer Warenbahn, werden
Rakeln verwendet, und zwar entweder Streichrakeln, die ein Rakelblatt bzw. eine Rakelklinge aufweisen oder Rollrakeln,
deren Arbeitsteil eine rotierende Walze, auch Rakelrolle genannt, ist.
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jäel der Verwendung einer Rollrakel in einer Siebdruckschablone
hängt die Intensität der Farbgebung, d.h. das Audmaß
an Farbmasse, welche pro Flächeneinheit den zu bedruckenden Stellen der Wareiioahn zugeführt wird, vom Jjurcniuesser der
Rakelrolle, vom Anpreßdruck derRakelrolle und von der Viskosität der Farbmasse ab. Da die Viskosität der J^arbmasae meist
eine gegeoene, konstant zu haltende Größe lot und der Anpreßdruck
der Rakelrolle - wie die Praxis lehrt - in bestlaiirrter
Abhängigkeit von der Viskosität der Farbmasse und dem Durchmesser der Rakelrolle eing-estellc werden iauß, verbleibt also
praktisch nur noch der Durchmesser der Rakelrolle als variable Größe zur Steuerung der Intensität der Farbgebung. Analoges
gilt auch für Rakelrollen, die nicht in Schablonen arbeiten, sondern zum direkten Auftragen einer zähflüssigen Lasse auf
die zu behandelnde Fläche dienen.
Der Einfluß des Durchmessers der Rakelrolle auf die In- · tensität der Farbgebung, bzw. allgemein auf das Ausmaß der
pro Flächeneinheit auf die zu behandelnde Fläche aufgetragenen zähflüssigen Masse rührt davon her, daß sich in jenem Teil der
zähflüssigen Masse, der in den keilförmigen Spalt zwischen der Rakelrolle und der Fläche, auf der die Rakelrolle abrollt, eindringt,
ein Druck ai fbaut, der um so größer ist, je langer und
flacher der keilförmige Spalt ist. Die Länge und Steilheit des keilförmigen Spaltes ist bei den üblichen Rakelrollen mit
kreiszylindrischem Durchmesser vom Durchmesser der Raicelrolle
abhängig. Eine Rakelrolle mit kleinem Durchmesser ergibt einen kurzen und steilen Spalt, damit einen geringen Druck in der
aufzutragenden zähflüssigen Masse und somit eine geringe Intensität des Auftrages. Eine Rakelrolle mit großem Durchmesser
hingegen bedingt einen langen und flachen Spalt, somit einen höheren Druck in der zähflüssigen Kasse und daher eins
ho'here Intensität des Auftrags.
Zur Änderung der Auftragsintensität, z.B. Farbintensi-109841/0170
tat beim Schablonendruck, hat man bisher Rakelrollen ■unterschiedlichen
Durchmessers verwendet, wobei bei jeder gewünschten iinaerun;; der Auftrags intensität die betreffende Eakelrolle
durch eine andere ersetzt werden mußte. Dieses Auswechseln von Rakelrcllen bedingt jedoch einen Stillstand der Vorrichtung
bzw. ka.zchine und außerdem sind Verschmutzungen nicht zu
vermeiden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerung der Inten- M
sität des Auftrags einer zähflüssigen Kasse durch eine Rakelrolle zu ermöglichen, ohne die Räc eirolle durch eine andere
nix unterschiedlichem Durchmesser ersetzen zu müssen.
Dies wird erfinäungsgemäß dadurch erreicht, daß die
Kabelrolle aus einem in seiner Querschnittsform elastisch verformbaren Rohr besteht.
Im Betrieb wälzt sich das Rohr an der Arbeitsfläche ab, und zwar uii'oer jfeibehalttmg der eingestellten Verformung. Je
nach dein Jrad der Verformung des Rohres ändert sich die länge
und Steilheit des keilförmigen Spaltes zwischen dem Echr und
der Pläche, auf dem das Rohr abrollt. Damit kann - wie oben %
ausgeführt - der Druck in der im keilförmigen Spalt befindlichen zähflüssigen Kasse geändert und somit die Intensität
des Auftrages gesteuert werden, ohne die Hakeirolle auszuwechseln.
