DE2331783A1 - Vorrichtung zum einbringen von reinmagnesium in eine gusseisenschmelze - Google Patents
Vorrichtung zum einbringen von reinmagnesium in eine gusseisenschmelzeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C1/00—Refining of pig-iron; Cast iron
- C21C1/10—Making spheroidal graphite cast-iron
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- Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
Description
Zusatz zur Patentanmeldung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze mittels einer in die
Gußeisenschmelze eintauchbaren Tauchbirne, die zur Aufnahme des Reinmagnesiums eine Reaktionskammer mit einer oder mehreren
Kontaktöffnungen zum Einströmen der Gußeisenschmelze in
die Reaktionskammer und umgekehrt hat, nach Patentanmeldung P 22 08 960.7.
Die Tauchbirne nach Patentanmeldung P 22 08 960.7 hat einen flaschenförmigen Behälter, der in bezug auf die Längsmittelachse
vollkommen symmetrisch ausgebildet ist. Die im Behälter vorgesehene Reaktionskammer hat eine Einfüllöffnung zum Einfüllen
der Zusätze in die Reaktionskammer, die in der Längsmittelachse an höchster Stelle der Reaktionskammer angeordnet
ist· Es hat sich nun gezeigt, daß bei Verwendung der Tauchbirne zu» Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze
die Reaktion so heftig erfolgt, daß Teile der Schmelze gegen die Wandung der Reaktionskammer geschleudert werden, dort erstarren
und dabei einen mihr oder weniger dicken Gußeisenbelag
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bilden. Dieser Belag ist besonders im oberen Teil der Reaktionskammer
und zwar im Bereich der Einfüllöffnung besonders stark. Der Verschlußstopfen läßt sich daher nach erfolgter
Behandlung einer Metallschmelze nur sehr schwer aus der Einfüllöffnung herausziehen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin»
die Reaktionskammer der Tauchbirne so zu gestalten» daß die
Einfüllöffnung weitgehend von erstarrtem Gußeisen frei bleibtt
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Reaktionskammer der Tauchbirne zum Einfüllrohr hin versetzt
angeordnet ist.
Diese erfindungsgemäße Ausbildung der Reaktionskammer hat den Vorteil» daß nunmehr die Reaktion des Reinmagnesiums mit
der Metallschmelze in Bereichen abläuft, die von der Einfüllöffnung entfernt liegen. Es gelangen daher nur geringe oder
fast garkeine Teile der Schmelze in den Bereich der Einfüllöffnung. Der Verschlußstopfen der Einfüllöffnung kann daher
nach erfolgter Behandlung einer Metallschmelze leicht aus der Einfüllöffnung herausgezogen werden.
Xh weiterer Ausgestaltung der Erfindung schließt sich an die
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seitlich versetzte Reaktionskammer eine Vorkammer an, in der die Einfüllöffnung vorgesehen 1st.
Als zweckmäßig hat sich erwiesen, daß die Reaktionskammer
eine wesentlich größere Höhe als die Vorkammer aufweist.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Vorkammer durch stetige sich erweiternde übergänge in die zum Einfüllrohr versetzt
angeordnete Reaktionskammer Übergeht.
Sine einfache Befestigung des Stopfens an der Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß der Stopfen am oberen Ende
eines Einfüllrohres mittels eines Keilverschlusses befestigt ist.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem senkrechten Querschnitt eine in ein Behandlungsge—
faß mit Oußeisenschmelze eingebrachte Tauchbirne dargestellt·
weise mit Schmelze, insbesondere Gußeisenschmelz· 2, gefüllt.
di« aus eine» Behälter 4 und einem am oberen Ende des Behälters
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angebrachten Einfüllrohr 5 besteht. Der Behälter 4 hat eine
Reaktionskammer 6 zur Aufnahme von reinem Magnesium oder anderen stark reagierenden Zusätzen* Die Reaktionskammer 6
ist zum Einfüllrohr 5 hin seitlich versetzt angeordnet. An die Reaktionskammer 6 schließt sich zum Einfüllrohr 5 hin
eine Vorkammer 7 an. Das Einfüllrohr 5 mündet in die Vorkammer 7 und bildet dort eine Einfüllöffnung 8. Die Einfüllöffnung β ist mittels eines Stopfens 9 verschlossen. Der
Stopfen 9 ist an einer Stange 10 befestigt, die von außen durch das Einfüllrohr 5 gesteckt wird. Die Reaktionskammer 6
hat gegenüber der Vorkammer 7 eine wesentlich größere Höhe, so daß die Einfüllöffnung 8 vom Dach 11 des Behälters 4 einen
Abstand hat. Es ist zu erkennen, daß die Vorkammer durch stetige sich erweiternde ÜbergSge In die sum Einfüllrohr 5 versetzt angeordnete Reaktionskammer 6 übergeht. Im Querschnitt
gesehen nehmen dabei die Reaktionskananer 6 und die Vorkammer
eine schuhartige Gestalt bzw. Form an.
