DE2208960C3 - Tauchgefäß aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze - Google Patents
Tauchgefäß aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine GußeisenschmelzeInfo
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- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
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Description
a)
b)
c)
e)
das Tauchgefäß ist als Tauchbirne (3) ausgebildet und in einem Verschlußdeckel (14) des
Behandlungsgefäßes (1) mittels eines Einfüllrohres (5) gehalten,
der Reaktionsraum (6) der Tauchbirne (3) ist mit Kontaktöffnungen (10) in der Wandung (7) und
im Boden (8) versehen,
der Reaktionsraum (6) der Tauchbirne (3) hat zum Einfüllrohr (5) hin eine öffnung (11), die
durch einen Verschlußstopfen (12), der mit einer in oic Bohrung eines Metallrohres (13) einschiebbaren
Stange (17) verbunden isi, verschließbar
ist,
die Tauchbirne (3) ist mit einer korbartigen Metallarmierung (9) versehen,
das Metallrohr (13) ist zum Behälter (4) hin konisch aufgeweitet uni mit der Metallarmierung (9) verbunden,
das Metallrohr (13) ist zum Behälter (4) hin konisch aufgeweitet uni mit der Metallarmierung (9) verbunden,
das über den Verschlußdeckel (4) hinausragende Ende des Metallrohres (13) bildet einen
trichterförmigen Einfüllstutzen (15), der druckdicht-rschließbar
ist.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tauchgefäß aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium
in eine Gußeisenschmelze /ur Herstellung von
Gußeisen mit Kugelgraphit.
Eine Tauchbirne (DE-PS 1 11 771} hat im unteren
Bereich eine Anzahl von Bodenöffnungen und am Übergang zwischen Tauchbirne und Einfüllrohr ein cxh
selbsttätig schließendes Klappenventil. Durch diese Ausgestaltung der Tauchbirne findet, sobald die Zusätze
mit der heißen Schmelzmasse in Berührung kommen, eine Gas- und Dampfbildung der Zusätze, insbesondere
bei Reinmagnesium statt, wodurch sich das Klappenventil
schließt und der ganze verdampfte Kammennhalt durch die Bodenöffnungen in den Schmelztiegel
hineingetrieben wird. Das Eindringen der Schmelze und das Austreten de' durch die Schmelze verdampften
Zusätze muß durch ein oder dieselben auf gleicher Höhe liegenden öffnungen erfolgen. Dabei behindert die
austretende Dampfmenge in Verbindung mit dem Überdruck (schließendes Klappenventil) den stetigen
Zufluß wärme/uführender Schmelze in der Weise, daß Schmelze erneut immer erst dann in die Tauchbirne
eintreten kann, wenn der vom vorherigen Schmelzfluß durch Verdampfen der Zusätze entstandene Dampf
druck wieder abgesunken ist, Das Eindringen von
Schmelze in die Tauchbirne geschieht also in zeitlich äüfeinandeffolgendeii Reaktionsintervallen. Diese
Tauchbirne ist wegen des hohen Dampfdruckes von Reinmagnesium für eine Tauchbehandlung mit metallischem
Magnesium nicht geeignet und war auch für diesen Zweck nicht vorgesehen, da das Patent etwa 50
jähre älter ist, als die Entwicklung Von Gußeisen mit
Kugelgraphit Durch die DE-OS 19 39 14Ö und DE-GM 18 80 329 sind Tauehglocken bekannt, deren Boden
vollständig offen ist und zum Einfüllen der Zusätze zur Schmelze dient. Weiterhin sind öffnungen zum
Ausströmen des Reaktionsdampfes vorgesehen. Diese Tauehglocken sind jedoch nur für Zusätze geeignet, die
einen geringen Reaktionsdruck erzeugen, z. B. Mg-Vorlegierung. Die bei der Tauchglocke nach dem deutschen
Gebrauchsmuster vorgesehene Metallarmierung dient nur zur Verbesserung der Haltbarkeit der feuerfesten
Zustellung und braucht nicht die Schwingungsbeanspruchung, die be einer Reaktion von Reinmagnesium
auftritt, aufzunehmen.
Durch die DE-AS 10 21 395 ist ein Verfahren zur Herstellung von Gußeisen mit Kugelgraphit bekannt.
Ij bei dem der einzutauchende Behälter öffnungen
aufweist, deren Anzahl und Größe für die Behandlungsreaktion von Bedeutung sind. Der Behälter ist mit
Vorlegierungselementen beschickt, die vor der Reaktion mit der Gußeisenschmelze zu einer Vorlegierung
reagieren und verdampfen. Der Behälter wird mit Hilfe eines Stiels in die Schmelze eingetaucht.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beheben und ein Tauchgefäß zu schaffen,
das es ermöglicht, technisch reines Magnesium gesteuert und gesichert unter die Badoberfläche der
Schmelze zu bringen und dadurrh Gußeisen mit Kugelgraphit zu b.fden.
Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs. Auf
Grund der Anordnung der Kontaktöffnungen in der
Tauchbirne in der Wand und im Boden derselben kann die Schmelze in Behandlungsstellung der Tauchbirne in
die unteren Kontaktöffnungen eintreten und so zur Zuführung der erforderlichen Verdampfungswärme an
die Zusätze heranfließen, mit ihnen in Reaktion treten und diese Zusätze in Dampfform überführen. Die
Dampfblasen der Zusätze können durch die oberen Kontaktöffnungen austreten und in die Schmelze
eindringen, ohne daß dabei de·, weitere Zufluß der
Schmelze durch die unteren Kontakioffnungen unterbrochen
wird. Dadurch wird ein gleichmäßiger und
praktisch gleichbleibend stoßfreier Betrieb erzielt, so daß sich ein geregelter, weitgehend störungsfreier
Behandlungsablauf einstellt und der heftige Reakiions
ablauf sicher beherrscht wird Dabei sind die Kontaktöff
nungen so bemessen, daß sowohl Schmelze nachfließen und mit den Zusätzen reagieren sowie verdampftes
Material austreten kann. Dieser Selbstreinigungseffekt ist von großer Bedeutung, ts sei darauf hingewiesen.
daß die erfindungsgemäße Tauchbirne nicht nur /um Einbringen von Reinmagnesium verwandt werden kann
In der Zeichnung ist als Ausfuhrungsbeispiel der
Erfindung in einem senkrechten Querschnitt eine in ein
Behandlungsgefäß mit Gußeisenschmel/e eingebrachte
Tauchbirne gemäß der Erfindung dargestellt
Ein aus feuerfestem Material bestehendes Behänd
lungsgefäß 1 ist teilweise mn Schmelze, insbesondere
Gußeisenschmel/e 2 gefüllt. In die C jußeisenst hmel/e ist
eine Tauchbirne } eingebracht, die aus einem Behälter 4
und einem am oberen Ende des Behälters angebrachten Einfüllrohr 5 besteht. Der Behälter 4 hat einen
Reaktionsraum 6 zur Aufnahme von reinem Magnesium. Die Wandungen 7, 8 des Behälters 4 bestehen aus
feuerfestem Material, in die zur Verstärkung eine Metallarmierung 9 eingebettet ist. Die Metallarmierung
9 hat beispielsweise die Form eines korb- oder Wäbenähnlichen Stahlgeflechles. In der Wandung 7
sowie im Boden 8 sind mehrere düsenartige Kontaktöff-
nungen in zum Einströmen und Ausströmen der Schmelze in den bzw. aus dem Reaktionsraum sowie
zum Austritt von Reaktionsprodukten, z. B. des verdampften Magnesiums, vorgesehen. Die Anzahl und
Größe der Kontaktöffnungen 10 ist dabei so bemessen, daß erst eine Reaktion der Schmelze mit dem
Reinmagnesium stattfinden kann, wenn der Behälter 4 der Tauchbirne 3 vollständig unter die Oberfläche der
Schmelze 2 untergetaucht ist. Der Reaktionsraum 6 hat zum Einfüllrohr 5 hin eine Öffnung 11, die durch einen
Verschlußstopfen 12 verschlossen ist. Als tragendes Bauelement weist das Einfüllrohr 5 ein Metallrohr 13
auf, das in einem Schutzdeckel 14 zum Abdecken des Behandlungsgefäßes 1 gehalten ist. Zum Behälter 4 hin
ist das Metallrohr 13 konisch aufgeweitet und mit der Metallarmierung 9 verbunden. Von der Unterseite des
Schutzdeckel 14 an hat das Metallrohr außen eine Ummantelung a^s feuerfestem Material, die in die
Wandungen des Behälters 4 übergeht. Metallrohr 13 und Metallarmierung 9 bilden somit zusammen das
tragende Stützskelett der Tauchbirne. Zürn Schutz gegen allzu große Erwärmung des Metallrohres bei der
Reaktion des Magnesiums ist das Metallrohr 13 im Bereich seiner konischen Erweiterung zusätzlich mit
feuerfestem Material ausgekleidet Die öffnung 11 zwischen Einfüllrohr 5 und Behälter 4 weitet sich
trichterförmig zum Einfüllrohr 5 hin auf und mündet oberhalb der konischen Erweiterung des Metallrohres
in dessen zylindrischen Teil. Das über den Schutzdeckel 14 hinausragende Ende des Metallrohres 13 bildet einen
trichterförmigen Einfüllstutzen 15, in dem geeignete Dichtelemente angeordnet sind und der mittels eines
einfachen Knebelverschlusses 16 druckdicht verschlossen werden kann. Der Verschlußstopfen 12 ist mit einer
in die Bohrung des Metallrohres 13 einschbbbaren Starige 17 verbunden, die mit dem Knebelverschluß 16
so gekoppelt ist, daß gleichzeitig beim Verschließen des Einfüllstutzens 15 die Öffnung 11 zwischen Einfüllrohr 5
und Behalter 4 durch den Verschlußstopfen 12 dicht abgeschlossen wird.
Über zwei am Verschlußdeckel 14 angreifende
Hubzylinder 18 kann dieTauchbinie zusammen mit dem
Verschluüdeckel 14 in die Schmelze abgesenkt oder aus
der Schmelze herausgezogen werden. Ein nicht dargestellter besonderer Kippmr Iianismus ermöglicht
es, nach erfolgter Behandlung die ^auchbirne so zu
kippen, daß der Reaktionsraum leicht durch die Bohrung des Metallrohres 13 oder eine der Kontaktöffnungen
10 gereinigt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Tauchgefäß aus feuerfestem Material zum Einbringen von Reinmagnesium in eine Gußeisenschmelze zur Herstellung von Gußeisen mit Kugelgraphit, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
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