Zur Verformung des Rohres ist zweckmäßigerweise ein auf das Rohr drückender Verformungskörper vorgesehen, welcher sich
vorzugsweise über die Arbeitsbreite der Rakelrolle parallel zur Rohrachse erstreckt und der z.B. als Leiste oder als Walze
ausgebildet sein kann. Der Verformungskörper ist, in bezug auf die Arbeitsfläche der Eakelrolle am Gestell der Vorrichtung
,bzw. faschine, in der die Rakelrolle arbeitet, quer zur Achse
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der Rakeirolle und vorzugsweise senkrecht zur Arbeitsfläche der Rakelrolle einstellbar angeordnet ist.
Der Anpreßdruck zwischen dem Rohr der Rakelrolle und der
Fläche, auf der die Raicelrolle abrollt, kann mechanisch hydraulisch,
pneumatisch oder magnetisch erzeugt werden. An sich könnte allein schon mit hilfe des Yerforicungskörpers auch die
Anpressung des Rohres gegen die Schablone dzw. gegen die zu
cehandelnde Fläche bewirkt werden. In diesem Falle waren
jedoch der Anpreßdruck und der Verformungsgrad des Rohres voneinander abhängig. Da jedoch der Anpreßdruck zweckmäßig
auch unabhängig vom /erformungsgrad des Iy oh res einstellbar
sein soll, kann im Inneren des Rohres ein Anpreßkörper, vorzugsweise eine Anpreßwalze angeordnet sein, der im Bereich
der Berührungszone des Rohres mit der fläche, auf der das Rohr abrollt, gegen die Innenwand des Rohres gepreßt wird. .
Dies kann am einfachsten durch magnetische Kräfte erfolgen, indem z.B. der im Inneren des Rohres Defindliche Anpreßkörper
mindestens teilweise aus magnetisierbarem Werkstoff besteht
und unter dem zu behandelnden Material, der Rakelrolle gegenüberliegend,
ein Lagnetkörper angeordnet ist, der auf den Anpreßkörper eine magnetische Anziehungskraft ausübt.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Bs zeigen: Fig. 1 eine Runaschablonenstation einer Rotationsschablonendruckmaschine
in einem normal zur Schublonenachse geführten Schnitt; Fig. 2 und 3 ein vergrößertes Detail der
Fig. 1 in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen; Fig. 4 und eine Variante des Autführungsbeispieles nach Fig. 1 bis 3,
durch Darstellung eines ähnlichen, vergrößerten Details einer Rundschablonenotation wie in Fig. 2 und 3.
In Fig. 1 ist eine von üblicherweise mehreren RundacLablo-
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"* 5 —
nen 1 tsiner Rotationsschablonendruckniaschine dargestellt. Die
Itunaschablone 1 i.:t am Maschinengestell drehbar gelagert.
Diese Lagerung ist nicht dargestellt und kann in bekannter V/eise erfolgen. Unter der Rundschablone wird die zu bedruckende
warenbahn 2, welche üblicherweise auf einem umlaufenden
Drucktuch 3 aufgeklebt ist,- in Richtung des .Pfeiles 4 bewegt, während die Rundsohablone 1 im Sinne des Pfeiles 5 rotiert.
Die ^n-trieOaeinri'jhtunr der Rundschablone 1 sowie der Warenbahn
2 ϋ,,Λϊ. des Draoktuchea 3 ist ebenfalls nicht dargestellt
und kann in bekannter ,veise ausgebildet sein.
Im Inneren der Rundschablone 1 befindet sich ein Parbzuführungsrohr
6, welches außerhalb der stirnseitigen Enden der Rundschablone 1 am Maschinengestell aufruht. Im Inneren
der Rundschablone 1 befindet sich ferner eine Rakelrolle, die erfindungsgemäß aus einem elastisch deformierbaren Rohr 7 besteht.