Die Wandungen 12, 13 des Behälters 4 bestehen aus feuerfestem Material. In der Wandung 12 sind mehrere düsenartige Kontaktöffnungen 14 zum Einströmen und Aueströmen der Schneise In
die bzw. aus der Reaktionekamraer sowie «um Austritt von Reaktion·»
produkten, z.B. des verdampften Magnesiums, vorgesehen. Die
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Anzahl und Größe sowie die Anordnung der Kontaktöffnungen 14 in den Wandungen 12 ist dabei so bemessen, daß erst eine
Reaktion der Schmelze mit dem Reinmagnesium stattfinden kann, wenn der Behälter 4 der Tauchbirne 3 vollständig unter
die Oberfläche der Schmelze 2 untergetaucht ist.
Das Einfüllrohr 5 ist zusammen mit dem Behälter 4 an einem Schutzdeckal 15 befestigt, der bei untergetauchter Tauchbirne
die Öffnung des Behandlungsgefäßes 1 abdeckt. Die Stange 10 wird mittels eines Keilverschlusses 16 am Deckel 15 befestigt.
Der Keilverschluß 16 ist dabei so ausgeführt, daß gleichzeitig beim Befestigen der Stange 10 am Einfüllrohr 5 der Verschlußstopfen
9 die Einfüllöffnung 8 dicht abschließt.
Die weitere Ausgestaltung der Tauchbirne 3 entspricht im wesentlichen der Tauchbirne nach dem Hauptpatent.
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Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze mittels.einer in die Gußeisenschmelze eintauchbaren
Tauchbirne, die zur Aufnahme des Reinmagnesiums eine Reaktionskammer mit einer oder mehreren Kontaktöffnungen
zum Einströmen der Gußeisenschmelze in die Reaktionskammer und umgekehrt hat nach Patentanmeldung P 22 08 960.7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktionskammer (6) der Tauch— birne (3) zum Einfüllrohr (5) hin versetzt angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Reaktionskammer (6) eine Vorkammer (7) anschließt, in der die Einfüllöffnung (8) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionskammer (6) eine wesentlich größere
Höhe als die Vorkammer (7) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bie 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorkammer (7) durch stetige, sich erweiternde Übergänge in die zum Einfüllrohr (5) versetzt
angeordnete Reaktionskammer (6) übergeht.
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5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen (9, 10) am oberen
Ende des Einfüllrohres (5) mittels eines Keilverschlusses <16) befestigt ist«
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732331783 DE2331783C3 (de) | 1973-06-22 | 1973-06-22 | Tauchgefäß mit Wandungen aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732331783 DE2331783C3 (de) | 1973-06-22 | 1973-06-22 | Tauchgefäß mit Wandungen aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2331783A1 true DE2331783A1 (de) | 1975-01-23 |
| DE2331783B2 DE2331783B2 (de) | 1981-04-30 |
| DE2331783C3 DE2331783C3 (de) | 1986-11-13 |
Family
ID=5884770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732331783 Expired DE2331783C3 (de) | 1973-06-22 | 1973-06-22 | Tauchgefäß mit Wandungen aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2331783C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0041680A1 (de) * | 1980-06-10 | 1981-12-16 | Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft | Vorrichtung zum Einführen stark reagierender Zusätze in eine Metallschmelze |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1880329U (de) * | 1963-04-22 | 1963-10-10 | Alfred Schleu | Tauchglocke zur behandlung von gusseisenschmelzen. |
| DE1815214A1 (de) * | 1968-01-26 | 1969-12-11 | Fischer Ag Georg | Verfahren zur Einfuehrung von verdampfbaren Zusaetzen in eine Schmelze und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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| DE2208960C3 (de) * | 1972-02-25 | 1982-06-24 | Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln | Tauchgefäß aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze |
-
1973
- 1973-06-22 DE DE19732331783 patent/DE2331783C3/de not_active Expired
Patent Citations (5)
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| EP0041680A1 (de) * | 1980-06-10 | 1981-12-16 | Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft | Vorrichtung zum Einführen stark reagierender Zusätze in eine Metallschmelze |
| DE3021707A1 (de) * | 1980-06-10 | 1981-12-17 | Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln | Vorrichtung zum einfuehren stark reagierender zusaetze in eine metallschmelze |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2331783C3 (de) | 1986-11-13 |
| DE2331783B2 (de) | 1981-04-30 |
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