Das Rohrmaterial kanniietall, z.B. Stahl sein, aber auch Kunststoffe können als Rohrmaterial verwendet werden. Im
Inneren des Rohres 7 ist eine Anpreßwalze 8 angeordnet. Die Anpreßwalze 8 ist mindestens teilweise aus magnetisierbarem
Werkstoff hergestellt und wird von einem unxer dem Drucktuch
3, angeordneten, der Rakelrolle gegenüberliegenden balkenförmigem Magnetkörper 9 angezogen. Über dem Rohr 7 ist ein leistenförmiger
Verformungskörper 10 angeordnet, der am Farbrohr 6 befestigt ist und mit diesem in bezug auf die Arbeitsfläche
der Rundsohablone 1 höhenverstellbar ist. Dazu ist das Farbrohr
6 stirnseitig außerhalb der Rundschablone 1 am Inaschinengestell
höhenverstellbar gelagert.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, hat der Verformungskörper
10 die A ufgabe, die Querschnittsform des Rohres 7 der
Rakelrolle zu verändern. In Fig. 2 ist das Rohr 7 nicht deformiert
und besitzt kreisrunden Querschnitt. Der Farbkeil 11 unter dem Rohr 7 ist relativ kurz und steil. Der Farbauftrag
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auf die Warenbahn 2 weist demnach, eine reJaiiv ςοΐ-ίπ? e Inxensität
auf. Durch Aosenken des DeformationsKörpers IO nimmt
ias Rohr 7 - Λ-ie aus Pig. 3 ersichtlich - eiro eili.^iouhe
?orm an. l.un ist der Farbkeil 11 unter α en i-ionr J lkuger una
flacher. ii;3 wird mehr jarbe durch die /erfc.ratior.eri ver ivndschablone
1 hindurch auf aie 7/arenoann 2 gefördert.
Trotz des .Deformationsdruckes zur /erü-rraerung der ;^erschnixtsforxa
des Rohres 7 kann in der Arbeitsstellung ger.au:
Fig. 3 der Aaprek druck der Kabelrolle gegen ai= oori-iLloneninnenwand
in der direkten Berührung sz one zwischen key-eirolle
(ßohr 7) und 3chabloneninnenvvand gleich sein wie in der Stellung nach J1Ig. 2, denn dieser Anpreß druck wird aureh. das Ausmaß
der magnetischen Anziehungskraft zsiscnen deE. AnryretKÖrper
8 und dem jJagnetkörper 9 bestimmt, ist also vorn Deformst ionsgrad
des Kohres 7 unabhängig.
Durch Pfeile iot angedeutet, wie sich im Bexrieb das
Rohr 7 der Rakelrolle und die Anpretwalze 8 drehen.
Beim Ausführungsbei^piel nach Pig. 4 und 5 ist wiederum
eine rotierbar gelagerte Rundschablone 1 vorhanden, unter der Rundschablone 1 wird die Warenbahn 2 mit dem Drucktuch 3
geführt. Die Rakelrolle besteht aus einem elastisch deformierbaren Rohr 7 und wird mit hilfe einer Anpreßwalze 8 aus magnetisierbarem
Material, die vom Magnetkörper 9 angezogen wird, gegen die Schabloneninnenwandung gepreßt. Der Verformungskörper 11'
ist als drehbar gelagerte Walze ausgebildet. Die Lager des Verformungskörpers 11* sind nicht dargestellt. Sie befinden
sich zweckmäßig stirnseitig außerhalb der Rundschablone 1 und sind am Maschinengestell höhenverstellbar angeordnet. Durch
den walzenförmigen Verformungskörper 11· wird die Reibung zwischen
Verformungskörper 11' und Rohr 7 gering (nur Kollreibung). Die beiden Arbeitsstellungen in Flg. 4 einerseits und.Fig. 5
andererseits entsprechen jenen in B'ig. 2 und 3 dargestellten,
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woDel in einer Stellung gemäß Pig. 5 infolge des längeren und
flackieren Farbkeiles 11 mehr Farbe auf die Yiarenbahn 2 gebracht
wird, als in einer Stellung gemäß ?'ig. 4 mit kürzerem und steilerem
Fax-bKeil 11.
in i-'ig. 4 und 5 Int durch I feile angedeutet* wie
sich im i-etriob das Rohr 7 der Rcu-:elrolle, die Anpreßwalze 8
and aer walz nförmise Yerformungskörper 11 * drehen.
Die "-ii-iliiviung iot weder auf die dargestellten Auaführungs
oei·. oiele der Rcikelrolle und des YerforiaungSi-:örpersf noch auf
die jiiiardnung in einer Runds oh abl one beschränkt. Beispielsweise
kann die juai-Tessung des Jlohres der äa>:elrolle auch auf andere
'.,eise aid d r-jh einen u-ä^netisch angezogenen Anpre^körper erfol&en.
!''erner kann die erfindungsgemäße Kabelrolle z.r.. such
in Flajliiohablonen (uei iain und hergehender Bewegung der Rakelrolle)
oder zum diri^ten Auftragen einer zähflüssigen Lasse,
"D ei spiel sv/ei se einer Ap^araxurriiasse, auf eine warenbahn oder
etwa von Kl bstoff auf das Drucktuch einer Schablonendruckmaschine
usw. verwendet werden.
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BAD OFUGINAU
Claims (1)
- PatentansprücheM λ Kabelrolle, insbesondere für den Schablonendruck, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakelrolle aus einem in seiner '^uerschnittsform elastisch verformbaren Rohr (7) besteht.2. Rakelrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dal.} zur Verformung des Rohres (7) ein auf das Rohr (7) drückender Verformungskcrper (10,10*) vorgesehen ist, der in bezug auf die Arbeitsfläche der iiakelrolle quer zur Achse des Π ohr es (7) und vorzugsweise senkrecht zur Arbeitsfläche der Rakeirolle einstellbar angeordnet ist.5. RaKelrolle nach Anbruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Verformungskcrper (10,10') über die Arbeitsbreite der Ra^elrolle prallel zur Rohrachse erstreckt.4. Rakelrolle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Yerformungokcrper (10) als Leiste ausgeoildet ist.j. iiakelrolle nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verformungskörper (10*) als Y/alze ausgebildet ist.6. Kabelrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Rohres (7) ein vorzugsweise als Vi'alze ausgebildeter Anpreßkörper (8) angeordnet ist, derim Bereich der Berührungszone des Rohres (7) mit der Fläche, auf der das Rohr (7) abrollt, an der Innenwand des Itohres (7) anliegt, wobei eine Einrichtung zum Anpressen des Anpreßkörpers (8) gegen die Rohrinnenwand vorgesehen ist.109841/01707. Rafcelrolle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßkörper (8) mindestens teilweise aus mas-netisierbarem Katerial besteht und unter dem zu behandelnden Material, der Rakelrolle gegenüberliegend, ein Magnetkörper (9) angeordnet ist.109841/0170
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| AT56770A AT288303B (de) | 1970-01-21 | 1970-01-21 | Rakelrolle |
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Family Applications (1)
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| NL (1) | NL7100810A (de) |
Cited By (4)
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| US3965817A (en) * | 1973-04-03 | 1976-06-29 | Zeki Ipek | Closed squeegee applicator with flexible sides |
| US4094241A (en) * | 1975-08-29 | 1978-06-13 | Edgar Kossler | Perforated doctor roll |
| US4368667A (en) * | 1979-08-23 | 1983-01-18 | Mitter & Co. | Roller squeegee for screen printing |
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- 1970-01-21 AT AT56770A patent/AT288303B/de not_active IP Right Cessation
-
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- 1971-01-12 DE DE19712101085 patent/DE2101085A1/de active Pending
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- 1971-01-21 NL NL7100810A patent/NL7100810A/xx unknown
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Also Published As
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| FR2075777A5 (de) | 1971-10-08 |
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